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Ein Jahr Apple Watch

Heute ist es genau ein Jahr her, dass ich meine (erste) Apple Watch zugeschickt bekam. Selbstverständlich berichtete ich in diesem Blog-Eintrag davon, wie ich mich von meinem Polar Loop-Armband zur Apple Watch begab, ein Schritt, den ich bis heute nicht eine Sekunde bereut habe.

Ich könnte jetzt hier alle möglichen Daten auflisten, mich brüsten mit den langen Listen der vielen Trophäen und mich im Glanze meines eigenen Ruhms sonnen. Doch so viel kann ich gar nicht lüften, um den Gestank wieder loszuwerden, deshalb zeige ich ganz einfach jene Trophäe her, die mir meine Apple Watch – mittlerweile eine Series 3 (aber ohne Mobilfunk, ich bin nicht bei der Telekom) – heute verliehen hat.

Seit einem Jahr habe ich jeden Tag alle drei Ringe voll bekommen. Das freut mich!

Seit einem Jahr habe ich jeden Tag alle drei Ringe voll bekommen. Das freut mich!

Es gab tatsächlich nur ein paar wenige Tage, an denen ich Mühe hatte, die Ringe vollzubekommen. An einem habe ich es wirklich erst um 23:58 oder 23:59 geschafft, alle 12 Steh-Stunden erfolgreich zu absolvieren. Doch meistens ist der grüne Ring vor dem Frühstück abgehakt, der rote folgt im Verlauf des Vormittags, der blaue dann unter der Woche (wenn keine Ferien sind) kurz nach 15:00 h, heute (erster Tag der Herbstferien) erst um 17:07 h, da ich – es war wirklich dringend nötig – ausgeschlafen habe.

Die Apple Watch hat mich auf 365 Läufen, bei unzähligen Minuten Seilspringen, bei etlichen Yoga-Übungen, beim Schwimmen, beim Fahren mit dem Pedelec (ich möchte immer noch „E-Bike“ schreiben), beim Spazieren, bei der Gartenarbeit, beim Duschen, im Unterricht, in langweiligen und spannenden Sitzungen, im Konzert, im Auto, beim Schlafen – kurz: bei so ziemlich allem, was am Tag und in der Nacht so läuft – begleitet. Wenn sie nicht benutzt wurde, war sie unauffällig im Hintergrund. Wurde sie jedoch benutzt, trat sie elegant und funktional in Erscheinung. Wenn mir jemand bei WordPress eine Mitteilung schickt, erhalte ich sie zuerst über mein Handgelenk, ruft mich jemand an, ebenso, iMessages, Emails – alles wird dort zuerst vermeldet – und will ich es nicht hören, schalte ich die Uhr stumm. Ganz nach meinen Bedürfnissen.

Auch kann ich mit Fug und Recht behaupten, mich an die kleinen Eigenheiten der Apple Watch bzw. des watchOS gewöhnt zu haben. Noch nie war ein technischer Begleiter ein tatsächlich so persönliches Gerät wie dieser kleine Computer am Handgelenk. Ich bin sehr gespannt, wie die Reise in den kommenden Jahren weitergeht.

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Der vierte Meilenstein 2017

Heute früh habe ich mit meinem üblichen Morgenlauf die Grenze von 4.000 gelaufenen Kilometern in diesem Kalenderjahr überschritten. In 258 Läufen mit einer Durchschnittsdistanz von 15,55 Kilometern sind laut meiner Apple Watch und der darauf laufenden Nike Running Club-App seit dem 1. Januar 2017 insgesamt 4.012,33 Kilometer zusammengekommen. Hui!

Meine übliche Statistik, die immer wieder ein paar Tage hinterher hinkt, sodass ich manchmal gar nicht merke, wie irgendein Meilenstein an mir vorbeizieht...

Meine übliche Statistik, die immer wieder ein paar Tage hinterher hinkt, sodass ich manchmal gar nicht merke, wie irgendein Meilenstein an mir vorbeizieht…

Eigentlich hatte ich mir die 4.000 als Jahresziel gesetzt. Aber ich denke mir keinesfalls: „Nun gut, dann kann ich ja aufhören…“ (Hehe, niemals!) Stattdessen habe ich mich darauf eingestellt, vielleicht die 5.200 Kilometer in diesem Jahr zu schaffen, das ergäbe dann einen Wochenschnitt von 100 Kilometern – ein faszinierender Gedanke. Und wenn ich mein bisheriges Laufpensum in groben Zügen beibehalten kann, werde ich theoretisch sogar mehr als diesen Wert erreichen, insofern gibt es sogar einen kleinen Puffer…

Rekorde an völlig unerwarteter Stelle

Am Mittwoch war es hier sehr windig, denn mein Namensvetter, das Sturmtief Sebastian fegte über Deutschland, auch und vor allem die Ostalb hinweg. Beim Laufen im Wald war das nicht zu übersehen, denn ständig musste ich über Zweige, Äste und „halbe Bäume“ springen (oder gleich im Bogen drum herum laufen). Und ich hatte Gegenwind, nicht durchweg, aber über einen guten Teil der Strecke. Entsprechend legte ich mich ins Zeug, um nicht gefühlt auf der Stelle kleben zu bleiben. Ohne es zu merken, legte ich dabei offensichtlich ein gutes Tempo vor, denn nach der Ankunft daheim ploppten einige Meldungen in der Nike Running Club-App auf:

Meine bisher schnellsten 10 Kilometer...

Meine bisher schnellsten 10 Kilometer…

...und meine schnellsten 5 Kilometer (die waren vermutlich Teil der vorher genannten 10 Kilometer, auch wenn es theoretisch separat möglich gewesen wäre)...

…und meine schnellsten 5 Kilometer (die waren vermutlich Teil der vorher genannten 10 Kilometer, auch wenn es theoretisch separat möglich gewesen wäre)…

...und – das hat mich wirklich umgehauen: mein schnellster Kilometer. Vorher lag der Wert bei 4:40 Minuten/Kilometer, jetzt ist er um 15 Sekunden gesunken.

…und – das hat mich wirklich umgehauen: mein schnellster Kilometer. Vorher lag der Wert bei 4:40 Minuten/Kilometer, jetzt ist er um 15 Sekunden gesunken.

