Archiv der Kategorie: Jahreszeit

Energie, Energie, Energie…

Seit Mitte Oktober befindet sich auf unserem Hausdach die lange ersehnte Photovoltaik-Anlage (ich berichtete), am 3. November wurde die Software (der sog. Smart Home Manager) entsprechend eingerichtet, seither kann ich jederzeit verfolgen, wieviel Energie wir erzeugen und verbrauchen.

Umdenken

Und wie so oft hat dieses neue Wissen auch gleich einen Einfluss auf die Art und Weise, wie Energie genutzt wird. Als ich das erste Mal sah, wieviel Energie der Herd schluckt, dachte ich mir insgeheim: Wenn wir ohnehin den Wohnbereich mit Holz heizen, dann kann ich das ja auch beim Zubereiten des Essens ausnutzen.

Selbst an trüben Tagen deckt die Photovoltaik locker unsere Grundlast ab – und wir „verkaufen“ auch noch den Überschuss...

Selbst an trüben Tagen deckt die Photovoltaik locker unsere Grundlast ab – und wir „verkaufen“ auch noch den Überschuss…

Hier sieht man, wie stark Waschmaschine und der Herd sich auswirken – da genügt die Photovoltaik nicht (das Beispiel ist natürlich jahreszeitlich nicht ideal gewählt, im Sommer könnte es sogar fast ausreichen).

Hier sieht man, wie stark Waschmaschine und der Herd sich auswirken – da genügt die Photovoltaik nicht (das Beispiel ist natürlich jahreszeitlich nicht ideal gewählt, im Sommer könnte es sogar fast ausreichen).

Klar, etwas mehr Zeit ist auf jeden Fall notwendig, manches geht auf dem Holzofen auch gar nicht (z.B. Gemüse scharf anbraten, das klappt nicht, weil die Energie nicht geballt genug in der Pfanne landet) – vieles andere bleibt unverändert.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Vor ein paar Tagen habe ich mir zum Mittagessen etwas tiefgefrorenen Spinat aufgewärmt, das war ein idealer Job für den Holzofen, der ohnehin zum Heizen des Hauses brannte. Gerade beim Auftauen hilft es ja nun auch gar nichts, sofort auf Stufe 9 am Herd zu gehen – ganz im Gegenteil: Bei Stufe 9 brennt höchstens die unterste Lage an, während darüber noch alles gefroren ist.

Der Spinat auf dem Holzofen – dauerte zwar etwas, schmeckte am Ende aber wie immer, nur ohne den Herd einzuschalten.

Der Spinat auf dem Holzofen – dauerte zwar etwas, schmeckte am Ende aber wie immer, nur ohne den Herd einzuschalten.

Also: Topf auf den Holzofen, alle zehn Minuten umgerührt, innerhalb von 35 Minuten (ich habe nebenher gearbeitet, daher war mir der Zeitaufwand wirklich egal) war alles fertig und ich konnte essen. (Gekauften) Strom musste ich für die Zubereitung gar keinen aufwenden.

Waschen und Spülen am Tag

Ich erinnere mich noch, als früher der „gute Nachtstrom“, also der mit vollstem Atomstrom erzeugte und durch die massiven Subventionen extrem billig abgegebene Strom, für die Wasch- und Spülmaschinen genutzt wurde. Meine Eltern (und alle Nachbarn) sowie meine Schwiegereltern haben das gemacht, zum Teil läuft das sicher auch heute noch unverändert weiter – kein Wunder, es ist immer noch billiger als nachhaltig erzeugte Energie (ein vollkommener Hohn!).

Durch den Solarstrom lassen wir auf jeden Fall Spül- und Waschmaschine während des späten Vormittags, des Mittags oder am frühen Nachmittag laufen, um die maximale Sonnenausbeute zu haben. Jetzt, Mitte November, ist durch das trübe und verhangene Wetter fast nie genug Solarpower vorhanden, um alles voll damit abzudecken, aber schon die Hälfte oder ein Drittel der Energie weniger bedeutet, dass bei der Endabrechnung mehr Geld zurück kommt.

Mini-Exkurs: Natürlich legen wir im Moment bei dem Modell etwas drauf, denn die Photovoltaik-Anlage ist gepachtet – zusammen kosten Pacht und die restlichen Energiekosten etwas mehr als vorher. Dafür mussten wir für die Anlage an sich und ihren Einbau überhaupt nichts zahlen, diesen Teil übernahm Naturstrom (das ist das Projekt SonnenDach). Einzig die Kosten von ca. 100 € bei den Stadtwerken für den neuen Stromzähler, der jetzt in beide Richtungen funktioniert, fielen für uns an. Wer sich für das Projekt interessiert, der klicke bitte hier.

Akku-Technologie

Die Einblicke in die Energieströme unseres Hauses haben mir vor Augen geführt, wie nützlich der (intelligente) Einsatz von Akku-Technologie in diesem Kontext ist. Ein schönes Beispiel ist meine Apple Watch. Da ich sie rund um die Uhr (hmmmm, fast schon ein Wortspiel…) trage, gibt es nur zwei geeignete Zeitfenster, um sie aufzuladen: Während des Rasierens und Duschens (also morgens zwischen 6:30 und 6:50 h) und am Abend, wenn ich auf dem Sofa „herunterfahre“ (ca. 20:15-21:30 h). Zu beiden Zeitpunkten ist aktuell keine Sonne am Himmel, also auch kein Solarstrom direkt verfügbar. Normalerweise würde das bedeuten, dass ich zu beiden Zeitpunkten Energie aus der Steckdose beziehen müsste.

