Archiv der Kategorie: Zeit

Solera mit seinem Sonnendach

Nun ist es da, unser „Sonnendach“!

Nun ist es da, unser „Sonnendach“!

Vollgestopfte Woche

Die mit dem heutigen Tag endende Woche war sehr ereignisreich, denn einerseits war in der Schule viel los (zwei separate Elternabende), familiär ebenfalls (Geburtstag, noch ein Elternabend), dann steht heute Abend das Konzert mit dem OJO an, was gestern mit mehr als sechs Stunden Probe vorbereitet wurde. Und dann gab es da noch einen Punkt, für mich fast den wichtigsten: Am vergangenen Dienstag wurde unsere Photovoltaik-Anlage installiert.

Schneller als gedacht

Wenn ich bedenke, wie lange ich bei den Firmen hier aus der Region darauf warten musste, bis die überhaupt einmal auf ein Anschreiben oder einen Anruf reagiert haben, geschweige denn einen Ortstermin wahrnahmen oder einen dabei versprochenen Kostenvoranschlag dann tatsächlich zuschickten, dann ging das alles jetzt unglaublich schnell.

Wer sich noch erinnert: Im August habe ich über Twitter von der Naturstrom-Aktion SonnenDach erfahren. Spontan war das Interesse geweckt, also reichte ich alle benötigten Daten ein (ich berichtete), binnen weniger Tage war alles geklärt (auch davon berichtete ich), dann ging es ziemlich schnell los: Die von Naturstrom beauftragte Firma meldete sich, kam binnen weniger Tage zum Ortstermin, plante mit mir die günstigste Positionierung, half mir beim Ausfüllen der notwendigen Formulare. Dann begann die Wartezeit, denn hier hing alles am Bescheid der Stadtwerke Aalen, die das Einspeisen von Strom ins Netz genehmigen musste.

Nach der erfolgten Genehmigung der PV-Anlage ging es sehr schnell, denn ich hatte kaum eine Email an die Firma Graule Gebäudetechnik in Nördlingen geschickt, da meldete sich der für uns zuständige Mitarbeiter. Das gute Wetter der vergangenen Woche wurde natürlich ausgenutzt und am Dienstag arbeiteten die Handwerker von acht bis achtzehn Uhr mehr oder weniger am Stück durch. Es gab eine minimale Pause von 25-30 Minuten für ein paar Brote in der Mittagspause, ansonsten habe ich die Männer nie pausieren gesehen.

Die rollende Werkstatt vor dem Haus – dann klappt es auch innerhalb eines einzigen Tages.

Die rollende Werkstatt vor dem Haus – dann klappt es auch innerhalb eines einzigen Tages.

Hier werden gerade die letzten PV-Module auf das Dach geschraubt.

Hier werden gerade die letzten PV-Module auf das Dach geschraubt.

Man merkte deutlich, dass hier viel Erfahrung vorlag, denn vieles ging sehr schnell und routiniert von der Hand. Irgendwann im Verlauf kam dann auch der Betriebsleiter vorbei, um sich die Situation vor Ort anzusehen und den Verlauf der Arbeit zu kontrollieren. Ansonsten kann ich wirklich nur positiv berichten, wie professionell alles verlief. Und das Endergebnis ist absolut sehenswert:

So kann die Sonnenenergie voll ausgenutzt werden – hach!

So kann die Sonnenenergie voll ausgenutzt werden – hach!

Blick auf unser Haus aus der entgegengesetzten Richtung – gleich viel schöner mit der PV-Anlage!

Blick auf unser Haus aus der entgegengesetzten Richtung – gleich viel schöner mit der PV-Anlage!

Nun heißt es wieder WARTEN, denn bis die Anlage in Betrieb gehen darf, muss erst ein Zweirichtungsstromzähler bei uns eingebaut werden. Sobald die Stadtwerke das geschafft haben, wird die Anlage aktiviert und liefert Tag für Tag wundervollen Ökostrom.

Fazit

Wer bislang noch nicht ganz sicher war, ob es sich lohnt, sich die Mühe zu machen, dem kann ich nur versichern: Es lohnt sich. Abgesehen von ein paar Fotos vom Haus (nötig für die Einschätzung, ob sich eine PV-Anlage überhaupt lohnen kann), einigen wenigen Formularen (z.B. Genehmigung über den Netzbetreiber, Meldung bei der Bundesnetzagentur etc.), bei deren Ausfüllung einem geholfen wird, und etwas Zeit an ein paar Tagen (Ortstermin, Einbautag etc.) muss man nur wenig Zeit investieren. Der Aufwand war erstaunlich gering.

Noch kann ich über die Effektivität unseres Sonnendachs nichts berichten, denn es darf noch nicht in Betrieb gehen. Selbst danach werde ich sicher erst einmal ein paar Wochen abwarten, wie sich das Gesamtbild so zeigt. Aber ich bin voller Vorfreude, denn so einfach hätte ich mir die ganz Angelegenheit (vor allem nach den Erfahrungen im ersten Halbjahr) nicht vorgestellt. Vielen Dank an dieser Stelle an Naturstrom und die Firma Graule in Nördlingen!

