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Gehört: „Sleeping Beauties“ von Stephen King

Ein überraschend erfrischender Roman, der so manchem „Prachtmann“ einen Spiegel vorhält...

Ein überraschend erfrischender Roman, der so manchem „Prachtmann“ einen Spiegel vorhält…

Der „Stephen King“-Stil

Stephen King ist (neben John Scalzi) der Autor, den ich in den letzten Jahren am meisten gelesen habe. Hin und wieder gibt es eine Phase, in der mir seine etwas weitschweifigen Erläuterungen ein bisschen zu viel sind, meistens aber ist sein Stil ganz genau „mein Ding“. Er etabliert binnen kurzer Zeit eine starke Vertrautheit mit den Figuren seiner Romane und lässt die Geschichte dann in ruhigem Erzähltempo „einfach laufen“ – was nicht heißt, dass es nicht von Zeit zu Zeit auch einmal heftig zur Sache geht und das Tempo massiv angezogen wird.

Ich kenne einige Leser, die mit dieser sehr ausführlichen, im bereits erwähnten „lockeren Gesprächstempo“ gehaltenen Art des Autors einfach nicht gut zurechtkommen: Das Lesen eines King-Romans ist ihnen zu ausführlich, zu lang(wierig) und vielleicht auch zu umständlich, bis sich der Höhepunkt dann endlich mal aus dem Wust an einzelnen Erzähl-Fäden herauskristallisiert. Verstehe ich, gelegentlich geht’s mir ja ebenso, doch mir gefällt’s nun einmal fast immer.

Roman + Hörbuch = doppelter Genuss

Ich lese fast ausnahmslos erst das Buch, danach gönne ich mir das Hörbuch, was bei den langen Romanen durchaus mal 40-50 Stunden umfassen kann („Es“ ist beispielsweise etwas mehr als 51 Stunden lang). Doch gerade das Anhören, nachdem man den Roman schon gelesen hat, ist eine sehr vertiefende Angelegenheit, die für mich oft erst noch eine Qualitätsebene draufpackt: Immerhin kenne ich den Ausgang und die Figuren schon, beim Hördurchgang kann ich also auf die ganzen Feinheiten achten, die mir beim ersten Lesen eventuell „durchgeschlüpft“ sind.

Im Falle des „Dunklen Turms“, einer insgesamt auf acht teils sehr umfangreiche Romane verteilten Geschichte, waren die wiederholten Hörbuch-Repetitionen äußerst hilfreich, um die unzähligen kleinen Verknüpfungen zwischen den einzelnen Teilen, aber auch etlichen anderen King-Romanen immer wieder aufgezeigt zu bekommen. So entsteht eine noch intensivere Dynamik, die gesamte Stimmung ist dichter gepackt, die Charaktere werden noch lebendiger und ihre Motive ziehen mich tiefer und tiefer in die Geschichte hinein. Aktuell bin ich zu zwei Dritteln mit dem siebten (und die Handlung eigentlich abschließenden) Band fertig, das Hörbuch liegt bereit, ebenso wie der wesentlich später ergänzte achte Band („Wind“), der allerdings zwischen den anderen Teilen angesiedelt ist und nur noch einzelne kleinere Lücken schließen soll.

Nur Hörbuch – selten, aber auch gut

Selten kommt es auch vor, dass ich statt des Lesens gleich zum Hörbuch vorstoße, meistens liegt das am Preis – jaaaa, das Schwabentum hat mich gepackt, ich gestehe es! Aber den Roman für zehn oder zwölf Euro zu kaufen, wenn ich das Hörbuch für 13 oder 14 Euro haben kann, gelegentlich ist das Hörbuch sogar günstiger als das „normale Buch“ (bei mir ja ohnehin immer in der digitalen Version bei iBooks) – in diesem Fall spare ich mir manchmal den Umweg über die Lese-Variante. Ganz besonders gilt das für die Hörbücher, die vordringlich zum Laufen gedacht sind, denn da brauche ich häufig neues Futter. Zwar höre ich auch alte Hörbücher immer wieder mal an – alle fünf Teile von John Scalzis „Krieg der Klone“ habe ich mindestens schon dreimal angehört (aber auch vorher gelesen) – aber „variatio delectat“, Abwechslung erfreut.

„Sleeping Beauties“

Einer der jüngeren King-Romane ist „Sleeping Beauties“, genau genommen ist es ein „doppelter“ King-Roman, denn Stephen King hat ihn gemeinsam mit seinem Sohn Owen (King) geschrieben. Schon sehr bald nach dem Erscheinen gab es auch eine Hörbuch-Fassung, die von David Nathan, einem der besten King-Leser aller Zeiten, vorgetragen wird und – Achtung: Schwabe am Werk! – „preislich attraktiv“ war, also griff ich zu. Über die folgenden Wochen hörte ich bei meinen morgendlichen Läufen (und in zunehmendem Maße auch in der übrigen Zeit) eine faszinierende Geschichte, die sich über fast 28 Stunden durch meine Ohren in mir ausbreitete.

Ich will auf keinen Fall etwas spoilern, doch muss ich von einer Sache berichten, dazu komme ich nach dem „Klappentext“ des Buchs (von Amazon):

Die Welt sieht sich einem faszinierenden Phänomen gegenüber: Sobald Frauen einschlafen, umhüllt sie am ganzen Körper ein spinnwebartiger Kokon. Wenn man sie weckt oder das unheimliche Gewebe entfernen will, werden sie zu barbarischen Bestien. Sind sie im Schlaf an einem schöneren Ort? Die zurückgebliebenen Männer überlassen sich zunehmend ihren primitiven Instinkten. Eine Frau allerdings, die mysteriöse Evie, scheint gegenüber der Pandemie immun zu sein. Ist sie eine genetische Anomalie, die sich zu Versuchszwecken eignet? Oder ist sie ein Dämon, den man vernichten muss? Schauplatz und Brennpunkt ist ein kleines Städtchen in den Appalachen, wo ein Frauengefängnis den größten Arbeitgeber stellt…

Die „bösen“ Männer…

Wie sowohl Titel als auch Klappentext schon andeuten, haben es die Männer in dieser Geschichte nicht einfach, denn nicht selten stehen sie als die Bösewichte dar, das reicht von „Mansplaining“ über typisch dominierendes Verhalten in diversen gesellschaftlichen Alltagssituationen bis hin zum Ausüben von physischer (und im Extremfall sexueller) Gewalt gegenüber Frauen. Beim Hören dachte ich mir immer wieder: Interessant, dass das Buch gerade von zwei Männern geschrieben wurde…

Der Teufel steckt oft auch im Detail, denn so manches im Roman beschriebene (und sicher auch im Alltag permanent auftretende) Verhalten, das sicher nicht „böse“ gemeint ist, kann aber als typisch männlich dominantes Verhalten klassifiziert werden, das die eine oder mehrere andere (oder alle anderen) Frauen in eine vergleichsweise benachteiligte Position zwingt. Hin und wieder fühlte ich mich beim Anhören genötigt, mir an die eigene Nase zu fassen, so erkannte ich eigene unreflektierte Verhaltensweisen, die mir Tag für Tag völlig selbstverständlich „von der Hand gehen“. Das kam in dieser Häufigkeit und Deutlichkeit noch bei keinem anderen Roman vor – Hut ab!

