Archiv der Kategorie: AppleTV

Filme en masse

Vorbemerkung

Die vergangenen Tage habe ich mich hier im Blog kaum sehen lassen, denn die Tage waren einfach zu voll. Neben dem Schuljahresende, der Mitte und allen Zeiten dazwischen ist der Schuljahresbeginn immer die stressigste Zeit, denn da muss zusätzlich zur Unterrichtsvorbereitung unglaublich viel organisatorischer Krempel abgearbeitet werden. Außerdem gibt es viele außerplanmäßige Termine, die einem den Tag verkürzen. Wenn man dann trotzdem am nächsten Tag eine ordentliche Arbeit abliefern will, wird’s stressig.

Das legt sich hoffentlich bald wieder, sonst falle ich in den Herbstferien krank ins Bett. Und bislang habe ich dieses Jahr wirklich eine ziemlich stabile Gesundheit, das soll so bleiben. Den heutigen Blog-Eintrag habe ich seit gut einer Woche in Vorbereitung, doch zum Schreiben kam ich schlicht und ergreifend nicht. Ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob ich heute noch meinen eigentlich ausstehenden Artikel zum „Album der Woche“ veröffentlicht bekomme. Mal sehen…

Zurück zum eigentlichen Thema: In den letzten Wochen habe ich mir ein paar Filme angesehen, manche davon abends in aller Ruhe, andere morgens auf dem Laufband (wenn draußen mal wieder ein ekelhaftes Mistwetter war). Auf jeden Fall waren ein paar bemerkenswerte Filme dabei, die es lohnen, von ihnen zu berichten:

E.T. – Der Außerirdische

Einer der ganz starken Filme meiner Kindheit – nun kennen ihn auch meine Kinder!

Einer der ganz starken Filme meiner Kindheit – nun kennen ihn auch meine Kinder!

Dieser Klassiker aus den 1980er Jahren ist mir seit meiner Kindheit ein treuer Begleiter, allerdings hatte ich ihn seit mehr als fünf Jahren nicht mehr angesehen. Und darüber hätte ich fast ausgeblendet (vergessen kann man es nicht), wie gut der Film ist. Unsere Kinder kannten den Film noch gar nicht, also überraschte ich sie damit, bereitete sie hier und da auf kommende dramatische Entwicklungen vor (vor allem unsere Mittlere reagiert sonst unter Umständen etwas eigen selbst auf einen hervorragenden Film wie diesen), freute mich aber umso mehr, als sie bei den lustigen Szenen vor Vergnügen laut quietschten.

Einmal mehr hat mich die Musik völlig umgehauen, John Williams hat hier meiner Meinung nach sogar noch bessere Arbeit vollbracht als bei allen Teilen der Star Wars-Reihe (und da setzte er ja wirklich Meilensteine der Filmmusik). Und wie jedes Mal ärgere ich mich, dass die reine Klavierfassung des „Flying“-Themas (gleich zu Beginn des Abspanns) nicht Teil der veröffentlichten Filmmusik ist. Da gibt es eine ähnliche Version, die allerdings gleich vom Orchester untermalt wird. Sehr schön, keine Frage, doch eben nicht ganz so verträumt wie das Stück aus dem Abspann.

Oblivion

Spannende Science Fiction mit einem gereiften Tom Cruise – sehenswert!

Spannende Science Fiction mit einem gereiften Tom Cruise – sehenswert!

Bevor ich den Film angesehen habe, gab es ein langes Zögern. Der Grund ist bzw. war: Tom Cruise. Ich mag ihn als Schauspieler nicht allzu sehr, seine Scientology-Zugehörigkeit hat ihn mir zusätzlich verleidet. Daher bin ich in seiner Hinsicht immer etwas zurückhaltend.

Doch dieser Film hat mich positiv überrascht, denn einerseits trägt er darstellerisch nicht mehr ganz so dick auf (bei „Rain Man“ oder anderen älteren Filmen war das furchtbar), andererseits ist die Story wirklich gut und nicht nur auf ihn als Charakter fixiert.

Alles in allem ein wirklich solider Science Fiction-Action-Film mit berauschend guten Effekten, einer guten (wenngleich recht dystopischen) Story und überzeugenden Leistungen aller Darsteller (einziges Manko: der auf dem Poster groß angekündigte Morgan Freeman taucht nur in gut 10-15 Minuten des 100-minütigen Films auf). Diesen Film kann man sich gut auch öfter ansehen – ich werde das sicher machen.

My Big Fat Greek Wedding 2

Für mich eine der besten familientauglichen Komödien der letzten Jahre – absolute Empfehlung!

Für mich eine der besten familientauglichen Komödien der letzten Jahre – absolute Empfehlung!