Das beweist natürlich nur eines: Gegenwind fühlt sich blöd an, er kann aber auch zu erstaunlichen Leistungen führen. Insgesamt war der Lauf wirklich flink und aufregend, im Gegensatz zu sonst (Hörbücher) habe ich Musik gehört, was sicherlich durch die erhöhte Regelmäßigkeit der Schritte zu einer höheren Effizienz führte.

Juhu! Das Tempo über die Strecke hat mich selbst mehr als nur ein bisschen überrascht!

Juhu! Das Tempo über die Strecke hat mich selbst mehr als nur ein bisschen überrascht!

Schwimmen

In der letzten Zeit habe ich mich etwas intensiver mit dem Schwimmen angefreundet. Ich hasse es nach wie vor, wenn mir Wasser ins Ohr läuft, weshalb ich nicht kraule (obwohl ich als ehemaliger Vereinsschwimmer schon weiß, wie das geht). Bei Decathlon habe ich mir eine billige (unter 10€) Schwimmbrille und ein klein zusammenrollbares Microfaser-Handtuch gekauft. Das packe ich (nebst der Badehose, ts ts ts, was ihr schon wieder denkt!) ein, wenn ich weiß, dass mein Stundenplan ein Loch hat. Von meiner in der Nähe der Aalener Innenstadt gelegenen Schule zum Bad bin ich mit dem Rad in knapp vier oder fünf Minuten gelangt, das Ticket zu lösen und das Umziehen dauern zusammen fünf Minuten, dann geht’s ab ins Wasser und 1,5-2 Kilometer später wieder raus und zurück in den Unterricht.

Am ohnehin rekordträchtigen Mittwoch bin ich nach dem Unterricht ins Hallenbad geradelt, also ohne wirklichen Zeitdruck, um zwei Kilometer zu schwimmen. Irgendwann kurz vor Ende habe ich mich verzählt, sodass ein paar Meter mehr draus wurden. Aber ich bin sehr zufrieden, denn das schont Füße, Knie und Wirbelsäule – so ein Ausgleich ist bei dem vielen Gerenne schon sinnvoll.

Mit der selbstverständlich wasserdichten Apple Watch habe ich mein Schwimmtraining verfolgt. Ich bin noch sehr langsam, aber es macht Spaß und bietet einen Ausgleich zu meinen sonstigen Aktivitäten.

Mit der selbstverständlich wasserdichten Apple Watch habe ich mein Schwimmtraining verfolgt. Ich bin noch sehr langsam, aber es macht Spaß und bietet einen Ausgleich zu meinen sonstigen Aktivitäten.

Danach war ich dann so platt, dass ich abends noch während der ersten MacGyver-Folge lediglich von einem Sekundenschlaf zum nächsten vegetierte. Als mein Kopf das Kopfkissen dann schlussendlich berührte, dauerte es höchstens noch ein paar Sekunden, bis ich komplett „aus“ war.

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Autsch, nein: Doppelautsch!

Heute war die vorbereitende Konferenz in der Schule, die sog. GLK (Gesamt-Lehrer-Konferenz), gleich gefolgt von einer Fachschaftssitzung, alles wie zu Beginn jedes Schuljahrs. Als ich mich dann gegen 14:30 h auf mein Rad schwang, war ich ganz zufrieden mit dem Verlauf und zischte los. Auf halber Strecke passierte es dann: Eine Biene war der Meinung, sich unter dem Rand meines Helms einklemmen zu müssen. Ich fühlte sie landen, sich einklemmen – und dann kam das erste Autsch!

Also: Vollbremsung, Sprung vom Pedelec, Helm öffnen und das Tier von mir wegwedeln. Nur: Eine Biene bleibt ja mit dem Stachel hängen. Also begann ich, mit dem Helmrand auf meine Schläfe einzudreschen, um das Vieh zu zerquetschen. Das klappte dann auf den dritten oder vierten Anlauf auch.

Ohne Spiegel oder andere Hilfsmittel setzte ich die Fahrt erst einmal fort, es waren nur noch vier oder fünf Minuten nach Hause. Dort angekommen gab es erst einmal einen Blick in den Spiegel, dann die Entfernung des Stachels, dann – endlich – ein Kühlpack.

Autsch! Das tat weh! Aber das war ja nur der erste Streich...

Autsch! Das tat weh! Aber das war ja nur der erste Streich…

Und dann kam Fenistil, und ein paar Minuten später noch einmal. Und nochmals ein paar Minuten später noch eine Ladung. Das funktionierte erstaunlich gut, denn schon bald (weniger als 20 Minuten) war die Schwellung fast vollständig abgeklungen.

So, mittlerweile – ein paar Stunden später – ist vom Bienenstich so gut wie gar nichts mehr zu erkennen. Dafür habe ich zwei Beulen am Haaransatz, wo ich mich mit dem Helm getroffen habe…

Tja, wer zielen kann, ist eindeutig im Vorteil...

Tja, wer zielen kann, ist eindeutig im Vorteil…

Tja, neben dem Stich gleich noch die Beulen – das ist wahre schwäbische Sparsamkeit: Drei zum Preis von einem…

P.S.: Als ich da auf dem Fahrradweg neben der Ziegelstraße stand und auf meine Birne eindrosch, hielt doch gleich eine Autofahrerin an und fragte mich ganz besorgt, was los sei. Das war wirklich sehr nett, auch wenn ich gar keine Hilfe benötigte.

P.P.S.: Dieses Erlebnis war auch gleich der Test, ob ich auf Insektenstiche allergisch reagiere. Zum Glück war dies nicht der Fall!

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Take the scenic route…

Ein Rat, den ich fast täglich befolge...

Ein Rat, den ich fast täglich befolge…

Jay Blahnik blickt auf eine lange und sehr erfolgreiche Karriere im Sportbereich zurück, denn er hat in seiner 18 Jahre dauernden Tätigkeit für Nike großen Einfluss auf die Entwicklung von Nike+, zu der Nike Running (aktuell die weltweit größte Läufergemeinschaft) und Nike Training Club gehören, ausgeübt bzw. diese Produkte federführend in der Entstehung und der Weiterentwicklung begleitet. Seit einer Weile ist er auch für Apple tätig, wo er den Bereich „Gesundheit und Fitness“ leitet, der wiederum zentral die entsprechenden Funktionen von iPhone und Apple Watch prägt1.

