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Album der Woche – Episode 1 – 2017-09-17

Jede Woche präsentiere ich ein Album, das mir persönlich gut gefällt. Im Vorfeld höre ich es noch einmal (oder häufiger) durch und bemühe mich dann, es allen Interessierten „schmackhaft“ zu machen.

Alphaville: „Strange Attractor“

2017 erschienen, für die Ewigkeit gemacht: „Strange Attractor“ von Alphaville

2017 erschienen, für die Ewigkeit gemacht: „Strange Attractor“ von Alphaville

Meine erste selbst gekaufte Schallplatte (noch echtes Vinyl, Baby!) war „Forever Young“ von Alphaville. Mein Bruder hatte sie schon, teilte aber nicht gerne – wer verleiht schon die Lieblingsplatte an den kleinen Bruder (damals war ich gerade einmal neun Jahre alt)? Auch das Nachfolger-Album „Afternoons in Utopia“ besorgte ich mir, damals schon auf CD. Ein Kumpel lieh sie sich aus, bis heute kam sie nicht zurück (ob er sie nach den fast 20 Jahren wohl noch hat…?). Danach riss der Faden ab, denn dann steckte ich voll in meiner Heavy Metal-Phase.

Erst im Rahmen meines Song des Tages-Projekts machte mich Zeilenende darauf aufmerksam, dass die Band in den letzten Jahren wieder neue Alben auf den Markt gebracht habe. Ich sah bei Apple Music nach und entdeckt das ganz frisch – 2017! – erschienene Album „Strange Attractor“. Geladen, gehört, begeistert. Daher ein wundervoller Kandidat, um diese neue Kategorie meines Blogs zu eröffnen.

Die Songs:

Insgesamt beinhaltet das Album 13 Songs mit insgesamt 63 Minuten Spielzeit, was für ein Pop-Album schon sehr ordentlich ist. Ich habe mir alle Songs einzeln vorgenommen, um dann etwas dazu zu schreiben. Mal sehen, ob ich diesen Aufwand für jedes einzelne Album betreiben kann (vermutlich nicht), hier war es mir aber ein Vergnügen.

Giants (3:27)

Die erste Begegnung mit dem neuen Album: Eine düstere, verhangene Musik-Kulisse, die an einen wolkenverhangenen Himmel über regennassem Brachland erinnert. Dann der erste Einsatz der Stimme in einer für Pop-Verhältnisse sehr tiefen Lage, leicht mit Effekten verfremdet. Satte anderthalb Minuten wird diese düstere Stimmung im Opener aufgebaut, dann plötzlich ein Atmosphärenwechsel: schwebende Klänge, Chor- und Synthesizerklänge im Hintergrund. Nach zwei Minuten endet der Gesang, der Rest des Stücks ist eine einzige stimmungsvolle Instrumentalpassage – ganz ungewöhnlich für Popmusik. Doch als Opener für dieses fantastische Album sehr gelungen, denn hier gibt’s keinen Pop von der Stange, diese Musik fordert mehr vom Hörer, gibt dafür aber auch mehr zurück.

Marionettes With Halos (4:21)

Was für ein eigenartiger, aber doch ganz und gar wundervoller Song! Am Anfang war ich etwas irritiert von der musikalischen Untermalung des Refrains, doch nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, gefiel mir das Stück. Und das war noch, bevor ich das herrlich wilde Gitarrensolo bewusst wahrgenommen hatte (es schließt sich an den ruhigen, fast schon schwebenden Bridge-Teil an) – Wahnsinn!

House of Ghosts (5:06)

Irgendwie scheinen Alphaville bei diesem Album verstärkt darauf aus zu sein, sich den Preis für die meisten sphärischen Anfänge auf einem Pop-Album unter den Nagel zu reißen. Dieses Stück beginnt in der Schwebe, erst nach fast einer Minute etabliert sich ein fester Synthesizer-Beat as Begleitung. Und über allem schwebt immer – und das ist meiner Meinung nach die größte Stärke dieser Band – eine Melodie, die schlicht perfekt ist. Sie spannt weite Bögen, windet sich schwerelos, umfasst einen weiten Ambitus, ohne jemals angestrengt oder gekünstelt zu klingen. An den genau richtigen Stellen wird der Gesang zweistimmig, um gleich danach wieder in seiner melancholischen Einsamkeit zurückzubleiben, auch an Effekten zur Verfremdung wird hier und da nicht gespart. Aber es geht dabei nicht um ein plattes „Wir haben ja sonst nichts, also müssen wir mit Effekten drüber…“ – ganz im Gegenteil: Die Effekte erzeugen mehr Tiefe, verschaffen der Band eine größere Klangpalette.

