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Der vierte Meilenstein 2017

Heute früh habe ich mit meinem üblichen Morgenlauf die Grenze von 4.000 gelaufenen Kilometern in diesem Kalenderjahr überschritten. In 258 Läufen mit einer Durchschnittsdistanz von 15,55 Kilometern sind laut meiner Apple Watch und der darauf laufenden Nike Running Club-App seit dem 1. Januar 2017 insgesamt 4.012,33 Kilometer zusammengekommen. Hui!

Meine übliche Statistik, die immer wieder ein paar Tage hinterher hinkt, sodass ich manchmal gar nicht merke, wie irgendein Meilenstein an mir vorbeizieht...

Meine übliche Statistik, die immer wieder ein paar Tage hinterher hinkt, sodass ich manchmal gar nicht merke, wie irgendein Meilenstein an mir vorbeizieht…

Eigentlich hatte ich mir die 4.000 als Jahresziel gesetzt. Aber ich denke mir keinesfalls: „Nun gut, dann kann ich ja aufhören…“ (Hehe, niemals!) Stattdessen habe ich mich darauf eingestellt, vielleicht die 5.200 Kilometer in diesem Jahr zu schaffen, das ergäbe dann einen Wochenschnitt von 100 Kilometern – ein faszinierender Gedanke. Und wenn ich mein bisheriges Laufpensum in groben Zügen beibehalten kann, werde ich theoretisch sogar mehr als diesen Wert erreichen, insofern gibt es sogar einen kleinen Puffer…

Rekorde an völlig unerwarteter Stelle

Am Mittwoch war es hier sehr windig, denn mein Namensvetter, das Sturmtief Sebastian fegte über Deutschland, auch und vor allem die Ostalb hinweg. Beim Laufen im Wald war das nicht zu übersehen, denn ständig musste ich über Zweige, Äste und „halbe Bäume“ springen (oder gleich im Bogen drum herum laufen). Und ich hatte Gegenwind, nicht durchweg, aber über einen guten Teil der Strecke. Entsprechend legte ich mich ins Zeug, um nicht gefühlt auf der Stelle kleben zu bleiben. Ohne es zu merken, legte ich dabei offensichtlich ein gutes Tempo vor, denn nach der Ankunft daheim ploppten einige Meldungen in der Nike Running Club-App auf:

Meine bisher schnellsten 10 Kilometer...

Meine bisher schnellsten 10 Kilometer…

...und meine schnellsten 5 Kilometer (die waren vermutlich Teil der vorher genannten 10 Kilometer, auch wenn es theoretisch separat möglich gewesen wäre)...

…und meine schnellsten 5 Kilometer (die waren vermutlich Teil der vorher genannten 10 Kilometer, auch wenn es theoretisch separat möglich gewesen wäre)…

...und – das hat mich wirklich umgehauen: mein schnellster Kilometer. Vorher lag der Wert bei 4:40 Minuten/Kilometer, jetzt ist er um 15 Sekunden gesunken.

…und – das hat mich wirklich umgehauen: mein schnellster Kilometer. Vorher lag der Wert bei 4:40 Minuten/Kilometer, jetzt ist er um 15 Sekunden gesunken.

Das beweist natürlich nur eines: Gegenwind fühlt sich blöd an, er kann aber auch zu erstaunlichen Leistungen führen. Insgesamt war der Lauf wirklich flink und aufregend, im Gegensatz zu sonst (Hörbücher) habe ich Musik gehört, was sicherlich durch die erhöhte Regelmäßigkeit der Schritte zu einer höheren Effizienz führte.

Juhu! Das Tempo über die Strecke hat mich selbst mehr als nur ein bisschen überrascht!

Juhu! Das Tempo über die Strecke hat mich selbst mehr als nur ein bisschen überrascht!