Bei einer der Apple Keynotes ist er mir im Zusammenhang mit der Vorstellung eben jener Fitness-Funktionen der Apple Watch 2 aufgefallen, die mich dazu brachten, mir diese einmalige Uhr zuzulegen. Und mehr als ein halbes Jahr später bin ich überzeugt, dass es sich dabei um den besten Fitnessbegleiter handelt, den man überhaupt benutzen kann.

Zurück zum Zitat: Every once in a while, take the scenic route. – grob übersetzt: „Nimm ab und zu die Route mit der schönen Aussicht.“ Diesem Rat folge ich schon sehr lange, doch noch nie ist mir dieser wunderschöne Spruch vorher ins Auge gefallen.

Gerade seit letztem Sommer, also seit der Anschaffung des E-Bikes, bin ich zunehmend versucht, neben dem täglichen Laufen auch beim Radeln immer wieder alternative Routen zu benutzen, die zwar etwas länger, dafür aber angenehmer zu fahren sind (oder mir auf ästhetischer Ebene mehr bieten). Klar, auf dem Weg zur Arbeit drängt die Zeit fast immer, also wähle ich da den kürzesten und/oder schnellsten Weg. Geht es nach Hause, machen ein paar Minuten mehr einfach keinen nennenswerten Unterschied, also wähle ich oft den Weg, bei dem ich auf den weniger von Autos frequentierten Routen unterwegs bin oder wo ich eine schöne(re) Aussicht habe. Ein Beispiel:

Drei Varianten für den letzten Endes fast gleichen Zielpunkt...

Drei Varianten für den letzten Endes fast gleichen Zielpunkt…

Alle drei Screenshots stammen aus der Aktivitäts-App meines iPhones, die auf den über die Apple Watch gesammelten GPS-Daten basieren.

  • Das Bild links zeigt den vermutlich kürzesten Weg zwischen unserem Haus und dem sog. Lokschuppen, in dem sich ein sehr guter Copy-Shop befindet, bei dem ich ein A2-Poster für den Big Band Battle (ich berichtete) in Auftrag gegeben hatte, das abgeholt werden musste. Das Poster ragte hinten noch ein paar Zentimeter aus meinem Rucksack heraus, das Wetter sah „instabil“ aus, also wählte ich für den Heimweg (linkes Bild) den kürzesten Weg, um ja nicht in die Bredouille zu geraten.
  • Noch ein paar Minuten vorher, auf dem Hinweg, hatte ich einen kleinen Umweg genommen, der mich vielleicht zwei Minuten mehr kostete, mir dafür aber auf 75 Prozent des Wegs eine autofreie Strecke garantierte. Klarer Fall, die Route war einfach besser (mittleres Bild).
  • Auf dem Bild rechts dagegen sieht man eine ziemlich exakt verdoppelte Route (fast sieben Kilometer) meines üblichen Wegs zur Arbeit. Der Grund dafür war wiederum einfach: Erst sechs Stunden Unterricht, dann noch fast zwei Stunden Oberstufen-Organisation (die nächste Woche wird noch mal so richtig „heiß“…), danach brauchte ich ein paar Minuten mentalen Freiraum, in denen ich mich auf dem Rad austoben konnte. Und von meiner nahe der Aalener Innenstadt gelegenen Schule nach Röthardt hinauf gibt es einige ordentliche Steigungen. Selbst wenn das E-Bike da hilft, steigt die körperliche Anstrengung deutlich an. Und das war in dieser Situation genau richtig. Noch dazu ist der Ausblick von dort fantastisch (nicht ganz umsonst wird der sog. „Panoramaweg“ dort entlang geführt), ein weiterer Grund für den kleinen Umweg.

Beim Laufen ist es ohnehin so, dass ich natürlich meine Standard-Routen habe, immer wieder aber ein paar Schleifen oder Umwege einbaue, um die (gefühlte) Monotonie zu durchbrechen. Fast immer lohnt sich der kleine Umweg, denn nicht selten entdecke ich dabei wunderschöne Ecken oder neue Wege, die ich dann in den folgenden Wochen Stück für Stück „erlaufe“. Insofern kann ich allen den von Jay Blahnik zitierten Tweet nur ans Herz legen: Wenn der Weg schon das Ziel ist, dann darf der Weg auch eine schöne Aussicht haben.

  1. Unter https://en.m.wikipedia.org/wiki/Jay_Blahnik gibt es weitere Informationen (englisch) zu Jay Blahnik.
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Song des Tages (237) – 2017-05-07

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Die AirPods sind (nicht nur) meiner Meinung nach eines der besten Apple-Produkte der letzten Jahre. Sie sind schick, halten stabil im Ohr auch bei extensiver sportlicher Betätigung (Laufen, Radfahren und Seilspringen habe ich persönlich getestet) und erfüllen auf ihre schnörkellose Weise und mit hohem Bedienkomfort genau den Zweck, für den sie gedacht sind. Dass sie ein voller Erfolg sind, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass sie immer noch mit vollen sechs Wochen Lieferzeit zum Verkauf angeboten werden (herausgekommen sind sie im Dezember).

Der heutige Song des Tages hat nur indirekt mit den AirPods zu tun, denn der Song ist ganz und gar unabhängig von den Kopfhörern zu sehen, wurde aber in den TV-Werbespots als musikalische Untermalung eingesetzt. Daher genießt mit mir „Down“ von Marian Hill:

Alles in allem recht minimalistisch, aber doch so schön. Ein richtig guter „Sonntag-Morgen-Song“ – fehlt nur noch das opulente Frühstück dazu!

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Scotch des Tages

Recht süß und rauchig, aromatisch im „Abgang“ – einer meiner besten schottischen Bernsteintropfen...

Recht süß und rauchig, aromatisch im „Abgang“ – einer meiner besten schottischen Bernsteintropfen…

Da muss man eigentlich nicht mehr sagen, oder? Die 15 Jahre lange Reifung in den alten Sherry-Fässern hat diesem edlen Tropfen wirklich gut getan. Und die 25 ml habe ich mir heute echt verdient (vielleicht betäuben sie den Muskelkater in der rechten Schulter, den das Schieben des platten E-Bikes über 2 Kilometer verursacht hat, weil ich permanent das Hinterrad anheben musste…).

