Silent Brass: 20+ Jahre

1996 war ich noch ein junger Student, gerade einmal im zweiten Semester meines ersten Diplomstudiums (Orchestermusik). Für Rundfunkaufnahmen mit dem Bayerischen Rundfunk probte ich in Bayreuth mit einem Projektorchester und einigen Gesangssolisten (hier) für die Aufzeichnung der mehrere europäische Länder einbeziehenden Produktion einer tschechischen Oper (ich glaube, der Titel war „Im Brunnen“, aber es ist einfach schon so lange her…).

Kauf auf Empfehlung

Einer der anderen Musiker, ein Hornist, war gleichzeitig der Chef eines Musikgeschäfts in Bayreuth. Während einer Pause erzählte er mir von einer tollen technischen Neuerung: Yamaha hatte einen Übedämpfer für Trompete entwickelt, der fast frei vom sonst üblichen (und äußerlich hinderlichen) Rückstau (die Luft, die man vorne in die Trompete reinbläst, muss ja irgendwo wieder herauskommen) funktionierte. Zusätzlich konnte der Dämpfer mit einem elektronischen Gerät verbunden werden, über das man sowohl eine externe Klangquelle einschleifen als auch mit einstellbarem Raumhall spielen könne. Der Clou aber war, dass all das nach außen hin so leise blieb, dass man damit auch problemlos in einem Hochhaus üben könne, ohne die Nachbarn zu stören.

Ich wohnte damals im siebten Stock eines Hochhauses, außerdem war es zu der Zeit mein „Beruf“, jeden Tag mehrere Stunden mit Üben zu verbringen. Die Problematik war mir mehr als bewusst – und ich wollte auch nicht dauernd zum Haus meiner Eltern im nächsten Ort weiterfahren, um dort üben zu können… Also kaufte ich mir das angepriesene Gerät, es hieß Silent Brass.

Erfahrung

Das war vor 22 Jahren. Ich habe den Dämpfer immer noch. Erst letzte Woche habe ich täglich im Urlaub mit ihm geübt. Ich verwende zwar seit Jahren nicht mehr das elektronische Zusatzgerät (das „Studio“), weil ich dafür neben dem Dämpfer auch die ganzen Kabel, sechs (!) AAA-Batterien (bzw. Akkus und ein Ladegerät) und einen Kopfhörer mitschleppen müsste. Aber es klappt eben auch ohne den „Technik-Kram“, nur auf akustischem Wege.

Modernisierung

Vor ein paar Monaten kam nun eine neue Version des bewährten Systems heraus. Ein Kollege in der Schule, ebenfalls Blechbläser, erzählte mir davon. Doch ich vergaß es wieder. Bis ich letzte Woche im Urlaub eben wieder täglich mit dem „alten“ Silent Brass übte. Ich erinnerte mich, mein Interesse war geweckt, also recherchierte ich ein wenig – und tatsächlich berichten viele Benutzer, dass es nochmals deutlich besser geworden sei. Nun war ich wirklich gespannt, am Donnerstag bestellte ich das Set, gestern wurde es geliefert, heute habe ich das erste Mal damit geübt.

Mein erstes Fazit: „WOW!“ Insgesamt liegen gut 22 oder 23 Jahre technischer Entwicklung zwischen den beiden Geräten, es war mir klar, dass es hier und da Verbesserungen geben musste, doch das Ausmaß und die Stimmigkeit der Innovation hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit überraschte mich dann doch.

Vergleich zwischen altem und neuem Modell

Um allen, die es interessiert, einen Einblick zu geben, habe ich ein paar schöne Foto-Vergleiche angestellt, die sehr schnell zeigen, was sich getan hat.

Schon der bloße Blick auf die Verpackung zeigt, dass das alte Modell deutlich größer war (klar lag das auch an der Art, wie alles im Karton untergebracht war, dennoch ist die Dimension eine gänzlich andere):

Links das alte, rechts das neue Modell
Links das alte, rechts das neue Modell

Der Verpackungsinhalt ist nicht allzu unterschiedlich, wenn man sich anguckt, was grundsätzlich an Teilen enthalten ist:

Lediglich das Netzteil war beim alten Gerät mitgeliefert, so eines ist heute nicht mehr vorgesehen (kein Wunder, wer möchte beim üben maximal 1,5 Meter von der Steckdose entfernt stehen).
Lediglich das Netzteil war beim alten Gerät mitgeliefert, so eines ist heute nicht mehr vorgesehen – kein Wunder, wer möchte beim Üben maximal 1,5 Meter von der Steckdose entfernt stehen?