Wer den ersten Teil kennt, weiß vermutlich schon, in welcher Comedy-Liga der Film spielt: Es ist ein harmloser Familien-Spaß, den man gut und gern auch mit den Kindern angucken kann. Gleichzeitig ist er so gut gemacht, dass Erwachsene sich angesprochen fühlen, herzhaft lachen und mitfiebern können, ohne sich dabei albern zu fühlen.

Und der zweite Teil setzt einfach noch so viele neue kleine Spitzen auf das bekannte Schema des ersten Films, dass ich gleich nach Beenden des ersten Durchgangs sofort wieder von vorne beginnen wollte. Eine ganz und gar herrliche Komödie, die es mit den aus dem ersten Teil bekannten Schauspielern schafft, tatsächlich eine gelungene (und keineswegs abgeflachte) Fortsetzung abzuliefern. Wunderbar!

Live. Die. Repeat

Actionreiche Science Fiction, die sich bei einer guten Vorlage bedient und sie geschickt umsetzt – spannend!

Actionreiche Science Fiction, die sich bei einer guten Vorlage bedient und sie geschickt umsetzt – spannend!

Noch ein Film mit Tom Cruise. Nach den positiven Erfahrungen mit „Oblivion“ dachte ich mir, ein weiterer Film könne nicht schaden, um mein etwas revidiertes Urteil über ihn erneut auf die Probe zu stellen. Und tatsächlich ist der Film wiederum ein gelungener Science Fiction-Action-Film.

Die Grundidee entstammt einer alten Star Trek TNG-Folge namens „Deja-vu“, in der die Enterprise bei einer Raumkollision zerstört wird, woraufhin sie in einer Zeitschleife gefangen bleibt und diesen Tag wieder und wieder erlebt – bis sie es schafft, die Situation zu meistern.

Bei „Live. Die. Repeat“ ist das Prinzip extrem ähnlich: Tom Cruise wird als Soldat in eine Gefechtssituation gebracht, wo er beim Töten eines Aliens selbst stirbt. Der Kontakt mit dem Alien löst eine Zeitschleife aus, wodurch er diesen einen Tag immer und immer wieder erlebt, bis er einen Ausweg aus der Situation findet und – man hätte es nicht erwartet – die Menschheit dabei rettet.

Besonders gelungen ist die Beschleunigung der Wiederholungsabläufe, denn gerade an dieser heiklen Stelle könnte der Film unendlich zäh werden. Wird er aber nie, denn der Regisseur hat sich für eine gekonnte Raffung aller zeitlichen Abläufe auf die wenigen notwendigen Momente beschränkt. Es ist so ähnlich wie „Und täglich grüßt das Murmeltier“, nur halt nicht in lustig (na ja, ein paar Szenen sind auf ihre Weise schon lustig).

Auch wenn ich den Ausgang jetzt schon kenne, der Film landet garantiert noch öfter im Apple TV oder auf dem iPad, er strotzt nur so vor tollen Effekten, die Handlung ist wirklich nicht schlecht, man kann kaum weggucken. Sehr gut!

Fazit

Wenn ich schon abends meist zu müde bin, um einen ganzen Film am Stück zu gucken, so hat sich das mit dem iPad-Gucken während des Laufens als gute Möglichkeit erwiesen, die 100 Minuten Monotonie im Keller spannend(er) zu gestalten. Durch die AirPods höre ich alles kristallklar direkt im Kopf, ohne meine Familie schon morgens um kurz vor Fünf aus dem Schlaf zu reißen. Und es ist tatsächlich unterhaltsam – das wird’s in Zukunft noch öfter geben!

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Gesehen: „Guardians of the Galaxy“

Ein herrlich entspannter Action-Film, trotz seiner Comic-Wurzeln…

Es ist schon ein paar Wochen her, dass ich den Film Guardians of the Galaxy zum ersten Mal gesehen habe, doch in den letzten Tagen ließ ich ihn mehrfach stückweise im Hintergrund laufen, um dabei zu kochen bzw. abends eine Abwechslung vom täglichen MacGyver-Genuss (siehe hier) zu erhalten. Da fiel mir ein, dass ich ja mal eine Rezension schreiben wollte…

Nicht noch eine Comic-Adaption! – Oder vielleicht doch?

In der letzten Zeit gab es in diversen Medien viel Kritik an den schier unzähligen Comic-Adaptionen, seien sie aus dem Marvel-Universum oder einem der anderen großen Anbieter. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser Film in dem Zug auch sein Fett abbekommen hat. Doch Chris Pratt in der Hauptrolle reißt es – zumindest für mich – wirklich raus, denn seine Rolle wirkt ihm derart auf den Leib geschneidert, dass es einfach nur ein Genuss ist, ihm zuzusehen. Am besten am gesamten Film ist, dass er sich selbst nicht ernst nimmt. Alle Szenen, selbst die eher ernsteren, scheinen mit einem deutlichen Augenzwinkern gedreht zu sein. Gerade wenn ein Film der Entspannung dienen soll, darf er nicht zu ernst sein bzw. sich selbst nicht zu ernst nehmen.

