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Gehört: „The Remains of The Day“ von Kazuo Ishiguro

Eines der besten Bücher, das ich in den letzten zwei Jahrzehnten gelesen (und nun auch gehört) habe.

Eines der besten Bücher, das ich in den letzten zwei Jahrzehnten gelesen (und nun auch gehört) habe.

Zum ersten Mal habe ich dieses Buch bereits vor gut 20 Jahren auf Englisch gelesen, schon damals hat es mich nachhaltig beeindruckt, denn es bedient sich einer ausgesprochen gewählten Sprache, sodass bereits das Lesen dieser hochfeinen und überkorrekten Sprache einen Genuss für sich darstellt. Dazu kommt der unaufgeregte Erzählstil, der dennoch äußerst intensiv ist. Womöglich fördert die ruhige Art der Erzählung sogar die Intensität, denn gerade die trügerische Unbewegtheit des in Form von Tagebucheinträgen seine Erfahrungen und Erlebnisse ausbreitenden Erzählers lässt von Zeit zu Zeit emotional besonders stark wirkende Momente zu.

Handlung

Die Zusammenfassung des Inhalts ist bei Wikipedia derart prägnant und gelungen, dass ich sie für meinen Blog-Eintrag einfach übernehme:

Stevens, der auf Schloss Darlington Hall als Butler eingestellt ist, begibt sich 1956 auf die Reise nach Cornwall, um dort seine ehemalige Arbeitskollegin Miss Kenton zu besuchen und sie zu bitten, nach Darlington Hall zurückzukehren. Diese Fahrt erweist sich als eine Reise in Stevens Vergangenheit. Allmählich erscheinen ihm die Erinnerungen an sein bisheriges Leben in Rückblenden. Vor dem Zweiten Weltkrieg war Lord Darlington, der mittlerweile verstorben ist, in Besitz des riesigen Landsitzes. Dort fanden von etwa 1920 bis 1938 teils geheime Treffen bedeutender europäischer Politiker statt. Lord Darlington setzte sich für eine Lockerung der im Friedensvertrag von Versailles festgeschriebenen deutschen Reparationen nach dem Ersten Weltkrieg ein und war später ein Vertreter der Appeasement-Politik des britischen Premiers Chamberlain. In der Nachkriegszeit galt Darlington deshalb als „Nazifreund“, verlor eine Klage gegen eine Zeitung, die dieses nachdrücklich behauptet hatte, und starb als gebrochener Mann. Stevens erlaubte sich als loyalem und seinem Herrn ergebenem, perfektem Butler nie, die Motive seines Herrn in Frage zu stellen oder dessen Verstrickungen in den Nationalsozialismus überhaupt wahrzunehmen. Auch seine Gefühle für Miss Kenton, die ihn liebt und ihm dies durchaus zu verstehen gibt, lässt er nicht zu. Er erkennt die möglichen Chancen, die er ungenutzt hat verstreichen lassen. Am Ende seiner Reise sieht er angesichts des hereinbrechenden Abends ein, dass er nur versuchen kann, das Beste aus dem zu machen, „was vom Tage übrig bleibt“.

Faszination

Ganz abgesehen vom hohen sprachlichen Niveau übt der Roman eine hohe Faszination auf mich aus, weil er auf jeder Ebene authentisch wirkt. Stevens bemerkt erst im Verlauf der Schilderung seines Lebens, wie sehr er sich und seine eigenen Bedürfnisse hintangestellt, vergessen, verleumdet und um alles Schöne betrogen hat. Es war ein Leben des Dienstes, nicht frei von schönen und heiteren Momenten, aber weitgehend frei von echten eigenen Entscheidungen. Auf der kurzen Autoreise durch England folgt er nun zum ersten Mal seit Jahren seiner eigenen Räson, trifft eigene Entscheidungen und erkennt, was ihm all die Jahre abgenommen und zugleich verwehrt wurde. Diesem Erkenntnisprozess, der sich ganz allmählich entfaltet, beizuwohnen und dem zunehmendem Tempo zu folgen, das sich mit jeder neuen Erkenntnis erhöht, war für mich äußerst faszinierend. Vor 20 Jahren schon und vor ein paar Wochen, als ich das Hörbuch beim Laufen hörte, erneut.

Verfilmung

Die Verfilmung habe ich vor einigen Jahren auch ein- oder zweimal angesehen, doch ihr fehlt – trotz der exzellent ausgewählten Schauspieler (allen voran Anthony Hopkins und Emma Thompson), die ihren jeweiligen Part mit höchster Überzeugungskraft interpretieren – die erzählerische Größe des Romans. Doch stellt dies nur meine Meinung dar, wer Interesse an der Verfilmung hat, wird sicher nicht enttäuscht werden.

