Schlagwort-Archive: Zeilenende

Ein Platz, 12 Monate – 12 – Januar 2018

In diesem von Zeilenende initiierten Projekt wird ein Ort ein Jahr lang fotografisch begleitet, jeweils am letzten Sonntag im Monat wird der dann aktuelle Zustand hier präsentiert.

Ta-daaaa! Und schon ist der zwölfte und somit letzte Beitrag zu dieser Kategorie erreicht. Es bleibt die Frage, wie es denn nun weitergehen soll. Ganz klar darüber bin ich mir momentan noch nicht, denn aktuell fehlt es mir an der Zeit, auch nur mein Album der Woche ganz regelmäßig zu vollenden. Insofern sollte ich mir vielleicht erst einmal kein größeres Projekt ans Bein binden.

Ich bleibe auch für dieses letzte Mal den drei früher eingenommenen Perspektiven treu: (1) Von der Terrasse aus, (2) vom Rand des neu angelegten Abschnitts aus um die Hausecke, (3) vom Woodport aus auf die drei Etagen.

Von der Terrasse aus...

Von der Terrasse aus…

Vom Rand um die Hausecke...

Vom Rand um die Hausecke…

...und vom Woodport aus.

…und vom Woodport aus.

Die weiteren Teilnehmer und ihre spannenden Beiträge sind (oder werden noch) bei Zeilenende verlinkt.

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Ein Platz, 12 Monate – 11 – Dezember 2017

In diesem von Zeilenende initiierten Projekt wird ein Ort ein Jahr lang fotografisch begleitet, jeweils am letzten Sonntag im Monat wird der dann aktuelle Zustand hier präsentiert.

Jahreszeitlich bedingt sind draußen kaum mehr grüne Pflanzen zu sehen, Grau und Braun sind die dominierenden Farbtöne, dennoch bin ich in dieser Hinsicht vom Wechselspiel eher ungestresst – mit steigendem Alter nimmt man vieles einfach hin, was in den „Sturm und Drang“-Tagen gerne noch hochdramatisiert wurde. Was mir jedoch gefällt: Der Garten hat sich in den letzten anderthalb Jahren gut „gesetzt“, alles wirkt mehr so, als ob es genau so hätte sein sollen. Wenn noch drei oder vier Jahre ins Land gezogen sind, wird sich dieser Eindruck sicher noch deutlich verstärken. Vielleicht denke ich ja daran, dann gibt’s einen Nachtrag…

Ich bleibe auch am letzten Tag des Jahres 2017 den drei etablierten Perspektiven treu: (1) Von der Terrasse aus, (2) vom Rand des neu angelegten Abschnitts aus um die Hausecke, (3) vom Woodport aus auf die drei Etagen.

Von der Terrasse aus...

Von der Terrasse aus…

Vom Rand um die Hausecke...

Vom Rand um die Hausecke…

...und vom Woodport aus.

…und vom Woodport aus.

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Mir ist heute beim Anpassen der Titelzeile noch etwas aufgefallen: Summa summarum handelt es sich hierbei schon um den vorletzten Beitrag in dieser Kategorie. Für das kommende Jahr muss ich mir noch ein spannendes neues Projekt überlegen, die mich auf der fotografischen und eventuell auch bildbearbeitenden Ebene herausfordert. Auch das Zeitintervall ist nicht ganz unwichtig, denn der monatliche Abstand ist schon sehr lang, wobei die „52 Wochen“ vorher durchaus recht arbeitsintensiv waren. Vermutlich wird es der Mittelweg, aber noch ist nichts in trockenen Tüchern, ich habe ja noch einen guten Monat, um mir die Sache zu überlegen (und Vorschläge sind mir stets willkommen).

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Jahresziel erreicht

Gerade vor ein paar Minuten habe ich meinen letzten längeren Lauf in diesem Kalenderjahr beendet und damit das erst gegen Anfang Dezember angehobene Jahresziel von 6.000 Kilometern erreicht bzw. minimal übertroffen.

Jeden Tag ein Lauf, zusammen etwas mehr als 6.000 Kilometer – nächstes Jahr wird wieder anders...

Jeden Tag ein Lauf, zusammen etwas mehr als 6.000 Kilometer – nächstes Jahr wird wieder anders…

Umgerechnet auf die 31 Tage des Dezembers habe ich jeden Tag 21,84 Kilometer absolviert, nun kann ich also tatsächlich behaupten, „mehr als 31 Halbmarathons in einem Monat“ gelaufen zu sein. Tatsächlich waren enorme Schwankungen in den Distanzen zu verzeichnen: Von 16,11 bis 26,4 km war fast alles dabei, aber das Ziel war ja nicht, jeden Tag genau die 21,1 km zu schaffen sondern die 6.000 km/Jahr vollzubekommen.

Wie die Pläne für das kommende Jahr aussehen, habe ich gestern ja schon kurz umrissen, noch ist mein Rudergerät nicht da, aber das dauert nicht mehr allzu lange. Ich bin schon sehr gespannt, wie sich das auf die Dauer anfühlt, denn da werden sicher wieder ganz andere Muskelgruppen in Anspruch genommen.

Nun warte ich darauf, dass die Sonne sich ein bisschen mehr hervorwagt, damit ich meine Fotos für Zeilenendes Fotoaktion („1 Ort, 12 Monate“) schießen kann, außerdem steht heute noch ein Album der Woche an. Für alle, die dann schon auf einer Feier weilen, im Stau stecken oder einfach besseres zu tun haben: Kommt gut ins neue Jahr, es dauert ja nicht mehr lange.

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Mystery Blog Award

The Mystery Blogger Award – neu für mich, doch als Anlass, mal wieder etwas von mir hören/lesen zu lassen, sehr tauglich!

The Mystery Blogger Award – neu für mich, doch als Anlass, mal wieder etwas von mir hören/lesen zu lassen, sehr tauglich!

Torsten von Sahneplatten.de hat mich für einen mir bislang unbekannten Blog-Award, den sog. Mystery Blog Award, erfunden von der Bloggerin Okoto Oke Enigma, nominiert. Da ich in den letzten Wochen zeitlich ohnehin immer sehr knapp dran war und sich meine Präsenz im Blog sowohl schreibend als auch lesend sehr mager ausnahm, nehme ich diese Nominierung als Steilvorlage, gleich zum iPad zu greifen (und dann doch zwei Tage zu brauchen, um alles auszufüllen).