Schwimmen

In der letzten Zeit habe ich mich etwas intensiver mit dem Schwimmen angefreundet. Ich hasse es nach wie vor, wenn mir Wasser ins Ohr läuft, weshalb ich nicht kraule (obwohl ich als ehemaliger Vereinsschwimmer schon weiß, wie das geht). Bei Decathlon habe ich mir eine billige (unter 10€) Schwimmbrille und ein klein zusammenrollbares Microfaser-Handtuch gekauft. Das packe ich (nebst der Badehose, ts ts ts, was ihr schon wieder denkt!) ein, wenn ich weiß, dass mein Stundenplan ein Loch hat. Von meiner in der Nähe der Aalener Innenstadt gelegenen Schule zum Bad bin ich mit dem Rad in knapp vier oder fünf Minuten gelangt, das Ticket zu lösen und das Umziehen dauern zusammen fünf Minuten, dann geht’s ab ins Wasser und 1,5-2 Kilometer später wieder raus und zurück in den Unterricht.

Am ohnehin rekordträchtigen Mittwoch bin ich nach dem Unterricht ins Hallenbad geradelt, also ohne wirklichen Zeitdruck, um zwei Kilometer zu schwimmen. Irgendwann kurz vor Ende habe ich mich verzählt, sodass ein paar Meter mehr draus wurden. Aber ich bin sehr zufrieden, denn das schont Füße, Knie und Wirbelsäule – so ein Ausgleich ist bei dem vielen Gerenne schon sinnvoll.

Mit der selbstverständlich wasserdichten Apple Watch habe ich mein Schwimmtraining verfolgt. Ich bin noch sehr langsam, aber es macht Spaß und bietet einen Ausgleich zu meinen sonstigen Aktivitäten.

Mit der selbstverständlich wasserdichten Apple Watch habe ich mein Schwimmtraining verfolgt. Ich bin noch sehr langsam, aber es macht Spaß und bietet einen Ausgleich zu meinen sonstigen Aktivitäten.

Danach war ich dann so platt, dass ich abends noch während der ersten MacGyver-Folge lediglich von einem Sekundenschlaf zum nächsten vegetierte. Als mein Kopf das Kopfkissen dann schlussendlich berührte, dauerte es höchstens noch ein paar Sekunden, bis ich komplett „aus“ war.

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Solera (mal wieder) im Stephen King-Fieber

Damit ging's wieder los...

Damit ging’s wieder los…

In den letzten Wochen (eigentlich sind es schon mehrere Monate) habe ich mehrere Romane und Kurzgeschichten (auch Sammlungen von Kurzgeschichten) von Stephen King gelesen und gehört. Zum Teil handelte es sich dabei um mir bereits bekannte Hörbücher, die ich in den letzten Jahren schon gelesen, dann gehört und zum Teil sogar in diesem Blog rezensiert hatte. Wieso hörte ich die Geschichten also noch einmal, wenn es doch so vielen neuen (Lese-/Hör-) Stoff auf der Welt zu entdecken gibt?

On Writing

Die Antwort ist einfach, und ich habe sie mit dem Bild oben auch schon verraten: An erster Stelle stand das teils autobiographische, teils anleitende Werk „On Writing. A Memoir of the Craft.“ In diesem höchst interessanten und auch noch vom Autor selbst gelesenen Abriss über seine eigene Biographie (vor allem im Bezug auf die ihn hinsichtlich der Schriftstellerei prägenden Ereignisse) und diverse schreibstellerische Fertigkeiten touchiert er natürlich immer wieder eigene Werke, beschreibt die Umstände ihrer Entstehung, weist auf Besonderheiten hin, erläutert die Probleme, die er beim Schreiben mit dem jeweiligen Werk hatte, und was ihn da wieder herausgebracht hat. All das war so faszinierend, so unprätentiös und gleichzeitig anregend, dass ich mir die Werke gleich wieder anhören musste, zumindest so ich ihre Hörbücher schon besaß. Und dann hörte ich mir „On Writing“ gleich noch einmal an – aktuell bin ich tatsächlich im dritten Durchgang, den ich beispielsweise zum Kochen laufen lasse.

