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Apple Books: Wunschliste

Ich liebe die iBooks-App auf dem iPhone und dem iPad, denn dort nutze ich sie mehrmals täglich. Mir ist es wichtig, meine aktuellen Bücher überall dabei zu haben, so kann man der Leselust in jeder passenden Situation sofort nachgeben und ganz nach aktueller Stimmungslage das geeignete Buch auswählen. Seit ein paar Jahren habe ich noch dazu meine Lesebrille nicht mehr benötigt, da die Darstellung auf einem Retina-Display mit hohem Kontrast so gut und gestochen scharf ausfällt, dass ich keinerlei störende Ermüdungserscheinung meiner Augen mehr festgestellt habe (bei Papierbüchern stellten sich nach ein paar Stunden oft leichte Geisterbilder ein) – kein Wunder, dass ich kaum mehr Papierbücher lese!

Umbenennung?

Aktuell wird im Netz wieder gemunkelt, dass die App bald in „Apple Books“ umbenannt werden soll. Mich würde das nicht stören, ehrlich gesagt: Das ist mir völlig egal. Solange die von mir bislang genutzten Funktionen nicht entfernt oder beschnitten werden, können sich Name und App-Icon doch ändern, wie es den Verantwortlichen gefällt. Nur zu!

Wünsche für eine Weiterentwicklung

Dafür hätte ich aber noch eine kleine Menge von Wünschen, die die App deutlich aufwerten könnten:

  • Ich vermisse schmerzlich einen Speed Reading-Modus. Bei Texten aus dem Netz muss ich mit der „Accelerator“-App von Lickability (Link zum App Store) nur den Seiteninhalt kopieren, schon kann ich mit einer einstellbaren Geschwindigkeit Wort für Wort in hohem Tempo lesen. Da man aber die Texte in iBooks nicht kopieren kann, lässt sich dieser Weg nicht beschreiten, also müsste die Funktion nativ in der Apple Books-App implementiert werden. So schwer kann das ja nicht sein.
  • Die derzeitige Lesezeichen-Funktion müsste ein bisschen präzisiert werden, denn gerade beim Wechsel zwischen den verschiedenen Geräten mit unterschiedlich großen Displays ist es immer wieder vorgekommen, dass ich nicht genau wusste, wo ich zuletzt gestoppt hatte. Mehr dazu unten.
  • Apropos „verschiedene Geräte“: Warum gibt es noch keine Apple Watch-Version der App? Klar, das Display ist klein, aber das wäre für mich kein Hindernis. Gerade für kurze Wartezeiten, bei denen man auf Abruf sein muss, für sich gefühlt ewig hinziehende Konferenzen oder langatmige Reden, auf deren Ende man als Musiker warten muss… Einsatzgebiete für eine Apple Watch-Version gäbe es aus meiner Sicht viele. Und auch die praktische Umsetzung wäre sicher nicht allzu schwer zu bewältigen: Mittels der Digital Crown könnte man schön durch den Text scrollen, die Uhr ist immer dabei, der Speicher ist mehr als ausreichend, um einige Bücher auf Abruf bereit zu halten – das wäre doch mal eine fantastische Sache!
  • Die Befehle „Siri, lies den markierten Text vor!“ und „Siri, lies mir das Buch ab dem markierten Wort vor!“ sollten implementiert werden und zuverlässig funktionieren. Beim Laufen, Spazieren, Spülen und Auto-/Pedelec-Fahren wäre das der pure Luxus!
  • Viele Bücher zeichnen sich durch wunderschöne Titelblätter aus. Meist ist dieses Artwork innen auf einer eigenen Seite noch einmal zu sehen, aber eben nicht immer. Das sollte sich ändern, denn die Darstellung als kleines Icon genügt nicht, um alle Bilder, die oft Details aus dem Buch aufgreifen, vollends zu würdigen.
  • Wie wäre es mit einer intelligenten Leihfunktion? Ein Beispiel: Freund X kommt zu Besuch, ich schwärme vom gerade beendeten Buch, das ihn auch brennend interessiert. Ein gedrucktes Buch könnte ich mitgeben, ein digitales nicht. Warum sollte es — abgesehen von monetären Interessen — nicht die Möglichkeit geben, das Buch an seinen Account zu verleihen? In meiner App wäre es dann ausgegraut, ich könnte es solange nicht lesen. Nachdem der Freund dann durch ist, tippt er auf „Zurückgeben“, es verschwindet aus seinem Account und ist bei mir wieder verfügbar. Eine wunderbare Sache daran wäre auch, dass man immer wüsste, wo (im Sinne von „Wem habe ich das gleich wieder ausgeliehen?“) sich das Buch gerade befindet, zur Not könnte man es sich über eine Schaltfläche wieder aktiv auf das eigene Gerät zurück holen.

Das wären meine Wünsche an eine ansonsten schon tolle App. Vielleicht werden ja bald ein paar davon erfüllt…

Präzisierung der Lesezeichen-Funktion

Oben habe ich das schon erwähnt, aber es bedarf womöglich einer Erläuterung für jene, die die App nicht kennen. Aktuell tippt man beim Beenden des Lesens einfach auf ein schönes Lesezeichen-Icon in der oberen rechten Ecke des Displays. Beim nächsten Öffnen landet man wieder an dieser Stelle, man kann auch mehrere solche Lesezeichen setzen, z.B. wenn man in einem Fachbuch zwischen ein paar wichtigen Stellen hin und her springen muss, dann geht das sehr schnell, indem man die Übersicht der Lesezeichen öffnet und das gewünschte antippt. Eigentlich eine super Sache.

Doch die digitale Welt sollte noch ein wenig mehr bieten. Ein Lesezeichen in einem analogen Buch ist auch ungenau, denn wo auf der Doppelseite hat man das Buch weglegen müssen? Nicht immer ist ein optisch trennender Absatz oder ein neues Kapitel gerade verfügbar (ich denke gerade an den Schluss von „Ulysses“ von James Joyce, da zieht sich ein einziger Satz über gut 40 Buchseiten – ohne Punkt und Komma…).