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Nicht schön, hoffentlich aber effektiv

Im August haben wir uns die E-Bikes gekauft, seitdem sind wir zusammen locker um die 2.000 Kilometer gefahren, denn die meisten Wege zur Arbeit und für kleinere Besorgungen sowie die eine oder andere Spritztour werden damit absolviert. Üblicherweise schließen wir die Räder in unserem „Woodport“ an die großen Stützbalken an, nehmen Akku und Display mit ins Haus. So scheint das relativ sicher zu sein. Leider werden die Räder bei Regen immer nass, denn der „Woodport“ grenzt direkt an eine Hecke, von der während des Regens und auch noch eine Weile danach das Wasser tropft. Das ist kein wünschenswerter Zustand, denn bei den E-Bikes sind ja doch einige elektronische Bauteile integriert, die sich mit Feuchtigkeit nicht allzu gut vertragen.

Schon bald war der Entschluss gefasst, die dauernde Tropferei abzustellen, doch leider ist die Sache nicht ganz so einfach. Einerseits war es da schon sehr kalt – und bei Minusgraden einige Stunden feinmotorischen Arbeiten im Freien auszuüben, puh! Das muss meinetwegen nicht sein. Außerdem steht der „Woodport“ parallel zum Haus, was aber nicht parallel zur Grundstücksbegrenzung (mit Hecke) ist. Noch dazu waren die letzten Wochen auch mit Arbeit mehr als gut gefüllt. Doch diese Woche sind ja Faschingsferien, dann herrschte auch noch vergleichsweise gutes Wetter – also gab es keine Entschuldigung mehr. Ich machte mich an die Arbeit:

  • Montag: Materialeinkauf und Montage der Grundstruktur der beiden Abdeckungsstücke
  • Dienstag: Erstes Abdeckungsstück mit Dachpappe überziehen und diese festnageln
  • Mittwoch: Schnee und Regen – BÄH! Keine zehn Pferde hätten mich da zum Arbeiten im Freien gebracht. Außerdem waren die Schrauben alle, auf dem Rückweg vom Baumarkt hatte mein E-Bike einen Platten (selbstverständlich hinten), nachdem der behoben war, hatte ich keinen Bock mehr, denn da war ich durchgefroren…
  • Donnerstag: Besuch bei der Schwiegermutter, die ihren 60. Geburtstag feierte – von kurz nach acht bis nachts um zehn unterwegs…
  • Freitag: Jetzt aber – und tatsächlich ist alles fertig!

Schön kann man das Ergebnis nicht nennen. Da es aber eher um eine pragmatische Lösung ging, bin ich erst einmal zufrieden.

Keine Schönheit, wirklich nicht, eventuell aber so effektiv, dass es da nicht mehr herein tropft.

Keine Schönheit, wirklich nicht, eventuell aber so effektiv, dass es da nicht mehr herein tropft.

Man kann recht gut erkennen, wie die Länge der OSB-Platten angepasst werden musste, um den breiter werdenden Spalt abzudecken. Der Winkel ist natürlich nicht gleich – dazu bin ich handwerklich schlicht und einfach nicht geschickt genug. Andererseits ist das zwischen einer Hecke und einer Hauswand ohne Fenster – „What shall’s?“

Knifflig, da hinten Schrauben mit einer Bohrmaschine samt Aufsatz einzudrehen. Noch dazu bei derlei altersschwachen Begrenzungen...

Knifflig, da hinten Schrauben mit einer Bohrmaschine samt Aufsatz einzudrehen. Noch dazu bei derlei altersschwachen Begrenzungen…

Die Enge jenseits der Balken, denn da musste ja alles angebracht werden, war am Montag die große Herausforderung, denn mit dem Schraubaufsatz der Bohrmaschine kam ich da nicht oder gar nicht hinein. Also musste ich weitgehend per Hand schrauben. Klar geht das, aber es ist anstrengend – vor allem auf Kopfhöhe oder darüber.

Ob alles so funktioniert, wie ich es mir vorgenommen habe, bleibt nun abzuwarten (heute regnete es zur Abwechslung mal nicht).

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Apple Watch – Erfahrungsbericht nach einem Vierteljahr

Am 28. Oktober kam ich gegen 14:30 h nach Hause, da wartete sie auf mich, meine Apple Watch Series 2 Nike+ Edition. Einen ersten Bericht habe ich ja damals gleich veröffentlicht (siehe hier). Doch nach gut einem Vierteljahr kann ich nun einen ernsthaft auf Erfahrungswerten basierenden ersten Einblick in meinen Alltag mit diesem Gerät geben – und da gibt es schon ein paar durchaus bemerkenswerte Dinge festzuhalten.

Hardware-Qualität

Die Apple Watch ist teuer, keine Frage: Über 400 € für das von mir gewählte Modell, das bedurfte einiger Überlegung, ob ich sie wirklich anschaffen sollte. Seitdem ich sie trage, konnte ich mich aber davon überzeugen, dass es sich hierbei wirklich um ein absolut solides Produkt handelt, das den Anforderungen an die Hardware vollkommen gerecht wird.

Auch nach zwei Monaten ununterbrochener Nutzung so schick wie am ersten Tag – völlig frei von Alterungsspuren!

Auch nach zwei Monaten ununterbrochener Nutzung so schick wie am ersten Tag – völlig frei von Alterungsspuren!

Das Display-Glas ist derart hart und stabil, dass die im Alltag unvermeidlichen Stöße und Knüffe (z.B. beim Tragen von Equipment in der Schule – und dabei kann man sich schon einmal ein blaues Auge holen… –, beim Hantieren mit dem E-Bike, beim Herumalbern mit den Kindern, beim Sporteln etc.) absolut folgenlos bleiben.

Da ich die Uhr auch beim Duschen anhabe, wird sie jeden Tag gesäubert, das gelöcherte Armband sorgt dafür, dass erst gar kein Schweißgeruch an dieser Stelle haften bleibt – das wäre bei einem geschlossenen Kunststoff-Armband sicher kaum zu vermeiden.

Entgegen meiner ursprünglichen Befürchtung, die Apple Watch könnte an meinem nun einmal recht schmalen Handgelenk klobig wirken, was mich auch dazu bewog, die kleinere Variante zu kaufen, sieht sie weder „zu groß“ noch übertrieben aus. Das ist mir gerade recht.

