Schlagwort-Archive: Multicolorina dilettiert

Knapp daneben…

Pünktlich zum Hochzeitstag am 16.8. wollte ich beim Laufen heute auf 16,08 km kommen. Beim Laufen selbst wird mir aber nur die erste Dezimalstelle der bereits absolvierten Entfernung angezeigt, daher musste ich schätzen…

Aaaahhhh! 20 Meter vor dem Ziel gestoppt...

Aaaahhhh! 20 Meter vor dem Ziel gestoppt…

Bäh! Genau 20 Meter vor Erreichen des gesetzten Ziels beendete ich den Lauf. Heieiei, manchmal will auch nichts gelingen! 😉

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Song des Tages (338) – 2017-08-16

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Heute ist er also da, der 15. Hochzeitstag – das ging ziemlich flink! Meine Frau und ich hatten damals immer ein Lied, das wir besonders gern hörten, es wurde bei der großen Hochzeitsfeier auch als letztes Lied des Abends gespielt, bevor wir uns zurückzogen: „It Is You (I Have Loved)“ von Dana Glover. Leider gibt es bei YouTube keine Original-Version von dieser Sängerin (und glaubt mir, ich habe gesucht, immer und immer wieder), daher muss ich für das Video auf eine Alternative zurückgreifen:

In meiner Playlist ist natürlich das Original in seiner vollendet kitschigen Pracht enthalten. Ganz offensichtlich ist der Song seit damals bei Hochzeiten voll angesagt, immerhin fand ich einige Karaoke-Versionen, zum Teil auch deutlich verlangsamt, um noch schnulziger zu wirken. Dann gibt’s Cover-Bands, die ihre jeweiligen Fassungen ins Netz stellen, es gibt Collagen aus Film-Clips (sicher alle völlig legal und von Dreamworks abgesegnet, hüstel…) und so weiter und so fort. Nur das eine, das einzig wahre Original, das gibt’s nicht. Schade!

Darüber sollte hier der eigentliche Anlass nicht vergessen werden: Seit 15 Jahren sind wir verheiratet, davon waren die meisten Jahre gute Jahre (ich weiß, 2011 war keines davon). Unsere Kinder sind mittlerweile alle in der Schule, der Druck, ständig hinter ihnen her zu sein, lässt weiter nach – Stück für Stück erobern wir uns unsere elterlichen Freiräume zurück. Da können noch weitere 15, 20, 25 oder deutlich mehr Jahre folgen.

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Song des Tages (337) – 2017-08-15

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Morgen ist unser 15. Hochzeitstag. Im Gegensatz zu meiner Frau, die noch viel schöner aussieht als je zuvor, altere ich kontinuierlich vor mich hin. Was mich jung hält, ist die Nähe zu meiner Frau, das tägliche Laufen und die tägliche Ration Cola Light.

Wie schon in einem separaten Blog-Eintrag berichtet (hier), entspannen wir uns abends gerne bei einer guten Portion Nostalgie-TV, im Moment vor allem die Fernsehserie „MacGyver“ aus den 1980er Jahren. Trotz einer eigentlich völlig inakzeptablen Vokuhila-Frisur des Hauptdarstellers Richard Dean Anderson (anscheinend war das tatsächlich mal in Mode, uärgs…) muss man der Serie zugute Halten, dass darin das feste Vertrauen auf die Fähigkeit des Menschen, sich seiner Umgebung und den Umständen anzupassen, in jeder Folge neu zum Ausdruck kommt. Das taugt mir persönlich viel mehr als die heute gar zu oft propagierte (und einstudierte bzw. angelernte) Hilflosigkeit (Stichwort: „Ich check‘ das nicht…“ – als Lehrer habe ich den Spruch schon so oft und leider auch oft unter völlig absurden Bedingungen gehört, er hängt mir kilometerweit zum Hals raus). Dieser (zugegebenermaßen etwas naive) Glaube an die eigenen Fähigkeiten ist ein derart positiver Faktor in dieser alten TV-Serie, dass ich jede einzelne Folge des Abends genieße.

Der heutige Song des Tages ist der unvergleichliche „MacGyver Theme Song“, der nun einmal jede Episode umrahmt:

Für eine Vorwarnung mag es unterhalb des verlinkten Videos bereits ein wenig zu spät sein, aber wieder einmal handelt es sich um einen üblen Ohrwurm. Vor allem bei mir hat er sich so festgesetzt, weil ich — gemeinsam mit meiner Frau — mittlerweile mehr als zwei Staffeln fast am Stück angesehen habe: Allabendlich zwei oder drei Episoden. Sogar unsere Kinder pfeifen das Thema schon…

Ich bin schon soweit, dass ich mir fest vorgenommen habe, das Thema vor Beginn des neuen Schuljahres gleich einmal für meine Big Band zu arrangieren, das könnte echt ein fetziger Moment im Adventskonzert werden. (Und dann hätten gleich mehrere hundert Konzertbesucher einen Ohrwurm – stellt euch an dieser Stelle das typische Hollywood-Bösewicht-Grinsen vor…)

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Entspannungsprogramm: „MacGyver“

Die Ferien sind zum Entspannen da, mit jedem Jahr, das ich meiner Biographie hinzufüge, merke ich das deutlicher. Unterlasse ich das Erholungsprogramm, werde ich fürchterlich unausgeglichen, und das will keiner in meinem Umkreis erleben (am wenigsten ich selbst).