Ein Beispiel aus meinem Alltag: Ich lese gerade in mehreren Büchern, eines davon ist „Solaris“ von Stanislaw Lem. Gestoppt habe ich genau am Beginn eines neuen Kapitels, also ist der Wiederanknüpfungspunkt schnell gefunden.

Der Kapitelbeginn auf dem iPad, der Pfeil weist auf das Lesezeichen-Icon hin.

Der Kapitelbeginn auf dem iPad, der Pfeil weist auf das Lesezeichen-Icon hin.

Der gleiche Kapitelbeginn auf dem iPhone. Auch hier ist das Lesezeichen-Icon zu sehen, darüber hinaus sieht man sofort, dass hier viel weniger Text auf das Display passt.

Der gleiche Kapitelbeginn auf dem iPhone. Auch hier ist das Lesezeichen-Icon zu sehen, darüber hinaus sieht man sofort, dass hier viel weniger Text auf das Display passt.

Der erste Screenshot zeigt die Sicht auf den Kapitelbeginn auf meinem 12,9 Zoll großen iPad Pro-Display. Die iBooks-App stellt automatisch auf eine doppelseitige Ansicht um, was beim Lesen sehr bequem ist. Im Vergleich zum zweiten Screenshot (iPhone 7 Plus) sieht man gleich das „Mehr“ an Text auf dem iPad. Nun ist es hier durch den Kapitelbeginn klar, wo es weitergeht. Was aber in der folgenden Situation?

Auf dem iPad: Hier ist nun kein Kapitelbeginn, wir sind mitten im Text – worauf genau bezieht sich das Lesezeichen?

Auf dem iPad: Hier ist nun kein Kapitelbeginn, wir sind mitten im Text – worauf genau bezieht sich das Lesezeichen?

Hier nun: iPad zu, iPhone an, Buch geöffnet, auf dieser Seite gelandet. Ist es die richtige Stelle? Da wesentlich weniger Text zu sehen ist, kann es gut sein, dass ich nun erst etwas blättern und suchen muss...

Hier nun: iPad zu, iPhone an, Buch geöffnet, auf dieser Seite gelandet. Ist es die richtige Stelle? Da wesentlich weniger Text zu sehen ist, kann es gut sein, dass ich nun erst etwas blättern und suchen muss…

Gerade die unterschiedliche Textmenge auf den abweichenden Displaygrößen sorgt für eine Ungenauigkeit, die unter Umständen zum Blättern und Suchen der Anschlussstelle führen können.

Insofern könnte Apple hier eine wirklich schöne und nützliche Sache implementieren, indem nämlich das Lesezeichen kein statisches Icon ist – vielmehr sollte man das Icon packen und auf das zuletzt gelesene oder als nächstes zu lesende Wort ziehen können. Dann wäre die Synchronisierung über alle Displaygrößen hinweg an exakt die richtige Stelle gekoppelt. Hach, wie cool wäre das denn!

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Das Schlaf-Experiment

In den letzten Wochen war es hier im Blog sehr still, der letzte Eintrag liegt fast einen Monat zurück. Die Gründe sind simpel: Wenn ich Lust zum Schreiben hatte, fehlte es an Zeit, Wachheit oder einer zündenden Idee – wenn ich dann aber eine zündende Idee hatte, fehlte es an der Zeit, sie auszuarbeiten. Die Situation wurde auch dadurch nicht verbessert, dass in den letzten Wochen arbeitstechnisch nicht gerade wenig los war – womöglich kann ich in den Osterferien, die in knapp zwei Wochen anstehen, wieder ein paar gute (soll heißen: mehr als nur in fünf Minuten hingeworfene) Beiträge veröffentlichen.

Zum heutigen Thema: Ich treibe viel Sport, einerseits zur Erhaltung der Gesundheit im Allgemeinen, andererseits zur Gewichtskontrolle, denn ich gebe es offen zu: Ohne Süßigkeiten und Knabberkram fehlt mir ein großes Stück Lebensqualität. Basta. Seitdem ich vor mittlerweile etwa sieben Jahren 25-30 Kilo abgenommen habe, halte ich mein Gewicht im Großen und Ganzen, es schwankt lediglich um ca. drei bis fünf Kilo. Da ich damit nur zwischen dem unteren Rand des empfohlenen Gewichtsbereichs und dem Normalgewicht changiere, bereitet mir das keine Sorgen.

Seit einigen Monaten benutze ich auf der Apple Watch und dem iPhone die App AutoSleep (ich berichtete), die ihren Namen der Tatsache verdankt, dass sie automatisch (und das äußerst zuverlässig) erkennt, wenn ich einschlafe. Während des Schlafs werden die körperliche (Un)Ruhe und die Herzfrequenz protokolliert. Der Automatismus ist die große Stärke, denn ich würde es unter Garantie an den meisten Abenden vor lauter Müdigkeit vergessen, eine Protokollierung meines Schlafverhaltens manuell zu aktivieren – damit wäre das dann auch sinnlos. AutoSleep funktioniert aber wirklich gut, bis auf eine Nacht, in der die Apple Watch auf dem Ladegerät blieb, weil ich so tief und fest einschlief, dass ich nicht mehr vom Sofa hochkam, habe ich alle Nächte aufgezeichnet.

Und dabei ist mir eine interessante Sache aufgefallen, die zwar wenig erstaunlich, in ihrer Deutlichkeit aber höchst beeindruckend ist: Wenn ich mir abends auf dem Sofa viel Knabber- und Süßkram einverleibe, steigt mein Puls über Nacht (und auch den folgenden Tag) dauerhaft an. Das sollte grundsätzlich niemanden überraschen, die direkte und quasi sofort nachweisbare Auswirkung ist aber ein wirklicher „Augenöffner“.

