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Gehört: „Das Syndrom“ von John Scalzi

John Scalzi gehört zu meinen Lieblings-Autoren, die „Krieg der Klone“-Trilogie sowie deren beide Nachfolger habe ich komplett verschlungen. Sobald ich mit meinem aktuellen Lesefutter durch bin, möchte ich unbedingt Zeilenendes Empfehlung folgen und endlich „Redshirts“ lesen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte ich ein sehr spannendes Hörbuch – „Das Syndrom“ vom gerade erwähnten John Scalzi begonnen, das in der „Hörspiele und Hörbücher“-Abteilung von Apple Music angeboten wurde. Eines Tages jedoch verschwand das Hörbuch von einem Tag auf den nächsten aus dem Programm – nur war ich damit noch nicht fertig. Ärgerlich, nein sehr ärgerlich, denn ich stand nur noch gut 45 oder 50 Minuten vor dem Ende, ganz kurz vor der Auflösung der langen Klimax! Das war eine ziemlich fiese Methode, ungewollt einen Cliffhanger zu erzeugen…

Ungekürzt und spannend: „Das Syndrom“ von John Scalzi bei Apple Music

Ungekürzt und spannend: „Das Syndrom“ von John Scalzi bei Apple Music

Zu meinem großen Glück hatte ich den Roman auf Englisch – da heißt er dann „Lock In“ – in meiner iBooks-Bibliothek (den hatte es ein Jahr vorher für 99 Cent im Angebot gegeben), also konnte ich der Spannung ohne weitere Verzögerung abhelfen. Dennoch wurmte mich die Sache, also sah ich seither jede Woche nach, ob das Hörbuch nicht wieder in Apple Music verfügbar sei. Siebzehn Euro für das im iTunes Store käuflich erhältliche Hörbuch wollte ich nicht investieren – ich zahle ja bereits für mein Streaming-Abo.

Vor ein paar Tagen erschien nun das Hörbuch erneut im Angebot, also lud ich es sofort wieder auf mein iPhone1. Gestern früh konnte ich beim Laufen endlich den Schluss anhören. Die ganz große Spannung war natürlich weg, da ich den Schluss bereits gelesen hatte, ihn parallel zum Laufen aber gemütlich hören zu können, war schon ein angenehmes Vergnügen, das mir den Morgensport ordentlich versüßte.

Zum Inhalt

Der Klappentext im iTunes Store generiert schon eine prickelnde Grundspannung, ich habe das einfach übernommen:

Gefangen im eigenen Körper.
Ein Virus geht um die Welt, und die Folgen sind katastrophal. Die meisten Opfer kommen mit einer Art Grippe davon, doch für einige wenige wird die Ansteckung zum Horror: Sie fallen in ein totales Wachkoma, das sogenannte Haden-Syndrom. Millionen von Menschen sind betroffen, und in den USA ist nichts mehr, wie es einmal war. Als der junge FBl-Agent Chris Shane auf einen mysteriösen Mordfall angesetzt wird, stechen er und seine Partnerin in ein Wespennest – ein brutales Versteckspiel beginnt, in dessen Zentrum möglicherweise die Antwort auf das Rätsel des Haden-Virus steht.

Was im virtuellen Klappentext gar nicht erwähnt wird, den Reiz vieler Scalzi-Romane jedoch ausmacht, sind die unzähligen Anspielungen auf andere im Science Fiction-Genre bekannte Filme, Bücher, Vorstellungen etc. Kennt man sich selbst ein bisschen darin aus, bereichert dies den Hör-/Lesegenuss ungemein – für mich war es jedenfalls ein wahres Fest, ein „wahrer Scalzi“ halt!

Hörbuch-Fassung

Wie die meisten anderen Scalzi-Hörbücher wird auch dieses von Matthias Lühn gelesen, der es gleichzeitig einfühlsam und staubtrocken vorträgt, was die humorvollen Passagen um so schriller wirken lässt, ohne jemals an Ernsthaftigkeit einzubüßen. Das Hörbuch ist – welch Luxus! – ungekürzt und dauert ungefähr neuneinhalb Stunden.