Den Mac entsperren

Eine auf den ersten Blick banale, in der Praxis aber sehr angenehme Kleinigkeit ist die Möglichkeit, meinen iMac mit meiner Apple Watch zu entsperren. Wenn der iMac im Ruhezustand vor sich hin schlummert, drücke ich auf eine Taste, das Anmeldefenster erscheint – doch statt das Passwort einzugeben, greift der iMac via Bluetooth auf die Apple Watch zu und entsperrt den Mac.

Statt einer langwierigen Passworteingabe einfach die Uhr in der Nähe des iMac tragen – schon ist man drin!

Statt einer langwierigen Passworteingabe einfach die Uhr in der Nähe des iMac tragen – schon ist man drin!

Die Apple Watch selbst ist nur dann entsperrt, solange ich sie nach der Eingabe des Codes ununterbrochen am Handgelenk trage. Nähme mir jemand die Watch ab, müsste er sie zuerst mittels des Codes entsperren, an den iMac und die Daten darauf käme er damit allein nicht. Natürlich ist das allein noch keine Funktion, die über Wohl und Wehe der Apple Watch entscheidet, doch sie ist mir im Alltag wirklich willkommen, eine der vielen Kleinigkeiten, die das Leben um einen Tick leichter machen.

Die Macht der drei Ringe – die Zukunft der Fitness-Tracker

Man möchte es kaum glauben, aber der Ehrgeiz packt mich doch jeden Tag aufs Neue, wenn es darum geht, die drei Ringe (Rot=Bewegung, Grün=Training, Blau=Stehen) vollzubekommen. In Gesprächen mit anderen Nutzern habe ich erfahren, dass es ihnen nicht anders geht.

Durch das tägliche Laufen habe ich keine Mühe, die 30 Minuten Training zu füllen, die sind bereits vor dem Frühstück doppelt oder mehr erfüllt. Doch der über die letzten Wochen hinweg angepasste Wert für die tägliche Bewegungsmenge (auf den Bildern 960 Kalorien/Tag) fordert mir einiges ab. Und das ist ja auch gut so.

An Schultagen klappt das locker, weil man als Lehrer meist gut „in Action“ ist, doch am Wochenende musste ich schon öfter mit ein wenig Seilspringen am Nachmittag noch für das Auffüllen der Ringe sorgen. An einem einzigen Tag bislang, es handelte sich um den 17. Dezember, als ich bei „Blues & The Gang“ ausgeholfen habe (hier), bekam ich den roten Ring erst um 23:59 h voll – das war knapp! Mir eigentlich zu knapp, aber auf der Bühne im „Gleis 1“ konnte ich schlecht mit dem Seilspringen anfangen…

Immer am Ende einer Woche stellt mir die Aktivitätsapp eine Bilanz der vergangenen sieben Tage vor und errechnet einen neuen Zielwert, den ich seit Mitte November prompt verwerfe, denn das würde vielleicht noch zwei oder drei Wochen gut gehen, dann würde es mich frustrieren, weil ich nicht mehr hinterher käme. Ewiges Wachstum ist für mich nicht erstrebenswert, schon gar nicht bei sportlichen Leistungen – ich bin kein Leistungssportler. Noch dazu sind fast 1.000 Kalorien Energieverbrauch nur über Bewegung schon ein ganz schön saftiges Ziel, wenn man vorhat, es jeden Tag zu erfüllen.

Die 12 Stunden Stehziel sind an sich sehr einfach zu erreichen, auch wenn es mich gelegentlich nervt, dass ich trotz deutlicher Übererfüllung der Bewegungsziele (z.B. 1.300 der geforderten 960 Kalorien) zehn Minuten vor Ende so mancher Stunde mit einer gewissen Penetranz daran erinnert werde, doch bitte kurz aufzustehen und mich zu bewegen. Gut, an sich ist das ja gar nicht falsch, nur halt gegen meinen dann ganz akuten Drang, einfach hocken zu bleiben…

Schön ist auch die automatische Feststellung der Herzfrequenz, die mir beim Laufen oder Seilspringen automatisch angezeigt wird, dazu folgt weiter unten ein Screenshot („Training“). Es gab nach Erscheinen der Apple Watch von einigen am Arm/Handgelenk intensiv tätowierten Menschen die Beschwerde, dass die Pulsmessung bei zu starker Farbe (von der Tätowierung) nicht mehr funktioniert – das kann mir zum Glück egal sein, ich bin kein Freund von Tattoos, schon gar nicht auf meinem eigenen Körper.

Nun mag man mich gerne voreingenommen nennen, aber allein der Fitness-Tracker-Anteil der Apple Watch ist derart gut gestaltet – und auch noch ziemlich genau auf die Bereiche ausgelegt, die ich ohnehin zu meinem hauptsächlichen sportlichen Betätigungsfeld zähle, dass ich feststellen kann, dass weder das FuelBand (und ich habe beide Generationen erprobt), das Misfit Shine 2 noch das Polar Loop auch nur annähernd an diese Funktionalität heranreichten. Da die Apple Watch komplett wasserdicht ist (klar, bis 50 Meter, aber wann erreiche ich je diese Tiefe?), kann ich sie bis auf die Ladezeit immer anbehalten. Perfekt! Ich denke wirklich, dass sich hier mit der Apple Watch eine neue Generation von Fitness-Trackern etabliert hat, die Stück für Stück den gesamten Markt erobern wird.

Optik der Aktivitätsapp

Nicht jeder meiner Leser wird eine Apple Watch besitzen, daher gebe ich ein paar kleinere Einblicke in die Optik des Interfaces der Aktivitätsapp:

Die Ringe, die über den aktuellen Stand Auskunft geben – genial einfach und sehr effektiv!

Die Ringe, die über den aktuellen Stand Auskunft geben – genial einfach und sehr effektiv!

Gleich darunter dann die Werte in Form von numerischen und prozentualen Angaben – für die Zahlenfetischisten...

Gleich darunter dann die Werte in Form von numerischen und prozentualen Angaben – für die Zahlenfetischisten…

Auch die Balkendiagramme dürfen nicht fehlen, denn sie zeigen die Verteilung der Aktivität über den Tag hinweg.