In der Fastenzeit verzichte ich normalerweise unter der Woche auf Süßigkeiten und Knabberkram, nur am Wochenende ist so etwas erlaubt. Dieses Jahr hat das überhaupt nicht funktioniert, da ich direkt vor Beginn der Fastenzeit einen widerlichen grippalen Infekt durchleben musste, der mir im Abklingen für mindestens drei Tage ganz unangenehme Geschmacksverirrungen bescherte: Nichts von meinen vorher so lieben Geschmäckern wollte mir noch taugen. Als es dann endlich wieder schmeckte, waren weder mein Körper noch mein Geist bereit, sofort den Verzicht anzutreten – unfreiwillig hatte ich ja gerade erst eine gute Woche Verzicht hinter mir.

Also fraß ich die folgenden Tage wie ein Scheunendrescher. Vermutlich war das tiefenpsychologisch eine Kompensation für die Tage des Elends zuvor, auf jeden Fall stellte ich mir schon zu Beginn der abendlichen Abschlaff-Phase nicht nur eine Kleinigkeit auf die Sofa-Lehne (was mich zwingt, jedes Mal aufzustehen, um Nachschub zu holen, bei zunehmender Müdigkeit bleibt das dann einfach aus – eine fast schon als „genial“ zu bezeichnende Strategie der Selbstkasteiung…). Nein, nun stellte ich mir gleich drei oder vier Sachen hin – am besten in der kompletten Packung, nicht nur eine kleine Portion in einem Schälchen…

Ein paar Tage später registrierte ich, dass mein Ruhepuls in der Nacht erhöht war. Üblicherweise liegt mein Pulsdurchschnitt während des Schlafens bei 43-48 Schlägen pro Minute, Tiefstwerte sind 37-39, Höchstwerte um die 50-55. Nach dem mehrtägigen Kompensationsfressen war der Ruhepuls im Mittel auf über 50 gestiegen, die Höchstwerte lagen über 60. Nach weiteren Tagen kletterte das Mittel sogar auf über 55. Zehn Schläge mehr in jeder einzelnen Minute, das gab mir zu denken.

Also startete ich ein Experiment: Letzte Woche verzichtete ich von Montag bis Freitag komplett auf alles Süße und allen Knabberkram. Und wie erwartet sank die durchschnittliche Herzfrequenz wieder ab. Noch nicht ganz auf Normalniveau, aber fünf Tage können nun einmal keine zwei bis drei Wochen Dauerfressen kompensieren…1

Die Übersicht über meinen Schlafpuls im bisherigen Monat.

Die Übersicht über meinen durchschnittlichen Schlafpuls im bisherigen Monat.

Dargestellt sind die Daten für März 2018: Die ersten vier Tage gehörten noch zur Kategorie „gnadenlose Fresstage“, also wirklich ohne jegliche Rücksicht auf Verluste. Ab dem 5.3. gab es keine Süßigkeiten und keinen Süßkram mehr, also beginnt der Ruhepuls mit seinem Sinkflug über die folgenden Tage. Der Restzucker musste wohl erst einmal metabolisch verwertet und abgebaut werden, sodass es nicht sofort einen deutlicheren Rückgang zu verzeichnen gibt, bis zum Freitag sank die durchschnittliche Herzfrequenz aber doch um beachtliche acht Schläge pro Minute.

Der Samstag (10.3.) war ein echter Horror-Tag, an dem ich von 8:00 bis 21:30 h in der Schule war: Erst „Tag der offenen Tür“, später noch ein Benefiz-Konzert, um Gelder für Südafrika zu sammeln. Als ich damit fertig war, musste eine ganze Packung Schokokekse dran glauben. Und weil ich schon dabei war, habe ich die letzten Tage gleich weiter gemampft! Damit erklärt sich auch der erneute Anstieg des Ruhepulses. Hach!

Somit ist es klar zu erkennen, wie stark und direkt der Konsum von Süßkram in den Metabolismus des Körpers eingreift. Was ich noch nicht getestet habe:

  • Kommt es zum gleichen Effekt, wenn ich zum Beispiel mittags etwas Süßes zu mir nehme, abends aber nicht?
  • Tritt der gleiche Effekt auch ein, wenn ich abends nur Knabberkram wie geröstete und gesalzene Erdnüsse verzehre? (Ist also Salz genauso „wirksam“ wie Zucker?)

Das werde ich in den kommenden Wochen erkunden. Hat sonst noch jemand solche Erfahrungen gemacht?

  1. Das ist wie der Beginn einer Diät, bei der man einen Tag lang „heldenhaft“ durchhält, um am nächsten Morgen enttäuscht festzustellen, dass von den drei Kilo zu viel noch immer 2,99 Kilo übrig sind, obwohl man sich doch „so bemüht“ hatte.
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Laufen im Januar 2018

Der Januar 2018 war ein ziemlich guter Laufmonat, der mir auch wettertechnisch zumindest hin und wieder entgegen kam (soll heißen: das Laufband wurde nur spärlich genutzt, fast alle Läufe fanden draußen statt – macht mehr Spaß und ist als Training durch die Höhenmeter und die frische Luft viel effektiver). Ein paar Läufe führten mich durch fast knietiefen Schnee, was sich nach einigen Kilometern als äußerst anstrengend herausstellte, dafür war es optisch ein absoluter Genuss, durch die weiße Winterlandschaft zu traben – da macht der „brennende“ Oberschenkel nichts aus.

Tempo- und streckenmäßig kann ich mich auch nicht beklagen, ich bin fast immer zeitig aus dem Bett gekommen, nur gelegentlich hielten mich die noch nicht aufgeladenen AirPods zurück, was sich aber zügig bereinigen ließ. Insofern: Alles im grünen Bereich.

Mit etwas mehr als 530 Kilometern war der Januar recht effektiv – und dennoch recht entspannt.

Mit etwas mehr als 530 Kilometern war der Januar recht effektiv – und dennoch recht entspannt.