Wie man gleich sehen kann, gab es am elektronischen Teil viele Einstellmöglichkeiten, die beim Üben aber tatsächlich kaum ins Gewicht fallen, deswegen wurde der Großteil davon in der Revision abgeschafft. Aus der Praxis heraus weiß ich sicher, dass das kein Verlust ist, denn „zu viele Einstellungsmöglichkeiten“ verleiten fast immer dazu, „zu viel daran herumzuspielen“ – man sollte sich aber eher auf das Üben konzentrieren, nicht an der Technik herumbasteln. Ganz abgesehen davon konnte man sich mit der Reverb-Einstellung „Church“ hinsichtlich des eigenen Sounds ganz schön in die Tasche lügen…

Der elektronische Begleiter ist gleich deutlich schlanker ausgefallen, funktioniert aber (mit weniger Einstellungsmöglichkeiten) genauso gut.
Der elektronische Begleiter ist gleich deutlich schlanker ausgefallen, funktioniert aber (mit weniger Einstellungsmöglichkeiten) genauso gut.

Auf beiden Fotos habe ich mit voller Absicht die Kopfhörer unterschlagen, denn nach 22 Jahren gibt es das originale Paar Kopfhörer aus der blauen Kartonage einfach nicht mehr.

So weit ragt der alte Dämpfer aus dem Schallstück der Trompete heraus...
So weit ragt der alte Dämpfer aus dem Schallstück der Trompete heraus…
...und so (wenig) weit ist es beim neuen Modell – ich habe das rechte Foto nur dazugenommen, weil man vom Dämpfer links so wenig sieht.
…und so (wenig) weit ist es beim neuen Modell – ich habe das rechte Foto nur dazugenommen, weil man vom Dämpfer links so wenig sieht.

Tja, die Länge des Dämpfers hat sich am deutlichsten verändert, denn das originale Modell ragte wirklich weit aus der Trompete heraus (je nach Schallstück 10-15 Zentimeter). Wenn man da beim Üben in einer engen Wohnung oder einem kleinen Hotelzimmer nicht aufpasste, konnte man schon einmal anstoßen – eine schmerzhafte Sache, da sich der Stoß über Instrument und Mundstück auf die Lippen und Schneidezähne überträgt… (Ich schreibe aus schmerzvoller Erfahrung.)

Ein weiterer Nachteil des weiten Herausragens des alten Dämpfermodells war, dass es gerne mal nach einer Weile des Übens (wenn sich genug Feuchtigkeit aus der Atemluft im Schallstück angesammelt hatte), herausfiel. Ich ging, nachdem mir das ein- oder zweimal passiert war, dazu über, das Verbindungskabel vom Dämpfer zum Studio noch einmal um das Schallstück der Trompete zu winden, sodass der Dämpfer im Fall der Fälle erst einmal daran baumeln konnte. Dafür wurde das Kabel dann etwas kurz… Das neue Modell sitzt so tief und stabil im Schallstück, dass ich mir darüber erst einmal keinen Kopf zerbrechen muss.

Fast 118 Gramm – kein echtes „Schwergewicht“, am Ende eines Hebels aber deutlich spürbar...
Fast 118 Gramm – kein echtes „Schwergewicht“, am Ende eines Hebels aber deutlich spürbar…
Mit 69 Gramm sogar noch unter der Herstellerangabe (vielleicht haben die auch das Kabel eingerechnet) – den Unterschied fühlt man, vor allem in Verbindung mit der neuen Form!
Mit 69 Gramm sogar noch unter der Herstellerangabe (vielleicht haben die auch das Kabel eingerechnet) – den Unterschied fühlt man, vor allem in Verbindung mit der neuen Form!

Neben der Form ist das Gewicht des Dämpfers entscheidend, hier ist der Unterschied ebenfalls deutlich spürbar: fast 118 Gramm beim alten Modell stehen nicht einmal 70 Gramm beim neuen gegenüber. Verbindet man das mit der deutlich komprimierten Form, so ist das neue Modell viel besser im Alltag einzusetzen. Das ist sinnvolle Innovation, die auf Erfahrung basiert.