Fazit

Das war für die männlichen Leser jetzt vielleicht ein bisschen viel, dennoch: Der Roman ist spannend und höchst faszinierend, ich habe ihn beim Hören genossen und im Anschluss meiner Frau empfohlen, die ihn sich auch angehört und ebenfalls für gut befunden hat. Wer also Interesse daran hat, mal einen „etwas anderen“ King-Roman zu lesen/hören, ist hier sicher an der richtigen Adresse. Das Hörbuch kostet bei iTunes nicht viel (ich glaube, es waren ca. 15 Euro), daher kann ich das nicht zuletzt wegen des genialen David Nathan wärmstens empfehlen.

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Gelesen: „Tommyknockers – Das Monstrum“ von Stephen King

Geschafft! Vor ein paar Tagen habe ich die letzten Seiten von „Tommyknockers – Das Monstrum“ gelesen, einem der etwas längeren Romane von Stephen King, der ja nun nicht gerade für die Kürze seiner Werke bekannt ist.

Lang, aber spannend: „Tommyknockers – Das Monstrum“ von Stephen King.

Lang, aber spannend: „Tommyknockers – Das Monstrum“ von Stephen King.

Doch die Länge hat ja auch ihre Vorteile, wofür ich den Autor sehr schätze, denn so kann er verschiedene Handlungsstränge in Ruhe und mit vollem Detailreichtum aufbauen und dann gegen Ende genüsslich miteinander verknüpfen, was zu einer ordentlichen Verdichtung der Handlung führt.

Worum geht’s?

Die Handlung ist unglaublich komplex, weil so viele Personen im Verlauf des Romans auftreten, dass ich das hier in aller Kürze nicht darlegen kann (und will). Letztlich kann man die wichtigsten Grundzüge der Handlung folgendermaßen zusammenfassen:

  • Eine Autorin findet im Wald hinter ihrem Grundstück in der fiktiven Stadt Haven ein nur mit einer kleinen Ecke aus dem Erdboden ragendes Raumschiff, das sie in seinen Bann zieht und sie dazu bringt, alle möglichen technischen Erfindungen zu tätigen, die sie weitgehend dazu nutzt, das Raumschiff auszugraben. Im Verlauf der Handlung durchläuft sie eine körperliche wie geistige Metamorphose, die ihre Menschlichkeit immer weiter zurückdrängt und ihr immer mehr Ähnlichkeit mit den Aliens, die im Raumschiff waren, aufzwingt. Dazu zählen auch telepathische Fähigkeiten.
  • Ihr bester Freund, ein gescheiterter Poet und heftiger Alkoholiker, der aufgrund eines früheren Unfalls eine Metallplatte im Kopf hat, ist gegenüber der vom Raumschiff ausgehenden Strahlung und auch der telepathischen Versuche, seine Gedanken zu lesen, weitgehend unempfindlich. Er hilft der Autorin bei der Ausgrabung, bemerkt aber – im Gegensatz zum Rest der Bevölkerung – voller Bestürzung die Verwandlung, die seine Freundin sowie nach und nach alle Bewohner des Ortes durchlaufen.
  • Zum Ende hin spitzt sich die Handlung dahingehend zu, dass die Bevölkerung des Ortes nahezu vollständig in der Metamorphose steckt bzw. diese schon abgeschlossen hat, nur der gescheiterte Poet stellt sich gegen sie, was zu einem gigantischen Showdown führt, denn sein einziger Vorteil ist die Tatsache, dass niemand im Ort seine Gedanken lesen kann…

Weglegen? – Unmöglich!

Wie immer war es nach der langen Klimax, die Stephen King aufgebaut hat, ein absolutes Problem, auch nur kleinere Pausen beim Lesen einzulegen, denn der Roman ist auf den letzten 100-150 Seiten durchweg äußerst spannend. Irgendwann kapitulierte ich einfach und las den Schluss komplett in einem großen Rutsch durch, was mir am betreffenden Tag einen Berg Arbeit für den späteren Abend hinterließ, den ich aber bereitwillig auf mich nahm, denn die Spannung hätte ich schier nicht ertragen.

Mein Fazit zu „Tommyknockers – Das Monstrum“ ist demnach, dass es ein Roman ist, der sicherlich etliche Science Fiction-Fans begeistern kann, die aber gewillt sein müssen, eine erhebliche Seitenzahl auf sich zu nehmen, denn kurz fasst sich Stephen King nun einmal nie. Wer damit klarkommt, hat sicher etliche genussvolle Stunden vor sich.

Hörbuch

Wie so oft gönne ich mir nach Abschluss des Lesens noch einen Durchgang des Romans in Hörbuchfassung. Bei „Tommyknockers“ gab es im iTunes Store nur eine englische Fassung, also wird es hier sicher noch einige interessante Entdeckungen hinsichtlich der verwendeten Formulierungen geben. Mit etwas Glück erweitert die andere Sprachfassung meine Vorstellungen der Personen und der Orte im Roman noch ein bisschen – ich kann’s kaum erwarten. Allerdings muss ich mit dem Hörbuch noch warten, denn aktuell läuft bei mir „Der Talisman“ von Peter Straub und Stephen King. Bis das mit seinen etwas mehr als 31 Stunden durch ist, brauche ich mindestens noch eine Woche.

Verfilmung

Es gibt eine Verfilmung, die fast drei Stunden dauert. Leider ist sie bei iTunes nicht erhältlich, also musste ich auf die gebrauchten Angebote bei Amazon zurückgreifen. Doch der Film liegt nun hier, irgendwann in den kommenden Wochen muss ich ihn mir ansehen.

Fast drei Stunden – das schaffe ich unter Garantie nicht auf einen Rutsch...

Fast drei Stunden – das schaffe ich unter Garantie nicht auf einen Rutsch…

Aller Erwartung nach wird der Film nicht annähernd den Standard des Buches erreichen, wie sollte er auch? In meiner Vorstellung ist der Ort im Verlauf der mehreren hundert Seiten beim Lesen recht konkret ausgestaltet worden – der Film wird unter Garantie weit entfernt davon sein. Trotzdem ist es sicher spannend, den Vergleich anzustellen – ich lasse mich gerne positiv überraschen…

Und nun?

Direkt nach Abschluss des Romans wollte und konnte ich nicht in ein neues Buch einsteigen, dafür musste ich mir einen Tag Zeit lassen. Außerdem wollte ich nicht sofort wieder einen weiteren King-Roman lesen, deshalb landete ich schließlich bei den schon lange in der Warteschlange aufmerksamkeitsheischend auf und ab hüpfenden „Redshirts“ von John Scalzi.

Für Star Trek-Fans ein fantastischer Roman, denn er nimmt alle Klischees in Perfektion auf die Schippe – herrlich!

Für Star Trek-Fans ein fantastischer Roman, denn er nimmt alle Klischees in Perfektion auf die Schippe – herrlich!

Bereits die ersten zehn bis fünfzehn Seiten überzeugten mich davon, dass es die richtige Wahl war. Mehr erzähle ich erst, wenn ich durch bin, auf jeden Fall vereint der Roman schon jetzt (ich bin aktuell ungefähr zu 20-30 Prozent durch) alle Elemente, die zu erwarten waren: Humor, Action, Nerdtum und Star Trek – könnte gar nicht besser sein!