Around the Universe (3:59)

Der schlichte Beginn mit nur der akustischen Gitarre und dem Gesang täuscht leicht darüber hinweg, dass sich hier wieder einmal ein kleines Juwel verbirgt. Auch wenn ich der bei Alphaville häufig mitschwingenden religiösen Komponente persönlich nicht viel abgewinnen kann, ist es ein solider und anmutiger Song, der sich zu einem wundervollen Höhepunkt aufbaut, um dann sanft auszuklingen.

Enigma (5:59)

Dieser Song stellt mein persönliches Highlight des gesamten Albums, wenn nicht gar des gesamten Bandschaffens dar. Mit fast sechs Minuten ist der Song etwa doppelt so lange, wie er es sein müsste, um radiotauglich zu sein. Aber – und das ist wirklich eine ernst gemeinte Aufforderung – ihr solltet euch als erstes eure besten Kopfhörer aufsetzen und den Song auf ordentlicher Lautstärke hören, dann werdet ihr vermutlich intuitiv verstehen, warum er mein Favorit ist.

Aus der tiefen Ruhe der Einleitung wie auch der Zwischenspiele spinnt sich eine schier unglaubliche Melodie, dreht immer wieder ihre Kreise, arbeitet sich aus tiefer Lage in die höchste empor, tarnt die gewagten harmonischen Fortschreitungen durch ihre Eleganz. Ich habe es zwar nicht gezählt, aber diesen einen Song habe ich mindestens schon 50 Mal gehört – und es werden noch etliche weitere Male folgen.

Mafia Island (6:22)

Nach den ersten paar Malen hatte ich dieses Stück eigentlich schon als „nicht mein Ding“ abgeschrieben, doch irgendwann spielte der Song dann noch einmal im Hintergrund, als ich das gesamte Album durchlaufen ließ. Und plötzlich mochte ich ihn. Sehr sogar. Ich kann mittlerweile nicht einmal mehr sagen, was mich anfangs gestört hatte, vermutlich war es das nach dem Refrain eingeschobene Zwischenspiel, das mir irgendwie von der Klangfarbe (speziell der etwas blecherne Klang der Gitarre) nicht zum Rest zu passen schien. Egal, das Stück ist klasse!

A Handful of Darkness (7:49)

Der Anfang dieses für Pop-Musik ziemlich langen und in mehrfacher Hinsicht ungewöhnlichen Songs ist ganz behutsam und unaufdringlich: Stück für Stück schält sich eine Begleitung aus dem Nichts, bis dann der Gesang in der unteren Mittellage einsetzt, dann mehrstimmig wird, aussetzt, zögert… Und dann wird einem der fantastische Refrain präsentiert. Wow! Dieses erste Mal bläst mich noch immer bei jedem Anhören weg. Mitten in der zweiten Strophe wird dann ein neues Zwischenthema eingeführt (ungewöhnlich für Pop-Musik, aber es kommt gut), um sich nach einer kurzen Klimax wieder zurückzuziehen. Platz für die nächste Strophe, die sich wieder aufbaut, dieses Mal jedoch ohne Zögern in den Refrain übergeht – und wieder hüllt mich diese unnachahmliche Alphaville-Klangwolke ein, wie eine kleine Epiphanie. Dann kommt der einzige Abschnitt, der ein wenig „billig“ wirkt: der Synthi-Chor, da wäre vom Sound her bestimmt noch mehr herauszuholen gewesen. Immerhin ist die Band innovativ, hängt gleich noch den Refrain ohne den Gesang an, was man als Hörer jedoch sofort anhand der Akkord-Progression hört, ein gelungener Kunstgriff! Und dann zum Schluss die Auflösung bis hin zum Nichts. Ein wirklich außergewöhnliches Stück Pop-Musik!

Sexyland (3:50)

Der Titel hat mich am Anfang abgeschreckt, doch hier haben Alphaville ein schönes Stück in – auf diesem Album fast „zur Abwechslung mal“ – höherem Tempo und mit einer ordentlichen Portion Ohrwurmqualität abgeliefert.

Rendezvoyeur (4:15)

Das Eröffnungsriff lässt mich jedes Mal spontan an einen Western-Film denken, fehlt nur noch, dass sich zwei Typen aus dem Saloon auf die Straße begeben, um sich dort zu duellieren… Und auch wenn ich nicht DER Western-Fan bin, so ist der Song trotzdem ein Ohrwurm sonder gleichen. Er fetzt gut – und macht Laune auf mehr von dieser Art!

