Schlagwort-Archive: Wahrnehmung

„Zählt Rechtschreibung?“

Zählt Rechtschreibung? – Ja, ganz eindeutig!

Zählt Rechtschreibung? – Ja, ganz eindeutig!

Das Schuljahresende naht, also müssen hier und da noch ein paar Tests geschrieben werden, das ist weder überraschend noch eine müde Erwähnung wert. Wohl aber, dass ich derzeit bei jedem einzelnen Test von mindestens einem, meist mehreren Schülern (jeglichen Geschlechts) gefragt werde, ob die Rechtschreibung denn zähle?

Korrekte Rechtschreibung einzufordern ist keine Erbsenzählerei – es ist eine Schlüsselqualifikation!

Korrekte Rechtschreibung einzufordern ist keine Erbsenzählerei – es ist eine Schlüsselqualifikation!

Gestern und heute habe ich jeweils einen Test schreiben lassen, in beiden wurde mir die Frage gleich von mehreren Schülern gestellt. Mich verwundert dabei vor allem, dass es offensichtlich eine Art „Zwei Klassen-Rechtschreibung“ im Kopf der Schüler gibt: Sagt der Lehrer, dass die Rechtschreibung „nicht zählt“, dann wird ein (fast) beliebiger Buchstabenkauderwelsch formuliert, Hauptsache der Lehrer bekommt irgendwie heraus, was es heißen soll. Gibt der Lehrer jedoch an, dass ihm die Rechtschreibung wichtig ist (in diese Kategorie zähle ich mich durchaus), dann fühlen sich die fragenden Schüler offensichtlich „genötigt“, im Gehirn die automatische Rechtschreibkontrolle zu aktivieren. Was für ein Glück, dass sie dafür kein Geld von mir verlangen!

„tagtstrich“ oder „Taktstrich“ – das ist hier die Frage!

„tagtstrich“ oder „Taktstrich“ – das ist hier die Frage!

So, Sarkasmus beiseite! Tatsächlich finde ich es grundsätzlich nicht schlau, innerlich überhaupt in Kategorien wie „Jetzt muss ich aber auf meine Rechtschreibung achten!“ oder „Ach, hier ist es egal, wie ich schreibe!“ zu denken. Die Wahrscheinlichkeit, einige Fehler dauerhaft zu behalten, ist einfach zu groß. Noch dazu funktioniert unser Gehirn auch nicht so, dass es zwei getrennte Rechtschreibungsdatenbanken anlegt. Gewöhnt man sich einmal an, die Rechtschreibung als bloße Option und nicht als unabdingbare Voraussetzung anzusehen, wird sie sich nicht verbessern.

Grammatik, Zeiten, alles dringend benötigte Werkzeuge zur kompetenten Kommunikation...

Grammatik, Zeiten, alles dringend benötigte Werkzeuge zur kompetenten Kommunikation…

Die vier Beispiele oben sind alle aus von mir eigenhändig in den letzten sechs Jahren korrigierten Tests entnommen. Ich stelle mir gelegentlich vor, in einem Personalbüro zu arbeiten und Bewerbungen mit derlei offensichtlichen Schwächen vor mir auf dem Schreibtisch liegen zu haben. Im überwiegenden Teil der Fälle würde ich diese Bewerbungen sofort aussortieren und mir nur den Rest angucken. Nun bin ich kein „Personaler“, solche Entscheidungen muss ich – zum Glück – nicht treffen. Aber ich kann mir gut vorstellen, wie gründlich eine grauselige Orthographie den ersten Eindruck „versauen“ kann. Daher antworte ich auf die Frage, „ob Rechtschreibung zählt“, immer mit „Ja, natürlich!“

Noch eine letzte Stilblüte...

Noch eine letzte Stilblüte…

Advertisements
Getaggt mit , , , , , , , , , ,

Song des Tages (389) – 2018-06-02

Ein Jahr lang habe ich jeden Tag einen Song als den „Song des Tages“ empfohlen, nun bin ich schon in der zweiten Runde und habe das Intervall etwas gelockert: Statt „jeden Tag“ gibt es nun „hin und wieder“ einen Song des Tages an dieser Stelle.