Fazit

John Scalzi enttäuscht nicht im geringsten in diesem actiongeladenen Science Fiction-Roman. Wie immer vermag er es, eine gänzlich andere, uns fremde Welt zu skizzieren, ihr Leben einzuhauchen und sie mit Charakteren zu spicken, die nicht stereotyp gut oder böse, sondern immer auch mit eigenen Stärken und Schwächen ausgestattet sind. Das Setting ist zwar futuristisch, aber noch vertraut genug, um sofort bereits heute existierende gesellschaftliche Strömungen in einer über kommende Jahrzehnte hinweg ablaufenden Entwicklung erkennen zu können. Das gelegentlich erschreckend realistische Szenario wird immer wieder geschickt durch den Einsatz von äußerst pointiertem Humor aufgelockert, sodass der Fluss der Handlung nie ins Stocken kommt.

Wer nun auf den Geschmack gekommen und selbst ein Abonnent von Apple Music ist, kann sich über diesen Link direkt zum Hörbuch begeben.

  1. Interessanterweise wurde anscheinend das gesamte Hörbuch während seiner Absenz von Apple Music umformatiert, denn damals war ich bei Track 245 von ca. 280 stehen geblieben. In der neuen Fassung gibt es nur noch 159 Tracks…
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Gesehen: „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“

Luc Besson gehört schon seit einigen Jahren zu meinen Lieblings-Regisseuren, da er nicht „nur Filme macht“ sondern meist gleich ganz eigene Welten erstehen lässt. Meine Favoriten unter seinen bereits weithin bekannten Filmen sind: „Leon – Der Profi“, „Das fünfte Element“, „Taxi“ (als Produzent) und „The Big Blue – Im Rausch der Tiefe“. Häufig kann man schon nach recht kurzer Zeit seine typische Handschrift als Regisseur erkennen.

„Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ – moderne und unterhaltsame Science Fiction, mehr davon, bitte!

„Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ – moderne und unterhaltsame Science Fiction, mehr davon, bitte!

Am letzten Wochenende nun gab es „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“, Besson’s neuesten Film, bei iTunes für knapp sieben Euro im Angebot. Ich griff zu, vorgestern sahen wir ihn uns abends an.

Und die Erfahrung war erstaunlich, denn die ersten 20, vielleicht sogar 30 Minuten konnte ich mich nicht entscheiden, ob der Film ernst gemeint oder eher eine Science Fiction-Persiflage sein sollte. Wie sich herausstellte, ist der Film durchaus ernst gemeint und arbeitet sich zu einem furiosen Finale hinauf (mehr erzähle ich darüber nicht, will ja kein böser Spoiler-Verbreiter sein). Doch in der Eröffnungsphase des Films ist es wirklich kaum zu entscheiden, da sich nach Abhandlung der Vorgeschichte die beiden Hauptfiguren, Valerian und Laureline, einen extrem überzogenen (und dadurch irrsinnig komischen) „Zickenkrieg“ bieten.

Danach nimmt die Geschichte ordentlich an Fahrt auf, sodass man den Rest der gut zweieinviertel Stunden gebannt auf die opulente Bilderflut guckt, den sinnlichen Rausch in sich aufnimmt und die Welt um sich herum vergisst. Wer Gefallen an mit komödiantischen Elementen durchsetzter, optisch unglaublich vielseitiger und ansprechender Science Fiction findet, wird hier sicher zufrieden gestellt. Ich habe den „Trip“ auf jeden Fall genossen.

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Song des Tages (372) – 2017-10-24

Ein Jahr lang habe ich jeden Tag einen Song als den „Song des Tages“ empfohlen, nun bin ich schon in der zweiten Runde und habe das Intervall etwas gelockert: Statt „jeden Tag“ gibt es nun „hin und wieder“ einen Song des Tages an dieser Stelle.

Mit „Don‘t Worry, Be Happy“ wurde Bobby McFerrin vor gefühlt „ewigen Zeiten“ einem breiten Publikum bekannt. Parallel dazu und stets seither hat er sich aber im Jazz- und Klassik-Bereich und darüber hinaus durch seine pädagogische Arbeit einen fantastischen Ruf erarbeitet.

1997 erschien sein Album „Circle Songs“, das ausschließlich vokale Stücke beinhaltet, die jedoch komplett ohne sinngebenden Text auskommen. Wer das liest, wird sich sicher wundern, was denn dann in den Stücken gesungen wird. Nun, das klärt sich gleich, denn der heutige Song des Tages ist der „Circle Song No. 6“, hier kann man ihn sich anhören:

Was den Song für mich so faszinierend macht, ist die unglaublich dichte Atmosphäre. Verstehen muss man kein Wort, doch kommt an, was ankommen muss.