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Gehört: „Das Syndrom“ von John Scalzi

John Scalzi gehört zu meinen Lieblings-Autoren, die „Krieg der Klone“-Trilogie sowie deren beide Nachfolger habe ich komplett verschlungen. Sobald ich mit meinem aktuellen Lesefutter durch bin, möchte ich unbedingt Zeilenendes Empfehlung folgen und endlich „Redshirts“ lesen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte ich ein sehr spannendes Hörbuch – „Das Syndrom“ vom gerade erwähnten John Scalzi begonnen, das in der „Hörspiele und Hörbücher“-Abteilung von Apple Music angeboten wurde. Eines Tages jedoch verschwand das Hörbuch von einem Tag auf den nächsten aus dem Programm – nur war ich damit noch nicht fertig. Ärgerlich, nein sehr ärgerlich, denn ich stand nur noch gut 45 oder 50 Minuten vor dem Ende, ganz kurz vor der Auflösung der langen Klimax! Das war eine ziemlich fiese Methode, ungewollt einen Cliffhanger zu erzeugen…

Ungekürzt und spannend: „Das Syndrom“ von John Scalzi bei Apple Music

Ungekürzt und spannend: „Das Syndrom“ von John Scalzi bei Apple Music

Zu meinem großen Glück hatte ich den Roman auf Englisch – da heißt er dann „Lock In“ – in meiner iBooks-Bibliothek (den hatte es ein Jahr vorher für 99 Cent im Angebot gegeben), also konnte ich der Spannung ohne weitere Verzögerung abhelfen. Dennoch wurmte mich die Sache, also sah ich seither jede Woche nach, ob das Hörbuch nicht wieder in Apple Music verfügbar sei. Siebzehn Euro für das im iTunes Store käuflich erhältliche Hörbuch wollte ich nicht investieren – ich zahle ja bereits für mein Streaming-Abo.

Vor ein paar Tagen erschien nun das Hörbuch erneut im Angebot, also lud ich es sofort wieder auf mein iPhone1. Gestern früh konnte ich beim Laufen endlich den Schluss anhören. Die ganz große Spannung war natürlich weg, da ich den Schluss bereits gelesen hatte, ihn parallel zum Laufen aber gemütlich hören zu können, war schon ein angenehmes Vergnügen, das mir den Morgensport ordentlich versüßte.

Zum Inhalt

Der Klappentext im iTunes Store generiert schon eine prickelnde Grundspannung, ich habe das einfach übernommen:

Gefangen im eigenen Körper.
Ein Virus geht um die Welt, und die Folgen sind katastrophal. Die meisten Opfer kommen mit einer Art Grippe davon, doch für einige wenige wird die Ansteckung zum Horror: Sie fallen in ein totales Wachkoma, das sogenannte Haden-Syndrom. Millionen von Menschen sind betroffen, und in den USA ist nichts mehr, wie es einmal war. Als der junge FBl-Agent Chris Shane auf einen mysteriösen Mordfall angesetzt wird, stechen er und seine Partnerin in ein Wespennest – ein brutales Versteckspiel beginnt, in dessen Zentrum möglicherweise die Antwort auf das Rätsel des Haden-Virus steht.

Was im virtuellen Klappentext gar nicht erwähnt wird, den Reiz vieler Scalzi-Romane jedoch ausmacht, sind die unzähligen Anspielungen auf andere im Science Fiction-Genre bekannte Filme, Bücher, Vorstellungen etc. Kennt man sich selbst ein bisschen darin aus, bereichert dies den Hör-/Lesegenuss ungemein – für mich war es jedenfalls ein wahres Fest, ein „wahrer Scalzi“ halt!

Hörbuch-Fassung

Wie die meisten anderen Scalzi-Hörbücher wird auch dieses von Matthias Lühn gelesen, der es gleichzeitig einfühlsam und staubtrocken vorträgt, was die humorvollen Passagen um so schriller wirken lässt, ohne jemals an Ernsthaftigkeit einzubüßen. Das Hörbuch ist – welch Luxus! – ungekürzt und dauert ungefähr neuneinhalb Stunden.

Fazit

John Scalzi enttäuscht nicht im geringsten in diesem actiongeladenen Science Fiction-Roman. Wie immer vermag er es, eine gänzlich andere, uns fremde Welt zu skizzieren, ihr Leben einzuhauchen und sie mit Charakteren zu spicken, die nicht stereotyp gut oder böse, sondern immer auch mit eigenen Stärken und Schwächen ausgestattet sind. Das Setting ist zwar futuristisch, aber noch vertraut genug, um sofort bereits heute existierende gesellschaftliche Strömungen in einer über kommende Jahrzehnte hinweg ablaufenden Entwicklung erkennen zu können. Das gelegentlich erschreckend realistische Szenario wird immer wieder geschickt durch den Einsatz von äußerst pointiertem Humor aufgelockert, sodass der Fluss der Handlung nie ins Stocken kommt.

Wer nun auf den Geschmack gekommen und selbst ein Abonnent von Apple Music ist, kann sich über diesen Link direkt zum Hörbuch begeben.

  1. Interessanterweise wurde anscheinend das gesamte Hörbuch während seiner Absenz von Apple Music umformatiert, denn damals war ich bei Track 245 von ca. 280 stehen geblieben. In der neuen Fassung gibt es nur noch 159 Tracks…
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Aktuelles Lese- und Hörfutter

I. Lesefutter

Seit einigen Tagen lese ich voller Begeisterung „Tommyknockers – Das Monstrum“ von Stephen King, einen wirklich „dicken Schmöker“ aus dem Jahr 1987.

Einer der langen, epischen Wälzer vom „Meister“, der allerdings überwiegend kurzweilig zu lesen ist – bislang sehr empfehlenswert!

Einer der langen, epischen Wälzer vom „Meister“, der allerdings überwiegend kurzweilig zu lesen ist – bislang sehr empfehlenswert!

Nach der üblichen „Einlesephase“, die jedes Buch braucht, habe ich jeden Tag eifrig weiter gelesen. So kam ich auch schon bald an den Punkt, ab dem man dann binnen Sekunden in die bereits bekannte Welt eintaucht, die vielen Namen (und bei einem so dicken Wälzer sind es wirklich viele Charaktere, denen man so begegnet) einsortiert und innerlich an die vorher geschilderten Ereignisse anknüpft.

Die Handlung ist bisher noch in der Aufbauphase, die dann aller Erwartung nach sicher in eine immens spannende Klimax übergehen wird. Noch werden viele einzelne Handlungsstränge eingeführt, Stück für Stück miteinander verwoben und die einzelnen Charaktere vorgestellt bzw. vertieft. Die Stadt Haven, in der die Geschichte spielt, wird allmählich immer plastischer, hier kann Stephen King seine große Stärke, den Detailreichtum, voll ausspielen.

Ich kann jeden verstehen, der keine Lust auf diese Informationsdichte hat, denn hin und wieder gerät das Lesen dazu zu einem ermüdenden Prozess. Mir gefällt dieser Stil jedoch, da er mir das tiefe Eintauchen in die fiktive Geschichte erleichtert. Insofern freue ich mich auf jede weitere Seite in diesem Buch – aktuell stehe ich kurz vor der Mitte, die Schlussklimax wird wohl noch einige Seiten auf sich warten lassen.

II. Hörfutter

Tja, einmal King, immer King. Ich bin seinem Schreibstil wohl vollkommen verfallen, denn aktuell höre ich beim morgendlichen Laufen seinen neuesten Roman: „Sleeping Beauties“.

Der neue King-Roman ist faszinierend, höchst spannend und weist ein paar willkommene Parallelen zu „The Stand“ auf – sehr gut!

Der neue King-Roman ist faszinierend, höchst spannend und weist ein paar willkommene Parallelen zu „The Stand“ auf – sehr gut!