Die Regeln des „Mystery Blog Award“

  • Stelle das Logo in deinen Blogbeitrag.
  • Liste die Regeln auf.
  • Danke der Person, die dich nominiert hat, und füge einen Link zu ihrem Blog bei.
  • Nenne die Urheberin des Awards und füge ebenfalls einen Link bei.
  • Erzähle den Lesern drei (geheime) Dinge über dich.
  • Beantworte die 5 Fragen, die dir von der Person, die dich nominiert hat, gestellt wurden.
  • Nominiere 10 bis 20 Personen.
  • Informiere die Nominierten, indem du in ihrem Blog kommentierst.
  • Stelle den Nominierten fünf Fragen deiner Wahl; eine davon sollte seltsam oder lustig sein.
  • Teile einen Link zu deinen besten Posts.

Drei Dinge über mich

Ok. Nachdem ich schon mehr als fünf Jahre meinen Blog mit teils persönlichen Informationen spicke, sehe ich das als eine Art Challenge, neue oder zumindest noch nicht allzu breit getretene Dinge über mich herauszukramen. Mal sehen, ob es mir gelingt…

  1. In den letzten Monaten habe ich alle sieben Staffeln Mac Gyver angesehen – und ich könnte glatt wieder von vorne anfangen. Bei kaum einer anderen Serie kann ich mich abends so gut entspannen.
  2. Seit ich vor ein paar Monaten erstmalig Skyr probiert habe, kann ich davon nicht mehr genug bekommen. Ich habe mittlerweile drei oder vier Marken ausprobiert, jeweils gibt es ganz unterschiedliche Sorten – bis auf die „Natur“-Variante (die lehne ich auch bei Joghurts ab) mag ich sie alle! (Und besonders vorteilhaft ist der niedrige Kaloriengehalt…). Jeweils zum Frühstück gibt es einen 350g-Becher, abends unter Umständen noch einen.
  3. In den vergangenen Tagen erst habe ich die bezaubernde Ästhetik des frühmorgendlichen Laufens durch dichtes Schneetreiben kennengelernt. Das meine ich überhaupt nicht ironisch, denn es ist ein wirklich außerweltliches Gefühl, durch völlige Dunkelheit zu laufen, wenn die Stirnlampe einen sich ständig wandelnden Vorhang aus Schneeflocken illuminiert. Dazu noch eines der zwanzig „Game of Thrones“-Hörbücher im Ohr, dann fühlt man sich wie auf der Mauer…

Fünf Fragen (1):

  1. Hast du ein Lieblingszitat? Warum magst du ausgerechnet dieses so gern? – Habe ich in der Tat, zwei sogar. Eines ist ein (vermutlich) japanisches Sprichwort: „Löse das Problem, nicht die Schuldfrage.“ Hielten wir uns alle daran, wäre das Leben um ein Vielfaches einfacher. Das andere ist ein Gedicht von Edna St. Vincent Millay, einer amerikanischen Dichterin (1892-1950), das wundervoll in Worte fasst, dass nicht die Länge des Lebens sondern die Art und Weise, wie man gelebt hat, von Bedeutung ist: „Meine Kerze brennt an beiden Enden, sie dauert nicht die Nacht. Aber ah, meine Freunde, und oh, meine Feinde, ein schönes Licht sie macht!“ (Erste Feige, 1920)
  2. Was bringt dich zum Lachen? – Oje! Diese Frage hatte ich befürchtet. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich außerordentlich leicht zum Lachen zu bringen bin. Als studierter Blechbläser verfehlen auch schlüpfrige Witze selten ihre Wirkung auf mich.
  3. Kannst du manchmal nicht schlafen? Und was tust du dann? – Ein- oder zweimal im Jahr kommt es tatsächlich vor, dass ich nicht gut schlafen kann. Meist quäle ich mich die Nacht über im Bett herum, nur in seltenen Fällen bin ich geistesgegenwärtig genug, einfach wieder aufzustehen und mich anderweitig zu beschäftigen. Zum Glück bin ich ansonsten wirklich einer vom Schlage „Kopf auf‘s Kissen, weg in 10, 9, 8…“.
  4. Niemand ist eine Insel. Zusammen sind wir weniger allein. – Sicher kennst du diese Buchtitel. Aber stimmt das auch? – Keine Ahnung. Der erste Titel kommt mir bekannt vor, mehr aber auch nicht. Da mein Interesse eher im Science Fiction-Bereich liegt, welchem beide Titel eher nicht anzugehören scheinen, maße ich mir nicht an, zu beurteilen, ob sie so korrekt aufgeschrieben sind.
  5. Du kannst die Zeit zurückdrehen. Einmal nur. Und eine Entscheidung rückgängig machen. Bedenke, dass sich damit die Zukunft, also deine heutige Gegenwart ändert. Würdest du es tun? – Ganz klar: Nein. In meinem bisherigen Leben habe ich haufenweise unüberlegte und zum Teil geradezu idiotische Entscheidungen getroffen, doch bin ich auch durch sie dort, wo ich mich heute befinde. Und da bin ich weitgehend zufrieden und glücklich, also lasse ich auf jeden Fall die Finger von der Zeitmaschine…

Fünf Fragen (2):

Haha, wer schlau ist und genau liest, ist immer klar im Vorteil. Dass mir das nicht gelungen ist, führt dazu, dass ich fünf Fragen beantwortet hatte, bevor mir die fünf Fragen von Thorsten am Ende des Beitrags aufgefallen sind… Also gibt‘s summa summarum heute zehn Fragen und zehn Antworten.