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Album der Woche – Episode 3 – 2017-10-01

Jede Woche präsentiere ich ein Album, das mir persönlich gut gefällt. Im Vorfeld höre ich es noch einmal (oder häufiger) durch und bemühe mich dann, es allen Interessierten „schmackhaft“ zu machen.

Heute bin ich etwas zu spät dran, da ich das ganze Wochenende und sogar noch den Montag familiär so dauerhaft eingebunden war, dass ich meinen eigenen Zeitplan nicht einhalten konnte. Es ergab sich einfach kein Zeitfenster, um den bereits lange geplanten Eintrag fertigzustellen. Jetzt ist es immerhin geschehen – nur etwas mehr als einen Tag verspätet, hoffentlich zu verschmerzen.

Iron Maiden: „Powerslave“

Ein wundervoll energiegeladenes Album, das eindrucksvoll vor Augen führt, warum Iron Maiden in den 1980er Jahren zu den wichtigsten Bands der „New Wave of British Heavy Metal“ gehörten.

Ein wundervoll energiegeladenes Album, das eindrucksvoll vor Augen führt, warum Iron Maiden in den 1980er Jahren zu den wichtigsten Bands der „New Wave of British Heavy Metal“ gehörten.

1984 erschien mit „Powerslave“ das Album, das zu meinen absoluten Favoriten des gesamten Schaffens der Band Iron Maiden gehört. Nur wenige andere der mittlerweile doch recht zahlreichen Alben kommen an diese kompakte Qualität und diesen fantastischen Klang heran.

Wie gelegentlich gemunkelt wird1, könnte die erstmalig unveränderte Besetzung der Band zwischen zwei Album-Veröffentlichungen ein hohes Maß an Stabilität geschaffen haben, das sich äußerst positiv auf die Ausgestaltung der neuen Ideen auswirkte. Und in der Tat ist die qualitative Amplitude geringer als bei den beiden — ebenfalls schon wirklich guten — Vorgängeralben „Piece of Mind“ (1983) und „The Number of the Beast“ (1982). Und diese kleinere Amplitude spielt sich auf einem wesentlich höheren Niveau ab.

Die Songs (Highlights):

In insgesamt acht Songs, die sich über eine Spielzeit von gut 51 Minuten erstrecken, liefert die Band ein „Brett“ nach dem anderen ab, um im Titelsong einen fulminanten und kaum zu überbietenden Höhepunkt des Albums zu erreichen.

Heute werde ich – quasi als Experiment – nicht alle acht Songs separat besprechen, sondern nur meine drei persönlichen Favoriten herausgreifen, auch wenn das bedeutet, dass ein knapper vierter Platz („Two Minutes To Midnight“) dann leider außen vor bleiben muss. Aber insgeheim hoffe ich ja immer darauf, dass zumindest der eine oder andere sich das Album beim Streaming-Anbieter seiner Wahl einfach ganz anhört.

Aces High (4:31)

Der vielleicht beste Opener aller Zeiten auf einem Heavy Metal-Album: Nach einem mehrstimmigen Gitarren-Intro legt die Band in hohem Tempo gemeinsam bei voll aufgedrehter Energie los. Bruce Dickinson, damals noch ein junger Kerl, singt melodisch bis in die höchsten Lagen und verleiht der Komposition von Steve Harris eine Intensität, die selbst in vielen anderen Maiden-Stücken ihresgleichen sucht.

Der National Review äußerte sich über dieses Lied in einer wenig zweifelhaften Weise2:

Aces High is about as perfect a heavy-metal tune as there is. It‘s about the Battle of Britain, told from the perspective of a British pilot.

Und ich teile die Ansicht, denn der Song ist sowohl textlich3 als auch musikalisch in einem gehetzt-atemlosen und angespannten Gestus gehalten, man spürt als Hörer das Adrenalin förmlich in einem Sturzbach durch die Adern schießen:

There goes the siren that warns of the air raid
Then comes the sound of the guns sending flak
Out for the scramble, we‘ve got to get airborne
Got to get up for the coming attack

Jump in the cockpit and start up the engines
Remove all the wheelblocks, there‘s no time to waste
Gathering speed as we head down the runway
Gotta get airborne before it‘s too late

Die Anspannung der Flieger, die aus ihrer Bereitschaft binnen weniger Momente in ihren Flieger klettern und sich sofort in einen Kampf auf Leben und Tod stürzen, ist so gut umgesetzt, dass beim Anhören der eigene Herzschlag gleich mit ansteigt. Wahnsinn!

