Hörtipp: „Professor Satchafunkilus and the Musterion of Rock“ von Joe Satriani

Hammer-Album vom Altmeister der E-Gitarre

Hammer-Album vom Altmeister der E-Gitarre

Joe Satriani gehört zu den gottgleichen E-Gitarristen, die bereits während meiner Adoleszenz bekannt waren und Maßstäbe für alle anderen E-Gitarristen setzten. Manch einer ließ sich von seinem exorbitant beeindruckenden Können einschüchtern und letztendlich vom eigenen Eifer abschrecken, andere (z.B. mich) inspirierten sie zu langen Übeabenden und -nächten (teilweise auch spürbar zu Lasten der schulischen Leistungen). In meiner Band (jaaaa, die eine, die sich nach jedem Auftritt umbenennen musste, damit noch Leute in die spärlichen Konzerte kamen) spielten wir sogar ein oder zwei seiner Stücke (ich bin mir zumindest bei „Big Bad Moon“ vom Album „Flying In A Blue Dream“ sicher).

Aber ich schweife ab, denn heute geht es nicht um Kindheitsreminiszenzen! Vor ein paar Tagen begann ich einfach mit einer Suche in Apple Music, gab nacheinander ein paar Namen von mir geläufigen und von mir geschätzten Gitarristen ein, dann ließ ich mich von der Neugier treiben, hörte kurz in die Alben hinein, um dann einige auf meinem iPad zu sichern, andere links liegen zu lassen etc. Sehr hilfreich war auch die Funktion „Das könnte dir auch gefallen…“, denn über diese Schiene entdeckte ich das Album, dessentwegen ich diesen Blog-Eintrag schreibe.

Joe Satriani startete als purer Rock-Gitarrist, nahm im Lauf der Jahre auch einige funkige, balladeske, aber auch härtere Stücke auf, fast immer instrumental, gelegentlich wagte er sich auch selbst als Sänger aus Mikrofon (was nicht einmal schlecht war). Später wich er in den Bereich des Jazz aus, in den letzten Jahren kehrte er – sehr zu meiner Freude – wieder zu seinen Wurzeln im Rock zurück, allerdings schön angereichert mit Elementen aus allen Bereichen, in denen er sich dazwischen herumgetrieben hat.

Mit dem Eintritt ins Musikstudium hörte ich wenig bis gar keine meiner alten Gitarren-Idole, da ich auf die klassische Schiene fixiert war, die ja nun einmal eher meinem Studienfach als Diplommusiker, also dem Musiker im Symphonie-Orchester, entgegenkam. Vor ein paar Jahren jedoch erwachte die Lust an der gitarrenlastigen Musik aufs Neue, überwiegend durch die Band Rush, und selbstverständlich kam auch Joe Satriani wieder ins Spiel.

Das Album „Professor Satchafunkilus and the Musterion of Rock“ ist perfekt gemischt, wenn man das mit guten Kopfhörern oder Boxen (Muarharhar…) hört, fegt es einen glatt von den Füßen. Stückempfehlungen gebe ich gar nicht erst ab, denn sie sind so facettenreich, dass man fast überall etwas entdecken kann, was toll ist (aber das erste Stück ist schon einmal sensationell).

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52 Wochen – Teil 27 („Autsch!“)

Man sieht es mir nicht zwingend an, doch ich bin ein sehr ungezügelter Esser, wenn es um Süßigkeiten und anderen Knabberkram geht. Meine Kollegen in der Schule können davon ein Lied singen, denn keine der Süßigkeiten, die als „für alle“ gekennzeichnet sind, bleiben lange von meiner Gier verschont.

Ich bin mir nicht ganz sicher, woher diese ungezügelte Lust auf Süßes kommt, möglicherweise war es das Aufwachsen mit vier Geschwistern (die ebenfalls Süßes mögen), oder aber ich bin einfach nur süchtig. Leider ergibt sich daraus ein Problem für mich: In meiner Gier beiße ich mir immer wieder auf die Zunge oder – noch schlimmer – in die Backe. Und dann sehe ich so aus: Autsch!

Autsch! Das tat weh!