Ich besitze aber schon seit einigen Monaten ein tragbares und mit einem Akku angetriebenes Lade-Gerät (hier) für die Apple Watch, das mir schon oft gute Dienste erwiesen hat. Dieses lade ich während der Sonnenstunden auf, benutze es aber erst in der Dunkelheit. Und so kann ich an dieser Stelle schon einmal die Menge an Strom, die ich einkaufen muss, reduzieren. Ein ganz vergleichbares Vorgehen ist auch für iPad und iPhone denkbar (und von beiden Gerätetypen gibt es im Haus gleich mehrere).

Energiewende fängt daheim an

Selbstverständlich habe ich Beispiele aus meinem privaten Alltag ausgewählt, die so unter Garantie nicht auf jeden zutreffen. Aber auch wenn die Politik uns ständig vorgaukeln möchte, dass die Energiewende ohne große gesetzliche Rahmensetzung und unglaublich viel Geld, das aus Sicht vieler Menschen besser für „wichtigere“ Dinge verwendet werden könnte, gar nicht möglich sei, der Alltag beweist, dass ein Umdenken und ein Anders-Handeln sehr wohl machbar ist, denn jeder kann an vielen kleinen Stellschrauben im Privaten drehen. Das schont neben der Umwelt auch den Geldbeutel. So kann jeder, der möchte, seinen eigenen Beitrag zur Energiewende leisten. Und ich kann von meiner Position aus sagen: Das fühlt sich ziemlich gut an.

Advertisements
Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , ,

Album der Woche – Episode 10 – 2017-11-19

Jede Woche präsentiere ich ein Album, das mir persönlich gut gefällt. Im Vorfeld höre ich es noch einmal (oder häufiger) durch und bemühe mich dann, es allen Interessierten „schmackhaft“ zu machen.

ZZ Top: „Rhythmeen“

„Rhythmeen“ ist eines meiner liebsten ZZ Top-Alben, voller schnörkellos rockender Knaller.

„Rhythmeen“ ist eines meiner liebsten ZZ Top-Alben, voller schnörkellos rockender Knaller.

Die Band ZZ Top war schon einmal für ein Album der Woche verantwortlich, was diese Häufung – zweimal innerhalb von gerade einmal zehn Beiträgen dieser Sparte – etwas übertrieben wirken lassen könnte. Doch ich habe meine Gründe:

  • In den vergangenen zwei Wochen habe ich insgesamt sechs Tests schreiben lassen, die alle korrigiert werden wollten. Beim Korrigieren lasse ich meist leise Musik laufen, die die vielen Hintergrundgeräusche überdeckt, wodurch ich mich leichter konzentrieren kann. Die Musik darf nicht zu aufdringlich sein, insofern taugen ZZ Top mit ihrem meist etwas gleichförmigen Groove ganz gut.
  • In einem der Tests mussten die Schüler die Struktur eines Songs erkennen. Wir besprechen das vorher im Unterricht anhand mehrerer Beispiele, dann üben wir es an weiteren drei oder vier Stücken im Verlauf der folgenden Wochen ein, im Test frage ich es mit einem wiederum neuen Stück ab. Dieses Mal war es „Rhythmeen“, der Titel-Track des Albums. Ausgewählt habe ich ihn, weil er eben nicht dem Standard-Aufbau der meisten Pop-/Rock-Stücke folgt.

Die Stücke:

Insgesamt beinhaltet das 1996 erschienene Album (immerhin das zwölfte Studio-Album) 12 Stücke mit einer Gesamtspielzeit von 55 Minuten. Wie bei so ziemlich allen ZZ Top-Alben darf man keine extreme stilistische Bandbreite erwarten, denn die drei Jungs beackern meist ziemlich genau den gleichen Acker wie bei den früheren und den späteren Veröffentlichungen. Auffällig gut ist aber der Sound (so richtig fett und satt) sowie die Tatsache, dass man wirklich von vorne bis hinten durchhören kann, ohne sich zu langweilen – obwohl alles recht ähnlich ist. Bemerkenswert.

Rhythmeen

Wie schon gesagt, dieses Stück folgt eben nicht der üblichen Struktur der meisten Pop-/Rock-Stücke. Diese wäre nämlich:

Intro – Strophe – (Pre-Chorus) – Chorus – Strophe – (Pre-Chorus) – Chorus – Solo/Bridge (oder beides) – (Strophe) – (Pre-Chorus) – Chorus – Outro

Alle eingeklammerten Teile sind optional, sodass im einfachsten Fall ein Pop-Song nur aus den folgenden Teilen bestehen kann:

Intro – Strophe – Chorus – Strophe – Chorus – Bridge/Solo – Chorus – Outro

Bei ZZ Top und „Rhythmeen“ dagegen sieht der Aufbau ganz anders aus, weshalb es ein ideales Stück für einen Test war (ich hatte angekündigt, ein Stück auszusuchen, das eben nicht der Standard-Form folgt):

Intro – Strophe – Strophe – Pre-Chorus/Chorus (schwer voneinander abzugrenzen) – Solo – Strophe – Chorus – Bridge/Strophe (eigentlich eine Strophe, aber die Begleitung ist anders als zuvor) – Solo/Outro

Zusätzlich gibt es mehrere Zwischenspiele, bei denen selbst ich mich nie ganz entscheiden konnte, ob es sich lohnt, da einen eigenen Formteil zu vergeben. Alles in allem eine ziemlich raffinierte Sache, die die Jungs da abgezogen haben. Beim oberflächlichen Hinhören fällt das vor allem gar nicht weiter auf, erst wenn man mit den Lyrics davor sitzt und sich bemüht, alles in eine Struktur zu bringen, wird klar, wie ausgefuchst hier gearbeitet wurde.