Nevermore (4:49)

Als Überschrift über diesem Song könnte man das Wort „Cool“ anbringen. Die verzerrte E-Gitarre, die sonst bei Alphaville nicht im Fokus steht, kontrolliert den harten Sound des Refrains, ein erfrischender Wandel zum sonst eher Syntheszier-zentrierten Sound. Sogar ein (kleines aber feines) Gitarrensolo wurde eingebaut. Gerade im Zusammenhang wirken „Sexyland“, „Rendezvoyeur“ und „Nevermore“, als wollten Alphaville die genussvolle melancholische Schwermut der ersten Hälfte des Albums hier abwerfen, um ein bisschen Dampf abzulassen und es all jenen zu zeigen, die sich bis zu dem Zeitpunkt den Eindruck verschafft hatten, dass da wohl keine energiereichen Stücke mehr kommen würden… Sehr schön, dieser kraftvolle Ritt über drei Stücke!

Fever! (3:46)

Hatte ich gerade von drei Stücken gesprochen? Ha! Es kommt auch gleich noch ein viertes daher, das das Tempo anzieht. Allerdings ist hier der Synthesizer wieder fest an vorderster Front der Instrumente zu sehen/hören. Nein, eine ruhige Kugel wird hier nicht geschoben.

Heartbreak City (3:46)

Warum muss ich nur immer an „Moves Like Jagger“ von Maroon 5 denken? Funky Gitarre, Kleiderbügel-Gesang, synthetische Klatscher im Beat – die Disco-Vergangenheit holt die Musiker ein… Ich kann mir gut vorstellen, wie sie im Studio standen: Schlaghosen, Afro-Frisur (zur Not als Perücke), Poster von James Brown und Maceo Parker an der Wand… Auch wenn es möglicherweise klingen mag, als würde ich mich über den Song lustig machen, könnte der Eindruck nicht mehr täuschen, denn er ist sehr gelungen. Vor allem der Wechsel zwischen den Funk-Passagen und den schwerelosen Momenten (dem typischen Alphaville-Sound) ist sehr gelungen und sorgt für viel Hörvergnügen.

Beyond the Laughing Sky (5:39)

Der ruhige Anfang scheint anzudeuten, dass das Album ausklingen soll, wie es begonnen hat. Doch dann mausert sich der Song zu einem derart fulminanten Mittelteil mit einem wundervollen Gitarrensolo und einer Klangwand, die ihres gleichen sucht. Ein absolut würdiger Abschluss für dieses exzellente Album!

Fazit

Kurz und knackig: Ich bin begeistert. Ein sehr schönes Album, das in der besten Tradition der alten Alphaville steht, aber mindestens ebenso reich an innovativen Elementen ist. Wer die frühen Erfolge wie „Big In Japan“, „Forever Young“ oder „Summer in Berlin“ mochte, wird sich hier daheim fühlen, gleichzeitig aber auch den frischen Anstrich und die kleinen, aber delikaten Anbauten bemerken.

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Ein Platz, 12 Monate – 07 – August 2017

In diesem von Zeilenende initiierten Projekt wird ein Ort ein Jahr lang fotografisch begleitet, jeweils am letzten Sonntag im Monat wird der dann aktuelle Zustand hier präsentiert.

Die Feuchtigkeit der verregneten Tage und die Wärme der letzten Woche hat sich in unserer „Gartenbaustelle“ massiv ausgewirkt: Alles wächst wie besessen. Einzig die Pflanzen, die dem Schneckenfraß zum Opfer gefallen sind, wie zum Beispiel der Rhabarber, vegetieren nur noch mühsam vor sich hin. Dafür geht es dem Efeu gut, der am Ende ja die nicht ganz so hübschen Pflanzringe effektiv überwuchern soll.

Der Kürbis ist am erstaunlichsten, denn den haben wir gar nicht angepflanzt. Er ist das Ergebnis davon, dass auch eigene Komposterde beim Auffüllen der Ebenen eingesetzt wurde. Da wir im Herbst sehr gerne Suppe aus Hokkaido-Kürbissen machen, scheint sich ein Samenkorn hartnäckig gehalten zu haben. Mit ein wenig Glück können wir am Ende sogar noch einen selbst gezüchteten Kürbis verspeisen.

Ansonsten steht diese Ecke des Gartens momentan gar nicht so sehr im Fokus, denn es laufen gleichzeitig noch andere Vorbereitungen für neue Baustellen im und am Haus: Auf das Dach soll eine Photovoltaik-Anlage (dazu gibt es bald einen separaten Blog-Eintrag) die Terrasse soll mit einer Glasüberdachung versehen werden, sodass sie auch im Herbst und bei Regenwetter besser verwendet werden kann. Gerade letzterer Punkt könnte ab Oktober durchaus für Veränderungen in der Perspektive bei den Bilder für diese Aktion sorgen.

