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Gesehen: „Pathfinder – Fährte des Kriegers“

„Pathfinder – Fährte des Kriegers“: Interessant, aber in der Summe vorhersehbar und (mir) etwas zu blutrünstig.

„Pathfinder – Fährte des Kriegers“: Interessant, aber in der Summe vorhersehbar und (mir) etwas zu blutrünstig.

Vor ein paar Wochen habe ich mir bei den 3,99 €-Angeboten im iTunes Store den Film „Pathfinder – Fährte des Kriegers“ geleistet. Die ausschlaggebenden Gründe dafür waren:

  • Karl Urban, die Neubesetzung von „Pille“ (eigentlich ja Dr. Leonard McCoy) aus dem Star Trek-Universum, spielt die Hauptrolle.
  • Die Kurzbeschreibung (s.u.), die irgendwie auf ein wenig mehr Finesse hatte hoffen lassen…

Klappentext

Die Kurzfassung des Inhalts, bzw. der sog. „Anreißer“ zu diesem Film liest sich wie folgt:

Als die Wikinger mit mächtigen Drachenbooten die amerikanische Küste erreichen, fallen sie mit barbarischen Eroberungszügen in das Land ein. Blutige Kämpfe um Ehre und Eroberung beginnen, in denen sich die indianischen Stämme gegen die Wikinger erbittert zur Wehr setzen. „Pathfinder“ erzählt die Geschichte eines Wikingerjungen, der nach einem Schiffbruch von seinem Clan zurückgelassen wird. Er wird von Indianern entdeckt, aufgenommen und großgezogen und erhält den Namen „Ghost“. Als die Wikinger Jahre später erneut das Leben der Indianerstämme bedrohen, muss sich der mittlerweile erwachsene Ghost entscheiden, auf welcher Seite er steht, und zieht in einen persönlichen Kampf gegen die Wikinger, um ihren Weg der Zerstörung und des Todes zu stoppen.

Fazit

Irgendwie klang der Anreißer-Text für mich so, als würde man da auch einiges über die Indianerstämme erfahren, was sehr interessant gewesen wäre. Doch leider bleibt das fast vollkommen außen vor. Stattdessen wird gekämpft, gemordet, gejagt, verbrannt, erschlagen, gemetzelt… Etwas zu viel des „Guten“ für meinen Geschmack.

Karl Urban kann ein bisschen was retten, aber letztlich ist es ein reiner Haudrauf-Film, der eben jene erhoffte Finesse, die in der Kurzfassung der Handlung durchaus noch möglich gewesen wäre, schmerzlich vermissen lässt. Die Einstufung „Ab 18 Jahren“ hätte mir schon eine Lehre sein sollen. Egal, als das Gehirn nicht fordernder Zeitvertreib einmal im Jahr ist der Film durchaus geeignet – ich habe auch schon einige viel schlechtere Filme gesehen.

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Gesehen: „Harry Brown“

Ein teilweise sehr bedrückender und vermutlich einigermaßen realistischer Film mit einer fragwürdigen Botschaft...

Ein teilweise sehr bedrückender und vermutlich einigermaßen realistischer Film mit einer fragwürdigen Botschaft…

Bereits vor ein paar Wochen kaufte ich in der 3,99 €-Sektion den Film „Harry Brown“, maßgeblich weil Michael Caine die Hauptrolle spielt. Nicht erst seit „Batman Begins“ schätze ich ihn als großartigen Schauspieler, der mittlerweile in dem Alter angekommen ist, dass er sich die Rollen wirklich aussuchen kann.