Fazit

Dieses Hörbuch ist fantastisch: Technisch makellos, inhaltlich ausgezeichnet, die Geschichte spannend und zugleich von einer stillen Dramatik — eine ganz klare Empfehlung für jeden, der sich für einen modernen Klassiker interessiert.

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Gehört: „Ulysses“ von James Joyce

Liebevoll und aufwändig produziert: „Ulysses“ von James Joyce als Hörbuch.

Liebevoll und aufwändig produziert: „Ulysses“ von James Joyce als Hörbuch.

„Ulysses“ gehört zu den literarischen Werken, die mich aufgrund ihres Bekanntheitsgrades, des Autors (von dem ich in meiner Schul- und Studienzeit bereits drei andere Bücher gelesen und genossen hatte) und der Erzähltechnik („Stream of Consciousness“) schon lange faszinierten.

Weg mit dem (gedruckten) Buch

Die gedruckte Buchfassung hatte ich gut 20 Jahre im Regal stehen, bis mir klar wurde, dass ich sie nie lesen würde, schon gar nicht in dieser Darreichungsform. Meine Lesegewohnheiten sind in den letzten sieben Jahren derart stark auf iPhone und iPad umgemünzt worden, dass ich mich mit einem „normalen“ Buch in der Hand zwar nicht unwohl fühle, mir aber sofort klar ist, dass ich es eben nicht ständig (im Sinne von 24 Stunden am Tag) bei mir trage. Und in dieser Hinsicht schlägt das iPhone alle anderen Lesegeräte. Noch dazu ist der Kontrast auf dem Bildschirm derart hoch, dass ich auch schon seit gut fünf Jahren meine Lesebrille nicht mehr benötige. Zurück zum Buch: Die Druckfassung habe ich über Momox im letzten Jahr verkauft, aber das Interesse an „Ulysses“ als Werk blieb ungebrochen. Also langte ich vor ein paar Wochen tief in meine Taschen und leistete mir für gut 38 € im iTunes Store das beinahe 40 Stunden lange Hörbuch – pro Stunde ungefähr ein Euro, das ist aus meiner Sicht akzeptabel.

Hörbuch deluxe

Es ist eine wirklich grandios produzierte ungekürzte Fassung mit ca. 40 unterschiedlichen Sprechern (allerlei Geschlechts), die sich teils in kurzen Abschnitten, teils in wirklich langen Passagen abwechseln. Auch handwerklich ist das Hörbuch äußerst gut gemacht, denn es spielt – beim Laufen habe ich das durch die AirPods natürlich sehr deutlich gemerkt – auch mit dem Panorama: Bei Passagen, in denen sich die Sprecher in kurzem zeitlichen Versatz ergänzen, wird mehrfach zwischen linkem und rechtem Kanal hin und her gewechselt. Nötig wäre das natürlich nicht, aber ein interessanter Effekt ist es allemal.

Fazit: Die Hörbuch-Produktion ist sowohl hinsichtlich der Sprecher als auch der Audio-Qualität absolut makellos und ihr Geld zweifelsohne wert.

Das „Werk“

Vorwarnung: Ich „oute“ mich gleich als völliger Kulturbanause.

Anders als die Hörbuch-Produktion konnte mich das Werk – vielleicht auch aufgrund einer gewissen Reife, die ich mir mittlerweile schamlos zugestehen darf – nur wenig mitreißen. In den letzten Monaten/Jahren habe ich sehr viel gelesen und noch mehr gehört. Wenn mir etwas gefiel, habe ich darüber gebloggt, wodurch den Lesern meines Blogs ziemlich leicht fallen dürfte, meine literarischen Interessensgebiete einzugrenzen:

  • Unmengen an Science Fiction (z.B. „Krieg der Klone“ von John Scalzi oder die „Space Troopers“-Reihe von P. E. Jones)
  • viel Action (z.B. die „Cotton Reloaded“-Serie)
  • (leichter) Horror (vor allem die späteren Werke von Stephen King wie „Die Arena“ oder auch „Dreamcatcher“)
  • viel Humor (z.B. „Das Rosie-Projekt“ von Graeme Simsion)
  • gerne auch alles in Kombination
  • oder natürlich Fachbücher über sportliche oder Gesundheits-Themen.

Gerade bei den Romanen und Kurzgeschichten geht es mir aber darum, die Charaktere in ihrer Interaktion zu erleben, Anteil an ihren Motiven und den Umständen, die sie zum Handeln zwingen, zu nehmen, sie zu verstehen und meist auch innerlich zu bewerten – das macht Literatur ja so großartig: Sie kann uns unterhalten, uns bewegen und zum Nachdenken anregen. Außerdem schätze ich es sehr, wenn die Handlung zügig vorangetrieben wird.

