Schlagwort-Archive: Persönlich

Album der Woche – Episode 19 – 2018-02-17

Jede (oder zumindest fast jede) Woche präsentiere ich ein Album, das mir persönlich gut gefällt. Im Vorfeld höre ich es noch einmal (oder häufiger) durch und bemühe mich dann, es allen Interessierten „schmackhaft“ zu machen.

David Duchovny: „Every Third Thought“

Frisch herausgekommen, dabei wirkt das Album sehr routiniert und dadurch angenehm entspannt.

Frisch herausgekommen, dabei wirkt das Album sehr routiniert und dadurch angenehm entspannt.

Ganz frisch auf dem Markt ist das Album „Every Third Thought“ des allseits bekannten Schauspielers David Duchovny. Stilistisch zwischen Pop, Rock und Folk-Rock angesiedelt, begeistert mich das Album durch die Unaufgeregtheit, die wohl am ehesten typisch für die Klasse Musiker ist, deren 20er schon ein bisschen hinter ihnen liegen.

Bis ich auf Twitter einen Link zu einem Interview mit David Duchovny fand, wusste ich gar nicht, dass er sich auch musikalisch betätigt, vor etwa vier Jahren brachte er schon ein Album heraus (das ich aber noch nicht angehört habe). Da ich mir aber gerade ganz gerne zum Rudertraining eine Akte X-Folge ansehe, war mein Interesse geweckt, also bemühte ich Apple Music, lud das Album und lauschte. Was ich hörte, gefiel mir durchaus.

Die Songs:

Insgesamt enthält das Album 12 Titel, die zusammen gut 51 Minuten Spielzeit füllen. Kein einziger Song fällt qualitativ aus dem Raster, wie immer gibt es aber persönliche Favoriten. Ich muss jedoch zugeben, dass es mir in diesem Fall aber sehr schwer gefallen ist, die Besonderheiten der Songs hervorzuheben, denn sie sind „halt schön“, was mir persönlich für die Musik, die ich zur Entspannung und/oder Erbauung anhöre, völlig genügt…

  • „Half Life“: Der Anfang des Album-Openers hämmert schön schräg aus den Boxen, die übersteuerten Gitarrensounds kreischen und jaulen, dann tritt die Musik in den begleitenden Hintergrund, und David Duchovnys angenehm entspannte Gesangsstimme steht im Mittelpunkt. Später pendeln sich Gesang und Begleitung auf einem höheren Energieniveau schön aufeinander ein. Ein toller Start ins Album!
  • „Every Third Thought“: Eines der stärksten Stücke des Albums ist ganz klar der Titeltrack. Hier stimmt einfach alles, noch dazu ist der Sound kristallklar und genau dem Musikstil angepasst. Sehr schick!
  • „Stranger in the Sacred Heart“: Gleich bei den ersten Tönen des Stücks muss ich einfach jedes Mal an The Cure denken. Besonders gut gefällt mir das komplette Einfrieren der Musik vor dem Beginn einer neuen Strophe, die dann wieder mit einigem Verve startet. Sehr gut!
  • „Mo’“: Hier geht es deutlich ruhiger zu als bei meinen beiden vorher genannten Favoriten, die feinen Gesangslinien werden grazil von den Zupfmustern der Gitarren begleitet, was sich gegenseitig schön unterstützt. Das kleine aber feine Gitarrensolo rundet die Sache ab, eindeutig hörenswert!
  • „Someone Else’s Girl“: Von Anfang an spürt man hier ein leichtes Reggae-Feeling mitschwingen, was meine Füße stets zu gänzlich eigenständigen Bewegungen animiert. Die Bläser geben dem Song einen noch authentischeren Anstrich: Handgemachte Musik vom Feinsten.

Fazit

Dafür, dass David Duchovny musikalisch noch ein vergleichsweise unbeschriebenes Blatt ist, hat er mit „Every Third Thought“ ein wirklich schönes, hörenswertes und durchweg entspanntes Album veröffentlicht. Wer wie ich bis vor wenigen Tagen noch nichts von ihm als Musiker gehört hat, sollte sich auf eine positive Überraschung gefasst machen.

Links

Alle meine Lieblingsstücke von diesem tollen Album habe ich bei YouTube gefunden, also sind sie hier verlinkt. Viel Vergnügen!

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Song des Tages (380) – 2018-02-14

Ein Jahr lang habe ich jeden Tag einen Song als den „Song des Tages“ empfohlen, nun bin ich schon in der zweiten Runde und habe das Intervall etwas gelockert: Statt „jeden Tag“ gibt es nun „hin und wieder“ einen Song des Tages an dieser Stelle.