Zum Schluss noch ein kleines Bonbon, das die Genialität seiner musikpädagogischen Arbeit beweist (alt, aber immer wieder gut):

So viel zum Thema „Erwartungen in der Musik“…

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Filme en masse

Vorbemerkung

Die vergangenen Tage habe ich mich hier im Blog kaum sehen lassen, denn die Tage waren einfach zu voll. Neben dem Schuljahresende, der Mitte und allen Zeiten dazwischen ist der Schuljahresbeginn immer die stressigste Zeit, denn da muss zusätzlich zur Unterrichtsvorbereitung unglaublich viel organisatorischer Krempel abgearbeitet werden. Außerdem gibt es viele außerplanmäßige Termine, die einem den Tag verkürzen. Wenn man dann trotzdem am nächsten Tag eine ordentliche Arbeit abliefern will, wird’s stressig.

Das legt sich hoffentlich bald wieder, sonst falle ich in den Herbstferien krank ins Bett. Und bislang habe ich dieses Jahr wirklich eine ziemlich stabile Gesundheit, das soll so bleiben. Den heutigen Blog-Eintrag habe ich seit gut einer Woche in Vorbereitung, doch zum Schreiben kam ich schlicht und ergreifend nicht. Ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob ich heute noch meinen eigentlich ausstehenden Artikel zum „Album der Woche“ veröffentlicht bekomme. Mal sehen…

Zurück zum eigentlichen Thema: In den letzten Wochen habe ich mir ein paar Filme angesehen, manche davon abends in aller Ruhe, andere morgens auf dem Laufband (wenn draußen mal wieder ein ekelhaftes Mistwetter war). Auf jeden Fall waren ein paar bemerkenswerte Filme dabei, die es lohnen, von ihnen zu berichten:

E.T. – Der Außerirdische

Einer der ganz starken Filme meiner Kindheit – nun kennen ihn auch meine Kinder!

Einer der ganz starken Filme meiner Kindheit – nun kennen ihn auch meine Kinder!

Dieser Klassiker aus den 1980er Jahren ist mir seit meiner Kindheit ein treuer Begleiter, allerdings hatte ich ihn seit mehr als fünf Jahren nicht mehr angesehen. Und darüber hätte ich fast ausgeblendet (vergessen kann man es nicht), wie gut der Film ist. Unsere Kinder kannten den Film noch gar nicht, also überraschte ich sie damit, bereitete sie hier und da auf kommende dramatische Entwicklungen vor (vor allem unsere Mittlere reagiert sonst unter Umständen etwas eigen selbst auf einen hervorragenden Film wie diesen), freute mich aber umso mehr, als sie bei den lustigen Szenen vor Vergnügen laut quietschten.

Einmal mehr hat mich die Musik völlig umgehauen, John Williams hat hier meiner Meinung nach sogar noch bessere Arbeit vollbracht als bei allen Teilen der Star Wars-Reihe (und da setzte er ja wirklich Meilensteine der Filmmusik). Und wie jedes Mal ärgere ich mich, dass die reine Klavierfassung des „Flying“-Themas (gleich zu Beginn des Abspanns) nicht Teil der veröffentlichten Filmmusik ist. Da gibt es eine ähnliche Version, die allerdings gleich vom Orchester untermalt wird. Sehr schön, keine Frage, doch eben nicht ganz so verträumt wie das Stück aus dem Abspann.

Oblivion

Spannende Science Fiction mit einem gereiften Tom Cruise – sehenswert!

Spannende Science Fiction mit einem gereiften Tom Cruise – sehenswert!

Bevor ich den Film angesehen habe, gab es ein langes Zögern. Der Grund ist bzw. war: Tom Cruise. Ich mag ihn als Schauspieler nicht allzu sehr, seine Scientology-Zugehörigkeit hat ihn mir zusätzlich verleidet. Daher bin ich in seiner Hinsicht immer etwas zurückhaltend.

Doch dieser Film hat mich positiv überrascht, denn einerseits trägt er darstellerisch nicht mehr ganz so dick auf (bei „Rain Man“ oder anderen älteren Filmen war das furchtbar), andererseits ist die Story wirklich gut und nicht nur auf ihn als Charakter fixiert.

Alles in allem ein wirklich solider Science Fiction-Action-Film mit berauschend guten Effekten, einer guten (wenngleich recht dystopischen) Story und überzeugenden Leistungen aller Darsteller (einziges Manko: der auf dem Poster groß angekündigte Morgan Freeman taucht nur in gut 10-15 Minuten des 100-minütigen Films auf). Diesen Film kann man sich gut auch öfter ansehen – ich werde das sicher machen.

