Archiv der Kategorie: Musik

Song des Tages (366) – 2017-09-21

Ein Jahr lang habe ich jeden Tag einen Song als den „Song des Tages“ empfohlen, nun bin ich schon in der zweiten Runde und habe das Intervall etwas gelockert: Statt „jeden Tag“ gibt es nun „hin und wieder“ einen Song des Tages an dieser Stelle.

Nach dem gestrigen Wiedereinstieg habe ich gleich noch einmal Lust bekommen – und natürlich auch einen passenden Song gefunden, den man nicht oft genug hören kann. Zwar ist das 1987 erschienene Album „The Joshua Tree“ von U2 ohnehin schon ein Klassiker, doch stehen viele der wirklich gelungenen Stücke sehr im Schatten von „With Or Without You“ und „I Still Haven‘t Found What I‘m Looking For“ – unverdientermaßen, wie ich meine.

Gleich der Opener des Albums ist ein vollkommen umwerfendes Stück, auch wenn ich es beim ersten Anhören noch als ziemlich furchtbar empfunden habe (als Jugendlicher kann man sich ja mal vertun), mittlerweile liebe ich es wirklich. Kaum ein anderer Song hat die Verlorenheit eines Individuums in den Weiten Nordamerikas jemals besser klanglich eingefangen (na ja, abgesehen von dem einen oder anderen Bruce Springsteen-Song). Hier nun also der Song des Tages: „Where The Streets Have No Name“ von U2:

Das Video hat einen geradezu dokumentarischen Charakter, wer nur die Musik hören will, sollte gleich zu 2:10 springen, ab da geht es so richtig los.

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Song des Tages (365) – 2017-09-20

Ein Jahr lang habe ich jeden Tag einen Song als den „Song des Tages“ empfohlen, nun bin ich schon in der zweiten Runde und habe das Intervall etwas gelockert: Statt „jeden Tag“ gibt es nun „hin und wieder“ einen Song des Tages an dieser Stelle.

Weil es doch so schön ist, sich wieder an der musikalischen Front zurückzumelden, gibt es heute gleich ein „Double Feature“ (das ist die neudeutsche Ausdrucksweise für: „Ich trete gleich zweimal auf den Rechen…“): Mit dem Whitesnake-Album „1987“ sind damals gleich zwei kolossale musikalische Schätze veröffentlicht worden, die beide als Song des Tages taugen – und beide sollen hier gleichberechtigt nebeneinander stehen:

Einerseits das in einer himmlischen Melancholie versinkende „Is This Love“, bei dem man sich eigentlich sofort mit einer heißen Schokolade in den hintersten Winkel des Hauses zurückziehen möchte, um dort (genussvoll) vor sich hin zu brüten über verflossene Liebschaften.

Andererseits das unnachahmliche und weltbekannte „Here I Go Again“, das nach der sentimentalen Einleitung eine dermaßen gigantische Energie entwickelt, dass es in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren quasi zum Dauerhit sowohl bei Cover-Bands als auch im Radio wurde.

Beide Songs wären es alleine schon wert, ein Song des Tages zu sein, doch als Wiedereintritt wollte ich sie hier vereinen, wenn sie schon vom selben Album stammen. Ab jetzt gibt’s häufiger wieder eine kleine Dosis musikalischer Genüsse, versprochen!

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Album der Woche – Episode 1 – 2017-09-17

Jede Woche präsentiere ich ein Album, das mir persönlich gut gefällt. Im Vorfeld höre ich es noch einmal (oder häufiger) durch und bemühe mich dann, es allen Interessierten „schmackhaft“ zu machen.

Alphaville: „Strange Attractor“

2017 erschienen, für die Ewigkeit gemacht: „Strange Attractor“ von Alphaville

2017 erschienen, für die Ewigkeit gemacht: „Strange Attractor“ von Alphaville

Meine erste selbst gekaufte Schallplatte (noch echtes Vinyl, Baby!) war „Forever Young“ von Alphaville. Mein Bruder hatte sie schon, teilte aber nicht gerne – wer verleiht schon die Lieblingsplatte an den kleinen Bruder (damals war ich gerade einmal neun Jahre alt)? Auch das Nachfolger-Album „Afternoons in Utopia“ besorgte ich mir, damals schon auf CD. Ein Kumpel lieh sie sich aus, bis heute kam sie nicht zurück (ob er sie nach den fast 20 Jahren wohl noch hat…?). Danach riss der Faden ab, denn dann steckte ich voll in meiner Heavy Metal-Phase.

