Archiv der Kategorie: Technologie

Gehört: „Zero – Sie wissen, was du tust“ von Marc Elsberg

„Zero – Sie wissen, was du tust“ von Marc Elsberg ist ein spannender Technologie-Thriller mit glaubwürdigen Charakteren und einem modernen Setting. Absolut lesens-/hörenswert!

„Zero – Sie wissen, was du tust“ von Marc Elsberg ist ein spannender Technologie-Thriller mit glaubwürdigen Charakteren und einem modernen Setting. Absolut lesens-/hörenswert!

Dieses Hörbuch war eine Zufallsentdeckung, die ich Zeilenende zu verdanken habe. Er hatte sich sehr positiv zu „Blackout“, einem weiteren Roman von Marc Elsberg geäußert (hier), woraufhin ich mir diesen bei iBooks besorgte. Natürlich kam ich noch nicht zum Lesen, immerhin liegen da noch ein paar ganz andere Bücher auf meinem virtuellen SuB, doch in iBooks bekam ich natürlich gleich noch weitere Bücher und – ganz entscheidend – Hörbücher vom gleichen Autor angezeigt. „Zero“ war relativ kostengünstig und bot mit mehr als 13 Stunden Länge Futter für mehrere Läufe/Tage. Also ging ich gleich „all in“ – gestern habe ich das Hörbuch mit Genuss zu Ende gehört.

Inhalt

Inhaltlich dreht sich die im „High Tech“-Milieu angesiedelte Handlung vorrangig um den Aspekt der Überwachung, die durch moderne Technik ermöglicht und von vielen Nutzern im Gegenzug für die Bereitstellung sog. „kostenfreier“ Dienste bereitwillig zugelassen wird. Dieses Paket wird in eine Story um eine Journalistin, die zu Beginn selbst noch technologisch „hinter dem Mond“ lebt, verpackt. Im Zuge ihres Wissens- und Erfahrungszuwachses darf der Leser/Hörer das „technologische Erwachen“ mit seinen positiven und negativen Seiten miterleben – sehr geschickt, denn so werden technologisch unbeleckte Leser/Hörer nicht von Anfang an übervorteilt, während die „Techies“ nicht permanent das Gefühl haben, in die Steinzeit zurückversetzt worden zu sein.

Besonders gut gefallen hat mir, dass der Grundtenor entgegen meiner anfänglichen Befürchtungen nicht grundsätzlich technologiefeindlich ist, denn so etwas wirkt auf mich immer sehr rückwärtsgewandt (da spüre ich immer die erhobenen Hände und den gewollt hilflosen Ausruf: „Davon verstehe ich doch nichts!“, in dem implizit mitschwingt: „Und davon möchte ich auch nie etwas verstehen…“) und verdirbt meiner persönlichen Einschätzung nach fast grundsätzlich die Stimmung. Da dies hier nicht der Fall ist, war ich in dieser Hinsicht sehr glücklich.

Persönlicher Bezug

Noch dazu ist die Überwachung persönlicher Daten ein zweischneidiges Schwert, das ich als ein notorischer Selbstoptimierer selbstverständlich ganz intim kenne. Der Umgang mit den eigenen Daten ist von entscheidender Bedeutung, denn wer alle Fitness-Apps mit seinen sozialen Medienstreams verbindet und jeden getätigten Schritt in die weite Welt hinausposaunt, macht sich in dieser Hinsicht selbstverständlich durchsichtig. Alle meine diesbezüglichen Profile sind und waren schon immer auf „PRIVAT“ gestellt, sodass keine App irgendetwas bei Twitter oder Facebook (letzterem verweigere ich mich ohnehin komplett) veröffentlichen darf. Das sieht bei anderen Leuten ja ganz anders aus (was kein Urteil sein soll, ich sehe nur oft entsprechende Mitteilungen). Wenn ich dann im Rahmen eines Blog-Eintrags oder einfach so zum Angeben (Eitelkeit ist wichtig…) etwas über Twitter posten möchte, kann ich das via Screenshot immer tun – mein Blog ist ja nun voll von solchen Beispielen. Auf diese Weise behalte ich aber die Kontrolle über die öffentlich wahrnehmbaren Daten.

Gleichzeitig frage ich mich auch immer, wen meine Laufdaten so brennend interessieren sollten. Das ist sicher eine etwas naive Sichtweise, doch da mir bislang keine auf den Laufsport bezogene Werbung ins Haus bzw. Postfach geflattert ist, scheint mein Konzept von Privatsphäre noch ganz gut aufzugehen.

Nike & Apple sind nicht Facebook oder Google

Noch so ein Punkt, in dem sich eventuell herausstellen könnte, dass ich massiv naiv bin, aber ich vertraue Apple. Meine Aktivitätsdaten werden hauptsächlich bei Nike und Apple gesammelt, andere Apps benutze ich nur sporadisch und mit den bereits erwähnten Privatsphäre-Einstellungen. Apple nimmt seit Jahren einen klar definierten Standpunkt zur Privatsphäre ein: Meine Daten bleiben meine, in vielen Fällen bleiben sie sogar direkt auf dem Gerät in einem gesicherten Chip gespeichert und werden niemals auf irgendwelche Server hochgeladen (z.B. seit dem iPhone 5S die Fingerabdrücke zum Entsperren der Geräte).