Mal sehen, was der Februar so bringt, der erste Morgenlauf wurde, dem schlechten Wetter sei‘s gedankt, auf dem Laufband absolviert (mit John Wick: Kapitel 2 als Ablenkung).

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Lieber ein Ende mit Schrecken…

Seit gut einem Monat bin ich kein Kunde von O2 mehr. Und was bin ich froh. Abgesehen von einer suboptimalen Netzabdeckung – gerade am Arbeitsplatz, wo ich es am ehesten gebraucht hätte – war der Kundenservice eine reine Farce.

Beispiele gibt es zuhauf:

  • Bei jeder noch so kleinen Änderung an den Einstellungen (z.B. Hinzubuchen einer Erweiterung der Daten-Flatrate von 200 MB auf 500 MB/Monat) wurden alle Info-Kanäle (z.B. O2 Local) wieder aktiviert, die ich zuvor manuell abgestellt hatte. Lästig.
  • Werbe-Anrufe kamen immer wieder, auch wenn ich sie kategorisch abgelehnt hatte.
  • Eine effektive Informationsvernetzung innerhalb des Konzerns ist quasi ausgeschlossen, immerhin rief mich ein Mitarbeiter an, dass es jetzt möglich sei, meinen Vertrag zu verlängern, da hatte ich gerade vor vier oder sechs Wochen gekündigt.
  • Beim O2-Shop, in dem ich den Vertrag vor Jahren abgeschlossen hatte, ist eine Verbindung zum Server grundsätzlich nicht möglich – vier oder fünf Versuche von mir und noch ein paar separate Besuche meiner Frau in diesem Etablissement führten jeweils zum gleichen Resultat: Kann gerade nicht abschließend bearbeitet werden, da der Server nicht erreicht werden kann. Ein fataler Zustand für eine Firma, die immer weniger Papier einsetzt und mehr über elektronische Medien kommuniziert.

Den Vogel schoss aus meiner Sicht aber der Abschluss dieser Geschäftsbeziehung ab, denn am Tag meines Vertragsendes wurde mein Kundenkonto quasi sofort unzugänglich. Ich habe versucht, an die Rechnungsdaten zu kommen, bin über drei Betriebssysteme (iOS, macOS, Windows) und fünf verschiedene Browser (Safari Mobile, Safari, Ghostery, Internet Explorer, Firefox) an die Sache herangegangen – doch ohne jeden Erfolg.

Um für die Steuererklärung meine Handy-Rechnungen parat zu haben, konnte ich zumindest über die O2-App auf dem iPhone noch an die Daten bis Dezember 2017 kommen. Doch die Januar-Daten, zu denen auch die Kosten für die Rufnummer-Mitnahme gehören, bekomme ich nicht zu sehen, da ich mich nicht einloggen kann.

So kann man die Kunden auch am Ende einer Geschäftsbeziehung noch vergraulen...

So kann man die Kunden auch am Ende einer Geschäftsbeziehung noch vergraulen…

Safari meldete mir bei jedem Log In-Versuch, dass es „zu viele Weiterleitungen“ gäbe, Firefox war noch deutlicher: „Die Weiterleitung ist so gestaltet, dass die Seite nie geladen werden kann.“ Tja, viel deutlicher kann man es nicht auf den Punkt bringen.

Fazit: Ich bin ja so froh, dass ich diesen schlecht organisierten Provider hinter mir gelassen habe. Einen Vertrag mit O2 kann ich aus mehrjähriger Erfahrung niemandem empfehlen, denn verhältnismäßig hohen Kosten und extrem unflexiblen Vertragsbedingungen stehen – und das wurde vor ein paar Wochen erst hochoffiziell festgestellt (hier, hier, hier) – keine im Vergleich zur Konkurrenz nennenswerten Gegenleistungen gegenüber. Für mich hat sich der Wechsel gelohnt, denn ich bekomme für zwei Euro weniger bei völliger Vertragsfreiheit (monatlich kündbar, Telefonie-/SMS-/Daten-Flats einzeln jederzeit anpassbar etc.) bei Congstar ein gutes Netz (Telekom) – O2 weine ich indes keine Träne nach.

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Nike Running Club, ade! – Trainings-App, hallo!

Im gesamten letzten Jahr habe ich alle 365 Läufe mit der Nike Running Club-App getrackt. Im Gegensatz zu meiner Frau, bei der die App bei fast jedem Lauf einen Nervenzusammenbruch hatte, lief das eigentlich ziemlich gut, sehe ich von ein paar wenigen (es waren wirklich nur ganz vereinzelte Male) GPS-Irrungen ab, die allerdings nicht beim Lauf auftraten sondern bei der anschließenden visuellen Darstellung der gelaufenen Strecke. Ein Beispiel:

Der rote Strich sollte eigentlich eine ziemlich wilde Linie in dieser gelblich-grünlichen Farbe sein, doch bei der Darstellung sind diese Daten wohl nicht mehr korrekt verarbeitet worden.

Der rote Strich sollte eigentlich eine ziemlich wilde Linie in dieser gelblich-grünlichen Farbe sein, doch bei der Darstellung sind diese Daten wohl nicht mehr korrekt verarbeitet worden.

Bei diesem Lauf am 27. Dezember bin ich zuerst einige Runden durch den Ort Adelschlag (dort wohnen meine Schwiegereltern) gelaufen, während der mir meine Apple Watch auch brav alle 500 Meter ein akustisches und haptisches Signal gab. Somit ist für mich klar, dass die GPS-Erfassung während des Laufs einwandfrei klappte, nur bei der Verarbeitung der über fast 24 Kilometer angesammelten Daten ging dann etwas schief, was in der roten Linie resultierte. Auch ohne Konsum von Alkohol ist eine so gerade Linie ein Ding der Unmöglichkeit.