Erst im Rahmen meines Song des Tages-Projekts machte mich Zeilenende darauf aufmerksam, dass die Band in den letzten Jahren wieder neue Alben auf den Markt gebracht habe. Ich sah bei Apple Music nach und entdeckt das ganz frisch – 2017! – erschienene Album „Strange Attractor“. Geladen, gehört, begeistert. Daher ein wundervoller Kandidat, um diese neue Kategorie meines Blogs zu eröffnen.

Die Songs:

Insgesamt beinhaltet das Album 13 Songs mit insgesamt 63 Minuten Spielzeit, was für ein Pop-Album schon sehr ordentlich ist. Ich habe mir alle Songs einzeln vorgenommen, um dann etwas dazu zu schreiben. Mal sehen, ob ich diesen Aufwand für jedes einzelne Album betreiben kann (vermutlich nicht), hier war es mir aber ein Vergnügen.

Giants (3:27)

Die erste Begegnung mit dem neuen Album: Eine düstere, verhangene Musik-Kulisse, die an einen wolkenverhangenen Himmel über regennassem Brachland erinnert. Dann der erste Einsatz der Stimme in einer für Pop-Verhältnisse sehr tiefen Lage, leicht mit Effekten verfremdet. Satte anderthalb Minuten wird diese düstere Stimmung im Opener aufgebaut, dann plötzlich ein Atmosphärenwechsel: schwebende Klänge, Chor- und Synthesizerklänge im Hintergrund. Nach zwei Minuten endet der Gesang, der Rest des Stücks ist eine einzige stimmungsvolle Instrumentalpassage – ganz ungewöhnlich für Popmusik. Doch als Opener für dieses fantastische Album sehr gelungen, denn hier gibt’s keinen Pop von der Stange, diese Musik fordert mehr vom Hörer, gibt dafür aber auch mehr zurück.

Marionettes With Halos (4:21)

Was für ein eigenartiger, aber doch ganz und gar wundervoller Song! Am Anfang war ich etwas irritiert von der musikalischen Untermalung des Refrains, doch nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, gefiel mir das Stück. Und das war noch, bevor ich das herrlich wilde Gitarrensolo bewusst wahrgenommen hatte (es schließt sich an den ruhigen, fast schon schwebenden Bridge-Teil an) – Wahnsinn!

House of Ghosts (5:06)

Irgendwie scheinen Alphaville bei diesem Album verstärkt darauf aus zu sein, sich den Preis für die meisten sphärischen Anfänge auf einem Pop-Album unter den Nagel zu reißen. Dieses Stück beginnt in der Schwebe, erst nach fast einer Minute etabliert sich ein fester Synthesizer-Beat as Begleitung. Und über allem schwebt immer – und das ist meiner Meinung nach die größte Stärke dieser Band – eine Melodie, die schlicht perfekt ist. Sie spannt weite Bögen, windet sich schwerelos, umfasst einen weiten Ambitus, ohne jemals angestrengt oder gekünstelt zu klingen. An den genau richtigen Stellen wird der Gesang zweistimmig, um gleich danach wieder in seiner melancholischen Einsamkeit zurückzubleiben, auch an Effekten zur Verfremdung wird hier und da nicht gespart. Aber es geht dabei nicht um ein plattes „Wir haben ja sonst nichts, also müssen wir mit Effekten drüber…“ – ganz im Gegenteil: Die Effekte erzeugen mehr Tiefe, verschaffen der Band eine größere Klangpalette.

Around the Universe (3:59)

Der schlichte Beginn mit nur der akustischen Gitarre und dem Gesang täuscht leicht darüber hinweg, dass sich hier wieder einmal ein kleines Juwel verbirgt. Auch wenn ich der bei Alphaville häufig mitschwingenden religiösen Komponente persönlich nicht viel abgewinnen kann, ist es ein solider und anmutiger Song, der sich zu einem wundervollen Höhepunkt aufbaut, um dann sanft auszuklingen.