Geschrieben hat er ihn gemeinsam mit seinem Sohn Owen King, wobei ich bislang keine stilistischen Divergenzen zu den früheren Romanen feststellen kann. Auch hier werden die Charaktere eingeführt und liebevoll ausgestaltet, sodass sich ein stimmiges Gesamtbild ergibt.

Der erste Einstieg war ein wenig anstrengend, weil ich mich in den ersten Laufminuten nicht gut konzentrieren konnte und so gerade in der Einstiegsphase manches Detail verpasste. Das stört mich aber gar nicht so sehr, denn ich werde das Hörbuch später sicher noch ein paar Mal anhören, dabei fallen dann die neu hinzukommenden Informationen in ein gut vorbereitetes Beet, um so den vorher geschaffenen Gesamteindruck noch zu komplettieren.

Wie ich direkt unter dem Cover-Bild geschrieben habe, gibt es Parallelen zu einem meiner anderen King-Lieblingsromane: „The Stand – Das letzte Gefecht“, den ich bereits als Jugendlicher mehrfach gelesen, vor ein paar Jahren auf Englisch neu gelesen und dann als Hörbuch mindestens zwei- oder dreimal komplett angehört habe (und das ist ein laaaanges Ding!). Die Parallele besteht darin, dass bei „The Stand“ eine Seuche namens „Captain Trips“ die Menschen befällt und tötet, bei „Sleeping Beauties“ dagegen die sog. „Aurora-Grippe“ alle Frauen zum Einschlafen bringt. Kaum schlafen sie, wächst ein Kokon um sie herum, aus dem man sie besser nicht weckt. Der gesamte bisherige Verlauf – ich bin gerade ungefähr in der Mitte des Hörbuchs angekommen – erinnert von der Herangehensweise und auch dem Erzählstil stark an „The Stand“, es kann aber gut sein, dass die Geschichte sich nur zu bald in eine völlig andere Richtung bewegen wird. Es bleibt spannend.

Soweit der aktuelle Stand, sobald ich mit den beiden Schätzlein durch bin, gibt es gesonderte Rezensionen.

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Apple Books: Wunschliste

Ich liebe die iBooks-App auf dem iPhone und dem iPad, denn dort nutze ich sie mehrmals täglich. Mir ist es wichtig, meine aktuellen Bücher überall dabei zu haben, so kann man der Leselust in jeder passenden Situation sofort nachgeben und ganz nach aktueller Stimmungslage das geeignete Buch auswählen. Seit ein paar Jahren habe ich noch dazu meine Lesebrille nicht mehr benötigt, da die Darstellung auf einem Retina-Display mit hohem Kontrast so gut und gestochen scharf ausfällt, dass ich keinerlei störende Ermüdungserscheinung meiner Augen mehr festgestellt habe (bei Papierbüchern stellten sich nach ein paar Stunden oft leichte Geisterbilder ein) – kein Wunder, dass ich kaum mehr Papierbücher lese!

Umbenennung?

Aktuell wird im Netz wieder gemunkelt, dass die App bald in „Apple Books“ umbenannt werden soll. Mich würde das nicht stören, ehrlich gesagt: Das ist mir völlig egal. Solange die von mir bislang genutzten Funktionen nicht entfernt oder beschnitten werden, können sich Name und App-Icon doch ändern, wie es den Verantwortlichen gefällt. Nur zu!

Wünsche für eine Weiterentwicklung

Dafür hätte ich aber noch eine kleine Menge von Wünschen, die die App deutlich aufwerten könnten:

  • Ich vermisse schmerzlich einen Speed Reading-Modus. Bei Texten aus dem Netz muss ich mit der „Accelerator“-App von Lickability (Link zum App Store) nur den Seiteninhalt kopieren, schon kann ich mit einer einstellbaren Geschwindigkeit Wort für Wort in hohem Tempo lesen. Da man aber die Texte in iBooks nicht kopieren kann, lässt sich dieser Weg nicht beschreiten, also müsste die Funktion nativ in der Apple Books-App implementiert werden. So schwer kann das ja nicht sein.
  • Die derzeitige Lesezeichen-Funktion müsste ein bisschen präzisiert werden, denn gerade beim Wechsel zwischen den verschiedenen Geräten mit unterschiedlich großen Displays ist es immer wieder vorgekommen, dass ich nicht genau wusste, wo ich zuletzt gestoppt hatte. Mehr dazu unten.
  • Apropos „verschiedene Geräte“: Warum gibt es noch keine Apple Watch-Version der App? Klar, das Display ist klein, aber das wäre für mich kein Hindernis. Gerade für kurze Wartezeiten, bei denen man auf Abruf sein muss, für sich gefühlt ewig hinziehende Konferenzen oder langatmige Reden, auf deren Ende man als Musiker warten muss… Einsatzgebiete für eine Apple Watch-Version gäbe es aus meiner Sicht viele. Und auch die praktische Umsetzung wäre sicher nicht allzu schwer zu bewältigen: Mittels der Digital Crown könnte man schön durch den Text scrollen, die Uhr ist immer dabei, der Speicher ist mehr als ausreichend, um einige Bücher auf Abruf bereit zu halten – das wäre doch mal eine fantastische Sache!
  • Die Befehle „Siri, lies den markierten Text vor!“ und „Siri, lies mir das Buch ab dem markierten Wort vor!“ sollten implementiert werden und zuverlässig funktionieren. Beim Laufen, Spazieren, Spülen und Auto-/Pedelec-Fahren wäre das der pure Luxus!
  • Viele Bücher zeichnen sich durch wunderschöne Titelblätter aus. Meist ist dieses Artwork innen auf einer eigenen Seite noch einmal zu sehen, aber eben nicht immer. Das sollte sich ändern, denn die Darstellung als kleines Icon genügt nicht, um alle Bilder, die oft Details aus dem Buch aufgreifen, vollends zu würdigen.
  • Wie wäre es mit einer intelligenten Leihfunktion? Ein Beispiel: Freund X kommt zu Besuch, ich schwärme vom gerade beendeten Buch, das ihn auch brennend interessiert. Ein gedrucktes Buch könnte ich mitgeben, ein digitales nicht. Warum sollte es — abgesehen von monetären Interessen — nicht die Möglichkeit geben, das Buch an seinen Account zu verleihen? In meiner App wäre es dann ausgegraut, ich könnte es solange nicht lesen. Nachdem der Freund dann durch ist, tippt er auf „Zurückgeben“, es verschwindet aus seinem Account und ist bei mir wieder verfügbar. Eine wunderbare Sache daran wäre auch, dass man immer wüsste, wo (im Sinne von „Wem habe ich das gleich wieder ausgeliehen?“) sich das Buch gerade befindet, zur Not könnte man es sich über eine Schaltfläche wieder aktiv auf das eigene Gerät zurück holen.

Das wären meine Wünsche an eine ansonsten schon tolle App. Vielleicht werden ja bald ein paar davon erfüllt…

Präzisierung der Lesezeichen-Funktion

Oben habe ich das schon erwähnt, aber es bedarf womöglich einer Erläuterung für jene, die die App nicht kennen. Aktuell tippt man beim Beenden des Lesens einfach auf ein schönes Lesezeichen-Icon in der oberen rechten Ecke des Displays. Beim nächsten Öffnen landet man wieder an dieser Stelle, man kann auch mehrere solche Lesezeichen setzen, z.B. wenn man in einem Fachbuch zwischen ein paar wichtigen Stellen hin und her springen muss, dann geht das sehr schnell, indem man die Übersicht der Lesezeichen öffnet und das gewünschte antippt. Eigentlich eine super Sache.