Handlung

Harry Brown ist ein englischer Rentner, in seinem früheren Berufsleben war er bei der Spezialeinheit der Armee, was ihm unter anderem auch eine Dienstzeit in Nordirland einbrachte. Nun aber lebt er allein (seine ohnehin seit längerer Zeit im Koma liegende Frau stirbt gleich zu Beginn des Films) und fühlt sich zusehends verloren in einer Welt, die sich weiterbewegt hat. Mit Schrecken beobachtet er, wie jugendliche Banden seine nähere Umgebung in ein Tollhaus verwandeln, in dem offen Gewalt ausgeübt und mit Drogen gedealt wird. Einer seiner wenigen Freunde berichtet ihm davon, dass er von den Jugendlichen schon mehrfach bedroht worden sei. Bereits am nächsten Tag ist er tot, erstochen von einer der Jugendbanden. Da brennt bei Harry eine Sicherung durch: Er besorgt sich eine Waffe (wobei er die zwei finsteren Typen, von denen er die Waffe ursprünglich kaufen wollte, gleich einmal über den Haufen schießt) und macht sich auf, um Selbstjustiz zu üben…

Zweifelhafte Botschaft

Natürlich ist das der klassische Bauplan für einen Action-Film, leider geht die Geschichte – Achtung: Spoiler! – so aus, dass der Kriegsveteran am Ende ungeschoren mit einer ganzen Menge Morde auf seinem Gewissen aus der Affäre hervorgeht. Da muss ich dann doch hinterfragen, was sich die Autoren des Drehbuchs dabei gedacht haben. Denn letztlich wird eindeutig das Signal ausgesandt: „Selbstjustiz ist ok, solange dich keiner dabei erwischt.“ Damit kann ich mich nicht identifizieren.

Alter Darsteller in einem Action-Film – geht das denn?

Spannend ist ja auch die Frage, ob ein Action-Film mit einem Hauptdarsteller, der zu diesem Zeitpunkt (der Film erschien 2009) bereits 76 Jahre alt war (Michael Caine ist Jahrgang 1933), überhaupt überzeugend funktionieren kann. Doch in dieser Hinsicht kann ich volle Entwarnung geben, denn gerade weil Michael Caine in diese Rolle geradezu hineingealtert ist, passt das perfekt. An Action wird nicht gespart, die eine oder andere Szene hätte meinetwegen durchaus auch entschärft werden können.

Realistisch

Insgesamt wirkt der Film in seiner Gesamtheit sehr realistisch („echte“ Erfahrungen mit der Thematik habe ich ja glücklicherweise nicht), was den Film streckenweise zu einer echt beklemmenden Angelegenheit macht. Bei den Kommentaren zum Film in der IMDb (hier) äußern sich mehrere Nutzer in der Weise, dass der Film das Leben in einem Problembezirk Londons zu der Zeit recht akkurat porträtiere.

Fazit

Der Film ist sehr gut gemacht, die Handlung wirkt auf mich äußerst realistisch (und darin beklemmend, was den Film nicht zu einem amüsanten Action-Film macht), der Hauptdarsteller brilliert, insgesamt handelt es sich für ein Regie-Debut (Daniel Barber) um einen kraftvollen und gelungenen Einstieg. Besonders häufig werde ich mir den Film jedoch vermutlich nicht ansehen, denn er verbreitet eine derart pessimistische und düstere Sicht auf das Großstadtleben, dass er eher als Milieustudie denn als Unterhaltung taugt.

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Gesehen: „Star Trek: Beyond“

Ein klasse Action-Film, der sich (leider) immer weiter von den eigentlichen Star Trek-Eckpfeilern entfernt...

Ein klasse Action-Film, der sich (leider) immer weiter von den eigentlichen Star Trek-Eckpfeilern entfernt…

Am vergangenen Donnerstag haben wir uns zum ersten Mal den neuesten Star Trek-Film mit dem Titel „Beyond“ angesehen. Alles in allem ist der Film ein echter Hingucker, denn für die Augen wird ein opulentes Fest geboten, sowohl hinsichtlich der Kostüme, des Make-Up bzw. der Masken, auch auf Seiten der Musik sowie der Action-Choreographien und der visuellen Effekte. Wirklich sehr ansprechend.

