Archiv der Kategorie: Star Trek

Filme en masse

Vorbemerkung

Die vergangenen Tage habe ich mich hier im Blog kaum sehen lassen, denn die Tage waren einfach zu voll. Neben dem Schuljahresende, der Mitte und allen Zeiten dazwischen ist der Schuljahresbeginn immer die stressigste Zeit, denn da muss zusätzlich zur Unterrichtsvorbereitung unglaublich viel organisatorischer Krempel abgearbeitet werden. Außerdem gibt es viele außerplanmäßige Termine, die einem den Tag verkürzen. Wenn man dann trotzdem am nächsten Tag eine ordentliche Arbeit abliefern will, wird’s stressig.

Das legt sich hoffentlich bald wieder, sonst falle ich in den Herbstferien krank ins Bett. Und bislang habe ich dieses Jahr wirklich eine ziemlich stabile Gesundheit, das soll so bleiben. Den heutigen Blog-Eintrag habe ich seit gut einer Woche in Vorbereitung, doch zum Schreiben kam ich schlicht und ergreifend nicht. Ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob ich heute noch meinen eigentlich ausstehenden Artikel zum „Album der Woche“ veröffentlicht bekomme. Mal sehen…

Zurück zum eigentlichen Thema: In den letzten Wochen habe ich mir ein paar Filme angesehen, manche davon abends in aller Ruhe, andere morgens auf dem Laufband (wenn draußen mal wieder ein ekelhaftes Mistwetter war). Auf jeden Fall waren ein paar bemerkenswerte Filme dabei, die es lohnen, von ihnen zu berichten:

E.T. – Der Außerirdische

Einer der ganz starken Filme meiner Kindheit – nun kennen ihn auch meine Kinder!

Einer der ganz starken Filme meiner Kindheit – nun kennen ihn auch meine Kinder!

Dieser Klassiker aus den 1980er Jahren ist mir seit meiner Kindheit ein treuer Begleiter, allerdings hatte ich ihn seit mehr als fünf Jahren nicht mehr angesehen. Und darüber hätte ich fast ausgeblendet (vergessen kann man es nicht), wie gut der Film ist. Unsere Kinder kannten den Film noch gar nicht, also überraschte ich sie damit, bereitete sie hier und da auf kommende dramatische Entwicklungen vor (vor allem unsere Mittlere reagiert sonst unter Umständen etwas eigen selbst auf einen hervorragenden Film wie diesen), freute mich aber umso mehr, als sie bei den lustigen Szenen vor Vergnügen laut quietschten.

Einmal mehr hat mich die Musik völlig umgehauen, John Williams hat hier meiner Meinung nach sogar noch bessere Arbeit vollbracht als bei allen Teilen der Star Wars-Reihe (und da setzte er ja wirklich Meilensteine der Filmmusik). Und wie jedes Mal ärgere ich mich, dass die reine Klavierfassung des „Flying“-Themas (gleich zu Beginn des Abspanns) nicht Teil der veröffentlichten Filmmusik ist. Da gibt es eine ähnliche Version, die allerdings gleich vom Orchester untermalt wird. Sehr schön, keine Frage, doch eben nicht ganz so verträumt wie das Stück aus dem Abspann.

Oblivion

Spannende Science Fiction mit einem gereiften Tom Cruise – sehenswert!

Spannende Science Fiction mit einem gereiften Tom Cruise – sehenswert!

Bevor ich den Film angesehen habe, gab es ein langes Zögern. Der Grund ist bzw. war: Tom Cruise. Ich mag ihn als Schauspieler nicht allzu sehr, seine Scientology-Zugehörigkeit hat ihn mir zusätzlich verleidet. Daher bin ich in seiner Hinsicht immer etwas zurückhaltend.

Doch dieser Film hat mich positiv überrascht, denn einerseits trägt er darstellerisch nicht mehr ganz so dick auf (bei „Rain Man“ oder anderen älteren Filmen war das furchtbar), andererseits ist die Story wirklich gut und nicht nur auf ihn als Charakter fixiert.

Alles in allem ein wirklich solider Science Fiction-Action-Film mit berauschend guten Effekten, einer guten (wenngleich recht dystopischen) Story und überzeugenden Leistungen aller Darsteller (einziges Manko: der auf dem Poster groß angekündigte Morgan Freeman taucht nur in gut 10-15 Minuten des 100-minütigen Films auf). Diesen Film kann man sich gut auch öfter ansehen – ich werde das sicher machen.

My Big Fat Greek Wedding 2

Für mich eine der besten familientauglichen Komödien der letzten Jahre – absolute Empfehlung!