Enigma (5:59)

Dieser Song stellt mein persönliches Highlight des gesamten Albums, wenn nicht gar des gesamten Bandschaffens dar. Mit fast sechs Minuten ist der Song etwa doppelt so lange, wie er es sein müsste, um radiotauglich zu sein. Aber – und das ist wirklich eine ernst gemeinte Aufforderung – ihr solltet euch als erstes eure besten Kopfhörer aufsetzen und den Song auf ordentlicher Lautstärke hören, dann werdet ihr vermutlich intuitiv verstehen, warum er mein Favorit ist.

Aus der tiefen Ruhe der Einleitung wie auch der Zwischenspiele spinnt sich eine schier unglaubliche Melodie, dreht immer wieder ihre Kreise, arbeitet sich aus tiefer Lage in die höchste empor, tarnt die gewagten harmonischen Fortschreitungen durch ihre Eleganz. Ich habe es zwar nicht gezählt, aber diesen einen Song habe ich mindestens schon 50 Mal gehört – und es werden noch etliche weitere Male folgen.

Mafia Island (6:22)

Nach den ersten paar Malen hatte ich dieses Stück eigentlich schon als „nicht mein Ding“ abgeschrieben, doch irgendwann spielte der Song dann noch einmal im Hintergrund, als ich das gesamte Album durchlaufen ließ. Und plötzlich mochte ich ihn. Sehr sogar. Ich kann mittlerweile nicht einmal mehr sagen, was mich anfangs gestört hatte, vermutlich war es das nach dem Refrain eingeschobene Zwischenspiel, das mir irgendwie von der Klangfarbe (speziell der etwas blecherne Klang der Gitarre) nicht zum Rest zu passen schien. Egal, das Stück ist klasse!

A Handful of Darkness (7:49)

Der Anfang dieses für Pop-Musik ziemlich langen und in mehrfacher Hinsicht ungewöhnlichen Songs ist ganz behutsam und unaufdringlich: Stück für Stück schält sich eine Begleitung aus dem Nichts, bis dann der Gesang in der unteren Mittellage einsetzt, dann mehrstimmig wird, aussetzt, zögert… Und dann wird einem der fantastische Refrain präsentiert. Wow! Dieses erste Mal bläst mich noch immer bei jedem Anhören weg. Mitten in der zweiten Strophe wird dann ein neues Zwischenthema eingeführt (ungewöhnlich für Pop-Musik, aber es kommt gut), um sich nach einer kurzen Klimax wieder zurückzuziehen. Platz für die nächste Strophe, die sich wieder aufbaut, dieses Mal jedoch ohne Zögern in den Refrain übergeht – und wieder hüllt mich diese unnachahmliche Alphaville-Klangwolke ein, wie eine kleine Epiphanie. Dann kommt der einzige Abschnitt, der ein wenig „billig“ wirkt: der Synthi-Chor, da wäre vom Sound her bestimmt noch mehr herauszuholen gewesen. Immerhin ist die Band innovativ, hängt gleich noch den Refrain ohne den Gesang an, was man als Hörer jedoch sofort anhand der Akkord-Progression hört, ein gelungener Kunstgriff! Und dann zum Schluss die Auflösung bis hin zum Nichts. Ein wirklich außergewöhnliches Stück Pop-Musik!

Sexyland (3:50)

Der Titel hat mich am Anfang abgeschreckt, doch hier haben Alphaville ein schönes Stück in – auf diesem Album fast „zur Abwechslung mal“ – höherem Tempo und mit einer ordentlichen Portion Ohrwurmqualität abgeliefert.

Rendezvoyeur (4:15)

Das Eröffnungsriff lässt mich jedes Mal spontan an einen Western-Film denken, fehlt nur noch, dass sich zwei Typen aus dem Saloon auf die Straße begeben, um sich dort zu duellieren… Und auch wenn ich nicht DER Western-Fan bin, so ist der Song trotzdem ein Ohrwurm sonder gleichen. Er fetzt gut – und macht Laune auf mehr von dieser Art!