Beim Hinausblicken auf den Sonnenuntergang und den sanften Übergang vom Tag in die Nacht hörte ich vorhin einen ergreifenden und doch ganz ruhigen Song, der mir spontan so gut gefallen hat, dass ich ihn gleich zum Song des Tages erkoren habe: „Wherever I Go“ von Mark Knopfler und Ruth Moody:

Den Tag auf diese ruhige Weise gehen zu lassen, ist sehr entspannend. Das sollte ich viel häufiger tun.

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Song des Tages (379) – 2018-02-13

Ein Jahr lang habe ich jeden Tag einen Song als den „Song des Tages“ empfohlen, nun bin ich schon in der zweiten Runde und habe das Intervall etwas gelockert: Statt „jeden Tag“ gibt es nun „hin und wieder“ einen Song des Tages an dieser Stelle.

Bereits als Jugendlicher spielte ich in diversen Orchestern und Big Bands, wodurch ich das sensationell groovige Stück „On Broadway“ von George Benson kennen lernte. In den letzten Jahren habe ich es mit dem OJO (dem Ostalb Jazz Orchestra) in diversen Konzerten gespielt – und immer, aber wirklich immer bleibt mir der Ohrwurm für Tage hängen. Bei manchen Stücken nervt das ja schon sehr, hier dagegen ist die Begeisterung ungebrochen, daher habe ich den Song zum heutigen Song des Tages gemacht:

Ein besonderes Leckerli habe ich vorhin entdeckt: Auch eine Hard Rock-Band wie AC/DC findet offensichtlich Gefallen an diesem Stück, denn Angus Young hat es sich als Basis für ein Gitarren-Solo ausgesucht:

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Album der Woche – Episode 18 – 2018-02-12

Jede (oder zumindest fast jede) Woche präsentiere ich ein Album, das mir persönlich gut gefällt. Im Vorfeld höre ich es noch einmal (oder häufiger) durch und bemühe mich dann, es allen Interessierten „schmackhaft“ zu machen.

Bedingt durch einen fiesen grippalen Infekt, der mich am Donnerstag Nachmittag heftig von den Beinen gerissen und für zweieinhalb Tage mit hohem Fieber im Bett gehalten hat, kommt der Beitrag – wie leider so oft – etwas später als geplant.

Joe Satriani: „What Happens Next“

Brandneu und in der Substanz doch vertraut – ein ganz klassisches Satriani-Album.

Brandneu und in der Substanz doch vertraut – ein ganz klassisches Satriani-Album.

Vor ein paar Wochen brachte der Ausnahme-Gitarrist Joe Satriani ein neues Album mit dem Titel „What Happens Next“ auf den Markt. Eines Morgens tauchte eine Apple Music-Meldung auf meinem iPhone auf, in der das Album angekündigt wurde – und ein paar Minuten später hatte ich es auch schon geladen.

Das erste Reinhören war nicht ganz so berauschend, denn das erste Stück („Energy“) gefiel mir irgendwie nicht (mag auch daran gelegen haben, dass ich in dem Moment nichts derart energiegeladenes hören wollte). Daher blieb das Album erst einmal eine ganze Weile kaum beachtet in der Mediathek liegen. In den letzten Tagen hatte ich aber die Möglichkeit, ein paar Mal in Ruhe hineinzuhören – und dabei fielen mir einige wundervolle Stücke auf, die gerade für die Satriani-Fans einen attraktiven Grund darstellen könnten, sich das Album anzuhören.

Die Songs:

Die 12 Instrumentalstücke dauern grob 51 Minuten. Meine drei Favoriten folgen sogar direkt aufeinander:

  • „Cherry Blossoms“: Exotismen gibt es seit vielen Jahrhunderten in der Musik. Meist waren es Versatzstücke von Komponisten, die die Fremde nie gesehen hatten, die sie musikalisch nachempfinden wollten. Joe Satriani dagegen hat mehr als nur ein paar flüchtige Kontakte nach Japan geknüpft, trotzdem entspricht das Stück exakt der oben geschilderten Exotismen-Tradition, denn mit „echter“ japanischer Musik (der Titel ist durchaus als Wink mit dem Zaunpfahl zu verstehen) hat „Cherry Blossoms“ nun einmal nichts zu tun. Davon darf man sich aber nicht in die Irre führen lassen, denn auf der musikalischen Ebene kann das Stück durchaus begeistern (auch wenn ich zugeben muss, dass ich den ersten Hördurchgang fast ein wenig „platt“ fand, bei späteren Malen wurde ich dann aber immer angenehmer überrascht).
  • „Righteous“: Das Stück gefiel mir auch beim ersten Hineinhören schon, doch mit jedem weiteren Durchgang wird es zunehmend besser. Der Titel an sich ist aus meiner persönlichen Sicht interessant, denn er löst bei mir immer eine ganz bestimmte Erinnerung an „The Stand (Das letzte Gefecht)“ von Stephen King aus. In diesem epischen Roman singt die Figur des Larry Underwood einen Song mit dem Text: „Baby, can you dig your man? He‘s a righteous man, tell me baby, can you dig your man?“
  • „Smooth Soul“: Dieser Song stellt ein Highlight des Albums dar. Alles, was man zu hören bekommt, schmeichelt dem Ohr, feine Melodien fließen wie Honig und verzaubern den Hörer immer wieder aufs Neue. Gleichzeitig ist die technische Seite derart brillant, dass man beeindruckt mit den Ohren schlackern muss, insofern man sich mit den Gitarren-Techniken auskennt. Gerade diese völlig makellose, hyperflüssige Ausführung, die eben so exzellent ist, dass sie mühelos in den Hintergrund tritt, um so die reine Musik in den Vordergrund treten zu lassen – das wünscht sich jeder Musiker zu erreichen.

Fazit

Ein solides, rundum gelungenes Satriani-Album, das vor allem den alten Fans gefallen dürfte (gerade jene sollten vielleicht als erstes Stück „Smooth Soul“ anhören). Neue Hörer werden problemlos Zugang zur Musik finden, ihnen würde ich „Righteous“ als Einstieg empfehlen. Schön zu sehen, dass der Mann seit mehr als 30 Jahren hochqualitative Arbeit abliefert und immer noch neue Ideen entwickelt.

Links

Alle meine Lieblingsstücke von diesem tollen Album habe ich bei YouTube gefunden, also sind sie hier verlinkt. Viel Vergnügen!

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Laufen im Januar 2018

Der Januar 2018 war ein ziemlich guter Laufmonat, der mir auch wettertechnisch zumindest hin und wieder entgegen kam (soll heißen: das Laufband wurde nur spärlich genutzt, fast alle Läufe fanden draußen statt – macht mehr Spaß und ist als Training durch die Höhenmeter und die frische Luft viel effektiver). Ein paar Läufe führten mich durch fast knietiefen Schnee, was sich nach einigen Kilometern als äußerst anstrengend herausstellte, dafür war es optisch ein absoluter Genuss, durch die weiße Winterlandschaft zu traben – da macht der „brennende“ Oberschenkel nichts aus.

Tempo- und streckenmäßig kann ich mich auch nicht beklagen, ich bin fast immer zeitig aus dem Bett gekommen, nur gelegentlich hielten mich die noch nicht aufgeladenen AirPods zurück, was sich aber zügig bereinigen ließ. Insofern: Alles im grünen Bereich.

Mit etwas mehr als 530 Kilometern war der Januar recht effektiv – und dennoch recht entspannt.

Mit etwas mehr als 530 Kilometern war der Januar recht effektiv – und dennoch recht entspannt.

Mal sehen, was der Februar so bringt, der erste Morgenlauf wurde, dem schlechten Wetter sei‘s gedankt, auf dem Laufband absolviert (mit John Wick: Kapitel 2 als Ablenkung).

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Song des Tages (378) – 2018-01-31

Ein Jahr lang habe ich jeden Tag einen Song als den „Song des Tages“ empfohlen, nun bin ich schon in der zweiten Runde und habe das Intervall etwas gelockert: Statt „jeden Tag“ gibt es nun „hin und wieder“ einen Song des Tages an dieser Stelle.

Ohne die geringste Erinnerung daran, wer mir den Tipp gegeben hat, landete ich vor einigen Wochen bei einem wundervollen Song von einer mir bislang völlig unbekannten norwegischen Jazz-Sängerin namens Silje Nergaard, der bereits nach den ersten Sekunden in meiner Favoriten-Playlist landete. Mittlerweile habe ich ihn so oft gehört, dass ich keine Probleme habe, die immer wieder eingeworfenen Trompeten-Solopassagen mitzusummen, darüber hinaus ist alles an dem Song derart gelungen, dass er einen Platz in dieser illustren Runde verdient hat: „Be Still My Heart“ von Silje Nergaard:

Das ist die perfekte Musik, um dabei abends (oder auch am Vor- oder Nachmittag) sanft und völlig entspannt einzuschlafen – und das sicher nicht aufgrund von Langeweile! So ein Ruhepunkt in der Wochenmitte ist doch eine feine Sache.