  1. Welche drei Fragen würdest du einer berühmten Person deiner Wahl stellen? – Schon seit Jahren überlege ich, was ich Stephen King am liebsten fragen würde. In meiner Vorstellung von einem persönlichen Treffen sind es entweder tausend Kleinigkeiten oder ich stehe vor Ehrfurcht erstarrt stumm vor ihm. Tatsächlich würde mich interessieren (darüber hat er sich schon einmal sehr amüsiert geäußert1), was aus Stuart Redman (einer Figur aus „The Stand – Das letzte Gefecht“) geworden ist. Außerdem müsste ich ihn beknien, ob er sich nicht überwinden könnte, nicht zumindest eine Kurzgeschichte als Fortsetzung von „Rita Hayworth and the Shawshank Redemption“ (hier eher bekannt als „Die Verurteilten“) zu schreiben. Es ist und bleibt eine seiner faszinierendsten Geschichten, ein kleines „Encore“ sollte möglich sein… Darüber hinaus wäre etwas so simples wie die Beurteilung seiner eigenen Werke spannend: Welche Geschichte hält er selbst für am gelungensten, welche am wenigsten? Und warum in den jeweiligen Fällen?
  2. Wenn das Schicksal dich träfe und du müsstest ab sofort auf einen Sinn verzichten, welcher wäre das? Sehen, hören, riechen, schmecken, tasten? („Schwachsinn“ ist kein Sinn!) – Geschmackssinn. Dann würde ich vielleicht nicht mehr jeden Abend Unmengen an Gelüsten bekämpfen müssen. Erdnüsse, Schokolade, Lebkuchen, Gummibären, Kekse und dergleichen hätten dann auf einmal keine Chance mehr, mir das Gewichthalten so schwer zu machen. Auf keinen der anderen Sinne könnte ich verzichten, ohne dabei einen gravierenden Teil meiner Kernpersönlichkeit aufgeben zu müssen.
  3. Am 5. April 1994 greift Kurt Cobain zur Schrotflinte in der Absicht, seinem Leben ein Ende zu setzen. Die Schrotflinte hat einen mechanischen Defekt, und er kann sie nicht auslösen. Zeichne seine Lebensgeschichte in fünf Sätzen weiter. – Die Grunge-Welle reitet Kurt gerade noch lange genug, bis sich bei ihm das Gefühl einstellt, ab sofort nur noch Kommerz-Scheiß veröffentlichen zu können. In diesem Moment verkauft er seine Gitarre, zieht sich in die Einsamkeit Nebraskas oder eine kleine Hütte in den Rocky Mountains zurück, um die kreativen Ströme in seinem Inneren durch äußere Askese wieder zum Fließen zu bringen. Doch die Stille nervt ihn so sehr, dass er mit seinen aufgestauten Aggressionen ins nächste Studio stürmt und eine Art Crossover aus Grunge und Punk erzeugt, die ihm die nächsten Millionen einbringt. Ab hier landet er in einer ewigen Zeitschleife, die zwischen Langeweile, Askese, Aggression und Kreativität hin und her pendelt.
  4. In welcher Gefühlsregung musst du laut mitsingen, egal wie scheiße du den Song findest? Freude, Angst, Erregung, Nervosität etc.? Kannst du erklären, warum? – Nervosität ist da wohl noch am ehesten mein Ding, um mich unwillkürlich musikalisch zu betätigen, lautes Mitsingen wird es jedoch fast nie. Es läuft eher auf so eine Art Summen/Gemurmel hinaus. Da ich aber im alleinigen Zustand sehr still bin, ist das schon ziemlich viel.
  5. Du hast seit 13 Jahren eine Platte von einem damaligen Freund/einer damaligen Freundin ausgeliehen, den/die du zufällig nach all der Zeit auf der Straße triffst. Er/sie spricht dich auf die Platte an, ohne zu wissen, wem er sie verliehen hat. Was antwortest du? – Das kann so gut wie gar nicht vorkommen, da ich Musik schon seit Jahren nur noch digital über iMac, iPad, iPhone, AppleTV (etc.) höre. Wäre es dennoch so, würde ich selbstverständlich so ehrlich sein, es gleich zuzugeben und ihm das gute Stück mit Zinsen (in Form von Alkohol, der bringt gleich viele Prozente mit sich) wieder anzuvertrauen. Ich habe auch einen Kumpel, der schon seit Jahren eine CD von mir ausgeliehen hat. Dank Apple Music muss ich ihn nun gar nicht mehr danach fragen, außerdem habe ich sie mir vor vier oder fünf Jahren einfach noch einmal gebraucht gekauft…

Meine besten Posts:

Natürlich sind es im höchsten Fall die meiner Meinung nach besten Posts aus mittlerweile mehr als fünf (oder sind es schon sechs?) Jahren Blog-Geschichte. Um der Ehrlichkeit die Ehre zu geben, habe ich den Überblick insgesamt vollkommen verloren, garantiert vergesse ich hier nun einen oder mehrere der Beiträge, die mir jetzt gerade nicht bewusst sind, die mir aber eigentlich sehr am Herzen liegen.

  1. 52 Wochen Selfies: „Die Hard Solera-Style“ (hier)
  2. Musik aus der Schwarzwaldklinik (hier)
  3. Song des Tages am 3. Oktober 2016 (hier)
  4. Tom Sharpe: „Wilt“ (hier)
  5. Dylan Thomas: „Under Milk Wood“ (hier)

Die Nummerierung stellt keine Gewichtung dar, ich habe einfach im Schnellverfahren viele Blog-Einträge durchgeguckt, bei diesen bin ich jeweils kurz hängen geblieben.

Meine Nominierungen:

Schwierig, schwierig, schwierig. Aber ich mache mich mal an die Arbeit, hoffentlich schaffe ich zumindest die 10.