Für mich eine der besten familientauglichen Komödien der letzten Jahre – absolute Empfehlung!

Wer den ersten Teil kennt, weiß vermutlich schon, in welcher Comedy-Liga der Film spielt: Es ist ein harmloser Familien-Spaß, den man gut und gern auch mit den Kindern angucken kann. Gleichzeitig ist er so gut gemacht, dass Erwachsene sich angesprochen fühlen, herzhaft lachen und mitfiebern können, ohne sich dabei albern zu fühlen.

Und der zweite Teil setzt einfach noch so viele neue kleine Spitzen auf das bekannte Schema des ersten Films, dass ich gleich nach Beenden des ersten Durchgangs sofort wieder von vorne beginnen wollte. Eine ganz und gar herrliche Komödie, die es mit den aus dem ersten Teil bekannten Schauspielern schafft, tatsächlich eine gelungene (und keineswegs abgeflachte) Fortsetzung abzuliefern. Wunderbar!

Live. Die. Repeat

Actionreiche Science Fiction, die sich bei einer guten Vorlage bedient und sie geschickt umsetzt – spannend!

Actionreiche Science Fiction, die sich bei einer guten Vorlage bedient und sie geschickt umsetzt – spannend!

Noch ein Film mit Tom Cruise. Nach den positiven Erfahrungen mit „Oblivion“ dachte ich mir, ein weiterer Film könne nicht schaden, um mein etwas revidiertes Urteil über ihn erneut auf die Probe zu stellen. Und tatsächlich ist der Film wiederum ein gelungener Science Fiction-Action-Film.

Die Grundidee entstammt einer alten Star Trek TNG-Folge namens „Deja-vu“, in der die Enterprise bei einer Raumkollision zerstört wird, woraufhin sie in einer Zeitschleife gefangen bleibt und diesen Tag wieder und wieder erlebt – bis sie es schafft, die Situation zu meistern.

Bei „Live. Die. Repeat“ ist das Prinzip extrem ähnlich: Tom Cruise wird als Soldat in eine Gefechtssituation gebracht, wo er beim Töten eines Aliens selbst stirbt. Der Kontakt mit dem Alien löst eine Zeitschleife aus, wodurch er diesen einen Tag immer und immer wieder erlebt, bis er einen Ausweg aus der Situation findet und – man hätte es nicht erwartet – die Menschheit dabei rettet.

Besonders gelungen ist die Beschleunigung der Wiederholungsabläufe, denn gerade an dieser heiklen Stelle könnte der Film unendlich zäh werden. Wird er aber nie, denn der Regisseur hat sich für eine gekonnte Raffung aller zeitlichen Abläufe auf die wenigen notwendigen Momente beschränkt. Es ist so ähnlich wie „Und täglich grüßt das Murmeltier“, nur halt nicht in lustig (na ja, ein paar Szenen sind auf ihre Weise schon lustig).

Auch wenn ich den Ausgang jetzt schon kenne, der Film landet garantiert noch öfter im Apple TV oder auf dem iPad, er strotzt nur so vor tollen Effekten, die Handlung ist wirklich nicht schlecht, man kann kaum weggucken. Sehr gut!

Fazit

Wenn ich schon abends meist zu müde bin, um einen ganzen Film am Stück zu gucken, so hat sich das mit dem iPad-Gucken während des Laufens als gute Möglichkeit erwiesen, die 100 Minuten Monotonie im Keller spannend(er) zu gestalten. Durch die AirPods höre ich alles kristallklar direkt im Kopf, ohne meine Familie schon morgens um kurz vor Fünf aus dem Schlaf zu reißen. Und es ist tatsächlich unterhaltsam – das wird’s in Zukunft noch öfter geben!

Advertisements
Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Song des Tages (256) – 2017-05-26

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. In den 1990er Jahren (oder war es Anfang der 2000er Jahre) wurde die Star Trek-Serie Voyager beim Sender Sat.1 mit einem kurzen, aber sehr einprägsamen Clip beworben, der den heutigen Song des Tages als musikalische Untermalung verwendete. In der Szene sah man unter anderem Robert Picardo, wie er in der Folge (1.12) „Helden und Dämonen“ gegen eine virtuelle Version von Grendel aus dem Beowulf-Epos antritt. Da dies eine meiner Lieblingsfolgen aus der ersten Staffel ist, blieb mir auch der Song seit damals im Ohr hängen, weswegen er sich seinen Platz hier verdient hat: „Boombastic“ von Shaggy:

Ich muss zugeben, dass der Song an sich so gar keinen Bezug zu Star Trek aufbaut, aber durch diese lustige, wenngleich zutiefst nervige (sie wurde eine Zeit lang zumindest gefühlt am Ende so ziemlich jeder einzelnen Werbepause ausgestrahlt) Werbung bei Sat.1 hat sich in meinem Kopf diese Verbindung aufgebaut – und wird wohl auch nie wieder verschwinden.