Auch in der Schulzeit gehört die Zeit, wenn die Kinder in ihren Zimmern verschwunden sind, in der Regel nur meiner Frau und mir. Nach einem ereignisreichen Tag gibt es nichts entspannenderes als ein bisschen „Nostalgie-Fernseh-Kiffen“, wie es Michael Mittermeier in einem seiner Programme so schön auf den Punkt gebracht hat. Konkret heißt das: Wenig neue Serien, viele alte und bereits bekannte Inhalte, z.B. Star Trek, Babylon 5, Dr. House, The Big Bang Theory, Columbo, Monk, dank Zeilenende auch Eureka, demnächst folgen noch alle Folgen von Akte X (die kenne ich persönlich noch gar nicht) und eventuell schaffen wir es auch einmal über die erste Staffel von Breaking Bad hinaus…

Das Muster ist auf jeden Fall klar erkennbar: Folgen mit überschaubarer Länge (maximal 40-45 Minuten), die der abendlich ermüdeten Aufmerksamkeitsspanne angemessen sind. Und oft sind uns die Serien schon derart bekannt, dass es eben nicht mehr auf jedes Detail ankommt. Da kann man dann nebenbei am iPad oder iPhone etwas zocken, die Twitter- oder WordPress-Timeline nachlesen, mit Bekannten über iMessage kommunizieren, noch den kommenden Song des Tages vorbereiten oder einfach etwas Süßes (oder anderen Knabberkram) genüsslich in sich hineinstopfen. Das ist in höchstem Ausmaß entspannend.

Aktuell haben wir uns neues Futter besorgt: Für knapp 40 Euro gab es bei Amazon die Komplettbox aller MacGyver-Folgen. Früher habe ich davon nur ein paar wenige tatsächlich im Fernsehen genossen, doch das Grundprinzip ist ja immer gleich: Angus MacGyver ist immer und überall klar der Gute, seine Freunde sind auch die Guten, alle anderen müssen entweder in Not oder die Bösen sein. Typisches „Kalter Krieg“-Fernsehen halt. Aber entspannend.

Im Moment das allabendliche Entspannungsprogramm: „MacGyver – Die komplette Collection“ auf 38 DVDs.

Im Moment das allabendliche Entspannungsprogramm: „MacGyver – Die komplette Collection“ auf 38 DVDs.

Da es sich um 38 DVDs handelt, kommt ein ganz schön dickes Paket zusammen. Zum Glück dachte sich die Hersteller-Firma wohl: Nicht kleckern, klotzen:

Ein wirklich dickes Paket DVDs – zum Glück in einer wirklich amtlichen Verpackung, was den Genuss massiv erhöht!

Ein wirklich dickes Paket DVDs – zum Glück in einer wirklich amtlichen Verpackung, was den Genuss massiv erhöht!

Ganz besonders vorbildlich: Die DVDs sind so untergebracht, dass man nicht erst eine andere herausnehmen muss, um an die halb darunter versteckte zu kommen (ist z.B. bei der Komplettbox von Dr. House der Fall). Außerdem ist gleich im frisch aufgeschlagenen Plastikgehäuse (das übrigens sehr stabil ist, wieder ein sehr zu lobender Punkt) eine Liste aller Folgen aller DVDs so untergebracht, dass man auf einen Blick die gesuchte DVD oder Episode findet:

So gehört sich das: Ein Blick – und man hat's gefunden! Da hat wirklich mal jemand mitgedacht.

So gehört sich das: Ein Blick – und man hat’s gefunden! Da hat wirklich mal jemand mitgedacht.

Es ist wirklich ein absolutes Vergnügen, da die nächste DVD aus dem Schuber zu nehmen. Bei mancher anderer Serie war das wirklich ein ganz und gar ungeliebter Akt: Erst einmal aufstehen (bäh), zum DVD-Player laufen (bäh), den DVD-Player dazu bringen, die Klappe auszufahren (gähn), die alte DVD herausnehmen und im Schuber verstauen (mäh), die neue DVD unter einer anderen DVD herausfischen (bähbäh), einlegen und starten. Nicht so bei MacGyver: DVD-Player auf, DVD raus und an die eine richtige Stelle im Schuber packen, nächste DVD greifen, einlegen und los.1

Langer Rede kurzer Sinn: Für diesen Sommer ist MacGyver ein geradezu perfektes Entspannungsprogramm für uns. Die Kinder mögen die Serie nicht allzu sehr, sodass wir ganz von allein Ruhe dabei haben. Perfekt!

  1. Ich gebe zu, das ist „ganz leicht manipulierend“ dargestellt…
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Ein Platz, 12 Monate – 06 – Juli 2017

In diesem von Zeilenende initiierten Projekt wird ein Ort ein Jahr lang fotografisch begleitet, jeweils am letzten Sonntag im Monat wird der dann aktuelle Zustand hier präsentiert.