  • Bodyguard4You – der Mann, der immer und immer wieder geniale Gitarren-Videos anschleppt und überhaupt ein netter Kerl ist. Seine Beiträge benutzen von allen mir bekannten Bloggern die meisten „…“, aber das trägt eindeutig zu seinem individuellen Stil bei. Folgt ihm, es lohnt sich!
  • Multicolorina dillettiert – meine einzigartige und wunderschöne Frau, mit der ich seit mehr als 19 Jahren mein Leben teile – und da werden hoffentlich noch etliche weitere Jahre folgen.
  • Es Marinsche kocht – eine Bloggerin, die mit vielen exzellenten Kreationen in der Küche unser aller Herzen verzaubert!
  • Pialalama – eine Bloggerin, die ebenfalls in Aalen lebt und sehr viele unterschiedliche (und stets interessante!) Themen „beackert“. Prädikat: lesenswert!
  • Hinnerk und Henrikje – zwei Hamburger Originale, die trotz Blog-Pause bis Jahresende von mir nominiert werden, weil die vielen tollen Fotos und das Hintergrundwissen rund um die Hansestadt jedes einzelne mal lesenswert sind.
  • Robert – ein famoser Sportler, der sich seine bislang angesammelten Lebensjahre nur auf die bestmögliche Weise (nämlich durch Weisheit und Geduld) anmerken lässt und immer tolle Tipps rund um den Sport auf Lager hat.
  • Lovely Rita Flowermaid – noch eine Bloggerin aus Hamburg, die fast täglich mit exquisiten Fotos und ausgewählten Zitaten zu begeistern weiß. Langweilig wird‘s da nie!
  • Private Readers Book Club – von den beiden habe ich schon lange nichts mehr gelesen, vielleicht bedarf es ja nur eines kleinen Schubses, um sie wieder zu aktivieren…
  • Zeilenende – ich weiß, ich weiß, er mag keine Blog Awards, vor allem aufgrund der enormen Häufigkeit, mit der er dafür nominiert wurde und wird. Aber er befindet sich gerade in einer Umbruchsphase, sowohl körperlich als auch in seinem Blog, möglicherweise taugen ihm die Fragen ja (falls nicht, kein Problem!)
  • Impressions of Life – hier dreht sich alles um den verrückten Alltag einer Familie mit Kindern. Da wir selbst drei Kinder im „besten Alter“ (zwischen 7 und 12) haben, gibt es viele Beiträge, über die ich wundervoll schmunzeln kann (meist, weil ich diese Sachen schon erlebt und – glücklicherweise – hinter mir habe).

Meine fünf Fragen:

Das ist der anstrengendste Teil, denn es soll ja schon ein wenig gehaltvoll sein. Zumindest habe ich den Anspruch an mich selbst.

  1. In dem 80er-Jahre-Film „Die Einsteiger“ konstruiert Mike Krüger ein Gerät, das ihm erlaubt, in jeden Film, der in seinem angeschlossenen Video-Rekorder läuft, einzusteigen. Wenn du so ein Gerät hättest, welches wären die ersten drei Filme, in die du einstiegst?
  2. Der Film „Jurassic Park“ wirft ein moralisches Dilemma auf: “Sollte man als Wissenschaftler eine Entwicklung vorantreiben/abschließen, nur weil man es kann, ohne Rücksicht auf eventuelle Folgen?“ – Auch wenn der Film rein auf Fiktion basiert, ist das moralische Dilemma eines, das Wissenschaftlern weltweit immer wieder begegnet (z.B. bei der Entwicklung der Atombombe). Wie würdest du als Wissenschaftler entscheiden, wenn du vor dieser Wahl stündest?
  3. Welches Musikalbum der letzten fünf Jahre hat dir am besten gefallen? Gab es einen speziellen Grund, warum dir dieses Album so gut gefallen hat?
  4. Ein entfernter Verwandter vermacht dir unglaublich viel Geld. Nach einer anfänglichen Phase, in der du die Freiheiten genießt, die dir das Geld eröffnet, merkst du aber, dass dir etwas im Leben fehlt. Welches neue Ziel würdest du dir setzen, welche neue Aufgabe suchen?
  5. Jeder Mensch hat seine kleineren oder größeren Zwänge. Mein eigener kleiner „Monk“ zeigt sich beim Aufhängen von Wäsche, denn da verwende ich nur gleichförmige Wäscheklammern identischer Farbe (hier). Hast du auch solche Zwänge? Wenn ja, welche?

So, nun liegt der Ball im Spielfeld, ihr dürft kicken!

  1. Der Grund für seine Amusement war, dass das Buch bereits in den 1970er Jahren geschrieben wurde und ihm immer noch so viele Leute erzählen, dass sie es für sein bestes Buch halten. Dass seitdem gut vierzig (!) Jahre vergangen sind und viele weitere fantastische Geschichten folgten, die von diesen besonderen Fans einfach ignoriert zu werden scheinen, fand er gleichzeitig amüsant wie schade. Verständlich.
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Ein Platz, 12 Monate – 10 – November 2017

In diesem von Zeilenende initiierten Projekt wird ein Ort ein Jahr lang fotografisch begleitet, jeweils am letzten Sonntag im Monat wird der dann aktuelle Zustand hier präsentiert.

Wie ich in den letzten Beiträgen schon angekündigt habe: Die Überdachung der Terrasse ist (endlich) da. Und sie sieht fantastisch aus! Ein paar Bilder lassen euch unter Garantie den Sabber im Mund zusammenlaufen:

Eigentlich am frühen Nachmittag aufgenommen, doch der November macht‘s möglich, dass es wie die Abenddämmerung aussieht...

Eigentlich am frühen Nachmittag aufgenommen, doch der November macht‘s möglich, dass es wie die Abenddämmerung aussieht…

Ein Blick nach oben in die (mehr als lästigen) Pappeln – ein Genuss!

Ein Blick nach oben in die (mehr als lästigen) Pappeln – ein Genuss!

Die Perspektive täuscht, anscheinend habe ich mich wohl beim Fotografieren mit dem iPhone an die Neigung des Glasdachs angepasst, die Pfeiler stehen sehr wohl ganz kerzengerade (immerhin auf den von mir geschaffenen Fundamenten)!

Die Perspektive täuscht, anscheinend habe ich mich wohl beim Fotografieren mit dem iPhone an die Neigung des Glasdachs angepasst, die Pfeiler stehen sehr wohl ganz kerzengerade (immerhin auf den von mir geschaffenen Fundamenten)!

Ab jetzt können wir also auch bei Regenwetter die Terrasse nutzen, im Winter müssen die Möbel nicht mehr in den Keller getragen werden – es ist von vorn bis hinten eine Wucht! Ich träume schon davon, im späten Frühling mittags bei Regen mich vom Geräusch der vielen Tropfen auf das Glasdach so einlullen zu lassen, dass ich auf dem Sofa (dann natürlich mit Polstern) einfach eindöse. Hmmmmm.

