Archiv der Kategorie: Müdigkeit

Zweiter Meilenstein 2017

Der zweite Meilenstein ist geschafft: 2.000 Kilometer in diesem Kalenderjahr.

Der zweite Meilenstein ist geschafft: 2.000 Kilometer in diesem Kalenderjahr.

Nachdem ich gestern meinen Lauf (mir völlig unbewusst) bei der Marke von genau 1999,50 Kilometern – in diesem Jahr, nicht am Stück! – beendet hatte, war es klar, dass ich heute den zweiten großen Meilenstein, also die 2.000 Kilometer im Kalenderjahr knacken würde. Unterstützt von Hape Kerkelings Autobiographie „Der Junge muss an die frische Luft“ auf den AirPods rannte ich meine 13,87 Kilometer-Runde über die morgendlich frische Ostalb, verscheuchte dabei mehrere Hasen, einen Fuchs und gefühlte Myriaden von Mücken.

Neue Schuhe – ein Gewinn für mich

Und dabei konnte ich gleich noch eine sehr angenehme Feststellung, die sich mir über die letzten Tage aufgedrängt hat, bestätigen: Die Entscheidung, mir neue Laufschuhe von Asics zu besorgen (ich berichtete), war goldrichtig. Seit einer Woche laufe ich nun mit diesen wundervollen Schuhen, immer im Wechsel einmal Cumulus und einmal Nimbus – meine Adduktoren-Zerrung dankt es mir mit deutlich verringerten Beschwerden. Wochenlang waren die ersten zwei Minuten des Morgenlaufs äußerst schmerzhaft gewesen, bis sich alles in mir auf die etwas wackelige Laufbewegung eingestellt hatte – rund lief es erst nach ein oder zwei Kilometern. Mittlerweile starte ich wieder ganz normal, denn der Schmerz ist zu 90 Prozent verschwunden. Nach etwas über einer Stunde des Laufens merke ich eine sich rascher als sonst steigernde Erschöpfung in der Region, ansonsten bin ich weitgehend beschwerdefrei. Sehr schön.

Gleich mal auf Holz klopfen…

Zurück zum Meilenstein: Was mich dieses Jahr besonders erfreut, ist die Tatsache, dass mein Wohlbefinden insgesamt gut genug mitspielt, dass ich noch keinen einzigen Tag aussetzen musste. Es gab einige Tage, an denen ich morgens ganz schön schlapp war, meist lag es an einer langen Probe am vorigen Abend oder einer insgesamt brutal anstrengenden Woche. Aber weder hatte ich eine richtig heftige Erkältung noch sonst etwas, was mich vom Laufen abhalten konnte. Tock-tock-tock (3x gegen meinen Holzkopf geklopft, auf dass es auch weiterhin so bleiben möge).

Stabile Verhältnisse

Noch etwas gibt mir momentan Auftrieb: Seit der 11. Klasse war ich nicht mehr so „leicht“, ich liege aktuell immer unter 61 Kilogramm, nicht selten bin ich genau bei 60 kg, gelegentlich etwas drunter. Das ist ein gutes Stück weg von den etwa 90 Kilo, die ich 2006 auf den Hüften hatte. Bei meiner alle zwei Jahre stattfindenden Generalüberprüfung beim Hausarzt wog ich zu Beginn des Jahres noch satte 67 Kilo, was für mich eindeutig zu viel war. Kurz drauf begann ich wieder mit dem Kalorienzählen (mit CaloryGuard Pro), seither hat sich diese Problematik zum Glück in Wohlgefallen aufgelöst.

Hin und wieder schaffe ich es sogar, damit Leute zu belustigen. Gestern zum Beispiel fand an unserer Schule das Treffen der Oberstufenkoordinatoren aller Aalener (und benachbarter) Gymnasien zum Zweck der Kooperationsabsprachen statt. Wie bei allen solchen Anlässen hatte das Sekretariat uns mit leckeren Plunderstückchen versorgt. Also zückte ich meine kleine aber feine tragbare Waage aus dem Rucksack und wog meine Stücke ab – sehr zur Erheiterung der neben mir sitzenden Kollegen.

Fazit

Passt alles, auf zu den nächsten 2.000 Kilometern! Morgen steht noch der Big Band Battle in der Aalener Stadthalle an (Beginn: 19:00 h, der Eintritt ist selbstverständlich frei, herzliche Einladung an alle Interessenten!), danach brauche ich ein bisschen Erholung, denn die letzten Tage waren ein echter Höllenritt!