Autsch! Das tat weh!

Zur Aktion „52 Wochen“

Seit nunmehr 27 Wochen läuft Zeilenendes Foto-Aktion „52 Wochen“, an der ich teilnehme (hier findet man alle meine Beiträge). Ziel ist es, jeden Sonntag ein neues Selfie oder Portrait einzustellen. Wenn man lustig ist, kann man ihm auch ein bestimmtes Motto verpassen, was mir besonders liegt, daher gab es bislang eigentlich ausschließlich Fotos mit einem bestimmten Motto. Die üblichen und allesamt sehenswerten Teilnehmer sind:

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Rango – Ein „Kinderfilm“?

Heute zum zweiten Mal gesehen – und immer noch bleibt die Frage: „Ist das wirklich ein Kinderfilm?“

Heute zum zweiten Mal gesehen – und immer noch bleibt die Frage: „Ist das wirklich ein Kinderfilm?“

Vor ein paar Wochen sah ich mit meiner Frau zusammen den Film „Rango“ zum ersten Mal. Ich war — wie so oft — sehr müde, es war schon nach 21:00 h, weil die Kinder nach dem Abendessen wieder einmal länger gebraucht hatten, draußen wurde es bereits allmählich dunkel… Auf jeden Fall empfand ich den Film trotz seiner lustigen Aufmachung weder als wirklich lustig noch als kindgerecht.

Gestern habe ich den Kindern den Film testweise abends angemacht. Und in weiten Teilen hat sich mein Eindruck vom ersten Ansehen bestätigt: Ich halte den Film immer noch weder für wirklich lustig noch für kindgerecht.

Die Frage, die sich nun stellt, ist natürlich: Warum? Ganz einfach:

  • Die Dialoge sind zu lang. Gerade in der ersten Hälfte des Films wird oft minutenlang ohne wirkliche Unterbrechung gesprochen und palavert. Es wäre besser gewesen, mehr passieren zu lassen. Da fielen mir sofort die Erinnerungen von Wil Wheaton an die Produktion der ersten Staffel von „Star Trek – The Next Generation“, die er in seinem grandiosen Buch/Podcast „Memories Of The Future“ (siehe auch hier) zusammengetragen hat: Und er spricht dieses Problem ebenfalls an, halt auf die TNG-Serie bezogen: Zu lange, zu ausufernde Dialoge, zu wenig Action – vor allem die Figur des Jean-Luc Picard darf in der ersten Staffel wenig handeln und viel zu viel reden.
  • Der Großteil der in „Rango“ verbratenen Witze geht völlig am kindlichen Erfassungshorizont vorbei. Wenn nun aber die Mehrzahl der Witze gar nicht verstanden werden kann, bleibt das Lachen nun einmal aus.
  • Die unzähligen und von Erwachsenen sicher geschätzten Anspielungen auf und Querverweise zu anderen Filmen oder Opern (ich erwähne hierzu nur den „Ritt der Walküre“ aus dem „Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner) können Kinder gar nicht zuordnen (geschweige denn wertschätzen). An einigen Stellen wirkt es so, als hätten die Schreiber des Films mit einem Filmlexikon dagesessen und nach schönen Stellen zum Abkupfern bzw. Anbringen einer Hommage gesucht. Dabei wurde nur leider die hauptsächliche Zielgruppe eines solchen Films verkannt. Schade!
  • Einige gruselig-spannende Stellen (z.B. die Zombie-Tiere und der Bösewicht in Form einer sehr fiesen Klapperschlange) sind für kleinere Kinder schon sehr hart an der Grenze – ich habe gestern zeitweise sogar mit dem Gedanken gespielt, den Film einfach abzubrechen (doch oft hilft es den Kindern, die Auflösung einer solch bedrohlichen Stelle zu sehen, sonst verfolgt sie das noch viel länger).

Insgesamt hinterlässt der Film selbst beim mehrfachen Ansehen einen zwiespältigen Eindruck. Spannend wird es, wenn ich die Kinder vielleicht in einem Vierteljahr mal frage, ob sie den Film noch einmal sehen wollen. Die Reaktion auf diese Frage dürfte dann ziemlich schnell Klarheit darüber gewähren, wie gut/schlecht der Film tatsächlich bei den Kindern angekommen ist.