Wie immer bleibe ich bei den drei Perspektiven: (1) Von der Terrasse aus, (2) vom Rand des neu angelegten Abschnitts aus um die Hausecke, (3) vom Woodport aus auf die drei Etagen.

Von der Terrasse aus...

Von der Terrasse aus…

Vom Rand um die Hausecke...

Vom Rand um die Hausecke…

...und vom Woodport aus.

…und vom Woodport aus.

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Entspannungsprogramm: „MacGyver“

Die Ferien sind zum Entspannen da, mit jedem Jahr, das ich meiner Biographie hinzufüge, merke ich das deutlicher. Unterlasse ich das Erholungsprogramm, werde ich fürchterlich unausgeglichen, und das will keiner in meinem Umkreis erleben (am wenigsten ich selbst).

Auch in der Schulzeit gehört die Zeit, wenn die Kinder in ihren Zimmern verschwunden sind, in der Regel nur meiner Frau und mir. Nach einem ereignisreichen Tag gibt es nichts entspannenderes als ein bisschen „Nostalgie-Fernseh-Kiffen“, wie es Michael Mittermeier in einem seiner Programme so schön auf den Punkt gebracht hat. Konkret heißt das: Wenig neue Serien, viele alte und bereits bekannte Inhalte, z.B. Star Trek, Babylon 5, Dr. House, The Big Bang Theory, Columbo, Monk, dank Zeilenende auch Eureka, demnächst folgen noch alle Folgen von Akte X (die kenne ich persönlich noch gar nicht) und eventuell schaffen wir es auch einmal über die erste Staffel von Breaking Bad hinaus…

Das Muster ist auf jeden Fall klar erkennbar: Folgen mit überschaubarer Länge (maximal 40-45 Minuten), die der abendlich ermüdeten Aufmerksamkeitsspanne angemessen sind. Und oft sind uns die Serien schon derart bekannt, dass es eben nicht mehr auf jedes Detail ankommt. Da kann man dann nebenbei am iPad oder iPhone etwas zocken, die Twitter- oder WordPress-Timeline nachlesen, mit Bekannten über iMessage kommunizieren, noch den kommenden Song des Tages vorbereiten oder einfach etwas Süßes (oder anderen Knabberkram) genüsslich in sich hineinstopfen. Das ist in höchstem Ausmaß entspannend.

Aktuell haben wir uns neues Futter besorgt: Für knapp 40 Euro gab es bei Amazon die Komplettbox aller MacGyver-Folgen. Früher habe ich davon nur ein paar wenige tatsächlich im Fernsehen genossen, doch das Grundprinzip ist ja immer gleich: Angus MacGyver ist immer und überall klar der Gute, seine Freunde sind auch die Guten, alle anderen müssen entweder in Not oder die Bösen sein. Typisches „Kalter Krieg“-Fernsehen halt. Aber entspannend.

Im Moment das allabendliche Entspannungsprogramm: „MacGyver – Die komplette Collection“ auf 38 DVDs.

Im Moment das allabendliche Entspannungsprogramm: „MacGyver – Die komplette Collection“ auf 38 DVDs.

Da es sich um 38 DVDs handelt, kommt ein ganz schön dickes Paket zusammen. Zum Glück dachte sich die Hersteller-Firma wohl: Nicht kleckern, klotzen:

Ein wirklich dickes Paket DVDs – zum Glück in einer wirklich amtlichen Verpackung, was den Genuss massiv erhöht!

Ein wirklich dickes Paket DVDs – zum Glück in einer wirklich amtlichen Verpackung, was den Genuss massiv erhöht!

Ganz besonders vorbildlich: Die DVDs sind so untergebracht, dass man nicht erst eine andere herausnehmen muss, um an die halb darunter versteckte zu kommen (ist z.B. bei der Komplettbox von Dr. House der Fall). Außerdem ist gleich im frisch aufgeschlagenen Plastikgehäuse (das übrigens sehr stabil ist, wieder ein sehr zu lobender Punkt) eine Liste aller Folgen aller DVDs so untergebracht, dass man auf einen Blick die gesuchte DVD oder Episode findet:

So gehört sich das: Ein Blick – und man hat's gefunden! Da hat wirklich mal jemand mitgedacht.

So gehört sich das: Ein Blick – und man hat’s gefunden! Da hat wirklich mal jemand mitgedacht.