My Big Fat Greek Wedding 2

Für mich eine der besten familientauglichen Komödien der letzten Jahre – absolute Empfehlung!

Für mich eine der besten familientauglichen Komödien der letzten Jahre – absolute Empfehlung!

Wer den ersten Teil kennt, weiß vermutlich schon, in welcher Comedy-Liga der Film spielt: Es ist ein harmloser Familien-Spaß, den man gut und gern auch mit den Kindern angucken kann. Gleichzeitig ist er so gut gemacht, dass Erwachsene sich angesprochen fühlen, herzhaft lachen und mitfiebern können, ohne sich dabei albern zu fühlen.

Und der zweite Teil setzt einfach noch so viele neue kleine Spitzen auf das bekannte Schema des ersten Films, dass ich gleich nach Beenden des ersten Durchgangs sofort wieder von vorne beginnen wollte. Eine ganz und gar herrliche Komödie, die es mit den aus dem ersten Teil bekannten Schauspielern schafft, tatsächlich eine gelungene (und keineswegs abgeflachte) Fortsetzung abzuliefern. Wunderbar!

Live. Die. Repeat

Actionreiche Science Fiction, die sich bei einer guten Vorlage bedient und sie geschickt umsetzt – spannend!

Actionreiche Science Fiction, die sich bei einer guten Vorlage bedient und sie geschickt umsetzt – spannend!

Noch ein Film mit Tom Cruise. Nach den positiven Erfahrungen mit „Oblivion“ dachte ich mir, ein weiterer Film könne nicht schaden, um mein etwas revidiertes Urteil über ihn erneut auf die Probe zu stellen. Und tatsächlich ist der Film wiederum ein gelungener Science Fiction-Action-Film.

Die Grundidee entstammt einer alten Star Trek TNG-Folge namens „Deja-vu“, in der die Enterprise bei einer Raumkollision zerstört wird, woraufhin sie in einer Zeitschleife gefangen bleibt und diesen Tag wieder und wieder erlebt – bis sie es schafft, die Situation zu meistern.

Bei „Live. Die. Repeat“ ist das Prinzip extrem ähnlich: Tom Cruise wird als Soldat in eine Gefechtssituation gebracht, wo er beim Töten eines Aliens selbst stirbt. Der Kontakt mit dem Alien löst eine Zeitschleife aus, wodurch er diesen einen Tag immer und immer wieder erlebt, bis er einen Ausweg aus der Situation findet und – man hätte es nicht erwartet – die Menschheit dabei rettet.

Besonders gelungen ist die Beschleunigung der Wiederholungsabläufe, denn gerade an dieser heiklen Stelle könnte der Film unendlich zäh werden. Wird er aber nie, denn der Regisseur hat sich für eine gekonnte Raffung aller zeitlichen Abläufe auf die wenigen notwendigen Momente beschränkt. Es ist so ähnlich wie „Und täglich grüßt das Murmeltier“, nur halt nicht in lustig (na ja, ein paar Szenen sind auf ihre Weise schon lustig).

Auch wenn ich den Ausgang jetzt schon kenne, der Film landet garantiert noch öfter im Apple TV oder auf dem iPad, er strotzt nur so vor tollen Effekten, die Handlung ist wirklich nicht schlecht, man kann kaum weggucken. Sehr gut!

Fazit

Wenn ich schon abends meist zu müde bin, um einen ganzen Film am Stück zu gucken, so hat sich das mit dem iPad-Gucken während des Laufens als gute Möglichkeit erwiesen, die 100 Minuten Monotonie im Keller spannend(er) zu gestalten. Durch die AirPods höre ich alles kristallklar direkt im Kopf, ohne meine Familie schon morgens um kurz vor Fünf aus dem Schlaf zu reißen. Und es ist tatsächlich unterhaltsam – das wird’s in Zukunft noch öfter geben!

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Gesehen: „Guardians of the Galaxy“

Ein herrlich entspannter Action-Film, trotz seiner Comic-Wurzeln…

Es ist schon ein paar Wochen her, dass ich den Film Guardians of the Galaxy zum ersten Mal gesehen habe, doch in den letzten Tagen ließ ich ihn mehrfach stückweise im Hintergrund laufen, um dabei zu kochen bzw. abends eine Abwechslung vom täglichen MacGyver-Genuss (siehe hier) zu erhalten. Da fiel mir ein, dass ich ja mal eine Rezension schreiben wollte…

Nicht noch eine Comic-Adaption! – Oder vielleicht doch?