Heute heiratet eine Musik-Kollegin aus meiner Schule. Bei der Hochzeit wird es natürlich auch ein Ständchen mit umgedichtetem Text geben (hat denn jemals jemand eine Hochzeit ohne umgedichtete Lieder erlebt?). Das umgedichtete Lied basiert auf Neil Youngs Song „Heart of Gold“. Da ich ihn vorher nicht kannte, musste ich ihn mir einige Male anhören, dabei entdeckte ich, dass er mir gefiel – und schon war er der heutige Song des Tages:

Diese Live-Version ist sehr charmant, weil Neil Young am Anfang selbst noch mit seiner Mundharmonika-Technik kämpft. Als routinierter Bühnenmensch überspielt er das perfekt und erzeugt sogar den einen oder anderen Lacher, auf jeden Fall ist es eine sehens- und hörenswerte Performance.

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , ,

Song des Tages (388) – 2018-05-29

Ein Jahr lang habe ich jeden Tag einen Song als den „Song des Tages“ empfohlen, nun bin ich schon in der zweiten Runde und habe das Intervall etwas gelockert: Statt „jeden Tag“ gibt es nun „hin und wieder“ einen Song des Tages an dieser Stelle.

Bruce Dickinson gehört zu meinen Lieblings-Sängern, ob er bei Iron Maiden singt oder auf Solo-Pfaden unterwegs ist. Auf einem seiner Solo-Alben fand ich das musikalische Prachtstück, das zum heutigen Song des Tages erwählt wurde: „Man of Sorrows“

Nach dem ruhigen Einstieg mausert sich das Stück zu einer wahren Rock-Hymne. Das kann man sich ruhig auch ganz oft anhören.

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

Getaggt mit , , , , , , , , , ,

Gehört: „Der Mann, der zu träumen wagte“ von Graeme Simsion

Vor beträchtlicher Zeit hatte ich das enorme Vergnügen, mir zuerst den Roman und anschließend das Hörbuch von „Das Rosie-Projekt“ des australischen Autors Graeme Simsion zu Gemüte zu führen (hier), später folgte noch die Fortsetzung „Der Rosie-Effekt“, mit dem ich nicht ganz so glücklich war – vor allem, weil die Schilderungen der Ehe-Probleme so überaus realistisch waren, dass es mir beim Hören geradewegs „an die Nieren“ ging… (hier). Vor kurzem entdeckte ich bei Apple Music in der Hörbuch-Sparte ein neues Hörbuch von Graeme Simsion mit dem Titel „Der Mann, der zu träumen wagte“ (Link).

Mental immer noch in einer über 20 Jahre alten Erinnerung an eine damals abgebrochene Beziehung gefangen stolpert Adam kopfüber in ein erneutes Aufflammen der Liebe zu der „Frau von damals“.

Mental immer noch in einer über 20 Jahre alten Erinnerung an eine damals abgebrochene Beziehung gefangen stolpert Adam kopfüber in ein erneutes Aufflammen der Liebe zu der „Frau von damals“.

Überlegen musste ich nicht lange, geladen war‘s gleich (der Schwabe in mir jubilierte, weil das im Abo-Preis inbegriffen war). Gestern habe ich es zu Ende gehört – und das mit großem Genuss!

Handlung

Ich fasse kurz zusammen, in welche Richtung sich die Geschichte bewegt, verschweige aber die wichtigsten Entwicklungen, die nach der Vorstellung der Personen und ihrer jeweiligen Vorgeschichte einsetzen.