Eine Sache kann ich fotografisch nicht festhalten: den Rückstau. Beim Mundstück bläst man als Trompeter komprimierte Luft in das Instrument hinein, die muss ja irgendwo entweichen. Wie genau das Silent Brass-System die Kanalisierung gestaltet, dass es ohne den sonst üblichen – und äußerst hinderlichen – Rückstau klappt, weiß ich nicht. Dennoch: Auch an dieser Front hat sich einiges getan. Um es zu testen, habe ich heute von den 40-50 Minuten Üben zuerst 35 Minuten ohne Dämpfer gespielt. Dann bin ich auf den neuen Übedämpfer umgestiegen, um den direkten Vergleich zum „offenen“ Spielen zu erfühlen. Und das hat mich tatsächlich am meisten umgehauen, denn es war so gut wie gar kein Unterschied mehr zu fühlen. Wie auch immer die das hinbekommen haben, es war ein Geniestreich!

Fazit

Ich bin derart begeistert, dass ich in den nächsten Tagen garantiert allein deswegen noch einige Male mit dem neuen Silent Brass üben werde, auch wenn ich das hier (also zuhause) gar nicht müsste. Den Machern des neuen Systems sollten ganze Generationen von Trompetern dankbar sein, denn nun kann man wirklich „immer und überall“ spielen, ohne andere Leute damit zu nerven – gerade als Student, der eventuell in einem beengten Wohnheim üben muss ist das eine fantastische Sache! Hut ab vor den Entwicklern!

Ein willkommener Kahlschlag

In der ersten Woche der Osterferien ging ein Trupp Problembaumfäller – für uns etwas überraschend – gleich auf dem benachbarten Grundstück, das der Caritas gehört, an die Arbeit, um insgesamt 12 Pappeln zu fällen. Da die Bäume uns mehr Ärger als Freude gebracht hatten, waren wir (gemeint sind die Eltern in diesem Haushalt) sehr erfreut, dass die gut 20 Meter hohen Bäume verschwanden, denn sie warfen im Frühjahr die klebrigen Knospenhülsen auf unsere Terrasse, im Sommer die „Wolle“ und im Herbst das Laub, das bei 12 riesigen Bäumen Jahr für Jahr eine unglaubliche Menge ergab… Darüber darf nicht vergessen werden, dass die Pappeln bei stärkerem Wind immer wieder auch recht große und dementsprechend schwere Äste verloren, die zum Teil auf unserer Terrasse landeten, was ein ständiger Grund zur Sorge war.

Die Arbeit ging äußerst zügig voran, denn binnen zweier Tage war alles geschafft: Erst wurden die Äste entfernt, dann zum Teil die Bäume von oben nach unten verkürzt, dann der Rest gezielt in einer vorher festgelegten Richtung gefällt. Seitdem haben wir hier wieder Unmengen an Licht im Wohnzimmer – und das, obwohl die Bäume noch nicht einmal belaubt waren. Es folgen ein paar Bilder vom zunehmenden Kahlschlag.

Der Blick aus dem Arbeitszimmer VOR dem Kahlschlag
Der Blick aus dem Arbeitszimmer VOR dem Kahlschlag

Ein schönes Detail aus dem ersten Bild: Im Baum ganz rechts hängt (ungefähr am oberen Ende des untersten Drittels) ein loser Ast, der locker vier oder fünf Meter lang war. Beim nächsten starken Windstoß hätte der jederzeit herabstürzen können – eine gruselige Vorstellung…

Das Entasten schreitet schnell voran – das war der Stand nach wenigen Stunden am ersten Arbeitstag.
Das Entasten schreitet schnell voran – das war der Stand nach wenigen Stunden am ersten Arbeitstag.
Am späten Vormittag des zweiten Tages waren an keinem der 12 Pappeln noch irgendwelche Äste vorhanden...
Am späten Vormittag des zweiten Tages waren an keinem der 12 Pappeln noch irgendwelche Äste vorhanden…
Der Blick aus dem Arbeitszimmer am zweiten Tag (früher Nachmittag)...
Der Blick aus dem Arbeitszimmer am zweiten Tag (früher Nachmittag)…
Hier fällt gerade der vorletzte Baum – eine Meisterleistung der Baumfäller, denn keine der beiden Holzhütten nahm Schaden. Respekt!
Hier fällt gerade der vorletzte Baum – eine Meisterleistung der Baumfäller, denn keine der beiden Holzhütten nahm Schaden. Respekt!