In der letzten Zeit gab es in diversen Medien viel Kritik an den schier unzähligen Comic-Adaptionen, seien sie aus dem Marvel-Universum oder einem der anderen großen Anbieter. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser Film in dem Zug auch sein Fett abbekommen hat. Doch Chris Pratt in der Hauptrolle reißt es – zumindest für mich – wirklich raus, denn seine Rolle wirkt ihm derart auf den Leib geschneidert, dass es einfach nur ein Genuss ist, ihm zuzusehen. Am besten am gesamten Film ist, dass er sich selbst nicht ernst nimmt. Alle Szenen, selbst die eher ernsteren, scheinen mit einem deutlichen Augenzwinkern gedreht zu sein. Gerade wenn ein Film der Entspannung dienen soll, darf er nicht zu ernst sein bzw. sich selbst nicht zu ernst nehmen.

08/15-Handlung, dafür entspannt…

Legt man viel Wert auf eine logische, realistische, schlüssige und komplett verständliche Handlung, dann ist der Film sicher die falsche Adresse. Wenn einem das aber höchst egal und der Amüsement-Faktor wichtiger ist, dann kann man sich hier getrost in eine entspannte Genusshaltung zurücksinken lassen und einfach nehmen, was kommt. Letztlich besteht die Handlung aus nichts anderem als der alten Geschichte:

Mehrere Parteien jagen einen Gegenstand, den man entweder teuer weiterverkaufen (die Guten) oder zum Beherrschen des Universums und der Unterwerfung aller Völker (die Bösen) nutzen kann. Der Weg zum Happy End (also bitte, es ist ein Hollywood-Film, selbstverständlich gibt es ein Happy End!) wird durch die möglichst konträren Charaktere geprägt, die erst einmal zueinander finden und sich auf eine gemeinsame Mission einigen müssen, obwohl sie sich (große Überraschung) zu Beginn noch gar nicht kannten und/oder leiden konnten. Ihnen steht ein immer mächtiger werdender Bösewicht gegenüber, der mit seinen vielen Schergen kurz vor dem Happy End (wann sonst?) beinahe als Sieger aus der Affäre hervorzugehen droht – nur durch wahre Heldentaten (inklusive Opfern auf Seiten der Guten) kann das verhindert werden.

Klingt recht vertraut – ist es auch. Doch mich persönlich stört das nicht, denn ich will mich dabei ja entspannen. Und das funktioniert sehr gut, vor allem aus dem Grund, weil der Film mit viel Humor gewürzt ist. Ich mag den Film.

Fazit:

Es klang ja nun schon mehrfach an, dass der Film sicher keine allzu hohen Ansprüchen an die Handlung erfüllen wird, dafür sind die Schauspieler in der Überzahl zu ihren jeweiligen Rollen passend ausgesucht, die Dialoge sind gespickt mit einer riesigen Portion Humor, Special Effects, Musik und Produktion sind gut – in der Summe erhält man einen amüsanten und actionreichen Fantasy-Unterhaltungsfilm, den man gerne auch häufiger ansehen kann (ich hab’s getestet).

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Song des Tages (339) – 2017-08-17

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Ich bin ein Mann, was mir einige charakteristische Verhaltensweisen auf natürliche Weise mitgibt oder mir durch mein soziales Umfeld mehr oder weniger aufzwingt. Dass „Männer“ etwas ganz Besonderes sind, hat auch Herbert Grönemeyer schon vor etlichen Jahren bemerkt und in Form eines sehr erfolgreichen Songs der Öffentlichkeit kundgetan – und heute ist es der Song des Tages:

Wie so oft: Herbie ist und bleibt eine umstrittene Figur, doch ich mag seine abgehackte, fast schon deklamatorische Art zu singen. Als Typ kenne ich ihn zu wenig und beschäftige mich auch nicht weiter mit ihm, um mich da zu positionieren, als Musiker respektiere ich ihn, denn er ist seit mehreren Jahrzehnten erfolgreich in einem heiß umkämpften Markt – und das kommt nicht von allein.