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Song des Tages (377) – 2018-01-30

Ein Jahr lang habe ich jeden Tag einen Song als den „Song des Tages“ empfohlen, nun bin ich schon in der zweiten Runde und habe das Intervall etwas gelockert: Statt „jeden Tag“ gibt es nun „hin und wieder“ einen Song des Tages an dieser Stelle.

Wie ich schon hin und wieder erwähnt habe, spiele ich in einer semiprofessionellen Big Band, dem sog. Ostalb Jazz Orchestra, mit. Für unser neues Programm bat uns der Dirigent um eine Rückmeldung zum heutigen Song des Tages. Der Song ist cool, gerade in der Live-Darbietung fantastisch anzusehen und zu hören – das wird im Konzert sicher eines der Highlights!

Obwohl ich noch nie etwas von dieser Band gehört hatte, in Aalen hat sie wohl schon mehrfach beim Jazz-Fest gespielt. So klein ist die Welt! Nun gut, ich hörte mir den Song an – und er fing mich sofort ein. Daher folgt nun ohne weitere Verzögerung das einmalige „Let‘s Go To Work“, live dargeboten von der Electro Deluxe Big Band:

Der Sänger ist wie ein Tiger, der in seinem Käfig auf und ab schreitet – immer bereit, jemandem „an die Gurgel“ zu gehen. Hammer!

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Lieber ein Ende mit Schrecken…

Seit gut einem Monat bin ich kein Kunde von O2 mehr. Und was bin ich froh. Abgesehen von einer suboptimalen Netzabdeckung – gerade am Arbeitsplatz, wo ich es am ehesten gebraucht hätte – war der Kundenservice eine reine Farce.

Beispiele gibt es zuhauf:

  • Bei jeder noch so kleinen Änderung an den Einstellungen (z.B. Hinzubuchen einer Erweiterung der Daten-Flatrate von 200 MB auf 500 MB/Monat) wurden alle Info-Kanäle (z.B. O2 Local) wieder aktiviert, die ich zuvor manuell abgestellt hatte. Lästig.
  • Werbe-Anrufe kamen immer wieder, auch wenn ich sie kategorisch abgelehnt hatte.
  • Eine effektive Informationsvernetzung innerhalb des Konzerns ist quasi ausgeschlossen, immerhin rief mich ein Mitarbeiter an, dass es jetzt möglich sei, meinen Vertrag zu verlängern, da hatte ich gerade vor vier oder sechs Wochen gekündigt.
  • Beim O2-Shop, in dem ich den Vertrag vor Jahren abgeschlossen hatte, ist eine Verbindung zum Server grundsätzlich nicht möglich – vier oder fünf Versuche von mir und noch ein paar separate Besuche meiner Frau in diesem Etablissement führten jeweils zum gleichen Resultat: Kann gerade nicht abschließend bearbeitet werden, da der Server nicht erreicht werden kann. Ein fataler Zustand für eine Firma, die immer weniger Papier einsetzt und mehr über elektronische Medien kommuniziert.

Den Vogel schoss aus meiner Sicht aber der Abschluss dieser Geschäftsbeziehung ab, denn am Tag meines Vertragsendes wurde mein Kundenkonto quasi sofort unzugänglich. Ich habe versucht, an die Rechnungsdaten zu kommen, bin über drei Betriebssysteme (iOS, macOS, Windows) und fünf verschiedene Browser (Safari Mobile, Safari, Ghostery, Internet Explorer, Firefox) an die Sache herangegangen – doch ohne jeden Erfolg.

Um für die Steuererklärung meine Handy-Rechnungen parat zu haben, konnte ich zumindest über die O2-App auf dem iPhone noch an die Daten bis Dezember 2017 kommen. Doch die Januar-Daten, zu denen auch die Kosten für die Rufnummer-Mitnahme gehören, bekomme ich nicht zu sehen, da ich mich nicht einloggen kann.

So kann man die Kunden auch am Ende einer Geschäftsbeziehung noch vergraulen...