Für alle Baumfäller-Fetischisten habe ich noch ein kleines Filmchen gebastelt, das den endgültigen Fall eines Pappelstamms zeigt. Der Film liegt in meiner Dropbox, dauert aber nur ein paar Sekunden, daher sollte der Download recht schnell gehen…

Ein Platz, 12 Monate – 12 – Januar 2018

In diesem von Zeilenende initiierten Projekt wird ein Ort ein Jahr lang fotografisch begleitet, jeweils am letzten Sonntag im Monat wird der dann aktuelle Zustand hier präsentiert.

Ta-daaaa! Und schon ist der zwölfte und somit letzte Beitrag zu dieser Kategorie erreicht. Es bleibt die Frage, wie es denn nun weitergehen soll. Ganz klar darüber bin ich mir momentan noch nicht, denn aktuell fehlt es mir an der Zeit, auch nur mein Album der Woche ganz regelmäßig zu vollenden. Insofern sollte ich mir vielleicht erst einmal kein größeres Projekt ans Bein binden.

Ich bleibe auch für dieses letzte Mal den drei früher eingenommenen Perspektiven treu: (1) Von der Terrasse aus, (2) vom Rand des neu angelegten Abschnitts aus um die Hausecke, (3) vom Woodport aus auf die drei Etagen.

Von der Terrasse aus...
Von der Terrasse aus…
Vom Rand um die Hausecke...
Vom Rand um die Hausecke…
...und vom Woodport aus.
…und vom Woodport aus.

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Ein Platz, 12 Monate – 11 – Dezember 2017

In diesem von Zeilenende initiierten Projekt wird ein Ort ein Jahr lang fotografisch begleitet, jeweils am letzten Sonntag im Monat wird der dann aktuelle Zustand hier präsentiert.

Jahreszeitlich bedingt sind draußen kaum mehr grüne Pflanzen zu sehen, Grau und Braun sind die dominierenden Farbtöne, dennoch bin ich in dieser Hinsicht vom Wechselspiel eher ungestresst – mit steigendem Alter nimmt man vieles einfach hin, was in den „Sturm und Drang“-Tagen gerne noch hochdramatisiert wurde. Was mir jedoch gefällt: Der Garten hat sich in den letzten anderthalb Jahren gut „gesetzt“, alles wirkt mehr so, als ob es genau so hätte sein sollen. Wenn noch drei oder vier Jahre ins Land gezogen sind, wird sich dieser Eindruck sicher noch deutlich verstärken. Vielleicht denke ich ja daran, dann gibt’s einen Nachtrag…

Ich bleibe auch am letzten Tag des Jahres 2017 den drei etablierten Perspektiven treu: (1) Von der Terrasse aus, (2) vom Rand des neu angelegten Abschnitts aus um die Hausecke, (3) vom Woodport aus auf die drei Etagen.

Von der Terrasse aus...
Von der Terrasse aus…
Vom Rand um die Hausecke...
Vom Rand um die Hausecke…
...und vom Woodport aus.
…und vom Woodport aus.

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Mir ist heute beim Anpassen der Titelzeile noch etwas aufgefallen: Summa summarum handelt es sich hierbei schon um den vorletzten Beitrag in dieser Kategorie. Für das kommende Jahr muss ich mir noch ein spannendes neues Projekt überlegen, die mich auf der fotografischen und eventuell auch bildbearbeitenden Ebene herausfordert. Auch das Zeitintervall ist nicht ganz unwichtig, denn der monatliche Abstand ist schon sehr lang, wobei die „52 Wochen“ vorher durchaus recht arbeitsintensiv waren. Vermutlich wird es der Mittelweg, aber noch ist nichts in trockenen Tüchern, ich habe ja noch einen guten Monat, um mir die Sache zu überlegen (und Vorschläge sind mir stets willkommen).