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Ausflug zur Harburg

Gestern spielte das Wetter mit, außerdem sind gerade Ferien – ideale Bedingungen, um einen Familienausflug, der eigentlich schon seit Jahren immer auf der Agenda stand, zu unternehmen. Gegen Mittag waren alle Vorbereitungen abgeschlossen, dann ging es von Aalen zur Harburg (im Nördlinger Ries). Auf dem Weg zu den Schwiegereltern in der Gegend von Ingolstadt kamen wir früher recht häufig dort vorbei, fast jedes einzelne Mal sagten wir uns: „Irgendwann müssen wir uns die Burg mal ansehen!“ – Und kaum waren wir daheim: Aufschieberitis, weil halt so viel anderes anstand. Seit gestern können wir aber endlich sagen: Wieder ein Haken auf unserer langen Liste!

Und die Harburg ist wirklich ein schöner Flecken, den man sich genussvoll ansehen kann. Ein paar der Bilder, die ich geschossen habe, sind hier zu einer kleinen Collage vereint:

Oben links: Ausblick von der Harburg auf den Ort Harburg, oben rechts: Blick auf die Burgmauer mit dem Rundweg, unten links: vom Gang auf der Burgmauer hinab auf den schön gepflegten Garten, unten rechts: der Innenhof – hier lässt es sich ganz gut aushalten!

Oben links: Ausblick von der Harburg auf den Ort Harburg, oben rechts: Blick auf die Burgmauer mit dem Rundweg, unten links: vom Gang auf der Burgmauer hinab auf den schön gepflegten Garten, unten rechts: der Innenhof – hier lässt es sich ganz gut aushalten!

Holzauge, sei wachsam!

Wenn wir uns schon auf einen derartigen Ausflug begeben, dann nehmen wir selbstverständlich auch die Führung durch die Burg mit. Und in diesem Fall war das ein richtiger Glücksgriff, denn die junge Führerin (vermutlich eine Schülerin aus der Gegend, die sich in den Ferien etwas dazu verdiente) machte ihre Sache sehr gut.

Und wir alle lernten tatsächlich ein paar Dinge dazu, so zum Beispiel den Ursprung des Sprichworts „Holzauge, sei wachsam!“ Dieses leitet sich ab von den Schießscharten für die Armbrust-Schützen. Damit ihnen, während sie am Nachladen bzw. Nachspannen der Armbrust waren, kein Feind von außen einen Pfeil hereinschicken konnte, war ein ausgehöhltes Holzstück in die Mauer eingesetzt (siehe Bild). Wenn man schießen wollte, nutzte man die Aussparung, wenn man dagegen nachlud, drehte man einfach das Holzstück, sodass kein Pfeil/Bolzen hereinfliegen konnte.

Das ist das Holzauge, schön kann man erkennen, dass außen herum genug Platz ist, um das Drehen zu ermöglichen – wir durften es auch alle selbst ausprobieren.

Das ist das Holzauge, schön kann man erkennen, dass außen herum genug Platz ist, um das Drehen zu ermöglichen – wir durften es auch alle selbst ausprobieren.

An dieser Stelle testete ich noch die Kamera meines neuen iPhones (7 Plus), indem ich einmal durch die Aussparung hindurch fokussierte und einmal den Innenrand anvisierte. Die zwei Bilder sind schon beeindruckend gut, vor allem das mit dem Innenrand:

Hier ging der Fokus auf den Baum draußen. Das ist schon ganz gut, aber noch nichts im Vergleich zum folgenden Bild...

Hier ging der Fokus auf den Baum draußen. Das ist schon ganz gut, aber noch nichts im Vergleich zum folgenden Bild…

Das Bild hat mich wirklich umgehauen, denn die extreme Detailschärfe ist für eine Smartphone-Kamera schon sehr beeindruckend.

Das Bild hat mich wirklich umgehauen, denn die extreme Detailschärfe ist für eine Smartphone-Kamera schon sehr beeindruckend.

Iron Man

Ach ja, eines war da noch. Am Ende der Führung bekamen wir den Prototypen von Iron Man zu sehen:

Natürlich ist das bloß ein Spaß, aber irgendwie erinnerte mich die Rüstung gestern sehr an den ersten Iron Man-Prototypen aus dem Kinofilm...

Natürlich ist das bloß ein Spaß, aber irgendwie erinnerte mich die Rüstung gestern sehr an den ersten Iron Man-Prototypen aus dem Kinofilm…

Oje! Die Rüstung war unter Garantie fürchterlich unbequem und schwer. Ob man sich als Träger damit wirklich einen Gefallen getan hat, wage ich schwer zu bezweifeln. Sicher, gegen ein paar leichte Waffen war man darin ganz gut geschützt, doch dafür büßte man auch an Beweglichkeit und Schnelligkeit ein, ganz abgesehen von der Erschöpfung, die allein durch das zusätzliche Gewicht zu erwarten war.