Verborgenes Juwel

Ein absolutes Juwel hat sich ganz am Ende des Films versteckt: Der Song „Walk Don’t Rango“ ist absolut superb. Mit viel Geschick montiert er aus anderen Filmen geschickt „zusammengeklaute“ Abschnitte neu und garniert sie mit einer feurig heißen Trompete (gespielt von Arturo Sandoval).

Arturo Sandoval „peppt“ den ohnehin schon nah am Plagiat entlang schraddelnden Schlusssong noch so richtig auf...

Arturo Sandoval „peppt“ den ohnehin schon nah am Plagiat entlang schraddelnden Schlusssong noch so richtig auf…

Die Nähe zu einigen bekannten Stücken ist absolut nicht zu verleugnen, so dürfte jeder, der den Anfang von Luc Besson’s „Taxi“ oder Quentin Tarantino’s „Pulp Fiction“ gesehen hat, sofort das Stück „Misirlou“ wieder erkennen – ausreichend verändert, um nicht gleich eine Plagiatsklage aufgebrummt zu bekommen (zumindest glaube ich das), aber immer noch nahe genug am Original, um die Assoziation hervorzurufen… Einfach nur cool!

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Solera auf dem Dach

Heute habe ich es tatsächlich geschafft, das komplette Dach des Woodport (ich berichtete) mit Dachpappe zu verdecken, alles ordentlich zu vernageln bzw. festzutackern, dann sogar noch alle eventuellen Nässe-Schwachstellen komplett zu verkleistern bzw. zu verspachteln – und dann kam da noch eine Heldentat der besonderen Art hinzu…

Schön ist es nicht, aber die Perspektive hat sonst kaum jemand. Daher kam es mir eher auf die Funktionalität an. Und die konnte ich hoffentlich herstellen...

Schön ist es nicht, aber die Perspektive hat sonst kaum jemand. Daher kam es mir eher auf die Funktionalität an. Und die konnte ich hoffentlich herstellen…

Wenn das jetzt nicht dicht ist, bekomme ich echt die Krise...

Wenn das jetzt nicht dicht ist, bekomme ich echt die Krise…

Gelernt habe ich bei diesem „ersten Mal“ so einiges, dazu gehören zum Beispiel die folgenden Highlights:

  • Nie ohne Schutzbrille den Kleber auftragen, das Zeug ist zähflüssig „wie die Sau“ und spritzt wie ein (männlicher) Pornostar. Meine Hände und Arme brauchten vorhin gute 20 Minuten der Intensivbehandlung, um wieder sauber zu werden…
  • Ebenfalls nie ohne Schutzbrille den Rand einer besandeten Dachpappe fürs Festtackern umbiegen, wenn man direkt darunter steht. Das könnte sonst zu leichten Sichtschwierigkeiten führen…
  • In der Sonne wird’s heiß.
  • Je länger desto heißer.
  • Vor allem wenn die Haarpracht nicht mehr ganz so intakt ist…
  • Eine Leiter benötigt einen festen Stand.
  • Mit allen vier Füßen.

Ach ja, ich hätte fast die „Heldentat“ meinerseits vergessen. Der Tacker wollte keine U-Nadeln ausspucken. Also drückte ich… und drückte… und drückte… Irgendwie passte der Winkel für mein Handgelenk nicht ganz so gut, also hielt ich den Tacker näher an meine Hüfte. In der Retrospektive ist mir klar, dass das eigentlich der Idealfall für ein Fail-/Pannenvideo bei YouTube gewesen wäre, doch irgendwie löste sich dann tatsächlich eine U-Tackernadel und – na ja – tackerte sich an mir fest. Zum Glück nur oberflächlich. Aber aua!