Es ist wirklich ein absolutes Vergnügen, da die nächste DVD aus dem Schuber zu nehmen. Bei mancher anderer Serie war das wirklich ein ganz und gar ungeliebter Akt: Erst einmal aufstehen (bäh), zum DVD-Player laufen (bäh), den DVD-Player dazu bringen, die Klappe auszufahren (gähn), die alte DVD herausnehmen und im Schuber verstauen (mäh), die neue DVD unter einer anderen DVD herausfischen (bähbäh), einlegen und starten. Nicht so bei MacGyver: DVD-Player auf, DVD raus und an die eine richtige Stelle im Schuber packen, nächste DVD greifen, einlegen und los.1

Langer Rede kurzer Sinn: Für diesen Sommer ist MacGyver ein geradezu perfektes Entspannungsprogramm für uns. Die Kinder mögen die Serie nicht allzu sehr, sodass wir ganz von allein Ruhe dabei haben. Perfekt!

  1. Ich gebe zu, das ist „ganz leicht manipulierend“ dargestellt…
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Ein Platz, 12 Monate – 06 – Juli 2017

In diesem von Zeilenende initiierten Projekt wird ein Ort ein Jahr lang fotografisch begleitet, jeweils am letzten Sonntag im Monat wird der dann aktuelle Zustand hier präsentiert.

Im Prinzip habe ich im letzten Monat an der Gartenbaustelle, wie Zeilenende sie immer nennt, gar nichts gemacht. Meine Frau jedoch hat unermüdlich gegossen: Morgens und abends, außer in der letzten Woche, denn da war hier gefühlt „Land unter“ (zum Glück wohnen wir recht weit oben am Hang), zusätzliche Wassergaben waren da nicht nötig. Die Natur hat ihre immense Mühe durch ein kräftiges Wachstum belohnt, wie man im Vergleich zum Juni gut erkennen kann.

Leider fanden die Schnecken den Regen auch sehr toll – und machten sich gnadenlos über alles her, was nicht von „Schutzmitteln“ umgeben war. Dummerweise war der Regen auch in dieser Hinsicht sehr ergiebig und spülte so manches fort. Das leidige Ergebnis kann man hier bewundern:

Diese Mistviecher!

Diese Mistviecher!

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Vom Rand um die Hausecke...

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...und vom Woodport aus.

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Ein Platz, 12 Monate – 05 – Juni 2017

In diesem von Zeilenende initiierten Projekt wird ein Ort ein Jahr lang fotografisch begleitet, jeweils am letzten Sonntag im Monat wird der dann aktuelle Zustand hier präsentiert.

Obwohl sich zwischen den letzten beiden Beiträgen dieser Sparte nicht allzu viel verändert hatte, in den Pfingstferien gab es einen eindeutigen Schub nach vorne, der auch optisch ganz klar zu erkennen ist.

Einerseits ist natürlich die Vegetation ein ganzes Stück vorangekommen (der mit großen Schritten nahende Sommer lässt grüßen, heiß war es in den vergangenen Tagen zur Genüge), überall sprießt und grünt es, auch vereinzelte Blüten zeigen sich hier und da. Andererseits ist das „Dreckseck“ zwischen Hauswand und der untersten Reihe von Pflanzringen verschwunden. Um die aufdringlichen Pappeln mit ihren überall empor schießenden Trieben ein wenig im Griff zu behalten, habe ich eine entsprechende Folie ausgelegt, die verhindern soll, dass von unten allzu viele Gewächse nachsprießen. Darüber ist gut und gern eine Tonne Kies verteilt worden. Der riesige Vorteil ist, dass man nun von der Terrasse aus auch bei schlechtem Wetter einigermaßen sauberen Fußes zum Woodport gelangen kann. Und es sieht um Längen besser aus als das ungleichmäßig hervorgeschossene Gras:

Im direkten Vergleich sieht man gleich, warum es mir in der neuen Fassung besser gefällt...

Im direkten Vergleich sieht man gleich, warum es mir in der neuen Fassung besser gefällt…

Beim Transport der Kiesmenge ging unser fast sieben Jahre alter Fiat Dobló ganz schön in die Knie, die insgesamt 550-600 Liter Kies wogen locker eine Tonne (ich kann ein Lied davon singen, denn den Großteil durfte ich schaufeln und schleppen). Das sah aus der Perspektive des Autos nicht mehr ganz so „gesund“ aus:

Wer hat schon einmal für 15 € sein Auto tiefer gelegt?

Wer hat schon einmal für 15 € sein Auto tiefer gelegt?