Powerslave (7:11)

„Aces High“ war ja schon sensationell, doch der Titelsong, der auch das Thema (ägyptischer Totenkult) für die Covergestaltung (siehe oben) vorgibt, ist meiner Meinung nach der unangefochtene Höhepunkt des Albums. Nur selten passen Thema, Text, Grundstimmung und Musik so gut zusammen. Bruce Dickinson beschwört mit seiner Stimme den Geist des verstorbenen Pharaos herauf, der sich und seine Rolle als Herr über Leben und Tod angesichts der eigenen Sterblichkeit kritisch hinterfragt4:

Tell me why I had to be a Powerslave
I don‘t wanna die, I‘m a God
Why can‘t I live on?
When the Life Giver dies
All around is laid waste.
And in my last hour
I‘m a slave to the power of Death.

Musikalisch besticht der Song durch seine kraftvolle Ausstrahlung auf der einen, den vielen kleinen lyrischen Passagen auf der anderen Seite. Wie bei vielen längeren Maiden-Stücken gibt es deutliche Stimmungswandel, die dafür sorgen, dass sich der Song eher nach vier als nach sieben Minuten anfühlt – und jede Sekunde ist ein Genuss.

The Rime of the Ancient Mariner (13:48)

Dieses musikalische Epos von immerhin fast 14 Minuten Länge stellt die Nacherzählung des 1798 geschriebenen gleichnamigen Gedichts von Samuel Taylor Coleridge dar. Darin werden die Erlebnisse (vor allem die von Reuegefühlen gefolgten Fehltritte) des alten Seefahrers erzählt. Iron Maiden waren von dem Gedicht derart angetan, dass im Liedtext sogar passagenweise daraus zitiert wird.

Noch deutlicher als bei „Powerslave“ spielen Iron Maiden die Vielseitigkeitskarte aus: Mehrere musikalisch komplett unterschiedlich gestaltete Abschnitte wechseln sich ab, immer wieder dürfen vor allem E-Bass und die beiden (damals, heute sind es drei) E-Gitarren ihre Virtuosität demonstrieren, ganz zu schweigen vom fein justierten Schlagzeugspiel von Nicko McBrain.

Wäre der Song etwas kürzer und kompakter, wäre er vermutlich sogar noch ein wenig besser als der Titelsong – und der war ja schon ein Hammer!

Fazit

Es fühlt sich etwas seltsam an, nicht zu jedem Song etwas zu schreiben, doch es schont das im Moment arg gebeutelte Zeitbudget. Insofern werde ich vermutlich in den stressigen Zeiten eher darauf zurückgreifen.

Das soll aber nicht davon ablenken, dass „Powerslave“ sicher eines der hörenswertesten Iron Maiden-Alben ist. Ich genieße es jedes einzelne Mal (auch wenn ich zugeben muss, dafür am besten in der passenden Stimmung zu sein, denn gerade die ganz langen Stücke kann ich nicht jeden Tag mit der gleichen Entspannung anhören…). Wer auf den Geschmack gekommen ist und sich auch das restliche Album anhört, wird auf keinen Fall enttäuscht.

  1. Siehe auch: So this calmer period was also a very productive one for Iron Maiden. Before flying to Compass Point again to track the new album with producer Martin Birch, the band‘s songwriting would flourish into new territory that Billboard would conclude »catalogues every major facet of the band‘s personality during the Dickinson years and does so while fyring on all cylinders. Perhaps that‘s in part because Powerslave is the first Maiden album to feature the same line-up as its predecessor, creating a definite continuity and comfort level. Or perhaps it‘s simply that we‘re witnessing a great band in it’s creative prime.« aus: Jake Brown: „Iron Maiden in the Studio“ (iBook)
  2. Quelle: „Iron Maiden in the Studio“ von Jake Brown (iBook)
  3. Quelle: Apple Music (Lyrics)
  4. Quelle: Apple Music (Lyrics)
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Ein Platz, 12 Monate – 08 – September 2017

In diesem von Zeilenende initiierten Projekt wird ein Ort ein Jahr lang fotografisch begleitet, jeweils am letzten Sonntag im Monat wird der dann aktuelle Zustand hier präsentiert.

Der Sommer ist dem Herbst gewichen, wie man unschwer erkennen kann: Die von uns ach so heiß geliebten Pappeln werfen schon wieder ihr Blattwerk von sich – eine von drei Plagen, die diese Bäume jedes Jahr für uns bereit halten…

Die im letzten Blog-Eintrag dieser Sparte angekündigten Veränderungen im Garten werden tatsächlich immer konkreter, allerdings sicher noch nicht gleich zu Beginn des Monats Oktober. Allerdings könnte es tatsächlich passieren, dass ich beim nächsten Mal schon eine neue Entwicklung dokumentieren kann – wenn denn die Götter des Handwerks uns wohlgesonnen sind.

Für heute habe ich dennoch auch eine kleine Besonderheit neben den obligatorischen drei Perspektiven, die weiter unten folgen. Vor ein paar Wochen kam unsere diesjährige Holzlieferung für die winterliche Befeuerung unseres Ofens. Gleich nach der Lieferung investierte ich mehrere Tage, alle zu großen Stücke (die würden nicht gut brennen) zu zerhacken, die gleiche Prozedur wandte ich auf das Anzündholz an.