Alles gut…

Es ist ein wenig peinlich, aber mir fällt es schwer, einzelne Songs herauszuheben, da sie eben so nahe beieinander sind. Am ehesten stechen für mich positiver als der Rest diese beiden hervor: „What’s Up With That“ und „Hairdresser“. Ich bin mir aber sicher, dass jeder, der sich mit dem etwas raubeinigen Stil der Band anfreunden konnte, hier und da seine eigenen privaten Schätzchen entdecken wird.

Fazit

Für ein ZZ Top-Album ist „Rhythmeen“ eine wirklich gelungene Ansammlung von cool vorbeirauschenden Songs, bei denen man durch die amerikanische (am besten kalifornische) Landschaft fahren, das Fenster herunterkurbeln und sich den warmen Wind durch das (zugegeben spärlicher werdende) Haar wehen lassen möchte. Mich entführt der Sound aus dem tristen Novembergrau, vielleicht war es mir deshalb so eine willkommene Korrektur-Begleitung…

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , ,

Album der Woche – Episode 9 – 2017-11-12

Jede Woche präsentiere ich ein Album, das mir persönlich gut gefällt. Im Vorfeld höre ich es noch einmal (oder häufiger) durch und bemühe mich dann, es allen Interessierten „schmackhaft“ zu machen.

James Newton Howard: „The Village (Soundtrack)“

Eine der besten Filmmusiken, die ich jemals zu hören bekam – ohne „Wenn“ und „Aber“!

Eine der besten Filmmusiken, die ich jemals zu hören bekam – ohne „Wenn“ und „Aber“!

Heute weiche ich ein wenig von meinen sonst hier geschilderten Vorlieben, die ja eher im Pop-/Rock-Bereich liegen, ab. Dennoch könnte es für Interessierte ein sehr faszinierendes Hörerlebnis werden.

2004 kam „The Village – Das Dorf“ in die Kinos. Vermarktet wurde der Film als eine Art Suspense- oder Horror-Film, wobei der Film ungefähr in der Mitte eine ganz drastische Wende nimmt, die – zumindest für mich beim ersten Ansehen – wirklich unvorhersehbar war. Und damit ändert sich auch der Charakter des Films auf grundlegende Weise (aus meiner Sicht zum Guten). So überrascht wurde ich selten. Leider mag meine Frau den Film überhaupt nicht, weshalb ich ihn seit sechs oder sieben Jahren nicht mehr angesehen habe.

Die Musik ist dafür einer der absoluten Gipfel dessen, was jemals ein Komponist als musikalische Umrahmung einer Filmhandlung geschrieben hat. Es gibt ja viele Menschen, die John Williams, Ennio Morricone oder Hans Zimmer für den oder die besten Filmmusikkomponisten halten. Seit dem Genuss dieses Films und der dazugehörigen Musik steht James Newton Howard für mich an erster Stelle, ziemlich dicht gefolgt von Michael Giacchino („The Incredibles“, die neueren Star Trek-Filme, „Jurassic World“ und noch viele mehr).

Die Stücke:

Insgesamt beinhaltet das Album 13 Stücke mit einer Gesamtspielzeit von 43 Minuten – wobei es selbstverständlich auch ein paar Stücke gibt, die – der Dramaturgie des Films geschuldet – allein für sich nur einen begrenzten Reiz ausüben, zumindest geht es mir so. Doch andere Stücke sind derartig hochwertige „Juwelen“, dass man nur in Demut das Haupt neigen kann sowohl vor der kompositorischen (James Newton Howard) als auch vor der interpretatorischen (Hilary Hahn) Leistung.

What Are You Asking Me?

Vorsicht, ich muss ein wenig spoilern, sonst kann ich die immense emotionale Wirkung dieses Stücks nicht annähernd umreißen.

In der Handlung gibt es eine junge Frau namens Ivy Walker (phänomenal gespielt von Bryce Dallas Howard), die Lucius Hunt (vom nicht minder genialen Joaquin Phoenix dargestellt) liebt – und er liebt sie. Er ist jedoch schüchtern und wagt es zu Beginn des Films noch nicht, seine Liebe einzugestehen. In einer überaus romantischen Szene, in der sich beide nach einigem verbalen Abtasten („endlich“) ihre Liebe gestehen, kann man die Schüchternheit beider nicht übersehen. Dieses Stück, das die Frage, die dem gesamten Dialog zugrunde liegt, als Titel trägt, zeigt dieses fragile Verhältnis zweier Menschen, die innerlich schon lange füreinander brennen, sich dies aber sowohl aufgrund ihrer Mitmenschen und deren antizipierter Reaktion als auch durch ihre generelle Schüchternheit bedingt kaum trauen.