Fazit

Gestern kamen Wetter, Entspannung und eine wirklich gut präsentierte Harburg zu einem wundervollen Ferienerlebnis für unsere ganze Familie zusammen. Wer nah genug dran wohnt, sollte sich bei schönem Wetter auch einmal auf den Weg machen, es lohnt sich!

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Song des Tages (316) – 2017-07-25

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Mit dem heutigen Song des Tages verbinde ich immer eine – zumindest für mich und zumindest teilweise – lustige Anekdote: In der Oberstufe hatte einer meiner Mitschüler eine sturmfreie Bude, also lud er ein paar Freunde ein, darunter auch mich. Doch irgend jemand war der Meinung gewesen, noch ein paar weitere Freunde auf eigene Faust einladen zu dürfen. Und die hatten wiederum einen ähnlichen Plan verfolgt. Am Ende war das ganze Haus voll von hoch- bis spätpubertierenden Teenagern. Ich habe damals noch so gut wie gar nichts getrunken, ein paar andere auf der Party dafür um so mehr.

Es kam, wie es kommen musste: Ein Junge aus der Parallel-Klasse war gut angeheitert und befand sich gerade in der Küche, als der heutige Song des Tages in voller Lautstärke aus dem Wohnzimmer zu uns herüber drang. Mit glasigen Augen sagte er: „Ey, bei Wicked hält mich nichts mehr…“ – Dann griff er in einen Schrank mit Wassergläsern, langte dahinter und warf sie alle auf einmal (locker 10-12 Stück) aus dem Regal auf den Boden. Einfach so. Gut, der Typ hatte ohnehin einen an der Klatsche, das kann man nicht anders nennen, aber so eine Aktion hatte wirklich keiner kommen sehen.

Der Party-Gastgeber war zu dem Zeitpunkt auch schon nicht mehr nüchtern, dennoch drang die Tatsache, dass jemand sein Taschengeld für die kommenden Wochen gerade im Klo heruntergespült hatte, ziemlich hart. Er trank noch mehr, kurze Zeit später gab es einen großen Rumms aus dem Badezimmer, denn er hatte einen Köpfer von der Kloschüssel gemacht. In seinem Rausch muss der Boden irgendwie flüssig ausgesehen haben… Hmmm, das beendete die etwas ausgeuferte Party immerhin recht effektiv. Der harte (und eigentlich eingeladene) Kern blieb und räumte noch stundenlang auf, bevor wir uns am nächsten Morgen auf den Heimweg machten. Aber jedes einzelne Mal, wenn der heutige Song des Tages läuft, muss ich an diesen schwer eigentümlichen Abend zurückdenken. Wie schon zu lesen war, heißt der Song „Wicked“ um stammt vom Album „Predator“ von Ice Cube:

Hoffentlich kommt keines meiner Kinder in den kommenden Jahren auch auf so eine Schnapsidee. Bei der – trotz aller aktuell aufgebauschten Skandale – von mir so heiß geliebten Cosby Show gibt es auch eine Folge, in der Theo, der Sohn, ebenfalls zu einer solch ausufernden Party gelangt, die nur dadurch zustande kommt, dass immer mehr Leute immer mehr andere Leute einladen. Am nächsten Tag kehren die Eltern nach Hause zurück, Bill Cosby alias Heathcliff Huxtable patscht mit der Hand auf den Couchtisch, der daraufhin komplett in sich zusammenbricht. So ungefähr war das damals auch, nur dass wir die Gläser nicht mehr kleben konnten…

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Der „verpennte“ Meilenstein

Die letzten Wochen im Schuljahr sind auf unangenehme Weise die stressigsten, denn bei Schülern und Lehrern ist „die Luft raus“. Oft schafft man es, den Stoff ganz gut abzuschließen – und dann kommt noch genau eine Doppelstunde, bei der man so gar nicht weiß, wie sie nun noch sinnvoll zu füllen ist… Außerdem finden permanent irgendwelche Sonderaktionen statt, die den Alltag unübersichtlicher machen, ganz zu schweigen von Exkursionen, die einem Teile von Klassen entziehen, sodass man mit einer vorbildlichen Unterrichtsvorbereitung am Ende vor acht statt 28 Schülern steht (das Stichwort „Motivationskiller“ wandert durch meinen Hinterkopf…) – und so weiter und so fort. Mir geht es heute nicht darum, über diese letzten Schulwochen zu maulen, denn dieses Spiel wiederholt sich ohnehin jedes Jahr, Detailveränderungen inklusive. Nein, dieser Einstieg hat vielmehr etwas damit zu tun, dass der dezent aus den Fugen geratene Alltag mich meinen dritten großen läuferischen Meilenstein in diesem Kalenderjahr hat „verpennen“ lassen.