Auch die Balkendiagramme dürfen nicht fehlen, denn sie zeigen die Verteilung der Aktivität über den Tag hinweg.

Der Schrittzähler ist natürlich inklusive, auch die per GPS ermittelte Gesamtstrecke des Tages (wobei das beim Indoor-Lauf natürlich schwierig sein dürfte...).

Der Schrittzähler ist natürlich inklusive, auch die per GPS ermittelte Gesamtstrecke des Tages (wobei das beim Indoor-Lauf natürlich schwierig sein dürfte…).

Belohnungssystem

Ich gehöre nicht zu dem Typ Mensch, der sich einen Schrank voller Medaillen oder Pokale ins Wohnzimmer stellt, nicht einmal meine beiden Diplome hängen irgendwo sichtbar herum – wozu auch? Insofern sind mir die kleinen Belobigungen aus der Aktivitätsapp über weite Strecken absolut egal. Andererseits sind sie nette Erinnerungen daran, was man schon alles geschafft hat, noch dazu sehen sie schick aus. Wer so etwas braucht, freut sich sicher „wie Bolle“…

Hin und wieder bekommt man dann ein (virtuelles) Lob ausgesprochen. Meinetwegen könnten die auch wegfallen, aber ein kleines Schmunzeln lasse ich mir davon schon gerne ins Gesicht zaubern.

Hin und wieder bekommt man dann ein (virtuelles) Lob ausgesprochen. Meinetwegen könnten die auch wegfallen, aber ein kleines Schmunzeln lasse ich mir davon schon gerne ins Gesicht zaubern.

Training

Nach dem morgendlichen Lauf gibt es immer noch eine kurze Runde Seilspringen – mehr als 15 Minuten pro Tag verbiete ich mir jedoch, nachdem mir das im letzten Kalenderjahr womöglich ein paar Probleme eingehandelt hat (die zum Glück aber alle wieder abgeheilt sind). Der folgende Screenshot aus der Aktivitätsapp auf dem iPhone (zeigt die Daten der Apple Watch auf dem größeren Display an)

Die Details zum Training in ihrer vollen Pracht auf dem iPhone (Aktivitäts-App).

Die Details zum Training in ihrer vollen Pracht auf dem iPhone (Aktivitäts-App).

Ich hatte vor Beginn die Dauer auf fünf Minuten festgelegt, daher werden nach fünfeinhalb Minuten Seilspringen (Gesamtzeit) auch 110 Prozent (gelber Ring oben) angezeigt. Während des Springens hatte ich eine durchschnittliche Herzfrequenz von 156 Schlägen pro Minute. Nur durch das Springen habe ich 50 Kalorien verbraucht, mein Körper hat in der Zeit aber noch andere Dinge zu tun (z.B. die Temperatur zu regeln etc.), so kam ich auf einen Gesamtverbrauch von 58 Kalorien während dieser fünfeinhalb Minuten. Die Anzeige des Wetters ist bei einer Tätigkeit, die nur im Haus ausgeführt wird, eher egal, sie stört aber auch nicht weiter.

Notifications

Diese Funktion liebe ich, denn sie erspart mir sehr häufig den Griff zum iPhone. Kommt eine iMessage oder SMS auf dem iPhone an, bekomme ich diese auf der Apple Watch angezeigt, außerdem kann ich sofort und direkt von dort darauf antworten. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Siri zum Diktieren (benutze ich sehr häufig, das funktioniert sensationell gut)
  • Vorgefertigte (kurze) Antworten, z.B. „OK!“, „Klar!“, „Kann ich dich später zurückrufen?“ (und dergleichen mehr) – hier kann ich auch selbst vorgefertigte Antworten erstellen und dann je nach Bedarf einfach abrufen.
  • Smileys oder Emojis
  • Handschrift (im Moment wird in der englischsprachigen Version schon die Möglichkeit getestet, die handschriftliche Eingabe mit einer Handschrifterkennung zu koppeln, sodass dann ein normal getippter Text dabei herauskommt – ich kann es kaum erwarten, dass diese Funktion auch in der deutschen Fassung erhältlich wird)
  • diverse Animationen, die schön aussehen, oft aber wenig aussagekräftig sind.

Natürlich kommen auch Mitteilungen über diverse iPhone-Apps wie beispielsweise Tagesschau, heute, SWR3, Bring!, Tweetbot, eBay etc. an, insofern das aktiviert ist.

Atmen

Schon vor der Anschaffung hatte ich mich sehr auf die Atmen-App gefreut, denn sie verspricht ein wenig Ruhe und Fokus im doch eher hektischen Alltag. Die Benutzung ist dabei genial einfach erdacht: App öffnen, gewünschte Anzahl der Minuten per Drehung der „Digital Crown“ einstellen, starten. Dann wird das Einatmen-Zeitfenster mittels Anzeige (aufblühende stilisierte Blumenblüte) und Vibration angezeigt, vor dem nächsten Einatmen sollte man entsprechend ausatmen, wobei keine haptische Rückmeldung erfolgt, sich die Blüte auf dem Display aber wieder zusammenlegt und verkleinert. Das ist schlicht aber effektiv – und es funktioniert (s.u.).

Bevor ich die Apple Watch hatte, ging ich noch davon aus, die App jeden Tag mehrfach zu benutzen, was sich allerdings für mich nicht als alltagstauglich herausgestellt hat. Der Grund? Ich schlafe ein dabei. Immer und überall. Wenn ich mich in einer ruhigen Minute hinsetze und ein oder zwei Minuten nach der Vorgabe der Uhr ruhig ein- und ausatme, verlangsamt sich mein Atemrhythmus noch deutlich unter den vorgegebenen (mein Ruhepuls ist ja mit unter 50 Schlägen pro Minute auch eher niedrig). Nicht nur einmal ist es vorgekommen, dass ich danach die Augen kaum mehr aufbekam. An einem Freitag Nachmittag oder Abend führt das fast zwangsläufig zu einem Nickerchen… Daher genieße ich die App, allerdings mittlerweile mit etwas Vorsicht, also eher nicht in der Mittagspause oder zwischen zwei Schulstunden. Zum Einschlafen am Abend taugt sie dagegen ganz hervorragend, das habe ich für euch getestet.