Doch die digitale Welt sollte noch ein wenig mehr bieten. Ein Lesezeichen in einem analogen Buch ist auch ungenau, denn wo auf der Doppelseite hat man das Buch weglegen müssen? Nicht immer ist ein optisch trennender Absatz oder ein neues Kapitel gerade verfügbar (ich denke gerade an den Schluss von „Ulysses“ von James Joyce, da zieht sich ein einziger Satz über gut 40 Buchseiten – ohne Punkt und Komma…).

Ein Beispiel aus meinem Alltag: Ich lese gerade in mehreren Büchern, eines davon ist „Solaris“ von Stanislaw Lem. Gestoppt habe ich genau am Beginn eines neuen Kapitels, also ist der Wiederanknüpfungspunkt schnell gefunden.

Der Kapitelbeginn auf dem iPad, der Pfeil weist auf das Lesezeichen-Icon hin.

Der Kapitelbeginn auf dem iPad, der Pfeil weist auf das Lesezeichen-Icon hin.

Der gleiche Kapitelbeginn auf dem iPhone. Auch hier ist das Lesezeichen-Icon zu sehen, darüber hinaus sieht man sofort, dass hier viel weniger Text auf das Display passt.

Der gleiche Kapitelbeginn auf dem iPhone. Auch hier ist das Lesezeichen-Icon zu sehen, darüber hinaus sieht man sofort, dass hier viel weniger Text auf das Display passt.

Der erste Screenshot zeigt die Sicht auf den Kapitelbeginn auf meinem 12,9 Zoll großen iPad Pro-Display. Die iBooks-App stellt automatisch auf eine doppelseitige Ansicht um, was beim Lesen sehr bequem ist. Im Vergleich zum zweiten Screenshot (iPhone 7 Plus) sieht man gleich das „Mehr“ an Text auf dem iPad. Nun ist es hier durch den Kapitelbeginn klar, wo es weitergeht. Was aber in der folgenden Situation?

Auf dem iPad: Hier ist nun kein Kapitelbeginn, wir sind mitten im Text – worauf genau bezieht sich das Lesezeichen?

Auf dem iPad: Hier ist nun kein Kapitelbeginn, wir sind mitten im Text – worauf genau bezieht sich das Lesezeichen?

Hier nun: iPad zu, iPhone an, Buch geöffnet, auf dieser Seite gelandet. Ist es die richtige Stelle? Da wesentlich weniger Text zu sehen ist, kann es gut sein, dass ich nun erst etwas blättern und suchen muss...

Hier nun: iPad zu, iPhone an, Buch geöffnet, auf dieser Seite gelandet. Ist es die richtige Stelle? Da wesentlich weniger Text zu sehen ist, kann es gut sein, dass ich nun erst etwas blättern und suchen muss…

Gerade die unterschiedliche Textmenge auf den abweichenden Displaygrößen sorgt für eine Ungenauigkeit, die unter Umständen zum Blättern und Suchen der Anschlussstelle führen können.

Insofern könnte Apple hier eine wirklich schöne und nützliche Sache implementieren, indem nämlich das Lesezeichen kein statisches Icon ist – vielmehr sollte man das Icon packen und auf das zuletzt gelesene oder als nächstes zu lesende Wort ziehen können. Dann wäre die Synchronisierung über alle Displaygrößen hinweg an exakt die richtige Stelle gekoppelt. Hach, wie cool wäre das denn!

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Gelesen: „Cujo“ von Stephen King

Kurzweilig, gruselig und spannend – das Ende ist sehr dramatisch. Wer einen schnellen und schweißtreibenden Lese-Trip erleben will, ist hier gut aufgehoben.

Kurzweilig, gruselig und spannend – das Ende ist sehr dramatisch. Wer einen schnellen und schweißtreibenden Lese-Trip erleben will, ist hier gut aufgehoben.

Besorgt hatte ich mir das Buch schon vor gut einem Jahr, denn als Teenager hatte ich die Verfilmung des Buchs gesehen. Diese hatte mich nachhaltig beeindruckt, auch wenn sie am Ende vom Roman abweicht, wenngleich ich das vorher gar nicht wusste.

Klappentext

Direkt im Buch steht der folgende Klappentext, der den Inhalt auch auf gelungene Weise anreißt:

Vic und Donna Trenton sind aus der Großstadt New York in die idyllische Kleinstadt Castle Rock in Maine gezogen. Vic will dort seinen Traum, eine eigene Werbeagentur aufzubauen, verwirklichen, steht aber schließlich vor dem finanziellen Ruin. Donna sitzt als gelangweilte Hausfrau mit ihrem vierjährigen Sohn Tad daheim; sie hat gerade eine Affäre mit einem Tennislehrer beendet.
Donna macht sich eines Tages mit Tad auf den Weg zu Joe Camber, um von ihm etwas an ihrem Wagen reparieren zu lassen. Was sie nicht weiß: Joe ist auf grausame Weise von Cujo, dem tollwütigen Bernhardiner seines Sohnes Brett, getötet worden. Als sie die abgelegene Farm erreichen, fällt der reparaturbedürftige Automotor ganz aus. Weil draußen die mordende Bestie lauert, können Donna und Tad die Wagenkabine aber nicht verlassen. Weit und breit ist keine Menschenseele zur Rettung zu sehen. Im heißesten Sommer, den Castle Rock je erlebt hat, beginnt ein aussichtsloser Überlebenskampf…

Leseerlebnis

Stephen King ist ja nun nicht gerade dafür bekannt, seine Geschichten in aller Kürze zu verfassen, aber für einen seiner Romane ist „Cujo“ wirklich ein ziemlich kurzes Lesevergnügen, das in ordentlichem Tempo auf seinen mehrfachen Erzählebenen dahintrabt.

Da mir der Inhalt vom Film her in groben Zügen bekannt war, stellte der Roman eine angenehme Vertiefung dar, denn einige Elemente, die im Roman relativ viel Platz einnehmen, spielten in der Verfilmung – zumindest meiner Erinnerung nach – eine sehr untergeordnete oder sogar gar keine Rolle.

Alle Charaktere (inklusive des Hundes Cujo) erleben eine derart starke Veranschaulichung, dass man an ihren Beweggründen Anteil nimmt, mit ihnen fiebert, sie verurteilt, ihnen Glück oder die Pest an den Hals wünscht — all das, was die Lektüre eines Buchs nun einmal so unwiderstehlich faszinierend macht.

Die DVD habe ich mir vor ein paar Monaten schon besorgt, allerdings habe ich mir das Ansehen bis heute aufgespart, denn zuerst wollte ich das Buch lesen. Da das Interesse an der Geschichte in den letzten Wochen stärker geworden war, lud ich das Buch also wieder in iBooks und begann mit dem Lesen. Trotz der ganzen Arbeit (und die letzte Woche war wirklich gut gefüllt) und diversen zusätzlichen Aktivitäten (Stolpersteinverlegung in Aalen, Proben etc.) habe ich das Buch in knapp über einer Woche geschafft, auch wenn ich bis auf die letzten Tage kaum mehr als zehn Minuten pro Tag ins Lesen investieren konnte.