So kann man die Kunden auch am Ende einer Geschäftsbeziehung noch vergraulen…

Safari meldete mir bei jedem Log In-Versuch, dass es „zu viele Weiterleitungen“ gäbe, Firefox war noch deutlicher: „Die Weiterleitung ist so gestaltet, dass die Seite nie geladen werden kann.“ Tja, viel deutlicher kann man es nicht auf den Punkt bringen.

Fazit: Ich bin ja so froh, dass ich diesen schlecht organisierten Provider hinter mir gelassen habe. Einen Vertrag mit O2 kann ich aus mehrjähriger Erfahrung niemandem empfehlen, denn verhältnismäßig hohen Kosten und extrem unflexiblen Vertragsbedingungen stehen – und das wurde vor ein paar Wochen erst hochoffiziell festgestellt (hier, hier, hier) – keine im Vergleich zur Konkurrenz nennenswerten Gegenleistungen gegenüber. Für mich hat sich der Wechsel gelohnt, denn ich bekomme für zwei Euro weniger bei völliger Vertragsfreiheit (monatlich kündbar, Telefonie-/SMS-/Daten-Flats einzeln jederzeit anpassbar etc.) bei Congstar ein gutes Netz (Telekom) – O2 weine ich indes keine Träne nach.

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Song des Tages (376) – 2018-01-29

Ein Jahr lang habe ich jeden Tag einen Song als den „Song des Tages“ empfohlen, nun bin ich schon in der zweiten Runde und habe das Intervall etwas gelockert: Statt „jeden Tag“ gibt es nun „hin und wieder“ einen Song des Tages an dieser Stelle.

Sting und Shaggy, zwei Musiker, die in dieser Sparte meines Blogs schon vertreten waren, haben vor ein paar Tagen einen gemeinsam aufgenommenen Song veröffentlicht. Gestern habe ich ihn erstmals angehört — und war sofort angetan von dieser herrlich entspannten Mischung.

Für Reggae-Fans und für Freunde der frühen Police (die ja auch stark von Ska, Punk und Reggae beeinflusst waren) ist der Song gleichzeitig modern wie auch ein Trip in eine nostalgisch verklärte Vergangenheit. Mir gefiel der Song gleich dermaßen gut, dass er in diese Liste aufgenommen werden musste: „Don‘t Make Me Wait“ von Sting und Shaggy:

So groovt es sich leichter in die neue, anstrengende Arbeitswoche!

P.S.: Mittlerweile ist der offizielle Video-Clip erschienen, also verlinke ich auch den hier:

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Album der Woche – Episode 17 – 2018-01-28

Jede (oder zumindest fast jede) Woche präsentiere ich ein Album, das mir persönlich gut gefällt. Im Vorfeld höre ich es noch einmal (oder häufiger) durch und bemühe mich dann, es allen Interessierten „schmackhaft“ zu machen.

Iron Maiden: „Seventh Son of a Seventh Son“

Ziemlich absurd-gruseliges Cover, zum Glück ist die Musik wesentlich bodenständiger als das Cover-Artwork...

Ziemlich absurd-gruseliges Cover, zum Glück ist die Musik wesentlich bodenständiger als das Cover-Artwork…

In meiner Kindheit war ich gelegentlich bei einer Nachbarsfamilie zu Besuch, deren drei Söhne einen ausgeprägten Musikgeschmack hatten. Mindestens zwei der Jungs hörten gerne und überwiegend Heavy Metal, der dritte war ein großer Elvis- und Country-Fan. Bis auf die Country-Musik, von der bis heute bei mir nur recht wenige Stücke jemals einen positiven und bleibenden Eindruck hinterlassen haben, infizierten mich all die anderen dort gespielten Musikrichtungen, denn bis heute finde ich Elvis cool und höre gerne Hard Rock und Heavy Metal.

Rein optisch blieb ich beim Betreten des einen Zimmers im Haus dieser Familie immer an einem eigenartig faszinierenden, gleichermaßen anlockendem wie auch abstoßend gruseligem Poster hängen, das ein – damals noch recht frisch herausgekommenes – Plattencover in Großformat zeigte. Das Albumcover zeigt (siehe oben) das Iron Maiden-Maskottchen Eddie in einer… nun ja, nennen wir es „leicht unnatürlichen Pose“. Wie schon angesprochen: Als junger Kerl faszinierte mich das Bild maßlos, ohne dass ich einen einzigen Ton dieses Albums kannte.