08/15-Handlung, dafür entspannt…

Legt man viel Wert auf eine logische, realistische, schlüssige und komplett verständliche Handlung, dann ist der Film sicher die falsche Adresse. Wenn einem das aber höchst egal und der Amüsement-Faktor wichtiger ist, dann kann man sich hier getrost in eine entspannte Genusshaltung zurücksinken lassen und einfach nehmen, was kommt. Letztlich besteht die Handlung aus nichts anderem als der alten Geschichte:

Mehrere Parteien jagen einen Gegenstand, den man entweder teuer weiterverkaufen (die Guten) oder zum Beherrschen des Universums und der Unterwerfung aller Völker (die Bösen) nutzen kann. Der Weg zum Happy End (also bitte, es ist ein Hollywood-Film, selbstverständlich gibt es ein Happy End!) wird durch die möglichst konträren Charaktere geprägt, die erst einmal zueinander finden und sich auf eine gemeinsame Mission einigen müssen, obwohl sie sich (große Überraschung) zu Beginn noch gar nicht kannten und/oder leiden konnten. Ihnen steht ein immer mächtiger werdender Bösewicht gegenüber, der mit seinen vielen Schergen kurz vor dem Happy End (wann sonst?) beinahe als Sieger aus der Affäre hervorzugehen droht – nur durch wahre Heldentaten (inklusive Opfern auf Seiten der Guten) kann das verhindert werden.

Klingt recht vertraut – ist es auch. Doch mich persönlich stört das nicht, denn ich will mich dabei ja entspannen. Und das funktioniert sehr gut, vor allem aus dem Grund, weil der Film mit viel Humor gewürzt ist. Ich mag den Film.

Fazit:

Es klang ja nun schon mehrfach an, dass der Film sicher keine allzu hohen Ansprüchen an die Handlung erfüllen wird, dafür sind die Schauspieler in der Überzahl zu ihren jeweiligen Rollen passend ausgesucht, die Dialoge sind gespickt mit einer riesigen Portion Humor, Special Effects, Musik und Produktion sind gut – in der Summe erhält man einen amüsanten und actionreichen Fantasy-Unterhaltungsfilm, den man gerne auch häufiger ansehen kann (ich hab’s getestet).

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Gesehen: „RoboCop“ (2014)

Faszinierend und verstörend zugleich: Das Remake des 80er Jahre-„Robocop“ von 2014.

Faszinierend und verstörend zugleich: Das Remake des 80er Jahre-„Robocop“ von 2014.

Den „RoboCop“-Film von 1987 kenne ich gut, schließlich habe ich ihn als Teenager mehrmals auf VHS gesehen. Dass vor drei Jahren ein Remake herauskam, ging dagegen völlig an mir vorbei. Nun habe ich dieses aber tatsächlich entdeckt, mir in Ruhe angesehen und kann rechtens behaupten, dass mir der Film in seiner neuen Fassung gefällt.

Die Neuverfilmung von 2014 hat mit dem Original nur noch ganz am Rande zu tun, sie wurde in ein durchweg modernes Gewand gesteckt – und das ist insgesamt, vor allem aber auf der optischen Ebene ein echtes Highlight. Auch die Zuspitzung der medialen Hysterie, das gegenseitige Ausspielen von Ereignissen zum eigenen (finanziellen oder politischen) Nutzen, das Uminterpretieren von Sachverhalten, bis es den eigenen Standpunkt stützt, all dies ist raffiniert getextet und von hervorragenden Schauspielern (vor allem Samuel L. Jackson und Michael Keaton) umgesetzt. Aber auch die noch stark von den heutigen Wunschvorstellungen geleitete wissenschaftliche Seite, vertreten durch einen gewohnt exzellenten Gary Oldman, muss sich keineswegs verstecken.

Alles in allem spannende Unterhaltung, die zwar keinen intellektuellen Tiefgang voraussetzt, immerhin aber einige ethische Grundfragen über die Entscheidungsfreiheit des Menschen aufwirft – und das ganze dann in effektvoller Weise mit einer ordentlichen Ladung Action inszeniert. Klassisches Popcorn-Kino, wie man es für einen entspannten Samstag Abend gebrauchen kann. Den Film sehe ich mir sicher noch ein paar Mal an.

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Gesehen: „Last Vegas“

Eine herrliche Komödie mit Tiefgang, wundervolle Unterhaltung und anrührender Herzschmerz in einem.

Eine herrliche Komödie mit Tiefgang, wundervolle Unterhaltung und anrührender Herzschmerz in einem.

