Archiv der Kategorie: TV

Gesehen: „Die Bourne Identität“

Vor etlichen Jahren habe ich den Film „Agent ohne Namen“ das erste Mal gesehen, da kam er im öffentlich rechtlichen Fernsehen, ich war noch jung, fand ihn sehr spannend – und besorgte ihn mir später auch auf DVD.

Der Klassiker, an dem sich die Neuverfilmung messen musste...

Der Klassiker, an dem sich die Neuverfilmung messen musste…

Diesen Film habe ich im Lauf der Jahre wirklich oft gesehen, ich fand die Dramaturgie und das Erzähltempo ansprechend, die Darsteller gut besetzt (für die damalige Zeit). Und dann kam eine Neuverfilmung. Noch dazu mit einem mir damals noch völlig unbekannten Schauspieler: Matt Damon. Heute würde ich das als Qualitätsmerkmal ansehen, denn nach so vielen exzellenten Filmen mit diesem Schauspieler schätze ich ihn sehr. Damals war das noch anders.

Gemeinsam mit meiner Frau sah ich die Neuverfilmung an. Wir waren beide vollkommen enttäuscht und wollten den Film nicht mehr wieder angucken. Am vergangenen Wochenende war der Film aber als 3,99 €-Angebot bei iTunes zu haben. Also wagte ich es – vermutlich überwiegend aufgrund meiner veränderten Einstellung zu Matt Damon – noch einmal. Gestern Abend guckten wir die ersten zwei Drittel.

Die Neuverfilmung – damals gehasst, heute...

Die Neuverfilmung – damals gehasst, heute…

Tja, was soll ich sagen? Wir waren beide sehr angetan, denn die Neuverfilmung gefiel uns plötzlich deutlich besser als das Original aus den 1980er Jahren. Ich kann partout nicht sagen, ob es nur Matt Damon allein ist (Franka Potente ist es in meinem Fall sicher nicht), möglicherweise ist auch der etwas geraffte Anfang ein Pluspunkt, oder die viel moderner inszenierten Action-Szenen… Ich weiß es nicht. Definitv gefällt mir die Neuverfilmung nach aktuellem Stand besser. Also ein kompletter Wechsel der Präferenz.

Heute Abend wollen wir uns den Rest angucken, mal sehen, ob mir danach klarer ist, was mir an der Neuverfilmung so gut gefällt. Sollte mich die Erleuchtung ereilen, schreibe ich noch einen Nachtrag.

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Hotarus Filmchallenge – Nachgeholt 1: Januar & Februar 2016