Nevermore (4:49)

Als Überschrift über diesem Song könnte man das Wort „Cool“ anbringen. Die verzerrte E-Gitarre, die sonst bei Alphaville nicht im Fokus steht, kontrolliert den harten Sound des Refrains, ein erfrischender Wandel zum sonst eher Syntheszier-zentrierten Sound. Sogar ein (kleines aber feines) Gitarrensolo wurde eingebaut. Gerade im Zusammenhang wirken „Sexyland“, „Rendezvoyeur“ und „Nevermore“, als wollten Alphaville die genussvolle melancholische Schwermut der ersten Hälfte des Albums hier abwerfen, um ein bisschen Dampf abzulassen und es all jenen zu zeigen, die sich bis zu dem Zeitpunkt den Eindruck verschafft hatten, dass da wohl keine energiereichen Stücke mehr kommen würden… Sehr schön, dieser kraftvolle Ritt über drei Stücke!

Fever! (3:46)

Hatte ich gerade von drei Stücken gesprochen? Ha! Es kommt auch gleich noch ein viertes daher, das das Tempo anzieht. Allerdings ist hier der Synthesizer wieder fest an vorderster Front der Instrumente zu sehen/hören. Nein, eine ruhige Kugel wird hier nicht geschoben.

Heartbreak City (3:46)

Warum muss ich nur immer an „Moves Like Jagger“ von Maroon 5 denken? Funky Gitarre, Kleiderbügel-Gesang, synthetische Klatscher im Beat – die Disco-Vergangenheit holt die Musiker ein… Ich kann mir gut vorstellen, wie sie im Studio standen: Schlaghosen, Afro-Frisur (zur Not als Perücke), Poster von James Brown und Maceo Parker an der Wand… Auch wenn es möglicherweise klingen mag, als würde ich mich über den Song lustig machen, könnte der Eindruck nicht mehr täuschen, denn er ist sehr gelungen. Vor allem der Wechsel zwischen den Funk-Passagen und den schwerelosen Momenten (dem typischen Alphaville-Sound) ist sehr gelungen und sorgt für viel Hörvergnügen.

Beyond the Laughing Sky (5:39)

Der ruhige Anfang scheint anzudeuten, dass das Album ausklingen soll, wie es begonnen hat. Doch dann mausert sich der Song zu einem derart fulminanten Mittelteil mit einem wundervollen Gitarrensolo und einer Klangwand, die ihres gleichen sucht. Ein absolut würdiger Abschluss für dieses exzellente Album!

Fazit

Kurz und knackig: Ich bin begeistert. Ein sehr schönes Album, das in der besten Tradition der alten Alphaville steht, aber mindestens ebenso reich an innovativen Elementen ist. Wer die frühen Erfolge wie „Big In Japan“, „Forever Young“ oder „Summer in Berlin“ mochte, wird sich hier daheim fühlen, gleichzeitig aber auch den frischen Anstrich und die kleinen, aber delikaten Anbauten bemerken.

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Song des Tages (364) – 2017-09-11

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Wie sagt man so schön: „Ende gut, alles gut.“ (Lustigerweise höre ich ja gar nicht auf, dennoch darf das letzte Stück ein echter Knaller sein, oder?)

Den heutigen Song habe ich sehr früh, vielleicht sogar in der ersten Woche des einjährigen Projekts, festgelegt, denn er bietet sich als Schlusspunkt einfach perfekt an. Außerdem ist der Song gleichzeitig eine Hymne wie auch eine geballte Ladung Energie, die mich (und eventuell noch einige andere) durch den meist recht anstrengenden ersten Schultag geleiten wird: „The Final Countdown“ von Europe:

Bis zum Wochenende pausiere ich die musikalischen Blog-Einträge auf jeden Fall einmal, dann starte ich mit der ersten Folge des Albums der Woche – darauf freue ich mich schon eine ganze Weile. Und dann werde mir hier und da sicherlich einige neue Juwelen in Form einzelner Songs unterkommen, die ich dem Song des Tages-Projekt zuordne (ich hätte da schon so zehn oder zwanzig Ideen…).

Also, für alle, die mit mir in ein neues Schuljahr starten: Haltet die Ohren steif, lasst die Musik ein paar Mal eure Akkus aufladen – und ab die Post!

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Strukturiert neu starten

In diesem Jahr habe ich den Sommer recht gut genutzt und einige Arbeitsblätter, mit denen ich schon lange nicht mehr richtig zufrieden war, überarbeitet. Das Ergebnis wird in den kommenden Wochen gleich mehrfach eingesetzt, sodass ich dann ziemlich schnell eine recht konkrete Einsicht bekommen werde, ob sich der Arbeitsaufwand gelohnt hat.