Und dieses Herantasten kann man schon in den ersten Sekunden des Stücks so wundervoll nachempfinden, wenn das Klavier zögerlich mit zwei Sechzehnteln und einer Achtelkette einsetzt (für Leute vom Fach: so nimmt der Komponist die Betonung aus dem ersten Ton bzw. dem Taktbeginn heraus, was die Zaghaftigkeit noch weiter unterstützt). Mit dem Einsatz der Geige kann man fast schon die zwei Liebenden in ihrem scheuen Tanz um die Wahrheit herum vor Augen sehen. Es ist ein unglaublich ergreifendes Stück – sowohl als Musik wie auch als Szene im Film.

The Vote

Die entscheidende Stelle im Film, an der sich die für das Dorf Verantwortlichen entscheiden müssen, ob ihnen das Leben des allerseits als zukünftigem Anführer erdachten Lucius wichtiger ist als die Aufrechterhaltung ihres raffinierten Coups (mehr spoilere ich nicht, basta!), muss natürlich auch musikalisch mit äußerster Dramaturgie umgesetzt werden.

Im Zentrum dieser Entscheidung steht Ivy Walker, die im Film um die zwanzig Jahre alt sein soll. Das Geigenthema, das mit ihr assoziiert ist, wurde von Hilary Hahn (leider nicht mit mir verwandt…) eingespielt, die zum damaligen Zeitpunkt ungefähr genauso alt war – was die Gestaltung des Stücks auf die bestmögliche Weise unterstützte. Auch im Making of äußern sich Komponist und Regisseur dazu, was man sich in diesem Video ansehen kann.

Die inständige Bitte an die Dorfältesten, ihrem Antrag stattzugeben, sie ziehen zu lassen, um für ihren schwer verletzten Verlobten Medizin zu holen, das Flehen um die Ausnahme von der eisernen Regel, all das wird musikalisch so intensiv dargeboten, dass mir bei jedem Anhören neu der Atem stockt. Alles an diesen sechs Minuten ist wunderbar, die zweite Hälfte davon jedoch noch etwas himmlischer. Unbedingt mit einer guten Anlage oder Kopfhörern anhören, um jedes Details der Musik voll auskosten zu können!

Fazit

Neben diesen zwei Stücken sind von den elf übrigen natürlich noch weitere Stücke hörenswert, doch jedes einzelne Mal, wenn ich das Album anhöre, sind die beiden meine Anlaufpunkte, mit ihnen beginne ich, mit ihnen ende ich. (Geht es nur mir so, oder schreibe ich heute wirklich extrem „salbungsvoll“?)

Auch wer mit klassischer Musik üblicherweise nichts am Hut hat, sollte sich diese paar Minuten nehmen, und die beiden Stücke – mit gutem Sound-Equipment – anhören. Jede Sekunde lohnt sich. Garantiert.

Ein kleiner Nachgedanke: Wie ich gerade heute auf dieses Album kam, ist mir selbst schleierhaft, denn in der Pipeline habe ich noch etliche rockige Gegenstücke. Möglicherweise ist es der Herbst mit den entlaubten Bäumen, die auch im Film einen Teil der mysteriösen, düsteren Stimmung zu Beginn ausmachen. Gegen Ende meines heutigen Morgenlaufs ging die Sonne auf und ich konnte die kahlen Bäume um mich herum mit jenem deutlichen Kontrast erkennen, denn es nur früh am Morgen und kurz vor Sonnenuntergang gibt. Vermutlich hat das mein Unterbewusstsein auf die Spur geführt.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Der fünfte Meilenstein

Hui! Das ging etwas schneller als erwartet...

Hui! Das ging etwas schneller als erwartet…

Mit dem heutigen Morgenlauf habe ich die – für mich bislang noch nicht erreichte – Grenze von 5.000 Kilometern Laufen in einem Kalenderjahr überschritten. Von einem „reinen Vergnügen“ kann man bei diesem Lauf nicht sprechen, denn es goss streckenweise wie aus Kübeln, zum Teil waren auch Schneeflocken dabei, kalt war es sowieso – ohne ein spannendes Hörbuch wäre das nicht zu ertragen gewesen.

Irgendwie hätte das Wetter etwas netter sein können – doch wie sagte schon Peer Steinbrück: „Hätte, hätte, Fahrradkette...“

Irgendwie hätte das Wetter etwas netter sein können – doch wie sagte schon Peer Steinbrück: „Hätte, hätte, Fahrradkette…“

Getaggt mit , , , , , , , , , , ,

Neue Laufschuhe (mal wieder…)

Wie ich bereits vor ein paar Wochen ankündigte, wurde es dringend Zeit, meine „alten“ Laufschuhe durch neuere Modelle zu ersetzen. Alt ist ja immer relativ, da ich die letzten beiden Paare gerade mal im späten Frühjahr gekauft hatte, doch das eine Paar hatte mittlerweile gut 1.400 Kilometer auf dem Buckel, das andere fast 1.200 – und kein einziger Schuh sah mehr gut aus. Bei einem der beiden Nimbus-Treter hing hinten ein Stück Sohle herab, das jeden einzelnen Schritt mit einem unter anderen Umständen eventuell noch als „lässig“ zu bezeichnenden „Schlapp-Schlapp“ unterstrich. Aber auf 17 Kilometern bei jedem zweiten Schritt so ein Zusatzgeräusch, das nervt dann doch. Noch dazu war die Dämpfung allmählich aufgebraucht, der Wechsel war fällig.