Fazit

Ein sehr spannender Roman, der eindeutig der Horror-Literatur zuzuordnen ist, auch wenn es glücklicherweise kaum eklige Stellen gibt. Der Gruselfaktor geht, wie bei Stephen King üblich, nicht zwingend vom tollwütigen Hund aus, auch wenn er den größten Horrorfaktor des Romans darstellt. Nein, die beklemmenden Umstände des alltäglichen Lebens sowie die kleinen und immer im genau falschen Moment auftretenden Probleme, die sich dann zu wahren Problembergen auftürmen, sich zu einem immer stärker an den handelnden Personen ziehenden und zerrenden Strudel entwickeln, sie bringen den wahren Horror mit sich, denn jeder Leser kann sich zumindest in einen Teil dieser Probleme hineinversetzen. Und Stephen King ist es gelungen, das in der Form eines Romans perfekt umzusetzen.

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Gesehen: „The Revenant”

Große Erwartungen, die leider enttäuscht wurden...

Große Erwartungen, die leider enttäuscht wurden…

Vor einigen Monaten hörte ich beim Laufen das (selbstverständlich ungekürzte) Hörbuch „Der Totgeglaubte” von Michael Punke, dessen Roman die Basis für die medial wirklich unglaublich gehypte Verfilmung mit Leonardo diCaprio bildet.

Ein spannendes und facettenreiches Hörbuch, das ich nur empfehlen kann!

Ein spannendes und facettenreiches Hörbuch, das ich nur empfehlen kann!

Das Hörbuch hat mir ausnehmend gut gefallen, da es einerseits durch die vielen kleinen Details über das damalige Leben sowohl der Siedler als auch der amerikanischen Ureinwohner in Nordamerika bestach und andererseits einfach eine spannende Geschichte mit etlichen überraschenden Wendungen und vielen philosophisch-moralischen Abwägungen bot.

Handlung

Die Handlung lässt sich in groben Zügen wie folgt zusammenfassen, denn reduziert man sie auf die harten Fakten, dann bleibt nicht so viel an Details übrig:

Ein Trupp Felljäger ist in den noch unerschlossenen Gebieten Nordamerikas unterwegs, ständig auf der Hut vor jenen Indianerstämmen, die ihnen Ausrüstung stehlen oder sie töten wollen. Deshalb gibt es in dem Trupp mehrere Späher, die die Umgebung erkunden, Ausschau nach guten Lagerplätzen und Nahrung halten, vor feindlich gesinnten Stämmen warnen und dergleichen mehr. Einer von ihnen, der beste Kundschafter, ist Hugh Glass, der eines Tages von einer Bärenmutter in der Nähe ihrer Kinder erwischt und schlimm zugerichtet wird. Doch es gelingt ihm, die Bärin zu töten, außerdem überlebt er den Kampf ganz knapp.

Der Trupp wird in der Zwischenzeit sowohl von Nahrungsmangel als auch von sich nähernden (in diesem Fall feindlich gesinnten) Indianern weiter getrieben. Da Glass nicht selbst laufen kann und das Vorankommen für alle übrigen extrem erschwert und verlangsamt, lässt man ihn mit zwei Wachen (Fitzgerald und Bridger) zurück, die ihn nach seinem eher früher als später zu erwartenden Tod anständig begraben sollen.

Doch schon bald hat Fitzgerald die Schnauze voll, außerdem ist ihm die Situation zu gefährlich. Deshalb überredet er den jüngeren Bridger, die Sache einfach aufzugeben, niemandem später etwas davon zu verraten und sich einfach so auf den Weg hinter den anderen her zu begeben. Sie nehmen Glass sein Gewehr ab und ziehen los, fest davon ausgehend, dass er ohnehin bald sterben werde.

Glass überlebt jedoch, unter größten Mühen kämpft er sich allein durch die Wildnis, immer angetrieben von dem Verlangen nach Rache, wobei er diesen Antrieb durchaus auch immer wieder hinterfragt. Ab hier unterscheiden sich Film und Buch dann deutlich, denn das Buch schildert eine wahre Odyssee, die sich über verhältnismäßig lange Zeit hinzieht, wohingegen der Film alles als eine kompakte, am Stück ablaufende Handlung darstellt. Die geschichtlich als wahr verbürgte Gestalt des Hugh Glass tötete später weder Bridger noch Fitzgerald, im Film jedoch läuft alles auf eine tödliche Jagd nach Fitzgerald hinaus, die – selbstverständlich – äußerst blutig und gewalttätig endet.

Unterschiede zwischen (Hör-)Buch und Film

Irgendwann vor etlichen Wochen gab es die Kino-Verfilmung bei iTunes im Sonderangebot für 4 oder 6 Euro, also kaufte ich ihn, weil ich mich dafür interessierte, wie akkurat der Roman in der Verfilmung umgesetzt worden war. Doch ich muss dem Film ein bestenfalls durchwachsenes Zeugnis ausstellen. Die Gründe:

  • Der Roman ist sehr vielschichtig, nimmt sich Zeit für jene Details, die für die Handlung nicht immer zwingend notwendig sind, die aber für mich die Authentizität der Erzählung enorm steigern. Der Film besticht durchaus durch opulente Bilder, gerade die Darstellung der „Indianer“ ist aber äußerst eindimensional: Im Buch werden viele verschiedene Stämme geschildert, von denen einige mit den Weißen kooperieren, während andere mit ihnen im Krieg leben und wieder andere sich da nicht pauschal festlegen, sondern situativ entscheiden. Im Film gibt es derlei Differenzierung nicht (oder nur minimal), um das in vielen Western-Filmen klar definierte Feindbild (Weiße vs. Indianer) möglichst unangetastet zu lassen. Das hätte bei einem Film mit einer Länge von mehr als zweieinhalb Stunden durchaus Platz finden können.
  • Der Punkt, der mir den Film am meisten „vergällt“ hat, war aber ein anderer: Im Buch regiert die Gewalt nicht, stattdessen ist es ein gelungenes zeitgeschichtliches Szenario, in dem Aspekte wie Moral, Philosophie, Menschlichkeit, Kultur ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Im Film sind gerade diese Aspekte nebensächlich, sie werden oft nur gestreift, niemals aber zentral behandelt. Auch die Frage, ob Fitzgerald getötet werden muss, wird im Film nicht gestellt, das ist das einzige Ziel, auf das Hugh Glass ab dem Zeitpunkt, wo er allein in der Wildnis zurück gelassen wird, hinarbeitet.
  • Die opulenten Filmbilder können über die mehr als dürftige „Überleben- und dann Rache“-Geschichte kaum hinwegtäuschen. Auch wenn es etliche sehr gelungene Szenen und ein hohes Niveau an Spannung gibt, hinterließ der Film bei mir ein Gefühl der Enttäuschung und Leere, eben weil die oben dem Buch zugeschriebenen Eigenschaften einfach fehlen.

Fazit

In ein paar Wochen oder Monaten muss ich mir den Film noch einmal ansehen. Da ich jetzt nicht mehr eine getreue Umsetzung des Buches erwarte, schafft er es dann vielleicht, mich mehr zu begeistern (ich zweifle jedoch daran). Wer sich für die Geschichte hinter dem Namen Hugh Glass interessiert, dem empfehle ich klar das Buch bzw. das Hörbuch (die ungekürzte Lesung ist inhaltlich ja identisch). Der monströse Hype um diesen Film will mir nicht ganz verständlich werden, denn die Handlung ist absolut nicht außergewöhnlich, es gibt unzählige Action-Filme, die eine sehr ähnliche Handlung besitzen – das opulente Ambiente allein schafft es eben nicht, ihn weit über dieses Niveau heraus zu katapultieren. Schade, sehr schade, da wurde viel verschenkt, das zu einem wesentlich besseren Film hätte gemacht werden können.