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Frühjahrsmüdigkeit

Augenringe sind doch eh nur Einbildung...

Augenringe sind doch eh nur Einbildung…

Aktuell verspüre ich tagtäglich die Auswirkungen einer deutlichen Frühjahrsmüdigkeit: Die Tage werden länger, das Arbeitspensum ist gerade recht hoch, doch durch das verlängerte Tageslicht bin ich bei gleicher Uhrzeit für das Aufstehen etwas später im Bett. Das macht sich bemerkbar. Vor allem beim Korrigieren, das im Moment auch verstärkt ansteht. Heute sitze ich am vierten Test in vier Tagen, das schlaucht, denn die Konzentration muss nun einmal da sein, die Schüler wollen schließlich möglichst gleich behandelt werden. Irgendwann stößt aber auch Koffein an seine Grenzen. Wie immer kommt dann (also bei der Kombination von Müdigkeit und Korrekturen) eine schier unbändige Lust auf Süßes in mir auf. Doch noch halte ich sie ganz brav im Zaum. Noch…

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Der erste Marathon

Schon lange gärte es in mir, beim täglichen Laufen war es immer so ein Ziel, das mir vorschwebte. Und dann das: Vor einigen Wochen versprach ich dem guten Zeilenende relativ spontan, in den Osterferien einfach mal einen Marathon zu laufen. In den letzten Tagen hatte ich mich an die morgendliche Kühle (den Wind eingerechnet müsste ich eigentlich von „Kälte“ sprechen) beim Rennen im Freien gewöhnt (normalerweise ziehe ich bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius das Laufband im Keller vor). Da für morgen und die kommenden Tage wiederum deutlich kühleres und z.T. auch schlechteres Wetter angekündigt ist, ergriff ich kurzerhand die Möglichkeit und stürzte mich heute früh kurz nach 6:00 h hinaus, um meinen ersten Marathon-Lauf zu absolvieren.

Unmittelbar vor dem Aufbruch: Im Hintergrund sieht man die Morgendämmerung, ich sehe (noch) ganz zuversichtlich aus...

Unmittelbar vor dem Aufbruch: Im Hintergrund sieht man die Morgendämmerung, ich sehe (noch) ganz zuversichtlich aus…

Meine Frau startete einen Moment vor mir, sie hatte sich einen Halbmarathon vorgenommen. Da die Strecken nicht gleich waren, trafen wir uns an der einen oder anderen Stelle wieder – das war sehr schön.

Aber kalt war es. Und wie. Vor allem im Wind (schlimmer nur noch im Gegenwind). Das führte dann auch dazu, dass ich Rücken und Schultern etwas verspannte – ab Kilometer 32 rächte sich das, ab Kilometer 40 war es echt unangenehm.

Hörbuch-Unterstützung

Aber erst einmal zum Start, denn gestern hatte ich vorsorglich das Hörbuch von „Glas“, dem vierten Teil des „Dunkler Turm“-Epos von Stephen King geladen (und mir die etwas langatmige Einleitung der Neufassung angehört, um gleich mit der Geschichte starten zu können).

Der vierte Teil des langen Epos war mein treuer Wegbegleiter – und das war sehr gut so.

Der vierte Teil des langen Epos war mein treuer Wegbegleiter – und das war sehr gut so.

Beim Lesen bin ich ungefähr nach einem Drittel stecken geblieben, weil mir da erst einmal vier John Scalzi-Romane und sechs Hörbücher vom gleichen Autor „in den Weg sprangen“. Um mir die Geschichte wieder schmackhaft zu machen (und mir einen Grund zu kreieren, endlich im Buch weiter zu lesen – es ist ja alles andere als langweilig!), startete ich den Lauf mit dem Hörbuch. Und die Entscheidung war gut, denn es war die perfekte Mischung aus „Ist mir schon vertraut, weil ich es bereits gelesen habe…“ und „Huch! Dieses Detail hätte ich glatt vergessen…“ – so musste ich nicht jede Sekunde voll aufpassen, konnte aber die Geschichte in kompakter Form genießen. Sehr gut!

AirPods to the MAX!