Ansonsten ist der Wandel der Jahreszeit wie immer unübersehbar (mit Ausnahme der prächtig blühenden Blumen, die sich irgendwie antizyklisch gebärden, dabei aber super aussehen), und so bleibe ich den drei gewohnten Perspektiven treu: (1) Von der Terrasse aus, (2) vom Rand des neu angelegten Abschnitts aus um die Hausecke, (3) vom Woodport aus auf die drei Etagen.

Von der Terrasse aus...

Von der Terrasse aus…

Vom Rand um die Hausecke...

Vom Rand um die Hausecke…

...und vom Woodport aus.

…und vom Woodport aus.

Die weiteren Teilnehmer und ihre spannenden Beiträge sind (oder werden noch) bei Zeilenende verlinkt.

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Ein Platz, 12 Monate – 09 – Oktober 2017

In diesem von Zeilenende initiierten Projekt wird ein Ort ein Jahr lang fotografisch begleitet, jeweils am letzten Sonntag im Monat wird der dann aktuelle Zustand hier präsentiert.

Durch die Kälte im September konnte der Herbst gnadenlos Einzug halten. Immerhin haben die Pappeln ihr schier unerschöpfliches Blattwerk mittlerweile (und sogar schon bis Mitte Oktober) komplett abgelegt. Das milde Wetter der vergangenen Wochen war dann noch einmal ein echter Lichtblick – sowohl für das Montieren der Photovoltaik-Anlage (hier) als auch für die mit dem Pedelec bestrittenen Wege hin zur Arbeit und zurück.

Wie bereits angekündigt: Bei uns steht eine gravierende Veränderung im Garten an, eine Überdachung der Terrasse, doch ist der Termin auf die zweite November-Woche gelegt worden, also gibt es heute davon noch nichts zu sehen – außer natürlich den drei monströsen Betonfundamenten für die Stützpfeiler.

Ein wahrlich erhebender Anblick... Spaß beiseite: Die Fotos wurden gleich nach Fertigstellung geschossen, daher sieht alles noch so „glibberig“ aus.

Ein wahrlich erhebender Anblick… Spaß beiseite: Die Fotos wurden gleich nach Fertigstellung geschossen, daher sieht alles noch so „glibberig“ aus.

Insgesamt 16 Säcke Zement wurden darin verarbeitet, drei komplette Tage war ich mit Buddeln und weitere zwei Tage mit Zementmischen und Auffüllen der Löcher beschäftigt. Nun aber sollte eine ausreichende Stabilität (sowie Langlebigkeit durch die Tiefe) gewährleistet sein. Beim nächsten Mal gibt es sicher ein paar Bilder von der Terrassen-Überdachung – vermutlich erhält sie sogar einen separaten Blog-Eintrag.

Ansonsten ist der Wandel der Jahreszeit unübersehbar, und wie immer bleibe ich bei den drei Perspektiven: (1) Von der Terrasse aus, (2) vom Rand des neu angelegten Abschnitts aus um die Hausecke, (3) vom Woodport aus auf die drei Etagen.

Von der Terrasse aus...

Von der Terrasse aus…

Vom Rand um die Hausecke...

Vom Rand um die Hausecke…

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Ein Platz, 12 Monate – 08 – September 2017

In diesem von Zeilenende initiierten Projekt wird ein Ort ein Jahr lang fotografisch begleitet, jeweils am letzten Sonntag im Monat wird der dann aktuelle Zustand hier präsentiert.

Der Sommer ist dem Herbst gewichen, wie man unschwer erkennen kann: Die von uns ach so heiß geliebten Pappeln werfen schon wieder ihr Blattwerk von sich – eine von drei Plagen, die diese Bäume jedes Jahr für uns bereit halten…

Die im letzten Blog-Eintrag dieser Sparte angekündigten Veränderungen im Garten werden tatsächlich immer konkreter, allerdings sicher noch nicht gleich zu Beginn des Monats Oktober. Allerdings könnte es tatsächlich passieren, dass ich beim nächsten Mal schon eine neue Entwicklung dokumentieren kann – wenn denn die Götter des Handwerks uns wohlgesonnen sind.

Für heute habe ich dennoch auch eine kleine Besonderheit neben den obligatorischen drei Perspektiven, die weiter unten folgen. Vor ein paar Wochen kam unsere diesjährige Holzlieferung für die winterliche Befeuerung unseres Ofens. Gleich nach der Lieferung investierte ich mehrere Tage, alle zu großen Stücke (die würden nicht gut brennen) zu zerhacken, die gleiche Prozedur wandte ich auf das Anzündholz an.

Doch das Holz ist kein allzu spannendes Motiv, ganz im Gegensatz zu den Spinnen, die daran und an der Hauswand ihre Netze befestigen und sich somit gleich in mein Blickfeld begaben. Also musste ich das iPhone zücken und mit dem schönen Porträt-Modus draufhalten:

Zwei der größeren Exemplare, es gäbe noch etliche weitere in nächster Nähe — wie gut, dass ich keine Arachnophobie habe...

Zwei der größeren Exemplare, es gäbe noch etliche weitere in nächster Nähe — wie gut, dass ich keine Arachnophobie habe…

Beim Rest gibt es heute keine Experimente, denn wie immer bleibe ich bei den drei Perspektiven: (1) Von der Terrasse aus, (2) vom Rand des neu angelegten Abschnitts aus um die Hausecke, (3) vom Woodport aus auf die drei Etagen.

Von der Terrasse aus...

Von der Terrasse aus…

Vom Rand um die Hausecke...

Vom Rand um die Hausecke…

...und vom Woodport aus.

…und vom Woodport aus.

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Album der Woche – Episode 1 – 2017-09-17

Jede Woche präsentiere ich ein Album, das mir persönlich gut gefällt. Im Vorfeld höre ich es noch einmal (oder häufiger) durch und bemühe mich dann, es allen Interessierten „schmackhaft“ zu machen.