Im Prinzip habe ich im letzten Monat an der Gartenbaustelle, wie Zeilenende sie immer nennt, gar nichts gemacht. Meine Frau jedoch hat unermüdlich gegossen: Morgens und abends, außer in der letzten Woche, denn da war hier gefühlt „Land unter“ (zum Glück wohnen wir recht weit oben am Hang), zusätzliche Wassergaben waren da nicht nötig. Die Natur hat ihre immense Mühe durch ein kräftiges Wachstum belohnt, wie man im Vergleich zum Juni gut erkennen kann.

Leider fanden die Schnecken den Regen auch sehr toll – und machten sich gnadenlos über alles her, was nicht von „Schutzmitteln“ umgeben war. Dummerweise war der Regen auch in dieser Hinsicht sehr ergiebig und spülte so manches fort. Das leidige Ergebnis kann man hier bewundern:

Diese Mistviecher!

Diese Mistviecher!

Wie immer bleibe ich bei den drei Perspektiven: (1) Von der Terrasse aus, (2) vom Rand des neu angelegten Abschnitts aus um die Hausecke, (3) vom Woodport aus auf die drei Etagen.

Von der Terrasse aus...

Von der Terrasse aus…

Vom Rand um die Hausecke...

Vom Rand um die Hausecke…

...und vom Woodport aus.

…und vom Woodport aus.

Die weiteren Teilnehmer und ihre spannenden Beiträge sind bei Zeilenende verlinkt.

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Der 1.001. Beitrag!

Heute früh durfte ich ausschlafen, was sehr angenehm war. Pünktlich um kurz vor sechs rief mein Körper aber: „He, du liegst schon anderthalb Stunden länger als sonst hier herum, jetzt wird’s dringend Zeit, aufzuwachen!“ Gleich darauf piepste meine Apple Watch mit der Mitteilung, mein Beitrag Song des Tages sei veröffentlicht worden, dicht gefolgt von einer weiteren Mitteilung, dass dies mein 1.000. Beitrag auf diesem WordPress-Konto sei:

Tatsächlich: Ich habe mit dem einen von heute früh schon 1.000 Beiträge auf diesem Blog veröffentlicht! (Dieser ist der 1.001.!)

Tatsächlich: Ich habe mit dem einen von heute früh schon 1.000 Beiträge auf diesem Blog veröffentlicht! (Dieser ist der 1.001.!)

Derart beflügelt drehte ich mich um und ruhte noch eine ganze Weile. Dann stand ich auf, spülte alles, was ich gestern Abend nicht mehr wegräumen wollte, fort und ging dann Laufen. Das Wetter spielte ganz gut mit, also lief ich einfach immer weiter, am Ende wurden es 22,42 Kilometer, also etwas mehr als ein Halbmarathon:

Huuuiiiiii! Heute war ich richtig schnell!

Huuuiiiiii! Heute war ich richtig schnell!

In den letzten Wochen lief ich immer mit einem Tempo von etwa 6:10/km bis 6:30/km, heute hatte ich – vermutlich bedingt durch einen wahren Schokoladen-Fressanfall gestern Abend und den langen Nachtschlaf – unglaubliche Energiereserven, wodurch ich die letzten Kilometer mit 4:50/km absolvierte. Das beeindruckte mich selbst, weil es vollkommen unerwartet war.

Zur Belohnung erhielt ich noch eine Aktivitäts-Medaille auf meiner Apple Watch, die schön, aber nicht allzu bedeutsam ist. Ich war zwar vor vielen Jahren im Yellowstone-Nationalpark, ziehe aber Yosemite eindeutig vor…

Die heute gewonnene Herausforderung (bzw. die dazugehörige Trophäe): Schick, aber nicht wirklich nötig, gelaufen wäre ich ohne den Anreiz auch.

Die heute gewonnene Herausforderung (bzw. die dazugehörige Trophäe): Schick, aber nicht wirklich nötig, gelaufen wäre ich ohne den Anreiz auch.

Und damit habe ich die 2.900 Kilometer in diesem Kalenderjahr überwunden, nähere mich nun allmählich den 3.000 Kilometern an.

Der aktuelle Zwischenstand, nach wie vor keine Aussetzer in diesem Kalenderjahr. Wie sagt man so schön: „Es läuft...“

Der aktuelle Zwischenstand, nach wie vor keine Aussetzer in diesem Kalenderjahr. Wie sagt man so schön: „Es läuft…“

Ohne gutes Schuhwerk, AirPods und Hörbücher (sowie geeignete Kleidung) wäre das nicht drin gewesen. Noch dazu treibt mich der Wille, für meine Frau in Form zu bleiben, mindestens ebenso an…

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Rekordmonat Juni 2017

Der Juni sticht eindeutig aus der Masse hervor – völlig unbeabsichtigt, vermutlich war das recht gute Wetter in den Pfingstferien in Kombination mit spannenden Hörbüchern ein entscheidender Faktor...