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Album der Woche – Episode 3 – 2017-10-01

Jede Woche präsentiere ich ein Album, das mir persönlich gut gefällt. Im Vorfeld höre ich es noch einmal (oder häufiger) durch und bemühe mich dann, es allen Interessierten „schmackhaft“ zu machen.

Heute bin ich etwas zu spät dran, da ich das ganze Wochenende und sogar noch den Montag familiär so dauerhaft eingebunden war, dass ich meinen eigenen Zeitplan nicht einhalten konnte. Es ergab sich einfach kein Zeitfenster, um den bereits lange geplanten Eintrag fertigzustellen. Jetzt ist es immerhin geschehen – nur etwas mehr als einen Tag verspätet, hoffentlich zu verschmerzen.

Iron Maiden: „Powerslave“

Ein wundervoll energiegeladenes Album, das eindrucksvoll vor Augen führt, warum Iron Maiden in den 1980er Jahren zu den wichtigsten Bands der „New Wave of British Heavy Metal“ gehörten.

Ein wundervoll energiegeladenes Album, das eindrucksvoll vor Augen führt, warum Iron Maiden in den 1980er Jahren zu den wichtigsten Bands der „New Wave of British Heavy Metal“ gehörten.

1984 erschien mit „Powerslave“ das Album, das zu meinen absoluten Favoriten des gesamten Schaffens der Band Iron Maiden gehört. Nur wenige andere der mittlerweile doch recht zahlreichen Alben kommen an diese kompakte Qualität und diesen fantastischen Klang heran.

Wie gelegentlich gemunkelt wird1, könnte die erstmalig unveränderte Besetzung der Band zwischen zwei Album-Veröffentlichungen ein hohes Maß an Stabilität geschaffen haben, das sich äußerst positiv auf die Ausgestaltung der neuen Ideen auswirkte. Und in der Tat ist die qualitative Amplitude geringer als bei den beiden — ebenfalls schon wirklich guten — Vorgängeralben „Piece of Mind“ (1983) und „The Number of the Beast“ (1982). Und diese kleinere Amplitude spielt sich auf einem wesentlich höheren Niveau ab.

Die Songs (Highlights):

In insgesamt acht Songs, die sich über eine Spielzeit von gut 51 Minuten erstrecken, liefert die Band ein „Brett“ nach dem anderen ab, um im Titelsong einen fulminanten und kaum zu überbietenden Höhepunkt des Albums zu erreichen.

Heute werde ich – quasi als Experiment – nicht alle acht Songs separat besprechen, sondern nur meine drei persönlichen Favoriten herausgreifen, auch wenn das bedeutet, dass ein knapper vierter Platz („Two Minutes To Midnight“) dann leider außen vor bleiben muss. Aber insgeheim hoffe ich ja immer darauf, dass zumindest der eine oder andere sich das Album beim Streaming-Anbieter seiner Wahl einfach ganz anhört.

Aces High (4:31)

Der vielleicht beste Opener aller Zeiten auf einem Heavy Metal-Album: Nach einem mehrstimmigen Gitarren-Intro legt die Band in hohem Tempo gemeinsam bei voll aufgedrehter Energie los. Bruce Dickinson, damals noch ein junger Kerl, singt melodisch bis in die höchsten Lagen und verleiht der Komposition von Steve Harris eine Intensität, die selbst in vielen anderen Maiden-Stücken ihresgleichen sucht.

Der National Review äußerte sich über dieses Lied in einer wenig zweifelhaften Weise2:

Aces High is about as perfect a heavy-metal tune as there is. It‘s about the Battle of Britain, told from the perspective of a British pilot.

Und ich teile die Ansicht, denn der Song ist sowohl textlich3 als auch musikalisch in einem gehetzt-atemlosen und angespannten Gestus gehalten, man spürt als Hörer das Adrenalin förmlich in einem Sturzbach durch die Adern schießen:

There goes the siren that warns of the air raid
Then comes the sound of the guns sending flak
Out for the scramble, we‘ve got to get airborne
Got to get up for the coming attack

Jump in the cockpit and start up the engines
Remove all the wheelblocks, there‘s no time to waste
Gathering speed as we head down the runway
Gotta get airborne before it‘s too late

Die Anspannung der Flieger, die aus ihrer Bereitschaft binnen weniger Momente in ihren Flieger klettern und sich sofort in einen Kampf auf Leben und Tod stürzen, ist so gut umgesetzt, dass beim Anhören der eigene Herzschlag gleich mit ansteigt. Wahnsinn!

Powerslave (7:11)

„Aces High“ war ja schon sensationell, doch der Titelsong, der auch das Thema (ägyptischer Totenkult) für die Covergestaltung (siehe oben) vorgibt, ist meiner Meinung nach der unangefochtene Höhepunkt des Albums. Nur selten passen Thema, Text, Grundstimmung und Musik so gut zusammen. Bruce Dickinson beschwört mit seiner Stimme den Geist des verstorbenen Pharaos herauf, der sich und seine Rolle als Herr über Leben und Tod angesichts der eigenen Sterblichkeit kritisch hinterfragt4:

Tell me why I had to be a Powerslave
I don‘t wanna die, I‘m a God
Why can‘t I live on?
When the Life Giver dies
All around is laid waste.
And in my last hour
I‘m a slave to the power of Death.

Musikalisch besticht der Song durch seine kraftvolle Ausstrahlung auf der einen, den vielen kleinen lyrischen Passagen auf der anderen Seite. Wie bei vielen längeren Maiden-Stücken gibt es deutliche Stimmungswandel, die dafür sorgen, dass sich der Song eher nach vier als nach sieben Minuten anfühlt – und jede Sekunde ist ein Genuss.

The Rime of the Ancient Mariner (13:48)

Dieses musikalische Epos von immerhin fast 14 Minuten Länge stellt die Nacherzählung des 1798 geschriebenen gleichnamigen Gedichts von Samuel Taylor Coleridge dar. Darin werden die Erlebnisse (vor allem die von Reuegefühlen gefolgten Fehltritte) des alten Seefahrers erzählt. Iron Maiden waren von dem Gedicht derart angetan, dass im Liedtext sogar passagenweise daraus zitiert wird.

Noch deutlicher als bei „Powerslave“ spielen Iron Maiden die Vielseitigkeitskarte aus: Mehrere musikalisch komplett unterschiedlich gestaltete Abschnitte wechseln sich ab, immer wieder dürfen vor allem E-Bass und die beiden (damals, heute sind es drei) E-Gitarren ihre Virtuosität demonstrieren, ganz zu schweigen vom fein justierten Schlagzeugspiel von Nicko McBrain.

Wäre der Song etwas kürzer und kompakter, wäre er vermutlich sogar noch ein wenig besser als der Titelsong – und der war ja schon ein Hammer!

Fazit

Es fühlt sich etwas seltsam an, nicht zu jedem Song etwas zu schreiben, doch es schont das im Moment arg gebeutelte Zeitbudget. Insofern werde ich vermutlich in den stressigen Zeiten eher darauf zurückgreifen.