Heute früh lief ich also wieder zu meinem üblichen Laufschuhladen, hatte die beiden alten Paare dabei und verlangte jeweils ein adäquates Ersatzpaar für den Cumulus und den Nimbus. 15 Minuten später und etliche Euronen ärmer verließ ich mit den folgenden Hinguckern (aber nur vor der erstmaligen Benutzung auf der herbstlich-feuchten Ostalb) den Laden:

Asics Cumulus 19 – farblich ein absoluter Volltreffer!

Asics Cumulus 19 – farblich ein absoluter Volltreffer!

Wichtiger als die Farbe ist aber die Stütze von außen für die Ferse und die insgesamt gute Dämpfung.

Wichtiger als die Farbe ist aber die Stütze von außen für die Ferse und die insgesamt gute Dämpfung.

Asics Nimbus 19 – ebenfalls sehr schick, die könnte man vielleicht sogar im Konzert tragen...

Asics Nimbus 19 – ebenfalls sehr schick, die könnte man vielleicht sogar im Konzert tragen…

Aber auch hier ist der feste Sitz (schmal an der Ferse und am Vorderfuß) sowie die Stütze für die Ferse samt der kräftigen Dämpfung wichtig.

Aber auch hier ist der feste Sitz (schmal an der Ferse und am Vorderfuß) sowie die Stütze für die Ferse samt der kräftigen Dämpfung wichtig.

Mal sehen, wie verschneit der Winter wird. Solange das Wetter mir das Laufen draußen erlaubt, werde ich überwiegend diesen Weg wählen. Für alle anderen Tage habe ich mein Laufband, aber in dieser Hinsicht stimme ich meiner Frau, einer absoluten Laufband-Verweigererin, zu: An der frischen Luft macht das Laufen einfach mehr Spaß. Schönen Abend allerseits!

Getaggt mit , , , , , , , , , , , ,

Laufen im Oktober 2017

Mit dem heutigen Tag endet der Monat Oktober in diesem Kalenderjahr. Wie schon in den vorherigen Monaten bin ich an jedem Tag in diesem Monat gelaufen, der kürzeste Lauf ging über 16,06 km, der längste über 21,35 – insgesamt kam ich auf 533,48 Kilometer.

Mehr als die Hälfte der Läufe habe ich (selbst für mich ganz erstaunlich) auf dem Laufband durchgeführt, das ich eigentlich seit dem Frühjahr gemieden hatte. Die Gründe dafür sind einerseits die Bequemlichkeit, denn im Keller ist es wärmer als draußen, außerdem regnet (und stürmt!) es dort nicht – und ich konnte mir beim Laufen auch den einen oder anderen Film ansehen, andererseits die Tatsache, dass ich mich unter der Woche etwas wacher fühlte, wenn ich vor der Schule schon meine gut 100 Minuten Laufen in einem hell erleuchteten Raum (statt mit einer Stirnlampe in einer ansonsten stockdunklen Umgebung) absolviert habe.

Die letzten Tage jedoch bin ich wieder vermehrt draußen gerannt, auch wenn meine Finger nach jedem Lauf so durchgefroren waren, dass ich Mühe hatte, die Haustür aufzuschließen… Vermutlich werde ich dies trotzdem auch während der restlichen Herbstferien so durchhalten (es sei denn, das Wetter wird gar zu garstig).

Meine Übersicht über das Laufen im bisherigen Kalenderjahr – mein Gesamtziel von 5.400 Kilometern rückt spürbar näher.

Meine Übersicht über das Laufen im bisherigen Kalenderjahr – mein Gesamtziel von 5.400 Kilometern rückt spürbar näher.

Nachdem ich bei aktuellem Pensum etwas mehr als 100 Kilometer in der Woche schaffe, sollte mein Jahresziel von 5.400 Kilometern mittlerweile absolut im Bereich des Möglichen liegen. Aber man soll den Tag ja nicht vor dem Abend loben, daher warte ich es einfach ab.

Nachtrag (1.11.2017): Im obigen Screenshot ist ein Fehler, denn ich bin im September zwar nicht gekrochen, ganz so schnell laufe ich aber doch nicht. Da fehlten einfach ein paar Daten bezüglich der Laufdauer, die ich gerade nachgetragen habe. Korrekt sieht die Übersicht nun folgendermaßen aus:

774C521E-AC02-4631-A08B-A6CCD384C230

So ist der September viel realistischer…

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Ein Platz, 12 Monate – 09 – Oktober 2017

In diesem von Zeilenende initiierten Projekt wird ein Ort ein Jahr lang fotografisch begleitet, jeweils am letzten Sonntag im Monat wird der dann aktuelle Zustand hier präsentiert.