  • (01) Mutter: „Twins – Zwillinge“ (weitere Infos) – Eine der schönsten und einfühlsamsten familientauglichen Komödien mit Arnold Schwarzenegger und Danny DeVito. Das Gesicht von Danny DeVito in dem Moment kurz vor Ende des Films, als sich die Mutter den beiden Zwillingsbrüdern zu erkennen gibt, ist für mich eines der Highlights.
  • (02) Keller: „Ladykillers“ (weitere Infos) – Der Keller ist zwar nicht von zentraler Bedeutung, doch spielt sich ein nicht geringer Teil der gesamten Handlung in diesem wenig ansprechenden Raum ab. Ansonsten hat der Film seine Stärken (z.B. Tom Hanks) und Schwächen (irgendwie zünden etliche der Witze, darunter auch die gesamte Angelegenheit mit dem Reizdarm, nicht so recht), aber einmal alle paar Jahre kann man sich den schon ansehen.
  • (03) Suche: „Contact“ (weitere Infos) – Ein Film, der sich mit der mentalen Unfassbarkeit des ersten Kontakts zu einer außerirdischen Intelligenz befasst. Oft kann man ihn sicher nicht ansehen, denn er benötigt eine ganz gewisse Stimmung beim Zuschauer, aber ist diese gegeben… dann ist er jedes Mal ein Genuss, noch dazu mit der brillanten Jodie Foster.
  • (04) Boot: „Die Höllenfahrt der Poseidon“ (weitere Infos) – Meiner Meinung nach einer der gelungensten Katastrophenfilme, da er mit wenigen Ausnahmen halbwegs realistisch ist (insofern Katastrophenfilme überhaupt realistisch sein wollen). Außerdem weist er einige ganz exzellente Schauspieler (wie Gene Hackman und Ernest Borgnine) auf, die den Film zusätzlich auszeichnen.
  • (05) Geist: „Constantine“ (weitere Infos) – Zugegeben, um „Geister“ geht es kaum, eher um Dämonen oder Engel, also „böse und gute Geister“. Aber ich habe ganz offensichtlich kaum Geisterfilme in meiner Mediathek… Noch dazu ist „Constantine“ einer der ganz wenigen Horror-Filme, die ich mir immer wieder ansehen kann, siehe hier.
  • (06) Schuld: „Eine Frage der Ehre“ (weitere Infos) – Ich bin kein Fan von Tom Cruise, was sowohl auf seine Scientology-Verbindungen als auch auf sein katastrophales Over-Acting zurückgeht. Doch dieser Film ist und bleibt gut und spannend, vor allem weil niemand wirklich den Schluss vorhersehen kann. Letzten Endes haut Jack Nicholson darstellerisch wieder alles raus, was die anderen Schauspieler mit ihrer Mittelmäßigkeit verpfuschen…
  • (07) Beerdigung: „Kill Bill, Vol. 2“ (weitere Infos) – Ich verweise auf die Kapitel 7 („Das einsame Grab der Paula Schultz“) und 8 („Die grausame Lehre des Pai Mei“), am besten ist für mich dabei die Stelle, wie sie nach ihrer Flucht aus dem Grab etwas zu trinken bestellt…
  • (08) Rauschen: „Auf der Flucht“ (weitere Infos) – Der sensationelle Sprung, den der Stuntman für Harrison Ford beim Staudamm ausführt, wird durch das heftige Rauschen des Wassers im Hintergrund erst so richtig hervorgehoben. Allein für diese kurze Szene lohnt es sich, den ganzen Film anzusehen!
  • (09) Hitze: „Spaceballs“ (weitere Infos) – Obwohl es sich um eine Komödie und Verballhornung handelt, gibt es eine wundervolle Passage zum Thema „Hitze“: Nach der Notlandung in der Wüste des Vega-Mondes müssen die Protagonisten durch die Wüste laufen. Dabei soll jeder nur das absolut zum Überleben Nötigste mitnehmen. Prinzessin Vespa lässt die Herren ihren Koffer schleppen, der ganz offensichtlich höllisch schwer ist. Nach einer Weile in der brütenden Hitze und unter der knallenden Sonne rebellieren die Herren und sehen in den Koffer hinein: Er enthält einen gigantischen Fön. Als die Männer sie entrüstet befragen, warum sie bei der Hitze ausgerechnet so ein dämliches Utensil durch die Gegend tragen müssen, erwidert die Prinzessin nonchalant: „Ich kann ohne meinen Fön nicht leben!“Göttlich!
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Gesehen: „San Andreas“

Ich liebe ja Katastrophenfilme, schon seit früher Kindheit. Damals kamen ja so Klassiker wie „Die Flut bricht los“, „Erdbeben“ oder „Höllenfahrt der Poseidon“ mit einer gewissen Regelmäßigkeit auf den dritten Programmen. Ab den 1990er Jahren wurde technisch dann heftig aufgerüstet: „Outbreak – Lautlose Killer“, „Deep Impact“, „Armageddon – Das jüngste Gericht“, „The Day After Tomorrow“ und „2012“, um nur die bekanntesten Vertreter zu benennen.

Kurz und gut: Ich liebe gut gemachte Katastrophenfilme. Heute fand ich beim Durchstöbern der „Unter 4€“-Angebote im iTunes Store den Film „San Andreas“, der mir spontan als möglichen Kandidat für heute Abend im Hinterkopf hängen blieb. Spontan shoppte ich den Film, dann wurde per Internet-Stream geguckt.