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , ,

Gesehen: „Pathfinder – Fährte des Kriegers“

„Pathfinder – Fährte des Kriegers“: Interessant, aber in der Summe vorhersehbar und (mir) etwas zu blutrünstig.

„Pathfinder – Fährte des Kriegers“: Interessant, aber in der Summe vorhersehbar und (mir) etwas zu blutrünstig.

Vor ein paar Wochen habe ich mir bei den 3,99 €-Angeboten im iTunes Store den Film „Pathfinder – Fährte des Kriegers“ geleistet. Die ausschlaggebenden Gründe dafür waren:

  • Karl Urban, die Neubesetzung von „Pille“ (eigentlich ja Dr. Leonard McCoy) aus dem Star Trek-Universum, spielt die Hauptrolle.
  • Die Kurzbeschreibung (s.u.), die irgendwie auf ein wenig mehr Finesse hatte hoffen lassen…

Klappentext

Die Kurzfassung des Inhalts, bzw. der sog. „Anreißer“ zu diesem Film liest sich wie folgt:

Als die Wikinger mit mächtigen Drachenbooten die amerikanische Küste erreichen, fallen sie mit barbarischen Eroberungszügen in das Land ein. Blutige Kämpfe um Ehre und Eroberung beginnen, in denen sich die indianischen Stämme gegen die Wikinger erbittert zur Wehr setzen. „Pathfinder“ erzählt die Geschichte eines Wikingerjungen, der nach einem Schiffbruch von seinem Clan zurückgelassen wird. Er wird von Indianern entdeckt, aufgenommen und großgezogen und erhält den Namen „Ghost“. Als die Wikinger Jahre später erneut das Leben der Indianerstämme bedrohen, muss sich der mittlerweile erwachsene Ghost entscheiden, auf welcher Seite er steht, und zieht in einen persönlichen Kampf gegen die Wikinger, um ihren Weg der Zerstörung und des Todes zu stoppen.

Fazit

Irgendwie klang der Anreißer-Text für mich so, als würde man da auch einiges über die Indianerstämme erfahren, was sehr interessant gewesen wäre. Doch leider bleibt das fast vollkommen außen vor. Stattdessen wird gekämpft, gemordet, gejagt, verbrannt, erschlagen, gemetzelt… Etwas zu viel des „Guten“ für meinen Geschmack.

Karl Urban kann ein bisschen was retten, aber letztlich ist es ein reiner Haudrauf-Film, der eben jene erhoffte Finesse, die in der Kurzfassung der Handlung durchaus noch möglich gewesen wäre, schmerzlich vermissen lässt. Die Einstufung „Ab 18 Jahren“ hätte mir schon eine Lehre sein sollen. Egal, als das Gehirn nicht fordernder Zeitvertreib einmal im Jahr ist der Film durchaus geeignet – ich habe auch schon einige viel schlechtere Filme gesehen.

Getaggt mit , , , , , , ,

Gehört: „Cotton Reloaded — Serienspecial: Falsches Spiel in Quantico“ von Christian Weis

Ein spannendes Serien-Special (eigentlich Folge 1,5) von Christian Weis – sehr zu empfehlen!

Ein spannendes Serien-Special (eigentlich Folge 1,5) von Christian Weis – sehr zu empfehlen!

Letzte Woche erschien die neueste „Cotton Reloaded“-Episode, und endlich ist es mal wieder eine Story von Christian Weis (hier). Das soll die anderen Autoren in keinster Weise herabwürdigen, auch deren Geschichten sind superb, die meisten absolut auf Augenhöhe, doch irgendwie habe ich zu den „Christian Weis-Cottons“ eine besondere Beziehung, immerhin war es „Ebene Null“ (Episode 32, hier), die mich damals „angefixt“ hat. Danach habe ich mir alle weiteren Hörbücher besorgt und viele davon bereits mehrfach gehört („Ebene Null“ mindestens schon dreimal).