„Ulysses“ dagegen ist – oberflächlich betrachtet – die Verkörperung der Banalität, denn es geht letztlich um nichts. Das sage ich nicht verächtlich, eher bedauernd. Faktisch folgt die Geschichte (es ist ja noch nicht einmal eine richtige Geschichte…) einen Tag (für die Puristen: einen Tag und ein Stück des folgenden Morgens) lang einer Person („Leopold Bloom“), zeigt seine Interaktionen mit einer Vielzahl anderer Menschen, dessen Gedanken und die der anderen Personen auf – vermag aber mit wenigen Ausnahmen kaum, mich zu interessieren. Der Grund ist die bereits erwähnte Banalität. Der Schluss des Buchs ist ja ein gut 40 Druckseiten langer innerer Monolog der Ehefrau („Molly Bloom“). James Joyce hat versucht, einen tatsächlichen Gedankenstrom nachzustellen, was ihm sicher auch gelungen ist. Doch leider sind unsere alltäglichen Gedanken mit Unmengen an Banalitäten angefüllt. Viele Menschen – ich sicher eingeschlossen – denken ziemlich oft an ganz normale körperfunktionale Dinge (z.B. „Ich muss demnächst mal wieder auf’s Klo…“ und dergleichen). Es ist ja schön, das einmal exemplarisch zu begreifen, wenn aber ein gut zweieindreiviertel Stunden langer Abschnitt eines Hörbuchs fast nur um derlei Themen kreist (und es ist wirklich so, dass Molly sich in diesem langen Abschluss-Gedankenstrom nur über Sex, die Gestaltung ihrer Wohnung, Sex, Shopping, Sex, Toilettengänge, Sex, Körperpflege, ihre eigene verschrobene Selbstwahrnehmung, Sex und dergleichen Gedanken macht) nimmt es die Wirkung einer Tortur an.

In „Geisterbrigaden“ lässt John Scalzi einen ähnlichen Gedankengang ablaufen:

Passt irgendwie perfekt, oder?

Passt irgendwie perfekt, oder?

Beim Laufen war es sogar noch viel schlimmer. Der schleppend langsame Verlauf dieses einen Tages (literarisch ja nun auf 38 Stunden ausgedehnt) zieht sich gefühlt doppelt so lange hin, wenn man sich des Morgens durch die noch recht düstere Ostalb bewegt. Mit dem richtigen Hörbuch „fliege“ ich (gefühlt) nur so über die Straßen und Wege, mit „Ulysses“ kroch ich wie eine Schnecke.

Die Erzähltechnik und die Wortwahl sowie der unverkennbar gebildete Ansatz, der nicht zuletzt durch die eingesetzten mindestens fünf Sprachen (ich konnte Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Latein erkennen) zutage tritt, sind die Elemente, die mich begeistern konnten. Hier und da schuf James Joyce sogar geradezu brüllend komische Passagen, wie zum Beispiel die Kutschfahrt nach dem Requiem für Paddy Dignam, bei der die Fahrgäste sich in einen wahren Lachrausch hineinsteigern.

Wie ich schon geschrieben habe: Ich bin wohl ein Kulturbanause. Denn selbstverständlich ist mir völlig klar, dass ein derart fähiger Autor wie James Joyce niemals in seinem Leben so viel Zeit und Mühe dafür geopfert hätte, nur Banalitäten anzusammeln. Das Werk ist durchzogen von einem feinen Netz literarischer, sozialer und historischer Anspielungen. Mein Banausentum besteht nun darin, dass mir das – geradeheraus gesagt – scheißegal ist. Momentan mag ich Bücher, die ich in die Hand nehmen und mich selbst für eine Weile darin verlieren kann. Ich suchte Unterhaltung und fand Bildung. Und genauso spröde, wie das klingt, war es leider auch.

Fazit:

Das Werk ist faszinierend, aber nicht für mein aktuelles Ich. Dieses sucht nach Unterhaltung, die das Werk in der für mich attraktiven Form nicht oder nur an wenigen Stellen zu bieten vermag. Dass ich mir die volle Länge gegönnt habe, zeigt, dass es mir durchaus ernst mit dem Buch war, doch ist mir jetzt eindeutig nach leichterer Kost, die meinem simplen Geist eher entgegen kommt. In einigen Jahren gibt es einen erneuten Anlauf, vielleicht sogar in Form eines iBooks mit zusätzlicher Sekundärliteratur, denn faszinierend ist das Werk nach wie vor auf einer intellektuellen Ebene – nur weiß ich, dass ich in den kommenden Jahren erst einmal kein Verlangen habe, mich dem Werk noch einmal so zu nähern.

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Gehört: „Miniatures“ von John Scalzi

Eine durch und durch hörenswerte Sammlung überwiegend amüsanter Science Fiction-Kurzgeschichten: „Miniatures“ von John Scalzi.

Eine durch und durch hörenswerte Sammlung überwiegend amüsanter Science Fiction-Kurzgeschichten: „Miniatures“ von John Scalzi.