Üblicherweise wird nach dem Laufen geduscht, während des Frühstücks trage ich dann Entfernung und Dauer in die Tabelle ein, um den Überblick zu behalten. Was ich aber in dieser und der letzten Woche nur sehr sporadisch tat. Und dann kam es eben auch dazu, dass mir plötzlich klar wurde, dass ich den Meilenstein schon ein oder zwei Tage vorher passiert hatte, ohne mir dessen überhaupt bewusst gewesen zu sein:

Dass ich die 3.000 Kilometer in diesem Jahr schon geknackt hatte, habe ich erst gemerkt, als ich schon einige Kilometer drüber war. Auch kein Drama...

Dass ich die 3.000 Kilometer in diesem Jahr schon geknackt hatte, habe ich erst gemerkt, als ich schon einige Kilometer drüber war. Auch kein Drama…

Gut, zwei Läufe drüber ist kein Drama, aber es zeigt mir, wie sehr das Ausfransen des Schuljahres meine normalen Abläufe durcheinander bringt. Ganz offensichtlich taugt mir das nicht. Manchmal werde ich geradezu zum Revoluzzer:

Da seht ihr mal, zu welch perfiden Dingen ich fähig bin, wenn ich mich „gegen das System“ stelle!

Da seht ihr mal, zu welch perfiden Dingen ich fähig bin, wenn ich mich „gegen das System“ stelle!

Draußen regnet es gerade Hunde und Katzen. Wenn das nicht bald besser wird, gehe ich heute ganz dreist mal wieder auf’s Laufband. Sonst muss ich die Schuhe erst wieder tagelang trocknen lassen. Bäh!

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Song des Tages (302) – 2017-07-11

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Der Dienstag ist in diesem sich rapide dem Ende nähernden Schuljahr prinzipiell mein ruhigster Tag, an dem ich nur zwei Stunden Unterricht habe. Relativ häufig wurde der Tag in den letzten Wochen von anderen schulorganisatorischen Verpflichtungen in Anspruch genommen. Heute aber sollte – zumindest war das der Planungsstand beim Schreiben dieser Zeilen – der Tag mal wieder nach seiner üblichen Routine ablaufen. Ein Grund für gute Laune, für richtig gute Laune – und das schreit nach der passenden musikalischen Untermalung. Moment mal, da hatte ich doch einen schönen Song…

In der meiner Meinung nach sehr gelungenen Komödie „Twins“ mit Arnold Schwarzenegger und Danny DeVito gibt es eine zum Brüllen komische Szene, in der Arnie zwar nicht zum ersten Mal, dafür aber sehr deutlich, sein komödiantisches Talent nach außen kehrt: Er (also der von ihm gespielte Zwilling) hört während eines Langstreckenflugs via Kopfhörer die Musik, die im Flugzeug angeboten wird. Da er mit dieser Art von Musik noch keinerlei Erfahrung hat, ist er völlig begeistert und beginnt – selbstverständlich mitten im vollbesetzten Flieger – lauthals mitzusingen. Im Film ist das so wunderbar überzeichnet, weil alle um ihn herum nur noch die Augen verdrehen, er es aber nicht kapiert und immer weiter singt, bis ihn die Stewardess auf das etwas eigenartige Verhalten hinweist.

Eben diesen Song habe ich als heutigen Song des Tages ausgewählt, es handelt sich um „Yakety Yak“ von den Coasters:

Immer wieder neu faszinierend, was man aus diesem mittlerweile fast 150 Jahre alten Blues-Schema so alles zaubern kann. So einfach und doch so effektiv.

Als kleines Bonbon für alle jene, die den Film nicht kennen, habe ich die Stelle doch tatsächlich bei YouTube gefunden:

Die deutsche Synchronisation ist fast noch etwas besser, denn dabei überschlägt sich die Stimme des Sprechers beim Singen noch ein wenig, was einfach noch cooler rüber kommt. Leider fand ich da keinen passenden Schnipsel auf YouTube.

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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