Handlung

Doch ich sollte nicht zu lange in der Vergangenheit schwelgen und mich eher auf das aktuelle Hörbuch konzentrieren! „Falsches Spiel in Quantico“ ist von der Chronologie her kurz nach der Pilot-Doppelfolge einzuordnen. Die Handlung – ohne Spoiler – lässt sich in etwa wie folgt zusammenfassen:

Cotton hat den Sprung ins G-Team des FBI geschafft, doch als Quereinsteiger steht er natürlich noch auf einem sehr wackeligen Posten, der unter Umständen auch schnell wieder zum Schleudersitz nach draußen werden könnte. Mr. High schickt ihn daher auf einen Schnellkursus in die FBI-Academy nach Quantico. Im Paket ist aber auch gleich noch ein Spezialauftrag für den frisch gebackenen Special Agent: Er soll unauffällig recherchieren, wie es erst vor kurzer Zeit zum überraschenden und etwas mysteriösen Tod eines anderen Rekruten in der Ausbildung kam. Und Cotton geht diesem Auftrag auf seine unnachahmliche Art nach…

Nostalgie und Spannung in einem

Nach den herben Rückschlägen für die Moral der Serien-Fans in der Jubiläums-Doppelfolge („Episode 50: Tödliches Finale“) ist die aktuelle Folge absoluter Balsam, denn in beinahe schon nostalgischer Art entfaltet sich die entfernt an Bud Spencer und Terence Hill erinnernde Hass-Liebe der beiden Agenten Cotton und Decker hier. Alles wirkt noch ganz frisch, noch ist nicht das tiefe gegenseitige Verständnis aufgebaut, das die späteren Folgen kennzeichnet. Christian Weis ist in dieser Hinsicht ein absolutes Meisterstück gelungen, denn das Anhören der Folge ist gleichzeitig spannend (noch kennt man die Handlung ja nicht) und nostalgisch (so fühlte sich die Serie am Anfang noch an). Hut ab dafür!

Und noch eines an der Geschichte hat mir als Star Trek-Fan besonders gefallen: Cotton ähnelt Captain James T. Kirk streckenweise verblüffend: Erst einmal losstürmen und drauflos machen, bevor man zu viel grübelt. Achtung: Es folgt ein verschwindend kleiner Mini-Spoiler! Und so löst der „kirkhafte“ Cotton am Ende den Fall, ohne genau zu wissen, was eigentlich los ist. Er stochert einfach so lange im Trüben herum, bis einer der Bösewichte die Nerven verliert und aus der Rolle fällt.

Fazit

Alle Fans der Serie werden von dieser Folge begeistert sein, davon bin ich überzeugt, denn es vereint die klassischen Cotton-Zutaten in einem spannenden und gleichzeitig die alten Zeiten heraufbeschwörenden Mix. Ich habe den Großteil der Geschichte beim Laufen durch die eiskalte Ostalb gehört – und dabei die leicht knisternde Erotik zwischen Cotton und Decker genauso genossen wie Deckers schroffe Kritik an Cottons Kirk-Aktionen. Mit der Geschichte in den AirPods vergingen die 15 Kilometer wie im Fluge… Vielen Dank an Christian Weis für diese wundervolle Episode!

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , ,

Gesehen: „Star Trek: Beyond“

Ein klasse Action-Film, der sich (leider) immer weiter von den eigentlichen Star Trek-Eckpfeilern entfernt...

Ein klasse Action-Film, der sich (leider) immer weiter von den eigentlichen Star Trek-Eckpfeilern entfernt…

Am vergangenen Donnerstag haben wir uns zum ersten Mal den neuesten Star Trek-Film mit dem Titel „Beyond“ angesehen. Alles in allem ist der Film ein echter Hingucker, denn für die Augen wird ein opulentes Fest geboten, sowohl hinsichtlich der Kostüme, des Make-Up bzw. der Masken, auch auf Seiten der Musik sowie der Action-Choreographien und der visuellen Effekte. Wirklich sehr ansprechend.

Gleichzeitig hinterließ der Film bei mir einen etwas zwiespältigen Eindruck, da die früher für Star Trek noch so zentralen Themen vom knallharten und durchaus spektakulären Action-Anteil schlichtweg in den Hintergrund gedrängt wurden. Und das sogar in einem derartigen Ausmaß, dass sie weitgehend zu fehlen scheinen. Nun habe ich den Film lediglich ein einziges Mal gesehen, eventuell ändert sich da noch etwas an meiner Einstellung, wenn ich den Film noch ein- oder zweimal gesehen habe. Doch im Vergleich zu „Star Trek IX: Der Aufstand“, der ganz zentral den Aspekt der Humanität, der Legalität, der Gerechtigkeit (und viele andere der wirklich tief in der Trekkie-Seele verankerten Topoi) behandelte, war dies auf den ersten Blick ein zwar opulentes, doch streckenweise sinnentleertes Science Fiction-Geballere.

Ich gebe zu, dass meine Meinung noch nicht gefestigt ist, der Film verdient auch eine zweite und dritte Chance (so eine würde ich „Sunshine“ nicht ohne Weiteres einräumen). Sollte sich meine Wahrnehmung noch maßgeblich ändern, schreibe ich einen Anhang zu dieser Rezension.