Ein Platz, 12 Monate – 10 – November 2017

In diesem von Zeilenende initiierten Projekt wird ein Ort ein Jahr lang fotografisch begleitet, jeweils am letzten Sonntag im Monat wird der dann aktuelle Zustand hier präsentiert.

Wie ich in den letzten Beiträgen schon angekündigt habe: Die Überdachung der Terrasse ist (endlich) da. Und sie sieht fantastisch aus! Ein paar Bilder lassen euch unter Garantie den Sabber im Mund zusammenlaufen:

Eigentlich am frühen Nachmittag aufgenommen, doch der November macht‘s möglich, dass es wie die Abenddämmerung aussieht...
Eigentlich am frühen Nachmittag aufgenommen, doch der November macht‘s möglich, dass es wie die Abenddämmerung aussieht…
Ein Blick nach oben in die (mehr als lästigen) Pappeln – ein Genuss!
Ein Blick nach oben in die (mehr als lästigen) Pappeln – ein Genuss!
Die Perspektive täuscht, anscheinend habe ich mich wohl beim Fotografieren mit dem iPhone an die Neigung des Glasdachs angepasst, die Pfeiler stehen sehr wohl ganz kerzengerade (immerhin auf den von mir geschaffenen Fundamenten)!
Die Perspektive täuscht, anscheinend habe ich mich wohl beim Fotografieren mit dem iPhone an die Neigung des Glasdachs angepasst, die Pfeiler stehen sehr wohl ganz kerzengerade (immerhin auf den von mir geschaffenen Fundamenten)!

Ab jetzt können wir also auch bei Regenwetter die Terrasse nutzen, im Winter müssen die Möbel nicht mehr in den Keller getragen werden – es ist von vorn bis hinten eine Wucht! Ich träume schon davon, im späten Frühling mittags bei Regen mich vom Geräusch der vielen Tropfen auf das Glasdach so einlullen zu lassen, dass ich auf dem Sofa (dann natürlich mit Polstern) einfach eindöse. Hmmmmm.

Ansonsten ist der Wandel der Jahreszeit wie immer unübersehbar (mit Ausnahme der prächtig blühenden Blumen, die sich irgendwie antizyklisch gebärden, dabei aber super aussehen), und so bleibe ich den drei gewohnten Perspektiven treu: (1) Von der Terrasse aus, (2) vom Rand des neu angelegten Abschnitts aus um die Hausecke, (3) vom Woodport aus auf die drei Etagen.

Von der Terrasse aus...
Von der Terrasse aus…
Vom Rand um die Hausecke...
Vom Rand um die Hausecke…
...und vom Woodport aus.
…und vom Woodport aus.

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Sonntagsspaziergang am Montag

Heute ist der erste „echte“ Ferientag, da die letzten beiden Tage einfach nur Wochenende waren. Trotzdem haben wir einige Punkte der To-Do-Listen abgehakt, uns gesund ernährt und uns gemäß der verfügbaren Zeit bewegt. Dazu gehörte auch ein schöner Nachmittagsspaziergang mit den Kindern, bei dem zwei wundervolle Fotos entstanden, die ich auf diesem Wege teilen möchte:

Das erste Bild wurde ohne Fokus auf die Sonnenstrahlen aufgenommen – entsprechend hell ist der Vordergrund.
Das erste Bild wurde ohne Fokus auf die Sonnenstrahlen aufgenommen – entsprechend hell ist der Vordergrund.
Hier habe ich den Fokus auf die Sonnenstrahlen gesetzt, wodurch die Wirkung fast noch stärker ausfällt. Aber das ist natürlich Geschmacksache.
Hier habe ich den Fokus auf die Sonnenstrahlen gesetzt, wodurch die Wirkung fast noch stärker ausfällt. Aber das ist natürlich Geschmacksache.

Schönen Abend und gute Erholung!

Ein Platz, 12 Monate – 09 – Oktober 2017

In diesem von Zeilenende initiierten Projekt wird ein Ort ein Jahr lang fotografisch begleitet, jeweils am letzten Sonntag im Monat wird der dann aktuelle Zustand hier präsentiert.