Katastrophenfilme könnte ich zuhauf sehen – und möchte so etwas nie selbst erleben...

Katastrophenfilme könnte ich zuhauf sehen – und möchte so etwas nie selbst erleben…

Ich bin zwar gerade zu müde, um den Film vollständig ansehen zu können, doch die ersten 80 Minuten gefielen mir schon einmal sehr gut. Man darf nicht zu wissenschaftlich oder korrekt an den Film herangehen (das gilt meiner Erfahrung nach für alle Filme dieses Genres), dann kann man die z.T. dezent hirnverbrannte Action genießen. Natürlich müssen diverse US-amerikanische Wahrzeichen (z.B. Hoover-Staudamm, Golden Gate Bridge…) zerstört werden, aber genau darauf wartet der Zuschauer ja – und bei diesem Film gibt es keine Enttäuschungen…

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52 Wochen – Teil 18 („Die Hard – Solera-Style“)

Zugegeben, Bruce Willis steht als Schauspieler nicht gerade für gelebte Intellektualität, dafür sind die meisten seiner Filme durchaus unterhaltsam. Einer der absoluten Klassiker, den ich – selbstverständlich auch dank seines brillanten Gegenspielers Alan Rickman – immer wieder mal ansehen kann, ist Stirb langsam.

Für den heutigen Beitrag habe ich mir also eine kleine Hommage ausgesucht, die mir durchaus ein paar Minuten für Retusche-Arbeiten abforderte – und es wären noch deutlich mehr nötig gewesen, um das Endergebnis wirklich zu perfektionieren. Aber so etwas zeitlich Umfängliches kann ich erst wieder in den Sommerferien leisten – vielleicht wähle ich dann noch ein CD- oder Buch-Cover aus, das sich meines Antlitzes als wNürdig erweist…

So, wer also der Meinung ist, in der Casa Solera einfallen und einen groß angelegten Raub inszenieren zu müssen (fragt sich nur, was derjenige denn überhaupt klauen möchte: Unterrichtsmaterial, Kinderspielzeug, Sportartikel…), der muss mit einem heldenhaften Einsatz des einsamen Rächers rechnen…

Stirb Langsam – Solera-Style

Stirb Langsam – Solera-Style

Das originale Poster...

Das originale Poster…

Na, hat schon jemand Angst vor mir bekommen? Ha! Das bringt mich auf weitere Ideen für zu verunstaltende Filmposter…

Zur Aktion „52 Wochen“

Seit nunmehr 18 Wochen läuft Zeilenendes Foto-Aktion „52 Wochen“, an der ich teilnehme. Ziel ist es, jeden Sonntag ein neues Selfie oder Portrait einzustellen, wenn man lustig ist, kann man ihm auch ein bestimmtes Motto verpassen – das liegt mir besonders, daher gab es bislang eigentlich ausschließlich Fotos mit einem bestimmten Motto.

Die üblichen und allesamt sehenswerten Teilnehmer sind:

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Brexit zum Frühstück

Während meiner Yoga-Runde führte am gestrigen frühen Morgen mein iPhone eine Art Breakdance auf: Permanent gingen aktuelle Push-Mitteilungen zum Brexit über meine Tagesschau– und heute-Apps ein und versetzten den Vibrationsalarm in einen wahren Taumel. Das hier ist kein politischer Blog, ich will das auch nicht lange ausdehnen, mir kam nur beim Duschen ein Gedanke, dessen Ausformulierung ich tatsächlich für erstrebenswert erachte.