Handlung

Die Enterprise dockt an einer Raumstation an, empfängt eine Bitte um Hilfe von der Vertreterin eines fremden Volkes. Natürlich bietet man die Hilfe an, muss dann aber beim Eintritt in das Zielsystem erkennen, dass es eine brutale Falle war. Binnen kurzer Zeit wird die Enterprise von einem schier übermächtigen Feind angegriffen, besiegt und weitgehend zerstört, die Mannschaft wird auf einem Planeten des gerade angeflogenen Systems gefangen gehalten. Nur die üblichen Verdächtigen (Kirk, Spock, Pille…) und ein neuer Charakter, die mysteriöse Jaylah, schlagen sich allein oder in kleinen Gruppen durch, um eine Lösung für die verfahrene Situation zu finden, was am Ende natürlich gelingt. Die gemeinsame Anstrengung und die in der Gruppe durchstandene Notsituation schweißt die Mannschaft noch fester zusammen, als es vorher der Fall gewesen war.

Fazit

Meine oben ausgebreitete Kritik zeichnet ein etwas düsteres Bild, was nicht in meinem Interesse liegt, denn alle Kritikpunkte beziehen sich eher darauf, dass der Film nicht so ganz in das gewohnte Star Trek-Gedankengebäude passt. Er „leiht sich“ die bekannten Figuren (und das Schiff), baut darum eine solide Action-Handlung, vergisst aber leider zu sehr seine Wurzeln in eben diesem Star Trek-Universum. Und wir Trekkies sind dann doch sehr daran gewöhnt, dass die altbekannten Topoi eine gewichtige Rolle spielen, weswegen der Film auf dieser Ebene leider enttäuschen muss.

Damit möchte ich aber nicht falsch verstanden werden: Wem diese grundlegende Star Trek-Philosophie oder -Ethik egal ist, der kann den Film ganz einfach als grandioses Action-Kino genießen (so werde ich ihn mir sicher auch noch etliche Mal abends ansehen). Optik und Musik (Michael Giacchino wie immer in Höchstform) passen ebenfalls, hier gibt es ganz und gar nichts zu beanstanden.

Wenn man jedoch diesen Film mit „Star Trek VIII: Der erste Kontakt“ oder „Star Trek IX: Der Aufstand“ – beide stellen für mich die Krone der (modernen) Star Trek-Filme dar – vergleicht, dann kann er trotz der wesentlich krasseren Action-Szenen niemals mithalten. Schade, sehr schade, denn das Potenzial hätte der Film durchaus gehabt. Es wurde aber vorschnell zugunsten einer sehr rasch fortschreitenden (dafür aber nicht in die Tiefe reichenden) Handlung ungenutzt gelassen.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , ,

Roland Emmerich x2

In den letzten Tagen habe ich gleich zwei Filme von Roland Emmerich gesehen. Einen kannte ich schon, der gehört noch zu seinem „Frühwerk“, der andere ist relativ aktuell.

Moon 44

Ein früher Science Fiction-Film von Roland Emmerich, der leider an einer unglaublichen Menge dämlicher Dialoge leidet...

Ein früher Science Fiction-Film von Roland Emmerich, der leider an einer unglaublichen Menge dämlicher Dialoge leidet…

„Moon 44“ ist mittlerweile schon ziemlich in die Jahre gekommen. Insgesamt strahlt er eine bis heute sehr futuristische Grundstimmung aus, die mir gefällt, deswegen habe ich vor ein paar Wochen zugeschlagen, als der Film in der 3,99 €-Abteilung bei iTunes landete. Beim Ansehen freute ich mich auf dieses nostalgische Gefühl des wohligen Wiedererkennens, das sich angesichts mindestens eines Jahrzehnts meiner Abstinenz von diesem Film sicherlich einstellen würde. Ich wurde in dieser Hinsicht auch nicht enttäuscht, leider musste ich aber auch feststellen, wie unglaublich platt und beschränkt viele der Dialoge gehalten sind. Dass es so schlimm sein würde, war mir vorher nicht bewusst. Dennoch: Für mich als Science Fiction-Fan und in diesem Fall Nostalgiker war es ein willkommenes Erlebnis, das eine Verbindung zu meiner Adoleszenz herstellte.

Independence Day – Wiederkehr

Der zweite Teil von „Independence Day“ – mir gefiel er offensichtlich besser als vielen anderen Leuten, denn im Netz mangelt es nicht an Kritik...