Geplant war das sicher nicht, dafür aber eine sehr „einprägsame“ Erfahrung. *Hüstel*

Geplant war das sicher nicht, dafür aber eine sehr „einprägsame“ Erfahrung. *Hüstel*

Gut, damit wäre dann ein für alle Mal festgestellt, dass ich der geborene Handwerker bin. Ich rühme mich jedoch damit, weder vom Dach noch von der Leiter gefallen zu sein. Außerdem bin ich tatsächlich zuversichtlich, dass es dieses Mal ein dichtes Dach sein sollte. Wenn ich im nächsten Jahr wieder mit so etwas anfangen sollte, habe ich mich geirrt.

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Fun Fact: Der Gluteus maximus

Der Gluteus maximus (Quelle: iMuscle 2)

Der Gluteus maximus (Quelle: iMuscle 2-App für iPad)

Laut Wikipedia handelt es sich beim „Musculus gluteus maximus“ (lat. für „größter Gesäßmuskel“) um einen Skelettmuskel der unteren Extremität, genauer der hinteren (dorsalen) Schicht der hinteren Hüftmuskulatur.

Er ist der dem Volumen nach größte Muskel des Menschen und einer der kräftigsten.

Tja. Und meiner schmerzt nach den gestrigen fünf Stunden Handwerkern im Knien bzw. Vorbeugen heute spürbar. Autsch!

P.S.: Gerade beim Veröffentlichen des Artikels erschien der Hinweis, dass dies mein 500. Blog-Eintrag sei. Hmmmm, ein wirklich würdiges Thema habe ich mir dafür ja ausgesucht…😉

 

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Sommerprojekt 2016 – fliegender Wechsel

Abschluss…

Vorgestern habe ich den Teil des Sommerprojekts für beendet erklärt, für den ich mich maßgeblich zuständig fühlte:

Hier und da noch ein wenig krumm und schief, doch es soll ja nicht zu steril sein...

Hier und da noch ein wenig krumm und schief, doch es soll ja nicht zu steril sein…

Der Container mit fünf Tonnen Fassungsvermögen wurde gut gefüllt:

Viel mehr passt in den offenen Container nicht hinein.

Viel mehr passt in den offenen Container nicht hinein.

Insgesamt habe ich meiner Zählung nach 132 Pflanzringe verbaut, die letzte Kalkulation (ich konnte im Auto immer nur etwa 25 Stück transportieren, daher musste ich häufiger fahren) war gut, denn es sind nur vier Stück übrig geblieben, die ich in den nächsten Tagen halt wieder zurückgeben werde.

…und Neubeginn

Da für die kommenden Tage wundervolles, trockenes, wenn nicht gar heißes Wetter angesagt wurde, begann nach einem Tag der Erholung sofort das neue Projekt: Dachtausch im Woodport.

Für meine langjährigen Jünger (mir wurde jüngst unterstellt, einen leichten Jesus-Komplex zu haben, nun gut, dann kann ich ja in die Vollen gehen) ist die Woodport-Bauaktion eventuell noch ein Begriff, zur Not kann man hier noch einmal nachlesen.

Das damals mitgelieferte PVC-Dach war von Anfang an die reinste Katastrophe. Das Material war zu weich, um richtig stabil zu sein und seine Form einfach zu halten, und gleichzeitig zu steif, um sich gut aneinander zu fügen. Daher ergab sich bei allen überlappenden Abschnitten eine Lücke zwischen den Schichten – und selbstverständlich lief da immer im Winter das Schmelzwasser bzw. bei jedem Regenguss das vom „Papa“ gelieferte Wasser hinein. Kurzum: Drecksmist.

Also begann der Tag heute damit, den alten PVC-Krempel abzumontieren. Klingt nicht nach einem besonderen Aufwand, war aber bei etwa 100-120 Schrauben und abdichtenden Unterlegscheiben sowie einigen später von mir zum Zwecke der Abdichtung angebrachten Sonderverschraubungen eine gut zweistündige Arbeit, zum Teil in der prallen Sonne – und ich bin ja so ein sonnenverliebter Typ…

Hier sieht man den freien Blick auf den Himmel, nur die Stützbretter sind noch montiert. Hinter dem Woodport liegt noch ein Teil der alten PVC-Abdeckung auf den gerade am Montag fertig gestellten Stufen...