Der Juni sticht eindeutig aus der Masse hervor – völlig unbeabsichtigt, vermutlich war das recht gute Wetter in den Pfingstferien in Kombination mit spannenden Hörbüchern ein entscheidender Faktor…

Mit dem gestrigen Tag endete der Monat Juni, bei dem es sich aus sportlicher Sicht um einen echten Rekordmonat handelte, denn so viele Kilometer hatte ich vorher noch nie in einem Monat zusammen bekommen:

Eigentlich waren es 30 Läufe, ein Morgenlauf wurde in zwei Abschnitte unterteilt, daher die etwas abweichende Zählung.

Eigentlich waren es 30 Läufe, ein Morgenlauf wurde in zwei Abschnitte unterteilt, daher die etwas abweichende Zählung.

Da ich die App auf dem iPhone und der Apple Watch habe, verirre ich mich äußerst selten in das Web-Interface von Nike Running. Meine Frau ist wesentlich häufiger dort, daher konnte sie mir ein paar nützliche Tipps geben – so kam ich mit ein paar Fingerbewegungen an die folgende Übersicht für dieses Kalenderjahr:

Der Überblick über meine Laufleistung bei Nike Running – erstaunlich, was man da so alles entdecken kann...

Der Überblick über meine Laufleistung bei Nike Running – erstaunlich, was man da so alles entdecken kann…

Wenn das so weitergeht und ich keine Krankheitspause einlegen muss, könnte ich dieses Jahr tatsächlich mal die 5.000 Kilometer schaffen. Aber das ist nicht mein vorrangiges Ziel. Was mir eher vorschwebt, ist folgendes: Dem Beispiel meiner entzückenden Frau folgen, die eisern an ihrem Muskelaufbau arbeitet, um so den Grundumsatz zu erhöhen und insgesamt ihre Gesundheit zu stärken.

Baustelle Bauchspeck – „das“ leidige Thema…

Nun habe ich seit Anfang 2011 eine nicht ganz zu übersehende Menge von 30 Kilogramm abgenommen. Doch an der Gewichtsschraube will ich nicht weiter drehen, sonst lande ich unter Umständen schnell im Untergewicht. Aber: Ich habe von meinem früheren Übergewicht trotz meines aktuell am unteren Rand des Normalzustands liegenden Körpergewichts immer noch eine kleine Wampe mit Fettfüllung direkt am Bauch zurückbehalten. Nicht dramatisch, aber so, dass es im Schwimmbad immer noch auf der ästhetischen Ebene für einen unbefriedigenden Geisteszustand meinerseits sorgt. Und das ist die aktuelle Baustelle. Also eine von mehreren, die ich beseitigen muss, um mich in spärlich bekleidetem Zustand unter den Augen anderer wohl zu fühlen.

Das bedeutet: Situps/Crunches und Planke, möglicherweise noch mit anderen Übungen gekoppelt. Sobald ich ein für mich funktionierendes kurzes Programm in der iMuscle-App erstellt habe und es sich eingeschliffen hat, berichte ich darüber.

Eine weitere ist, dass meine Arme schon recht dünn sind, ein paar Muskeln dort schaden sicher nicht. Also wird flugs das Klimmzug-Training wieder aufgenommen: Vier Sets, jeweils so viele Klimmzüge wie möglich. Und wenn es nur ein halber ist. Jede Anstrengung ist besser als keine – und aktuell ist meine Kondition echt armselig.

Black Roll is in da house…

Dann ist da noch etwas: Robert hat mich damals mit seinem Artikel über die Faszien-Rolle (oder „Black Roll“) auf die Idee gebracht, das auch einmal auszuprobieren. Eigentlich wollte ich dem Thema einen eigenen Blog-Eintrag widmen, hier passt das aber auch sehr gut, also nehme ich die Option einfach mit.

Die frisch gekaufte Black Roll auf dem heimischen Sofa (da liegt sie gut...).

Die frisch gekaufte Black Roll auf dem heimischen Sofa (da liegt sie gut…).

Mit der Faszien-Rolle lockere ich meine gerne sehr verkrampfte Rücken- und Schultermuskulatur. Am ersten Abend genoss ich das gute „Durchgeknetet-werden“-Gefühl ein bisschen zu lange, woraufhin ich am nächsten Morgen gleich einmal unübersehbare Blutergüsse am Rücken aufwies:

Ein bisschen zuviel des Guten...

Ein bisschen zuviel des Guten…

Seither habe ich die Menge reduziert, maximal zwei oder drei Minuten am Tag bekommt der Rücken ab, jetzt läuft das super – aber eine solche Einstiegs-Überlastung ist für mich als einen klassischen „Ganz oder gar nicht“-Typen nicht weiter erstaunlich.

Fazit

Es läuft und läuft, an dieser Front gibt es keine Probleme, ich bin auch fast komplett schmerzfrei, sodass ich hoffentlich immer weiter einfach laufen kann, wie ich gerne möchte. Ansonsten steht der grobe Plan, dessen Details jetzt noch ausgearbeitet werden müssen. Also beende ich diesen Blog-Eintrag und mache mich an die Arbeit!