Vor fünf Minuten waren wir noch 17…

Diese Zeile tiefer Erkenntnis aus dem Mund eines Siebzigjährigen verkörpert wundervoll den Tiefgang dieser schier unglaublichen Komödie. Die insgesamt 105 Minuten bestehen zu gut 60 Minuten nur aus Spaß und guter Laune (nicht zuletzt durch die mehr als gelungenen Anspielungen auf die unter Robert De Niros Mitwirkung entstandenen Mafia-Trilogie „Der Pate“), der Rest ist zwar durchaus ernst und regt unter Umständen dazu an, noch lange über die eine oder andere angeschnittene Thematik nachzudenken, doch all das ist stets unterhaltsam genug, damit der Film nie spröde oder gar belehrend wirkt. Vielmehr laufen sich oft minutenlang ein Schenkelklopfer nach dem anderen den Rang ab. Herrlich!

Star-Besetzung

Ein Grund für den hohen Spaßfaktor ist eindeutig die Star-Besetzung, denn hier kommt in vielerlei Hinsicht die „Crème de la Crème“ zusammen:

  • Robert De Niro
  • Michael Douglas
  • Morgan Freeman
  • Kevin Kline

Alle befinden sich in einem „fortgeschrittenen“ Alter, jeder von ihnen hat mehr Filme gemacht als manch ein anderer gesehen hat – und ihr Zusammenspiel ist schlicht perfekt: Vom Timing der Witze über das jeweils genau richtige Maß an Unter- oder Übertreibung, um den maximalen Spaßfaktor aus einer Szene „herauszukitzeln“, bis zu den vielen kleinen Gesten und mimischen Details, die das Ansehen so lohnend machen.

Handlung

Die Zusammenfassung, wie sie bei iTunes zu lesen ist:

Billy (…), Paddy (…), Archie (…) und Sam (…) sind beste Freunde seit Kindertagen. Als Billy, der eingefleischte Junggeselle der Truppe, seiner Freundin um die 30 endlich einen Antrag macht, fahren die vier nach Las Vegas mit dem Plan, sich nicht ihrem Alter entsprechend zu benehmen und alte glorreiche Tage wieder aufleben zu lassen. Kurz nach ihrer Ankunft erkennen die vier jedoch recht schnell, dass die Zeit Sin City veränderte und ihre Freundschaft auf nie erwartete Weise auf die Probe stellt. Das Rat Pack mag einmal im Sands gespielt haben und Cirque du Soleil mag nun den Strip regieren, aber diese vier machen Vegas absolut unsicher…

Fazit

Wer sich für fast zwei Stunden exquisit amüsieren will, ohne auf schauspielerische Qualität und einen Schuss Nachdenklichkeit zu verzichten, der darf hier beherzt zugreifen. Viel Spaß!

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Gesehen: „Storm Hunters“

Was für ein Schrott!

Was für ein Schrott!

Heute kann ich’s kurz machen, denn dieser Film ist und bleibt einfach Mist. Also in einem Satz: Finger weg von diesem Film!

Etwas ausführlicher: „Storm Hunters“ stellt hinsichtlich des darin vorzufindenden Qualitätsmangels einen neuen Rekord auf. Unter dieser Adresse (dort unter der Sparte „Movie Reviews“) findet man schon eine wirklich gute Auflistung von Filmen, deren Begründungen für die eine oder andere in der Handlung ergriffene Aktion aus Sicht der Physik auf äußerst wackeligen Beinen stehen.

Doch abgesehen von einer in dieser Hinsicht nicht als „realistisch“ zu bezeichnenden Darstellung vieler Sachverhalte entbehrt der Film auch noch einer so zu nennenden Handlung. Es gibt eine Reihe von Personen, die halt während des Films durch die Gegend fahren und Tornados jagen – aber wo ein gelungener Katastrophenfilm wie „Twister“ (mit dem leider viel zu früh verstorbenen Bill Paxton) noch eine humorvolle und anrührende Rahmenhandlung aufbaut, die dann die massiv computergestützten Actionszenen trägt, wird in „Storm Hunters“ darauf vorsorglich ganz verzichtet.

Daher das oben schon genannte Fazit: Nicht anschauen. Das sind völlig verschwendete anderthalb Stunden (und noch nicht einmal die werden voll).

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Gesehen: „Bruchreif“

Eine herrlich entspannte Komödie, die sich gänzlich der leichten Unterhaltung verschrieben hat — und darin absolut brilliert.

Eine herrlich entspannte Komödie, die sich gänzlich der leichten Unterhaltung verschrieben hat — und darin absolut brilliert.

Gestern Abend hatte ich das Vergnügen, gemeinsam mit meiner Frau zur abendlichen Entspannung eine mit hervorragenden Schauspielern besetzte und – für uns in diesem Fall sehr angenehm – wunderbar „leichte“ Komödie zu sehen: „Bruchreif“. In den Hauptrollen brillieren hierbei Christopher Walken, der sonst ja eher als Erzschurke auftritt, hier aber gerade durch seine ruhige Art für die meisten Lacher sorgt, Morgan Freeman und William H. Macy.