Gedruckt vs. Hörbuch

Huch! Ein „analoges“ Buch in meinem Haushalt... (Spaß beiseite, da gibt's noch ein paar Schränke voll...)

Huch! Ein „analoges“ Buch in meinem Haushalt… (Spaß beiseite, da gibt’s noch ein paar Schränke voll…)

Das Buch hatte ich in der deutschen Übersetzung schon vor fast zehn Jahren einmal gelesen. Es hatte mir auch schon gefallen, doch in der Hörbuch-Fassung, die vom „Meister“ selbst gelesen wurde, wirkt alles stringenter und authentischer. Gerade weil alle Betonungen „genau so“ gewollt sind, weil der Tonfall „genau dem“ entspricht, was der Autor beim Tippen im Sinn hatte. Fantastisch! Jedem, der auch nur ein mäßiges Englisch beherrscht, sei dieses Hörbuch im Original ans Herz gelegt. Es ist gerade heraus, offen und ehrlich, man (besser: ich) möchte einfach lauschen und merkt überhaupt nicht, wie die Zeit vergeht, während eine überaus faszinierende Geschichte um einen herum ausgebreitet wird.

Welche SK-Romane bzw. -Geschichten habe ich mir also angehört?

Da kam schon so einiges zusammen, was sich aber beim Laufen gut unterbringen ließ (außerdem entspannt mich das, wenn ich bereits vertraute Geschichten beim Laufen höre, dann muss ich mich nicht auf jedes einzelne Wort konzentrieren):

  • „Todesmarsch“ (insgesamt schon das dritte Mal)
  • „Carrie“ (das Erstlingswerk, mit dem er seinen Durchbruch schaffte)
  • „Der Fluch“ („Thinner“, davon gibt es auch eine recht gut Verfilmung)
  • „Rita Hayworth and the Shawshank Redemption“ (kennt man im Deutschen als „Die Verurteilten“, gleich zweimal auf Englisch, früher schon fünf oder sechs Mal in der deutschen Fassung gehört)
  • „Glas“ (der vierte Teil der „Dunkler Turm“-Reihe)
  • „Dreamcatcher“ (deutsch: „Duddits“ – die Verfilmung ist gut, aber man versteht sie nur, wenn man das Buch kennt, sonst ist es ein gänzlich überzogener Horror-Science Fiction-Müll)
  • „Basar der bösen Träume“ (die ersten paar Kurzgeschichten hatte ich schon mehrfach gehört, aber dieses Mal habe ich ganz bereitwillig bis zum Schluss alles in mich aufgesogen)

Parallel dazu lese ich mich gerade durch die Kurzgeschichten-Sammlung „Skeleton Crew“ (auf Deutsch, aber der Titel der deutschen Fassung lautet „Blut“, was irgendwie so gar nicht passt…), in der gleich zu Beginn „Der Nebel“ steht (wurde verfilmt). Danach kommen „Cujo“ und „Tommyknockers“ dran. Danach muss ich wieder in die „Dunkle Turm“-Welt eintauchen, sonst gehen mir die Anknüpfungspunkte am Ende noch verloren. Hach, der Mann hat einfach zu viele gute Bücher geschrieben!

Fazit

Ich habe nicht die Absicht, Schriftsteller zu werden. Aber der kreative Prozess, den ich im musikalischen Bereich ja immer wieder einsetze, fasziniert mich unglaublich. Und wenn etwas meine Aufmerksamkeit so fesselt, dann packt mich diese Sache meist mit Haut und Haaren. So ist es hier ganz offensichtlich passiert. Und es fühlt sich gut an, nicht nur als schönes Gegengewicht zum Arbeitsalltag.