John Scalzi hat sich aufgrund seiner wundervollen „Krieg der Klone“-Reihe einen festen Platz in meinem Bücherwurm-Herzen erobert. Ein erst letztes Jahr erschienenes Buch/Hörbuch mit dem Titel „Miniatures. The Very Short Fiction of John Scalzi“ erregte im iTunes Store meine Aufmerksamkeit. Der Preis war niedrig, also lud ich es herunter – und hörte es binnen eines Kalendertages komplett durch (da stand viel Gartenarbeit an, also lief das Hörbuch ohne Unterbrechung durch, bis die AirPods mir ihren niedrigen Akkustand meldeten).

„Miniatures“ ist eine Sammlung überwiegend lustiger Science Fiction-Geschichten, oft wird eine einzige Idee ausgestaltet. Gerade im Gegensatz zu den sonst deutlich längeren Romanen aus seiner Feder sind diese Kurzgeschichten unterhaltsam (z.B. die Geschichte, in der Menschen über ihre interessantesten Erfahrungen mit Aliens berichten), absurd (z.B. die Geschichte, in der eine Firma sich darauf spezialisiert hat, alternative Geschichtsszenarien für ihre Kunden zu entwerfen), lustig und – immer – futuristisch. Vor allem letzter Punkt entspricht aktuell genau meinem Geschmack, daher war ich sehr angetan von dieser Sammlung. Und weil sie so schnell an mir vorbeigerauscht ist, werde ich sie mir schon recht bald noch einmal anhören.

Das Fazit ist kurz und knackig: Wer mit John Scalzis Schreibstil gut zurechtkommt, wird hier nichts falsch machen. Auch für Science Fiction-affine Leser, die diesen Autor noch nicht kennen, bietet sich die Möglichkeit auf einen amüsanten Trip.

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Gehört: „Deeply Odd“ von Dean Koontz

Gerade habe ich den dritten Teil dieses Hörbuch-Bundles zu Ende gehört. Gleich vorweg: Abgesehen vom ersten Teil, der wirklich DEN Maßstab schlechthin gesetzt hat, war dieser auch gleich einmal qualitativ in vorderster Front. Wie immer gekennzeichnet von einer großen Prise recht makabren Humors entfaltet sich hier eine fast durchweg in hohem Tempo dahin rauschende, von wilden Action-Szenen gekennzeichnete Achterbahnfahrt, deren furioses Finale es mir kaum möglich machte, die AirPods aus den Ohren zu ziehen, um meinem Beruf nachzugehen.

Im zuletzt gehörten Odd Thomas-Roman („Odd Apocalypse“, hier) habe ich ja bemängelt, dass es verhältnismäßig lange gedauert hat, bis ich den Zugang zur Geschichte gefunden hatte. In „Deeply Odd“ war das nicht der Fall: Keine zehn oder fünfzehn Minuten im Hörbuch war ich schon so in die Handlung eingegraben, dass ich mich stets dem Gefühl ausgesetzt sah, sofort weiterhören zu müssen.

Dean Koontz und der erste Satz eines Romans…

Womit wir wieder bei dieser Eigenschaft der meisten Dean Koontz-Romane wären: Er schafft es fast immer, den Leser binnen weniger Sätze, oft sogar mit dem allerersten Satz, abrupt in die Handlung hinein zu ziehen – und dann auch nicht mehr loszulassen. Das ist zwar meine eigene Erfahrung, doch wenn man mal bei Wikipedia nachliest, scheint es allgemein als eines seiner charakteristischen Stilmerkmale zu gelten:

Koontz wichtigster Grundsatz: während der Grafiker das Buch so gestalten muss, dass es der Käufer in die Hand nimmt, ist es seine Aufgabe als Autor, den Leser gleich mit dem allerersten Satz so an das Buch zu fesseln, dass er es nicht mehr weglegen will. Das steht ganz im Gegensatz zum Schreibstil von Stephen King, der in seinen Büchern die Spannung ganz langsam und subtil aufbaut und viel Zeit dafür aufwendet, den Charakter eines Menschen eingehend zu beleuchten. Das typische Koontz-Buch beginnt damit, dass er seinen Hauptcharakter vor eine ausweglose oder extreme Situation stellt. Tatsächlich impliziert meist schon der erste Satz, dass gleich etwas Aufregendes passieren wird.

Doch all die Lobhudelei ohne Belege bringt nichts, daher habe ich aus der deutschsprachigen Übersetzung mit dem Titel „Abgrundtief“ den ersten Satz herausgezogen:

Es stimmt tatsächlich: Ein Satz, der den Leser sofort hineinzieht. „Warum läutet das Glöckchen um seinen Hals? Warum dreimal? Warum bereits vor der Morgendämmerung?“ – Und schon steckt man in der Geschichte...