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Song des Tages (280) – 2017-06-19

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Mit dem heutigen Song des Tages hatte ich direkt bei dessen Erscheinen so meine Problemchen, erst mehrere Anläufe „bekehrten“ mich, seither höre ich den Song immer wieder gerne an, gerade der Mittelteil ist, um Zeilenende zu zitieren, „zum Niederknien“. Und in der Tat stellt der Anfang eine gewisse Herausforderung dar: Das etwas „bekifft“ wirkende Schlagzeugspiel, die der Welt entrückten Harmonien, doch der Sound ist schon da dermaßen faszinierend, dass man irgendwie „dranbleiben“ muss. Und spätestens dann ist man in den Fängen dieses einzigartigen Songs, der auch aufgrund seiner Spieldauer den Rahmen eines regulären Pop-Songs sprengt.

Genug der Vorrede, mittlerweile sollte genügend Spannung aufgebaut worden sein, hier nun also der Titelsong des letzten Albums von David Bowie mit dem wundervollen Namen „Blackstar“:

Und? Habe ich zuviel versprochen? Über diesen Song und meine Anlaufschwierigkeiten habe ich schon einmal einen ausführlicheren Blog-Eintrag geschrieben, der sich hier lesen lässt. Guten Start in die Woche!

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Ein Platz, 12 Monate – 04 – Mai 2017

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Seit den letzten Ferien hatte ich gar keine Möglichkeit mehr, am Garten etwas zu verändern, zum Teil war in der Schule so viel los, dass ich da kaum über die Runden kam, zum Teil war das Wetter so richtig ekelhaft nass – insofern dürft ihr heute einfach genießen, dass sich die Vegetation um das gestaltete (und weiterhin zu gestaltende) Stück Garten in den letzten Wochen deutlich vermehrt und intensiviert hat. Auch in den Bereichen mit der neuen Komposterde hat sich so einiges getan, aber eben ungeplant und nur punktuell.

Noch eine Woche, dann sind Pfingstferien in Baden-Württemberg. Für die steht schon einiges auf dem Programm: Kies in die unterste Ecke einfüllen (davor natürlich einen Schutz vor Pappel-Sprösslingen einbringen, den ich bereits gekauft habe), dann endlich das tatsächliche Aussähen von Blumen und anderen Gewächsen… Das wird eine spannende Zeit!

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Ein Platz, 12 Monate – 03 – April 2017

In diesem von Zeilenende ins Leben gerufenen Projekt wird ein Ort ein Jahr lang fotografisch begleitet, jeweils am letzten Sonntag im Monat wird der dann aktuelle Zustand hier präsentiert.

Die Osterferien begannen mit traumhaft warmem und freundlichem Wetter, was ich sofort schamlos ausnutzte, um gut eine Tonne Komposterde vom Wertstoffhof zu holen. Damit wurden dann die vielen Lücken aufgefüllt, außerdem ist jetzt endlich die Möglichkeit gegeben, sinnvoll etwas anzupflanzen.

Hier sieht man den Garten nach der ersten Fuhre (ca. 500 Liter) Komposterde.

Hier sieht man den Garten nach der ersten Fuhre (ca. 500 Liter) Komposterde.

Doch erst einmal sollte sich alles setzen, daher wartete ich nach dem Auffüllen auf den Regen. Doch der ließ sich Zeit, richtig viel Zeit – eine ganze Woche. Also musste ich gießenderweise von Pflanzring zu Pflanzring wandeln, um die Erde dort zu fixieren (die vereinzelten Efeu-Pflänzchen sahen auch schon ganz schlapp aus). Ein paar Tage später kam der Regen, dann sogar der Schnee – es war wirklich zum Verrücktwerden: Echtes Aprilwetter!

Mittlerweile ist die Komposterde gut durchfeuchtet und hat sich an den dafür vorgesehenen Positionen gefestigt, sodass ein erneuter Blick auf den aktuellen Endstand lohnt. Im Mai wird dann (wenn es noch ein wenig wärmer ist) ausgesät bzw. angepflanzt, ich freue mich schon auf eine Abwechslung vom aktuell noch etwas tristen Zustand.

Wie immer bleibe ich bei den drei Perspektiven: (1) Von der Terrasse aus, (2) vom Rand des neu angelegten Abschnitts aus um die Hausecke, (3) vom Woodport aus auf die drei Etagen.