Klar, es kann sich fast jederzeit herausstellen, dass ich in dieser Hinsicht angelogen und betrogen wurde. Da Apple diesen Standpunkt aber immer wieder sehr vehement verteidigt und – zumindest den eigenen Angaben nach – Technologien verwendet, die es der Firma selbst unmöglich machen, die auf dem Gerät verschlüsselten Daten zu entschlüsseln, vertraue ich Ihnen zumindest im Moment meine Daten an. Ein Glücksspiel, ja, aber eben nur eines. Und die Chancen sind immerhin 50:50. Bei Facebook oder Google ist die Wahrscheinlichkeit gar kein Faktor, denn bei beiden ist es klar, dass alle verwertbaren personenbezogenen Daten auch ausgewertet und an alle zahlungswilligen Interessenten verkauft werden.

Fazit

Zurück zum Hörbuch! Wie meine langen Ausführungen gezeigt haben, handelt es sich bei „Zero – Sie wissen, was du tust“ um ein brandaktuelles Thema, das uns auch in den kommenden Jahren immer wieder in unterschiedlichen Dringlichkeitsstufen begleiten wird. Da das Thema von Marc Elsberg intelligent, kompetent und auf kurzweilige und spannende Weise aufbereitet wurde, kann ich das Hörbuch sehr empfehlen. Ich freue mich schon auf die Lektüre von „Blackout“, das gleich nach „Glas“, „Cujo“, „Alien 1-3“ dran ist. Versprochen, gaaaanz sicher… 😉

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Der himmlische Mute-Knopf

In den letzten Tagen ging es in Hamburg ja ziemlich rund. Dazu möchte ich mich aber gar nicht äußern, meine Meinung wäre ohnehin redundant, denn die Berichterstattung und Meinungsmache lief bei allen beteiligten Akteuren auf Hochtouren, kein denkbarer Standpunkt wurde ausgelassen. Und wie so oft hieß das Motto: „Es wurde zwar schon alles gesagt, aber noch nicht von jedem.“

Genau genommen lief die Hysterie auf derart hohen Touren, dass mir vollkommen die Lust verging, mir weitere überdrehte (oft in feinster Trump-Manier durchweg in Großbuchstaben verfasste…) Pro-/Contra-Meldungen über die üblichen Nachrichtenkanäle oder meine Twitter-Timeline anzusehen.

Besonders auffällig war für mich, dass im Verlauf der Eskalation die Einstellung vieler Personen einen Wandel um 180 Grad durchlief. Erst waren die Polizisten, die Sicherheitsorgane, die Staatschefs und der Staat selbst die „Bösen“, dann brannten mehrere Nächte am Stück die Autos völlig unbeteiligter Menschen, wurden Geschäfte geplündert und Straßenzüge verwüstet – und auf einmal war der pöbelnde Mob, der vorher noch wie ein Trupp Heilsbringer (oder zumindest moderner Che Guevaras) gefeiert worden war, das „personifizierte Böse“.

Da es vielen modernen Mediennutzern aber anscheinend nicht möglich ist, sich differenziert zu äußern, sie viel lieber in Hysterie, mit marktschreierischer Aufmerksamkeitssucht und vor allem in oft unangebracht diffamierender bzw. unflätiger Weise ihren (manchmal nur für kurze Zeit gültigen) Standpunkt in die Welt hinausposaunen (die Silbe „Po“ in der Mitte ist übrigens sehr passend…), wählte ich den Weg, der mir am besten taugte.

Beim Öffnen der Timeline hatte ich heute früh gut 800 ungelesene Tweets vor mir. Konsequent mutete (für die Nichteingeweihten: muten=stummschalten) ich alle Tags, die sich auf G20 bezogen. Zusätzlich noch einen Nutzer, der sein Fähnchen in den letzten Tagen ständig nach dem Wind gedreht hatte. Binnen zweier Minuten war die Timeline auf 200 Tweets zusammengeschrumpft, die konnte ich in ein paar Minuten in Ruhe überfliegen und genießen.

Die Stummschaltung gilt noch bis morgen, dann werde ich mal sehen, ob ich nochmal die virtuellen Maulkörbe verteilen muss. Für heute habe ich jedenfalls himmlische Ruhe – mein herzlicher Dank gilt dem Mute-Knopf!

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Gehört: „Alien Wars – Sterneninvasion“ von Marko Kloos

Der gelungene Auftakt einer Science Fiction-Reihe, gerade vor ein paar Tagen von mir  durchgehört und für gut befunden...

Der gelungene Auftakt einer Science Fiction-Reihe, gerade vor ein paar Tagen von mir durchgehört und für gut befunden…

Hui! Wieder eine tolle Neuentdeckung für mich an der Science Fiction-Front! Der mir bislang völlig unbekannte Autor Marko Kloos (in Deutschland geboren, lebt aber in den USA) hat eine vier Teile umspannende Serie sog. Military Science Fiction unter dem Übertitel „Alien Wars“ geschaffen, deren ersten Teil ich geradezu verschlungen (so absonderlich diese Vorstellung bei einem digitalen Hörbuch auch immer sein mag…) habe.

Den ersten Teil habe ich heute gerade zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen komplett durchgehört, also verdient das Hörbuch eine gute Rezension an dieser Stelle.

Handlung

Die Handlung ist in vier grobe Blöcke unterteilt, die in normaler chronologischer Folge nacheinander ablaufen:

  • Die (kurze) Vorgeschichte des Protagonisten Andrew Grayson im „Ghetto“,
  • die Verpflichtung zum Militärdienst und die Grundausbildung,
  • die Zeit bei der irdischen Armee,
  • Wechsel zu den Space Marines und dortige Erlebnisse.