Aber da wollte ich nicht stehen bleiben. In meinem Musikraum gibt es ca. 35-40 Notenpulte. Da es sich um den größten Raum in der Schule (abgesehen von den Turnhallen) handelt, wird er ziemlich oft für zusätzliche Veranstaltungen genutzt (auch das Abitur wird jedes Jahr in diesem Raum geschrieben, was mich zwei Wochen lang in andere Räume zwingt, aber mittlerweile habe ich mich damit arrangiert). Tja, und jetzt stelle man sich den Hausmeister vor, der die Bestuhlung für die Veranstaltung vornehmen will und erst einmal gut 40 Notenständer wegtragen muss, weil sie im Weg sind. Ich verstehe vollkommen, dass ihn das ziemlich nervt, weswegen ich ihm oft dabei helfe und ihm immer anbiete, es kurz vor Stundenende mit einer Klasse zu machen (dann dauert es nur eine Minute).

Dennoch schwebte mir eine bessere Lösung vor, die insgesamt auch etwas mehr Ordnung in meinen Raum bringen würde. Nach ein wenig Vorab-Organisation (Finanzierung, Skizze zur Planung anlegen etc.) startete ich gestern zum Baumarkt und kaufte für knapp 190 € Material, das in meinem Keller landete. Jeweils 90 Minuten brauchte ich, dann waren die beiden Ständerwägen fertig.

Hier der erste nach seiner Fertigstellung noch im Keller (ganz in der Nähe der Solera-Vorräte...)

Hier der erste nach seiner Fertigstellung noch im Keller (ganz in der Nähe der Solera-Vorräte…)

Mit zum Material gehörten auch zwei 100 Stück-Packungen Holzschrauben, die während der Konstruktion – so knapp hatte ich es nicht erwartet – fast komplett aufgebraucht wurden. Darunter fand sich auch dieses Glanzstück einer Schraube, die mir dann doch nicht ganz so geeignet schien, zwei Holzteile aneinander zu fixieren…

Diese Schraube sitzt immer locker...

Diese Schraube sitzt immer locker…

Heute früh brachte ich mit der Hilfe unseres Großen die beiden fertigen Ständerwägen in die Schule – und was für einen aufgeräumten Anblick sie bieten:

Hier die beiden fertigen Ständerwägen in meinem Musikraum

Hier die beiden fertigen Ständerwägen in meinem Musikraum

Bevor sich nun jemand wundert, welch luxuriös und generös bemessenen Räumlichkeiten ich in der Schule nutzen darf: Genau an der Stelle, die die beiden Ständerwägen im Foto einnehmen, stehen normalerweise 20 Tische für die Schüler, dann wird es schon ein wenig „gemütlicher“.

Gut, trotz des schönen Fotos kann sich vielleicht der eine oder andere noch nicht vorstellen, wofür man einen Ständerwagen benötigt. Ganz einfach: So lassen sich auf einen Schlag gut 15 Notenständer befördern:

Hier ein mit 15 Notenpulten beladener Ständerwagen, mit ein wenig Hilfe und Geduld bekäme man sicher auch 16 oder 17 hinein, ich war so schon ganz zufrieden...

Hier ein mit 15 Notenpulten beladener Ständerwagen, mit ein wenig Hilfe und Geduld bekäme man sicher auch 16 oder 17 hinein, ich war so schon ganz zufrieden…

Da die Ständerwägen in der Schule eingesetzt werden, wo gerade pubertierende Teenager auch mal mit unnötigem Muskeleinsatz an das Mobiliar herangehen, habe ich sehr auf eine massive Bauweise und Stabilität geachtet:

  • Jede der vier Rollen könnte allein 50 Kilogramm tragen. Damit sollte genug Spielraum vorhanden sein.
  • Alles ist aus Massivholz (zwar nur 18 Millimeter stark, aber das sollte schon ausreichen).
  • Zusätzlich zu den Mehrfachverschraubungen haben ich pro Ständerwagen auch noch acht Winkeleisen angebracht, um sowohl am unteren als auch am oberen Ende für Stabilität zu sorgen (siehe Fotos unten).
  • Arretierungen für die Rollen verhindern ein Wegrollen an einer abschüssigen Stelle. Das ist wichtig, weil ein voll beladener Ständerwagen von einem schmächtigen Unterstufenschüler unter Umständen nicht gehalten werden kann (siehe Foto unten).
Zusätzlich zur Verschraubung von außen sind innen die Winkeleisen angebracht.