Adam ist ein Datenbank-Architekt, der in seiner Freizeit in einer Bar in Melbourne Klavier spielt. Dort lernt er eines Tages Angelina kennen, die noch verheiratet, aber von ihrem Ehemann gefrustet und mit ihrem Leben im Allgemeinen unzufrieden. Gemeinsam musizieren sie, kommen sich näher – und nach einigen Wochen beginnt eine intensive Beziehung. Adams Arbeitsvertrag zwingt ihn jedoch nach wenigen Monaten, Australien zu verlassen. Angelina kann als Schauspielerin in einer Sitcom nicht weg. Sie verlieren sich aus den Augen.
Adam heiratet einige Zeit später, doch im Verlauf von gut 20 Ehejahren leben er und seine Frau Claire sich allmählich auseinander. Gerade an dem Punkt, als Adam und seine Frau gleichzeitig in einer beruflichen Umbruchsphase stecken, sie beide schon in getrennten Schlafzimmern nächtigen und kaum mehr als eine punktuelle Zweckgemeinschaft darstellen, meldet sich seine alte Flamme Angelina urplötzlich per Email, was Adam auf eine wahre emotionale Achterbahnfahrt schickt…

Mehr gebe ich hier nicht preis, denn sonst ist die angenehme Spannung dahin. Und wenn man schon weiß, wie die Geschichte endet, verlieren viele Handlungselemente ihren Reiz.

Fazit

Graeme Simsion hat einen kurzen und sehr unterhaltsamen Roman abgeliefert, der vor allem für Menschen jenseits der 30 attraktiv sein wird, da er einige eigene Lebenserfahrung voraussetzt, um die Motive der Hauptpersonen vollends würdigen und somit die eine oder andere Entscheidung gutheißen zu können. Der Schreibstil ist sehr flüssig, oft witzig-humorvoll, gelegentlich deftig erotisch, manchmal beißend sarkastisch, in diesem Fall zusätzlich angereichert mit unzähligen Musik-Titeln (oder Anspielungen darauf), die der Protagonist am Klavier spielt und singt – ein Element, das mir den Hörgenuss noch deutlich erhöht hat. Normalerweise mache ich einen großen Bogen um Bücher, die sich primär um „Beziehungskisten“ drehen, „Der Mann, der zu träumen wagte“ war jedoch eine äußerst positive Überraschung, das Hörbuch muss ich zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal anhören.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , ,

Album der Woche – Episode 21 – 2018-04-29

Jede (oder zumindest fast jede) Woche präsentiere ich ein Album, das mir persönlich gut gefällt. Im Vorfeld höre ich es noch einmal (oder häufiger) durch und bemühe mich dann, es allen Interessierten „schmackhaft“ zu machen.

Sting & Shaggy: „44/876“

Eines der gelungensten Alben der letzten Jahre: Von der ersten bis zur letzten Minute ein purer Genuss!

Eines der gelungensten Alben der letzten Jahre: Von der ersten bis zur letzten Minute ein purer Genuss!

Bereits vor Monaten kam der Song „Don‘t Make Me Wait“ als eine Art Appetizer für das später folgende Album heraus. Mir hat er so gut gefallen, dass er gleich ein Song des Tages wurde. Vor ein paar Tagen erschien nun das gesamte Album, also lud ich es bei Apple Music und genoss es bereits etliche Male – ein wahres Fest für die Ohren!

Die Songs:

Ich kann unmöglich eine sinnvolle Auswahl von Highlights hier erstellen, einerseits kenne ich das Album noch nicht so gut, andererseits ist bislang jeder Song auf seine Art und Weise fantastisch. Mit den ersten fünf Songs auf dem Album kann man aber auf keinen Fall etwas falsch machen.

Mein persönlicher Favorit – so man aus einer Menge superber Songs überhaupt einen Favoriten auswählen kann – ist „Gotta Get Back My Baby“: Unsere Mittlere hörte den Song, als ich das Album zum Kochen auf dem iPhone laufen ließ. Sie fragte mich gleich, was das denn sei, seitdem hat sie ihn ein paar Tage fast in Endlosschleife gehört. Lustigerweise wird der Song dabei nicht nervig, er bleibt einfach fantastisch.