Gleichzeitig hinterließ der Film bei mir einen etwas zwiespältigen Eindruck, da die früher für Star Trek noch so zentralen Themen vom knallharten und durchaus spektakulären Action-Anteil schlichtweg in den Hintergrund gedrängt wurden. Und das sogar in einem derartigen Ausmaß, dass sie weitgehend zu fehlen scheinen. Nun habe ich den Film lediglich ein einziges Mal gesehen, eventuell ändert sich da noch etwas an meiner Einstellung, wenn ich den Film noch ein- oder zweimal gesehen habe. Doch im Vergleich zu „Star Trek IX: Der Aufstand“, der ganz zentral den Aspekt der Humanität, der Legalität, der Gerechtigkeit (und viele andere der wirklich tief in der Trekkie-Seele verankerten Topoi) behandelte, war dies auf den ersten Blick ein zwar opulentes, doch streckenweise sinnentleertes Science Fiction-Geballere.

Ich gebe zu, dass meine Meinung noch nicht gefestigt ist, der Film verdient auch eine zweite und dritte Chance (so eine würde ich „Sunshine“ nicht ohne Weiteres einräumen). Sollte sich meine Wahrnehmung noch maßgeblich ändern, schreibe ich einen Anhang zu dieser Rezension.

Handlung

Die Enterprise dockt an einer Raumstation an, empfängt eine Bitte um Hilfe von der Vertreterin eines fremden Volkes. Natürlich bietet man die Hilfe an, muss dann aber beim Eintritt in das Zielsystem erkennen, dass es eine brutale Falle war. Binnen kurzer Zeit wird die Enterprise von einem schier übermächtigen Feind angegriffen, besiegt und weitgehend zerstört, die Mannschaft wird auf einem Planeten des gerade angeflogenen Systems gefangen gehalten. Nur die üblichen Verdächtigen (Kirk, Spock, Pille…) und ein neuer Charakter, die mysteriöse Jaylah, schlagen sich allein oder in kleinen Gruppen durch, um eine Lösung für die verfahrene Situation zu finden, was am Ende natürlich gelingt. Die gemeinsame Anstrengung und die in der Gruppe durchstandene Notsituation schweißt die Mannschaft noch fester zusammen, als es vorher der Fall gewesen war.

Fazit

Meine oben ausgebreitete Kritik zeichnet ein etwas düsteres Bild, was nicht in meinem Interesse liegt, denn alle Kritikpunkte beziehen sich eher darauf, dass der Film nicht so ganz in das gewohnte Star Trek-Gedankengebäude passt. Er „leiht sich“ die bekannten Figuren (und das Schiff), baut darum eine solide Action-Handlung, vergisst aber leider zu sehr seine Wurzeln in eben diesem Star Trek-Universum. Und wir Trekkies sind dann doch sehr daran gewöhnt, dass die altbekannten Topoi eine gewichtige Rolle spielen, weswegen der Film auf dieser Ebene leider enttäuschen muss.

Damit möchte ich aber nicht falsch verstanden werden: Wem diese grundlegende Star Trek-Philosophie oder -Ethik egal ist, der kann den Film ganz einfach als grandioses Action-Kino genießen (so werde ich ihn mir sicher auch noch etliche Mal abends ansehen). Optik und Musik (Michael Giacchino wie immer in Höchstform) passen ebenfalls, hier gibt es ganz und gar nichts zu beanstanden.

Wenn man jedoch diesen Film mit „Star Trek VIII: Der erste Kontakt“ oder „Star Trek IX: Der Aufstand“ – beide stellen für mich die Krone der (modernen) Star Trek-Filme dar – vergleicht, dann kann er trotz der wesentlich krasseren Action-Szenen niemals mithalten. Schade, sehr schade, denn das Potenzial hätte der Film durchaus gehabt. Es wurde aber vorschnell zugunsten einer sehr rasch fortschreitenden (dafür aber nicht in die Tiefe reichenden) Handlung ungenutzt gelassen.

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Gesehen: „Sunshine“

Vielversprechendes Setting für einen actiongeladenen Science Fiction-Film, nur leider grottig in der Umsetzung...