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Gehört: „Das Gespenst von Canterville“ von Oscar Wilde

Unterhaltsam und bewegend zugleich: „Das Gespenst von Canterville“ von Oscar Wilde

Unterhaltsam und bewegend zugleich: „Das Gespenst von Canterville“ von Oscar Wilde

Gerade einmal vorgestern veröffentlichte Zeilenende einen kurzen, aber sehr wohlwollenden Artikel (hier) über seine Lektüre der Gruselkomödie „Das Gespenst von Canterville“ von Oscar Wilde. Seine Zusammenfassung war so anregend, dass ich nach meiner gestrigen Lektüre des Blog-Eintrags gleich das Hörbuch lud und es mir heute beim morgendlichen Lauf über die – nennen wir es einmal „erfrischend“ – kühle Ostalb anhörte.

Da ich diesen Text nicht unnötig verlängern möchte, verweise ich einfach auf Zeilenendes Rezension, die schon sehr treffend ist. Mit Ausnahme der im Hörbuch natürlich nicht sichtbaren Illustrationen (die dem Buch garantiert einen weiteren kleinen Bonus verleihen) ist das Hörbuch ebenfalls sehr gelungen. Zu Beginn ist die Geschichte sehr lustig, vor allem wenn man die (mehr oder weniger gut verborgenen) Spitzen erkennt und genießen möchte. Später dann wird sie ernster und regelrecht bewegend. Alles in allem ein tolles Hör-/Leseerlebnis, das ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann.

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Der erste Marathon

Schon lange gärte es in mir, beim täglichen Laufen war es immer so ein Ziel, das mir vorschwebte. Und dann das: Vor einigen Wochen versprach ich dem guten Zeilenende relativ spontan, in den Osterferien einfach mal einen Marathon zu laufen. In den letzten Tagen hatte ich mich an die morgendliche Kühle (den Wind eingerechnet müsste ich eigentlich von „Kälte“ sprechen) beim Rennen im Freien gewöhnt (normalerweise ziehe ich bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius das Laufband im Keller vor). Da für morgen und die kommenden Tage wiederum deutlich kühleres und z.T. auch schlechteres Wetter angekündigt ist, ergriff ich kurzerhand die Möglichkeit und stürzte mich heute früh kurz nach 6:00 h hinaus, um meinen ersten Marathon-Lauf zu absolvieren.

Unmittelbar vor dem Aufbruch: Im Hintergrund sieht man die Morgendämmerung, ich sehe (noch) ganz zuversichtlich aus...

Unmittelbar vor dem Aufbruch: Im Hintergrund sieht man die Morgendämmerung, ich sehe (noch) ganz zuversichtlich aus…

Meine Frau startete einen Moment vor mir, sie hatte sich einen Halbmarathon vorgenommen. Da die Strecken nicht gleich waren, trafen wir uns an der einen oder anderen Stelle wieder – das war sehr schön.

Aber kalt war es. Und wie. Vor allem im Wind (schlimmer nur noch im Gegenwind). Das führte dann auch dazu, dass ich Rücken und Schultern etwas verspannte – ab Kilometer 32 rächte sich das, ab Kilometer 40 war es echt unangenehm.

Hörbuch-Unterstützung

Aber erst einmal zum Start, denn gestern hatte ich vorsorglich das Hörbuch von „Glas“, dem vierten Teil des „Dunkler Turm“-Epos von Stephen King geladen (und mir die etwas langatmige Einleitung der Neufassung angehört, um gleich mit der Geschichte starten zu können).

Der vierte Teil des langen Epos war mein treuer Wegbegleiter – und das war sehr gut so.

Der vierte Teil des langen Epos war mein treuer Wegbegleiter – und das war sehr gut so.

Beim Lesen bin ich ungefähr nach einem Drittel stecken geblieben, weil mir da erst einmal vier John Scalzi-Romane und sechs Hörbücher vom gleichen Autor „in den Weg sprangen“. Um mir die Geschichte wieder schmackhaft zu machen (und mir einen Grund zu kreieren, endlich im Buch weiter zu lesen – es ist ja alles andere als langweilig!), startete ich den Lauf mit dem Hörbuch. Und die Entscheidung war gut, denn es war die perfekte Mischung aus „Ist mir schon vertraut, weil ich es bereits gelesen habe…“ und „Huch! Dieses Detail hätte ich glatt vergessen…“ – so musste ich nicht jede Sekunde voll aufpassen, konnte aber die Geschichte in kompakter Form genießen. Sehr gut!

AirPods to the MAX!

