Schlagwort-Archive: Schule

Frühjahrsmüdigkeit

Augenringe sind doch eh nur Einbildung...

Augenringe sind doch eh nur Einbildung…

Aktuell verspüre ich tagtäglich die Auswirkungen einer deutlichen Frühjahrsmüdigkeit: Die Tage werden länger, das Arbeitspensum ist gerade recht hoch, doch durch das verlängerte Tageslicht bin ich bei gleicher Uhrzeit für das Aufstehen etwas später im Bett. Das macht sich bemerkbar. Vor allem beim Korrigieren, das im Moment auch verstärkt ansteht. Heute sitze ich am vierten Test in vier Tagen, das schlaucht, denn die Konzentration muss nun einmal da sein, die Schüler wollen schließlich möglichst gleich behandelt werden. Irgendwann stößt aber auch Koffein an seine Grenzen. Wie immer kommt dann (also bei der Kombination von Müdigkeit und Korrekturen) eine schier unbändige Lust auf Süßes in mir auf. Doch noch halte ich sie ganz brav im Zaum. Noch…

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Song des Tages (202) – 2017-04-01

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Am vergangenen Dienstag saß einer meiner Schüler im Unterricht und „litt“ ganz offensichtlich unter einem sehr fest sitzenden Ohrwurm. Immer und immer wieder presste er die Titelzeile im markanten Rhythmus (aber fast tonlos) hervor – ganz klar, das Stück hatte sich tief eingegraben. Geläufig war es mir nicht, doch mein Interesse wurde durch das Erlebnis geweckt, also suchte ich den Song bei Apple Music. Ich fand ihn, hörte ihn – und fügte ihn sogleich meiner privaten Favoriten-Liste hinzu. Und heute wird er sogar der Song des Tages (das ging ganz schön schnell, gell?). Es handelt sich um „Shadow On The Wall“ von Mike Oldfield:

Nach dem Anhören des Songs konnte ich den Ohrwurm verstehen, denn mir selbst lag in den kommenden Tagen immer wieder diese eine Zeile in den Ohren (hervorpressen musste ich sie glücklicherweise nicht so oft…): „Shadow On The Wall“.

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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52 Wochen – Teil 49 („Prima Vista“)

Am vergangenen Donnerstag war Klaus Graf, der weithin bekannte Saxophonist der SWR-Big Band, bei uns an der Schule für einen gut vierstündigen Workshop. Und er schlug im positiven Sinn ein wie eine Bombe, da er mit viel Witz und Feingefühl meine Schul-Big Band zu neuen Höchstleistungen antrieb, jeden einzelnen mal zum Improvisieren brachte (wobei ihm und auch mir gleich ein oder zwei besonders talentierte Schüler auffielen, die vorher eher unter dem Radar geflogen waren…), Spaß und konzentriertes Arbeiten auf die angenehmste Art und Weise verband – und natürlich auch selbst nicht davor zurückschreckte, sein Sax zu zücken und die eine oder andere Sache zu demonstrieren. Kurzum: Es war der blanke Hammer, alle Anwesenden gingen trotz mehrstündiger konzentrierter Arbeit entspannt und gut gelaunt nach Hause!

Für mich war es leider etwas stressig, denn erst einmal musste ich alles vorbereiten, damit die Schüler (und die beiden Kollegen, die ebenfalls mitspielen) aus dem üblichen Unterricht kommen und sofort loslegen konnten. Das klappte auch alles. Doch dann war unser E-Bassist krank. Da die anderen Musiker alle fest für ihre jeweiligen Instrumente verbucht waren, übernahm ich den Teil. Also: ein paar Stunden am E-Bass ein Stück nach dem anderen vom Blatt spielen… Einerseits war es total spaßig, denn als E-Gitarrist kam ich auf dem E-Bass schon klar, andererseits alles „prima vista“ (so der Fachausdruck für „vom Blatt“) zu spielen, und hui, das schlaucht.

Mit der heutigen Bildercollage werde ich zwar sicher keinen Schönheitspreis gewinnen, denn es handelt sich um kleine (fast schon winzige) Bildausschnitte, deren komplette Originale jeweils die gesamte Big Band mit über 20 Musikern zeigen. Daher sind alle kleinen Schnipsel, die ich verwendet habe, extrem pixelig (noch dazu stammen sie von einem Android-Smartphone, was will man also erwarten…). Aber mit ein paar Filtern und der Kombination zu einem neuen Ganzen habe ich das hoffentlich etwas abgefangen:

Mehrere Stunden „prima vista“ am E-Bass – etwas stressig, doch am Ende groovte es dann doch!