Vielversprechendes Setting für einen actiongeladenen Science Fiction-Film, nur leider grottig in der Umsetzung…

Gleich vorweg: Finger weg von diesem Schrott! Das sage ich nicht leichtfertig, denn die Optik des Films ist an sich ziemlich gut, einem modernen Science Fiction-Film durchaus angemessen. Doch leider, leider gleitet die Handlung im Verlauf immer weiter ab in Richtung eines ziemlich unappetitlichen Horror-Films.

Das Setting des Films ist eine Variation dessen, was mir an „The Core – Der innere Kern“ so gut gefallen hat: Mittels Wissenschaft (oder zumindest Pseudo-Wissenschaft) muss die Menschheit sich aus einer ihren Fortbestand bedrohenden Notlage befreien (je nach Variante dieser Grundidee kann man ergänzen: in die sich die Menschheit auch selbst hineinmanövriert hat). Im Falle von „The Core – Der innere Kern“ reisen die Menschen ins Erdinnere, um den Kern wieder in Bewegung zu versetzen, im Fall von „Sunshine“ begeben sie sich auf den Weg zur Sonne, um diese mittels einer gigantischen Fusions-Bombe vor dem Verlöschen zu bewahren.

So unrealistisch das Setting auch ist – der Menschheit steht nun einmal keinerlei Technologie zur Verfügung, die ein derartiges Unterfangen jetzt oder in den kommenden Jahrhunderten ermöglichen würde –, ein unterhaltsamer Science Fiction-Film mit haufenweise Action und spektakulären visuellen Effekten müsste sich daraus schon stricken lassen.

Die ersten Minuten sind auch wirklich vielversprechend, epische Bilder, langsame Kamera-Schwenks, perfekte visuelle Effekte, alles richtig gut. Ich frohlockte schon und machte mich auf einen unterhaltsamen Filmabend gefasst. Doch dann prügeln sich plötzlich – vollkommen aus dem Blauen heraus – zwei der männlichen Darsteller. Der Grund dafür? Wird nicht verraten, auch nicht groß weiter verfolgt. Das war gestern beim Ansehen der erste Moment, in dem ich stutzte, denn normalerweise gibt es ausreichend filmische Erzähltechniken, die eine solche Eskalation der Gewalt mehr oder weniger subtil vorbereiten könnten. Doch keine davon kam zum Einsatz. Mitten hinein in die spürbar noch laufende Eröffnungsphase des Films platzt diese unmotivierte Prügelei. Irgendwie gab mir das schon einmal einen Dämpfer.

Und dann wird es zunehmend schlimmer. Nach und nach sterben einzelne oder auch gleich mehrere Crew-Mitglieder, zum Teil auf nicht gerade leckere Weise. Und irgendwann dockt die Mannschaft am Schiff ihrer Vorgänger-Mission an, das führerlos im All treibt. Obwohl seit sieben Jahren kein Lebenszeichen von diesem Schiff mehr ausgeht, scheint der Captain überlebt zu haben. Nur halt nicht als richtiger Mensch, eher als eine Art Dämon. Und ab da verliert der Film völlig jeden Rest von peripherer Glaubwürdigkeit. Außerdem wird es unappetitlich, denn das Mensch-Dämon-Wesen benutzt Skalpelle und taucht unvermittelt und höchst erschreckend aus dunklen Ecken auf, um diese Geräte auf genau die Weise anzuwenden, die der hippokratische Eid nicht vorgesehen hatte…

Das Ende ist dann derart absurd (ich verrate nur so viel: zwei der Protagonisten stürzen über eine Kante, doch die Gesetze der Schwerkraft scheinen außer Kraft gesetzt zu sein, denn dort rutschen sie ein Stück hinab, halten an, dann laufen sie einfach weiter. Spätestens da wollte mein Gehirn den Weg seitlich aus meinem Kopf heraus antreten. Ich musste ihm zwei Schoko-Ostereier in den Weg stellen, sonst hätte ich diese Rezension nicht mehr schreiben können…

Fazit

  • Wer einen amüsanten Abend erleben will: Finger weg!
  • Wer sich für einen guten Science Fiction-Film interessiert: Finger weg!
  • Wer nichts von Horror-Elementen hält: Finger weg!