Hier sieht man den freien Blick auf den Himmel, nur die Stützbretter sind noch montiert. Hinter dem Woodport liegt noch ein Teil der alten PVC-Abdeckung auf den gerade am Montag fertig gestellten Stufen…

Dann kam der kniffligere Teil: 20 OSB-Platten montieren. Nachdem die erste Ecke passend ausgerichtet und festgeschraubt war, konnte in zwei Richtungen angebaut werden, etwa fünf Stunden und drei Akkuschrauber-Ladungen später war alles fertig:

Alles fertig, ich stehe mit den Füßen schon auf der Leiter, um nach getaner Arbeit wieder in den Feierabend hinunterzusteigen...

Alles fertig, ich stehe mit den Füßen schon auf der Leiter, um nach getaner Arbeit wieder in den Feierabend hinunterzusteigen…

Morgen wird es noch einmal anstrengend und auch ein wenig spannend, denn dann muss das Dach wetterfest gemacht werden. Erotische Begriffe wie „Dachpappe“ wandern durch meinen Kopf. Da ich damit (Dachpappe, nicht Kopf!) noch nie hantiert habe, kann es sein, dass im „Versuch und Irrtum“-Verfahren ausgetestet werden muss, wie sich das alles bewerkstelligen lässt. Wenn ich mir dabei nicht den Hals gebrochen habe, berichte ich morgen Abend wieder vom dann aktuellen Stand.

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Solera im E-Bike-Fieber

Bis vor kurzem war ein E-Bike für mich zwar nicht wirklich ein „rotes Tuch“, aber mental schon irgendwie ein Gerät für eher unsportliche, vielleicht sogar „faule“ Menschen, auf jeden Fall nichts für mich, den sportlichen Solera, der es schafft, sich aus eigener Muskelkraft den Berg hinaufzuarbeiten.

Meine Frau dagegen interessierte sich bereits seit mindestens anderthalb Jahren für ein E-Bike, da es ihr nicht gefiel, den Weg zur Arbeit und/oder zurück nach Hause nicht bewerkstelligen zu können, ohne nassgeschwitzt heimzukommen. Mir ging es ja nicht anders, ich nahm das halt immer in Kauf – auch wenn ich zugeben muss, dass es immer wieder Tage gab, an denen ich mir dessen sehr deutlich bewusst war, dass ich nach dem Heimradeln (ca. 4,5 km, mindestens 3,5 davon bergan) mein T-Shirt wechseln müsste. Und das eine oder andere Mal siegte dann auch einfach die Bequemlichkeit, das Fahrrad blieb zuhause.

Dann zog ich mir im Juni noch die lästige Adduktoren-Zerrung zu, die das Laufen erschwerte und – wenig erstaunlich – auch beim Fahrradfahren für einige Schmerzen sorgte. Selbst bergab fühlte ich beim Treten ein starkes Ziehen in der rechten Hüfte. Bäh!

Um auf den Punkt zu kommen: Anfang der Sommerferien gingen wir in der Absicht, ein schönes E-Bike für meine Frau zu kaufen, das auch ich gelegentlich nutzen könnte. Wir ließen uns gut beraten, denn bis dahin hatte keiner von uns auch nur einen Meter auf einem E-Bike zurückgelegt. Nach etwa 20 Minuten Erläuterungen, Fragen und Antworten und Erfahrungsaustausch ging es ans Ausprobieren.

Und da packte es mich. Aber derart… Binnen einer Minute stand fest: Ich möchte, nein, will, nein: brauche so ein Teil für mich! Am besten sofort! Also verließen wir tatsächlich eine gute Stunde später den Laden um ein paar Tausender leichter in der (virtuellen) Tasche.

Zwei Tage später holten wir die Fahrräder ab, die Lichtanlage (wir müssen ja nun morgens den ganzen Winter über in ziemlicher Dunkelheit starten) ist bestellt und wird Anfang September montiert. Dann musste noch eine Versicherung sowie ein entsprechend heftiges Schloss her.

Seither bin ich aber so ziemlich jeden Tag, den wir daheim waren, irgendwann einmal mit dem Rad aufgebrochen, um die Umgebung unsicher zu machen. Und nun mal ganz ehrlich: Dieses E-Bike sieht auch wirklich rattenscharf aus, da macht das Fahren schon allein des Ausführens eines solch heißen Ofens wegen Spaß! Oder?