Die Vorgeschichte wird recht zügig abgehandelt, auch die Grundausbildung wird dankenswerterweise nicht extrem breitgetreten. Sehr interessant ist die Schilderung der Einsätze bei der TA (der „Terranen Verteidigungs-Armee“), denn hier äußert der Protagonist (stellvertretend für den Autor) bereits kritische Gedanken zur Medienzensur und zu manch einer politischen Entscheidung, die nur aus der Perspektive „von oben“ kommt. Nach mehreren Einsätzen auf der Erde erhält Andrew Grayson die Möglichkeit, zu den Marines zu wechseln – und nutzt diese. Als „Neuronaler Netzwerk-Administrator“ erlebt er dann auch gleich eine äußerst aufreibende Mission, die die Menschheit erstmals in Kontakt mit einer feindlich gesinnten außerirdischen Spezies bringt. Und damit ist die Basis für die weiteren Teile gelegt.

Fazit

Der gesamte Roman ist in einem zügigen Tempo und einer packenden, stark technologisch geprägten Sprache geschrieben (beides passt perfekt zur Military Science Fiction). Das Hörbuch mit Matthias Lühn als Sprecher ist exzellent, bei meinen morgendlichen Läufen habe ich es von vorne bis hinten genossen. Der zweite Teil ist bereits geladen – ich bin schon gespannt, ob er an das Niveau des ersten anschließen kann. Ich werde wieder berichten, sobald der neue Teil durch ist…

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Das „Mophie Juice Pack Helium“ für mein iPhone ein paar Monate später…

Im Dezember schrieb ich einen Blog-Eintrag über das mir damals frisch zugelegte Mophie Juice Pack Helium für mein iPhone SE (hier). Gleich der erste Kommentar dazu kam von simonsegur:

So eine Bitte konnte ich – trotz meiner gleich geäußerten Befürchtungen – nicht vergessen.

So eine Bitte konnte ich – trotz meiner gleich geäußerten Befürchtungen – nicht vergessen.

Es ist noch nicht ganz das halbe Jahr, das ich versprochen hatte, doch in weniger als zwei Wochen wäre der Termin, insofern sollte es keinen großen Unterschied machen. Und nun zu meinen im letzten „halben Jahr“ gesammelten Erfahrungen!

Alltag

Mittlerweile gehört das Juice Pack absolut untrennbar zu meinem Alltag. Zum Einsatz kommt es fast täglich, an höchstens zehn Tagen seit der Anschaffung habe ich es nicht benötigt (und das waren meist Tage, an denen ich stundenlang am Korrigieren saß, sodass ich das iPhone auch kaum in die Hand nahm). Irgendwann zwischen Nachmittag und Abend kommt der Punkt, da das iPhone mich auf „10 % Akku“ hinweist, dann aktiviere ich das Juice Pack, gut eine Stunde später bin ich wieder bei 90+ Prozent der Akkuladung. Ich denke im Normalfall auch gar nicht mehr darüber nach, es gehört „einfach dazu“, mittels eines kleinen Schiebereglers das iPhone im Handumdrehen wieder mit Energie zu versorgen. Insofern ist das Juice Pack ein zwar kleiner, dafür aber essentieller Bestandteil meines Tagesablaufs geworden, der mir in vielen Situationen gute Dienste erwiesen hat.

Akku und Schutz – Fehlanzeige!

Akku-Hüllen für das iPhone gibt es von sehr vielen Herstellern, ich habe mindestens 40 Minuten bei Amazon und auf diversen anderen Seiten gesucht. Die ganz perfekte Hülle habe ich noch nicht gefunden, denn ich hätte gerne eine, die auch das Display vor Schäden schützt – das ist beinahe meine größte Angst im Bezug auf das iPhone: Einmal unachtsam gewesen, das Smartphone fällt – und schon zieht sich ein ekliger Riss über das Display. Doch irgendwie scheinen die Hersteller nur zwei Kategorien zu kennen:

  • Mit Akku und Rück-/Seiten-, dafür ohne Frontschutz oder
  • Allroundschutz, dafür ohne (integrierten) Akku.

Gut, für mich ist die Verfügbarkeit der Energie im Alltag wichtiger, also passe ich wie ein Schießhund auf mein iPhone auf. Bislang klappte das gut – und ich werde mir Mühe geben, es so zu belassen.

Sexy gealtert

In der Zwischenzeit ist mein Juice Pack durch die Dauernutzung ein wenig gealtert, womit ich aber nicht ausdrücken möchte, die Akku-Hülle sei nun nicht mehr ansehnlich, ganz im Gegenteil: Man sieht ihr die Nutzung an, was für technologische Dinge, die sonst ja gerne unpersönlich wirken, ein absolut positiv zu wertendes Kriterium ist.

Ein paar Eindrücke von der Alterung habe ich gerade mit dem iPad fotografiert:

Hier und da bekommt die Hülle auf der großen Fläche Kratzer oder Farbänderungen (da scheint der Schweiß eine nicht unerhebliche Rolle zu spielen), im Großen und Ganzen hält sich das aber in einem überschaubaren Ausmaß.

Hier und da bekommt die Hülle auf der großen Fläche Kratzer oder Farbänderungen (da scheint der Schweiß eine nicht unerhebliche Rolle zu spielen), im Großen und Ganzen hält sich das aber in einem überschaubaren Ausmaß.

Hier sieht man die zwei deutlichsten Abnutzungserscheinungen: Die untere Ecke und den einen Kratzer auf der Rückseite. Viel mehr ist da nicht zu sehen.

Hier sieht man die zwei deutlichsten Abnutzungserscheinungen: Die untere Ecke und den einen Kratzer auf der Rückseite. Viel mehr ist da nicht zu sehen.

Staub und Fusseln scheint es in meinen Hosentaschen immer zu geben, zumindest muss ich den Kopfhörer- und den Ladestecker-Zugang regelmäßig auspusten bzw. reinigen...