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Der erste Marathon

Schon lange gärte es in mir, beim täglichen Laufen war es immer so ein Ziel, das mir vorschwebte. Und dann das: Vor einigen Wochen versprach ich dem guten Zeilenende relativ spontan, in den Osterferien einfach mal einen Marathon zu laufen. In den letzten Tagen hatte ich mich an die morgendliche Kühle (den Wind eingerechnet müsste ich eigentlich von „Kälte“ sprechen) beim Rennen im Freien gewöhnt (normalerweise ziehe ich bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius das Laufband im Keller vor). Da für morgen und die kommenden Tage wiederum deutlich kühleres und z.T. auch schlechteres Wetter angekündigt ist, ergriff ich kurzerhand die Möglichkeit und stürzte mich heute früh kurz nach 6:00 h hinaus, um meinen ersten Marathon-Lauf zu absolvieren.

Unmittelbar vor dem Aufbruch: Im Hintergrund sieht man die Morgendämmerung, ich sehe (noch) ganz zuversichtlich aus...

Unmittelbar vor dem Aufbruch: Im Hintergrund sieht man die Morgendämmerung, ich sehe (noch) ganz zuversichtlich aus…

Meine Frau startete einen Moment vor mir, sie hatte sich einen Halbmarathon vorgenommen. Da die Strecken nicht gleich waren, trafen wir uns an der einen oder anderen Stelle wieder – das war sehr schön.

Aber kalt war es. Und wie. Vor allem im Wind (schlimmer nur noch im Gegenwind). Das führte dann auch dazu, dass ich Rücken und Schultern etwas verspannte – ab Kilometer 32 rächte sich das, ab Kilometer 40 war es echt unangenehm.

Hörbuch-Unterstützung

Aber erst einmal zum Start, denn gestern hatte ich vorsorglich das Hörbuch von „Glas“, dem vierten Teil des „Dunkler Turm“-Epos von Stephen King geladen (und mir die etwas langatmige Einleitung der Neufassung angehört, um gleich mit der Geschichte starten zu können).

Der vierte Teil des langen Epos war mein treuer Wegbegleiter – und das war sehr gut so.

Der vierte Teil des langen Epos war mein treuer Wegbegleiter – und das war sehr gut so.

Beim Lesen bin ich ungefähr nach einem Drittel stecken geblieben, weil mir da erst einmal vier John Scalzi-Romane und sechs Hörbücher vom gleichen Autor „in den Weg sprangen“. Um mir die Geschichte wieder schmackhaft zu machen (und mir einen Grund zu kreieren, endlich im Buch weiter zu lesen – es ist ja alles andere als langweilig!), startete ich den Lauf mit dem Hörbuch. Und die Entscheidung war gut, denn es war die perfekte Mischung aus „Ist mir schon vertraut, weil ich es bereits gelesen habe…“ und „Huch! Dieses Detail hätte ich glatt vergessen…“ – so musste ich nicht jede Sekunde voll aufpassen, konnte aber die Geschichte in kompakter Form genießen. Sehr gut!

AirPods to the MAX!

Meiner Meinung nach sind die im Dezember von Apple herausgebrachten AirPods eines der besten Technologie-Produkte der letzten Jahre. Technologisch für ein 1.0-Produkt schon wahnsinnig ausgereift und derart bequem in der Handhabung – ganz klar, dass sie mich auch bei diesem Lauf begleiteten. Da ich fürchtete, die Akku-Laufzeit würde nicht ganz ausreichen, nahm ich die Box mit, in der ein Akku integriert ist, mittels dessen sich die Kopfhörer flugs wieder aufladen lassen. Wie sich herausstellte, hätte ich mir die Mühe des Mitschleppens sparen können, denn die AirPods gaben erst nach vier Stunden und 20 Minuten Dauernutzung (und das in durchaus kalter Umgebung) ihren Geist auf. Zehn Minuten später war ich ohnehin wieder daheim.

Dauer und Kondition

Auf den Marathon habe ich mich nicht speziell vorbereitet. In diesem Kalenderjahr bin ich – wie vorher auch – einfach jeden Morgen meine 10-18 Kilometer gelaufen. Mit einer speziellen Vorbereitung hat das leider gar nichts zu tun. Und das habe ich dann auch gemerkt, denn mein Körper war überhaupt nicht darauf vorbereitet, mehr als 30 oder 32 Kilometer zu laufen. Ab da schmerzte der Rücken beträchtlich – die Schultern waren so verkrampft, dass selbst das Schulterrollen, das sie lockern sollte, derart unangenehm war, dass ich es einfach wieder bleiben ließ.

Geschafft! Mein erster Marathon in der Zusammenfassung!

Geschafft! Mein erster Marathon in der Zusammenfassung!

Meine Zeit war – gemessen an einer professionellen Zeit – grausam schlecht, denn ich brauchte gut viereinhalb Stunden. Andererseits waren da etliche Höhenmeter enthalten (Ostalb), insofern bin ich völlig zufrieden damit.

Meine Zeit – nicht konkurrenzfähig, aber für mich schon sehr gut.