Doch das Holz ist kein allzu spannendes Motiv, ganz im Gegensatz zu den Spinnen, die daran und an der Hauswand ihre Netze befestigen und sich somit gleich in mein Blickfeld begaben. Also musste ich das iPhone zücken und mit dem schönen Porträt-Modus draufhalten:

Zwei der größeren Exemplare, es gäbe noch etliche weitere in nächster Nähe — wie gut, dass ich keine Arachnophobie habe...

Zwei der größeren Exemplare, es gäbe noch etliche weitere in nächster Nähe — wie gut, dass ich keine Arachnophobie habe…

Beim Rest gibt es heute keine Experimente, denn wie immer bleibe ich bei den drei Perspektiven: (1) Von der Terrasse aus, (2) vom Rand des neu angelegten Abschnitts aus um die Hausecke, (3) vom Woodport aus auf die drei Etagen.

Von der Terrasse aus...

Von der Terrasse aus…

Vom Rand um die Hausecke...

Vom Rand um die Hausecke…

...und vom Woodport aus.

…und vom Woodport aus.

Die weiteren Teilnehmer und ihre spannenden Beiträge sind (oder werden noch) bei Zeilenende verlinkt.

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Der vierte Meilenstein 2017

Heute früh habe ich mit meinem üblichen Morgenlauf die Grenze von 4.000 gelaufenen Kilometern in diesem Kalenderjahr überschritten. In 258 Läufen mit einer Durchschnittsdistanz von 15,55 Kilometern sind laut meiner Apple Watch und der darauf laufenden Nike Running Club-App seit dem 1. Januar 2017 insgesamt 4.012,33 Kilometer zusammengekommen. Hui!

Meine übliche Statistik, die immer wieder ein paar Tage hinterher hinkt, sodass ich manchmal gar nicht merke, wie irgendein Meilenstein an mir vorbeizieht...

Meine übliche Statistik, die immer wieder ein paar Tage hinterher hinkt, sodass ich manchmal gar nicht merke, wie irgendein Meilenstein an mir vorbeizieht…

Eigentlich hatte ich mir die 4.000 als Jahresziel gesetzt. Aber ich denke mir keinesfalls: „Nun gut, dann kann ich ja aufhören…“ (Hehe, niemals!) Stattdessen habe ich mich darauf eingestellt, vielleicht die 5.200 Kilometer in diesem Jahr zu schaffen, das ergäbe dann einen Wochenschnitt von 100 Kilometern – ein faszinierender Gedanke. Und wenn ich mein bisheriges Laufpensum in groben Zügen beibehalten kann, werde ich theoretisch sogar mehr als diesen Wert erreichen, insofern gibt es sogar einen kleinen Puffer…

Rekorde an völlig unerwarteter Stelle

Am Mittwoch war es hier sehr windig, denn mein Namensvetter, das Sturmtief Sebastian fegte über Deutschland, auch und vor allem die Ostalb hinweg. Beim Laufen im Wald war das nicht zu übersehen, denn ständig musste ich über Zweige, Äste und „halbe Bäume“ springen (oder gleich im Bogen drum herum laufen). Und ich hatte Gegenwind, nicht durchweg, aber über einen guten Teil der Strecke. Entsprechend legte ich mich ins Zeug, um nicht gefühlt auf der Stelle kleben zu bleiben. Ohne es zu merken, legte ich dabei offensichtlich ein gutes Tempo vor, denn nach der Ankunft daheim ploppten einige Meldungen in der Nike Running Club-App auf:

Meine bisher schnellsten 10 Kilometer...

Meine bisher schnellsten 10 Kilometer…

...und meine schnellsten 5 Kilometer (die waren vermutlich Teil der vorher genannten 10 Kilometer, auch wenn es theoretisch separat möglich gewesen wäre)...

…und meine schnellsten 5 Kilometer (die waren vermutlich Teil der vorher genannten 10 Kilometer, auch wenn es theoretisch separat möglich gewesen wäre)…

...und – das hat mich wirklich umgehauen: mein schnellster Kilometer. Vorher lag der Wert bei 4:40 Minuten/Kilometer, jetzt ist er um 15 Sekunden gesunken.

…und – das hat mich wirklich umgehauen: mein schnellster Kilometer. Vorher lag der Wert bei 4:40 Minuten/Kilometer, jetzt ist er um 15 Sekunden gesunken.

Das beweist natürlich nur eines: Gegenwind fühlt sich blöd an, er kann aber auch zu erstaunlichen Leistungen führen. Insgesamt war der Lauf wirklich flink und aufregend, im Gegensatz zu sonst (Hörbücher) habe ich Musik gehört, was sicherlich durch die erhöhte Regelmäßigkeit der Schritte zu einer höheren Effizienz führte.

Juhu! Das Tempo über die Strecke hat mich selbst mehr als nur ein bisschen überrascht!

Juhu! Das Tempo über die Strecke hat mich selbst mehr als nur ein bisschen überrascht!