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Song des Tages (353) – 2017-08-31

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. An der einen oder anderen Stelle habe ich es ja schon einmal erwähnt, dass ich in San Francisco geboren wurde. Dafür kann ich nichts, es hat – bis auf eine kurze Phase in der Grundschule, in der ich allen Leuten genau das auf die Nase binden musste (und damit fürchterlich genervt habe) – erstaunlich wenig Einfluss auf mein Leben gehabt, denn der Geburtsort ist nun einmal eine weitgehend vom restlichen Lebensweg entkoppelte Angelegenheit. Dennoch handelt es sich bei San Francisco um eine wundervolle Stadt. Meiner Meinung nach liegt das vor allem daran, dass es eine zumindest teilweise unamerikanische Stadt ist, die aufgrund ihrer Lage schon immer einen stark multikulturellen Anstrich hatte, der sich als so belebend erwiesen hat, dass die Einwohner bis heute auf ihre eigene Art daran festhalten.

Bereits am 16. Oktober 2016 hatte ich einen Song über San Francisco hier als Song des Tages aufgeführt, damals war es der einzigartige Tony Bennett mit „I Left My Heart In San Francisco“, heute ist es das vermutlich bekannteste Stück aller Zeiten über diese Stadt und den sog. Summer of Love. Vor fast exakt fünf Jahren, am 18. August 2012, verstarb Scott McKenzie, dessen Stück mein Herz jedes einzelne Mal höher schlagen lässt, wenn nur die ersten paar Takte erklingen: „San Francisco (Be Sure To Wear Some Flowers In Your Hair)“:

Vor etwas mehr als einem Jahr ging ein von allen sehr geschätzter Kollege von meiner Aalener Schule in den Ruhestand. Er wünschte sich zum Abschied dieses Stück, gleichzeitig wollte er sich nicht vom gesamten Kollegium ein Ständchen singen lassen, vermutlich fürchtete er, nicht mehr ganz Herr seiner Emotionen bleiben zu können. Also „entführte“ ich ihn kurzerhand in meinen Musikraum, setzte mich ans Klavier, drückte ihm die Noten in die Hand – und wir sangen dieses Stück als Duett, nur für uns. Das war wirklich schön.

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Song des Tages (349) – 2017-08-27

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Fernsehserien haben oft ja einen gewissen Kultstatus, den man auch als „Nicht-Gläubiger“ meist mitbekommt, selbst wenn man von der Serie so gut wie nichts weiß. In meinem Fall verhält es sich so mit der Serie Akte X : Meine Schwester war zumindest in ihrer Jugend eine Zeit lang ein riesiger Fan und kennt vermutlich noch immer jede einzelne Folge, ich dagegen habe bislang nur den ersten Kinofilm (und mag ihn im Gegensatz zu vielen anderen) und den zweiten (den ich allerdings nie wieder ansehen muss) sowie die ersten zwei Folgen angesehen. Das war’s auch schon.

Die Serie interessiert mich als Science Fiction-Fan (ich weiß schon, Akte X ist eher Mystery, dennoch gibt es wohl immer wieder Berührungspunkte) aber, also habe ich mir letztes Jahr die komplette Serie als DVD-Pack gekauft (und meiner Schwester ebenfalls zu ihrem Geburtstag geschenkt, damit sie wieder in nostalgische Gefilde eintauchen kann, sollte es mal nötig sein…). Nur mit dem Angucken hat es bis heute nicht so recht geklappt (eben nur die ersten zwei Folgen).

Das musikalische Aushängeschild der Serie, der zu Beginn der Folgen abgespielte Theme-Song (na ja, hier eher ein Instrumentalstück) ist mir sehr gut vertraut und somit zum heutigen Song des Tages avanciert:

Da stimmt einfach alles: Die ausgewählten Sounds klingen geheimnisvoll und mysteriös, das Thema bleibt zwar im Ohr, ist aber trotzdem irgendwie schwer greifbar. Gelungener kann man den Start in eine weitere Episode einer Science Fiction-/Mystery-Serie nicht gestalten.

