Gehört: „Needful Things – In einer kleinen Stadt“ von Stephen King

Vor zwei Tagen zu Ende gehört...

Vor zwei Tagen zu Ende gehört: Needful Things – In einer kleinen Stadt

Im letzten Sommer habe ich den Roman voller Genuss gelesen. Wie so oft besorgte ich mir dann auch noch das Hörbuch, um die Geschichte bei Gelegenheit auf dem Laufband oder bei der Hausarbeit noch einmal entspannt – ohne den (vermeintlichen) Druck, auf jedes Detail achten zu müssen, da man ja nie weiß, an welcher Kleinigkeit sich später ein neuer Handlungsstrang festmachen könnte – genießen zu können.

In den letzten Wochen fanden die Kommunionsfeierlichkeiten unserer Mittleren statt, für die einiges an Arbeit im Haushalt anstand: Ein mehr oder weniger kompletter Hausputz, das Planen und Vorbereiten der Speisen, Proben für die musikalische Umrahmung und dergleichen mehr. Alles in allem ja nicht schlimm, sogar notwendig – aber mit hohem Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden. Und gerade bei intellektuell so ansprechenden Tätigkeiten wie dem Aufräumen und Säubern von Wohnzimmer, Keller und Küche, dem Schnipseln von Gemüse zur Herstellung meines vegetarischen (nein, veganen!) Chilis kommt ein Hörbuch gerade recht. Und da mir die Geschichte ja schon vertraut war, stellte „Needful Things“ eine sehr gute Wahl dar.

Kurzfassung des Inhalts

Über den Inhalt muss ich mich nicht ellenlang ausbreiten, die Kurzform lautet: Der Teufel kommt in der Gestalt von Leland Gaunt, dem Besitzer eines Ladens namens „Needful Things“, nach Castle Rock, einem kleinen (und natürlich fiktiven) Nest in Maine. Er betreibt ein interessantes Geschäft: Durch sein Insider-Wissen über die geheimen Sehnsüchte und Bedürfnisse seiner Kunden bringt er diese dazu, ihm für geradezu absurd wenig Geld und das Versprechen, einem anderen Mitbürger einen von Mr. Gaunt festgelegten „kleinen Streich“ zu spielen, die Gegenstände, derer sie schon lange insgeheim habhaft werden wollten, zu erwerben. Durch die Streiche und Gefälligkeiten spinnt Gaunt ein Netz von Intrigen über die Stadt, wodurch nach und nach immer mehr Personen gezielt gegeneinander aufgebracht werden. Schon nach kurzer Zeit sterben die ersten Personen. Doch noch versteht keiner das dahinter liegende Muster, sodass die Situation sich im Sinne einer langen und heftigen Schluss-Klimax weiter verschärfen kann. Am Ende stehen dem Sheriff nur ein paar wenige Personen zur Seite, die die Gefahr erkannt haben und sie gemeinsam bannen wollen…

Fazit:

Das Grundkonzept ist sehr einfach, daher funktioniert es auch unter Garantie. Beeindruckend ist für mich immer wieder neu Stephen Kings Fähigkeit, die Geschichte so aufzubauen, dass nicht zu früh alles klar ist (auch wenn man früh eine Ahnung entwickelt), gleichzeitig baut er die Chraraktere durch allmähliches Preisgeben von Informationen schön auf und aus. Im Fall des Hörbuchs muss man David Nathan, der in den letzten Jahren die meisten Romane Stephen Kings als Hörbücher eingelesen hat, ebenfalls als herausragend bezeichnen, denn er versteht es geradezu perfekt, den unterschiedlichen Akteuren Leben einzuhauchen und den Erzählbogen schön gespannt zu halten. Herrlich!

 

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Ein Gedanke zu „Gehört: „Needful Things – In einer kleinen Stadt“ von Stephen King

  1. Der Roman hat mir damals auch ziemlich gut gefallen. In den Jahren darauf kam dann Kings (schreibtechnisch gesehen) Schwächephase, bis er sich endlich mit „The Green Mile“ selbst übertroffen hat, um danach leider wieder schwächere Romane abzuliefern.

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