Handlung

Der kurze Infotext zum Film bei iTunes bringt die wichtigsten Elemente der Handlung schon gut auf den Punkt:

Drei brave Museumswärter, ein Schicksalsschlag – Trennung! Der neue Chef des Museums hat ihre über alles geliebten Kunstwerke nach Dänemark verkauft, um Platz für wüste Avantgarde-Kunst zu schaffen. Ihr halbes Leben haben Charles, Roger und George vor und mit ihren Lieblingswerken verbracht, ihr Verlust wäre wie eine Amputation. Doch bevor es so weit kommt, tüfteln die Brüder im Geiste einen genialen Coup aus. Sie werden ihre drei Favoriten vor den Dänen retten und einfach stehlen.

Sehr leicht ist zu erkennen, dass der Fokus stark auf der Situationskomik liegen muss – und das dann auch tatsächlich tut. Was aber meiner gestrigen Empfindung nach sehr angenehm ist, denn als Zuschauer begreift man ziemlich bald, dass es in diesem Film nicht darum gehen wird, ob die drei völlig verplanten und für diesen Job alles andere als geeigneten Herren es am Ende schaffen, ihr jeweiliges Lieblings-Kunstwerk zu „retten“. Der Fokus richtet sich darauf, wie sie es bewerkstelligen und natürlich was dabei alles schiefgeht.

Fazit

Ich mag es sehr, wenn Filme „einfach so“ funktionieren, ohne dass man jede Sekunde mit vollster Aufmerksamkeit zusehen muss. Noch dazu ist „Bruchreif“ nicht kompliziert, dennoch funktioniert die Mischung aus Situationskomik und gewohnt professionell dargebotenen Schauspiels von drei bewährten Altmeistern ihres Fachs ganz wunderbar. Dieser Film sorgt ganz unaufdringlich für gute Laune und wird sicher noch etliche Male über unseren Fernseh-Bildschirm laufen dürfen.

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Gesehen: „Tarzan – Der Affenmensch“

Ein uralter, aber dennoch sehenswerter Klassiker: „Tarzan – Der Affenmensch“ mit Johnny Weissmüller und Maureen O'Sullivan

Ein uralter, aber dennoch sehenswerter Klassiker: „Tarzan – Der Affenmensch“ mit Johnny Weissmüller und Maureen O’Sullivan

Vor ein paar Wochen gab es diesen Klassiker des Abenteuerfilms bei iTunes in der 3,99 €-Abteilung. Da ich den Film als Kind mehrfach gesehen und absolut geliebt habe, musste ich ihn mir zulegen. Am vergangenen Wochenende hatte ich endlich mal die Möglichkeit, ihn in Ruhe anzusehen.

Keine Musik

Als erstes fiel mir ganz drastisch auf, dass der Film völlig auf eine dezidierte Filmmusik verzichtet. Das kennt man heute überhaupt nicht mehr. Das einzige Beispiel der ganzen letzten Jahre, nein: Jahrzehnte, war „Cast Away – Verschollen“ mit Tom Hanks, bei dem für die gesamte Zeit, in der der verschollene Fed Ex-Mitarbeiter allein auf einer einsamen Insel festsitzt, alle Musik ausgesetzt wird. Erst bei der Rückkehr in die Zivilisation hören wir wieder eine musikalische Untermalung, was diese umso intensiver wirken lässt.

Bei Tarzan ist es nicht so: Der Film weist am Anfang exakt 40 Sekunden Musik als Untermalung für die „Opening Credits“ auf, diese könnten sogar für diesen Film komponiert worden sein, zumindest konnte ich das Werk nicht erkennen. Am Ende hört man nochmal exakt 20 Sekunden aus der „Romeo und Julia. Fantasie-Ouvertüre“ von Peter I. Tschaikowsky. Zusammen also eine Minute Musik, die aber nur gespielt wird, während der eigentliche Film (also die Handlung) mit einer Länge von 101 Minuten nicht läuft.

Interessanterweise kannte ich den Film ja schon so, daher war ich nicht wirklich überrascht, dennoch verändert die Absenz von untermalender Musik auf spektakuläre Weise die Zeitwahrnehmung. Musik glättet auch viele kleine Ecken und Kanten eines Films, die durch eine leicht durchwachsene Handlung stehen bleiben. Hier eben nicht, weswegen die eine oder andere Stelle etwas holprig rüberkommt.

Interessantes Frauenbild

Spannender als früher fand ich meine Wahrnehmung des Frauenbilds, ganz speziell geht es ja um Jane (genau die aus dem berühmten Zitat): Am Anfang tritt sie sehr energisch, burschikos, leicht arrogant und schon fast übermütig auf. Niemand würde ihr zutrauen, nur wenige Filmminuten später schon ein hilfloses Häuflein Elend zu sein, das beim bloßen Anblick eines (wohlgemerkt: kleinen) Affen in verzweifeltes Geschrei ausbricht. Das ist eine der Stellen, bei denen die Musik die unterschiedlichen Facetten etwas glätten und durch ein absolut denkbares „Jane-Thema“ in Einklang bringen könnte. So aber bleibt der Widerspruch im Charakter der Jane bestehen. Auch später ist es immer eine – womöglich damals als besonders aufreizend empfundene – Mischung aus naiver Verängstigung bzw. übertrieben unselbstständiger Hilflosigkeit und einer gekonnten Inszenierung weiblicher Reize, wodurch der „Affen-Mann“ eingewickelt wird.