Klingt fies, ist auch nicht sonderlich positiv formuliert, doch es gibt so viele gute Filme, dass ich es mir einfach erlauben kann, auch einmal vor einem – meiner Meinung nach – wirklich nicht gelungenen Film zu warnen. Basta!

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Gesehen: „Alien Autopsy“

Eine herrliche Science Fiction-Komödie, die ich mir unbedingt noch ein paar Mal ansehen werde!

Eine leicht bekömmliche Science Fiction-Komödie, die ich mir unbedingt noch ein paar Mal ansehen werde!

Ganz ehrlich: Als ich den Film gestern startete, erwartete ich einen völlig anderen Film. Schon eine Pseudo-Dokumentation, die allerdings eher auf eine tatsächlich (wenngleich natürlich fiktive) Alien-Landung ausgerichtet wäre. Doch es geht – Achtung: ein Mini-Spoiler! – eigentlich „nur“ um den geschickten Versuch, eine solche Dokumentation zu fälschen.

Dennoch ist der Film in der Summe schön amüsant, sodass ich mich überhaupt nicht beschweren möchte. Ich musste einige Male wirklich laut losprusten, an vielen weiteren Stellen breit grinsen oder still vor mich hin lächeln. Auf jeden Fall verbreitet der Film gute Laune – auch wenn er sicher nicht zum wirklich „großen Kino“ gehört.

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Roland Emmerich x2

In den letzten Tagen habe ich gleich zwei Filme von Roland Emmerich gesehen. Einen kannte ich schon, der gehört noch zu seinem „Frühwerk“, der andere ist relativ aktuell.

Moon 44

Ein früher Science Fiction-Film von Roland Emmerich, der leider an einer unglaublichen Menge dämlicher Dialoge leidet...

Ein früher Science Fiction-Film von Roland Emmerich, der leider an einer unglaublichen Menge dämlicher Dialoge leidet…

„Moon 44“ ist mittlerweile schon ziemlich in die Jahre gekommen. Insgesamt strahlt er eine bis heute sehr futuristische Grundstimmung aus, die mir gefällt, deswegen habe ich vor ein paar Wochen zugeschlagen, als der Film in der 3,99 €-Abteilung bei iTunes landete. Beim Ansehen freute ich mich auf dieses nostalgische Gefühl des wohligen Wiedererkennens, das sich angesichts mindestens eines Jahrzehnts meiner Abstinenz von diesem Film sicherlich einstellen würde. Ich wurde in dieser Hinsicht auch nicht enttäuscht, leider musste ich aber auch feststellen, wie unglaublich platt und beschränkt viele der Dialoge gehalten sind. Dass es so schlimm sein würde, war mir vorher nicht bewusst. Dennoch: Für mich als Science Fiction-Fan und in diesem Fall Nostalgiker war es ein willkommenes Erlebnis, das eine Verbindung zu meiner Adoleszenz herstellte.

Independence Day – Wiederkehr

Der zweite Teil von „Independence Day“ – mir gefiel er offensichtlich besser als vielen anderen Leuten, denn im Netz mangelt es nicht an Kritik...

Der zweite Teil von „Independence Day“ – mir gefiel er offensichtlich besser als vielen anderen Leuten, denn im Netz mangelt es nicht an Kritik…

Gerade gestern Abend sah ich zum ersten Mal überhaupt den zweiten Teil von „Independence Day“ mit dem Namenszusatz „Wiederkehr“. Selbstverständlich kann der Film nicht an die vielen genialen Ideen des ersten Teils anknüpfen, denn die sind ja schon verbraten. Doch alles in allem ist es ein absolut solider Unterhaltungsfilm mit fabulösen Effekten. Und wenn ich ganz ehrlich sein soll: Bei einem Science Fiction-Film, der an diesen ersten Teil anknüpfen soll, auf Realismus zu hoffen… Na ja, ich sag mal so: „Der Kandidat hat heute keine Waschmaschine gewonnen.“

Faszinierend war für mich vor allem, auf welch sympathische Weise viele der Schauspieler aus dem ersten Teil gealtert waren. Die meisten von ihnen (im innersten Kern sind es ja fast ausschließlich Männer) kommen wesentlich besser weg als damals (allen voran Jeff Goldblum und Bill Pullman).