Es stimmt tatsächlich: Ein Satz, der den Leser sofort hineinzieht. „Warum läutet das Glöckchen um seinen Hals? Warum dreimal? Warum bereits vor der Morgendämmerung?“ – Und schon steckt man in der Geschichte…

Weil ich schon so in Fahrt war, habe ich alle meine Dean Koontz-iBooks angesehen und jeweils den Anfang herausgezogen. Und siehe da: Nur einer würde mich jetzt nicht sofort in seinen Bann ziehen, alle anderen sehr wohl:

Der Anfang von „Seelenlos“

Der Anfang von „Seelenlos“

Der Anfang von „Schwarze Fluten“

Der Anfang von „Schwarze Fluten“

Der Anfang von „Die Anbetung“

Der Anfang von „Die Anbetung“

Der Anfang von „Meer der Finsternis“

Der Anfang von „Meer der Finsternis“

Der Anfang von „Schattennacht“

Der Anfang von „Schattennacht“

Der Anfang von „Darkfall“

Der Anfang von „Darkfall“

Der Anfang von „Strangers“

Der Anfang von „Strangers“

Der Anfang von „The Door To December“

Der Anfang von „The Door To December“

Der Anfang von „Phantoms“

Der Anfang von „Phantoms“

Der Anfang von „Die Unbekannten“

Der Anfang von „Die Unbekannten“

(Quizfrage: Welcher Anfang hat mich womöglich nicht gleich in seinen Bann geschlagen?)

Ich hoffe, das hat nicht genervt, zum „Glück“ hatte ich nicht noch mehr Dean Koontz-Romane zur Hand. Dennoch habe ich hoffentlich verdeutlichen können, dass er es schafft, mit einem clever überlegten Satz sofort so viel Information preiszugeben, dass man eine lebendige Vorstellung entwickelt – und gleichzeitig so wenig zu verraten, dass man mehr wissen möchte. Wie bereits mehrfach gesagt: Bei mir wirkt das immer ziemlich gut, denn ich habe alle diese Bücher „verschlungen“.

Teaser für „Deeply Odd“ (bzw. „Abgrundtief“)

Viel darf ich nicht verraten, sonst ist der Witz weg, aber zumindest ein bisschen:

Eigentlich will Odd Thomas nur ein paar neue Kleidungsstücke kaufen gehen, da er nicht mehr besitzt als die Sachen, die er am Leib trägt. Doch sein paranormaler Magnetismus führt ihn noch vor Betreten des Einkaufszentrums auf eine neue Fährte. Binnen weniger Minuten befindet Odd sich auf der Suche nach drei entführten Kindern, die grausam hingerichtet werden sollen. Doch das ist noch lange nicht alles…

Fazit

Na, schon Appetit bekommen? Ich lehne mich sicher nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich hier einfach so von mir gebe, dass dieser Roman höchst spannend, faszinierend mysteriös und aufreibend in seinem Suchtfaktor ist. Dieses Buch an einem regnerischen Ferientag auf dem bequemen Sofa (natürlich erst nach dem Lauf), da kann nichts mehr schiefgehen. Meiner schlichten Meinung nach handelt es sich bei „Deeply Odd“ neben dem ersten Odd Thomas-Roman um den besten dieser Reihe.

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Gehört: „Friedhof der Kuscheltiere“ von Stephen King

Eines der gruseligsten Bücher von Stephen King – wirklich harte Kost.

Eines der gruseligsten Bücher von Stephen King – wirklich harte Kost.

Das Anhören von „Friedhof der Kuscheltiere“ hat sage und schreibe 14 Monate gedauert (ich habe gestern Abend extra nachgesehen, wann ich mir das Hörbuch gekauft habe), weil die Geschichte – obwohl ich das Buch als Jugendlicher schon gelesen hatte – so gruselig ist. Immer wieder musste ich Pausen einlegen, konnte und wollte eine Weile nichts mehr davon wissen, bis ich mir dann vor einer Woche sagte, dass es so ja nun auch nicht weitergehen könne. Also lud ich es auf mein iPhone und zog die letzten sieben oder acht Stunden zügig durch. Die Erleichterung, das Buch „hinter mir“ zu haben, ist gigantisch.

Doch das soll keineswegs den Eindruck erwecken, es handle sich um ein „schlechtes“ Buch. Ganz im Gegenteil: Wie bei einem Schauspieler, der den Bösewicht so überzeugend verkörpert, dass man beim reinen Anblick des Schauspielers (der persönlich ja in den meisten Fällen ganz anders drauf ist als seine Rolle) schon eine Antipathie empfindet, so erzeugt dieses Buch ein vehementes Gefühl der Abneigung, weil es so überzeugend geschrieben ist. Ich bewundere Stephen Kings erzählerische Leistung, denn er hat äußerst starke Gefühle mit seiner Fiktion in mir ausgelöst. Doch gleichzeitig stellt diese Leistung das Buch für mich auf eine Stufe wie „The Shining“ (hier). Auch dieses konnte ich mir nur unter großer Überwindung zu Gemüte führen, eben weil es so gekonnt die Beklemmungsgefühle in mir auslöste.