Durch die Kälte im September konnte der Herbst gnadenlos Einzug halten. Immerhin haben die Pappeln ihr schier unerschöpfliches Blattwerk mittlerweile (und sogar schon bis Mitte Oktober) komplett abgelegt. Das milde Wetter der vergangenen Wochen war dann noch einmal ein echter Lichtblick – sowohl für das Montieren der Photovoltaik-Anlage (hier) als auch für die mit dem Pedelec bestrittenen Wege hin zur Arbeit und zurück.

Wie bereits angekündigt: Bei uns steht eine gravierende Veränderung im Garten an, eine Überdachung der Terrasse, doch ist der Termin auf die zweite November-Woche gelegt worden, also gibt es heute davon noch nichts zu sehen – außer natürlich den drei monströsen Betonfundamenten für die Stützpfeiler.

Ein wahrlich erhebender Anblick... Spaß beiseite: Die Fotos wurden gleich nach Fertigstellung geschossen, daher sieht alles noch so „glibberig“ aus.
Ein wahrlich erhebender Anblick… Spaß beiseite: Die Fotos wurden gleich nach Fertigstellung geschossen, daher sieht alles noch so „glibberig“ aus.

Insgesamt 16 Säcke Zement wurden darin verarbeitet, drei komplette Tage war ich mit Buddeln und weitere zwei Tage mit Zementmischen und Auffüllen der Löcher beschäftigt. Nun aber sollte eine ausreichende Stabilität (sowie Langlebigkeit durch die Tiefe) gewährleistet sein. Beim nächsten Mal gibt es sicher ein paar Bilder von der Terrassen-Überdachung – vermutlich erhält sie sogar einen separaten Blog-Eintrag.

Ansonsten ist der Wandel der Jahreszeit unübersehbar, und wie immer bleibe ich bei den drei Perspektiven: (1) Von der Terrasse aus, (2) vom Rand des neu angelegten Abschnitts aus um die Hausecke, (3) vom Woodport aus auf die drei Etagen.

Von der Terrasse aus...
Von der Terrasse aus…
Vom Rand um die Hausecke...
Vom Rand um die Hausecke…
...und vom Woodport aus.
…und vom Woodport aus.

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Ein Platz, 12 Monate – 08 – September 2017

In diesem von Zeilenende initiierten Projekt wird ein Ort ein Jahr lang fotografisch begleitet, jeweils am letzten Sonntag im Monat wird der dann aktuelle Zustand hier präsentiert.

Der Sommer ist dem Herbst gewichen, wie man unschwer erkennen kann: Die von uns ach so heiß geliebten Pappeln werfen schon wieder ihr Blattwerk von sich – eine von drei Plagen, die diese Bäume jedes Jahr für uns bereit halten…

Die im letzten Blog-Eintrag dieser Sparte angekündigten Veränderungen im Garten werden tatsächlich immer konkreter, allerdings sicher noch nicht gleich zu Beginn des Monats Oktober. Allerdings könnte es tatsächlich passieren, dass ich beim nächsten Mal schon eine neue Entwicklung dokumentieren kann – wenn denn die Götter des Handwerks uns wohlgesonnen sind.

Für heute habe ich dennoch auch eine kleine Besonderheit neben den obligatorischen drei Perspektiven, die weiter unten folgen. Vor ein paar Wochen kam unsere diesjährige Holzlieferung für die winterliche Befeuerung unseres Ofens. Gleich nach der Lieferung investierte ich mehrere Tage, alle zu großen Stücke (die würden nicht gut brennen) zu zerhacken, die gleiche Prozedur wandte ich auf das Anzündholz an.

Doch das Holz ist kein allzu spannendes Motiv, ganz im Gegensatz zu den Spinnen, die daran und an der Hauswand ihre Netze befestigen und sich somit gleich in mein Blickfeld begaben. Also musste ich das iPhone zücken und mit dem schönen Porträt-Modus draufhalten:

Zwei der größeren Exemplare, es gäbe noch etliche weitere in nächster Nähe — wie gut, dass ich keine Arachnophobie habe...
Zwei der größeren Exemplare, es gäbe noch etliche weitere in nächster Nähe — wie gut, dass ich keine Arachnophobie habe…

Beim Rest gibt es heute keine Experimente, denn wie immer bleibe ich bei den drei Perspektiven: (1) Von der Terrasse aus, (2) vom Rand des neu angelegten Abschnitts aus um die Hausecke, (3) vom Woodport aus auf die drei Etagen.