Der absolute Bonus – vor allem für mich als Star Trek-Fan – ist natürlich Brent Spiner in seiner Rolle als Dr. Okun. Ein bisschen drängte sich mir der Verdacht auf, dass der gesamte neue Film eigentlich nur von seiner Teilnahme abhing. Letztlich war ja klar, dass sich ein ganzer Stapel Trekkies nur seinetwegen den Film ansehen würden. Bei mir war es nicht der einzige, wohl aber einer der entscheidenden Gründe.

Einen kleinen Vorteil gibt es im Vergleich zum ersten Teil: Der Film kommt schneller zur Sache. Da beim ersten Film erst einmal ein Mysterium draus gemacht werden musste, was für die Satelliten-Störungen und die unerklärlichen Phänomene zuständig war, konnte der zweite Film direkt dort ansetzen und direkt in die Handlung einsteigen, ohne gut 30 Minuten für den Spannungsaufbau zu benötigen.

Im Wikipedia-Artikel zum Film wird ausführlich über die Kritiken berichtet, die ich weitgehend nachvollziehen kann. Dennoch ist es so, wie ich oben schon geschrieben habe: Wenn ich am Abend gut unterhalten werden möchte, dann ist dieser Film eindeutig eine gute Wahl, auf die ich in Zukunft auch sicher noch etliche Male zurückgreifen werde.

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Gesehen: „Cowboys & Aliens“

Ein völliger Spontankauf, aber durchaus unterhaltsam...

Ein völliger Spontankauf, aber durchaus unterhaltsam…

Der Titel verheißt ja auf den ersten Blick eigentlich nur einen vollkommen soliden Hirnkrampf, doch wenn man einen Moment darüber gegrübelt hat, stellt man sich vielleicht doch die Frage, warum dieses Szenario unglaubwürdiger sein sollte als die Landung von Aliens vor 20 Jahren, heute oder morgen. Außerdem verleitet der Titel ohnehin nicht dazu, sich über das „realistische Szenario“ Gedanken zu machen…

Ich spare mir eine Inhaltsangabe, denn ich habe den Film an zwei aufeinanderfolgenden Abenden im Zustand großer Müdigkeit angesehen. Ganz ist die Story nicht hängen geblieben. Doch – und das ist der wirklich überraschende und vorher unerwartete Teil – der Film „hat was“. Er ist einerseits unterhaltsam, gleichzeitig voller Action, cooler Effekte, auch die Schauspieler (vor allem Daniel Craig und Harrison Ford) passen gut zu ihren Rollen – und es ist Science Fiction mit einem ordentlichen Schuss Action. Was will ich denn eigentlich mehr? Für die abendliche Abschalt-Unterhaltung, bei der sich mein Gehirn allmählich in Richtung Traumland verabschiedet, gibt’s kein besseres Futter.

Daher: Alle Science Fiction-Fans, die gerne auch noch einen Haufen spaciges Geballere und coole Sprüche sowie Computer-Effekte auf einem modernen Niveau schätzen, sollten sich den Film ansehen. Mir hat er gefallen, den werde ich sicher noch einige Male angucken.

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Gesehen: „The American“

Ein reiner Spontankauf, der allerdings einigen Gegenwert brachte: „The American“ mit George Clooney.

Ein reiner Spontankauf, der allerdings einigen Gegenwert brachte: „The American“ mit George Clooney.

Gestern stöberte ich einmal mehr durch die „HD-Filme unter 4€“-Sektion im iTunes Store, wo ich dann auch gleich fündig wurde: „The American“. Die Beschreibung klang gut, George Clooney ist mir als Darsteller seit „Ocean’s Eleven“ auch durchaus sympathisch, also griff ich zu. Nach dem abendlichen „Verscheuchen“ der Kinder aus dem Wohnzimmer ging es los – und sowohl ich als auch meine Frau waren positiv überrascht, denn für einen Action-Film ist alles recht unaufgeregt. Das tat uns so richtig gut, um einfach am Abend wieder runter zu kommen.