Schwimmen

In der letzten Zeit habe ich mich etwas intensiver mit dem Schwimmen angefreundet. Ich hasse es nach wie vor, wenn mir Wasser ins Ohr läuft, weshalb ich nicht kraule (obwohl ich als ehemaliger Vereinsschwimmer schon weiß, wie das geht). Bei Decathlon habe ich mir eine billige (unter 10€) Schwimmbrille und ein klein zusammenrollbares Microfaser-Handtuch gekauft. Das packe ich (nebst der Badehose, ts ts ts, was ihr schon wieder denkt!) ein, wenn ich weiß, dass mein Stundenplan ein Loch hat. Von meiner in der Nähe der Aalener Innenstadt gelegenen Schule zum Bad bin ich mit dem Rad in knapp vier oder fünf Minuten gelangt, das Ticket zu lösen und das Umziehen dauern zusammen fünf Minuten, dann geht’s ab ins Wasser und 1,5-2 Kilometer später wieder raus und zurück in den Unterricht.

Am ohnehin rekordträchtigen Mittwoch bin ich nach dem Unterricht ins Hallenbad geradelt, also ohne wirklichen Zeitdruck, um zwei Kilometer zu schwimmen. Irgendwann kurz vor Ende habe ich mich verzählt, sodass ein paar Meter mehr draus wurden. Aber ich bin sehr zufrieden, denn das schont Füße, Knie und Wirbelsäule – so ein Ausgleich ist bei dem vielen Gerenne schon sinnvoll.

Mit der selbstverständlich wasserdichten Apple Watch habe ich mein Schwimmtraining verfolgt. Ich bin noch sehr langsam, aber es macht Spaß und bietet einen Ausgleich zu meinen sonstigen Aktivitäten.

Mit der selbstverständlich wasserdichten Apple Watch habe ich mein Schwimmtraining verfolgt. Ich bin noch sehr langsam, aber es macht Spaß und bietet einen Ausgleich zu meinen sonstigen Aktivitäten.

Danach war ich dann so platt, dass ich abends noch während der ersten MacGyver-Folge lediglich von einem Sekundenschlaf zum nächsten vegetierte. Als mein Kopf das Kopfkissen dann schlussendlich berührte, dauerte es höchstens noch ein paar Sekunden, bis ich komplett „aus“ war.

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Laufen im August 2017

Dieser Monat war echt „heavy“, denn so viel (und auf Dauer so schnell) bin ich noch nie gelaufen. Den gewichtigsten Ausschlag zu diesem Rekord-Monat gaben sicher die zwei Läufe um das Steinhuder Meer (hier und hier), denn beide lagen mit ihren knapp über 30 Kilometern deutlich über dem normalen Tagespensum:

Ein Screenshot aus dem Web-Interface bei Nike+ (die zwei langen Läufe fallen schon sehr aus der Reihe...)

Ein Screenshot aus dem Web-Interface bei Nike+ (die zwei langen Läufe fallen schon sehr aus der Reihe…)

Schön ist bei Nike + die Übersicht über Monat bzw. Jahr gestaltet, die Kalorienanzahl lässt meinen monströsen Appetit auf das vorhin gekaufte Eis (und die Erdnüsse) für heute Abend schon ein wenig akzeptabler erscheinen…

Der Monat August im Überblick bei Nike

Der Monat August im Überblick bei Nike

Die Jahresübersicht für das bisherige Jahr 2017 – sofort sieht man, dass ich in der kalten Jahreszeit langsamer bin.

Die Jahresübersicht für das bisherige Jahr 2017 – sofort sieht man, dass ich in der kalten Jahreszeit langsamer bin.

Mit dem Wiedereinstieg in den Schulalltag, der mich spätestens in gut einer Woche ereilen wird (vorbereitende Sitzungen und Konferenzen), sinkt die Leistungskurve unter Garantie wieder auf das vorige Pensum zurück. Das ist aber nicht schlimm, es erfordert nur eine kleine Anpassung: Vermutlich muss ich von meiner bisherigen Herangehensweise (also: beim Laufen fühlen, wie es geht, innerlich eine Entfernung festlegen und die dann laufen) abweichen und auf ein reines Zeitmodell wechseln (heißt: nach dem Aufstehen sehen, wie spät es ist, die verbleibende Zeit in der Nike Running-App auf der Apple Watch als Ziel eingeben, dann werde ich hingewiesen, sobald die Hälfte erreicht ist, dann sofort umdrehen und zurück laufen). Mal sehen, ob das so klappt. Ich werde berichten.

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Song des Tages (353) – 2017-08-31

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. An der einen oder anderen Stelle habe ich es ja schon einmal erwähnt, dass ich in San Francisco geboren wurde. Dafür kann ich nichts, es hat – bis auf eine kurze Phase in der Grundschule, in der ich allen Leuten genau das auf die Nase binden musste (und damit fürchterlich genervt habe) – erstaunlich wenig Einfluss auf mein Leben gehabt, denn der Geburtsort ist nun einmal eine weitgehend vom restlichen Lebensweg entkoppelte Angelegenheit. Dennoch handelt es sich bei San Francisco um eine wundervolle Stadt. Meiner Meinung nach liegt das vor allem daran, dass es eine zumindest teilweise unamerikanische Stadt ist, die aufgrund ihrer Lage schon immer einen stark multikulturellen Anstrich hatte, der sich als so belebend erwiesen hat, dass die Einwohner bis heute auf ihre eigene Art daran festhalten.