Das Gruselige an „Friedhof der Kuscheltiere“ ist nicht, dass es irgendwelche besonders brutalen Momente gäbe, bis auf zwei wirklich kurze Szenen kommt im ganzen Roman nichts derartiges vor – und diese Abschnitte nehmen von den etwas mehr als 16 Stunden Hörbuch vielleicht ein oder zwei Minuten ein. Daran kann meine innere Aversion nicht liegen. Nein: Es ist vielmehr die Art des Erzählens, die einem ständig unter der Oberfläche zu verstehen gibt: „Es wird alles noch viel schlimmer kommen, als du denkst…“ Und obwohl ich das Buch als Jugendlicher sehr mochte und mehrfach gelesen habe, erging es mir als Erwachsenem nun ganz anders.

Was ich an Stephen King schätze, ist die epische Erzählkunst, die er wie kaum ein anderer perfektioniert hat. Seine Charaktere entwickeln sich langsam, der Horror liegt in der ganz leichten Abänderung einer alltäglichen Situation, doch auch er hat eine Entwicklung durchlaufen: Seine frühen Romane („Carrie“, „Shining“, „Friedhof der Kuscheltiere“, „Brennen muss Salem“) sind echte, harte Horror-Geschichten, die ich mittlerweile für vergleichsweise „schwere Kost“ halte (ich selbst bin der Maßstab, an dem das gemessen wird…). Seine späteren Romane (z.B. „The Green Mile“, „Der Anschlag“, „Die Arena“, „Mr. Mercedes“ und so weiter) stellen seine erzählerische Finesse ohne den harten Horror-Faktor unter Beweis – und da schätze ich Stephen King besonders.

Ich hoffe einfach mal, dass Stephen King noch 20 bis 30 Jahre weiter exzellente Romane schreibt, die eher seinem späteren Schreibstil entsprechen – dann werde ich sie mir auch weiterhin genüsslich zu Gemüte führen. „Friedhof der Kuscheltiere“ darf jetzt erst einmal ein paar Jahre in meiner Hörbuch-Bibliothek sein Dasein fristen, vielleicht hole ich es dann wieder heraus, wenn ich mich so richtig fürchten möchte. Vielleicht.

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Gelesen: „Krieg der Klone – Die Trilogie“ von John Scalzi

John Scalzis „Krieg der Klone“ gehört mit weitem Abstand zur besten Science Fiction, die ich je zu Lesen bekam.

John Scalzis „Krieg der Klone“ gehört mit weitem Abstand zur besten Science Fiction, die ich je zu Lesen bekam.

Vor ein paar Monaten berichtete Zeilenende ziemlich enthusiastisch von seiner Lektüre des Scalzi-Romans „Redshirts“ (hier). Die Beschreibung erweckte die Lust auf den Roman, doch der Preis erschien mir mit gut 11 Euro noch ein wenig hoch (zumindest für einen recht kurzen Roman). Doch hier und da hatte ich schon von der „Krieg der Klone“-Trilogie gehört, die als Sammelband für 12 Euro bei iBooks zu haben war. Also nahm ich diese. Und nun mache ich es gleich kurz, denn das war eine der besten Entscheidungen meines Lebens: Diese Trilogie ist derart brillant geschrieben, spannend und witzig, mitfühlend und voller packender Action, dazu noch in bester Science Fiction-Manier an den exotischsten Plätzen des Weltalls sowie mit einer Menge (selbstverständlich erfundener) zukünftiger Wissenschaft, die aber ein in sich derart stimmiges Gesamtbild ergibt, dass ich mich beim Lesen der Faszination zu keinem Zeitpunkt entziehen konnte.

Auf dem iPhone umfasst die Trilogie gut 3.700 Seiten, die meiste Zeit flog ich nur so hindurch. Gestern Abend las ich noch bis weit nach Mitternacht, um den dritten Teil abzuschließen. Obwohl ich gegen 22:00 h schon so müde gewesen war, dass mir immer wieder die Augen zufielen, musste ich die letzten Kapitel einfach am Stück genießen (etwa 700 iPhone-Seiten) – und sie waren so spannend, dass ich wach blieb. Ich hätte, selbst wenn mir dieser absurde Gedanke gekommen wäre, das iPhone nicht weglegen können.

Die drei Teile (Trilogie…) hängen inhaltlich lose miteinander zusammen, man könnte aber auch jeden einzeln lesen, wobei dann natürlich der eine oder andere Witz bzw. Zusammenhang fehlen muss. Chronologisch bauen die drei Bücher auf jeden Fall aufeinander auf, denn man schreitet als Leser vom ersten Band an sequentiell durch die Zeit und bewegt sich mit den handelnden Figuren.

