Gelesen: „Krieg der Klone – Die Trilogie“ von John Scalzi

John Scalzis „Krieg der Klone“ gehört mit weitem Abstand zur besten Science Fiction, die ich je zu Lesen bekam.

John Scalzis „Krieg der Klone“ gehört mit weitem Abstand zur besten Science Fiction, die ich je zu Lesen bekam.

Vor ein paar Monaten berichtete Zeilenende ziemlich enthusiastisch von seiner Lektüre des Scalzi-Romans „Redshirts“ (hier). Die Beschreibung erweckte die Lust auf den Roman, doch der Preis erschien mir mit gut 11 Euro noch ein wenig hoch (zumindest für einen recht kurzen Roman). Doch hier und da hatte ich schon von der „Krieg der Klone“-Trilogie gehört, die als Sammelband für 12 Euro bei iBooks zu haben war. Also nahm ich diese. Und nun mache ich es gleich kurz, denn das war eine der besten Entscheidungen meines Lebens: Diese Trilogie ist derart brillant geschrieben, spannend und witzig, mitfühlend und voller packender Action, dazu noch in bester Science Fiction-Manier an den exotischsten Plätzen des Weltalls sowie mit einer Menge (selbstverständlich erfundener) zukünftiger Wissenschaft, die aber ein in sich derart stimmiges Gesamtbild ergibt, dass ich mich beim Lesen der Faszination zu keinem Zeitpunkt entziehen konnte.

Auf dem iPhone umfasst die Trilogie gut 3.700 Seiten, die meiste Zeit flog ich nur so hindurch. Gestern Abend las ich noch bis weit nach Mitternacht, um den dritten Teil abzuschließen. Obwohl ich gegen 22:00 h schon so müde gewesen war, dass mir immer wieder die Augen zufielen, musste ich die letzten Kapitel einfach am Stück genießen (etwa 700 iPhone-Seiten) – und sie waren so spannend, dass ich wach blieb. Ich hätte, selbst wenn mir dieser absurde Gedanke gekommen wäre, das iPhone nicht weglegen können.

Die drei Teile (Trilogie…) hängen inhaltlich lose miteinander zusammen, man könnte aber auch jeden einzeln lesen, wobei dann natürlich der eine oder andere Witz bzw. Zusammenhang fehlen muss. Chronologisch bauen die drei Bücher auf jeden Fall aufeinander auf, denn man schreitet als Leser vom ersten Band an sequentiell durch die Zeit und bewegt sich mit den handelnden Figuren.

Jeder Versuch, den Inhalt so darzustellen, dass nicht alles mögliche innerhalb der Bücher gespoilert wird, erscheint mir müßig. Ich kann das Buch allen Science Fiction-Fans, die auf eine moderne und humorvolle Sprache, Ideenreichtum, Logik und Spannung, aber auch (Mit-)Gefühl und Exotik (und eine kleine Prise Erotik) stehen, wärmstens empfehlen. Wie schon oben erwähnt: Aus meiner Sicht mit die beste Science Fiction, die ich jemals zu lesen bekam (und da ist schon einiges zusammen gekommen).

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15 Gedanken zu „Gelesen: „Krieg der Klone – Die Trilogie“ von John Scalzi

  1. simonsegur sagt:

    Wow, das klingt ja derart begeistert, dass ich mir das gleich in der Bücherei vorbestellt habe 🙂 Hab schon lang mal wieder Lust auf gute, kurzweilige SF. Meinen Dank!

    • solera1847 sagt:

      Du wirst es nicht bereuen! Ich habe auch schon die Hörbücher durch… 😉

      • simonsegur sagt:

        Du immer mit Deinen Hörbüchern 🙂 Was das angeht, läuft bei mir seit Jahren nur ein einziges Projekt: Peter Matic liest die komplette Ausgabe von Prousts „Verlorener Zeit“ in mein Ohr. Bin mittlerweile beim sechsten, vorletzten Band … Liebe Grüße!

      • solera1847 sagt:

        Na ja, beim Laufen ist so ein „normales“ Buch nicht unbedingt hilfreich… Insofern bevorzuge ich diese Variante. Aber meist lese ich das Buch in digitaler Form vorher durch, dann muss ich nicht ganz so genau aufpassen.

      • simonsegur sagt:

        War ja auch nicht als Kritik gemeint!!

      • solera1847 sagt:

        Keine Sorge, so habe ich das auch nicht aufgefasst. 👍🏻

  2. Zeilenende sagt:

    Okay … Scalzi hat tatsächlich die Pageturner-Qualitäten, die ich in Redshirts so halb auf das Thema geschoben habe. Vielleicht schenke ich mir die Trilogie zum Geburtstag. Es wäre passend. 😀

  3. simonsegur sagt:

    Gerade ausgelesen: Hat viel Spaß gemacht. Wäre für mich jetzt nicht „… die beste SF die ich zu lesen bekam“ (da steht für mich etwa ein Ray Bradburry an ganz anderer Stelle), aber sehr wohl sehr gut im Bereich, keine Ahnung wie man das nennen würde, Space-Opera vielleicht. Besonders gut hat mir die unterschiedliche, sinnige Form der Trilogie gefallen (Band 1: Ich-Erzähler, Band 2: Er-Erzähler Special Force, Band 3: wieder der Ich-Erzähler) – fantastisch, wenn eine Trilogie endlich mal wieder „Sinn“ macht. Jedenfalls an dieser Stelle meinen herzlichen Dank für Deine Empfehlung!

    • solera1847 sagt:

      Es gibt ja auch noch zwei Fortsetzungen (Die letzte Einheit, Galaktische Mission) und eine eingeschobene Kurzepisode (Sägens Tagebuch). Bin gerade mitten im vierten Band, sehr guter Stoff, weil wieder andere Personen aus den früheren Teilen eine größere Rolle bekommen und neue Charaktere eingeführt werden. Noch dazu eine schöne Fortsetzung der Serie.

    • solera1847 sagt:

      Was von Bradbury würdest du denn am ehesten empfehlen? Wenn du ihn schon so hoch lobst, dann MUSS ich mir auch Futter von ihm besorgen. Sind die Mars-Chroniken gut? Oder lieber Fahrenheit 451?

      • simonsegur sagt:

        Vor Bradbury ist so ziemlich alles gut 🙂 Meine Highlights sind neben „Fahrenheit 451“ (einfach wunderschön und noch dazu ein Buch über Bücher!!) „Der illustrierte Mann“ (eine fantastische Idee) und „Das Böse kommt auf leisen Sohlen“. Die Mars-Chroniken sind auch klasse, allerdings sehr eigen und für den Bradburry-Einstieg vielleicht nicht ganz geeignet …Ich würd‘ mit Fahrenheit anfangen 🙂 Liebe Grüße!

      • solera1847 sagt:

        Ok, mach ich!

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