Der zweite Teil von „Independence Day“ – mir gefiel er offensichtlich besser als vielen anderen Leuten, denn im Netz mangelt es nicht an Kritik…

Gerade gestern Abend sah ich zum ersten Mal überhaupt den zweiten Teil von „Independence Day“ mit dem Namenszusatz „Wiederkehr“. Selbstverständlich kann der Film nicht an die vielen genialen Ideen des ersten Teils anknüpfen, denn die sind ja schon verbraten. Doch alles in allem ist es ein absolut solider Unterhaltungsfilm mit fabulösen Effekten. Und wenn ich ganz ehrlich sein soll: Bei einem Science Fiction-Film, der an diesen ersten Teil anknüpfen soll, auf Realismus zu hoffen… Na ja, ich sag mal so: „Der Kandidat hat heute keine Waschmaschine gewonnen.“

Faszinierend war für mich vor allem, auf welch sympathische Weise viele der Schauspieler aus dem ersten Teil gealtert waren. Die meisten von ihnen (im innersten Kern sind es ja fast ausschließlich Männer) kommen wesentlich besser weg als damals (allen voran Jeff Goldblum und Bill Pullman).

Der absolute Bonus – vor allem für mich als Star Trek-Fan – ist natürlich Brent Spiner in seiner Rolle als Dr. Okun. Ein bisschen drängte sich mir der Verdacht auf, dass der gesamte neue Film eigentlich nur von seiner Teilnahme abhing. Letztlich war ja klar, dass sich ein ganzer Stapel Trekkies nur seinetwegen den Film ansehen würden. Bei mir war es nicht der einzige, wohl aber einer der entscheidenden Gründe.

Einen kleinen Vorteil gibt es im Vergleich zum ersten Teil: Der Film kommt schneller zur Sache. Da beim ersten Film erst einmal ein Mysterium draus gemacht werden musste, was für die Satelliten-Störungen und die unerklärlichen Phänomene zuständig war, konnte der zweite Film direkt dort ansetzen und direkt in die Handlung einsteigen, ohne gut 30 Minuten für den Spannungsaufbau zu benötigen.

Im Wikipedia-Artikel zum Film wird ausführlich über die Kritiken berichtet, die ich weitgehend nachvollziehen kann. Dennoch ist es so, wie ich oben schon geschrieben habe: Wenn ich am Abend gut unterhalten werden möchte, dann ist dieser Film eindeutig eine gute Wahl, auf die ich in Zukunft auch sicher noch etliche Male zurückgreifen werde.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , ,

Song des Tages (206) – 2017-04-06

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. William Shatner ist nicht ganz zu unrecht nicht als Sänger bekannt geworden. Als Schauspieler hat er eine ganz eigene Art, den jeweiligen Part „an den Mann“ zu bringen – bei „Boston Legal“ hat er sich meiner Wahrnehmung nach ziemlich selbst gespielt…

Für den Song des Tages habe ich ihn dennoch ausgewählt, denn er hat auf mindestens vier Alben mitgewirkt, von denen ich zwei besitze. Und er tat das sogar ganz offiziell als „Vokalist“, doch scheue ich mich nach wie vor, ihn einen „Sänger“ zu nennen, denn er bringt seine Lyrics immer in gesprochener Form rüber. Diese konsequente Gesangsverweigerung führte sogar dazu, dass ihm ein spezieller Begriff gewidmet wurde: Spoken Word (hier, Unterpunkt „Musik“). Nun also „Common People“ mit William Shatner:

Ausgewählt habe ich diesen Song, weil er tatsächlich gut ins Ohr geht und viel Energie vermittelt – und die brauche ich für heute und morgen noch, dann gibt’s erst einmal ein Erholungsprogramm namens „Ferien“…

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , ,

Song des Tages (205) – 2017-04-05

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. John Mayer, den hatte ich ganz zu Beginn dieses einjährigen Projekts schon einmal mit seiner Wahnsinns-Ballade „Gravity“ an Bord (hier). Doch heute möchte ich ein etwas beschwingteres Stück von ihm präsentieren, das jedoch nicht minder faszinierend ist: „Your Body Is A Wonderland“:

Dieser betörend sanfte Groove, die unaufdringliche Begleitung, der Sound der Gitarre, Mayers unendlich sehnsuchtsvolle Stimme, hier stimmt einfach das Gesamtpaket. Noch dazu ist es gut, auch einmal einen etwas ruhigeren Song in der Mitte der Woche zu präsentieren. Nicht einmal James Tiberius Kirk konnte ohne Pause voranstürmen, wo selbst Engel furchtsam wichen…

Noch drei Schultage, dann sind (endlich) Osterferien hier in Baden-Württemberg. Ganz ehrlich: Ich brauche die Erholung.