Wie schon geschrieben: Das sind Kleinigkeiten, die mir – zumindest meiner Wahrnehmung nach – keine Strecken verkürzt oder komplett gelöscht haben. Bei meiner Frau war das anders, sie hatte von Anfang an das Problem, dass die App beim Beenden des Laufs abstürzte. Wenn sie die App dann erneut öffnete, fehlten ganz oft die letzten 300, 500 oder auch mal 1.000 Meter. Das ärgert – um so mehr, wenn man mit einem festen Strecken-Ziel (z.B. 8 km) losgerannt war, das dann in der digitalen Darstellung nicht erreicht war (z.B. 7,6 km), obwohl vor Beendigung des Laufs der gewünschte Wert schon angezeigt (möglicherweise sogar schon übertroffen) worden war. Ärgerlich, sehr ärgerlich.

Mit dem neuen Jahr wechselten wir beide daher auf die in die Apple Watch integrierte Trainings-App. Ich hatte in den vergangenen Monaten meine Fahrten mit dem E-Bike (ich weiß, es ist ein Pedelec), das Schwimmen, das gelegentliche Yoga und mein Seilspringen getrackt, nun war es also nur noch ein kleiner Schritt, auch die Läufe mit dieser App zu verfolgen.

Was ich nicht erwartet hatte: Es ist viel besser als mit der NRC-App. Die GPS-Daten können ja nicht so extrem voneinander abweichen, schließlich werden sie vom gleichen Gerät (der Apple Watch) erfasst, doch die Auswertung ist um einiges feiner. Das kann ich natürlich wortreich beschreiben, eine kurze bildliche Gegenüberstellung ist aber viel einfacher und eindrucksvoller:

Der Wanderparkplatz bei Röthardt: Hier komme ich bei den meisten Läufen auf dem Hin- und Rückweg vorbei. Bei Nike sehen die beiden Wege in der GPS-Darstellung so aus.

Der Wanderparkplatz bei Röthardt: Hier komme ich bei den meisten Läufen auf dem Hin- und Rückweg vorbei. Bei Nike sehen die beiden Wege in der GPS-Darstellung so aus.

Die gleiche Passage bin ich heute früh gelaufen, meine Trainings-App der Apple Watch hat mir dann doch ein differenzierteres Bild ausgespuckt...

Die gleiche Passage bin ich heute früh gelaufen, meine Trainings-App der Apple Watch hat mir dann doch ein differenzierteres Bild ausgespuckt…

Die ersten und letzten paar hundert Meter meiner Läufe in Aalen gehen (fast) immer in kleinen Runden durch unser Wohngebiet. Natürlich überdecken sich dabei manche Linien im GPS. So bei Nike...

Die ersten und letzten paar hundert Meter meiner Läufe in Aalen gehen (fast) immer in kleinen Runden durch unser Wohngebiet. Natürlich überdecken sich dabei manche Linien im GPS. So bei Nike…

Und so in der Trainings-App meiner Apple Watch (die verschiedenen Farbtöne stellen das Tempo dar). Schon ein deutlicher Unterschied, oder?

Und so in der Trainings-App meiner Apple Watch (die verschiedenen Farbtöne stellen das Tempo dar). Schon ein deutlicher Unterschied, oder?

Ganz abgesehen von diesen Feinheiten in der GPS-Darstellung, die allein sicher noch kein Grund wären, ein System zugunsten eines anderen aufzugeben, ist die Darstellung in der Trainings-App am Ende einfach kompakter – und wesentlich besser könnte sie auch kaum gemacht sein: Fachkenntnis und Geschmack treffen sich hier in bestmöglicher Weise.

Alle Informationen an einem Ort versammelt – viel besser geht es nicht.

Alle Informationen an einem Ort versammelt – viel besser geht es nicht.

In der NRC-App ist die ganz banale Zeitangabe („Von wann bis wann bin ich gerannt?“) vor einiger Zeit rausgeflogen. Manchmal ist es aber zu einem späteren Zeitpunkt ganz interessant, zu sehen, ob man früh oder spät gerannt ist, wie die Uhrzeit mit dem Tempo korreliert etc. – das geht in der NRC-App gar nicht mehr, was sehr bedauerlich ist. Bei der Trainings-App werden die Daten ganz automatisch mitgeliefert.

Fazit: Der Umstieg hat sich schon nach fünf Tagen absolut rentiert, die Zeit mit der NRC-App war schön, aber ein Zurück kommt für mich nun nicht mehr in Frage. Dazu ist die Trainings-App auf der Apple Watch einfach zu gut.

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Ein Platz, 12 Monate – 11 – Dezember 2017

In diesem von Zeilenende initiierten Projekt wird ein Ort ein Jahr lang fotografisch begleitet, jeweils am letzten Sonntag im Monat wird der dann aktuelle Zustand hier präsentiert.

Jahreszeitlich bedingt sind draußen kaum mehr grüne Pflanzen zu sehen, Grau und Braun sind die dominierenden Farbtöne, dennoch bin ich in dieser Hinsicht vom Wechselspiel eher ungestresst – mit steigendem Alter nimmt man vieles einfach hin, was in den „Sturm und Drang“-Tagen gerne noch hochdramatisiert wurde. Was mir jedoch gefällt: Der Garten hat sich in den letzten anderthalb Jahren gut „gesetzt“, alles wirkt mehr so, als ob es genau so hätte sein sollen. Wenn noch drei oder vier Jahre ins Land gezogen sind, wird sich dieser Eindruck sicher noch deutlich verstärken. Vielleicht denke ich ja daran, dann gibt’s einen Nachtrag…

Ich bleibe auch am letzten Tag des Jahres 2017 den drei etablierten Perspektiven treu: (1) Von der Terrasse aus, (2) vom Rand des neu angelegten Abschnitts aus um die Hausecke, (3) vom Woodport aus auf die drei Etagen.

Von der Terrasse aus...

Von der Terrasse aus…

Vom Rand um die Hausecke...

Vom Rand um die Hausecke…

...und vom Woodport aus.

…und vom Woodport aus.