Absenz von Special Effects

Klar, damals gab es noch keine Special Effects im heutigen Sinne, aber als Tarzan in den letzten 20 Minuten dreimal gegen Löwen und andere Raubtiere kämpft und jeweils nach längerem Gerangel am Boden ohne einen einzigen Kratzer wieder aufsteht, leidet die (bei einem Abenteuer-Film ja ohnehin nicht essentielle) Glaubwürdigkeit enorm. Wenn ich bedenke, wie oft ich mir schon beim Spülen einen Schnitt an einem im Spülwasser versteckten Messer eingefangen habe oder wie ich mir mal ein blaues Auge beim Tragen einer Hi-Hat geschlagen habe (hier), dann ist der Kampf mit zwei Löwen binnen zweier Minuten ohne jegliche sichtbare Blessuren ein arges „Understatement“.

Noch cooler sind die Stellen, an denen gezeigt werden soll, wie schnell sich Tarzan sowohl auf dem Boden als auch in den Bäumen fortbewegen kann. Dabei wurde der Film einfach etwas schneller abgespielt. (Sarkasmus ein) Das fällt ja auch überhaupt nicht auf. (Sarkasmus aus) Allerdings darf ich nicht zu herablassend klingen, denn für seine Zeit war der Film absolut spektakulär.

Der Tarzan-Schrei

Und ganz ehrlich: Der wichtigste Grund, sich einen Tarzan-Film mit Johnny Weismüller anzusehen, ist und bleibt der Tarzan-Schrei. Den konnte einfach niemand anderer in dieser Qualität darbieten. Und in dieser Hinsicht wurde ich auch nicht enttäuscht, denn allein in diesem einen Film darf man ihn locker acht oder zehn Mal hören. Hach, da wird einem ganz nostalgisch verklärt ums Herz…

Fazit

Ein wunderschöner Trip auf der Nostalgie-Straße, überraschend der Erinnerung ähnlich und doch so verschieden, da aus einer völlig anderen Geisteshaltung heraus erneut gesehen. Wer den Film so wie ich seit locker 20 oder 25 Jahren nicht mehr gesehen hat, könnte durch einen erneuten Genuss nicht nur ein wenig erstaunt werden. Allerdings darf der Film jetzt wieder ein Jahr in den „Winterschlaf“ gehen, denn zu viel Nostalgie ist auch wieder nicht gut.

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Gesehen: „Pathfinder – Fährte des Kriegers“

„Pathfinder – Fährte des Kriegers“: Interessant, aber in der Summe vorhersehbar und (mir) etwas zu blutrünstig.

„Pathfinder – Fährte des Kriegers“: Interessant, aber in der Summe vorhersehbar und (mir) etwas zu blutrünstig.

Vor ein paar Wochen habe ich mir bei den 3,99 €-Angeboten im iTunes Store den Film „Pathfinder – Fährte des Kriegers“ geleistet. Die ausschlaggebenden Gründe dafür waren:

  • Karl Urban, die Neubesetzung von „Pille“ (eigentlich ja Dr. Leonard McCoy) aus dem Star Trek-Universum, spielt die Hauptrolle.
  • Die Kurzbeschreibung (s.u.), die irgendwie auf ein wenig mehr Finesse hatte hoffen lassen…

Klappentext

Die Kurzfassung des Inhalts, bzw. der sog. „Anreißer“ zu diesem Film liest sich wie folgt:

Als die Wikinger mit mächtigen Drachenbooten die amerikanische Küste erreichen, fallen sie mit barbarischen Eroberungszügen in das Land ein. Blutige Kämpfe um Ehre und Eroberung beginnen, in denen sich die indianischen Stämme gegen die Wikinger erbittert zur Wehr setzen. „Pathfinder“ erzählt die Geschichte eines Wikingerjungen, der nach einem Schiffbruch von seinem Clan zurückgelassen wird. Er wird von Indianern entdeckt, aufgenommen und großgezogen und erhält den Namen „Ghost“. Als die Wikinger Jahre später erneut das Leben der Indianerstämme bedrohen, muss sich der mittlerweile erwachsene Ghost entscheiden, auf welcher Seite er steht, und zieht in einen persönlichen Kampf gegen die Wikinger, um ihren Weg der Zerstörung und des Todes zu stoppen.