Mein E-Bike, bequemer kam ich auf zwei Rädern noch nie einen Berg hinauf!

Mein E-Bike, bequemer kam ich auf zwei Rädern noch nie einen Berg hinauf!

Noch fehlt die Lichtanlage, aber in den Ferien muss ich ja noch nicht in der Dunkelheit starten.

Noch fehlt die Lichtanlage, aber in den Ferien muss ich ja noch nicht in der Dunkelheit starten.

Die Bilder entstanden im Innenhof der Kapfenburg. Normalerweise wäre ich da nicht freiwillig mit dem Fahrrad hingefahren, denn die Höhenmeter, die bis dahin zu überwinden sind, summieren sich ganz ordentlich. So aber schalte ich als elendig fauler Mensch einfach in den Climb-Modus, dann muss ich nur die Pedale leicht treten (in einem bequemen Gang), den Rest erledigt der Motor.

Gerade für die vielen kleinen Erledigungen in der Innenstadt (in meinem Fall eben etwa 4 bis 4,5 Kilometer von daheim entfernt) ist das E-Bike das ideale Fortbewegungsmittel. Bergab fahre ich genauso schnell wie das Auto (ich warte immer noch auf den Tag, an dem ich an unserer festinstallierten Blitzanlage mal fotografiert werde), die 50 km/h knacke ich bergab locker (hmmm, waren es vielleicht doch zu viele Gummibärchen?). Bergauf fahre ich zwischen 20 und 30 km/h, je nach Energie, die ich in die Treterei investiere. Den Mangel an Geschwindigkeit hier mache ich aber durch die einfachere Routenwahl wett. Auf einigen Strecken bin ich mit dem E-Bike sicher deutlich schneller als mit dem Auto, vor allem im Berufsverkehr.

Heute habe ich die 100 Kilometer-Marke auf dem E-Bike geknackt, überwiegend mit kleinen Besorgungsfahrten angesammelt. Jede einzelne ein Genuss. Für mich hat sich die Investition bereits gelohnt, wenn in ein paar Wochen die Schule wieder startet, bin ich hinsichtlich der Mobilität perfekt ausgestattet. Yay!

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Sommerprojekt 2016 – Zwischenstand 2016-08-21

Heute habe ich mich den gesamten Vormittag effektiv um die Gartenarbeit gedrückt, also ging es nicht so weit voran. Andererseits hat das auch gut getan, mein Rücken, meine Hände, meine Füße, fast alles an mir hat das genossen… Morgen lange ich dafür noch einmal richtig hin: Mit etwas Glück komme ich sogar bis zu der Stelle, dass ich abends den Container-Service anrufen kann, damit dann am Dienstag der rappelvolle Container abgeholt wird.

Die Fotos zeigen heute natürlich nicht viel Entwicklung, wo sollte diese auch herkommen? Doch selbst das kleine Bisschen war hart erkauft, denn die Teile des lehmigen Bodens, die ich heute abgetragen habe, wehrten sich nach dem Regen der vergangenen Nacht standhaft. Zum Teil ging das nur mit der (mittlerweile erneuerten) Hacke.

An der Betonwand sieht man noch, bis zu welcher Markierung vorher die Erde reichte. Nach links ging das noch einen guten Meter weiter, um dann auf die Höhe der unteren Stufe (erst im nächsten Bild) abzufallen.

An der Betonwand sieht man noch, bis zu welcher Markierung vorher die Erde reichte. Nach links ging das noch einen guten Meter weiter, um dann auf die Höhe der unteren Stufe (erst im nächsten Bild) abzufallen.

Morgen wird eine kleine dritte Stufe (doppelt – wie die zweite) eingezogen, damit die Kräuterspirale eine erhabene Position erhält.

Morgen wird eine kleine dritte Stufe (doppelt – wie die zweite) eingezogen, damit die Kräuterspirale eine erhabene Position erhält.