Meiner Meinung nach sind die im Dezember von Apple herausgebrachten AirPods eines der besten Technologie-Produkte der letzten Jahre. Technologisch für ein 1.0-Produkt schon wahnsinnig ausgereift und derart bequem in der Handhabung – ganz klar, dass sie mich auch bei diesem Lauf begleiteten. Da ich fürchtete, die Akku-Laufzeit würde nicht ganz ausreichen, nahm ich die Box mit, in der ein Akku integriert ist, mittels dessen sich die Kopfhörer flugs wieder aufladen lassen. Wie sich herausstellte, hätte ich mir die Mühe des Mitschleppens sparen können, denn die AirPods gaben erst nach vier Stunden und 20 Minuten Dauernutzung (und das in durchaus kalter Umgebung) ihren Geist auf. Zehn Minuten später war ich ohnehin wieder daheim.

Dauer und Kondition

Auf den Marathon habe ich mich nicht speziell vorbereitet. In diesem Kalenderjahr bin ich – wie vorher auch – einfach jeden Morgen meine 10-18 Kilometer gelaufen. Mit einer speziellen Vorbereitung hat das leider gar nichts zu tun. Und das habe ich dann auch gemerkt, denn mein Körper war überhaupt nicht darauf vorbereitet, mehr als 30 oder 32 Kilometer zu laufen. Ab da schmerzte der Rücken beträchtlich – die Schultern waren so verkrampft, dass selbst das Schulterrollen, das sie lockern sollte, derart unangenehm war, dass ich es einfach wieder bleiben ließ.

Geschafft! Mein erster Marathon in der Zusammenfassung!

Geschafft! Mein erster Marathon in der Zusammenfassung!

Meine Zeit war – gemessen an einer professionellen Zeit – grausam schlecht, denn ich brauchte gut viereinhalb Stunden. Andererseits waren da etliche Höhenmeter enthalten (Ostalb), insofern bin ich völlig zufrieden damit.

Meine Zeit – nicht konkurrenzfähig, aber für mich schon sehr gut.

Meine Zeit – nicht konkurrenzfähig, aber für mich schon sehr gut.

All das darf nicht darüber hinweg täuschen, dass ich mich ansonsten beim Lauf ziemlich gut fühlte. Zwar verspürte ich ab Kilometer 33 oder 34 einen ziemlich nagenden Durst, für den ich selbstverständlich keine Vorsorge getroffen hatte. Aber andererseits: Was soll’s?

Kreislauf mit Berg- und Talfahrt

Na ja, ich merkte danach ziemlich schnell, wie anstrengend der Lauf für meinen Körper war. Ungefähr einen halben Kilometer vor Ende des Laufs musste ich eine Straße überqueren, doch der anhaltende Verkehr zwang mich zu gut 15 bis 20 Sekunden Steh-Pause. Und schon während dieser kurzen Zeit fühlte ich ein deutlich flaues Gefühl in mir aufsteigen. Mein Kreislauf war wohl der Meinung, mich darauf hinweisen zu müssen, dass er jetzt sofort für eine Pause zu haben wäre. Also schnell zwischen den Autos hindurchgequetscht und noch den Schluss absolviert. Danach langsam die letzten 150 Meter nach Hause gegangen (das tat gut, um den Puls wieder etwas abzusenken), danach erst einmal Flüssigkeit nach gefüllt, dann in die Dusche. Schon das Abziehen der Duschkabine ging nicht mehr, dafür legte ich mich (freiwillig) auf den Boden und die Füße hoch. Danach auf das Sofa, wo ich noch eine gute Stunde blieb. Seither bin ich wieder ansprechbar.

Dieser Umstand zeigt mir, dass ich so schnell keinen weiteren Marathon laufen muss. Ein Halbmarathon stellt für mich keine große Herausforderung dar, der liegt nur ein bisschen über dem täglichen Pensum, dass das ohne spürbare Auswirkungen geht, aber das dann noch einmal zu verdoppeln – huiiiii.