Gehört habe ich die Stücke erst viel, viel später, da gingen noch mindestens fünf Jahre ins Land. Die Musik gefiel mir aufgrund der vielen langen Melodie-Linien, die sich sowohl bei Sänger Bruce Dickinson als auch zwischen den beiden E-Gitarren (Dave Murray und Adrian Smith) entfalteten. Hört man die Musik, dann vergisst man das eigenartige Plattencover recht schnell wieder – was vielleicht auch gut so ist.

Die Songs:

„Seventh Son of a Seventh Son“ ist ein Konzeptalbum, dessen Stücke zwar lose, aber doch spürbar zusammengehören, das Album wird ganz zu Beginn und ganz am Ende von einer kleinen, an einen mittelalterlichen Troubadour erinnernden Gesang mit spärlicher Akustik-Gitarren-Begleitung umrahmt:

Seven deadly sins
Seven ways to win
Seven holy paths to hell
And your trip begins
Seven downward slopes
Seven bloodied hopes
Seven are your burning fires
Seven your desires…

Ein sehr geschickter Schachzug, den der geneigte Hörer am Ende des Albums sofort bemerkt und dann gleich noch mehr Gefallen an der Zusammenstellung findet. Zwischen den beiden umrahmenden Abschnitten findet sich eine interessante Sammlung – meiner bescheidenen Meinung nach – wahrlich großartiger Heavy Metal-Stücke, die gerade in ihrer Kombination eine unglaubliche Durchschlagskraft entwickeln.

Bei Konzeptalben ist es immer sehr schwer, einzelne Stücke als besonders gut herauszugreifen, denn meist wirken sie ja gerade in der Kombination mit den anderen Stücken so stark. Dennoch benenne ich meine Favoriten:

  • „Can I Play With Madness“: Ohne Zweifel das poppigste Heavy Metal-Stück, das Iron Maiden bis heute auf den Markt gebracht haben. Dafür bleibt es derart hartnäckig im Ohr kleben, dass man sich manchmal schon wünscht, es doch lieber nicht gehört zu haben. Für alle Skeptiker, die nicht glauben, sich jemals mit einer Band wie Iron Maiden arrangieren zu können, ist dies sicher der geeignetste Einstiegs-Song.
  • „Seventh Son of a Seventh Son“: Der Titel-Song ist mit fast zehn Minuten Spielzeit eindeutig kein Pop-Song, im Radio wird dieser Song ohne jegliche Diskussion als „unspielbar“ abgetan, da er den zeitlichen Rahmen von drei bis maximal dreieinhalb Minuten sprengt. Dafür ist es ein ungemein vielseitiger und dadurch abwechslungsreicher Song, der viele der langen Melodiebögen, die ich oben erwähnt habe, enthält. Der Zungenbrecher des Titels wird im Refrain gleich mehrfach in hals-, nein: zungenbrecherischer Geschwindigkeit dargeboten, ein nicht nativer Englisch-Sprecher wird dafür sicher eine Weile üben müssen… Um die Sache abzukürzen: Sicherlich keine Kost für Radio und TV, umso mehr aber für die Fans der Band – stimmungsvoll, perfekt produziert, schlicht umwerfend!
  • „The Clairvoyant“: Hier wird das Tempo ganz gut angezogen, darüber hinaus gibt es mehrere interessante Stimmungswechsel, sodass am Ende gut viereinhalb Minuten musikalischer Faszination stehen, die man sich immer wieder anhören kann. Die ersten paar Sekunden führen den Hörer dabei leicht in die Irre, doch noch bevor man den Finger auf die „Weiter“-Taste legen kann, ist man schon in der Melodie gefangen…
  • „Only The Good Die Young“: Zuerst wirkt der Song etwas hektisch, doch spätestens beim Refrain erlangt er (nicht zuletzt durch einen geschickten Tonartwechsel) eine schwerelose Qualität, die mich jedes einzelne Mal neu fasziniert. Ganz am Ende schließt sich der Rahmen um das Album mit dem Troubadour-Gesang…

Fazit

Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass das Album-Cover allein vermutlich schon einige potentielle Hörer abgeschreckt hat. Doch der Inhalt eines Albums lässt sich immer nur bedingt mit der äußeren Darreichungsform in Einklang bringen. Wer also ein bisschen Vertrauen in meinen musikalischen Geschmack setzt, der kann sich die unten verlinkten Stücke ruhigen Gewissens anhören, ich finde sie auf jeden Fall sehr stimmungsvoll und gelungen.

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Alle meine Lieblingsstücke von diesem tollen Album habe ich bei YouTube gefunden, also sind sie hier verlinkt. Viel Vergnügen!

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