Bereits am 16. Oktober 2016 hatte ich einen Song über San Francisco hier als Song des Tages aufgeführt, damals war es der einzigartige Tony Bennett mit „I Left My Heart In San Francisco“, heute ist es das vermutlich bekannteste Stück aller Zeiten über diese Stadt und den sog. Summer of Love. Vor fast exakt fünf Jahren, am 18. August 2012, verstarb Scott McKenzie, dessen Stück mein Herz jedes einzelne Mal höher schlagen lässt, wenn nur die ersten paar Takte erklingen: „San Francisco (Be Sure To Wear Some Flowers In Your Hair)“:

Vor etwas mehr als einem Jahr ging ein von allen sehr geschätzter Kollege von meiner Aalener Schule in den Ruhestand. Er wünschte sich zum Abschied dieses Stück, gleichzeitig wollte er sich nicht vom gesamten Kollegium ein Ständchen singen lassen, vermutlich fürchtete er, nicht mehr ganz Herr seiner Emotionen bleiben zu können. Also „entführte“ ich ihn kurzerhand in meinen Musikraum, setzte mich ans Klavier, drückte ihm die Noten in die Hand – und wir sangen dieses Stück als Duett, nur für uns. Das war wirklich schön.

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Mal wieder Holz vor der Hütte

Gegen Ende der Sommerferien wiederholt sich bei uns ein Ritual, das zwar schweißtreibend, aber auch hoffnungsvoll ist: Das Brennholz für den kommenden Winter wird geliefert, sortiert, gespalten (nur bei den großen Stücken) und in den Woodport verräumt.

Der erste Teil bereitet mir keinen Stress, da muss ich nur per Telefon bestellen, den Gesamtbetrag bezahlen und dann persönlich die Lieferung in Empfang nehmen (die wird von einem großen Hänger gekippt). Vor Jahren haben wir einen sehr zuverlässigen Holzlieferanten entdeckt, der uns bislang nur hochwertiges Holz geliefert hat. Das erste Foto zeigt den Zustand kurz nach der Lieferung (da hatte ich bereits etwas mehr als eine halbe Stunde Holzscheite verräumt):

Holz-1

Die Ansicht täuscht fast ein wenig, denn die Holzscheite sind jeweils ca. 30 Zentimeter lang, dieser Haufen war bei Lieferung gut fünf oder sechs Meter lang…

Nach der Anlieferung haben wir jedoch immer ganz gut zu tun, denn die fünf Raummeter Brennholz (dieses Jahr ausnahmsweise nicht Buche sondern Esche) zu schleppen wäre allein schon ein ziemliches Geschäft für meine Frau und mich. Dieses Jahr wollten wir jedoch gleich Nägel mit Köpfen machen und nur die Holzscheite in die Ablagen einsortieren, die in der passenden Größe vorlagen. Sind sie nämlich zu groß, brennen sie weniger effektiv (=weniger Wärme für uns, mehr Ruß im Kamin etc.).

Demzufolge spaltete ich dann stundenlang einen großen Holzklotz nach dem anderen. Dafür reichte auch der erste Tag nicht aus, sodass ich nach der gestrigen Lieferung erst heute am Nachmittag die Arbeit abschließen konnte. Doch die zwei Tage Plackerei im Sommer lohnt mir der bequeme (und schnelle) Zugriff auf das passend aufbereitete Brennholz im Winter.

Mittlerweile ist all das schöne Brennholz in die Lagervorrichtungen im Woodport verräumt, der Hackklotz ist wieder an seinem „Parkplatz“ gelandet, die Axt darf im Keller bis zum nächsten Jahr schlummern – und ich brauche dringend einen Martini auf Eis…

Holz-2

Nun kann der Winter kommen: Wenn im Haus kein Brennholz mehr vorrätig ist, muss man nur „zugreifen“ – das ist ein sehr beruhigendes Gefühl kurz vor Ende der Ferien.

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Song des Tages (338) – 2017-08-16

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Heute ist er also da, der 15. Hochzeitstag – das ging ziemlich flink! Meine Frau und ich hatten damals immer ein Lied, das wir besonders gern hörten, es wurde bei der großen Hochzeitsfeier auch als letztes Lied des Abends gespielt, bevor wir uns zurückzogen: „It Is You (I Have Loved)“ von Dana Glover. Leider gibt es bei YouTube keine Original-Version von dieser Sängerin (und glaubt mir, ich habe gesucht, immer und immer wieder), daher muss ich für das Video auf eine Alternative zurückgreifen:

In meiner Playlist ist natürlich das Original in seiner vollendet kitschigen Pracht enthalten. Ganz offensichtlich ist der Song seit damals bei Hochzeiten voll angesagt, immerhin fand ich einige Karaoke-Versionen, zum Teil auch deutlich verlangsamt, um noch schnulziger zu wirken. Dann gibt’s Cover-Bands, die ihre jeweiligen Fassungen ins Netz stellen, es gibt Collagen aus Film-Clips (sicher alle völlig legal und von Dreamworks abgesegnet, hüstel…) und so weiter und so fort. Nur das eine, das einzig wahre Original, das gibt’s nicht. Schade!