Fazit

Trotz des letzten Punktes kann ich sagen: Der Lauf machte Spaß, und zwar ziemlich viel. Noch dazu war ich fast durchweg komplett im Flow: Hörbuch und Einsamkeit sind eine gute Kombination, da es kaum eine Ablenkung von der Geschichte gibt. Also, lieber Zeilenende, ich stehe zu meinen Versprechungen. Jetzt darfst du genau wie ich morgen gnadenlos schlemmen, das haben wir uns verdient. Aber der nächste Marathon-Lauf wird noch eine ganz lange Weile auf sich warten lassen. Dennoch bin ich froh, mir bewiesen zu haben, einen solchen Lauf tatsächlich durchzuhalten. Andererseits verstehe ich jetzt, warum der Bote im antiken Griechenland nach dem Absolvieren des Laufs gleich gestorben ist…

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Gesehen: „Cowboys & Aliens“

Ein völliger Spontankauf, aber durchaus unterhaltsam...

Ein völliger Spontankauf, aber durchaus unterhaltsam…

Der Titel verheißt ja auf den ersten Blick eigentlich nur einen vollkommen soliden Hirnkrampf, doch wenn man einen Moment darüber gegrübelt hat, stellt man sich vielleicht doch die Frage, warum dieses Szenario unglaubwürdiger sein sollte als die Landung von Aliens vor 20 Jahren, heute oder morgen. Außerdem verleitet der Titel ohnehin nicht dazu, sich über das „realistische Szenario“ Gedanken zu machen…

Ich spare mir eine Inhaltsangabe, denn ich habe den Film an zwei aufeinanderfolgenden Abenden im Zustand großer Müdigkeit angesehen. Ganz ist die Story nicht hängen geblieben. Doch – und das ist der wirklich überraschende und vorher unerwartete Teil – der Film „hat was“. Er ist einerseits unterhaltsam, gleichzeitig voller Action, cooler Effekte, auch die Schauspieler (vor allem Daniel Craig und Harrison Ford) passen gut zu ihren Rollen – und es ist Science Fiction mit einem ordentlichen Schuss Action. Was will ich denn eigentlich mehr? Für die abendliche Abschalt-Unterhaltung, bei der sich mein Gehirn allmählich in Richtung Traumland verabschiedet, gibt’s kein besseres Futter.

Daher: Alle Science Fiction-Fans, die gerne auch noch einen Haufen spaciges Geballere und coole Sprüche sowie Computer-Effekte auf einem modernen Niveau schätzen, sollten sich den Film ansehen. Mir hat er gefallen, den werde ich sicher noch einige Male angucken.

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Scotch des Tages

Heute Abend mal ein „Blended“ Scotch Whisky – dafür ein ganz ordentlicher.

Heute Abend mal ein „Blended“ Scotch Whisky – dafür ein ganz ordentlicher.

Normalerweise mag ich die verschnittenen Scotch Whiskeys nicht so sehr, doch dieser hier stellt eine Ausnahme dar. Ich habe ihn vor einigen Jahren geschenkt bekommen, gelegentlich trinke ich ein Schlückchen (man sieht ja, wieviel in der Flasche noch vorhanden ist, obwohl ich sie mindestens seit fünf Jahren habe). Heute Abend dachte ich mir, dass es mal wieder Zeit für einen Versuch wäre – und ich wurde nicht enttäuscht. Nach einem langen und harten Tag sind 20 ml Scotch ein angenehmes Mittel zur Entspannung.

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Gesehen: „Ghostbusters“ (2016)

Ein ziemlich gelungenes Remake

Ein ziemlich gelungenes Remake

Durchs Netz geisterte unglaublich viel Kritik an diesem Remake, sodass ich als alter „Ghostbusters“-Fan (gemeint ist der erste Teil von 1984) gar nicht anders konnte, als mir das Remake anzusehen. Und ganz ehrlich: Ich verstehe die Aufregung nicht, denn im Grunde ist die Handlung bis auf wenige Details unverändert. Die Darstellerinnen sind gut ausgesucht und netterweise mal nicht ausschließlich BMI 16-Models. Auch dem Nerdtum wird in angemessener Weise gehuldigt. Und dann sind die Special Effects halt einfach 32 Jahre weiter, was im Fall einer solchen Mystery-Komödie nicht ganz zu verachten ist.

Ein besonderer Bonus ist, dass fast die gesamte Stammbesetzung des Originals im Film erneut auftritt (allerdings in jeweils anderen Rollen, nicht als ihre alten Rollen nur in höherem Alter): Bill Murray, Dan Aykroyd, Ernie Hudson, Sigourney Weaver (lediglich Harold Ramis nicht, denn er ist seit 2014 „dauerhaft verhindert“).