Der Brexit war aus meiner Sicht eher zu erwarten als der Verbleib in der EU, denn die Briten sind ein stolzes Volk, deren ältere Bevölkerungsschichten sich nach dem alten Glanz des Empire zurücksehnen. In gewisser Weise habe ich mir den Brexit sogar fast herbeigewünscht – nicht wirklich, aber als Gedankenspiel, denn er ermöglicht – nun sogar in der Realität – ein einzigartiges Experiment: Ich habe in Gedanken für mich mal durchgespielt, was die Langzeitfolgen des Brexit sein könnten. Aus meiner Sicht bleiben ja nur drei grundlegende Möglichkeiten zur weiteren Entwicklung:

  1. Es geht den Briten besser als vorher, die Wirtschaft blüht auf, die Politik stabilisiert sich. Das wäre das Signal schlechthin für weitere Länder, in denen die EU-Unzufriedenheit hoch ist, sich zu verabschieden. (Glaubt man einigen Twitterern, so bereitet Horst Seehofer bereits ein eigenes Volksreferendum vor, um Bayern über den Verbleib in/den Austritt aus der EU abstimmen zu lassen…)
  2. Es geht den Briten schlechter als vorher, die Wirtschaft schrumpft schmerzhaft, die Politik destabilisiert sich (und/oder rutscht deutlich nach rechts), soziale Probleme (und in deren Folge ein tumber Nationalismus) verschärfen sich. Eine gewisse Häme gegenüber Großbritannien würde sich EU-weit ausbreiten, die Vorteile einer großen Gemeinschaft würden deutlicher denn je hervortreten und den Zusammenhalt der verbliebenen Länder effektiv stärken. Da die Schotten angeblich ein erneutes Referendum zur Loslösung von England vorbereiten, spekulieren sie offensichtlich auf diesen Ausgang und werden dann als eigenständiges Land selbstverständlich gleich nach der (ebenfalls zu erwartenden) Unabhängigkeit (das wäre ja ein ganz entzückender Wortwitz, denn der Brexit wurde von dessen Befürwortern gestern ja als „Independence Day“ gefeiert) eigene Aufnahmegespräche mit der EU beginnen.
  3. Es passiert fast nichts – nach einer kurzen Anpassungsphase, in der es sicherlich turbulent wird, danach läuft für 85-95 Prozent der Menschen alles in gewohnten Bahnen weiter. Das ist wiederum die spannendste Alternative, denn die Reaktionen der anderen EU-Länder hängen dann von der medialen Interpretation dieser unspektakulären Entwicklung ab. Ich erwähne hier nur ganz beiläufig den Namen einer Zeitung mit vier Großbuchstaben, zu der es in allen europäischen Ländern mindestens ein entsprechendes Pendant gibt – und deren simple, aber häufig (fast schon unablässig) wiederholte, Parolen schon häufig zur Meinungsbildung ganzer gesellschaftlicher Schichten beigetragen haben.

Was daraus wird, hängt nun von der weiteren Entwicklung der kommenden zwei bis fünf Jahre (als Mindestzeitrahmen) ab. Wirklich valide Vergleiche benötigen sicher noch etwas länger, da alle kurzfristigeren Entwicklungen auch anderen ganz üblichen Schwankungen unterliegen könnten.

Schön finde ich persönlich, dass nach der anfänglichen Entsetzenswelle im Internet nun auch einige sehr besonnene Kommentare die möglichen positiven Auswirkungen des Brexit auf das restliche Europa, das — wie ich oben bereits geschlussfolgert habe — ja durchaus auch gestärkt werden könnte, erscheinen, z.B. bei heute.de. Was aus der Angelegenheit wird, dürfte uns allen in den kommenden Jahren wieder und wieder unter die Nase gerieben werden – egal, was in der Substanz dabei herauskommt. Insofern dürfen wir uns als Nicht-Akteure in diesem Spiel ab sofort zurücklehnen und entspannt die Show genießen.

Ein paar aus meiner Timeline ausgewählte Twitter-Kommentare zum Brexit gibt’s noch als kleines Schmankerl:

Das ist sicher zu erwarten, wenn das Experiment misslingt und die Briten schlechter dastehen als vorher

Das ist sicher zu erwarten, wenn das Experiment misslingt und die Briten schlechter dastehen als vorher

Verfrühter Jubel?

Verfrühter Jubel?

Schöner Vergleich — und nicht falsch (ich spreche aus Erfahrung, zumindest was Linux angeht...)