Fazit

Irgendwie klang der Anreißer-Text für mich so, als würde man da auch einiges über die Indianerstämme erfahren, was sehr interessant gewesen wäre. Doch leider bleibt das fast vollkommen außen vor. Stattdessen wird gekämpft, gemordet, gejagt, verbrannt, erschlagen, gemetzelt… Etwas zu viel des „Guten“ für meinen Geschmack.

Karl Urban kann ein bisschen was retten, aber letztlich ist es ein reiner Haudrauf-Film, der eben jene erhoffte Finesse, die in der Kurzfassung der Handlung durchaus noch möglich gewesen wäre, schmerzlich vermissen lässt. Die Einstufung „Ab 18 Jahren“ hätte mir schon eine Lehre sein sollen. Egal, als das Gehirn nicht fordernder Zeitvertreib einmal im Jahr ist der Film durchaus geeignet – ich habe auch schon einige viel schlechtere Filme gesehen.

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Gesehen: „Harry Brown“

Ein teilweise sehr bedrückender und vermutlich einigermaßen realistischer Film mit einer fragwürdigen Botschaft...

Ein teilweise sehr bedrückender und vermutlich einigermaßen realistischer Film mit einer fragwürdigen Botschaft…

Bereits vor ein paar Wochen kaufte ich in der 3,99 €-Sektion den Film „Harry Brown“, maßgeblich weil Michael Caine die Hauptrolle spielt. Nicht erst seit „Batman Begins“ schätze ich ihn als großartigen Schauspieler, der mittlerweile in dem Alter angekommen ist, dass er sich die Rollen wirklich aussuchen kann.

Handlung

Harry Brown ist ein englischer Rentner, in seinem früheren Berufsleben war er bei der Spezialeinheit der Armee, was ihm unter anderem auch eine Dienstzeit in Nordirland einbrachte. Nun aber lebt er allein (seine ohnehin seit längerer Zeit im Koma liegende Frau stirbt gleich zu Beginn des Films) und fühlt sich zusehends verloren in einer Welt, die sich weiterbewegt hat. Mit Schrecken beobachtet er, wie jugendliche Banden seine nähere Umgebung in ein Tollhaus verwandeln, in dem offen Gewalt ausgeübt und mit Drogen gedealt wird. Einer seiner wenigen Freunde berichtet ihm davon, dass er von den Jugendlichen schon mehrfach bedroht worden sei. Bereits am nächsten Tag ist er tot, erstochen von einer der Jugendbanden. Da brennt bei Harry eine Sicherung durch: Er besorgt sich eine Waffe (wobei er die zwei finsteren Typen, von denen er die Waffe ursprünglich kaufen wollte, gleich einmal über den Haufen schießt) und macht sich auf, um Selbstjustiz zu üben…

Zweifelhafte Botschaft

Natürlich ist das der klassische Bauplan für einen Action-Film, leider geht die Geschichte – Achtung: Spoiler! – so aus, dass der Kriegsveteran am Ende ungeschoren mit einer ganzen Menge Morde auf seinem Gewissen aus der Affäre hervorgeht. Da muss ich dann doch hinterfragen, was sich die Autoren des Drehbuchs dabei gedacht haben. Denn letztlich wird eindeutig das Signal ausgesandt: „Selbstjustiz ist ok, solange dich keiner dabei erwischt.“ Damit kann ich mich nicht identifizieren.

Alter Darsteller in einem Action-Film – geht das denn?

Spannend ist ja auch die Frage, ob ein Action-Film mit einem Hauptdarsteller, der zu diesem Zeitpunkt (der Film erschien 2009) bereits 76 Jahre alt war (Michael Caine ist Jahrgang 1933), überhaupt überzeugend funktionieren kann. Doch in dieser Hinsicht kann ich volle Entwarnung geben, denn gerade weil Michael Caine in diese Rolle geradezu hineingealtert ist, passt das perfekt. An Action wird nicht gespart, die eine oder andere Szene hätte meinetwegen durchaus auch entschärft werden können.

Realistisch

Insgesamt wirkt der Film in seiner Gesamtheit sehr realistisch („echte“ Erfahrungen mit der Thematik habe ich ja glücklicherweise nicht), was den Film streckenweise zu einer echt beklemmenden Angelegenheit macht. Bei den Kommentaren zum Film in der IMDb (hier) äußern sich mehrere Nutzer in der Weise, dass der Film das Leben in einem Problembezirk Londons zu der Zeit recht akkurat porträtiere.

Fazit

Der Film ist sehr gut gemacht, die Handlung wirkt auf mich äußerst realistisch (und darin beklemmend, was den Film nicht zu einem amüsanten Action-Film macht), der Hauptdarsteller brilliert, insgesamt handelt es sich für ein Regie-Debut (Daniel Barber) um einen kraftvollen und gelungenen Einstieg. Besonders häufig werde ich mir den Film jedoch vermutlich nicht ansehen, denn er verbreitet eine derart pessimistische und düstere Sicht auf das Großstadtleben, dass er eher als Milieustudie denn als Unterhaltung taugt.