Durch die Kälte im September konnte der Herbst gnadenlos Einzug halten. Immerhin haben die Pappeln ihr schier unerschöpfliches Blattwerk mittlerweile (und sogar schon bis Mitte Oktober) komplett abgelegt. Das milde Wetter der vergangenen Wochen war dann noch einmal ein echter Lichtblick – sowohl für das Montieren der Photovoltaik-Anlage (hier) als auch für die mit dem Pedelec bestrittenen Wege hin zur Arbeit und zurück.

Wie bereits angekündigt: Bei uns steht eine gravierende Veränderung im Garten an, eine Überdachung der Terrasse, doch ist der Termin auf die zweite November-Woche gelegt worden, also gibt es heute davon noch nichts zu sehen – außer natürlich den drei monströsen Betonfundamenten für die Stützpfeiler.

Ein wahrlich erhebender Anblick... Spaß beiseite: Die Fotos wurden gleich nach Fertigstellung geschossen, daher sieht alles noch so „glibberig“ aus.

Ein wahrlich erhebender Anblick… Spaß beiseite: Die Fotos wurden gleich nach Fertigstellung geschossen, daher sieht alles noch so „glibberig“ aus.

Insgesamt 16 Säcke Zement wurden darin verarbeitet, drei komplette Tage war ich mit Buddeln und weitere zwei Tage mit Zementmischen und Auffüllen der Löcher beschäftigt. Nun aber sollte eine ausreichende Stabilität (sowie Langlebigkeit durch die Tiefe) gewährleistet sein. Beim nächsten Mal gibt es sicher ein paar Bilder von der Terrassen-Überdachung – vermutlich erhält sie sogar einen separaten Blog-Eintrag.

Ansonsten ist der Wandel der Jahreszeit unübersehbar, und wie immer bleibe ich bei den drei Perspektiven: (1) Von der Terrasse aus, (2) vom Rand des neu angelegten Abschnitts aus um die Hausecke, (3) vom Woodport aus auf die drei Etagen.

Von der Terrasse aus...

Von der Terrasse aus…

Vom Rand um die Hausecke...

Vom Rand um die Hausecke…

...und vom Woodport aus.

…und vom Woodport aus.

Die weiteren Teilnehmer und ihre spannenden Beiträge sind (oder werden noch) bei Zeilenende verlinkt.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , ,

Solera mit seinem Sonnendach

Nun ist es da, unser „Sonnendach“!

Nun ist es da, unser „Sonnendach“!

Vollgestopfte Woche

Die mit dem heutigen Tag endende Woche war sehr ereignisreich, denn einerseits war in der Schule viel los (zwei separate Elternabende), familiär ebenfalls (Geburtstag, noch ein Elternabend), dann steht heute Abend das Konzert mit dem OJO an, was gestern mit mehr als sechs Stunden Probe vorbereitet wurde. Und dann gab es da noch einen Punkt, für mich fast den wichtigsten: Am vergangenen Dienstag wurde unsere Photovoltaik-Anlage installiert.

Schneller als gedacht

Wenn ich bedenke, wie lange ich bei den Firmen hier aus der Region darauf warten musste, bis die überhaupt einmal auf ein Anschreiben oder einen Anruf reagiert haben, geschweige denn einen Ortstermin wahrnahmen oder einen dabei versprochenen Kostenvoranschlag dann tatsächlich zuschickten, dann ging das alles jetzt unglaublich schnell.

Wer sich noch erinnert: Im August habe ich über Twitter von der Naturstrom-Aktion SonnenDach erfahren. Spontan war das Interesse geweckt, also reichte ich alle benötigten Daten ein (ich berichtete), binnen weniger Tage war alles geklärt (auch davon berichtete ich), dann ging es ziemlich schnell los: Die von Naturstrom beauftragte Firma meldete sich, kam binnen weniger Tage zum Ortstermin, plante mit mir die günstigste Positionierung, half mir beim Ausfüllen der notwendigen Formulare. Dann begann die Wartezeit, denn hier hing alles am Bescheid der Stadtwerke Aalen, die das Einspeisen von Strom ins Netz genehmigen musste.

Nach der erfolgten Genehmigung der PV-Anlage ging es sehr schnell, denn ich hatte kaum eine Email an die Firma Graule Gebäudetechnik in Nördlingen geschickt, da meldete sich der für uns zuständige Mitarbeiter. Das gute Wetter der vergangenen Woche wurde natürlich ausgenutzt und am Dienstag arbeiteten die Handwerker von acht bis achtzehn Uhr mehr oder weniger am Stück durch. Es gab eine minimale Pause von 25-30 Minuten für ein paar Brote in der Mittagspause, ansonsten habe ich die Männer nie pausieren gesehen.

Die rollende Werkstatt vor dem Haus – dann klappt es auch innerhalb eines einzigen Tages.

Die rollende Werkstatt vor dem Haus – dann klappt es auch innerhalb eines einzigen Tages.

Hier werden gerade die letzten PV-Module auf das Dach geschraubt.

Hier werden gerade die letzten PV-Module auf das Dach geschraubt.

Man merkte deutlich, dass hier viel Erfahrung vorlag, denn vieles ging sehr schnell und routiniert von der Hand. Irgendwann im Verlauf kam dann auch der Betriebsleiter vorbei, um sich die Situation vor Ort anzusehen und den Verlauf der Arbeit zu kontrollieren. Ansonsten kann ich wirklich nur positiv berichten, wie professionell alles verlief. Und das Endergebnis ist absolut sehenswert:

So kann die Sonnenenergie voll ausgenutzt werden – hach!