Zusätzlich zur Verschraubung von außen sind innen die Winkeleisen angebracht.

Auch die Querstreben oben sind durch das Außenbrett schon doppelt verschraubt, zusätzlich gab's noch die Winkeleisen – so hält die Freude länger an...

Auch die Querstreben oben sind durch das Außenbrett schon doppelt verschraubt, zusätzlich gab’s noch die Winkeleisen – so hält die Freude länger an…

Jeweils zwei Rollen pro Ständerwagen sind mit einer Arretierung ausgestattet.

Jeweils zwei Rollen pro Ständerwagen sind mit einer Arretierung ausgestattet.

Alles in allem bin ich zufrieden, denn die Ständerwägen werden sicherlich den Schulalltag in meinem Unterrichtsraum etwas aufgeräumter machen – und unseren netten Hausmeister etwas entlasten.

Und zum endgültigen Rumposen noch ein schönes Bild zum Schluss...

Und zum endgültigen Rumposen noch ein schönes Bild zum Schluss…

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Song des Tages (363) – 2017-09-10

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Heute ist der letzte Ferientag in Baden-Württemberg (für die Erbsenzähler: Ich weiß, dass genau genommen Freitag der letzte Ferientag war, aber…), mit dem ersten Schultag schließt sich dann morgen der Kreis. Das dafür ausgewählte Stück passt wie die Faust aufs Auge, aber noch dauert es 24 Stunden. Und dann gab es ein Jahr lang jeden Tag einen Song bzw. ein Stück, das mir besonders gefallen hat (und immer noch gefällt).

Für den vorletzten Tag habe ich ein Stück ausgewählt, das zugleich herrlich pathetisch und gleichzeitig wegweisend für meinen zukünftigen Umgang mit dieser Sparte meines Blogs ist: „The Show Must Go On“ von Queen:

Wie es für Queen üblich ist, so handelt es sich auch bei diesem Video um einen ganz exzellenten Clip, der einmal mehr die extrem starke Präsenz Freddie Mercurys unter Beweis stellt. Sein Tod kam viel zu früh, aber die Musik lebt noch lange weiter. Heieiei, jetzt werde ich selbst schon ganz pathetisch!

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Song des Tages (362) – 2017-09-09

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Eines der besten Heavy Metal-Alben, das meiner Meinung nach jemals veröffentlicht wurde (und somit sicher auch einmal bei meinem „Album der Woche“-Projekt Erwähnung finden wird), ist „The Last In Line“ von Dio. Als Jugendlicher war ich eher begeistert von den schnellen und mitreißenden Nummern wie „We Rock“ oder „I Speed At Night“. Mit zunehmendem Alter jedoch wuchsen mir eher die pathetischen, ja fast schon dramatischen Nummern wie der Titelsong oder „Egypt (The Chains Are On)“ (hier) ans Herz, da sie eine größere musikalische Bandbreite zu bieten hatten. Hier nun also Dio mit „The Last In Line“:

Es gibt Bands, bei denen die Studio-Alben eindeutig den Live-Fassungen vorzuziehen sind, doch vom heutigen Song des Tages habe ich eine Live-Version gefunden, die keinen Zweifel daran aufkommen lässt, dass die Band Dio live ein echter Hammer war. Überzeugt euch selbst:

Als Fazit kann man eindeutig festhalten, dass Ronnie James Dio viel zu früh gestorben ist, denn ich hätte gerne noch mehr Alben mit so herrlicher Musik zum Anhören. Glücklicherweise ist die Musik einer der Bereiche, in denen es fast nie einen Mangel gibt, das ist mir völlig klar. trotzdem darf man die wirklich Großen auch einmal vermissen. So, und jetzt muss ich den Song noch einmal anhören, weil er halt so unschlagbar gut ist.

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Song des Tages (361) – 2017-09-08

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Vor ein paar Wochen habe ich schon ein Stück aus der Filmmusik zum amerikanischen Actionfilm „Top Gun“ an dieser Stelle verbraten (hier). In dem Zuge habe ich mich auch (wenngleich nicht allzu ausführlich) über den Film ausgelassen, sodass ich das heute nicht wiederholen muss.