Handlung

Die Kurzbeschreibung bei iTunes, die mich angesprochen hat, lautet folgendermaßen (ich habe lediglich die Namen der Darsteller entfernt, die hinter jeder ersten Erwähnung eines Film-Charakters in Klammern standen):

Der Amerikaner Jack ist Auftragskiller und ein Meister seines Fachs: äußerst präzise, ständig auf der Hut, extrem misstrauisch und nie länger als nötig an einem Ort. Als ein Job wider Erwarten schief läuft, beschließt er, dass sein nächster Auftrag auch sein letzter sein soll. Jack reist nach Italien, um sich in der Abgeschiedenheit eines verschlafenen Bergdorfes in aller Ruhe vorzubereiten. Doch die malerische Idylle trügt: Der Dorfpfarrer zeigt ein auffälliges Interesse an dem Fremden und such immer wieder das Gespräch mit ihm. Dann taucht plötzlich die äußerst mysteriöse Auftraggeberin bei Jack auf. Und schließlich ist da noch die verführerische Clara, die ihn mehr und mehr in ihren Bann zieht. Allmählich beginnt Jack seinen Schutzschild abzulegen. Doch damit fordert er auch sein Schicksal heraus – und das könnte tödliche Folgen haben…

Klingt doch schon einmal gut, vor allem passt es zu einem mittlerweile eindeutig ins beste Mannesalter geratenen George Clooney. Wie schon bei Sean Connery gewinnt er mit zunehmendem Alter auch stets an Charisma (noch dazu kann er sich die Rollen vermutlich schon seit Jahren so aussuchen, dass er auch nur die Charaktere verkörpert, die ihm in sein persönliches Konzept passen, was dann wiederum die Glaubwürdigkeit steigert).

Nur in einer Hinsicht erzählt die Kurzbeschreibung Unsinn, denn zu Beginn des Films geht dem Amerikaner Jack nicht etwa ein Job schief, vielmehr wollen ein paar andere Ganoven ihn und seine Freundin aus einem Versteck heraus über den Haufen schießen – was nur der Protagonist überlebt. Ein verpatzter Auftrag ist mir nicht aufgefallen (allerdings bin ich abends auch nicht mehr ganz wach).

Optik, Optik, Optik

Die Geschichte ist ja eine Sache, aber bei einem Film zählt immer auch ganz massiv die Optik. Und der Film brilliert in dieser Hinsicht, denn sowohl das für den Film ausgesuchte Bergdorf als auch die ganze Farbgebung des Films, die wenig aufgeregten Farben (viele Szenen wirken ein wenig mattiert, was aber die ruhige Stimmung in den italienischen Bergen nur verstärkt), alles wirkt in der Kombination sehr gut zusammen. Wie oben schon gesagt: Für einen Action-Film ist er sehr unaufgeregt.

Musik

Auf dem Filmposter (siehe oben) steht – natürlich aus Gründen der (vermeintlich) besseren Werbung – dick und fett geschrieben:

Musik von Herbert Grönemeyer

Da ich seine Musik an sich mag, würde mich das nicht stören, aber es ist mir auch überhaupt nicht aufgefallen. Er singt nicht, spielt nur Klavier – und so charismatisch ist sein Klavierspiel bzw. Kompositionsstil nun auch nicht, dass ich allein daraus hätte erkennen können, von wem die Musik stammt.

Alles in allem ist an der Musik nichts auszusetzen, ich habe mir bei Apple Music das Album auf den Rechner gezogen. Wenn ich es ein paar Mal im Hintergrund habe laufen lassen, werden vermutlich ein paar Stücke in meine Filmmusik-Favoritenliste umziehen. Das ist das normale Prozedere.