Alphaville: „Strange Attractor“

2017 erschienen, für die Ewigkeit gemacht: „Strange Attractor“ von Alphaville

2017 erschienen, für die Ewigkeit gemacht: „Strange Attractor“ von Alphaville

Meine erste selbst gekaufte Schallplatte (noch echtes Vinyl, Baby!) war „Forever Young“ von Alphaville. Mein Bruder hatte sie schon, teilte aber nicht gerne – wer verleiht schon die Lieblingsplatte an den kleinen Bruder (damals war ich gerade einmal neun Jahre alt)? Auch das Nachfolger-Album „Afternoons in Utopia“ besorgte ich mir, damals schon auf CD. Ein Kumpel lieh sie sich aus, bis heute kam sie nicht zurück (ob er sie nach den fast 20 Jahren wohl noch hat…?). Danach riss der Faden ab, denn dann steckte ich voll in meiner Heavy Metal-Phase.

Erst im Rahmen meines Song des Tages-Projekts machte mich Zeilenende darauf aufmerksam, dass die Band in den letzten Jahren wieder neue Alben auf den Markt gebracht habe. Ich sah bei Apple Music nach und entdeckt das ganz frisch – 2017! – erschienene Album „Strange Attractor“. Geladen, gehört, begeistert. Daher ein wundervoller Kandidat, um diese neue Kategorie meines Blogs zu eröffnen.

Die Songs:

Insgesamt beinhaltet das Album 13 Songs mit insgesamt 63 Minuten Spielzeit, was für ein Pop-Album schon sehr ordentlich ist. Ich habe mir alle Songs einzeln vorgenommen, um dann etwas dazu zu schreiben. Mal sehen, ob ich diesen Aufwand für jedes einzelne Album betreiben kann (vermutlich nicht), hier war es mir aber ein Vergnügen.

Giants (3:27)

Die erste Begegnung mit dem neuen Album: Eine düstere, verhangene Musik-Kulisse, die an einen wolkenverhangenen Himmel über regennassem Brachland erinnert. Dann der erste Einsatz der Stimme in einer für Pop-Verhältnisse sehr tiefen Lage, leicht mit Effekten verfremdet. Satte anderthalb Minuten wird diese düstere Stimmung im Opener aufgebaut, dann plötzlich ein Atmosphärenwechsel: schwebende Klänge, Chor- und Synthesizerklänge im Hintergrund. Nach zwei Minuten endet der Gesang, der Rest des Stücks ist eine einzige stimmungsvolle Instrumentalpassage – ganz ungewöhnlich für Popmusik. Doch als Opener für dieses fantastische Album sehr gelungen, denn hier gibt’s keinen Pop von der Stange, diese Musik fordert mehr vom Hörer, gibt dafür aber auch mehr zurück.

Marionettes With Halos (4:21)

Was für ein eigenartiger, aber doch ganz und gar wundervoller Song! Am Anfang war ich etwas irritiert von der musikalischen Untermalung des Refrains, doch nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, gefiel mir das Stück. Und das war noch, bevor ich das herrlich wilde Gitarrensolo bewusst wahrgenommen hatte (es schließt sich an den ruhigen, fast schon schwebenden Bridge-Teil an) – Wahnsinn!

House of Ghosts (5:06)

Irgendwie scheinen Alphaville bei diesem Album verstärkt darauf aus zu sein, sich den Preis für die meisten sphärischen Anfänge auf einem Pop-Album unter den Nagel zu reißen. Dieses Stück beginnt in der Schwebe, erst nach fast einer Minute etabliert sich ein fester Synthesizer-Beat as Begleitung. Und über allem schwebt immer – und das ist meiner Meinung nach die größte Stärke dieser Band – eine Melodie, die schlicht perfekt ist. Sie spannt weite Bögen, windet sich schwerelos, umfasst einen weiten Ambitus, ohne jemals angestrengt oder gekünstelt zu klingen. An den genau richtigen Stellen wird der Gesang zweistimmig, um gleich danach wieder in seiner melancholischen Einsamkeit zurückzubleiben, auch an Effekten zur Verfremdung wird hier und da nicht gespart. Aber es geht dabei nicht um ein plattes „Wir haben ja sonst nichts, also müssen wir mit Effekten drüber…“ – ganz im Gegenteil: Die Effekte erzeugen mehr Tiefe, verschaffen der Band eine größere Klangpalette.

Around the Universe (3:59)

Der schlichte Beginn mit nur der akustischen Gitarre und dem Gesang täuscht leicht darüber hinweg, dass sich hier wieder einmal ein kleines Juwel verbirgt. Auch wenn ich der bei Alphaville häufig mitschwingenden religiösen Komponente persönlich nicht viel abgewinnen kann, ist es ein solider und anmutiger Song, der sich zu einem wundervollen Höhepunkt aufbaut, um dann sanft auszuklingen.

Enigma (5:59)

Dieser Song stellt mein persönliches Highlight des gesamten Albums, wenn nicht gar des gesamten Bandschaffens dar. Mit fast sechs Minuten ist der Song etwa doppelt so lange, wie er es sein müsste, um radiotauglich zu sein. Aber – und das ist wirklich eine ernst gemeinte Aufforderung – ihr solltet euch als erstes eure besten Kopfhörer aufsetzen und den Song auf ordentlicher Lautstärke hören, dann werdet ihr vermutlich intuitiv verstehen, warum er mein Favorit ist.

Aus der tiefen Ruhe der Einleitung wie auch der Zwischenspiele spinnt sich eine schier unglaubliche Melodie, dreht immer wieder ihre Kreise, arbeitet sich aus tiefer Lage in die höchste empor, tarnt die gewagten harmonischen Fortschreitungen durch ihre Eleganz. Ich habe es zwar nicht gezählt, aber diesen einen Song habe ich mindestens schon 50 Mal gehört – und es werden noch etliche weitere Male folgen.

Mafia Island (6:22)

Nach den ersten paar Malen hatte ich dieses Stück eigentlich schon als „nicht mein Ding“ abgeschrieben, doch irgendwann spielte der Song dann noch einmal im Hintergrund, als ich das gesamte Album durchlaufen ließ. Und plötzlich mochte ich ihn. Sehr sogar. Ich kann mittlerweile nicht einmal mehr sagen, was mich anfangs gestört hatte, vermutlich war es das nach dem Refrain eingeschobene Zwischenspiel, das mir irgendwie von der Klangfarbe (speziell der etwas blecherne Klang der Gitarre) nicht zum Rest zu passen schien. Egal, das Stück ist klasse!