Ich musste beim Ansehen viel lachen, habe mich wirklich gut amüsiert, bin kurz vor Schluss sogar eingeschlafen – und Eingeweihte wissen, dass der Film damit den Solera-Schlaf-Award (vgl. hier) verliehen bekommt, ein absolutes Qualitätskriterium. Kurz und gut: Selbstverständlich reicht der Film nicht an die atmosphärische Dichte und die irrsinnig komische Kauzigkeit des Originals heran, doch als Neuinterpretation ist er eine willkommen spritzige und technisch eindeutig modernisierte Variation des altbekannten (und geschätzten) Themas. Ich mag den Film!

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Gelesen: „Krieg der Klone – Die Trilogie“ von John Scalzi

John Scalzis „Krieg der Klone“ gehört mit weitem Abstand zur besten Science Fiction, die ich je zu Lesen bekam.

John Scalzis „Krieg der Klone“ gehört mit weitem Abstand zur besten Science Fiction, die ich je zu Lesen bekam.

Vor ein paar Monaten berichtete Zeilenende ziemlich enthusiastisch von seiner Lektüre des Scalzi-Romans „Redshirts“ (hier). Die Beschreibung erweckte die Lust auf den Roman, doch der Preis erschien mir mit gut 11 Euro noch ein wenig hoch (zumindest für einen recht kurzen Roman). Doch hier und da hatte ich schon von der „Krieg der Klone“-Trilogie gehört, die als Sammelband für 12 Euro bei iBooks zu haben war. Also nahm ich diese. Und nun mache ich es gleich kurz, denn das war eine der besten Entscheidungen meines Lebens: Diese Trilogie ist derart brillant geschrieben, spannend und witzig, mitfühlend und voller packender Action, dazu noch in bester Science Fiction-Manier an den exotischsten Plätzen des Weltalls sowie mit einer Menge (selbstverständlich erfundener) zukünftiger Wissenschaft, die aber ein in sich derart stimmiges Gesamtbild ergibt, dass ich mich beim Lesen der Faszination zu keinem Zeitpunkt entziehen konnte.

Auf dem iPhone umfasst die Trilogie gut 3.700 Seiten, die meiste Zeit flog ich nur so hindurch. Gestern Abend las ich noch bis weit nach Mitternacht, um den dritten Teil abzuschließen. Obwohl ich gegen 22:00 h schon so müde gewesen war, dass mir immer wieder die Augen zufielen, musste ich die letzten Kapitel einfach am Stück genießen (etwa 700 iPhone-Seiten) – und sie waren so spannend, dass ich wach blieb. Ich hätte, selbst wenn mir dieser absurde Gedanke gekommen wäre, das iPhone nicht weglegen können.

Die drei Teile (Trilogie…) hängen inhaltlich lose miteinander zusammen, man könnte aber auch jeden einzeln lesen, wobei dann natürlich der eine oder andere Witz bzw. Zusammenhang fehlen muss. Chronologisch bauen die drei Bücher auf jeden Fall aufeinander auf, denn man schreitet als Leser vom ersten Band an sequentiell durch die Zeit und bewegt sich mit den handelnden Figuren.

Jeder Versuch, den Inhalt so darzustellen, dass nicht alles mögliche innerhalb der Bücher gespoilert wird, erscheint mir müßig. Ich kann das Buch allen Science Fiction-Fans, die auf eine moderne und humorvolle Sprache, Ideenreichtum, Logik und Spannung, aber auch (Mit-)Gefühl und Exotik (und eine kleine Prise Erotik) stehen, wärmstens empfehlen. Wie schon oben erwähnt: Aus meiner Sicht mit die beste Science Fiction, die ich jemals zu lesen bekam (und da ist schon einiges zusammen gekommen).

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Song des Tages (167) – 2017-02-25

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Beim besten Willen komme ich nicht mehr drauf, wie ich diesen einen, faszinierend schönen, wundervoll jugendlichen Song entdeckt habe. Vermutlich war es eine der Apple Music-Playlists, bei der mir Stücke angeboten wurden, die mir „gefallen könnten“. Wenn der Song tatsächlich daher stammt, dann war es ein brachialer Volltreffer, denn ohne mit der Wimper zu zucken wurde der Platz des heutigen Songs des Tages an diesen einen vergeben: „Fireflies“ von Owl City:

Das ist Musik zum sich im Sommer auf der Terrasse in den Schatten legen, die Beine ganz lang machen und vollkommen entspannt wegdösen – so entspannt hört sich das an. Hmmmmm, gleich noch einmal!