Jeder Versuch, den Inhalt so darzustellen, dass nicht alles mögliche innerhalb der Bücher gespoilert wird, erscheint mir müßig. Ich kann das Buch allen Science Fiction-Fans, die auf eine moderne und humorvolle Sprache, Ideenreichtum, Logik und Spannung, aber auch (Mit-)Gefühl und Exotik (und eine kleine Prise Erotik) stehen, wärmstens empfehlen. Wie schon oben erwähnt: Aus meiner Sicht mit die beste Science Fiction, die ich jemals zu lesen bekam (und da ist schon einiges zusammen gekommen).

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Song des Tages (161) – 2017-02-19

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Nick Hornbys exzellenter, da äußerst feinfühliger Roman „About A Boy“ über den äußerst problematischen Übergang des Jungen Marcus (Brewer) vom Kindsein in die Adoleszenz wurde 2002 mit absoluter Starbesetzung (Hugh Grant, Toni Collette, Rachel Weisz) verfilmt. Für die musikalische Untermalung des Films wurde damals der britische Musiker Badly Drawn Boy verpflichtet – und der gesamte Soundtrack ist fantastisch. Bereits vor einigen Jahren habe ich mir das Album bei iTunes geleistet und bis heute gefühlt unzählige Male angehört.

Einer meiner absoluten Favoriten ist das gleichzeitig melodiöse wie auch sentimental angehauchte „River, Sea, Ocean“, das der heutige Song des Tages ist:

Der Sound ist so schön durchsichtig: Fast nur akustische Instrumente, kein richtiges Drumset, nur eine geschlossene Hi-Hat und eventuell ein bisschen Rim-Klick, dazu die beinahe abgehobene Stimme – passend zum Sonntag Morgen. Ich höre mir jetzt auf jeden Fall das ganze Album noch einmal an, während ich die Verwüstungen der Kinder im Haushalt tilge.

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Solera im Disco-Fieber

Dienstag ist mein „fast-freier Tag“, denn da habe ich nur zwei Unterrichtsstunden. Natürlich liege ich nicht auf der faulen Haut, stattdessen bereite ich vor. Nächste Woche möchte ich in zwei Klassen eine neue Unterrichtseinheit zum Thema „Disco“ (gemeint ist der Musikstil) ausprobieren, also höre ich heute schon zum gefühlt hundertsten Mal so wunderschöne Hits wie „Hot Stuff“ von Donna Summer, „Money, Money, Money“ von ABBA und – nie könnte ich es ignorieren! – „Y.M.C.A.“ von den Village People.

Und irgendwie geht es mir wie Mark Watney, dem fiktiven Astronauten aus „Der Marsianer“ (hier, hier und hier): Irgendwann zuckt die Hüfte, die schlichten Melodien, die vom unablässig hämmernden Viertelbeat der Bass-Drum angetrieben werden, fressen sich im Gehörgang fest. Also hample ich beim Tippen auf meinem Schreibtischstuhl herum und summe unbewusst (oder zumindest unbeabsichtigt) die zuckersüßen Klänge der Mitt-1970er-Jahre mit.

„Looking for some HOT STUFF…“

„Looking for some HOT STUFF…“

Ich wünsche euch allen einen groovigen Abend! Und jetzt alle:

It’s fun to stay at the Y.M.C.A…

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Gehört: „Clockwork Angels – The Novel“ von Kevin J. Anderson

„Clockwork Angels – The Novel“ von Kevin J. Anderson, gelesen von Neil Peart.

„Clockwork Angels – The Novel“ von Kevin J. Anderson, gelesen von Neil Peart.

2012 erschien das bis heute letzte wirklich neue Rush-Album mit dem Namen „Clockwork Angels“, dem auch eine ausufernde Tournee folgte, außerdem wurde ein hervorragender Konzertfilm während der vielen Live-Konzerte erstellt – ich habe ihn mir 2013 oder 2014 zum Geburtstag geschenkt: drei Stunden musikalischer Hochgenuss!

„Clockwork Angels“ ist ein sog. Konzeptalbum, d. h. alle Stücke bilden zusammen Facetten einer zusammenhängenden Geschichte. Und eben diese Geschichte wurde von Kevin J. Anderson in Zusammenarbeit mit dem Rush-Drummer und -Texter Neil Peart zu einem Roman ausgeweitet. Das Buch habe ich mir gleich bei Erscheinen gekauft und geladen (in iBooks), doch so ganz kam ich nicht in Gang, bei mehreren Versuchen blieb ich stets in der etwas langatmigen Einleitung hängen.