Die weiteren Teilnehmer und ihre spannenden Beiträge sind (oder werden noch) bei Zeilenende verlinkt.

Mir ist heute beim Anpassen der Titelzeile noch etwas aufgefallen: Summa summarum handelt es sich hierbei schon um den vorletzten Beitrag in dieser Kategorie. Für das kommende Jahr muss ich mir noch ein spannendes neues Projekt überlegen, die mich auf der fotografischen und eventuell auch bildbearbeitenden Ebene herausfordert. Auch das Zeitintervall ist nicht ganz unwichtig, denn der monatliche Abstand ist schon sehr lang, wobei die „52 Wochen“ vorher durchaus recht arbeitsintensiv waren. Vermutlich wird es der Mittelweg, aber noch ist nichts in trockenen Tüchern, ich habe ja noch einen guten Monat, um mir die Sache zu überlegen (und Vorschläge sind mir stets willkommen).

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Energie, Energie, Energie…

Seit Mitte Oktober befindet sich auf unserem Hausdach die lange ersehnte Photovoltaik-Anlage (ich berichtete), am 3. November wurde die Software (der sog. Smart Home Manager) entsprechend eingerichtet, seither kann ich jederzeit verfolgen, wieviel Energie wir erzeugen und verbrauchen.

Umdenken

Und wie so oft hat dieses neue Wissen auch gleich einen Einfluss auf die Art und Weise, wie Energie genutzt wird. Als ich das erste Mal sah, wieviel Energie der Herd schluckt, dachte ich mir insgeheim: Wenn wir ohnehin den Wohnbereich mit Holz heizen, dann kann ich das ja auch beim Zubereiten des Essens ausnutzen.

Selbst an trüben Tagen deckt die Photovoltaik locker unsere Grundlast ab – und wir „verkaufen“ auch noch den Überschuss...

Selbst an trüben Tagen deckt die Photovoltaik locker unsere Grundlast ab – und wir „verkaufen“ auch noch den Überschuss…

Hier sieht man, wie stark Waschmaschine und der Herd sich auswirken – da genügt die Photovoltaik nicht (das Beispiel ist natürlich jahreszeitlich nicht ideal gewählt, im Sommer könnte es sogar fast ausreichen).

Hier sieht man, wie stark Waschmaschine und der Herd sich auswirken – da genügt die Photovoltaik nicht (das Beispiel ist natürlich jahreszeitlich nicht ideal gewählt, im Sommer könnte es sogar fast ausreichen).

Klar, etwas mehr Zeit ist auf jeden Fall notwendig, manches geht auf dem Holzofen auch gar nicht (z.B. Gemüse scharf anbraten, das klappt nicht, weil die Energie nicht geballt genug in der Pfanne landet) – vieles andere bleibt unverändert.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Vor ein paar Tagen habe ich mir zum Mittagessen etwas tiefgefrorenen Spinat aufgewärmt, das war ein idealer Job für den Holzofen, der ohnehin zum Heizen des Hauses brannte. Gerade beim Auftauen hilft es ja nun auch gar nichts, sofort auf Stufe 9 am Herd zu gehen – ganz im Gegenteil: Bei Stufe 9 brennt höchstens die unterste Lage an, während darüber noch alles gefroren ist.

Der Spinat auf dem Holzofen – dauerte zwar etwas, schmeckte am Ende aber wie immer, nur ohne den Herd einzuschalten.

Der Spinat auf dem Holzofen – dauerte zwar etwas, schmeckte am Ende aber wie immer, nur ohne den Herd einzuschalten.

Also: Topf auf den Holzofen, alle zehn Minuten umgerührt, innerhalb von 35 Minuten (ich habe nebenher gearbeitet, daher war mir der Zeitaufwand wirklich egal) war alles fertig und ich konnte essen. (Gekauften) Strom musste ich für die Zubereitung gar keinen aufwenden.

Waschen und Spülen am Tag

Ich erinnere mich noch, als früher der „gute Nachtstrom“, also der mit vollstem Atomstrom erzeugte und durch die massiven Subventionen extrem billig abgegebene Strom, für die Wasch- und Spülmaschinen genutzt wurde. Meine Eltern (und alle Nachbarn) sowie meine Schwiegereltern haben das gemacht, zum Teil läuft das sicher auch heute noch unverändert weiter – kein Wunder, es ist immer noch billiger als nachhaltig erzeugte Energie (ein vollkommener Hohn!).

Durch den Solarstrom lassen wir auf jeden Fall Spül- und Waschmaschine während des späten Vormittags, des Mittags oder am frühen Nachmittag laufen, um die maximale Sonnenausbeute zu haben. Jetzt, Mitte November, ist durch das trübe und verhangene Wetter fast nie genug Solarpower vorhanden, um alles voll damit abzudecken, aber schon die Hälfte oder ein Drittel der Energie weniger bedeutet, dass bei der Endabrechnung mehr Geld zurück kommt.

Mini-Exkurs: Natürlich legen wir im Moment bei dem Modell etwas drauf, denn die Photovoltaik-Anlage ist gepachtet – zusammen kosten Pacht und die restlichen Energiekosten etwas mehr als vorher. Dafür mussten wir für die Anlage an sich und ihren Einbau überhaupt nichts zahlen, diesen Teil übernahm Naturstrom (das ist das Projekt SonnenDach). Einzig die Kosten von ca. 100 € bei den Stadtwerken für den neuen Stromzähler, der jetzt in beide Richtungen funktioniert, fielen für uns an. Wer sich für das Projekt interessiert, der klicke bitte hier.