Staub und Fusseln scheint es in meinen Hosentaschen immer zu geben, zumindest muss ich den Kopfhörer- und den Ladestecker-Zugang regelmäßig auspusten bzw. reinigen…

Hier sieht man die farblichen Veränderungen am deutlichsten – alles halb so wild, wenn man bedenkt, dass ich das iPhone beim Joggen oft in meinen schwitzigen Händen halte.

Hier sieht man die farblichen Veränderungen am deutlichsten – alles halb so wild, wenn man bedenkt, dass ich das iPhone beim Joggen oft in meinen schwitzigen Händen halte.

Also: Ein paar Abnutzungserscheinungen sind ja unvermeidlich, die sieht man klar und deutlich. Andererseits ist die Funktionalität nach wie vor uneingeschränkt und zu 100 Prozent zuverlässig – es gab noch keinen Tag, an dem ich die normale Akku-Ladung und das Juice Pack leer bekommen hätte.

Fazit

Wie oben schon mehrfach geäußert wurde: Ohne mein Mophie Juice Pack Helium gehe ich nicht mehr vor die Tür. Selbstverständlich ist es noch nicht DIE perfekte Hülle, denn dann würde sie einen Schutz für das Display mitbringen. Aber für die knapp 25 €, die ich damals bei Amazon dafür gezahlt habe, bekomme ich tagtäglich einen sensationellen Zugewinn an Nutzungszeit und Verlässlichkeit. Das war wirklich gut angelegtes Geld.

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Schlaf, Schlaf, Schlaf…

If we shadows have offended,
Think but this, and all is mended,
That you have but slumb’red here
While these visions did appear.
And this weak and idle theme,
No more yielding but a dream,
Gentles, do not reprehend.
If you pardon, we will mend.
And, as I am an honest Puck,
If we have unearned luck
Now to scape the serpent’s tongue,
We will make amends ere long;
Else the Puck a liar call.
So, good night unto you all.
Give me your hands, if we be friends,
And Robin shall restore amends.

Mit diesen Zeilen endet William Shakespeares fantastische Komödie „Ein Sommernachtstraum“. Zitiert habe ich Pucks Schluss-Monolog nur, weil darin gleich mehrfach auf den Schlaf bzw. das Träumen hingewiesen wird. Doch wieso erwähne ich das zu Beginn eines Blog-Eintrags? Ganz einfach: Ich schlafe sehr gerne, aber meist etwas zu wenig, was auf Dauer sicher nicht empfehlenswert ist. Daher habe ich angefangen, die Sache systematisch (soll heißen: technologisch) anzugehen.

Vor ein paar Tagen besorgte ich mir die App AutoSleep, die über die Apple Watch meinen Schlaf überwacht. Vor allem geht es mir darum, im Lauf der kommenden Wochen eine Übersicht davon zu bekommen, wieviel Schlaf ich realistisch benötige, um meinem eigenen Empfinden nach „gut erholt“ zu sein. Da die Apple Watch in der Lage ist, meine Bewegungen und meinen Puls zu verfolgen, ist das Schlaftracking meiner bisherigen Einschätzung nach relativ akkurat.

Im Gegensatz zu vielen Apps, die nur dann den Schlaf verfolgen, wenn man sie manuell kurz vor dem Einschlafen aktiviert – was bei mir einfach daran scheitert würde, dass ich in vielen Situationen äußerst schnell wegdämmere –, verfolgt AutoSleep den Körperstatus ohne die Notwendigkeit, dezidiert aktiviert zu werden. Und die Ergebnisse sind nicht schlecht:

Gestern Abend bin ich kurz nach 22:00 h schon einmal eingeschlafen, dann um etwa 23:00 h wieder aufgewacht, habe mich erst ins Bad begeben, um Zähne zu putzen, danach setzte sich der Schlaf fast bruchlos im Schlafzimmer fort.

Gestern Abend bin ich kurz nach 22:00 h schon einmal eingeschlafen, dann um etwa 23:00 h wieder aufgewacht, habe mich erst ins Bad begeben, um Zähne zu putzen, danach setzte sich der Schlaf fast bruchlos im Schlafzimmer fort.

Übersichtlichkeit wird in der AutoSleep-App groß geschrieben, über die Legende erhält man sofort Erläuterungen zu den Farbcodes.

Übersichtlichkeit wird in der AutoSleep-App groß geschrieben, über die Legende erhält man sofort Erläuterungen zu den Farbcodes.

Das Schlaftracking erzeugt ein neues Problem: Wann lade ich dann die Apple Watch auf? – Mehr dazu folgt sogleich...

Das Schlaftracking erzeugt ein neues Problem: Wann lade ich dann die Apple Watch auf? – Mehr dazu folgt sogleich…

Energie? – Energie!

Doch das Schlaftracking erzeugt ein ganz praktisches Problem: Wann lade ich dann meine Apple Watch auf? Doch auch dafür gibt es eine elegante technologische Lösung: An ein paar Punkten des Tages sitze ich unter Garantie für eine kleine Weile, z.B. beim Essen oder abends vor dem Fernseher. Darüber hinaus gibt es Zeiten, in denen ich kaum nennenswerte Aktivität zeige, die von der Apple Watch aufgezeichnet werden müsste, vor allem unter der Dusche ist das der Fall. Also kann ich jeweils in diesen Zeiten die Apple Watch aufladen. Ein voller Ladezyklus benötigt zwischen 60 und 90 Minuten. Verteilt auf mehrere Zeitfenster am Tag komme ich mit den Essens- und Inaktivitätspausen gut hin.