A Handful of Darkness (7:49)

Der Anfang dieses für Pop-Musik ziemlich langen und in mehrfacher Hinsicht ungewöhnlichen Songs ist ganz behutsam und unaufdringlich: Stück für Stück schält sich eine Begleitung aus dem Nichts, bis dann der Gesang in der unteren Mittellage einsetzt, dann mehrstimmig wird, aussetzt, zögert… Und dann wird einem der fantastische Refrain präsentiert. Wow! Dieses erste Mal bläst mich noch immer bei jedem Anhören weg. Mitten in der zweiten Strophe wird dann ein neues Zwischenthema eingeführt (ungewöhnlich für Pop-Musik, aber es kommt gut), um sich nach einer kurzen Klimax wieder zurückzuziehen. Platz für die nächste Strophe, die sich wieder aufbaut, dieses Mal jedoch ohne Zögern in den Refrain übergeht – und wieder hüllt mich diese unnachahmliche Alphaville-Klangwolke ein, wie eine kleine Epiphanie. Dann kommt der einzige Abschnitt, der ein wenig „billig“ wirkt: der Synthi-Chor, da wäre vom Sound her bestimmt noch mehr herauszuholen gewesen. Immerhin ist die Band innovativ, hängt gleich noch den Refrain ohne den Gesang an, was man als Hörer jedoch sofort anhand der Akkord-Progression hört, ein gelungener Kunstgriff! Und dann zum Schluss die Auflösung bis hin zum Nichts. Ein wirklich außergewöhnliches Stück Pop-Musik!

Sexyland (3:50)

Der Titel hat mich am Anfang abgeschreckt, doch hier haben Alphaville ein schönes Stück in – auf diesem Album fast „zur Abwechslung mal“ – höherem Tempo und mit einer ordentlichen Portion Ohrwurmqualität abgeliefert.

Rendezvoyeur (4:15)

Das Eröffnungsriff lässt mich jedes Mal spontan an einen Western-Film denken, fehlt nur noch, dass sich zwei Typen aus dem Saloon auf die Straße begeben, um sich dort zu duellieren… Und auch wenn ich nicht DER Western-Fan bin, so ist der Song trotzdem ein Ohrwurm sonder gleichen. Er fetzt gut – und macht Laune auf mehr von dieser Art!

Nevermore (4:49)

Als Überschrift über diesem Song könnte man das Wort „Cool“ anbringen. Die verzerrte E-Gitarre, die sonst bei Alphaville nicht im Fokus steht, kontrolliert den harten Sound des Refrains, ein erfrischender Wandel zum sonst eher Syntheszier-zentrierten Sound. Sogar ein (kleines aber feines) Gitarrensolo wurde eingebaut. Gerade im Zusammenhang wirken „Sexyland“, „Rendezvoyeur“ und „Nevermore“, als wollten Alphaville die genussvolle melancholische Schwermut der ersten Hälfte des Albums hier abwerfen, um ein bisschen Dampf abzulassen und es all jenen zu zeigen, die sich bis zu dem Zeitpunkt den Eindruck verschafft hatten, dass da wohl keine energiereichen Stücke mehr kommen würden… Sehr schön, dieser kraftvolle Ritt über drei Stücke!

Fever! (3:46)

Hatte ich gerade von drei Stücken gesprochen? Ha! Es kommt auch gleich noch ein viertes daher, das das Tempo anzieht. Allerdings ist hier der Synthesizer wieder fest an vorderster Front der Instrumente zu sehen/hören. Nein, eine ruhige Kugel wird hier nicht geschoben.

Heartbreak City (3:46)

Warum muss ich nur immer an „Moves Like Jagger“ von Maroon 5 denken? Funky Gitarre, Kleiderbügel-Gesang, synthetische Klatscher im Beat – die Disco-Vergangenheit holt die Musiker ein… Ich kann mir gut vorstellen, wie sie im Studio standen: Schlaghosen, Afro-Frisur (zur Not als Perücke), Poster von James Brown und Maceo Parker an der Wand… Auch wenn es möglicherweise klingen mag, als würde ich mich über den Song lustig machen, könnte der Eindruck nicht mehr täuschen, denn er ist sehr gelungen. Vor allem der Wechsel zwischen den Funk-Passagen und den schwerelosen Momenten (dem typischen Alphaville-Sound) ist sehr gelungen und sorgt für viel Hörvergnügen.

Beyond the Laughing Sky (5:39)

Der ruhige Anfang scheint anzudeuten, dass das Album ausklingen soll, wie es begonnen hat. Doch dann mausert sich der Song zu einem derart fulminanten Mittelteil mit einem wundervollen Gitarrensolo und einer Klangwand, die ihres gleichen sucht. Ein absolut würdiger Abschluss für dieses exzellente Album!

Fazit

Kurz und knackig: Ich bin begeistert. Ein sehr schönes Album, das in der besten Tradition der alten Alphaville steht, aber mindestens ebenso reich an innovativen Elementen ist. Wer die frühen Erfolge wie „Big In Japan“, „Forever Young“ oder „Summer in Berlin“ mochte, wird sich hier daheim fühlen, gleichzeitig aber auch den frischen Anstrich und die kleinen, aber delikaten Anbauten bemerken.

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Ein Platz, 12 Monate – 07 – August 2017

In diesem von Zeilenende initiierten Projekt wird ein Ort ein Jahr lang fotografisch begleitet, jeweils am letzten Sonntag im Monat wird der dann aktuelle Zustand hier präsentiert.

Die Feuchtigkeit der verregneten Tage und die Wärme der letzten Woche hat sich in unserer „Gartenbaustelle“ massiv ausgewirkt: Alles wächst wie besessen. Einzig die Pflanzen, die dem Schneckenfraß zum Opfer gefallen sind, wie zum Beispiel der Rhabarber, vegetieren nur noch mühsam vor sich hin. Dafür geht es dem Efeu gut, der am Ende ja die nicht ganz so hübschen Pflanzringe effektiv überwuchern soll.

Der Kürbis ist am erstaunlichsten, denn den haben wir gar nicht angepflanzt. Er ist das Ergebnis davon, dass auch eigene Komposterde beim Auffüllen der Ebenen eingesetzt wurde. Da wir im Herbst sehr gerne Suppe aus Hokkaido-Kürbissen machen, scheint sich ein Samenkorn hartnäckig gehalten zu haben. Mit ein wenig Glück können wir am Ende sogar noch einen selbst gezüchteten Kürbis verspeisen.