Fazit

Sting startete mit The Police zu Beginn der bis heute andauernden Erfolgsgeschichte in einem bunten Stilmix, der auch damals schon eine ordentliche Portion Reggae beinhaltete. In gewisser Weise stellt diese äußerst gelungene Kooperation mit einem der profiliertesten Reggae-Musiker der Gegenwart eine wundervolle Rückkehr zu den Wurzeln dar, wenngleich in einem sehr frischen und höchst lebendigen Gewand. Dieses Album hat sich binnen weniger Minuten einen Platz in der Favoriten-Liste erobert, und den muss es niemals wieder aufgeben.

Links

Leider gibt es bislang nur „Don‘t Make Me Wait“ als YouTube-Version zu finden. „Gotta Get Back My Baby“ hätte ich hier lieber präsentiert… Dennoch wünsche ich allen Interessenten beim Anhören viel Vergnügen!

Für Apple Music-Abonnenten ist hier der Link, um das gesamte Album herunterzuladen: https://itunes.apple.com/de/album/44-876-deluxe/1355944309 – sehr zu empfehlen!

Getaggt mit , , , , , , , , , , , ,

Song des Tages (386) – 2018-04-28

Ein Jahr lang habe ich jeden Tag einen Song als den „Song des Tages“ empfohlen, nun bin ich schon in der zweiten Runde und habe das Intervall etwas gelockert: Statt „jeden Tag“ gibt es nun „hin und wieder“ einen Song des Tages an dieser Stelle.

Die TV-Serie „Psych“ gefällt mir sehr gut, auch wenn ich bislang kaum mehr als ein paar Folgen der ersten Staffel gesehen habe. Die kuriose Mischung aus „Monk“ und diversen Screwball-Komödien wird perfekt unterstützt vom quietschigen Titelsong, der selbst zu später Stunde noch ein Anrecht darauf hat, Song des Tages zu werden:

Frech, witzig und voller Ohrwurm-Qualitäten. Mehr davon, bitte!

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , ,

Gehört: „Das Syndrom“ von John Scalzi

John Scalzi gehört zu meinen Lieblings-Autoren, die „Krieg der Klone“-Trilogie sowie deren beide Nachfolger habe ich komplett verschlungen. Sobald ich mit meinem aktuellen Lesefutter durch bin, möchte ich unbedingt Zeilenendes Empfehlung folgen und endlich „Redshirts“ lesen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte ich ein sehr spannendes Hörbuch – „Das Syndrom“ vom gerade erwähnten John Scalzi begonnen, das in der „Hörspiele und Hörbücher“-Abteilung von Apple Music angeboten wurde. Eines Tages jedoch verschwand das Hörbuch von einem Tag auf den nächsten aus dem Programm – nur war ich damit noch nicht fertig. Ärgerlich, nein sehr ärgerlich, denn ich stand nur noch gut 45 oder 50 Minuten vor dem Ende, ganz kurz vor der Auflösung der langen Klimax! Das war eine ziemlich fiese Methode, ungewollt einen Cliffhanger zu erzeugen…

Ungekürzt und spannend: „Das Syndrom“ von John Scalzi bei Apple Music

Ungekürzt und spannend: „Das Syndrom“ von John Scalzi bei Apple Music

Zu meinem großen Glück hatte ich den Roman auf Englisch – da heißt er dann „Lock In“ – in meiner iBooks-Bibliothek (den hatte es ein Jahr vorher für 99 Cent im Angebot gegeben), also konnte ich der Spannung ohne weitere Verzögerung abhelfen. Dennoch wurmte mich die Sache, also sah ich seither jede Woche nach, ob das Hörbuch nicht wieder in Apple Music verfügbar sei. Siebzehn Euro für das im iTunes Store käuflich erhältliche Hörbuch wollte ich nicht investieren – ich zahle ja bereits für mein Streaming-Abo.

Vor ein paar Tagen erschien nun das Hörbuch erneut im Angebot, also lud ich es sofort wieder auf mein iPhone1. Gestern früh konnte ich beim Laufen endlich den Schluss anhören. Die ganz große Spannung war natürlich weg, da ich den Schluss bereits gelesen hatte, ihn parallel zum Laufen aber gemütlich hören zu können, war schon ein angenehmes Vergnügen, das mir den Morgensport ordentlich versüßte.