Von der Terrasse aus...
Von der Terrasse aus…
Vom Rand um die Hausecke...
Vom Rand um die Hausecke…
...und vom Woodport aus.
…und vom Woodport aus.

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Strukturiert neu starten

In diesem Jahr habe ich den Sommer recht gut genutzt und einige Arbeitsblätter, mit denen ich schon lange nicht mehr richtig zufrieden war, überarbeitet. Das Ergebnis wird in den kommenden Wochen gleich mehrfach eingesetzt, sodass ich dann ziemlich schnell eine recht konkrete Einsicht bekommen werde, ob sich der Arbeitsaufwand gelohnt hat.

Aber da wollte ich nicht stehen bleiben. In meinem Musikraum gibt es ca. 35-40 Notenpulte. Da es sich um den größten Raum in der Schule (abgesehen von den Turnhallen) handelt, wird er ziemlich oft für zusätzliche Veranstaltungen genutzt (auch das Abitur wird jedes Jahr in diesem Raum geschrieben, was mich zwei Wochen lang in andere Räume zwingt, aber mittlerweile habe ich mich damit arrangiert). Tja, und jetzt stelle man sich den Hausmeister vor, der die Bestuhlung für die Veranstaltung vornehmen will und erst einmal gut 40 Notenständer wegtragen muss, weil sie im Weg sind. Ich verstehe vollkommen, dass ihn das ziemlich nervt, weswegen ich ihm oft dabei helfe und ihm immer anbiete, es kurz vor Stundenende mit einer Klasse zu machen (dann dauert es nur eine Minute).

Dennoch schwebte mir eine bessere Lösung vor, die insgesamt auch etwas mehr Ordnung in meinen Raum bringen würde. Nach ein wenig Vorab-Organisation (Finanzierung, Skizze zur Planung anlegen etc.) startete ich gestern zum Baumarkt und kaufte für knapp 190 € Material, das in meinem Keller landete. Jeweils 90 Minuten brauchte ich, dann waren die beiden Ständerwägen fertig.

Hier der erste nach seiner Fertigstellung noch im Keller (ganz in der Nähe der Solera-Vorräte...)
Hier der erste nach seiner Fertigstellung noch im Keller (ganz in der Nähe der Solera-Vorräte…)

Mit zum Material gehörten auch zwei 100 Stück-Packungen Holzschrauben, die während der Konstruktion – so knapp hatte ich es nicht erwartet – fast komplett aufgebraucht wurden. Darunter fand sich auch dieses Glanzstück einer Schraube, die mir dann doch nicht ganz so geeignet schien, zwei Holzteile aneinander zu fixieren…

Diese Schraube sitzt immer locker...
Diese Schraube sitzt immer locker…

Heute früh brachte ich mit der Hilfe unseres Großen die beiden fertigen Ständerwägen in die Schule – und was für einen aufgeräumten Anblick sie bieten:

Hier die beiden fertigen Ständerwägen in meinem Musikraum
Hier die beiden fertigen Ständerwägen in meinem Musikraum

Bevor sich nun jemand wundert, welch luxuriös und generös bemessenen Räumlichkeiten ich in der Schule nutzen darf: Genau an der Stelle, die die beiden Ständerwägen im Foto einnehmen, stehen normalerweise 20 Tische für die Schüler, dann wird es schon ein wenig „gemütlicher“.

Gut, trotz des schönen Fotos kann sich vielleicht der eine oder andere noch nicht vorstellen, wofür man einen Ständerwagen benötigt. Ganz einfach: So lassen sich auf einen Schlag gut 15 Notenständer befördern:

Hier ein mit 15 Notenpulten beladener Ständerwagen, mit ein wenig Hilfe und Geduld bekäme man sicher auch 16 oder 17 hinein, ich war so schon ganz zufrieden...
Hier ein mit 15 Notenpulten beladener Ständerwagen, mit ein wenig Hilfe und Geduld bekäme man sicher auch 16 oder 17 hinein, ich war so schon ganz zufrieden…

Da die Ständerwägen in der Schule eingesetzt werden, wo gerade pubertierende Teenager auch mal mit unnötigem Muskeleinsatz an das Mobiliar herangehen, habe ich sehr auf eine massive Bauweise und Stabilität geachtet:

  • Jede der vier Rollen könnte allein 50 Kilogramm tragen. Damit sollte genug Spielraum vorhanden sein.
  • Alles ist aus Massivholz (zwar nur 18 Millimeter stark, aber das sollte schon ausreichen).
  • Zusätzlich zu den Mehrfachverschraubungen haben ich pro Ständerwagen auch noch acht Winkeleisen angebracht, um sowohl am unteren als auch am oberen Ende für Stabilität zu sorgen (siehe Fotos unten).
  • Arretierungen für die Rollen verhindern ein Wegrollen an einer abschüssigen Stelle. Das ist wichtig, weil ein voll beladener Ständerwagen von einem schmächtigen Unterstufenschüler unter Umständen nicht gehalten werden kann (siehe Foto unten).
Zusätzlich zur Verschraubung von außen sind innen die Winkeleisen angebracht.
Zusätzlich zur Verschraubung von außen sind innen die Winkeleisen angebracht.
Auch die Querstreben oben sind durch das Außenbrett schon doppelt verschraubt, zusätzlich gab's noch die Winkeleisen – so hält die Freude länger an...
Auch die Querstreben oben sind durch das Außenbrett schon doppelt verschraubt, zusätzlich gab’s noch die Winkeleisen – so hält die Freude länger an…
Jeweils zwei Rollen pro Ständerwagen sind mit einer Arretierung ausgestattet.
Jeweils zwei Rollen pro Ständerwagen sind mit einer Arretierung ausgestattet.

Alles in allem bin ich zufrieden, denn die Ständerwägen werden sicherlich den Schulalltag in meinem Unterrichtsraum etwas aufgeräumter machen – und unseren netten Hausmeister etwas entlasten.

Und zum endgültigen Rumposen noch ein schönes Bild zum Schluss...
Und zum endgültigen Rumposen noch ein schönes Bild zum Schluss…

Ein Platz, 12 Monate – 07 – August 2017

In diesem von Zeilenende initiierten Projekt wird ein Ort ein Jahr lang fotografisch begleitet, jeweils am letzten Sonntag im Monat wird der dann aktuelle Zustand hier präsentiert.

Die Feuchtigkeit der verregneten Tage und die Wärme der letzten Woche hat sich in unserer „Gartenbaustelle“ massiv ausgewirkt: Alles wächst wie besessen. Einzig die Pflanzen, die dem Schneckenfraß zum Opfer gefallen sind, wie zum Beispiel der Rhabarber, vegetieren nur noch mühsam vor sich hin. Dafür geht es dem Efeu gut, der am Ende ja die nicht ganz so hübschen Pflanzringe effektiv überwuchern soll.

Der Kürbis ist am erstaunlichsten, denn den haben wir gar nicht angepflanzt. Er ist das Ergebnis davon, dass auch eigene Komposterde beim Auffüllen der Ebenen eingesetzt wurde. Da wir im Herbst sehr gerne Suppe aus Hokkaido-Kürbissen machen, scheint sich ein Samenkorn hartnäckig gehalten zu haben. Mit ein wenig Glück können wir am Ende sogar noch einen selbst gezüchteten Kürbis verspeisen.

Ansonsten steht diese Ecke des Gartens momentan gar nicht so sehr im Fokus, denn es laufen gleichzeitig noch andere Vorbereitungen für neue Baustellen im und am Haus: Auf das Dach soll eine Photovoltaik-Anlage (dazu gibt es bald einen separaten Blog-Eintrag) die Terrasse soll mit einer Glasüberdachung versehen werden, sodass sie auch im Herbst und bei Regenwetter besser verwendet werden kann. Gerade letzterer Punkt könnte ab Oktober durchaus für Veränderungen in der Perspektive bei den Bilder für diese Aktion sorgen.

Wie immer bleibe ich bei den drei Perspektiven: (1) Von der Terrasse aus, (2) vom Rand des neu angelegten Abschnitts aus um die Hausecke, (3) vom Woodport aus auf die drei Etagen.

Von der Terrasse aus...
Von der Terrasse aus…
Vom Rand um die Hausecke...
Vom Rand um die Hausecke…
...und vom Woodport aus.
…und vom Woodport aus.

Die weiteren Teilnehmer und ihre spannenden Beiträge sind bei Zeilenende verlinkt.