Darüber sollte hier der eigentliche Anlass nicht vergessen werden: Seit 15 Jahren sind wir verheiratet, davon waren die meisten Jahre gute Jahre (ich weiß, 2011 war keines davon). Unsere Kinder sind mittlerweile alle in der Schule, der Druck, ständig hinter ihnen her zu sein, lässt weiter nach – Stück für Stück erobern wir uns unsere elterlichen Freiräume zurück. Da können noch weitere 15, 20, 25 oder deutlich mehr Jahre folgen.

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Renn’s noch einmal, Solera!

Und noch einmal — dieses Mal wusste ich, wo es lang geht, entsprechend schneller war ich.

Und noch einmal — dieses Mal wusste ich, wo es lang geht, entsprechend schneller war ich.

Tja, was soll ich sagen? Heute war das Wetter sehr angenehm, also konnte ich das Tempo (mir während des Laufs völlig unbewusst) noch ein wenig anziehen. Ansonsten muss ich fast auf den Meter genau den gleichen Weg absolviert haben, zumindest der Anzeige zufolge (etwas erstaunlich, da ich mich heute nicht verirrt habe…).

Fazit des Laufs: Morgen weniger, sonst fallen mir die Schienbeine ab… und „Glas“ (von Stephen King) ist gegen Ende hin höllisch spannend — dank meiner AirPods war dieser Lauf wesentlich erhebender als der gestrige!

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Trumps zweite Amtszeit

Heute mal noch eine kleine politische Prophezeiung: Ich bin mir relativ sicher, dass es hinsichtlich des amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika eine von zwei Meldungen geben wird: Entweder wird Donald Trump ziemlich bald seines Amtes enthoben (aus meiner persönlichen Sicht heraus wünschenswert, aber derzeit nicht ernsthaft zu erwarten), oder er schafft es tatsächlich in eine zweite Amtszeit.

Den ersten Punkt muss ich nicht elaborieren, denn durch die Medien geistern täglich neue Meldungen über Fehltritte und (mehr oder weniger grobe) Schnitzer des Präsidenten. Kombiniert man das noch mit den Anschuldigungen hinsichtlich seiner vielen Russland-Verbindungen, die in der amerikanischen Seele ja immer noch eine ganz bestimmte Glocke zum Klingen bringen, müsste es eigentlich langsam sehr eng werden – ob es das wirklich tut, wird die Zeit zeigen müssen. Bislang habe ich nicht den Eindruck.

Erstaunlich ist nur, dass die Republikaner noch nicht gemerkt haben, dass sie im Falle eines erfolgreichen Impeachment Trumps als seine Steigbügelhalter ebenso „den Bach runter gehen“ würden wie ihr ungeliebter Präsident. Von den Demokraten erwarte ich im Moment nicht wesentlich mehr als das, was sie aktuell tun: Nichts bzw. fast nichts. In den ersten Wochen nach der Wahl konnte man das durchaus einer gewissen Schockstarre zuschreiben, mittlerweile ist es schlicht unentschuldbar. Trotzdem bekommen sie keine gerade Linie in ihren Widerstand gegen die aktuelle Regierung – echte „Opposition“ sieht anders aus.

Aber für den Moment möchte ich einfach mal davon ausgehen, dass es kein erfolgreiches Impeachment-Verfahren gegen Donald Trump geben wird. Und für diesen Fall rechne ich mittlerweile mit einer zweiten Amtszeit. Das klingt vielleicht etwas provokant, ich habe aber Gründe, die ich nun darlegen möchte.

Pro-Trump-Wähler leben in ihrer eigenen Welt

Ein Großteil der Trump-Wähler ist schlicht und einfach nicht gebildet genug, um die platten Statements als das zu erkennen, was sie sind: heiße Luft. In diversen in- und ausländischen Nachrichtenformaten wurde nach 100 Tagen Amtszeit zusammengefasst, was von Trumps angekündigten Veränderungen umgesetzt wurde: Nichts (siehe Bild unten). Bei seinen überzeugten Wählern hat dies jedoch keinerlei Auswirkungen gehabt, ihre Unterstützung ist im weiterhin sicher. Der Grund liegt auf der Hand: Er erzählt ihnen genau, was sie hören wollen. Die Umsetzung der vielen Versprechen ist mittlerweile gar nicht mehr nötig, nur versprochen muss es werden, garniert mit einem zünftigen „Make America GREAT AGAIN!“

Tweets wie diese geistern bereits seit Wochen täglich durch alle „sozialen“ Medien.