Nun möchte ich nicht permanent irgendwelche Kabel mit mir herumschleppen und dann am Ende in der Schule bei jeder Korrekturpause auf der Suche nach einer Steckdose herumrennen. Daher habe ich mir eine mobile Ladestation mit integriertem Akku besorgt, die genug Energie speichert, um drei volle Ladungen für die Apple Watch bereitzustellen:

Mit dieser mobilen Ladestation für die Apple Watch bin ich sehr zufrieden – und auf diese Weise kann ich meinen Schlaf verfolgen lassen, ohne am nächsten Morgen mit leerem Akku dazustehen...

Mit dieser mobilen Ladestation für die Apple Watch bin ich sehr zufrieden – und auf diese Weise kann ich meinen Schlaf verfolgen lassen, ohne am nächsten Morgen mit leerem Akku dazustehen…

Fazit

Das Schlaftracking funktioniert gut, über die kommenden Wochen werde ich dann hoffentlich genügend Daten haben, um meinen tatsächlichen Schlafbedarf zu erkennen. Das Problem des Aufladens der Apple Watch habe ich gelöst – alles super!

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Take the scenic route…

Ein Rat, den ich fast täglich befolge...

Ein Rat, den ich fast täglich befolge…

Jay Blahnik blickt auf eine lange und sehr erfolgreiche Karriere im Sportbereich zurück, denn er hat in seiner 18 Jahre dauernden Tätigkeit für Nike großen Einfluss auf die Entwicklung von Nike+, zu der Nike Running (aktuell die weltweit größte Läufergemeinschaft) und Nike Training Club gehören, ausgeübt bzw. diese Produkte federführend in der Entstehung und der Weiterentwicklung begleitet. Seit einer Weile ist er auch für Apple tätig, wo er den Bereich „Gesundheit und Fitness“ leitet, der wiederum zentral die entsprechenden Funktionen von iPhone und Apple Watch prägt1.

Bei einer der Apple Keynotes ist er mir im Zusammenhang mit der Vorstellung eben jener Fitness-Funktionen der Apple Watch 2 aufgefallen, die mich dazu brachten, mir diese einmalige Uhr zuzulegen. Und mehr als ein halbes Jahr später bin ich überzeugt, dass es sich dabei um den besten Fitnessbegleiter handelt, den man überhaupt benutzen kann.

Zurück zum Zitat: Every once in a while, take the scenic route. – grob übersetzt: „Nimm ab und zu die Route mit der schönen Aussicht.“ Diesem Rat folge ich schon sehr lange, doch noch nie ist mir dieser wunderschöne Spruch vorher ins Auge gefallen.

Gerade seit letztem Sommer, also seit der Anschaffung des E-Bikes, bin ich zunehmend versucht, neben dem täglichen Laufen auch beim Radeln immer wieder alternative Routen zu benutzen, die zwar etwas länger, dafür aber angenehmer zu fahren sind (oder mir auf ästhetischer Ebene mehr bieten). Klar, auf dem Weg zur Arbeit drängt die Zeit fast immer, also wähle ich da den kürzesten und/oder schnellsten Weg. Geht es nach Hause, machen ein paar Minuten mehr einfach keinen nennenswerten Unterschied, also wähle ich oft den Weg, bei dem ich auf den weniger von Autos frequentierten Routen unterwegs bin oder wo ich eine schöne(re) Aussicht habe. Ein Beispiel:

Drei Varianten für den letzten Endes fast gleichen Zielpunkt...

Drei Varianten für den letzten Endes fast gleichen Zielpunkt…

Alle drei Screenshots stammen aus der Aktivitäts-App meines iPhones, die auf den über die Apple Watch gesammelten GPS-Daten basieren.

  • Das Bild links zeigt den vermutlich kürzesten Weg zwischen unserem Haus und dem sog. Lokschuppen, in dem sich ein sehr guter Copy-Shop befindet, bei dem ich ein A2-Poster für den Big Band Battle (ich berichtete) in Auftrag gegeben hatte, das abgeholt werden musste. Das Poster ragte hinten noch ein paar Zentimeter aus meinem Rucksack heraus, das Wetter sah „instabil“ aus, also wählte ich für den Heimweg (linkes Bild) den kürzesten Weg, um ja nicht in die Bredouille zu geraten.
  • Noch ein paar Minuten vorher, auf dem Hinweg, hatte ich einen kleinen Umweg genommen, der mich vielleicht zwei Minuten mehr kostete, mir dafür aber auf 75 Prozent des Wegs eine autofreie Strecke garantierte. Klarer Fall, die Route war einfach besser (mittleres Bild).
  • Auf dem Bild rechts dagegen sieht man eine ziemlich exakt verdoppelte Route (fast sieben Kilometer) meines üblichen Wegs zur Arbeit. Der Grund dafür war wiederum einfach: Erst sechs Stunden Unterricht, dann noch fast zwei Stunden Oberstufen-Organisation (die nächste Woche wird noch mal so richtig „heiß“…), danach brauchte ich ein paar Minuten mentalen Freiraum, in denen ich mich auf dem Rad austoben konnte. Und von meiner nahe der Aalener Innenstadt gelegenen Schule nach Röthardt hinauf gibt es einige ordentliche Steigungen. Selbst wenn das E-Bike da hilft, steigt die körperliche Anstrengung deutlich an. Und das war in dieser Situation genau richtig. Noch dazu ist der Ausblick von dort fantastisch (nicht ganz umsonst wird der sog. „Panoramaweg“ dort entlang geführt), ein weiterer Grund für den kleinen Umweg.

Beim Laufen ist es ohnehin so, dass ich natürlich meine Standard-Routen habe, immer wieder aber ein paar Schleifen oder Umwege einbaue, um die (gefühlte) Monotonie zu durchbrechen. Fast immer lohnt sich der kleine Umweg, denn nicht selten entdecke ich dabei wunderschöne Ecken oder neue Wege, die ich dann in den folgenden Wochen Stück für Stück „erlaufe“. Insofern kann ich allen den von Jay Blahnik zitierten Tweet nur ans Herz legen: Wenn der Weg schon das Ziel ist, dann darf der Weg auch eine schöne Aussicht haben.