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Song des Tages (348) – 2017-08-26

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Heute ist mal wieder Klassiker-Zeit, aber nicht im Sinne klassischer Musik sondern im Sinne zeitloser Klassiker der Popmusik. Santana war bereits zweimal in dieser illustren Runde mit — ebenfalls zeitlosen —Klassikern vertreten, der heutige Song des Tages ist das womöglich bekannteste Stück des Superstars: „Oye Como Va“:

Als ich noch als Instrumentallehrer tätig war, spielte ich mit einigen fortgeschrittenen Schülern eine recht gelungene Play along-Fassung dieses einmaligen Stücks. Und jedes einzelne Mal dachte ich mir: „Hach, und gleich noch ein paar Durchgänge — nur für mich!“

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Song des Tages (347) – 2017-08-25

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. 2005 trat ich meine erste Planstelle an, damals an einer sehr speziellen Schule in Schwäbisch Gmünd. Noch im ersten Schuljahr gab es eine Musical-Aufführung, die aus einer großen Anzahl einzelner Musikstücke aus den unterschiedlichsten Musicals zusammengestellt war. Arrangieren durfte diese Stücke zu 90 Prozent ich, was mir das zweite Halbjahr ordentlich versüßte… (Im Grunde ist Arrangieren eine herrliche Tätigkeit, doch unter Zeitdruck neben der ersten festen Stelle an einer Hochbegabtenschule und das mit dem ersten Kind daheim – irgendwie büßte die Tätigkeit da ihren Reiz zumindest teilweise ein.)

Eine der von mir für Big Band und Chor arrangierten Nummern war der heutige Song des Tages, eine fantastische Mischnummer aus pathetischem Bombast und funkigen Beats. Es handelt sich nebenbei auch um ein weithin bekanntes Stück des Komponisten- und Texter-Duos *Andrew Lloyd Webber/Tim Rice: „Superstar“ aus „Jesus Christ Superstar“*:

Das restliche Musical habe ich bis heute immer nur in kurzen Ausschnitten und auch nur ausschnittsweise angehört. Dennoch kann ich vermutlich schon aus dieser kleinen Stichprobe sehr sicher feststellen, dass „Superstar“ mein Favorit aus dem Gesamtwerk ist.

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Song des Tages (346) – 2017-08-24

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Bereits in meiner Jugend war ich ein großer Simply Red-Fan, vermutlich hat mich mein ältester Bruder mit diesem Virus infiziert, denn er hörte, kaum dass er sich im Haus allein fühlte, auf seiner Stereo-Anlage ganz laut all jene Stücke, die auch ich bis heute zu meinen Favoriten zähle. Sie stammten überwiegend aus den Alben „A New Flame“ und „Picture Book“, beides großartige Stücksammlungen einer hervorragenden Band.

Als ich mich schon aus dem musikalischen Einflussbereich meines Bruders begeben und einen weitgehend eigenständigen Musikgeschmack entwickelt hatte, erschien das Album „Stars“ — und dieses Album ist randvoll mit musikalischen Juwelen. Trotz dieser Überfülle an tollen Stücken hängt mein Herz besonders am Titeltrack. Und daher ist der heutige Song dds Tages natürlich „Stars“ von *Simply Red*:

Mein einziges Live-Erlebnis dieser Band war an einem warmen Sommerabend auf dem Münsterplatz in Ulm. Die Band kam, spielte und räumte gnadenlos ab, so gut war sie. Der prall gefüllte Platz sang stundenlang im Unisono einen Hit nach dem anderen mit. Es war fantastisch! Nach dem „Symphonicities“-Konzert von Sting war dies wohl mein eindrucksvollstes Konzerterlebnis.

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Song des Tages (345) – 2017-08-23

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Vor ein paar Tagen durften unsere Kinder zum ersten Mal den Film „Das Leben des Brian“ auf DVD ansehen. Auch für mich war das letzte Angucken geradezu unverschämt lange her, umso mehr konnte ich den erneuten Durchgang genießen (ich habe den Film früher ein paar Mal zu oft gesehen, sodass eine gewisse Abstinenz ganz gut war). Am Ende kann man festhalten: Unser Großer (11) war sehr angetan, die zwei Mädels (9 und 7) waren noch etwas zurückhaltend, aber auch sie lachten einige Male laut schallend und im ganzen Haus hörbar. So falsch kann die Filmauswahl also nicht gewesen sein.