Wer sich für die Idee hinter der Atmen-App interessiert, der sei auf diesen Artikel verwiesen, der etwas intensiver darauf eingeht.

Meine Lieblings-Apps auf der Apple Watch

Ohne allzu ausführliche Erläuterungen kommt hier die Liste der Apps, die ich am häufigsten auf der Apple Watch benutze – es handelt sich sowohl um native Apps des watchOS wie auch um Watch-Apps von separaten Entwicklern:

  • Timer: In der Schule und daheim, ständig benötige ich Timer, wenn es ungewöhnliche Zeiten sind, gebe ich Siri einfach den Befehl („Hey Siri, stell’ einen Timer für XY Minuten!“), ansonsten gibt es die gängigen Zeitfenster als Voreinstellungen zum schnellen Abrufen.
  • iMessage/Nachrichten: Empfangen und Versenden von iMessages oder SMS geht oft viel schneller mit der Apple Watch, allerdings nutze ich die Diktierfunktion nur bei gutem Mobilfunknetz oder im W-LAN.
  • Training: Jede Fahrt mit dem E-Bike, jeder zügige Gang durch die Stadt, alle Aktivitäten, die absehbar länger andauern werden, lasse ich mitprotokollieren.
  • Freunde finden: „Freunde“ steht in meinem Fall eigentlich ausschließlich für „Familienmitglieder“, doch diese App hat uns schon so einigen Stress vom Hals geschafft. Wenn man sich fragt, wo der Sohnemann denn wieder bleibt, weil doch die Schule schon lange aus ist, klärt einen ein Blick auf diese App darüber auf, wo sich sein iPhone (und somit meist auch er) gerade befindet. Oder für’s Kochen: Wann ungefähr wird meine Frau wohl vom Laufen durch den gefühlt meterhohen Schnee auf der Ostalb zurück sein? Ein Blick und ich sehe die Entfernung sowie eine Mini-Landkarte. Auf der Basis kann ich leichter entscheiden, ob ich mit dem Kochen schon loslegen oder lieber noch etwas warten sollte.
  • Things: Meine seit sieben Jahren erprobte To-Do-Listen-App, die ich sonst auch noch auf dem iMac, iPad und iPhone benutze – schnell einen erledigten Punkt abhaken geht auch auf der Apple Watch, per Siri-Diktat kann ich auch neue Punkte hinzufügen. Schnörkellos gut.
  • Steuerung für Musik/Hörbücher: Täglich im Einsatz, um die Lautstärke zu regeln oder ein Stück vor oder zurück zu springen. Diese Option ziehe ich vor, wenn ich im Umkreis vieler Menschen mit Kopfhörern Musik höre, denn da käme ich mir blöd vor, einen Befehl an Siri zu sprechen…
  • Kalender: Welcher Termin steht als nächstes an? Ein Tipp auf das entsprechende Icon und es wird angezeigt. Und der darauf folgende Termin? Kurz an der Digital Crown gedreht, schon geht’s weiter…
  • Wetter: Wie kalt ist es draußen? Wichtig, bevor man sich mit dem E-Bike in den Berufsverkehr wirft…
  • Herzfrequenz: Mal sehen, wie der Puls gerade aussieht. Geht schnell und ist zuverlässig.

Troubleshooting

Software ist nie fehlerfrei, selbst wenn die Hardware – gerade bei Apple – sich oft der Perfektion (für den jeweils möglichen Stand der Technik) annähert. Und so entdeckte ich in den letzten Monaten durchaus die eine oder andere Schwäche, die hoffentlich irgendwann in einem Update behoben wird.

  • Abstürze: Insgesamt ist mir das watchOS in den drei Monaten zweimal abgestürzt, was daran zu erkennen ist, dass die Apple Watch unvermittelt neu startet. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob in den beiden Fällen das Betriebssystem selbst oder eher eine App (und ich habe eine ganz spezielle im Blick) die Schuld daran trägt. Sie ist gleich der nächste Punkt…
  • Nike Running Club (NRC): Gerade weil es sich bei meiner Apple Watch um das Modell der Series 2 handelt, das den Namenszusatz Nike+ Edition trägt, war die NRC-App vorinstalliert. Und ich nutze sie sowie ein von mir angepasstes Nike-Watchface für den normalen Tagesablauf. Doch die App ist ein wenig zickig, denn gelegentlich stürzt sie (auch mal mitten in einem Lauf) einfach ab, manchmal startet sie angeblich, sammelt aber keine Aktivitätsdaten, um mir dann nach einer Weile des Laufens mitzuteilen, dass noch keine Daten da wären (was ärgerlich ist, wenn der Tag zu kurz ist, um einfach noch einmal von vorne zu starten) – und manchmal bleibt dann gleich die ganze Watch daran hängen, dass diese App nicht so tut, wie sie eigentlich soll (siehe erster Punkt dieser Aufzählung). Da ich kein Software-Entwickler bin, weiß ich nicht, ob die Funktionsstörungen bei dieser App auf das watchOS zurückgehen, auf dem sie läuft. Das könnte ja auch sein. Wobei meine langjährige Erfahrung mit der Nike Running-App (aus der der NRC hervorging) eher in Richtung Nike deuten, denn auch diese App stürzte auf dem iPhone mit einer gewissen Regelmäßigkeit ab.
  • Pulsmessung nur bei eng anliegendem Armband: Das ist jetzt wirklich Jammern auf hohem Niveau, doch beim Laufen merkte ich, dass der eine Tag bei 12 Kilometern auf 750 Kalorien Bewegungsaktivität kam, der nächste bei der gleichen Strecke bei 530 Kalorien hängen blieb. Klar, die Tagesform hat einen gewissen Einfluss, aber so viel, dass es gut 25 Prozent Unterschied ausmacht? Das erschien mir schlicht unrealistisch, vor allem angesichts der Tatsache, dass sich die beiden Läufe wirklich sehr vergleichbar angefühlt hatten. Also führte ich ein kleines Experiment durch und blickte während eines Laufs alle paar Minuten auf die Uhr. Und siehe da: Nach der Aufwärmphase begann ich zu schwitzen, nun rutschte die Uhr am Handgelenk ein paar Millimeter weiter. Sie schlackerte nicht wirklich am Arm, aber saß auch nicht bombig fest. Und trotz ordentlichen Tempos (11 km/h, also 5:30 Minuten/Kilometer) stieg mein Puls angeblich nicht über 96 bpm. Ich bin zwar gut im Training, aber das hielt ich dann doch für etwas unrealistisch. Also schob ich die Uhr soweit meinen Arm hinauf (es handelt sich um maximal vier oder fünf Millimeter), bis sie richtig fest auf der Haut saß: Binnen Sekunden hatte ich einen Puls von 135 bpm. Das entsprach schon viel eher meiner Erwartung. Also habe ich daraus gelernt, dass die Uhr für eine korrekte Pulsmessung beim Laufen sehr eng anliegen muss.