Mehrere Stunden „prima vista“ am E-Bass – etwas stressig, doch am Ende groovte es dann doch!

Wie man erkennen kann, war ich links oben noch ziemlich im Stress, denn zu dem Zeitpunkt befand ich mich noch ganz frisch in dieser Funktion als Bassist. Entsprechend verkniffen spähe ich in die Noten. Doch bis zum rechten unteren Eck hin entspannt sich die Situation dann allmählich, gegen Ende fand ich gelegentlich auch mal die korrekten Töne (und sogar zum passenden Zeitpunkt).

Zur Aktion „52 Wochen“

Seit nunmehr 49 Wochen läuft Zeilenendes Foto-Aktion „52 Wochen“, an der ich teilnehme (hier findet man alle meine Beiträge). Ziel ist es, jeden Sonntag ein neues Selfie oder Portrait einzustellen. Die übrigen Teilnehmer sind:

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Song des Tages (137) – 2017-01-26

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Stillstand und Ruhe ist in diesem Schuljahr irgendwie nicht drin, denn kaum sind die Notenkonferenzen abgeschlossen, schon kommt der nächste Termin: heute ein Workshop mit Klaus Graf von der SWR-Big Band. Eines der vorbereiteten Stücke ist ein Klassiker von Josef Zawinul, den ich spontan zum heutigen Song des Tages erkoren habe: „Mercy, Mercy, Mercy“:

Wir spielen ein eigenes Arrangement, das die Nummer eher flott und energetisch interpretiert, aber auch das ruhige Original hat seinen Reiz.

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Song des Tages (119) – 2017-01-08

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Mit dem heutigen Tag enden für uns in Baden-Württemberg die Weihnachtsferien, das erzeugt erfahrungsgemäß nicht die besten Emotionen. Zum Glück gibt’s für den Anlass einen Soundtrack, der wie die Faust auf’s Auge passt. Der heutige Song des Tages ist allen Schülern (und natürlich auch Lehrern) nur zu vertraut: „Another Brick In The Wall“ aus der Rock-Oper „The Wall“ von Pink Floyd:

Der Video-Clip ist eine Mischung aus Monty Python’s Flying Circus und der düsteren 1984-Verfilmung (hier), aber darin ganz erfrischend. Einziger Minuspunkt: Das geniale Gitarren-Solo wird vom Video-Sound überdeckt, ein totaler Faux-pas aus meiner Sicht!

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Optische Fortsetzung von „Auffe Fresse?“

Wie am vergangenen Sonntag berichtet (hier), habe ich mir am vergangenen Freitag eine Hi-Hat beim unaufmerksamen Tragen seitlich ins Gesicht gedonnert, was neben intensivem Schmerz, einigem heftigen Schnaufen und etlichen (kaum unterdrückten) Flüchen über die letzten Tage hinweg zu dem führte, was im Volksmund „Veilchen“ genannt wird.

Gestern war unser Schulkonzert, immerhin kann ich mich über eine gute Rezension schon einmal nicht beschweren, insofern hat sich die viele Arbeit der letzten Monate ausgezahlt. Auch die zwei Uraufführungen kamen anscheinend ganz gut an… (uff!). Ungeschickterweise war der Zeitpunkt meines Affronts mit der Hi-Hat genau so gewählt gewesen, dass beim Konzert der Maximaleffekt an Bluterguss zu sehen war. Hmmmmmm, als hätte ich mir das schon immer gewünscht, vor gut 400 Leuten zu stehen und dabei wie ein (noch dazu erfolgloser) Prügelknabe auszusehen.

Da ich selbst gespannt war, wie sich das über die Tage hinweg entwickelt, habe ich jeden Tag mindestens ein Selfie gemacht. Diese schöne Entwicklung kann ich nun hier zeigen:

Einen Tag nach dem Crash, noch recht harmlos – da hoffte ich noch darauf, dass es nicht mehr werden würde...

Einen Tag nach dem Crash, noch recht harmlos – da hoffte ich noch darauf, dass es nicht mehr werden würde…

Das Licht täuscht ein wenig darüber hinweg, doch selbst damit kann man die Stelle ganz gut erkennen.

Das Licht täuscht ein wenig darüber hinweg, doch selbst damit kann man die Stelle ganz gut erkennen.