Schöner Vergleich — und nicht falsch (ich spreche aus Erfahrung, zumindest was Linux angeht…)

Schönes Wortspiel!

Schönes Wortspiel!

Dass es so viel ausmacht, war mir vorher nicht bewusst gewesen...

Dass es so viel ausmacht, war mir vorher nicht bewusst gewesen…

Der oben schon erwähnte Seehofer-Bayxit...

Der oben schon erwähnte Seehofer-Bayxit…

Der Brexit aus kulinarischer Sicht

Der Brexit aus kulinarischer Sicht

Ein Grundproblem aller Basisdemokratie...

Ein Grundproblem aller Basisdemokratie…

Nach der Wahl informieren, was könnte schon schiefgehen?

Nach der Wahl informieren, was könnte schon schiefgehen?

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Blog-Parade: Gegen den Strom – Unbekannte/Ungeliebte Lieblingsfilme

Zeilenende hat mich durch seinen heutigen Post auf diese interessante Blogparade der Singenden Lehrerin aufmerksam gemacht: Jeder Teilnehmer nennt zehn Lieblingsfilme, bei denen er der Meinung ist, sie könnten unter Umständen einem größeren Publikum eher unbekannt sein.

Genau dieser letzte Punkt stellt für mich das größte Hemmnis dar, denn ich weiß schlicht und einfach nicht, ob jene Filme, die mir gefallen, eher zur unbekannteren oder eher zur bekannteren Kategorie gehören. Dennoch wage ich es.

Zeilenende listete unter anderem die folgenden Filme, die auch mir gefallen:

  • Enemy Mine: Als Kind hatte ich nur ein Buch über den Film, das habe ich jedoch bestimmt drei- oder viermal gelesen. Die Geschichte gefällt mir trotz einer gewissen Naivität. Obwohl es nicht nur um Menschen geht, handelt der Film von Menschlichkeit in ihrem besten Sinn.
  • Moon: Über diesen Film habe ich erst vor einigen Monaten einen eigenen Blog-Eintrag verfasst, er scheint tatsächlich nicht so bekannt zu sein, wie er es sicher verdient. Neben einigen anderen aktuellen Juwelen der Science Fiction sicher einer der ganz beachtenswerten Knaller der letzten Jahre.
  • Fantastic Four: Die Charaktere besitzen allesamt so wenig Tiefgang und sind derart überzeichnet klischeehaft, dass man eigentlich sofort wieder abschalten müsste. Doch irgendwie amüsiert mich der Film, daher darf er auch in dieser Liste stehen.
  • Liga der außergewöhnlichen Gentlemen: Ich finde die Charaktere hier noch nicht einmal so oberflächlich wie Zeilenende, immerhin sind sie (wenngleich nur sehr) lose an diverse literarische Vorlagen angelehnt. Doch in ihrer Kombination zu einem Team muss man sich immer wieder ans Hirn langen. Dennoch glänzen einzelne Darsteller mit tollen Leistungen, allen voran Sean Connery mit seiner selbstironischen Art.
  • Harry Potter und der Stein der Weisen: Ich mag den ersten Film, vor allem die opulente Optik, die in den späteren Filmen durch zunehmend Action überlagert wurde. Dieser Auftakt ist ein auch für Kinder weitgehend ansprechender Film, unser zehnjähriger Sohn dürfte den durchaus schon angucken, beim zweiten Teil wäre ich entschieden anderer Meinung.
  • Der Hobbit: Den ersten Film mag ich am liebsten, denn er spielt noch am ehesten auf der Ebene der literarischen Vorlage. Ab da geht es durch die unglaubliche Streckung und Überbetonung der Action-Elemente steil bergab. Letztlich besteht der dritte Teil nur noch aus einem elenden (und in seiner Überziehung fast schon ekelhaften) Gemetzel. Das muss ich mir nicht oft ansehen.
  • Police Academy: Ganz ehrlich, nach dem fünften Teil kann ich nicht mehr. Der vierte ist zum Teil schon derart platt getreten, dass man sich fragen musste, wie sie es wagen konnten, immer noch neue Filme an diese Reihe anzuhängen. Doch der erste Film überstrahlt viele andere Komödien durch ein derartiges Feuerwerk an gelungenen Gags, dass man ihn auch problemlos mehrfach recyclen konnte, ohne sie zu überstrapazieren.