Fazit

Kurz und knackig: Ich gebe diese Uhr nicht wieder her. Basta. (Es sei denn für ein neueres Modell…) Hier und da gibt es (wie oben beschrieben) kleine Ecken, an denen noch Verbesserungen stattfinden müssen, damit ich vollkommen zufrieden bin, aber im Großen und Ganzen ist die Apple Watch eine unersetzliche Bereicherung für meinen Alltag – sowohl im Privaten als auch in der Arbeit. Von 10 möglichen Qualitätspunkten würde ich ihr nach einem guten Vierteljahr Erprobung 9,8 geben.

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52 Wochen – Teil 44 („Packesel“)

Als Eltern hat man es in mancherlei Hinsicht gelegentlich etwas schwer. Mit dem heutigen Bild zeige ich die harmloseste Seite der zu erwartenden Schwierigkeiten: Als Packesel zu fungieren, wenn man die Kinder abholt:

Was dem Selfie fehlt, weil mein Arm schlicht nicht lang genug war: Dabei schiebe ich noch mein E-Bike… Dafür kann man ganz gut erkennen:

  • meinen Rucksack mit allen Schulmaterialien (auf dem Rücken)
  • darüber mein Trompeten-Gigbag
  • vorne die Geige unserer Mittleren, die verhinderte, dass ich meinen Kopf senkte, außerdem musste ich mich sehr gerade halten, was nach einem langen Schultag (acht Stunden) und den ersten zwölf wachen Stunden an diesem Montag wirklich schwer war (es fühlte sich ein bisschen wie Westpoint an…)
Rucksack, Trompeten-Gig Bag, Geigenkoffer und — nicht mehr zu sehen — E-Bike zum Schieben. Uff!

Rucksack, Trompeten-Gig Bag, Geigenkoffer und — nicht mehr zu sehen — E-Bike zum Schieben. Uff!

Wenn das jedoch schon alle Probleme wären, die die Kinder so mit sich bringen (ob absichtlich oder unabsichtlich), dann wäre das ja das reinste „Zuckerschlecken“. Uff!

Zur Aktion „52 Wochen“

Seit nunmehr 44 Wochen läuft Zeilenendes Foto-Aktion „52 Wochen“, an der ich teilnehme (hier findet man alle meine Beiträge). Ziel ist es, jeden Sonntag ein neues Selfie oder Portrait einzustellen. Die übrigen Teilnehmer sind:

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Aus „Alt“ mach „Neu“

Hehe, ein wenig reißerisch ist der Titel ja schon, dabei ist die Sache recht banal: Letzte Woche fuhr ich am Mittwoch nach dem Nachmittagsunterricht von der Schule aus mit meinem wundervollen E-Bike los. Plötzlich bemerkte ich, dass das Display dunkel war. Das kann und darf nicht sein, denn über die zentrale Einheit werden ja Motor und Licht gesteuert. Es muss immer an sein. Also lag wohl ein echtes Problem vor. Wie ernst es war, konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht erahnen…

Am Morgen hatte es den gesamten Hinweg zur Schule sehr heftig geregnet, daher dachte ich mir zuerst nichts dabei, trennte kurz das Display ab und rieb die Kontaktfläche am Display sowie an der Halterung trocken. Zuerst sah alles gut aus, das Display erwachte ordnungsgemäß. Ich stieg wieder auf und trat in die Pedale. ZACK! Wieder aus. Bäh!

Also schnell den Akku abgenommen, diesen Kontakt auch überprüft und trockengelegt. Gleiches Spiel: Display geht an, sobald ich aber beim Anfahren Leistung einforderte… Aus. So kam ich ja nicht wirklich vom Fleck. Also drehte ich gleich in eine andere Richtung: Zum Fahrradladen, der glücklicherweise nicht weit weg war. Dort schilderte ich das Problem, binnen Minuten hatten wir verschiedene Tests gemeinsam durchgeführt – alle ohne Erfolg. Also ab nach Hause, ohne mein geliebtes E-Bike.

Das Ersatzteil für die zentrale Steuereinheit wurde vom Fahrradladen noch am selben Abend bestellt, kam bis Samstag, wurde am Montag eingebaut. Seitdem habe ich das E-Bike wieder. Und diese paar Tage dazwischen waren eine echte Qual: Morgens im Schulbus war es so eng und stickig – das war bei mir in den letzten Wochen/Monaten komplett in Vergessenheit geraten. Und so gerne hätte ich mein Wissen in dieser Hinsicht auch gar nicht wieder aufgefrischt.

Einen letztlich belanglosen, aber kosmetisch schönen Nebeneffekt hatte die Aktion: Der Kilometerstand vor dem Ausfall der Steuereinheit lag bei etwa 720 Kilometern, die ich seit August zurückgelegt hatte. Am Montag lag die Entfernung wieder bei 0 Kilometern. Wie durch Zauberhand habe ich somit ein „ganz neues E-Bike“ bekommen… Gewusst wie! (Lieber wäre es mir gewesen, mittlerweile schon gut 800 Kilometer auf dem Kilometerzähler zu haben und dafür nicht fast sechs Tage auf mein E-Bike verzichtet gehabt haben zu müssen…)

P.S.: Beim Abholen habe ich mich erkundigt, ob es denn am starken Regen gelegen habe, was nicht der Fall war. Beim Austausch der Teile hatte der Techniker gesehen, dass innen alles trocken war. Es war anscheinend ein ganz banaler Vollausfall der Hardware. Ihm ist das trotz etlicher baugleicher Modelle, die sie bereits verkauft haben, noch nicht untergekommen. Na gut, dann hoffe ich mal, dass mir das auch nicht noch einmal passiert…

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