Ansonsten steht diese Ecke des Gartens momentan gar nicht so sehr im Fokus, denn es laufen gleichzeitig noch andere Vorbereitungen für neue Baustellen im und am Haus: Auf das Dach soll eine Photovoltaik-Anlage (dazu gibt es bald einen separaten Blog-Eintrag) die Terrasse soll mit einer Glasüberdachung versehen werden, sodass sie auch im Herbst und bei Regenwetter besser verwendet werden kann. Gerade letzterer Punkt könnte ab Oktober durchaus für Veränderungen in der Perspektive bei den Bilder für diese Aktion sorgen.

Wie immer bleibe ich bei den drei Perspektiven: (1) Von der Terrasse aus, (2) vom Rand des neu angelegten Abschnitts aus um die Hausecke, (3) vom Woodport aus auf die drei Etagen.

Von der Terrasse aus...

Von der Terrasse aus…

Vom Rand um die Hausecke...

Vom Rand um die Hausecke…

...und vom Woodport aus.

…und vom Woodport aus.

Die weiteren Teilnehmer und ihre spannenden Beiträge sind bei Zeilenende verlinkt.

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Entspannungsprogramm: „MacGyver“

Die Ferien sind zum Entspannen da, mit jedem Jahr, das ich meiner Biographie hinzufüge, merke ich das deutlicher. Unterlasse ich das Erholungsprogramm, werde ich fürchterlich unausgeglichen, und das will keiner in meinem Umkreis erleben (am wenigsten ich selbst).

Auch in der Schulzeit gehört die Zeit, wenn die Kinder in ihren Zimmern verschwunden sind, in der Regel nur meiner Frau und mir. Nach einem ereignisreichen Tag gibt es nichts entspannenderes als ein bisschen „Nostalgie-Fernseh-Kiffen“, wie es Michael Mittermeier in einem seiner Programme so schön auf den Punkt gebracht hat. Konkret heißt das: Wenig neue Serien, viele alte und bereits bekannte Inhalte, z.B. Star Trek, Babylon 5, Dr. House, The Big Bang Theory, Columbo, Monk, dank Zeilenende auch Eureka, demnächst folgen noch alle Folgen von Akte X (die kenne ich persönlich noch gar nicht) und eventuell schaffen wir es auch einmal über die erste Staffel von Breaking Bad hinaus…

Das Muster ist auf jeden Fall klar erkennbar: Folgen mit überschaubarer Länge (maximal 40-45 Minuten), die der abendlich ermüdeten Aufmerksamkeitsspanne angemessen sind. Und oft sind uns die Serien schon derart bekannt, dass es eben nicht mehr auf jedes Detail ankommt. Da kann man dann nebenbei am iPad oder iPhone etwas zocken, die Twitter- oder WordPress-Timeline nachlesen, mit Bekannten über iMessage kommunizieren, noch den kommenden Song des Tages vorbereiten oder einfach etwas Süßes (oder anderen Knabberkram) genüsslich in sich hineinstopfen. Das ist in höchstem Ausmaß entspannend.

Aktuell haben wir uns neues Futter besorgt: Für knapp 40 Euro gab es bei Amazon die Komplettbox aller MacGyver-Folgen. Früher habe ich davon nur ein paar wenige tatsächlich im Fernsehen genossen, doch das Grundprinzip ist ja immer gleich: Angus MacGyver ist immer und überall klar der Gute, seine Freunde sind auch die Guten, alle anderen müssen entweder in Not oder die Bösen sein. Typisches „Kalter Krieg“-Fernsehen halt. Aber entspannend.

Im Moment das allabendliche Entspannungsprogramm: „MacGyver – Die komplette Collection“ auf 38 DVDs.

Im Moment das allabendliche Entspannungsprogramm: „MacGyver – Die komplette Collection“ auf 38 DVDs.

Da es sich um 38 DVDs handelt, kommt ein ganz schön dickes Paket zusammen. Zum Glück dachte sich die Hersteller-Firma wohl: Nicht kleckern, klotzen:

Ein wirklich dickes Paket DVDs – zum Glück in einer wirklich amtlichen Verpackung, was den Genuss massiv erhöht!

Ein wirklich dickes Paket DVDs – zum Glück in einer wirklich amtlichen Verpackung, was den Genuss massiv erhöht!

Ganz besonders vorbildlich: Die DVDs sind so untergebracht, dass man nicht erst eine andere herausnehmen muss, um an die halb darunter versteckte zu kommen (ist z.B. bei der Komplettbox von Dr. House der Fall). Außerdem ist gleich im frisch aufgeschlagenen Plastikgehäuse (das übrigens sehr stabil ist, wieder ein sehr zu lobender Punkt) eine Liste aller Folgen aller DVDs so untergebracht, dass man auf einen Blick die gesuchte DVD oder Episode findet:

So gehört sich das: Ein Blick – und man hat's gefunden! Da hat wirklich mal jemand mitgedacht.

So gehört sich das: Ein Blick – und man hat’s gefunden! Da hat wirklich mal jemand mitgedacht.

Es ist wirklich ein absolutes Vergnügen, da die nächste DVD aus dem Schuber zu nehmen. Bei mancher anderer Serie war das wirklich ein ganz und gar ungeliebter Akt: Erst einmal aufstehen (bäh), zum DVD-Player laufen (bäh), den DVD-Player dazu bringen, die Klappe auszufahren (gähn), die alte DVD herausnehmen und im Schuber verstauen (mäh), die neue DVD unter einer anderen DVD herausfischen (bähbäh), einlegen und starten. Nicht so bei MacGyver: DVD-Player auf, DVD raus und an die eine richtige Stelle im Schuber packen, nächste DVD greifen, einlegen und los.1

Langer Rede kurzer Sinn: Für diesen Sommer ist MacGyver ein geradezu perfektes Entspannungsprogramm für uns. Die Kinder mögen die Serie nicht allzu sehr, sodass wir ganz von allein Ruhe dabei haben. Perfekt!

  1. Ich gebe zu, das ist „ganz leicht manipulierend“ dargestellt…
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