Soweit zu den Übereinstimmungen mit Zeilenende. Ich habe aber auch noch ein paar eigene Lieblingsfilme, bei denen mir schlicht das Wissen über die Beliebt-/Bekanntheit fehlt:

  • Dreamcatcher: Nach Lektüre des Buches konnte ich den Film genießen, vorher nicht. Er scheint nicht sonderlich beliebt zu sein, aber ich finde den Film gelungen.
  • Total Recall: Gemeint ist das Original mit Arnold Schwarzenegger. Der Film war vor zwei Jahrzehnten sicher noch sehr bekannt, gehört heute aber wohl eher zum alten Eisen. Die grundlegende Story ist packend, das Ende kann nicht gleich zu Beginn vorhergesehen werden, wenn nur die peinlichen Darsteller nicht wären… Aber ich habe den Film sicher schon zehnmal gesehen. Die Neuverfilmung ist technisch viel gelungener, kann aber mit dem Original nicht mithalten.
  • Critters: Eigentlich übler Science Fiction-/Comedy-Trash, aber als Jugendlicher liebte ich die bescheuerte Handlung und die lahmen Dialoge. Das hat sich bis heute nicht geändert.

So, ich bin nun schon 25 Minuten über meine Bettzeit hinaus, mehr Luxus-Behandlung kann ich in diesen Blog-Eintrag nicht stecken. Der Wecker klingelt in sechs Stunden…

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Solera für Solera

Frisch geliefert – Solera 1847

Frisch geliefert: Solera 1847

Nein, ich befinde mich nicht im Wahlkampf und betreibe mitnichten Eigenwerbung im großen Stil gemäß einiger Gestalten des aktuellen US-amerikanischen Zeitgeschehens. Bei mir sind zwei Dinge eingetreten, die mir den Einstieg in die Ferien – ohnehin eine angenehme Sache – noch deutlich versüßen werden:

  1. Gestern kam meine große Box mit allen „Dr. House“-Staffeln. Da ist vor allem die frühen Staffeln mehr oder weniger gar nicht kenne, ist das eine schöne Alternative zu den von mir und meiner Frau sehr geschätzten „Eureka“-Folgen, die sonst unsere Abende begleiten.
  2. Heute lieferte DHL einen ganzen Karton mit sechs Flaschen des einzigartigen Oloroso, der diesem Blog seinen Namen (eventuell sogar gegen seinen Willen – gefragt habe ich ihn nicht) leiht: Solera 1847 von González-Byass. Die erste Flasche ist bereits im Kühlschrank. Wenn ich heute Abend mit unserer Jüngsten vom Kinderturnen zurück bin und endgültig in eine etwas entspanntere Verfassung hineingleite, wird entkorkt und das erste Glas genossen. Das letzte liegt fast zwei Jahre zurück – eigentlich ein untragbarer Zustand!

Sollte mir das Glas besonders gut munden (und ich bin absolut zuversichtlich, dass es dieses Kriterium in gewohnt bravouröser Art erfüllen wird), kann es durchaus passieren, dass ihm noch ein oder zwei weitere folgen. Mal sehen, ob ich dann morgen darüber bloggen muss, dass mein Schädel ein paar Nummern zu groß und schwer ist… Prost!