Fazit

Ein sehr gelungener Film, der durch seine gnadenlos gute Optik und passende Darsteller besticht. Insgesamt eher ruhig, doch immer wieder spannend und bedrohlich, mit Finten und Finessen ausgestattet, ein Film, den nicht nur Männer faszinierend finden werden. Den sehe ich mir demnächst noch einmal an, vielleicht in den Ferien, wenn ich nicht kurz vor dem Wegdösen bin.

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Gesehen: „Das Schwergewicht“

Es gibt Filme, deren Inhalt sich mit zwei Sätzen zusammenfassen lässt, die grundsätzlich kaum simpler sein könnten – und die dennoch einen guten Unterhaltungswert mit sich bringen. Oft sind es gerade diese Filme, die nach dem langen und ausufernden Tagwerk die nötige Entspannung erzeugen, die das Einschlafen erleichtert. „Das Schwergewicht“ ist ein solcher Film, denn die Handlung lässt sich mit wenigen Worten zusammenfassen:

Aufgrund akuter Geldnot sollen neben anderen Sparmaßnahmen alle Musikaktivitäten an einer Highschool eingestellt werden. Ein eher mäßig engagierter Lehrer findet das nicht gut, beschließt, die fehlenden Geldbeträge auf eigene Faust aufzutreiben und greift dazu auf eine kreative Idee zurück: Er lässt sich als Kämpfer im sog. „Mixed Martial Arts“-Bereich (man könnte auch sagen: „Kloppe auf den Gegner ein, wie es dir passt.“) aufstellen, trainiert, kämpft – und gewinnt am Ende (völlig „überraschend“) die benötigten 50.000 Dollar, um den Fachbereich zu retten und alle zu beglücken.

Wie gesagt: Viel ist inhaltlich nicht dran. Und wenn man – wie ich – auch kein Freund von publikumswirksamem Gekloppe ist, dann gibt es zumindest ein Element in diesem Film, mit dem ich mich nicht sonderlich anfreunden kann. Doch drum herum sind ein paar sehr ulkige Szenen gebastelt, ein paar (auf krude Weise) lustige Charaktere (der Trainer des Protagonisten ist so einer) eingebaut, sodass einem der Film in der Summe einen angenehm lustigen Abend beschert.

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Gesehen: „Ghostbusters“ (2016)

Ein ziemlich gelungenes Remake

Ein ziemlich gelungenes Remake

Durchs Netz geisterte unglaublich viel Kritik an diesem Remake, sodass ich als alter „Ghostbusters“-Fan (gemeint ist der erste Teil von 1984) gar nicht anders konnte, als mir das Remake anzusehen. Und ganz ehrlich: Ich verstehe die Aufregung nicht, denn im Grunde ist die Handlung bis auf wenige Details unverändert. Die Darstellerinnen sind gut ausgesucht und netterweise mal nicht ausschließlich BMI 16-Models. Auch dem Nerdtum wird in angemessener Weise gehuldigt. Und dann sind die Special Effects halt einfach 32 Jahre weiter, was im Fall einer solchen Mystery-Komödie nicht ganz zu verachten ist.

Ein besonderer Bonus ist, dass fast die gesamte Stammbesetzung des Originals im Film erneut auftritt (allerdings in jeweils anderen Rollen, nicht als ihre alten Rollen nur in höherem Alter): Bill Murray, Dan Aykroyd, Ernie Hudson, Sigourney Weaver (lediglich Harold Ramis nicht, denn er ist seit 2014 „dauerhaft verhindert“).

Ich musste beim Ansehen viel lachen, habe mich wirklich gut amüsiert, bin kurz vor Schluss sogar eingeschlafen – und Eingeweihte wissen, dass der Film damit den Solera-Schlaf-Award (vgl. hier) verliehen bekommt, ein absolutes Qualitätskriterium. Kurz und gut: Selbstverständlich reicht der Film nicht an die atmosphärische Dichte und die irrsinnig komische Kauzigkeit des Originals heran, doch als Neuinterpretation ist er eine willkommen spritzige und technisch eindeutig modernisierte Variation des altbekannten (und geschätzten) Themas. Ich mag den Film!

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