Meine Zeit – nicht konkurrenzfähig, aber für mich schon sehr gut.

All das darf nicht darüber hinweg täuschen, dass ich mich ansonsten beim Lauf ziemlich gut fühlte. Zwar verspürte ich ab Kilometer 33 oder 34 einen ziemlich nagenden Durst, für den ich selbstverständlich keine Vorsorge getroffen hatte. Aber andererseits: Was soll’s?

Kreislauf mit Berg- und Talfahrt

Na ja, ich merkte danach ziemlich schnell, wie anstrengend der Lauf für meinen Körper war. Ungefähr einen halben Kilometer vor Ende des Laufs musste ich eine Straße überqueren, doch der anhaltende Verkehr zwang mich zu gut 15 bis 20 Sekunden Steh-Pause. Und schon während dieser kurzen Zeit fühlte ich ein deutlich flaues Gefühl in mir aufsteigen. Mein Kreislauf war wohl der Meinung, mich darauf hinweisen zu müssen, dass er jetzt sofort für eine Pause zu haben wäre. Also schnell zwischen den Autos hindurchgequetscht und noch den Schluss absolviert. Danach langsam die letzten 150 Meter nach Hause gegangen (das tat gut, um den Puls wieder etwas abzusenken), danach erst einmal Flüssigkeit nach gefüllt, dann in die Dusche. Schon das Abziehen der Duschkabine ging nicht mehr, dafür legte ich mich (freiwillig) auf den Boden und die Füße hoch. Danach auf das Sofa, wo ich noch eine gute Stunde blieb. Seither bin ich wieder ansprechbar.

Dieser Umstand zeigt mir, dass ich so schnell keinen weiteren Marathon laufen muss. Ein Halbmarathon stellt für mich keine große Herausforderung dar, der liegt nur ein bisschen über dem täglichen Pensum, dass das ohne spürbare Auswirkungen geht, aber das dann noch einmal zu verdoppeln – huiiiii.

Fazit

Trotz des letzten Punktes kann ich sagen: Der Lauf machte Spaß, und zwar ziemlich viel. Noch dazu war ich fast durchweg komplett im Flow: Hörbuch und Einsamkeit sind eine gute Kombination, da es kaum eine Ablenkung von der Geschichte gibt. Also, lieber Zeilenende, ich stehe zu meinen Versprechungen. Jetzt darfst du genau wie ich morgen gnadenlos schlemmen, das haben wir uns verdient. Aber der nächste Marathon-Lauf wird noch eine ganz lange Weile auf sich warten lassen. Dennoch bin ich froh, mir bewiesen zu haben, einen solchen Lauf tatsächlich durchzuhalten. Andererseits verstehe ich jetzt, warum der Bote im antiken Griechenland nach dem Absolvieren des Laufs gleich gestorben ist…

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Versatile Blog-Award – April 2017

Der Versatile Blogger Award – dieses Mal zu Gast bei Solera 1847.

Der Versatile Blogger Award – dieses Mal zu Gast bei Solera 1847.

Bereits vor einigen Tagen (oder sind es schon Wochen?) hat mich Pialalama in ihrem eigenen Eintrag für den Versatile Blogger-Award nominiert. Die letzten Tage waren jedoch derart vollgestopft mit Arbeit, dass ich mit Mühe einige länger vorbereitete Blog-Beiträge abschließen und veröffentlichen und meine Song des Tages-Sparte leidlich am Laufen halten konnte. Kurz und gut: Es wird Zeit für Ferien! (Und es sind nur noch drei Tage bis dahin…)

Der Versatile Blog-Award

Der VBA besteht aus einem zum Glück recht simplen Kodex, der sich auf die drei sofort folgenden drei Punkten reduzieren lässt:

  1. Danke der Person, die dich nominiert hat!
  2. Verrate uns sieben noch unbekannte Dinge über Dich.
  3. Wähle Blogger aus, um sie für den VBA zu nominieren.

Zu den drei Punkten:

Die erste Verpflichtung ist kein Problem, denn ich freue mich, dass Pialalama meinem Blog folgt, offensichtlich einige Artikel gelesen, besternt und kommentiert hat – das macht das Bloggen als Tätigkeit faszinierend und lohnend. Vielen Dank schon allein dafür! Dann hat sie mich auch noch nominiert, was mich weiterhin in ihrer Schuld stehen lässt, doch mit meinen heutigen Antworten hoffe ich, diese tilgen zu können. Dennoch: Auch für die Nominierung vielen Dank!

Die zweite Aufgabe, nämlich sieben „noch unbekannte“ Dinge über mich zu erzählen, ist vergleichsweise schwierig, denn ich blogge nun schon seit mehr als fünf Jahren, da kamen schon ein paar Einträge zusammen. Laut der WordPress-App sind es vor diesem 846 Artikel gewesen. Ich bin selbst beeindruckt. Doch genau da liegt auch das Problem, denn ich weiß nicht, ob ich bei jedem der sieben Punkte etwas erwische, was ich wirklich noch nicht preisgegeben habe. Aber ich bemühe mich, versprochen!