Tweets wie diese geistern bereits seit Wochen täglich durch alle „sozialen“ Medien.

Genau genommen hat Donald Trump aber auch noch nicht wirklich etwas auf die Beine stellen können in seiner Amtszeit – in dieser Hinsicht bleibt er weit hinter seinen vollmundigen Versprechungen zurück.

Genau genommen hat Donald Trump aber auch noch nicht wirklich etwas auf die Beine stellen können in seiner Amtszeit – in dieser Hinsicht bleibt er weit hinter seinen vollmundigen Versprechungen zurück.

Postfaktische Neuigkeitsblasen

Wir sind definitiv im Zeitalter des Postfaktischen angekommen. Damit meine ich nicht nur die einzelnen Nachrichtensender, die ausschließlich positiv über den Präsidenten und seine Parteikollegen berichten. Mir geht es eher um die auf den jeweiligen Nutzer maßgeschneiderten News-Bubbles, wie sie die modernen sozialen Netzwerke erlauben. Neuigkeiten, die einem nicht in den Kram passen, werden stumm geschaltet („mute“) oder der Verfasser gleich ganz geblockt. Noch nie war es so einfach, sich eine eigene Welt voll von ausschließlich „genehmen“ Nachrichten zu basteln. Bereits vor Jahren (zu Zeiten der „Tea-Party“ um Sarah Palin) war das deutlich erkennbar, doch das Ausmaß ist derart angewachsen, dass es immer schwerer wird, zu den Menschen innerhalb einer solchen maßgeschneiderten Blase von Neuigkeiten, die derjenige an sich heranlässt, vorzudringen. Und wenn ein absoluter Trump-Anhänger sich so seine eigene Realität einmal gebastelt hat, ist es schier unmöglich, ihn oder sie wieder mit rationalen Argumenten auf den Boden der Tatsachen zurück zu holen. Beweis gefällig? Hier.

Fazit

Zusammengefasst können wir also festhalten, dass es auf der einen Seite in den USA eine schwache Opposition gibt, die ihre Zeit in den letzten Monaten zu stark mit einer eigenen verzweifelten Suche nach Lösungen für ihre internen Probleme verbracht hat: Würden Trump und sogar noch Pence durch ein hypothetisches Impeachment schon morgen aus dem Amt gejagt, wer sollte denn als demokratischer Kandidat einspringen? Da ist einfach kein charismatischer Kandidat, der bereit steht – selbst Hillary Clinton war ja nicht wirklich beliebt (und Bernie Sanders würde es nach dem letzten Wahlkampf vermutlich nicht noch einmal wagen, anzutreten).

Auf der anderen Seite stellen die Trump-Wähler eine große gesellschaftliche Gruppe dar, die sich wenig Sorgen um die Erfüllung der vollmundigen Versprechungen macht, solange man die Versprechungen in der passenden Rhetorik („MAKE AMERICA GREEEEAAAAT AGAAAAAAAIIIN!“) nur immer wieder laut genug wiederholt. Gleichzeitig wird medial zwar über alles berichtet, doch je nach Fernsehsender oder sozialen Medien haben sich die Lager klar einsortiert, sodass man als Angehöriger der einen oder anderen Gruppe oft nur noch die „gewünschten“ Fakten zu Gesicht bekommt1.

Der nächste Wahlkampf wird eine reine Schlammschlacht werden, doch Donald Trump lebt seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten in genau dieser Welt und beherrscht dieses Spiel mit einer gnadenlosen Rücksichtslosigkeit wie kein Zweiter. Genau deshalb wird Trump meiner Einschätzung nach auch wieder gewählt werden und eine zweite Amtszeit im Weißen Haus absolvieren. Und die Amerikaner werden – auch wenn es sich „hart“ anhört – ihn verdienen. Doch das muss ich an anderer Stelle noch einmal aufgreifen, denn für heute habe ich genug über Politik geschrieben.

Nachtrag 1 (31.7.2017, 20:10):

Vorhin habe ich bei Twitter den folgenden Link entdeckt, der mittels eines Zitats angekündigt wurde – passt perfekt zum Thema, gerade zum Kommentar von Robert.

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Sehr passend, schon in der kurzen Zusammenfassung.

Nachtrag 2 (5.8.2017, 17:15):

Gerade heute früh hat jemand bei Twitter (siehe Bild) ebenfalls diese News-Bubble schön treffend erwähnt:

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Grob übersetzt: Nicht nur Dschihadisten werden online radikalisiert. [Es gibt] so viele Twitter-Subkulturen mit ihrem eigenen Ansichten-Set und der sich selbst verstärkenden Empörung.

  1. Darüber muss ich mich an anderer Stelle auch noch einmal auslassen, denn das politische System der USA unterscheidet nur noch zwischen zwei Lagern, somit gibt es nur noch: „Bist du nicht für mich, bist du gegen mich!“ – Kompromisse, wie sie in der Politik unvermeidlich sind, werden dadurch aber unmöglich gemacht.
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