Akku-Technologie

Die Einblicke in die Energieströme unseres Hauses haben mir vor Augen geführt, wie nützlich der (intelligente) Einsatz von Akku-Technologie in diesem Kontext ist. Ein schönes Beispiel ist meine Apple Watch. Da ich sie rund um die Uhr (hmmmm, fast schon ein Wortspiel…) trage, gibt es nur zwei geeignete Zeitfenster, um sie aufzuladen: Während des Rasierens und Duschens (also morgens zwischen 6:30 und 6:50 h) und am Abend, wenn ich auf dem Sofa „herunterfahre“ (ca. 20:15-21:30 h). Zu beiden Zeitpunkten ist aktuell keine Sonne am Himmel, also auch kein Solarstrom direkt verfügbar. Normalerweise würde das bedeuten, dass ich zu beiden Zeitpunkten Energie aus der Steckdose beziehen müsste.

Ich besitze aber schon seit einigen Monaten ein tragbares und mit einem Akku angetriebenes Lade-Gerät (hier) für die Apple Watch, das mir schon oft gute Dienste erwiesen hat. Dieses lade ich während der Sonnenstunden auf, benutze es aber erst in der Dunkelheit. Und so kann ich an dieser Stelle schon einmal die Menge an Strom, die ich einkaufen muss, reduzieren. Ein ganz vergleichbares Vorgehen ist auch für iPad und iPhone denkbar (und von beiden Gerätetypen gibt es im Haus gleich mehrere).

Energiewende fängt daheim an

Selbstverständlich habe ich Beispiele aus meinem privaten Alltag ausgewählt, die so unter Garantie nicht auf jeden zutreffen. Aber auch wenn die Politik uns ständig vorgaukeln möchte, dass die Energiewende ohne große gesetzliche Rahmensetzung und unglaublich viel Geld, das aus Sicht vieler Menschen besser für „wichtigere“ Dinge verwendet werden könnte, gar nicht möglich sei, der Alltag beweist, dass ein Umdenken und ein Anders-Handeln sehr wohl machbar ist, denn jeder kann an vielen kleinen Stellschrauben im Privaten drehen. Das schont neben der Umwelt auch den Geldbeutel. So kann jeder, der möchte, seinen eigenen Beitrag zur Energiewende leisten. Und ich kann von meiner Position aus sagen: Das fühlt sich ziemlich gut an.

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Der vierte Meilenstein 2017

Heute früh habe ich mit meinem üblichen Morgenlauf die Grenze von 4.000 gelaufenen Kilometern in diesem Kalenderjahr überschritten. In 258 Läufen mit einer Durchschnittsdistanz von 15,55 Kilometern sind laut meiner Apple Watch und der darauf laufenden Nike Running Club-App seit dem 1. Januar 2017 insgesamt 4.012,33 Kilometer zusammengekommen. Hui!

Meine übliche Statistik, die immer wieder ein paar Tage hinterher hinkt, sodass ich manchmal gar nicht merke, wie irgendein Meilenstein an mir vorbeizieht...

Meine übliche Statistik, die immer wieder ein paar Tage hinterher hinkt, sodass ich manchmal gar nicht merke, wie irgendein Meilenstein an mir vorbeizieht…

Eigentlich hatte ich mir die 4.000 als Jahresziel gesetzt. Aber ich denke mir keinesfalls: „Nun gut, dann kann ich ja aufhören…“ (Hehe, niemals!) Stattdessen habe ich mich darauf eingestellt, vielleicht die 5.200 Kilometer in diesem Jahr zu schaffen, das ergäbe dann einen Wochenschnitt von 100 Kilometern – ein faszinierender Gedanke. Und wenn ich mein bisheriges Laufpensum in groben Zügen beibehalten kann, werde ich theoretisch sogar mehr als diesen Wert erreichen, insofern gibt es sogar einen kleinen Puffer…

Rekorde an völlig unerwarteter Stelle

Am Mittwoch war es hier sehr windig, denn mein Namensvetter, das Sturmtief Sebastian fegte über Deutschland, auch und vor allem die Ostalb hinweg. Beim Laufen im Wald war das nicht zu übersehen, denn ständig musste ich über Zweige, Äste und „halbe Bäume“ springen (oder gleich im Bogen drum herum laufen). Und ich hatte Gegenwind, nicht durchweg, aber über einen guten Teil der Strecke. Entsprechend legte ich mich ins Zeug, um nicht gefühlt auf der Stelle kleben zu bleiben. Ohne es zu merken, legte ich dabei offensichtlich ein gutes Tempo vor, denn nach der Ankunft daheim ploppten einige Meldungen in der Nike Running Club-App auf:

Meine bisher schnellsten 10 Kilometer...

Meine bisher schnellsten 10 Kilometer…

...und meine schnellsten 5 Kilometer (die waren vermutlich Teil der vorher genannten 10 Kilometer, auch wenn es theoretisch separat möglich gewesen wäre)...

…und meine schnellsten 5 Kilometer (die waren vermutlich Teil der vorher genannten 10 Kilometer, auch wenn es theoretisch separat möglich gewesen wäre)…

...und – das hat mich wirklich umgehauen: mein schnellster Kilometer. Vorher lag der Wert bei 4:40 Minuten/Kilometer, jetzt ist er um 15 Sekunden gesunken.

…und – das hat mich wirklich umgehauen: mein schnellster Kilometer. Vorher lag der Wert bei 4:40 Minuten/Kilometer, jetzt ist er um 15 Sekunden gesunken.

Das beweist natürlich nur eines: Gegenwind fühlt sich blöd an, er kann aber auch zu erstaunlichen Leistungen führen. Insgesamt war der Lauf wirklich flink und aufregend, im Gegensatz zu sonst (Hörbücher) habe ich Musik gehört, was sicherlich durch die erhöhte Regelmäßigkeit der Schritte zu einer höheren Effizienz führte.

Juhu! Das Tempo über die Strecke hat mich selbst mehr als nur ein bisschen überrascht!

Juhu! Das Tempo über die Strecke hat mich selbst mehr als nur ein bisschen überrascht!