Irgendwann lade ich mal den höchst geschätzten Zeilenende und die einzigartige Es Marinsche kocht auf einen schönen Tag in die Casa „Solera 1847 und Multicolorina dilettiert“ ein, dann bekommen sie auch von diesem Nektar der Götter zu trinken. Und dann kochen und backen (und schlemmen) wir gemeinsam, bis die Stadtwerke anrufen und sich beschweren, dass ihnen bald der Strom ausgeht…

Laufstatistik 2016
– 75 Läufe
– Kilometer gesamt: 1.132,94
– Laufzeit: 111 Stunden 27 Minuten

 

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Meilensteine

In den letzten Tagen war das morgendliche Laufen etwas anstrengend, denn das letzte Wochenende hing mir noch ganz schön nach. Zusätzlich steht in der Schule gerade sehr viel Arbeit an, denn am kommenden Samstag findet der Grundschul-Informationstag statt, an dem ein paar hundert interessierte Viertklässler mit ihren Eltern, Geschwister und zum Teil noch weiteren Angehörigen in die Schule strömen, um sich anzusehen, ob das etwas für sie wäre. Als Musiklehrer ist man da natürlich an vorderster Front dabei: Ich umrahme seit meinem ersten Jahr an der Schule immer die Hauptinformationsveranstaltung – dieses Jahr mit Blechbläserensemble und dem vierstündigen Musikkurs der Oberstufe. Und da gibt es haufenweise Kleinkram zu erledigen, was ja nun nichts Neues ist, die Zeit muss aber aufgebracht werden.

Am vergangenen Sonntag hatte ich zusätzlich einen spannenden, aber auch recht anstrengenden EJO-Probentag in Ellwangen. Im Herbst steht ein Konzert mit Axel Schlosser (von der HR-Big Band) an, das ich jedem interessierten Jazz-Hörer aus der Region nur ans Herz legen kann. Wenn der Termin näher rückt, werde ich an dieser Stelle erneut davon berichten.

Ich beim Probentag

Hier sieht man mich beim Probentag (Foto von Thomas Frindt)

Der Probentag war vor allem deswegen anstrengend für mich, weil mir die kurze Nacht nach dem Kabarett-Abend mit Urban Priol noch etwas nachhing. Da wir etliche neue Stücke ausprobierten oder an bereits geprobtem Material intensiv arbeiteten, war die Konzentration über Stunden hinweg vonnöten. Uff! Aber ich schlug mich nicht schlecht genug, um den Leiter dazu zu bewegen, einen Ersatz für mich zu suchen…

Zurück zum Laufen und der Überschrift: Heute habe ich einen kleinen Meilenstein geknackt und die 700 Kilometer in diesem Jahr überschritten. Wenn ich in dem Maße weiterlaufe, sollte im März auf jeden Fall die 1.000 Kilometer-Marke fallen. Aber ich warte geduldig ab und laufe nach meiner Verfassung, wenn mal wieder ein schlapper Tag kommt, dürfen es auch weniger als 15 Kilometer am Morgen sein. Heute früh allerdings habe ich zum Laufen das aktuellste Cotton Reloaded-Hörbuch (Nr. 41) gehört (also: bis zur Hälfte): Himmlisch spannend und vollgepackt mit den lang ersehnten Dialogen zwischen Decker und Cotton. Da fliegen die Füße von ganz allein die paar Kilometerchen entlang…

Demnächst muss ich noch einen ausführlichen Bericht über meine Erfahrungen mit dem Shine 2-Fitness-Tracker verfassen und hier einstellen. Eines kann ich schon sagen: Er schummelt ein bisschen zu meinen Gunsten. Angeblich habe ich mich heute nämlich schon sehr weit fortbewegt…

Heute in Shine

Mein Tag im Shine-Interface

Ich habe auch schon eine konkrete Vorstellung, wie es zu diesem Irrtum bzw. dieser Übertreibung kommt: Die Schrittzählung dürfte ungefähr passen, denn beim FuelBand hatte ich an Tagen wie heute (Mittwoch ist ein langer Schultag mit vielen Wegen durch das Schulhaus) ganz ähnliche Werte. Vermutlich ist das Shine 2-Umrechnungssystem von Schritten auf zurückgelegte Distanz einfach großzügiger. Wenn ich meinen morgendlichen Lauf mit 15,5 Kilometern abgeschlossen habe, wird mir nicht selten ein Wert jenseits der 18, gelegentlich sogar der 20 Kilometer angezeigt. Der Distanz schenke ich also keinen Glauben, der Schrittzählung schon.