Am Montag zeigen sich bereits erste gelb-grünliche Spuren außen herum...

Am Montag zeigen sich bereits erste gelb-grünliche Spuren außen herum…

Am Morgen vor dem Konzert – bäh!

Am Morgen vor dem Konzert – bäh!

Und während eines unbeobachteten Moments während des Konzerts...

Und während eines unbeobachteten Moments während des Konzerts…

Gut, nun kann ich wieder ein paar Erfahrungen der Sorte als „gemacht“ abhaken, die ich meiner Meinung nach nicht hätte abhaken müssen. Aber von Zeit zu Zeit tut es womöglich auch ganz gut, die eigene Eitelkeit auf den Kopf gestellt zu bekommen…

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Song des Tages (84) – 2016-12-04

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. In der Schule singe ich gelegentlich einen (aus meiner Sicht) ziemlich fantastischen Song, der jedoch bei den jungen Damen mit Vornamen Johanna nie besonders gut ankommt. Warum nur?

Der heutige Song des Tages ist „Gimme Hope, Jo’anna“ von Eddy Grant, und was für ein Knaller der Song ist:

So zaubere ich an einem vermutlich eiskalten Dezembermorgen ein wenig südafrikanisches Flair in eure Wohnungen und Herzen. Hach, ich fühle mich schon regelrecht adventlich…

(Update, 4. Februar: Das ursprüngliche Video wurde bei YouTube gelöscht, daher habe ich ein anderes verlinkt.)

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Song des Tages (68) – 2016-11-18

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Zum Einläuten des Wochenendes gibt’s mal wieder etwas der härteren Gangart: „Pull Me Under“ von Dream Theater:

Ein kleiner Tipp: Beim Video-Clip nicht hinsehen! Die Musik ist faszinierend, weil Dream Theater es wie kaum eine andere Progressive Metal-Band verstanden haben, ihre Stücke gleichzeitig hochkompliziert und doch eingängig klingen zu lassen. Doch hinsichtlich der Gestaltung des Video-Clips… Na ja, lassen wir das!

Genau an meinem 30. Geburtstag war ich mit einem Trupp hoch begabter Schüler in der Liederhalle Stuttgart bei einem Konzert von Dream Theater. Die Karte bekam ich von den Schülern bezahlt, weil ich mich als Fahrdienst hatte breitschlagen lassen. Und das Erlebnis war durchweg eindrücklich: Ohne Gehörschutz hätte ich die nächsten drei Tage nichts gehört, fast drei Stunden Konzert sind sehr lang, die Band kann tatsächlich alles genau so spielen wie auf dem Album, danach noch ein Auto voller Kids steuern ist eine haarige Angelegenheit (vor allem, wenn die hinten vor lauter Begeisterung immer noch moshen…).

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Song des Tages (65) – 2016-11-15

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Angesichts der vor einer Woche abgelaufenen Präsidentenwahl in den USA ist der heutige Song des Tages durchaus mit Bedacht gewählt, denn es handelt sich um einen der großen Anti-Kriegs-Songs des 20. Jahrhunderts: „Lady in Black“ von Uriah Heep:

Von Zeit zu Zeit singe ich den auch mit Schülern, wobei er meist auf wenig Gegenliebe stößt. Allerdings glaube ich eher, dass dies an einem mangelnden Verständnis der Tragweite des Textes liegt. Daher habe ich das schon auf meine To-Do-Liste gesetzt: Für das kommende Schuljahr baue ich den Song in die Sequenz zum „Politischen Lied“ ein.

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Song des Tages (29) – 2016-10-10

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Als ich noch am LGH unterrichtete, leitete ich sechs Jahre lang den Chor. In einem Jahr studierten wir das schottische Lied „Loch Lomond“ ein. Der Chorsatz war leider nicht allzu gut, dennoch konnte die kraftvolle und gleichzeitig melancholische Melodie sich nachhaltig in meinem Ohr festsetzen. Irgendwann suchte ich bei iTunes nach einer guten Version – und landete bei der Band Runrig, die eine sensationelle Live-Version des Stücks aufgenommen hat. Daher ist der heutige Song des Tages für mich zwar ein bisschen nostalgisch, gleichzeitig aber einfach nur hörenswert: „Loch Lomond (Live)“ von Runrig:

Wer es etwas traditioneller mag, sei auf die Version von Peter Hollens verwiesen, die ist auch sehr schön.

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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