So kann die Sonnenenergie voll ausgenutzt werden – hach!

Blick auf unser Haus aus der entgegengesetzten Richtung – gleich viel schöner mit der PV-Anlage!

Blick auf unser Haus aus der entgegengesetzten Richtung – gleich viel schöner mit der PV-Anlage!

Nun heißt es wieder WARTEN, denn bis die Anlage in Betrieb gehen darf, muss erst ein Zweirichtungsstromzähler bei uns eingebaut werden. Sobald die Stadtwerke das geschafft haben, wird die Anlage aktiviert und liefert Tag für Tag wundervollen Ökostrom.

Fazit

Wer bislang noch nicht ganz sicher war, ob es sich lohnt, sich die Mühe zu machen, dem kann ich nur versichern: Es lohnt sich. Abgesehen von ein paar Fotos vom Haus (nötig für die Einschätzung, ob sich eine PV-Anlage überhaupt lohnen kann), einigen wenigen Formularen (z.B. Genehmigung über den Netzbetreiber, Meldung bei der Bundesnetzagentur etc.), bei deren Ausfüllung einem geholfen wird, und etwas Zeit an ein paar Tagen (Ortstermin, Einbautag etc.) muss man nur wenig Zeit investieren. Der Aufwand war erstaunlich gering.

Noch kann ich über die Effektivität unseres Sonnendachs nichts berichten, denn es darf noch nicht in Betrieb gehen. Selbst danach werde ich sicher erst einmal ein paar Wochen abwarten, wie sich das Gesamtbild so zeigt. Aber ich bin voller Vorfreude, denn so einfach hätte ich mir die ganz Angelegenheit (vor allem nach den Erfahrungen im ersten Halbjahr) nicht vorgestellt. Vielen Dank an dieser Stelle an Naturstrom und die Firma Graule in Nördlingen!

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , ,

Ein Platz, 12 Monate – 08 – September 2017

In diesem von Zeilenende initiierten Projekt wird ein Ort ein Jahr lang fotografisch begleitet, jeweils am letzten Sonntag im Monat wird der dann aktuelle Zustand hier präsentiert.

Der Sommer ist dem Herbst gewichen, wie man unschwer erkennen kann: Die von uns ach so heiß geliebten Pappeln werfen schon wieder ihr Blattwerk von sich – eine von drei Plagen, die diese Bäume jedes Jahr für uns bereit halten…

Die im letzten Blog-Eintrag dieser Sparte angekündigten Veränderungen im Garten werden tatsächlich immer konkreter, allerdings sicher noch nicht gleich zu Beginn des Monats Oktober. Allerdings könnte es tatsächlich passieren, dass ich beim nächsten Mal schon eine neue Entwicklung dokumentieren kann – wenn denn die Götter des Handwerks uns wohlgesonnen sind.

Für heute habe ich dennoch auch eine kleine Besonderheit neben den obligatorischen drei Perspektiven, die weiter unten folgen. Vor ein paar Wochen kam unsere diesjährige Holzlieferung für die winterliche Befeuerung unseres Ofens. Gleich nach der Lieferung investierte ich mehrere Tage, alle zu großen Stücke (die würden nicht gut brennen) zu zerhacken, die gleiche Prozedur wandte ich auf das Anzündholz an.

Doch das Holz ist kein allzu spannendes Motiv, ganz im Gegensatz zu den Spinnen, die daran und an der Hauswand ihre Netze befestigen und sich somit gleich in mein Blickfeld begaben. Also musste ich das iPhone zücken und mit dem schönen Porträt-Modus draufhalten:

Zwei der größeren Exemplare, es gäbe noch etliche weitere in nächster Nähe — wie gut, dass ich keine Arachnophobie habe...

Zwei der größeren Exemplare, es gäbe noch etliche weitere in nächster Nähe — wie gut, dass ich keine Arachnophobie habe…

Beim Rest gibt es heute keine Experimente, denn wie immer bleibe ich bei den drei Perspektiven: (1) Von der Terrasse aus, (2) vom Rand des neu angelegten Abschnitts aus um die Hausecke, (3) vom Woodport aus auf die drei Etagen.

Von der Terrasse aus...

Von der Terrasse aus…

Vom Rand um die Hausecke...

Vom Rand um die Hausecke…

...und vom Woodport aus.

…und vom Woodport aus.

Die weiteren Teilnehmer und ihre spannenden Beiträge sind (oder werden noch) bei Zeilenende verlinkt.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , ,

Der vierte Meilenstein 2017

Heute früh habe ich mit meinem üblichen Morgenlauf die Grenze von 4.000 gelaufenen Kilometern in diesem Kalenderjahr überschritten. In 258 Läufen mit einer Durchschnittsdistanz von 15,55 Kilometern sind laut meiner Apple Watch und der darauf laufenden Nike Running Club-App seit dem 1. Januar 2017 insgesamt 4.012,33 Kilometer zusammengekommen. Hui!

Meine übliche Statistik, die immer wieder ein paar Tage hinterher hinkt, sodass ich manchmal gar nicht merke, wie irgendein Meilenstein an mir vorbeizieht...