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

Getaggt mit , , , , , , , , , ,

Gehört: „Paradox – Am Abgrund der Ewigkeit“ von Phillip P. Peterson

Phillip P. Peterson: „Paradox“: Spannende Science Fiction mit etwas eindimensionalen Charakteren. Trotzdem hörenswert, allein schon der Star Trek-Referenzen wegen!

Phillip P. Peterson: „Paradox“: Spannende Science Fiction mit etwas eindimensionalen Charakteren. Trotzdem hörenswert, allein schon der Star Trek-Referenzen wegen!

Bereits vor einigen Wochen gab es bei iTunes das Hörbuch „Paradox – Am Abgrund der Ewigkeit“ von Phillip P. Peterson für 2,99 € im Angebot. Bereits früher hatte ich es gesehen, doch da lag der Preis noch bei 12,99 €. Zu dem Zeitpunkt steckte ich noch mitten in ein paar anderen Hörbüchern, also schob ich den Kauf damals auf. Doch als ich dann beim zufälligen Stöbern wieder auf das Hörbuch stieß und es zehn Euro billiger war, gab es kein Zögern mehr. Binnen weniger Tage hatte ich das Hörbuch durch.

Von Phillip P. Peterson habe ich vorher schon zwei gänzlich exzellente Science Fiction-Hörbücher genossen: „Transport“ und „Todesflut (Transport 2)“. Daher lag die Erwartungs-Messlatte sehr hoch. Und wurde leider auch nicht zu 100% erfüllt. Aber STOPP! Bevor jemand denkt, ich wäre von „Paradox“ nicht angetan gewesen, muss ich gleich einschreiten, denn: Die Geschichte ist spannend, etliche der verwendeten Ideen sind in bester Science Fiction-Manier exzellent, die Star Trek-Hommagen geradezu brillant, nur leider – zum Glück das aus meiner Sicht einzige wirkliche Manko – bleiben die Charaktere für meinen Geschmack einen Tick zu eindimensional:

Mit Ed Walker haben wir einen sturen, stiernackigen US-Astronauten, der erst einmal mit dem Kopf durch jede Wand muss, dem David, ein liebenswerter, aber leider nicht im geringsten praktisch veranlagter Wissenschafts-Nerd, gegenübergestellt wird. Ein ungleiches Paar, aus dem sich auch einige Energie für die weitere Handlung entfesselt, doch entwickelt sich diese an sich faszinierende Hass-Liebe irgendwie nicht weiter. Dann noch das Frauen-Problem: Ed hat sich mit seiner sturen Art seiner Ehefrau so entfremdet, dass sie ihn einfach vor die Tür gesetzt hat, David ist in dieser Geschichte ein mehr oder weniger asexuelles Wesen, das außer der Wissenschaft nichts kennt. Und dann kommen tatsächlich noch zwei weibliche Astronauten mit: Eine ist die überehrgeizige Wildkatze, die Ed gegenüber massiv die Krallen ausfährt und sich ihm gegenüber immer wieder sehr ablehnend verhält, weil er anstatt ihrer das Kommando innehat. Die andere Astronautin ist eine eher zurückgezogene, stille Person, die am etwas dystopischen Ende trotz all ihrer Erfahrungen und der vorher so eindrücklich geschilderten Bedachtheit mehrere Szenen lang nur betrübt vor sich hin „heulen“ darf. Darüber hinaus gibt es auch noch einen machthungrigen Milliardär (wenn diese Bezeichnung überhaupt ausreicht), der am Ende des Romans beim Nichtaufgehen seiner Pläne einen Herzinfarkt erleidet, um einen schnellen Abschluss der Geschichte möglich zu machen.

Noch einmal mit aller Klarheit: Die Geschichte ist richtig gut, spannende Science Fiction ziemlich genau nach meinem Geschmack. Wenn doch nur die Charaktere ein wenig authentischer wären! Auf einer imaginären 10er-Skala für die Qualität (1=mäh, 10=wow) würde der Roman von mir eine 8 bekommen. Solange der niedrige Preis bei iTunes gilt, kann ich das Hörbuch eindeutig weiterempfehlen.

Und es gibt gleich noch einen Lichtblick: Mittlerweile ist „Todeszone (Transport 3)“ als Hörbuch erschienen — das wird sicher ein Fest!

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , ,

Gesehen: „Paul – Ein Alien auf der Flucht“

Ich sehe Filme mit Simon Pegg immer recht gerne, denn er hat diesen fantastisch planlosen Gesichtsausdruck. Schon bei „Shaun of the Dead“ war das in den ersten zehn, fünfzehn Minuten einfach unschlagbar. Als es bei iTunes „Paul – Ein Alien auf der Flucht“ im Angebot für 3,99 € gab und ich sah, dass er mitspielte, zögerte ich nicht länger und lud den Film.