„Clockwork Angels – The Novel“ – ein spannender Abenteuerroman

„Clockwork Angels – The Novel“ – ein spannender Abenteuerroman

Erst mit dem Hörbuch, das ein gutes halbes Jahr später erschien – gelesen von Neil Peart höchstpersönlich –, startete ich wieder einen Versuch. Doch auch dieses Mal blieb ich hängen, allerdings eher aufgrund beruflicher Voll- bzw. Überbeschäftigung. Vor ein paar Wochen zwang ich mich dann einfach noch einmal durch die Einleitung, ab da ging es ganz gut, sodass ich binnen weniger Tage das gesamte Hörbuch durch hatte – dem Laufen sei Dank!

Inhalt

Der Inhalt ist dem eines klassischen Abenteuer-/Bildungs-Romans, wie er von Autoren wie Jules Verne mehrfach geschrieben wurde, nicht unähnlich. Der Hörer/Leser wird in fantastische Länder entführt, darf – vertreten durch den Protagonisten – fremde Kulturen erleben, bislang unbekannte (und ebenso nichtexistente) Orte besuchen, exotische Bräuche kennenlernen und diverse Abenteuer allein oder mit Freunden erleben. An sich ist das ganz gut, doch fühlt sich die Handlung ein wenig an, als wäre sie für einen zehn-/zwölfjährigen Jugendlichen geschrieben. Einige der Charaktere bleiben so oberflächlich und stereotyp, dass es wirklich wie bei einem Jugendroman anfühlt. Das hat mich bei den ersten Versuchen schon etwas ausgebremst, nach Abschluss des gesamten Hörbuchs ist dies mein einziger wirklicher Kritikpunkt (neben der langatmigen Einleitung).

Optik

Entschädigt wird man durch das opulente Artwork, denn immer wieder werden Erlebnisse des Protagonisten durch wundervoll detaillierte Zeichnungen in Steampunk-Ästhetik visualisiert:

Die Steampunk-Ästhetik ist nicht zu verkennen...

Die Steampunk-Ästhetik ist nicht zu verkennen…

Die Illustrationen im Roman sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet – ein echter Hingucker!

Die Illustrationen im Roman sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet – ein echter Hingucker!

Symbolismus pur...

Symbolismus pur…

Musik

Nun, da ich mit dem Hörbuch final durch bin, erschließt sich mir das Konzeptalbum von Rush auch viel besser. Jeder der Songs hat plötzlich einige Verankerungspunkte in der Handlung, plötzlich ergeben manche Begriffe (z.B. das nicht auf den ersten Blick zu deutende „Carnies“ für die Mitglieder einer Zirkus-Truppe).

Das Konzeptalbum „Clockwork Angels“ von Rush – kennt man den Roman, ist das Album gleich doppelt so gut!

Das Konzeptalbum „Clockwork Angels“ von Rush – kennt man den Roman, ist das Album gleich doppelt so gut!

Schön ist es für die Hardcore-Rush-Fans, dass durch den ganzen Roman hindurch immer wieder Rush-Songtitel als beiläufige Bemerkungen oder Satzteile eingebaut werden. Immer wieder musste ich auf dem Laufband breit grinsen, wenn ich einen solchen Hinweis erkannt hatte.

Fazit

Auch wenn ich mich als Erwachsener beim Hören durch den Schreibstil ein wenig bevormundet fühlte, war es ein insgesamt positives Erlebnis, das vor allem den Genuss an der Musik des Albums „Clockwork Angels“ wieder stark erhöht hat (und der war vorher schon nicht gering). Allzu bald werde ich mir das Hörbuch aber sicher nicht noch einmal in die Gehörgänge schütten, dafür gibt es zu viel andere (und dann spannendere) Literatur.

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Gastrezension: Totenlied von Tess Gerritsen

Juhu! Mein zweiter Gastbeitrag beim Private Readers Book Club ist gerade veröffentlicht worden.

The Private Readers

pr-buchtipp

Diese Gastrezension kommt von Blogger Solera. Wir freuen uns, dass Solera sich bei uns mit einem Gastartikel einbringt und wünschen Euch viel Spass bei der Lektüre.

Auf eine Empfehlung von Virginia vom Private Readers Book Club habe ich mir vor ein paar Monaten das Hörbuch „Totenlied“ von Tess Gerritsen besorgt und während meiner Gartengestaltungsaktion im August durchgehört. Seit damals habe ich immer wieder an dieser Rezension gesessen, doch zufrieden war ich nie.

Insgesamt hat das Hörbuch einen zwiespältigen Eindruck bei mir hinterlassen: Einerseits war ich als Musiker fasziniert von den Schilderungen, die durchaus gelungen waren (es gibt Autoren, denen man es leider nur allzu deutlich anmerkt, dass sie keine Musiker sind, was bei Tess Gerritsen glücklicherweise nicht der Fall ist), andererseits ist die Protagonistin ein derart getriebener und unlogisch handelnder Charakter (auch wenn die Geschichte am Ende gerade noch „die Kurve kriegt“), dass sich an einigen Stellen alles in mir…

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