  1. Unter https://en.m.wikipedia.org/wiki/Jay_Blahnik gibt es weitere Informationen (englisch) zu Jay Blahnik.
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Gesehen: „Star Trek: Beyond“

Ein klasse Action-Film, der sich (leider) immer weiter von den eigentlichen Star Trek-Eckpfeilern entfernt...

Ein klasse Action-Film, der sich (leider) immer weiter von den eigentlichen Star Trek-Eckpfeilern entfernt…

Am vergangenen Donnerstag haben wir uns zum ersten Mal den neuesten Star Trek-Film mit dem Titel „Beyond“ angesehen. Alles in allem ist der Film ein echter Hingucker, denn für die Augen wird ein opulentes Fest geboten, sowohl hinsichtlich der Kostüme, des Make-Up bzw. der Masken, auch auf Seiten der Musik sowie der Action-Choreographien und der visuellen Effekte. Wirklich sehr ansprechend.

Gleichzeitig hinterließ der Film bei mir einen etwas zwiespältigen Eindruck, da die früher für Star Trek noch so zentralen Themen vom knallharten und durchaus spektakulären Action-Anteil schlichtweg in den Hintergrund gedrängt wurden. Und das sogar in einem derartigen Ausmaß, dass sie weitgehend zu fehlen scheinen. Nun habe ich den Film lediglich ein einziges Mal gesehen, eventuell ändert sich da noch etwas an meiner Einstellung, wenn ich den Film noch ein- oder zweimal gesehen habe. Doch im Vergleich zu „Star Trek IX: Der Aufstand“, der ganz zentral den Aspekt der Humanität, der Legalität, der Gerechtigkeit (und viele andere der wirklich tief in der Trekkie-Seele verankerten Topoi) behandelte, war dies auf den ersten Blick ein zwar opulentes, doch streckenweise sinnentleertes Science Fiction-Geballere.

Ich gebe zu, dass meine Meinung noch nicht gefestigt ist, der Film verdient auch eine zweite und dritte Chance (so eine würde ich „Sunshine“ nicht ohne Weiteres einräumen). Sollte sich meine Wahrnehmung noch maßgeblich ändern, schreibe ich einen Anhang zu dieser Rezension.

Handlung

Die Enterprise dockt an einer Raumstation an, empfängt eine Bitte um Hilfe von der Vertreterin eines fremden Volkes. Natürlich bietet man die Hilfe an, muss dann aber beim Eintritt in das Zielsystem erkennen, dass es eine brutale Falle war. Binnen kurzer Zeit wird die Enterprise von einem schier übermächtigen Feind angegriffen, besiegt und weitgehend zerstört, die Mannschaft wird auf einem Planeten des gerade angeflogenen Systems gefangen gehalten. Nur die üblichen Verdächtigen (Kirk, Spock, Pille…) und ein neuer Charakter, die mysteriöse Jaylah, schlagen sich allein oder in kleinen Gruppen durch, um eine Lösung für die verfahrene Situation zu finden, was am Ende natürlich gelingt. Die gemeinsame Anstrengung und die in der Gruppe durchstandene Notsituation schweißt die Mannschaft noch fester zusammen, als es vorher der Fall gewesen war.

Fazit

Meine oben ausgebreitete Kritik zeichnet ein etwas düsteres Bild, was nicht in meinem Interesse liegt, denn alle Kritikpunkte beziehen sich eher darauf, dass der Film nicht so ganz in das gewohnte Star Trek-Gedankengebäude passt. Er „leiht sich“ die bekannten Figuren (und das Schiff), baut darum eine solide Action-Handlung, vergisst aber leider zu sehr seine Wurzeln in eben diesem Star Trek-Universum. Und wir Trekkies sind dann doch sehr daran gewöhnt, dass die altbekannten Topoi eine gewichtige Rolle spielen, weswegen der Film auf dieser Ebene leider enttäuschen muss.

Damit möchte ich aber nicht falsch verstanden werden: Wem diese grundlegende Star Trek-Philosophie oder -Ethik egal ist, der kann den Film ganz einfach als grandioses Action-Kino genießen (so werde ich ihn mir sicher auch noch etliche Mal abends ansehen). Optik und Musik (Michael Giacchino wie immer in Höchstform) passen ebenfalls, hier gibt es ganz und gar nichts zu beanstanden.

Wenn man jedoch diesen Film mit „Star Trek VIII: Der erste Kontakt“ oder „Star Trek IX: Der Aufstand“ – beide stellen für mich die Krone der (modernen) Star Trek-Filme dar – vergleicht, dann kann er trotz der wesentlich krasseren Action-Szenen niemals mithalten. Schade, sehr schade, denn das Potenzial hätte der Film durchaus gehabt. Es wurde aber vorschnell zugunsten einer sehr rasch fortschreitenden (dafür aber nicht in die Tiefe reichenden) Handlung ungenutzt gelassen.

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Gelesen: „Krieg der Klone – Die Trilogie“ von John Scalzi

John Scalzis „Krieg der Klone“ gehört mit weitem Abstand zur besten Science Fiction, die ich je zu Lesen bekam.

John Scalzis „Krieg der Klone“ gehört mit weitem Abstand zur besten Science Fiction, die ich je zu Lesen bekam.