Mit letztem Punkt tue ich mir schwer, da ich niemanden zu etwas zwingen möchte (und das Nominieren ist zwar kein echter Zwang, doch baut er eine gewisse Erwartungshaltung und damit etwas Druck auf – das möchte ich vermeiden), überlasse ich es jedem Leser dieses Blogs, sich angesprochen zu fühlen und für sich selbst sieben unbekannte Dinge zu präsentieren.

Die sieben (hoffentlich noch) unbekannten Fakten über mich

  1. Obwohl ich ein Musiker und Musiklehrer bin, der fast täglich mit Klassen singt und musiziert, fühle ich mich gerade beim Singen vor anderen immer noch leicht gehemmt. Woran genau das liegt, weiß ich nicht, denn nach fast 15 Jahren in meinem Beruf sollte diese Scheu eigentlich gründlich ausgeräumt worden sein – ist sie aber nicht.
  2. Ich schreibe für 99 Prozent aller Schulstunden immer noch einen recht detaillierten Stundenentwurf. Es gibt Kollegen, die das nach dem Referendariat sofort ablegen und nie wieder aufgreifen. Ich schätze es aber als gedankliche Stütze, damit mein Unterricht strukturiert bleibt. Und ich kann ja jederzeit von meinem Entwurf abweichen – das komplette Freischwimmen liegt mir nicht.
  3. Ich finde Eckart von Hirschhausen überhaupt nicht lustig. Vor Jahren bekam ich zum Geburtstag eines seiner Bücher geschenkt – zum Glück habe ich nicht selbst Geld dafür ausgegeben. Aber alles, was ich bis heute von ihm gehört oder gelesen habe, war allenfalls schaler Rentner-Humor. Nichts gegen Rentner, aber wenn alle Witze vorhersehbar, pedantisch, das Abtasten von Spitzfindigkeiten oder schlicht lahm sind, dann kann mich das als gefühlt jungem Menschen (von 41,5 Jahren) nicht hinter dem Ofen hervorlocken. Viel besser ist Vince Ebert, denn er schafft den Spagat zwischen einer Belehrung und dem gerade richtigen Maß an Komödie, sodass man sich dabei auf intelligente Weise unterhalten lässt. Zwischen den beiden liegen Welten (auch wenn sie oft gemeinsam vermarktet werden, was mir nicht ganz einleuchten will).
  4. Als Kind hatte ich mal alle Finger der rechten Hand in einer Autotür, als diese mit ordentlich Schwung zugeworfen wurde. Seitdem habe ich gehörigen Respekt vor diesen Dingern (also den Türen, meine Finger müssen nur intakt bleiben, Respekt benötigen sie von mir als ihrem Benutzer eigentlich keinen).
  5. Alle Schlangen, vor allem Klapperschlangen, üben auf mich eine unglaubliche Faszination aus. Doch in freier Wildbahn würde ich beim bloßen Anblick auch nur eines verendeten Exemplars vermutlich einen üblen Panik-Anfall bekommen.
  6. Beim Schließen von Freundschaften bin ich sehr zögerlich, da ich trotz aller Blechbläserhaftigkeit eigentlich ein eher zurückhaltender Mensch bin. Smalltalk liegt mir auch nicht, was mich auf Parties und in Probenpausen immer dazu verleitet, mit den gleichen, mir bereits bekannten (oder angetrauten) Personen zu sprechen. Doch habe ich eine Freundschaft dann mal geschlossen, hält sie meist über Jahrzehnte (bzw. für immer, aber ich kann nur für die letzten 41,5 Jahre sprechen).
  7. Eigentlich träume ich ja auf eine naive Weise davon, eines Tages von irgendwoher viel Geld zu bekommen, um nicht mehr arbeiten zu müssen. Doch weiß ich bis heute keine Antwort auf die Frage, ob ich dann meinen Beruf tatsächlich aufgeben könnte. Denn eigentlich mache ich den sehr gerne (auch wenn es immer wieder etwas gibt, worüber ich mich ärgere, was mich nervt, mir zusetzt etc.). Mein früherer Chef hat mir mehrfach eine Fortbildung in Richtung Schulleitung angeboten, die ich entschieden abgelehnt habe, da ich mich im Unterrichtsraum lebendig und an der „richtigen Stelle“ fühle. Beim Ausfüllen von Tabellen, dem ständigen Herumorganisieren am Schulalltag, vor allem aber am permanenten Repräsentieren etc. habe ich wenig Vergnügen, noch dazu bin ich nicht der konfrontative Typ, der man in der Eigenschaft als oberste disziplinarische Instanz innerhalb einer Schule vermutlich sein muss. Sollte jemand zufälligerweise ein paar Millionen übrig haben, biete ich mich an, das Experiment durchzuführen…

Huch, das ging ja doch relativ schnell. Ich bin ganz erleichtert, dass mir sieben Sachen eingefallen sind, von denen die meisten meiner Gefolgschaft hier bei WordPress tatsächlich noch unbekannt sein müssten.

So, nun bin ich mit (geradezu unglaublich) gutem Beispiel vorangegangen, nun sollten mir etliche folgen und sich berufen fühlen, ebenfalls dem Versatile Blogger-Award zu frönen. Und los geht’s!