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Gesehen: „John Wick“

Harte, unnachgiebige Action mit vorhersehbarer Handlung – und doch spannend.

Harte, unnachgiebige Action mit vorhersehbarer Handlung – und doch spannend.

Vor ein paar Tagen gab es bei iTunes den Action-Film „John Wick“ für 3,99 €. Als großer Keanu Reeves-Fan und angesichts des niedrigen Preises schlug ich einfach mal zu und kaufte den Film. Und noch am gleichen Abend sahen wir ihn nach dem „Einschläfern“ der Kinderschar an. Trotz meiner immensen Müdigkeit hielt ich den ganzen Film durch, was in diesem Fall (=nach dieser Woche) durchaus beachtlich war.

Handlung

Eigentlich ist es bei „John Wick“ wie bei den meisten Action-Filmen, denn man kann die Handlung in wenigen Sätzen zusammenfassen:

John Wick ist ein ehemaliger Profikiller, der sich aus dem Berufsleben erfolgreich zurückgezogen hat. Gerade zu Beginn des Films ist seine Frau an einer nicht näher benannten Krankheit gestorben. Am Tag nach der Beerdigung liefert ihm ein Bote einen kleinen Hund ab – das hatte seine Frau noch zu ihren Lebzeiten organisiert, um ihm über den Schmerz nach ihrem Tod hinwegzuhelfen. Binnen weniger Tage freunden sich John und sein Hund an. Bei einer Fahrt zur Tankstelle werden ein paar russische Gangster auf Johns Sportwagen aufmerksam und wollen ihn spontan kaufen, was er jedoch entschieden ablehnt. Noch in der gleichen Nacht überfallen sie ihn in seinem Haus, verprügeln ihn, erschlagen den kleinen Hund und stehlen das Auto. Ab da ist der Rest des Filmes vorgezeichnet: John Wick begibt sich auf seine Rache-Mission, die natürlich mit unnachgiebiger Härte und einem vollkommenen Mangel an Empathie ausgeführt wird. Selbstverständlich sind hier und da spannende Kniffe und Irreführungen für das Publikum eingebaut, doch letztlich ist ab dem Zeitpunkt glasklar, wie der Film ausgehen muss.

Fazit

Auch wenn der Film spätestens nach einem Drittel der etwa 98 Minuten vollkommen berechenbar erscheint, genoss ich es, mal wieder einen derart geradlinigen Film zu sehen. Er spricht ganz klar nicht den Intellekt an, ist aber auch kein bloßes Haudrauf-Kino. Vielmehr reizte mich beim Zusehen immer die Frage: „Wie stellt er es bei diesem oder jenem Bösewicht an, ihn auszuschalten?“ Und spannend ist er darin schon, mein Puls war streckenweise ganz schön beschleunigt.

Gleichzeitig sind einige der Action-Szenen auch recht hart und unverblümt gewaltverherrlichend. Arnold Schwarzenegger hatte ja in den 1980er und 1990er Jahren durchaus auch einige Filme mit recht deftigen Action-Szenen im Programm, doch „John Wick“ geht da deutlich weiter, da alles sehr ernsthaft wirkt. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mit dem Alter etwas weniger bereit geworden bin, mir so etwas ohne Abscheu anzusehen, doch eigentlich war das schon die Grenze des guten Geschmacks – mehr hätte es wirklich nicht sein dürfen.

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Jedem sein Zwängle

Heute Nachmittag habe ich die Wäsche abgenommen, zusammengelegt und in die individuellen Kisten sortiert. Dabei habe ich Musik gehört, außerdem war ich etwas müde und nicht sonderlich konzentriert. Als ich fertig war, entdeckte ich etwas, das ich wohl unbewusst nebenher sortiert hatte, denn vorher sah es nicht so aus auf dem Kleiderständer…

Hmmm, der kleine Monk in meinem Unterbewusstsein hat zugeschlagen...

Hmmm, der kleine Monk in meinem Unterbewusstsein hat zugeschlagen…

Üblicherweise bekomme ich es ja schon mit, wenn ich Dinge sortiere, das war heute durchaus ein klein wenig überraschend…

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