Schwimmen

In der letzten Zeit habe ich mich etwas intensiver mit dem Schwimmen angefreundet. Ich hasse es nach wie vor, wenn mir Wasser ins Ohr läuft, weshalb ich nicht kraule (obwohl ich als ehemaliger Vereinsschwimmer schon weiß, wie das geht). Bei Decathlon habe ich mir eine billige (unter 10€) Schwimmbrille und ein klein zusammenrollbares Microfaser-Handtuch gekauft. Das packe ich (nebst der Badehose, ts ts ts, was ihr schon wieder denkt!) ein, wenn ich weiß, dass mein Stundenplan ein Loch hat. Von meiner in der Nähe der Aalener Innenstadt gelegenen Schule zum Bad bin ich mit dem Rad in knapp vier oder fünf Minuten gelangt, das Ticket zu lösen und das Umziehen dauern zusammen fünf Minuten, dann geht’s ab ins Wasser und 1,5-2 Kilometer später wieder raus und zurück in den Unterricht.

Am ohnehin rekordträchtigen Mittwoch bin ich nach dem Unterricht ins Hallenbad geradelt, also ohne wirklichen Zeitdruck, um zwei Kilometer zu schwimmen. Irgendwann kurz vor Ende habe ich mich verzählt, sodass ein paar Meter mehr draus wurden. Aber ich bin sehr zufrieden, denn das schont Füße, Knie und Wirbelsäule – so ein Ausgleich ist bei dem vielen Gerenne schon sinnvoll.

Mit der selbstverständlich wasserdichten Apple Watch habe ich mein Schwimmtraining verfolgt. Ich bin noch sehr langsam, aber es macht Spaß und bietet einen Ausgleich zu meinen sonstigen Aktivitäten.

Mit der selbstverständlich wasserdichten Apple Watch habe ich mein Schwimmtraining verfolgt. Ich bin noch sehr langsam, aber es macht Spaß und bietet einen Ausgleich zu meinen sonstigen Aktivitäten.

Danach war ich dann so platt, dass ich abends noch während der ersten MacGyver-Folge lediglich von einem Sekundenschlaf zum nächsten vegetierte. Als mein Kopf das Kopfkissen dann schlussendlich berührte, dauerte es höchstens noch ein paar Sekunden, bis ich komplett „aus“ war.

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Autsch, nein: Doppelautsch!

Heute war die vorbereitende Konferenz in der Schule, die sog. GLK (Gesamt-Lehrer-Konferenz), gleich gefolgt von einer Fachschaftssitzung, alles wie zu Beginn jedes Schuljahrs. Als ich mich dann gegen 14:30 h auf mein Rad schwang, war ich ganz zufrieden mit dem Verlauf und zischte los. Auf halber Strecke passierte es dann: Eine Biene war der Meinung, sich unter dem Rand meines Helms einklemmen zu müssen. Ich fühlte sie landen, sich einklemmen – und dann kam das erste Autsch!

Also: Vollbremsung, Sprung vom Pedelec, Helm öffnen und das Tier von mir wegwedeln. Nur: Eine Biene bleibt ja mit dem Stachel hängen. Also begann ich, mit dem Helmrand auf meine Schläfe einzudreschen, um das Vieh zu zerquetschen. Das klappte dann auf den dritten oder vierten Anlauf auch.

Ohne Spiegel oder andere Hilfsmittel setzte ich die Fahrt erst einmal fort, es waren nur noch vier oder fünf Minuten nach Hause. Dort angekommen gab es erst einmal einen Blick in den Spiegel, dann die Entfernung des Stachels, dann – endlich – ein Kühlpack.

Autsch! Das tat weh! Aber das war ja nur der erste Streich...

Autsch! Das tat weh! Aber das war ja nur der erste Streich…

Und dann kam Fenistil, und ein paar Minuten später noch einmal. Und nochmals ein paar Minuten später noch eine Ladung. Das funktionierte erstaunlich gut, denn schon bald (weniger als 20 Minuten) war die Schwellung fast vollständig abgeklungen.

So, mittlerweile – ein paar Stunden später – ist vom Bienenstich so gut wie gar nichts mehr zu erkennen. Dafür habe ich zwei Beulen am Haaransatz, wo ich mich mit dem Helm getroffen habe…

Tja, wer zielen kann, ist eindeutig im Vorteil...

Tja, wer zielen kann, ist eindeutig im Vorteil…

Tja, neben dem Stich gleich noch die Beulen – das ist wahre schwäbische Sparsamkeit: Drei zum Preis von einem…

P.S.: Als ich da auf dem Fahrradweg neben der Ziegelstraße stand und auf meine Birne eindrosch, hielt doch gleich eine Autofahrerin an und fragte mich ganz besorgt, was los sei. Das war wirklich sehr nett, auch wenn ich gar keine Hilfe benötigte.

P.P.S.: Dieses Erlebnis war auch gleich der Test, ob ich auf Insektenstiche allergisch reagiere. Zum Glück war dies nicht der Fall!

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Spaziergang am Morgen

Was für ein Ausblick – und das Wetter sieht auch vielversprechend aus!


Nach meinem durchweg erfrischenden („9–10 Grad Celsius, Baby!“) Morgenlauf brachte ich heute unser Auto zum Kundendienst, der turnus- und gefühlsgemäß an der Zeit war. Den gut dreieinhalb Kilometer langen Heimweg trat ich zu Fuß an, jedoch in viel gemütlicherem Tempo als vorher. Außerdem gönnte ich mir noch eine heiße Schokolade beim Bäcker, der auf dem Weg lag.

Als ich nach den ersten drei Kilometern ungefähr auf der Höhe unseres Hauses angekommen war, ließ ich mich für einen Moment auf einer Bank nieder und wartete darauf, dass mein Puls wieder in einen normalen Bereich zurückkehrte (der Anstieg davor ist recht kräftig) — und schoss das Foto. Heute Abend darf ich den Weg auch wieder in die andere Richtung absolvieren. Vielleicht nehme ich die ganze Familie mit, wir essen ein Eis und holen dann das Auto ab. Mal sehen! Schönen Dienstag euch allen!

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