Das soll aber nicht davon ablenken, dass „Powerslave“ sicher eines der hörenswertesten Iron Maiden-Alben ist. Ich genieße es jedes einzelne Mal (auch wenn ich zugeben muss, dafür am besten in der passenden Stimmung zu sein, denn gerade die ganz langen Stücke kann ich nicht jeden Tag mit der gleichen Entspannung anhören…). Wer auf den Geschmack gekommen ist und sich auch das restliche Album anhört, wird auf keinen Fall enttäuscht.

  1. Siehe auch: So this calmer period was also a very productive one for Iron Maiden. Before flying to Compass Point again to track the new album with producer Martin Birch, the band‘s songwriting would flourish into new territory that Billboard would conclude »catalogues every major facet of the band‘s personality during the Dickinson years and does so while fyring on all cylinders. Perhaps that‘s in part because Powerslave is the first Maiden album to feature the same line-up as its predecessor, creating a definite continuity and comfort level. Or perhaps it‘s simply that we‘re witnessing a great band in it’s creative prime.« aus: Jake Brown: „Iron Maiden in the Studio“ (iBook)
  2. Quelle: „Iron Maiden in the Studio“ von Jake Brown (iBook)
  3. Quelle: Apple Music (Lyrics)
  4. Quelle: Apple Music (Lyrics)
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Solera (mal wieder) im Stephen King-Fieber

Damit ging's wieder los...

Damit ging’s wieder los…

In den letzten Wochen (eigentlich sind es schon mehrere Monate) habe ich mehrere Romane und Kurzgeschichten (auch Sammlungen von Kurzgeschichten) von Stephen King gelesen und gehört. Zum Teil handelte es sich dabei um mir bereits bekannte Hörbücher, die ich in den letzten Jahren schon gelesen, dann gehört und zum Teil sogar in diesem Blog rezensiert hatte. Wieso hörte ich die Geschichten also noch einmal, wenn es doch so vielen neuen (Lese-/Hör-) Stoff auf der Welt zu entdecken gibt?

On Writing

Die Antwort ist einfach, und ich habe sie mit dem Bild oben auch schon verraten: An erster Stelle stand das teils autobiographische, teils anleitende Werk „On Writing. A Memoir of the Craft.“ In diesem höchst interessanten und auch noch vom Autor selbst gelesenen Abriss über seine eigene Biographie (vor allem im Bezug auf die ihn hinsichtlich der Schriftstellerei prägenden Ereignisse) und diverse schreibstellerische Fertigkeiten touchiert er natürlich immer wieder eigene Werke, beschreibt die Umstände ihrer Entstehung, weist auf Besonderheiten hin, erläutert die Probleme, die er beim Schreiben mit dem jeweiligen Werk hatte, und was ihn da wieder herausgebracht hat. All das war so faszinierend, so unprätentiös und gleichzeitig anregend, dass ich mir die Werke gleich wieder anhören musste, zumindest so ich ihre Hörbücher schon besaß. Und dann hörte ich mir „On Writing“ gleich noch einmal an – aktuell bin ich tatsächlich im dritten Durchgang, den ich beispielsweise zum Kochen laufen lasse.

Gedruckt vs. Hörbuch

Huch! Ein „analoges“ Buch in meinem Haushalt... (Spaß beiseite, da gibt's noch ein paar Schränke voll...)

Huch! Ein „analoges“ Buch in meinem Haushalt… (Spaß beiseite, da gibt’s noch ein paar Schränke voll…)

Das Buch hatte ich in der deutschen Übersetzung schon vor fast zehn Jahren einmal gelesen. Es hatte mir auch schon gefallen, doch in der Hörbuch-Fassung, die vom „Meister“ selbst gelesen wurde, wirkt alles stringenter und authentischer. Gerade weil alle Betonungen „genau so“ gewollt sind, weil der Tonfall „genau dem“ entspricht, was der Autor beim Tippen im Sinn hatte. Fantastisch! Jedem, der auch nur ein mäßiges Englisch beherrscht, sei dieses Hörbuch im Original ans Herz gelegt. Es ist gerade heraus, offen und ehrlich, man (besser: ich) möchte einfach lauschen und merkt überhaupt nicht, wie die Zeit vergeht, während eine überaus faszinierende Geschichte um einen herum ausgebreitet wird.

Welche SK-Romane bzw. -Geschichten habe ich mir also angehört?

Da kam schon so einiges zusammen, was sich aber beim Laufen gut unterbringen ließ (außerdem entspannt mich das, wenn ich bereits vertraute Geschichten beim Laufen höre, dann muss ich mich nicht auf jedes einzelne Wort konzentrieren):

  • „Todesmarsch“ (insgesamt schon das dritte Mal)
  • „Carrie“ (das Erstlingswerk, mit dem er seinen Durchbruch schaffte)
  • „Der Fluch“ („Thinner“, davon gibt es auch eine recht gut Verfilmung)
  • „Rita Hayworth and the Shawshank Redemption“ (kennt man im Deutschen als „Die Verurteilten“, gleich zweimal auf Englisch, früher schon fünf oder sechs Mal in der deutschen Fassung gehört)
  • „Glas“ (der vierte Teil der „Dunkler Turm“-Reihe)
  • „Dreamcatcher“ (deutsch: „Duddits“ – die Verfilmung ist gut, aber man versteht sie nur, wenn man das Buch kennt, sonst ist es ein gänzlich überzogener Horror-Science Fiction-Müll)
  • „Basar der bösen Träume“ (die ersten paar Kurzgeschichten hatte ich schon mehrfach gehört, aber dieses Mal habe ich ganz bereitwillig bis zum Schluss alles in mich aufgesogen)

Parallel dazu lese ich mich gerade durch die Kurzgeschichten-Sammlung „Skeleton Crew“ (auf Deutsch, aber der Titel der deutschen Fassung lautet „Blut“, was irgendwie so gar nicht passt…), in der gleich zu Beginn „Der Nebel“ steht (wurde verfilmt). Danach kommen „Cujo“ und „Tommyknockers“ dran. Danach muss ich wieder in die „Dunkle Turm“-Welt eintauchen, sonst gehen mir die Anknüpfungspunkte am Ende noch verloren. Hach, der Mann hat einfach zu viele gute Bücher geschrieben!

Fazit

Ich habe nicht die Absicht, Schriftsteller zu werden. Aber der kreative Prozess, den ich im musikalischen Bereich ja immer wieder einsetze, fasziniert mich unglaublich. Und wenn etwas meine Aufmerksamkeit so fesselt, dann packt mich diese Sache meist mit Haut und Haaren. So ist es hier ganz offensichtlich passiert. Und es fühlt sich gut an, nicht nur als schönes Gegengewicht zum Arbeitsalltag.

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Renn’s noch einmal, Solera!

Und noch einmal — dieses Mal wusste ich, wo es lang geht, entsprechend schneller war ich.

Und noch einmal — dieses Mal wusste ich, wo es lang geht, entsprechend schneller war ich.

Tja, was soll ich sagen? Heute war das Wetter sehr angenehm, also konnte ich das Tempo (mir während des Laufs völlig unbewusst) noch ein wenig anziehen. Ansonsten muss ich fast auf den Meter genau den gleichen Weg absolviert haben, zumindest der Anzeige zufolge (etwas erstaunlich, da ich mich heute nicht verirrt habe…).

Fazit des Laufs: Morgen weniger, sonst fallen mir die Schienbeine ab… und „Glas“ (von Stephen King) ist gegen Ende hin höllisch spannend — dank meiner AirPods war dieser Lauf wesentlich erhebender als der gestrige!

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