Eine wundervoll überdrehte und mit Zitaten aus anderen Science Fiction-Filmen gespickte Komödie, die ein Herz für Nerds hat.

Eine wundervoll überdrehte und mit Zitaten aus anderen Science Fiction-Filmen gespickte Komödie, die ein Herz für Nerds hat.

Humor

Natürlich ist der Humor nicht immer brillant, streckenweise ist er sogar ziemlich platt und stellenweise derb unanständig, doch es gibt auf der anderen Seite so unglaublich viele kleine und größere Zitate, die jeden Kenner der Science Fiction-Filmszene zum Jubeln bringen. Das gleicht sich einigermaßen aus.

Noch dazu wird ein sehr positiver Blick auf das Nerdtum im Allgemeinen geworfen: Die völlige Hingabe an eine Leidenschaft, die oft schon seit der frühen Kindheit besteht und im Erwachsenenalter weiter liebevoll gepflegt wird, erntet von Nichteingeweihten ja oft Kopfschütteln oder abfällige Bemerkungen. In diesem Film jedoch wird die schiere Begeisterung gezeigt, wenn zwei Männer sich gemeinsam einen Kindheitstraum erfüllen – und dabei die beste Zeit ihres Lebens haben. Als „verkappter Trekkie“ (ich kenne so ziemlich alle Star Trek-Folgen, habe alles auf DVD, würde aber vermutlich nie in Verkleidung herumlaufen, kann auch nicht fließend Klingonisch sprechen) konnte ich das in voller Gänze gutheißen. Und es gleicht den vorhin erwähnten Mangel an sprachlichem Niveau mehr als aus.

Müde, müde, müde…

Beim Ansehen bin ich bei den ersten zwei Anläufen völlig entgegen jeglicher Erwartung eingepennt. Das lag aber vermutlich einfach nur daran, dass es unter der Woche war. Nach dem frühen Aufstehen und einem langen Schultag mit Vorbereitung, Hausarbeit und diversen Besorgungen ist kurz nach 21 Uhr, spätestens aber um 22 Uhr, völlig Feierabend für mich. Bei diesen ersten beiden Anläufen war ich jeweils vor halb zehn ausgeknipst.

Darüber hinaus muss ich auch jedem Film, bei dem ich einschlafe, attestieren, dass es ein Qualitätsmerkmal besonderer Art ist, denn bei schlechten Filmen kann ich mich nicht entspannen. Insofern sollte sich jeder Regisseur freuen, wenn ich bei seinem Film wegdämmere und einschlafe. Man könnte also sagen, dass der Film das „Solera-Prädikat für auf angenehme Weise ermüdende Filme“ auf jeden Fall erhalten hat.

Der Solera-Kids-Award

Gestern durften unsere Kinder den Film erstmals sehen. Wie immer waren sie am Anfang sehr abgeneigt, sich einen „neuen“ Film anzusehen – das scheint ein abwertendes Kriterium zu sein, vor allem bei unserer Mittleren. Also schlugen wir Erwachsenen vor, dem Film die (von Edmund Stoiber bekannten) zehn Minuten zu geben, danach könnten wir immer noch zu einem anderen Film wechseln. Der Plan ging auf, nach etwas mehr als einer Stunde fragte ich mal ganz vorsichtig, ob sie doch einen anderen Film sehen wollten, was sofort vehement verneint wurde.

Insofern trägt der Film jetzt nicht nur das (selbstverständlich weltweit anerkannte) Solera-Prädikat, nein, er hat auch den (sehr seltenen und daher bei Regisseuren wie auch Darstellern extrem begehrten) Solera-Kids-Award verliehen bekommen. Die größten Lacher lösten die mehrfach eingesetzten Rückwärts-Umfaller diverser Charaktere der Handlung beim ersten Anblick des Aliens aus. Mir dagegen imponierte die Szene im Comic-Laden, bei der ein FBI-Agent Paul, den er für eine Werbefigur für Comic-Fans hält, in die Hose fasst und dann von diesem überraschend zurechtgewiesen wird. Da könnte ich jedes Mal neu vom Sofa fallen…

Fazit:

Wer auf leichte Unterhaltung mit guten Schauspielern und einigen gekonnt ausgewählten Filmzitaten steht, ist mit diesem Streifen sicher nicht schlecht bedient. Unter Garantie gibt es etliche Filme, die noch viel lustiger sind, aber meinem einfachen Gemüt kam dieser Film sehr entgegen.

Getaggt mit , , , , , , , , , ,