Meine übliche Statistik, die immer wieder ein paar Tage hinterher hinkt, sodass ich manchmal gar nicht merke, wie irgendein Meilenstein an mir vorbeizieht…

Eigentlich hatte ich mir die 4.000 als Jahresziel gesetzt. Aber ich denke mir keinesfalls: „Nun gut, dann kann ich ja aufhören…“ (Hehe, niemals!) Stattdessen habe ich mich darauf eingestellt, vielleicht die 5.200 Kilometer in diesem Jahr zu schaffen, das ergäbe dann einen Wochenschnitt von 100 Kilometern – ein faszinierender Gedanke. Und wenn ich mein bisheriges Laufpensum in groben Zügen beibehalten kann, werde ich theoretisch sogar mehr als diesen Wert erreichen, insofern gibt es sogar einen kleinen Puffer…

Rekorde an völlig unerwarteter Stelle

Am Mittwoch war es hier sehr windig, denn mein Namensvetter, das Sturmtief Sebastian fegte über Deutschland, auch und vor allem die Ostalb hinweg. Beim Laufen im Wald war das nicht zu übersehen, denn ständig musste ich über Zweige, Äste und „halbe Bäume“ springen (oder gleich im Bogen drum herum laufen). Und ich hatte Gegenwind, nicht durchweg, aber über einen guten Teil der Strecke. Entsprechend legte ich mich ins Zeug, um nicht gefühlt auf der Stelle kleben zu bleiben. Ohne es zu merken, legte ich dabei offensichtlich ein gutes Tempo vor, denn nach der Ankunft daheim ploppten einige Meldungen in der Nike Running Club-App auf:

Meine bisher schnellsten 10 Kilometer...

Meine bisher schnellsten 10 Kilometer…

...und meine schnellsten 5 Kilometer (die waren vermutlich Teil der vorher genannten 10 Kilometer, auch wenn es theoretisch separat möglich gewesen wäre)...

…und meine schnellsten 5 Kilometer (die waren vermutlich Teil der vorher genannten 10 Kilometer, auch wenn es theoretisch separat möglich gewesen wäre)…

...und – das hat mich wirklich umgehauen: mein schnellster Kilometer. Vorher lag der Wert bei 4:40 Minuten/Kilometer, jetzt ist er um 15 Sekunden gesunken.

…und – das hat mich wirklich umgehauen: mein schnellster Kilometer. Vorher lag der Wert bei 4:40 Minuten/Kilometer, jetzt ist er um 15 Sekunden gesunken.

Das beweist natürlich nur eines: Gegenwind fühlt sich blöd an, er kann aber auch zu erstaunlichen Leistungen führen. Insgesamt war der Lauf wirklich flink und aufregend, im Gegensatz zu sonst (Hörbücher) habe ich Musik gehört, was sicherlich durch die erhöhte Regelmäßigkeit der Schritte zu einer höheren Effizienz führte.

Juhu! Das Tempo über die Strecke hat mich selbst mehr als nur ein bisschen überrascht!

Juhu! Das Tempo über die Strecke hat mich selbst mehr als nur ein bisschen überrascht!

Schwimmen

In der letzten Zeit habe ich mich etwas intensiver mit dem Schwimmen angefreundet. Ich hasse es nach wie vor, wenn mir Wasser ins Ohr läuft, weshalb ich nicht kraule (obwohl ich als ehemaliger Vereinsschwimmer schon weiß, wie das geht). Bei Decathlon habe ich mir eine billige (unter 10€) Schwimmbrille und ein klein zusammenrollbares Microfaser-Handtuch gekauft. Das packe ich (nebst der Badehose, ts ts ts, was ihr schon wieder denkt!) ein, wenn ich weiß, dass mein Stundenplan ein Loch hat. Von meiner in der Nähe der Aalener Innenstadt gelegenen Schule zum Bad bin ich mit dem Rad in knapp vier oder fünf Minuten gelangt, das Ticket zu lösen und das Umziehen dauern zusammen fünf Minuten, dann geht’s ab ins Wasser und 1,5-2 Kilometer später wieder raus und zurück in den Unterricht.

Am ohnehin rekordträchtigen Mittwoch bin ich nach dem Unterricht ins Hallenbad geradelt, also ohne wirklichen Zeitdruck, um zwei Kilometer zu schwimmen. Irgendwann kurz vor Ende habe ich mich verzählt, sodass ein paar Meter mehr draus wurden. Aber ich bin sehr zufrieden, denn das schont Füße, Knie und Wirbelsäule – so ein Ausgleich ist bei dem vielen Gerenne schon sinnvoll.

Mit der selbstverständlich wasserdichten Apple Watch habe ich mein Schwimmtraining verfolgt. Ich bin noch sehr langsam, aber es macht Spaß und bietet einen Ausgleich zu meinen sonstigen Aktivitäten.

Mit der selbstverständlich wasserdichten Apple Watch habe ich mein Schwimmtraining verfolgt. Ich bin noch sehr langsam, aber es macht Spaß und bietet einen Ausgleich zu meinen sonstigen Aktivitäten.

Danach war ich dann so platt, dass ich abends noch während der ersten MacGyver-Folge lediglich von einem Sekundenschlaf zum nächsten vegetierte. Als mein Kopf das Kopfkissen dann schlussendlich berührte, dauerte es höchstens noch ein paar Sekunden, bis ich komplett „aus“ war.

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,