Meiner Meinung nach sind die im Dezember von Apple herausgebrachten AirPods eines der besten Technologie-Produkte der letzten Jahre. Technologisch für ein 1.0-Produkt schon wahnsinnig ausgereift und derart bequem in der Handhabung – ganz klar, dass sie mich auch bei diesem Lauf begleiteten. Da ich fürchtete, die Akku-Laufzeit würde nicht ganz ausreichen, nahm ich die Box mit, in der ein Akku integriert ist, mittels dessen sich die Kopfhörer flugs wieder aufladen lassen. Wie sich herausstellte, hätte ich mir die Mühe des Mitschleppens sparen können, denn die AirPods gaben erst nach vier Stunden und 20 Minuten Dauernutzung (und das in durchaus kalter Umgebung) ihren Geist auf. Zehn Minuten später war ich ohnehin wieder daheim.

Dauer und Kondition

Auf den Marathon habe ich mich nicht speziell vorbereitet. In diesem Kalenderjahr bin ich – wie vorher auch – einfach jeden Morgen meine 10-18 Kilometer gelaufen. Mit einer speziellen Vorbereitung hat das leider gar nichts zu tun. Und das habe ich dann auch gemerkt, denn mein Körper war überhaupt nicht darauf vorbereitet, mehr als 30 oder 32 Kilometer zu laufen. Ab da schmerzte der Rücken beträchtlich – die Schultern waren so verkrampft, dass selbst das Schulterrollen, das sie lockern sollte, derart unangenehm war, dass ich es einfach wieder bleiben ließ.

Geschafft! Mein erster Marathon in der Zusammenfassung!

Geschafft! Mein erster Marathon in der Zusammenfassung!

Meine Zeit war – gemessen an einer professionellen Zeit – grausam schlecht, denn ich brauchte gut viereinhalb Stunden. Andererseits waren da etliche Höhenmeter enthalten (Ostalb), insofern bin ich völlig zufrieden damit.

Meine Zeit – nicht konkurrenzfähig, aber für mich schon sehr gut.

Meine Zeit – nicht konkurrenzfähig, aber für mich schon sehr gut.

All das darf nicht darüber hinweg täuschen, dass ich mich ansonsten beim Lauf ziemlich gut fühlte. Zwar verspürte ich ab Kilometer 33 oder 34 einen ziemlich nagenden Durst, für den ich selbstverständlich keine Vorsorge getroffen hatte. Aber andererseits: Was soll’s?

Kreislauf mit Berg- und Talfahrt

Na ja, ich merkte danach ziemlich schnell, wie anstrengend der Lauf für meinen Körper war. Ungefähr einen halben Kilometer vor Ende des Laufs musste ich eine Straße überqueren, doch der anhaltende Verkehr zwang mich zu gut 15 bis 20 Sekunden Steh-Pause. Und schon während dieser kurzen Zeit fühlte ich ein deutlich flaues Gefühl in mir aufsteigen. Mein Kreislauf war wohl der Meinung, mich darauf hinweisen zu müssen, dass er jetzt sofort für eine Pause zu haben wäre. Also schnell zwischen den Autos hindurchgequetscht und noch den Schluss absolviert. Danach langsam die letzten 150 Meter nach Hause gegangen (das tat gut, um den Puls wieder etwas abzusenken), danach erst einmal Flüssigkeit nach gefüllt, dann in die Dusche. Schon das Abziehen der Duschkabine ging nicht mehr, dafür legte ich mich (freiwillig) auf den Boden und die Füße hoch. Danach auf das Sofa, wo ich noch eine gute Stunde blieb. Seither bin ich wieder ansprechbar.

Dieser Umstand zeigt mir, dass ich so schnell keinen weiteren Marathon laufen muss. Ein Halbmarathon stellt für mich keine große Herausforderung dar, der liegt nur ein bisschen über dem täglichen Pensum, dass das ohne spürbare Auswirkungen geht, aber das dann noch einmal zu verdoppeln – huiiiii.

Fazit

Trotz des letzten Punktes kann ich sagen: Der Lauf machte Spaß, und zwar ziemlich viel. Noch dazu war ich fast durchweg komplett im Flow: Hörbuch und Einsamkeit sind eine gute Kombination, da es kaum eine Ablenkung von der Geschichte gibt. Also, lieber Zeilenende, ich stehe zu meinen Versprechungen. Jetzt darfst du genau wie ich morgen gnadenlos schlemmen, das haben wir uns verdient. Aber der nächste Marathon-Lauf wird noch eine ganz lange Weile auf sich warten lassen. Dennoch bin ich froh, mir bewiesen zu haben, einen solchen Lauf tatsächlich durchzuhalten. Andererseits verstehe ich jetzt, warum der Bote im antiken Griechenland nach dem Absolvieren des Laufs gleich gestorben ist…

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