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Gesehen: „Star Trek: Beyond“

Ein klasse Action-Film, der sich (leider) immer weiter von den eigentlichen Star Trek-Eckpfeilern entfernt...

Ein klasse Action-Film, der sich (leider) immer weiter von den eigentlichen Star Trek-Eckpfeilern entfernt…

Am vergangenen Donnerstag haben wir uns zum ersten Mal den neuesten Star Trek-Film mit dem Titel „Beyond“ angesehen. Alles in allem ist der Film ein echter Hingucker, denn für die Augen wird ein opulentes Fest geboten, sowohl hinsichtlich der Kostüme, des Make-Up bzw. der Masken, auch auf Seiten der Musik sowie der Action-Choreographien und der visuellen Effekte. Wirklich sehr ansprechend.

Gleichzeitig hinterließ der Film bei mir einen etwas zwiespältigen Eindruck, da die früher für Star Trek noch so zentralen Themen vom knallharten und durchaus spektakulären Action-Anteil schlichtweg in den Hintergrund gedrängt wurden. Und das sogar in einem derartigen Ausmaß, dass sie weitgehend zu fehlen scheinen. Nun habe ich den Film lediglich ein einziges Mal gesehen, eventuell ändert sich da noch etwas an meiner Einstellung, wenn ich den Film noch ein- oder zweimal gesehen habe. Doch im Vergleich zu „Star Trek IX: Der Aufstand“, der ganz zentral den Aspekt der Humanität, der Legalität, der Gerechtigkeit (und viele andere der wirklich tief in der Trekkie-Seele verankerten Topoi) behandelte, war dies auf den ersten Blick ein zwar opulentes, doch streckenweise sinnentleertes Science Fiction-Geballere.

Ich gebe zu, dass meine Meinung noch nicht gefestigt ist, der Film verdient auch eine zweite und dritte Chance (so eine würde ich „Sunshine“ nicht ohne Weiteres einräumen). Sollte sich meine Wahrnehmung noch maßgeblich ändern, schreibe ich einen Anhang zu dieser Rezension.

Handlung

Die Enterprise dockt an einer Raumstation an, empfängt eine Bitte um Hilfe von der Vertreterin eines fremden Volkes. Natürlich bietet man die Hilfe an, muss dann aber beim Eintritt in das Zielsystem erkennen, dass es eine brutale Falle war. Binnen kurzer Zeit wird die Enterprise von einem schier übermächtigen Feind angegriffen, besiegt und weitgehend zerstört, die Mannschaft wird auf einem Planeten des gerade angeflogenen Systems gefangen gehalten. Nur die üblichen Verdächtigen (Kirk, Spock, Pille…) und ein neuer Charakter, die mysteriöse Jaylah, schlagen sich allein oder in kleinen Gruppen durch, um eine Lösung für die verfahrene Situation zu finden, was am Ende natürlich gelingt. Die gemeinsame Anstrengung und die in der Gruppe durchstandene Notsituation schweißt die Mannschaft noch fester zusammen, als es vorher der Fall gewesen war.

Fazit

Meine oben ausgebreitete Kritik zeichnet ein etwas düsteres Bild, was nicht in meinem Interesse liegt, denn alle Kritikpunkte beziehen sich eher darauf, dass der Film nicht so ganz in das gewohnte Star Trek-Gedankengebäude passt. Er „leiht sich“ die bekannten Figuren (und das Schiff), baut darum eine solide Action-Handlung, vergisst aber leider zu sehr seine Wurzeln in eben diesem Star Trek-Universum. Und wir Trekkies sind dann doch sehr daran gewöhnt, dass die altbekannten Topoi eine gewichtige Rolle spielen, weswegen der Film auf dieser Ebene leider enttäuschen muss.

Damit möchte ich aber nicht falsch verstanden werden: Wem diese grundlegende Star Trek-Philosophie oder -Ethik egal ist, der kann den Film ganz einfach als grandioses Action-Kino genießen (so werde ich ihn mir sicher auch noch etliche Mal abends ansehen). Optik und Musik (Michael Giacchino wie immer in Höchstform) passen ebenfalls, hier gibt es ganz und gar nichts zu beanstanden.

Wenn man jedoch diesen Film mit „Star Trek VIII: Der erste Kontakt“ oder „Star Trek IX: Der Aufstand“ – beide stellen für mich die Krone der (modernen) Star Trek-Filme dar – vergleicht, dann kann er trotz der wesentlich krasseren Action-Szenen niemals mithalten. Schade, sehr schade, denn das Potenzial hätte der Film durchaus gehabt. Es wurde aber vorschnell zugunsten einer sehr rasch fortschreitenden (dafür aber nicht in die Tiefe reichenden) Handlung ungenutzt gelassen.

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