Zum Inhalt

Der Klappentext im iTunes Store generiert schon eine prickelnde Grundspannung, ich habe das einfach übernommen:

Gefangen im eigenen Körper.
Ein Virus geht um die Welt, und die Folgen sind katastrophal. Die meisten Opfer kommen mit einer Art Grippe davon, doch für einige wenige wird die Ansteckung zum Horror: Sie fallen in ein totales Wachkoma, das sogenannte Haden-Syndrom. Millionen von Menschen sind betroffen, und in den USA ist nichts mehr, wie es einmal war. Als der junge FBl-Agent Chris Shane auf einen mysteriösen Mordfall angesetzt wird, stechen er und seine Partnerin in ein Wespennest – ein brutales Versteckspiel beginnt, in dessen Zentrum möglicherweise die Antwort auf das Rätsel des Haden-Virus steht.

Was im virtuellen Klappentext gar nicht erwähnt wird, den Reiz vieler Scalzi-Romane jedoch ausmacht, sind die unzähligen Anspielungen auf andere im Science Fiction-Genre bekannte Filme, Bücher, Vorstellungen etc. Kennt man sich selbst ein bisschen darin aus, bereichert dies den Hör-/Lesegenuss ungemein – für mich war es jedenfalls ein wahres Fest, ein „wahrer Scalzi“ halt!

Hörbuch-Fassung

Wie die meisten anderen Scalzi-Hörbücher wird auch dieses von Matthias Lühn gelesen, der es gleichzeitig einfühlsam und staubtrocken vorträgt, was die humorvollen Passagen um so schriller wirken lässt, ohne jemals an Ernsthaftigkeit einzubüßen. Das Hörbuch ist – welch Luxus! – ungekürzt und dauert ungefähr neuneinhalb Stunden.

Fazit

John Scalzi enttäuscht nicht im geringsten in diesem actiongeladenen Science Fiction-Roman. Wie immer vermag er es, eine gänzlich andere, uns fremde Welt zu skizzieren, ihr Leben einzuhauchen und sie mit Charakteren zu spicken, die nicht stereotyp gut oder böse, sondern immer auch mit eigenen Stärken und Schwächen ausgestattet sind. Das Setting ist zwar futuristisch, aber noch vertraut genug, um sofort bereits heute existierende gesellschaftliche Strömungen in einer über kommende Jahrzehnte hinweg ablaufenden Entwicklung erkennen zu können. Das gelegentlich erschreckend realistische Szenario wird immer wieder geschickt durch den Einsatz von äußerst pointiertem Humor aufgelockert, sodass der Fluss der Handlung nie ins Stocken kommt.

Wer nun auf den Geschmack gekommen und selbst ein Abonnent von Apple Music ist, kann sich über diesen Link direkt zum Hörbuch begeben.

  1. Interessanterweise wurde anscheinend das gesamte Hörbuch während seiner Absenz von Apple Music umformatiert, denn damals war ich bei Track 245 von ca. 280 stehen geblieben. In der neuen Fassung gibt es nur noch 159 Tracks…
Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Song des Tages (385) – 2018-04-11

Ein Jahr lang habe ich jeden Tag einen Song als den „Song des Tages“ empfohlen, nun bin ich schon in der zweiten Runde und habe das Intervall etwas gelockert: Statt „jeden Tag“ gibt es nun „hin und wieder“ einen Song des Tages an dieser Stelle.

In meiner 10. Klasse steht morgen das Thema „Woodstock“ auf dem Plan, zur Vorbereitung habe ich ein paar Stellen auf der DVD herausgesucht, die eventuell als gute Ergänzung taugen können, denn die Thematik wird von zwei Schülern präsentiert. Dabei bin ich auch wieder an einem meiner Lieblings-Groove-Stücke hängen geblieben. Spontan kürte ich es zum Song des Tages.

Es handelt sich um die fantastisch energiegeladene Live-Version von „I Want to Take You Higher“ von Sly & the Family Stone – was für ein Brett!