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Gesehen: „The American“

Ein reiner Spontankauf, der allerdings einigen Gegenwert brachte: „The American“ mit George Clooney.

Ein reiner Spontankauf, der allerdings einigen Gegenwert brachte: „The American“ mit George Clooney.

Gestern stöberte ich einmal mehr durch die „HD-Filme unter 4€“-Sektion im iTunes Store, wo ich dann auch gleich fündig wurde: „The American“. Die Beschreibung klang gut, George Clooney ist mir als Darsteller seit „Ocean’s Eleven“ auch durchaus sympathisch, also griff ich zu. Nach dem abendlichen „Verscheuchen“ der Kinder aus dem Wohnzimmer ging es los – und sowohl ich als auch meine Frau waren positiv überrascht, denn für einen Action-Film ist alles recht unaufgeregt. Das tat uns so richtig gut, um einfach am Abend wieder runter zu kommen.

Handlung

Die Kurzbeschreibung bei iTunes, die mich angesprochen hat, lautet folgendermaßen (ich habe lediglich die Namen der Darsteller entfernt, die hinter jeder ersten Erwähnung eines Film-Charakters in Klammern standen):

Der Amerikaner Jack ist Auftragskiller und ein Meister seines Fachs: äußerst präzise, ständig auf der Hut, extrem misstrauisch und nie länger als nötig an einem Ort. Als ein Job wider Erwarten schief läuft, beschließt er, dass sein nächster Auftrag auch sein letzter sein soll. Jack reist nach Italien, um sich in der Abgeschiedenheit eines verschlafenen Bergdorfes in aller Ruhe vorzubereiten. Doch die malerische Idylle trügt: Der Dorfpfarrer zeigt ein auffälliges Interesse an dem Fremden und such immer wieder das Gespräch mit ihm. Dann taucht plötzlich die äußerst mysteriöse Auftraggeberin bei Jack auf. Und schließlich ist da noch die verführerische Clara, die ihn mehr und mehr in ihren Bann zieht. Allmählich beginnt Jack seinen Schutzschild abzulegen. Doch damit fordert er auch sein Schicksal heraus – und das könnte tödliche Folgen haben…

Klingt doch schon einmal gut, vor allem passt es zu einem mittlerweile eindeutig ins beste Mannesalter geratenen George Clooney. Wie schon bei Sean Connery gewinnt er mit zunehmendem Alter auch stets an Charisma (noch dazu kann er sich die Rollen vermutlich schon seit Jahren so aussuchen, dass er auch nur die Charaktere verkörpert, die ihm in sein persönliches Konzept passen, was dann wiederum die Glaubwürdigkeit steigert).

Nur in einer Hinsicht erzählt die Kurzbeschreibung Unsinn, denn zu Beginn des Films geht dem Amerikaner Jack nicht etwa ein Job schief, vielmehr wollen ein paar andere Ganoven ihn und seine Freundin aus einem Versteck heraus über den Haufen schießen – was nur der Protagonist überlebt. Ein verpatzter Auftrag ist mir nicht aufgefallen (allerdings bin ich abends auch nicht mehr ganz wach).

Optik, Optik, Optik

Die Geschichte ist ja eine Sache, aber bei einem Film zählt immer auch ganz massiv die Optik. Und der Film brilliert in dieser Hinsicht, denn sowohl das für den Film ausgesuchte Bergdorf als auch die ganze Farbgebung des Films, die wenig aufgeregten Farben (viele Szenen wirken ein wenig mattiert, was aber die ruhige Stimmung in den italienischen Bergen nur verstärkt), alles wirkt in der Kombination sehr gut zusammen. Wie oben schon gesagt: Für einen Action-Film ist er sehr unaufgeregt.

Musik

Auf dem Filmposter (siehe oben) steht – natürlich aus Gründen der (vermeintlich) besseren Werbung – dick und fett geschrieben:

Musik von Herbert Grönemeyer

Da ich seine Musik an sich mag, würde mich das nicht stören, aber es ist mir auch überhaupt nicht aufgefallen. Er singt nicht, spielt nur Klavier – und so charismatisch ist sein Klavierspiel bzw. Kompositionsstil nun auch nicht, dass ich allein daraus hätte erkennen können, von wem die Musik stammt.

Alles in allem ist an der Musik nichts auszusetzen, ich habe mir bei Apple Music das Album auf den Rechner gezogen. Wenn ich es ein paar Mal im Hintergrund habe laufen lassen, werden vermutlich ein paar Stücke in meine Filmmusik-Favoritenliste umziehen. Das ist das normale Prozedere.

Fazit

Ein sehr gelungener Film, der durch seine gnadenlos gute Optik und passende Darsteller besticht. Insgesamt eher ruhig, doch immer wieder spannend und bedrohlich, mit Finten und Finessen ausgestattet, ein Film, den nicht nur Männer faszinierend finden werden. Den sehe ich mir demnächst noch einmal an, vielleicht in den Ferien, wenn ich nicht kurz vor dem Wegdösen bin.

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