Vor ein paar Monaten berichtete Zeilenende ziemlich enthusiastisch von seiner Lektüre des Scalzi-Romans „Redshirts“ (hier). Die Beschreibung erweckte die Lust auf den Roman, doch der Preis erschien mir mit gut 11 Euro noch ein wenig hoch (zumindest für einen recht kurzen Roman). Doch hier und da hatte ich schon von der „Krieg der Klone“-Trilogie gehört, die als Sammelband für 12 Euro bei iBooks zu haben war. Also nahm ich diese. Und nun mache ich es gleich kurz, denn das war eine der besten Entscheidungen meines Lebens: Diese Trilogie ist derart brillant geschrieben, spannend und witzig, mitfühlend und voller packender Action, dazu noch in bester Science Fiction-Manier an den exotischsten Plätzen des Weltalls sowie mit einer Menge (selbstverständlich erfundener) zukünftiger Wissenschaft, die aber ein in sich derart stimmiges Gesamtbild ergibt, dass ich mich beim Lesen der Faszination zu keinem Zeitpunkt entziehen konnte.

Auf dem iPhone umfasst die Trilogie gut 3.700 Seiten, die meiste Zeit flog ich nur so hindurch. Gestern Abend las ich noch bis weit nach Mitternacht, um den dritten Teil abzuschließen. Obwohl ich gegen 22:00 h schon so müde gewesen war, dass mir immer wieder die Augen zufielen, musste ich die letzten Kapitel einfach am Stück genießen (etwa 700 iPhone-Seiten) – und sie waren so spannend, dass ich wach blieb. Ich hätte, selbst wenn mir dieser absurde Gedanke gekommen wäre, das iPhone nicht weglegen können.

Die drei Teile (Trilogie…) hängen inhaltlich lose miteinander zusammen, man könnte aber auch jeden einzeln lesen, wobei dann natürlich der eine oder andere Witz bzw. Zusammenhang fehlen muss. Chronologisch bauen die drei Bücher auf jeden Fall aufeinander auf, denn man schreitet als Leser vom ersten Band an sequentiell durch die Zeit und bewegt sich mit den handelnden Figuren.

Jeder Versuch, den Inhalt so darzustellen, dass nicht alles mögliche innerhalb der Bücher gespoilert wird, erscheint mir müßig. Ich kann das Buch allen Science Fiction-Fans, die auf eine moderne und humorvolle Sprache, Ideenreichtum, Logik und Spannung, aber auch (Mit-)Gefühl und Exotik (und eine kleine Prise Erotik) stehen, wärmstens empfehlen. Wie schon oben erwähnt: Aus meiner Sicht mit die beste Science Fiction, die ich jemals zu lesen bekam (und da ist schon einiges zusammen gekommen).

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Force Touch auf der Apple Watch 2nd Edition

Als Apple die Force Touch-Technologie vorgestellt hat, dachte ich mir nur: „Oje! Da geht sie hin, die einfache Bedienung…“ Denn mein Eindruck war, dass nur wieder eine weitere Interaktion eingeführt wurde, die man sich zur flüssigen Benutzung selbstverständlich auch erst wieder angewöhnen muss. Und ich bin mittlerweile ein wenig skeptisch geworden, ob ich „jeden“ neuen Trend mitmachen muss (habe ich sowieso nie gemacht, aber hier und da fühle ich einen gewissen „Druck“).

Mit Force Touch wird das normale Antippen eines Icons oder einer Schaltfläche um die Möglichkeit erweitert, mit mehr Druck die gleiche Stelle zu drücken, um dann zusätzliche Optionen zu erhalten. An sich eine coole Idee, denn nun kann man einer App nicht nur anzeigen, dass sie starten soll, man kann auch z.B. eine bestimmte Aktion festlegen, die als Auswahloption beim Force Touch des App-Icons verfügbar sein soll. Das spart Zeit und Umwege.

Um die Kunden auf die neuesten (und teuersten) Geräte zu locken, ist Force Touch nur auf den neuesten iPhones und der Apple Watch verfügbar. Bislang hatte ich mich aber auf der Apple Watch drum herum gedrückt und das gar nicht eingesetzt. Bis ich lernte, dass ich viele Benachrichtigungen auf einen Schlag löschen kann, wenn ich sie mittels Force Touch angehe.

Wer keine Apple Watch hat, fragt sich vielleicht, warum ich so eine simple Sache derart hervorhebe. All jenen sei der folgende Werbetext von der Apple-Seite gezeigt:

„Mit der AWS2 erhältst du wichtige Infos...“

„Mit der AWS2 erhältst du wichtige Infos…“ – Ja, haufenweise. Manchmal sogar noch mehr.

Dass ich die Informationen am Handgelenk erhalte, ist super. Dafür habe ich mir unter anderem diese Uhr gekauft. Doch manchmal kommen binnen weniger Minuten etliche neue Benachrichtigungen. Zum Beispiel WordPress-Mitteilungen: Neuer Beitrag veröffentlicht, dann trudeln meist ziemlich bald einige Kommentare oder Likes ein. Apps wie heute.de, Tagesschau, SWR3, iMessages und SMS, Aktivitäts-Mitteilungen und dergleichen mehr – all das kommt während eines ganz normalen Tages an. Unter Umständen sind recht bald zehn, fünfzehn oder zwanzig Nachrichten eingegangen, die ich ohne Force Touch eine nach der anderen löschen müsste. Keine Frage: Das macht keinen Spaß.

Doch nun folgt ein Bild, das zeigt, was passiert, wenn ich mit etwas mehr Druck auf die vielen Benachrichtigungen einwirke:

Einmal ganz fest gedrückt – ZACK! Schon kann ich alle Benachrichtigungen auf einmal löschen. Super!

Einmal ganz fest gedrückt – ZACK! Schon kann ich alle Benachrichtigungen auf einmal löschen. Super!