Das Stück besteht – wie so oft im Funk – nur aus einer sehr überschaubaren Menge an Riffs, die mit ordentlich Schmackes in die Gehörgänge gepresst werden. Gerade in der Kombination mit den ultimativ coolen Klamotten zaubert das Stück jedes Mal, wenn ich es höre/sehe, einen genießerischen Ausdruck auf mein Gesicht. Also, lehnt euch zurück und genießt!

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , ,

Gehört: „Suizid“ von Dean Koontz

Wie ich bereits erwähnte (hier), bietet Apple Music auch eine nicht ganz geringe Menge an Hörbüchern und Hörspielen für seine Abonnenten an. Als großer Dean Koontz-Fan war ich natürlich erfreut, dort ein relativ aktuelles Hörbuch zu finden, dessen Titel mich jedoch ein paar Mal vor dem Herunterladen zurückschrecken ließ: „Suizid“.

Gruseliger Titel, aber eine wundervoll spannende Geschichte mit einem leicht offenen Ende — Dean Koontz vom Feinsten!

Gruseliger Titel, aber eine wundervoll spannende Geschichte mit einem leicht offenen Ende — Dean Koontz vom Feinsten!

Was genau mich an dem Titel so abschreckte, kann ich gar nicht sagen, denn ich zähle sicher nicht zur „Risiko-Gruppe“, kenne persönlich auch niemanden, der sich umgebracht hat. Dennoch ist es kein Thema, über das ich stundenlang beschallt werden möchte.

Irgendwann überwand ich mich – zum Glück, denn es lohnte sich, dieses ca. siebenstündige Hörbuch anzuhören. Der von mir mit eher gemischten Gefühlen aufgenommene Titel hat eher mit dem Auslöser einer langen und sehr spannend geschilderten Ermittlung zu tun, taucht also nur peripher im Roman auf. Tatsächlich steigt zu Beginn der Handlung die Selbstmordrate in den USA seit Monaten kontinuierlich an. Betroffen ist auch der Ehemann einer FBI-Agentin namens Jane Hawk, was diese dazu bringt, der Sache auf den Grund gehen zu wollen. Natürlich kann sie als direkt Betroffene nicht in offiziellem Auftrag ermitteln, also lässt sie sich beurlauben, um auf eigene Faust zu ermitteln, was jedoch schon bald zu einigen sehr verstörenden Erkenntnissen und einem furchterregenden Verdacht führt…

Meine Frau blickte mich übrigens auch ganz skeptisch an, als ich ihr das Hörbuch empfahl (sie mag die Romane von Dean Koontz, vor allem die „Odd Thomas“-Reihe), doch mittlerweile hat sie sich das Hörbuch schon mindestens zweimal angehört. Kein Wunder, ist die Protagonistin der Geschichte doch eine echte Powerfrau, der Erzählstil ist flüssig und macht ständig Lust auf mehr.

Da es sich um eine gekürzte Fassung handelt, scheint wirklich alles „unnötige“ Drumherum ausgespart worden zu sein. Üblicherweise bin ich ein großer Freund ungekürzter Hörbücher, hier aber war der Kompromiss sicher nicht schlecht, denn das Ergebnis ist sehr gelungen. Wer also ebenfalls Apple Music-Abonnent ist, darf (hier) beherzt auf den Download-Knopf drücken.

Getaggt mit , , , , , , , , , ,

Aktuelles Lese- und Hörfutter

I. Lesefutter

Seit einigen Tagen lese ich voller Begeisterung „Tommyknockers – Das Monstrum“ von Stephen King, einen wirklich „dicken Schmöker“ aus dem Jahr 1987.

Einer der langen, epischen Wälzer vom „Meister“, der allerdings überwiegend kurzweilig zu lesen ist – bislang sehr empfehlenswert!

Einer der langen, epischen Wälzer vom „Meister“, der allerdings überwiegend kurzweilig zu lesen ist – bislang sehr empfehlenswert!