Damit die geplante dritte Stufe auch gut funktioniert, muss noch ein Teil des Plateaus weichen, der Boden muss auch noch deutlich stärker eingeebnet werden – und dann darf auch die oberste Reihe an Pflanzringen (nur die fünf Stück) weichen.

Das steht morgen für mich an. Hoffentlich klappt es so, wie ich es mir wünsche. Möglicherweise muss ich halt noch einen Tag mehr investieren (und hoffen, dass das Wetter gut mitspielt).

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Gehört: „Cotton Reloaded 47: Junge Helden sterben früh“ (von Timothy Stahl)

Gestern konnte ich bei der Gartenarbeit die neueste Episode der von mir sehr geschätzten Hörkrimi-Reihe „Cotton Reloaded“ mit dem Titel „Junge Helden sterben früh“ am Stück durchhören.

Spannende Episode, die ich gestern während der Gartenarbeit am Stück durchhören konnte.

Spannende Episode, die ich gestern während der Gartenarbeit am Stück durchhören konnte.

Die Geschichte dreht sich um eine Bürgerwehr, die in New York aufkommt und binnen kurzer Zeit (vor allem durch die Verbreitung via Social Media) für einigen Trubel sorgt. Doch wie immer verbirgt sich noch wesentlich mehr hinter der ganzen Sache, was sich aber erst im Verlauf der drei Stunden und 47 Minuten Hörbuch herausstellt.

Ich fand die Episode spannend und habe jede Minute genossen. Ein wenig sorgenvoll blicke ich in die Zukunft, denn für die Episode 50 ist gleichzeitig eine Jubiläums-Folge in doppelter Länge wie auch ein eventuelles Ende der Reihe angekündigt. Das wäre furchtbar!

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52 Wochen – Teil 26 („Heiligenschein“)

Letzte Woche war unser 14. Hochzeitstag (hmmmm, noch so ein Indiz für das voranschreitende Alter…). Für zweieinhalb Tage konnten wir die Kinder bei meiner Mutter abstellen und uns in ein Wellness-Hotel in der Rhön zurückziehen. Luxus pur!

Direkt am Hochzeitstag wanderten wir über die nahegelegenen Wasserkuppe und bis ins Rote Moor hinein (insgesamt ca. 17-18 Kilometer), den Nachmittag verbrachten wir im Schwimmbad und der Sauna des Hotels, morgens und abends gab es ein derart reichliches und exquisites Buffet, dass wir das Mittagessen einfach ausließen. Und nach dem Abendessen lungerten wir noch einmal bis nach 22:00 h im angenehm warmen Wasser der Pool-Bar herum (Multicolorina dilettiert hatte einen Touch Down, ich einen Mojito), danach gab es noch einen sehr lustigen Film auf dem iPad (Rezension folgt), kurz nach Mitternacht müssen wir beide dann eingeschlafen sein.

Zum Selfie des heutigen Tages: Bei der Wanderung über die Wasserkuppe kamen wir natürlich auch am Radom vorbei. Und irgendwie war ich – vielleicht dank der erhabenen Position, in der wir uns befanden (immerhin fast 1.000 Meter über NHN) – so vermessen, mir einen Heiligenschein zu verpassen…:

Solera mit Heiligenschein – dafür leicht geblendet von der Schönheit seiner Frau...

Solera mit Heiligenschein – dafür leicht geblendet von der Schönheit seiner Frau…

(Kamera: iPhone SE (Frontkamera), Bearbeitung mit Pixelmator: Magnetische Auswahl, Farbanpassung)

Zur Aktion „52 Wochen“

Seit nunmehr 26 Wochen – Heute ist exakt die Halbzeit! – läuft Zeilenendes Foto-Aktion „52 Wochen“, an der ich teilnehme (hier findet man alle meine Beiträge). Ziel ist es, jeden Sonntag ein neues Selfie oder Portrait einzustellen, wenn man lustig ist, kann man ihm auch ein bestimmtes Motto verpassen – das liegt mir besonders, daher gab es bislang eigentlich ausschließlich Fotos mit einem bestimmten Motto. Die üblichen und allesamt sehenswerten Teilnehmer sind:

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