An sich ist das ja keine Weltsensation, im Alltag aber eine enorme Erleichterung, die mir sehr entgegenkommt und daher äußerst willkommen ist. Hach, so fühlt sich gelebte Science Fiction an!

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Mehr Energie für’s iPhone: Mophie Juice Pack Helium

Seit anderthalb Monaten habe ich meine Apple Watch – und bin außerordentlich zufrieden damit. Doch die häufige drahtlose Kommunikation zwischen iPhone und Apple Watch ziehen vor allem am iPhone-Akku. Relativ häufig komme ich am Abend mit nur wenigen Prozentpunkten hin, gelegentlich gibt der Akku auch schon vor mir auf.

Alternativen

Um das Problem zu umgehen, kann man drei Strategien fahren:

  1. Zwischendurch immer wieder mal mit dem normalen Netzteil aufladen. Ist mir aber zu doof, da ich meistens bis zum abendlichen Kollaps auf dem Sofa viel durch die Gegend zische. Da ist ein Kabel einfach keine gute Option.
  2. Eine Power-Bank zum Aufladen. Ist im Prinzip sehr gut, aber klobig und wieder ein separates Teil zum Herumschleppen. Und genau das verhindert meist, dass man es dabei hat. So einfach ist das.
  3. Ein sog. Akku-Case, also eine Hülle, die ein wenig dicker ist, dafür gleich einen integrierten Akku mitbringt. Das Teil kann man gar nicht vergessen, weil es direkt um das iPhone herum als Schutzhülle dient – ideal!

Nachdem ich mich entschieden hatte, nach einem Akku-Case zu sehen, stöberte ich durch diverse Online-Shops. Ziemlich bald erkannte ich, dass die Produkte von Mophie einen über Jahre hinweg erarbeiteten exzellenten Ruf genießen, was aber in der Regel mit einem ziemlich heftigen Preis einhergeht. Umso erfreuter war ich, dass ich bei Amazon noch einen kleinen Restposten der für mein iPhone SE passenden Juice Pack Helium entdeckte. Statt 120 € kosteten die verbliebenen vier Stück nur 25 €. Da war kein langes Zögern angesagt, ich bestellte eines.

Mophie Juice Pack Helium

Seit Montag habe ich das Juice Pack dran, es funktioniert wunderbar. Sobald mein iPhone-Akku unter 10% sinkt, aktiviere ich das Juice Pack, sofort beginnt der Ladevorgang. Nach einer Weile komme ich wieder auf gut 90%, damit halte ich auf jeden Fall bis zum Schlafengehen, im Zweifelsfall sogar noch länger, durch.

Design

Das Design gefällt mir sehr gut, denn so wird das iPhone in seiner schlichten Schönheit eher unterstrichen als zugetüncht. „Understatement“ sowohl in Form als auch Farbe leiteten die Designer ganz offensichtlich – sehr zu meinem Gefallen!

Nur ein klein wenig mehr Rand außen herum, viel mehr ist von vorne nicht zu sehen vom Mophie Juice Pack Helium.

Nur ein klein wenig mehr Rand außen herum, viel mehr ist von vorne nicht zu sehen vom Mophie Juice Pack Helium.

Auch von hinten regiert die schlichte Eleganz.

Auch von hinten regiert die schlichte Eleganz.

Mit viel Liebe zum Detail wurden auch die Aussparungen an der Hülle gestaltet, die den Zugriff auf die Lautstärkeregler und den Ein-/Aus-Schalter erlauben, die Aussparung für die Kameralinse und den Blitz sind ebenso schick:

Sehr edel im Design, selbst die Aussparungen sind geradezu perfekt angelegt...

Sehr edel im Design, selbst die Aussparungen sind geradezu perfekt angelegt…

Im unteren Drittel der Rückseite sind ein paar kleine LEDs verbaut, die über den Druckknopf daneben aktiviert werden. Sie zeigen den Ladestand des integrierten Hüllen-Akkus an (hier: voll):

Einmal kurz drücken, schon weiß man Bescheid. Mit dem Schalter rechts kann man den Akku aktivieren und das iPhone laden lassen.

Einmal kurz drücken, schon weiß man Bescheid. Mit dem Schalter rechts kann man den Akku aktivieren und das iPhone laden lassen.

Der kleine Schieberegler, der – mein bislang einziger Kritikpunkt – etwas schwer zu betätigen ist, schaltet den Akku auf Wunsch dazu oder ab.

Goodies

Im Lieferumfang war auch gleich noch ein kleines Adapterkabel, denn durch die Verlängerung des unteren Hüllenrands würde ein normaler Kopfhörer schlicht nicht mehr in die Buchse passen. Jeden Morgen auf dem Laufband bin ich für diesen Adapter dankbar, denn ohne ihn könnte ich meine Hörbücher beim Laufen nicht so gut (oder gar nicht) hören.

Außerdem ist das Anlegen/Abnehmen der Schutzhülle sehr einfach: Man zieht das untere Teil ab, fertig. Gerade mit meiner vorigen Schutzhülle hatte ich arge Probleme, wenn ich mal Staub entfernen oder die Foto-Linse reinigen wollte. Ich brauchte glatt fünf Minuten und viel Überwindung, um die Hülle abzuziehen – immer in der Angst, gleich etwas kaputt zu machen…

Fazit

Nach fast einer Woche des täglichen Testens bin ich von dieser Akku-Hülle für das iPhone sehr begeistert. Ich kann nicht sagen, ob sie mir 120 € wert gewesen wäre, vermutlich nicht, für den von mir bezahlten Preis von 25 € ist es allemal eine geniale Lösung, denn so ist der Akku immer dabei und alles funktioniert wie gewohnt – nur halt länger. Super!

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