Jetzt wird es Zeit, den Feierabend einzuläuten, mein müder Kopf schreit nach einer Folge – Zeilenende sei's gedankt! – Eureka. Bis morgen!

Laufstatistik 2016:

  • 48 Läufe
  • Kilometer gesamt: 705,37
  • Laufzeit: 68 Stunden 43 Minuten

 

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Zeilenende – der Verführer…

Gestern bestellt - heute geliefert...

Gestern bestellt - heute (endlich) geliefert: Eureka (die komplette Serie)

Als hätten wir es nicht alle schon lange geahnt: der gute Zeilenende ist ein wahrer Verführungskünstler. Mich hat er in Versuchung gebracht, ich habe ihr haltlos nachgegeben. Die Rede ist von „Eureka“, der TV-Serie, über deren Binge-Watching-Erfahrungen Zeilenende in diesem Artikel schreibt.

Die Beschreibung dieser einen Serie hat mir getaugt, also habe ich mir spontan am Donnerstag früh (gegen 6:00 h) bei Amazon die gesamte Serie bestellt, heute Nachmittag wurde sie geliefert – und natürlich habe ich meine Frau dazu gezwungen, sich mit mir heute Abend noch die erste Folge anzusehen. Und mir gefällt die Serie schon nach der ersten Folge richtig gut.

Nun muss ich mich doch tatsächlich bis morgen gedulden, um endlich die nächste Folge sehen zu können (heute bleiben meine Augen nicht mehr lange genug offen). Und wer ist schuld daran? Ruft es laut mit mir: ZEILENENDE!

Spaß beiseite: Der Tipp war wirklich superb, denn schon in diesem Pilotfilm sind die wichtigsten Elemente für eine gute Serie sowie einiges an Entwicklungspotenzial so angelegt, dass man sich gut vorstellen kann, was alles für abstruse neue Entwicklungen stattfinden könnten. Hervorragend!

 

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Halbfertiges…

Ich gehöre ja eher zur Frühaufsteher-Fraktion, das liegt mir, ich habe keine Probleme damit. Auf die Weise kann ich mein Sportprogramm hinter mich bringen, bevor ich zur Schule aufbreche. Nur bringt es einen entscheidenden Nachteil mit sich: Ich bin abends unglaublich schnell platt. Ab 21:00 oder 21:30 h bin ich einfach zu nichts mehr zu gebrauchen.

Zweimal im Monat habe ich eine Big Band-Probe in Ellwangen, denn ich bin einer der Trompeter im Ellwangen Jazz Orchestra. Diese Probe geht immer bis 22:00 h. Dann muss noch ungefähr zehn Minuten lang der Raum in seinen Urzustand zurückversetzt werden, danach geht es mindestens 20 Minuten mit dem Auto nach Hause… Diese Abende sind rein von der Müdigkeit her betrachtet höchst unbefriedigend. Vor allem bin ich dann daheim wieder erstaunlich wach, weil ich mich so lange über meinen Punkt hinaus wachgehalten habe. Dumme Sache!

Aber zurück zum Thema: Abends pflegen wir die Kinder gegen 20:00 h in ihre Betten bzw. Zimmer zu stecken/schicken. Doch das dauert häufig satte 30 Minuten. Damit bleiben uns vor meinem vollendeten Abschlaffen nur noch etwa eine Stunde, vielleicht auch mal 90 Minuten, wenn es bei den Kindern wider Erwarten mal schnell ging. Einen richtigen Film, der auch diese Bezeichnung verdient, anzusehen, ist damit eine komplizierte Geschichte.

Und so haben meine Frau und ich vermutlich mehr Filme in Dritteln oder Hälften gesehen als alle anderen Menschen auf der Welt. Zum Glück merkt sich das Apple TV die Position. Sonst wäre das mühsam! Geht es noch jemandem in meiner riesigen Gefolgschaft so?

 

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