Aber es gibt eine ganz andere und durchweg faszinierende Sache, die ich ins Zentrum der Betrachtung lenken möchte: Der heutige Song des Tages stammt von Kenny Loggins. Aha, das war doch der, der auch schon „Footloose“ gesungen hat (hier). Ganz genau! Doch die beiden Songs könnten kaum unterschiedlicher sein. Diese stilistische Wandlungsfähigkeit fasziniert mich bei etablierten Musikern immer wieder, so auch hier. Wo „Footloose“ ein mit viel Soul und einer guten Prise Rock & Roll gepfefferter Pop-Song war, sind wir bei „Danger Zone“ fast am anderen Ende der Skala: hier wird’s rockig (gleichzeitig mit einem hohen Synthie-Anteil, der aber hervorragend dazu passt). Also: Ohren auf für „Danger Zone“ von Kenny Loggins!

Auch wenn ich heute dieser unverhohlen positiven Darstellung des (selbstverständlich „heroischen“) US-Militärs deutlich kritischer (wenn nicht gar gerade heraus ablehnend) gegenüber stehe, so fühle ich auch jetzt noch beim Ansehen der actionreichen Flugszenen das aufgeregte Prickeln, das mir schon mit elf Jahren im Kino über den ganzen Körper fuhr. Hach, irgendwie ist das schon sehr nostalgisch…

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Song des Tages (360) – 2017-09-07

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Kurz vor dem regulären Ende dieses Projekts muss ich noch einen meiner Lieblingssongs einer meiner Lieblingsbands präsentieren, sonst wäre diese Liste einfach nicht so abgerundet, wie ich sie gerne hätte. Der Original-Clip ist auf YouTube leider nicht verfügbar, doch diese Live-Version hat es durchaus auch in sich. Nun also Bühne frei für Rush mit dem Opener des „Presto“-Albums „Show Don’t Tell“:

Das lange Intro gehört nur zur Bühnenshow, im eigentlichen Song geht es viel beschaulicher (und kürzer) zur Sache. Bemerkenswert ist wie immer die Virtuosität der Musiker, die live mindestens genauso akkurat spielen wie im Studio. Ich habe sie schon live gesehen (auch wenn das schon 25 Jahre her ist) – und es war fantastisch!

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Song des Tages (359) – 2017-09-06

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Dass ich ein großer Fan von James Bond-Filmen bin, ist kein Geheimnis, in meinem Blog finden sich zahlreiche Hinweise. Manchmal wird ein fantastischer Titelsong jedoch mit einem wirklich übel schlechten Film gepaart, so erging es beispielsweise dem heutigen Song des Tages, denn der Song ist wirklich gutes „Audiofutter“, wohingegen der Film mit Timothy Dalton sogar noch schlechter als der eine einzige mit George Lazenby ausfiel – und das will wirklich etwas heißen…

Doch über schlechte Filme kann man sich zwar herrlich „das Maul zerreißen“, darum geht es mir heute aber nicht. Im Fokus steht die Musik, und a-ha haben mit ihrem Bond-Song „The Living Daylights“ sowohl einen mehr als nur soliden Hit als auch ein ziemlich cooles Video abgeliefert – urteilt selbst:

Vergleicht man den Video-Clip mit so einigen anderen 80er Jahre-„Ergüssen“, muss man schon respektvoll das Haupt neigen, denn es ist eine meiner Meinung nach wirklich gelungene Collage aus eigenständigem Musikvideo (mit stilsicher eingesetzten Effekten), Anspielungen auf die Bond-Thematik (gleich der Anfang) und den obligatorischen kurzen Schnipseln aus dem Kinofilm. Allzu oft ist ein Song trotz des Video-Clips gut, hier sind beide gleichermaßen genussfertig.

Für die ganz harten Fans: Wer den Film gut kennt, hat vielleicht bemerkt, dass die im Video verwendete „Album-Version“ nicht ganz der im Film verwendeten entspricht. Für die absoluten Fans habe ich diese natürlich auch noch herausgesucht, der Vergleich lohnt sich, denn in diesem Fall schlägt das Musikvideo die Verfilmung des Bond-Songs um Längen:

Mit so viel guter Musik im Ohr kann der Mittwoch kommen!

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