Nach der üblichen „Einlesephase“, die jedes Buch braucht, habe ich jeden Tag eifrig weiter gelesen. So kam ich auch schon bald an den Punkt, ab dem man dann binnen Sekunden in die bereits bekannte Welt eintaucht, die vielen Namen (und bei einem so dicken Wälzer sind es wirklich viele Charaktere, denen man so begegnet) einsortiert und innerlich an die vorher geschilderten Ereignisse anknüpft.

Die Handlung ist bisher noch in der Aufbauphase, die dann aller Erwartung nach sicher in eine immens spannende Klimax übergehen wird. Noch werden viele einzelne Handlungsstränge eingeführt, Stück für Stück miteinander verwoben und die einzelnen Charaktere vorgestellt bzw. vertieft. Die Stadt Haven, in der die Geschichte spielt, wird allmählich immer plastischer, hier kann Stephen King seine große Stärke, den Detailreichtum, voll ausspielen.

Ich kann jeden verstehen, der keine Lust auf diese Informationsdichte hat, denn hin und wieder gerät das Lesen dazu zu einem ermüdenden Prozess. Mir gefällt dieser Stil jedoch, da er mir das tiefe Eintauchen in die fiktive Geschichte erleichtert. Insofern freue ich mich auf jede weitere Seite in diesem Buch – aktuell stehe ich kurz vor der Mitte, die Schlussklimax wird wohl noch einige Seiten auf sich warten lassen.

II. Hörfutter

Tja, einmal King, immer King. Ich bin seinem Schreibstil wohl vollkommen verfallen, denn aktuell höre ich beim morgendlichen Laufen seinen neuesten Roman: „Sleeping Beauties“.

Der neue King-Roman ist faszinierend, höchst spannend und weist ein paar willkommene Parallelen zu „The Stand“ auf – sehr gut!

Der neue King-Roman ist faszinierend, höchst spannend und weist ein paar willkommene Parallelen zu „The Stand“ auf – sehr gut!

Geschrieben hat er ihn gemeinsam mit seinem Sohn Owen King, wobei ich bislang keine stilistischen Divergenzen zu den früheren Romanen feststellen kann. Auch hier werden die Charaktere eingeführt und liebevoll ausgestaltet, sodass sich ein stimmiges Gesamtbild ergibt.

Der erste Einstieg war ein wenig anstrengend, weil ich mich in den ersten Laufminuten nicht gut konzentrieren konnte und so gerade in der Einstiegsphase manches Detail verpasste. Das stört mich aber gar nicht so sehr, denn ich werde das Hörbuch später sicher noch ein paar Mal anhören, dabei fallen dann die neu hinzukommenden Informationen in ein gut vorbereitetes Beet, um so den vorher geschaffenen Gesamteindruck noch zu komplettieren.

Wie ich direkt unter dem Cover-Bild geschrieben habe, gibt es Parallelen zu einem meiner anderen King-Lieblingsromane: „The Stand – Das letzte Gefecht“, den ich bereits als Jugendlicher mehrfach gelesen, vor ein paar Jahren auf Englisch neu gelesen und dann als Hörbuch mindestens zwei- oder dreimal komplett angehört habe (und das ist ein laaaanges Ding!). Die Parallele besteht darin, dass bei „The Stand“ eine Seuche namens „Captain Trips“ die Menschen befällt und tötet, bei „Sleeping Beauties“ dagegen die sog. „Aurora-Grippe“ alle Frauen zum Einschlafen bringt. Kaum schlafen sie, wächst ein Kokon um sie herum, aus dem man sie besser nicht weckt. Der gesamte bisherige Verlauf – ich bin gerade ungefähr in der Mitte des Hörbuchs angekommen – erinnert von der Herangehensweise und auch dem Erzählstil stark an „The Stand“, es kann aber gut sein, dass die Geschichte sich nur zu bald in eine völlig andere Richtung bewegen wird. Es bleibt spannend.

Soweit der aktuelle Stand, sobald ich mit den beiden Schätzlein durch bin, gibt es gesonderte Rezensionen.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , ,
Advertisements