Zum Thema *Song des Tages*: Der Anfangssong, der während der (damals sicher noch per Hand gezeichneten) Animationen läuft, war mir früher immer völlig „schnuppe“ gewesen, vermutlich habe ich ihn auf der VHS-Kassette (ja, ich bin so alt) noch überspult. Beim diesmaligen Durchgang fiel mir auf, was für ein genialer Song das ist. Der heutige Song des Tages ist demzufolge der „Brian-Song (Part II)“ von Monty Python:

Dem Song haftet die Wildheit einiger funkiger Musical-Nummern an, die sofort viel Energie freisetzen und zum Tanzen animieren. Gleichzeitig habe ich immer den Eindruck, dass es damals noch nicht so sehr um den Kommerz gegangen sein kann wie heute, da dann doch die Musik viel individueller war. Heute muss ein Musical von vorne bis hinten auf Erfolg getrimmt sein, damit der Rubel rollt. Wenn das nicht binnen weniger Tage/Wochen klappt, wird das Stück sofort wieder abgesetzt und verschwindet sang- und klanglos in der Versenkung. Schade, denn manche Stücke bräuchten einfach etwas mehr Zeit, damit das Publikum damit warm werden kann – die wird heute nicht mehr (oder nur noch in sehr geringem Umfang) gewährt.

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Song des Tages (344) – 2017-08-22

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Mit Drogen habe ich grundsätzlich nichts am Hut, Alkohol trinke ich nur gelegentlich und dann meist in sehr geringen Mengen. Insofern gehöre ich sicher nicht zur Zielgruppe des heutigen Songs des Tages, was mich aber nicht davon abhält, ihn ob seiner entspannten Stimmung wegen zu mögen.

Üblicherweise sollte der Song wohl Teenager ab der achten Klasse ansprechen, doch da ich auch Filmen wie „Grasgeflüster“ oder „Road Trip“ etwas abgewinnen kann, gehöre ich wohl zur Gruppe der Leicht-zu-Amüsierenden. Egal, viel Spaß mit Afroman und seinem Hit „So High“!

Als ich in der zehnten Klasse war, gehörte es fast schon zum guten Ton, dass irgendein cooler Typ in unserer Klasse mindestens einmal im Monat einen Lehrer in eine Diskussion über die Legalisierung von Marihuana zu verwickeln suchte. Üblicherweise verlief die Sache nach wenigen Minuten im Sande, denn die Argumentation seitens der Schülerschaft war höchst oberflächlich – grundsätzlich war die Angelegenheit nur einem Bruchteil der mit Feuereifer diskutierenden Mitschüler wirklich wichtig. Aber die möglichst lang ausgedehnte Diskussion sorgte dafür, dass der reguläre Unterricht zumindest gestört, aufgeschoben oder gar verhindert wurde, gelegentlich gelang das tatsächlich.

Erst vor ein oder zwei Monaten versuchten die Schüler einer meiner neunten Klassen, mich in eine ähnliche Diskussion zu verwickeln. Ich wählte einen Ansatz, der mich kontrolliert binnen maximal zweier Minuten wieder von diesem lästigen Ablenkungsmanöver erlöste: Ich legte dar, dass ich ohnehin keinen Einfluss auf die Legislative hätte, eine vertiefende Diskussion mit mir als Nicht-Konsument und Nicht-Interessierten kaum zielführend wäre. Fall erledigt. Aber ich bin mir ja fast sicher, dass irgendeine Partei im Wahlkampf wieder mit der Thematik ankommt, um verzweifelt um die Stimmen einzelner Erstwähler zu werben. Meine tatsächliche Position ist tatsächlich zweigespalten:

  • Einerseits bin ich kein Freund von Drogen, daher müsste ich eine Legalisierung von Marihuana grundsätzlich ablehnen. Noch dazu halte ich Marihuana persönlich für eine Einstiegsdroge, die einen späteren Umstieg auf stärkere bzw. härtere Alternativen erleichtern kann.
  • Andererseits ist es eine Illusion, davon auszugehen, dass ein Verbot den Konsum unterbinde (faktisch ist es ja so, dass dieser Zustand heute gegeben ist). Und um den Konsum unter eine gesetzlich geregelte Qualitätskontrolle zu stellen und als positiven Nebeneffekt auch noch Steuergelder aus diesem Geschäft für den Staat abzuzweigen (Stichwort: Tabaksteuer), wäre eine Legalisierung sicher denkbar, wenn nicht gar sinnvoll. Die Erfahrungen der letzten ein bis zwei Jahre in den Staaten der USA, die eine Legalisierung durchgesetzt haben, scheinen in diese Richtung zu weisen.

Wie steht ihr dazu? – Egal wie: genießt den Song noch einmal, bevor ihr euch ins Getümmel des Dienstags stürzt!

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Podcast-Empfehlung: „Sparkletack“

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„Sparkletack – The San Francisco History Podcast“ von Richard Miller – ein absolutes Muss für alle Fans dieser einmaligen Stadt!

Vor ein paar Jahren entdeckte ich über eine Empfehlung in einer Zeitschrift oder einem Buch den Podcast „Sparkletack“. Der Titel ist ein reines Fantasiewort, denn sparkle heißt so viel wie „glitzern, leuchten“, und tack ist eine „Reißzwecke“. Mit dem Thema des Podcasts hat beides nichts zu tun, denn dieser Podcast hat nur ein zentrales Thema: Die Stadt San Francisco.

Da ich dort geboren bin und es sich gleichzeitig um die schönste Stadt der Welt handelt, existiert tief in mir ein profundes Interesse an der Stadt. Ich war auch schon einige Male dort, allerdings lange nicht so oft, wie ich es gerne hätte – doch Fliegen ist teuer und äußerst unökologisch, zwei aus meiner Sicht starke Faktoren, die gegen allzu häufige Besuche sprechen.

Richard Miller

Die Podcast-Serie wurde ins Leben gerufen und komplett produziert von Richard Miller, einem Ex-Bewohner von San Francisco, den sein Beruf bereits vor acht Jahren weiter in den Norden, nach Portland in Oregon, verfrachtet hat. Aus seiner Liebe zu dieser Perle aller Städte erwuchs eine wundervolle Sammlung von Episoden, die San Francisco aus den unterschiedlichsten Sichtweisen portraitieren.

Worum geht’s?

Die ca. 100 Episoden behandeln so vielseitige Themen wie:

  • Eigenheiten des Essens und Trinkens in San Francisco
  • Sehenswürdigkeiten, die entweder jeder oder aber keiner kennt
  • Die Geschichte der Stadt
  • Historische Persönlichkeiten von Interesse

Jede Folge ist liebevoll recherchiert und eingesprochen worden – hört man sie der Reihe nach durch, merkt man, wie Richard Miller von Episode zu Episode sicherer und routinierter wird. Die Episodenlänge variiert sehr stark, denn es gibt kurze Episoden, die nur fünf oder sechs Minuten dauern, denen wiederum lange Episoden mit einer Spielzeit von gut 40 Minuten gegenüberstehen.

Gerne immer wieder…

Vor Jahren habe ich alle Folgen der Reihe nach durchgehört, immer wieder lade ich mir entweder einzelne Episoden oder doch gleich alle und höre mir meine persönlichen Highlights wieder an. Gerade im August, wenn der Arbeitsdruck bei mir geringer ist, schätze ich es sehr, mich wieder in diese nostalgische Stimmung versetzen zu lassen.

Wo gibt’s den „guten Stoff“?

Sollte ich nun jemandem Appetit auf „Sparkletack“ gemacht haben, wäre es mir persönlich eine große Freude. Zu finden ist der Podcast entweder (für die Apple-Nutzer) direkt in der Podcast-App von Apple (Teil von iOS, einfach bei der Suchfunktion den Titel eingeben und die Folgen laden/streamen) oder auf der Homepage sparkletack.com

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