Archiv der Kategorie: iPad

Rudern mit Scully und Mulder

Seit fast drei Wochen habe ich meine Rudermaschine im Keller stehen (ich berichtete), bis auf zwei absolut übervolle Tage war ich immer mindestens zehn, häufiger 20 oder 30, meist 40-45 Minuten dran und habe mich mittlerweile gut eingewöhnt.

Wunderbar an diesem Training ist vor allem, dass es recht leise vonstatten geht (mein Schnaufen, wenn der Gegenzug auf Level 10 ansteigt, ist da schon am lautesten), sodass ich auch ohne Kopfhörer nebenbei zur Ablenkung ein paar „Akte X“-Folgen gucken kann.

Unerwartet gut – „Akte X" aus den 1990er Jahren.

Unerwartet gut – „Akte X“ aus den 1990er Jahren.

Von dieser Serie kannte ich vorher fast nichts, nur die allererste Folge hatte ich bislang auf DVD gesehen. Nun aber stelle ich mein iPad neben die Rudermaschine und lasse die Folge beim Training laufen – so habe ich mich mittlerweile durch die ersten 12 oder 13 Folgen geguckt – und bin außerordentlich positiv beeindruckt, denn das Qualitätsniveau ist für eine „popelige“ TV-Serie aus den 1990er Jahren wirklich hoch. Die Drehbücher und Dialoge sind meist sehr intelligent und voller kleiner Überraschungen, auch das Darsteller-Gespann David Duchovny und Gillian Anderson ist quasi die Idealbesetzung. Besser noch für mich als Sci-Fi-Nerd: In beinahe jeder Folge wird Bezug auf bekannte Science Fiction-, Horror- oder Mystery-Filme/-Bücher genommen.

Als ein Beispiel soll die Folge „Eis“ (Erste Staffel, Folge 8) herhalten, die die wichtigsten Elemente des Science Fiction-/Horror-Klassikers „Das Ding aus einer anderen Welt“ mit Kurt Russel mit viel Liebe zum Detail nachstellt. Die Handlung ist natürlich stark angelehnt, weist aber eine gelungene Anpassung an das kürzere Serien-Format auf, die ausgewählten Gast-Darsteller, das Set sowie die Special-Effects sind mehr als nur „passend“, die Original-Stimmung wird ziemlich perfekt getroffen. Diese Episode war (und ist) ein echter Genuss!

Nachdem das Rudertraining nun nicht außergewöhnlich spannend ist – vor und zurück, wieder vor, wieder zurück, und noch einmal vor… bei 45 Minuten komme ich da auf über 1.000 Züge – bin ich dankbar für die spannenden „Akte X“-Folgen, die mich aus der geistigen Lethargie ziehen. Ohne sie wäre das Training nur halb so gut zu ertragen, vor allem, weil mir spätestens nach 35 Minuten der Hintern zu schmerzen beginnt…

P.S.: Ich bin im Moment arbeitstechnisch gut ausgelastet, daher habe ich die letzten beiden Termine für das „Album der Woche“ ungenutzt verstreichen lassen. Es kommt wieder…

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Laufen im November 2017

Obwohl mich seit Sonntag Abend eine ziemlich unangenehme Erkältung etwas beutelt (am Montag war die Stimme so vollkommen weg, dass ich nicht unterrichten konnte, seit Dienstag bin ich wieder in der Schule, klinge aber noch wie ein grunzender Ork), konnte ich mein tägliches Laufpensum einigermaßen halten. Mit der Erkältung habe ich mich dann halt eher auf mein Laufband zurückgezogen, statt durch nasskaltes Schneetreiben zu rennen – eindeutig eine gute Entscheidung!

Trotz Krankheit und einem kürzeren Monat konnte ich (wenn auch nur ganz knapp) den Oktober übertreffen und sogar fast den Juli einholen...

Trotz Krankheit und einem kürzeren Monat konnte ich (wenn auch nur ganz knapp) den Oktober übertreffen und sogar fast den Juli einholen…

Mein Jahresziel von 5.000 Kilometern ist ja schon eine Weile abgehakt, ich denke, auch die 5.500 sind in knapp anderthalb Wochen erreicht. Mal sehen, ob ich es vielleicht sogar auf 5.800 bringe… (Ganz weit im Hinterkopf habe ich ja die spinnige Idee, vielleicht sogar die 6.000 zu knacken, aber dann müsste ich im Schnitt 20 Kilometer pro Tag schaffen, das wird wohl doch etwas zu heftig). Aber das sind nur Gedankenspiele. Alles in allem habe ich mein Ziel auf jeden Fall voll erreicht – was jetzt kommt, ist Dreingabe!

Ein großer Vorteil des Laufens auf dem Laufband ist die Möglichkeit, dabei Filme anzusehen, denn die Geschwindigkeit fahre ich nach einem bestimmten Muster hoch, dazu muss ich das Display nicht ansehen. Also stelle ich das iPad dort ab (mit dem 12,9-Zoll-Bildschirm lohnt sich das auf die kurze Distanz sogar) und trabe zu einem – meist spannenden – Film ab 4:20 oder 4:25 drauf los. Was gab es also im Keller-Kino bei Solera? Ganz einfach:

  • Vorgestern genehmigte ich mir „Seventh Son“, einen Fantasy-Film mit ein paar guten Szenen, ansonsten aber leider auch etlichen durch die langatmige und weitgehend vorhersehbare Story bedingten Längen, die selbst durch einen guten Schauspieler wie Jeff Bridges nicht ganz aufgewogen werden konnten.
  • Gestern habe ich „Inglorious Basterds“ angesehen, von dem ich schon viel gehört, aber noch nicht eine einzige Szene gesehen hatte. Es ist ganz klar einer der besseren Quentin Tarantino-Filme, gespickt mit Humor, Action, aber auch einer spannenden Geschichte – faszinierend.
  • Heute früh war „The Giver – Hüter der Erinnerung“ dran. Hmmmm, etwas durchwachsen, denn einerseits offerierte der Film eine interessante Vorstellung einer utopischen bzw. dystopischen Welt in der Zukunft, andererseits überstürzte er den Schluss und wartete zwischendrin mit so vielen esoterischen Elementen auf, dass sich meine Fußnägel in den Laufschuhen aufstellen wollten.

Mal sehen, was ich mir in den kommenden Tagen gönne, ich habe noch einige ungesehene Filme zur Verfügung, Nachschub gibt es ohnehin immer, langweilig wird das sicher nicht. In diesem Sinne: Guten Start in den Dezember!

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Album der Woche – Episode 11 – 2017-11-26

Jede Woche präsentiere ich ein Album, das mir persönlich gut gefällt. Im Vorfeld höre ich es noch einmal (oder häufiger) durch und bemühe mich dann, es allen Interessierten „schmackhaft“ zu machen.

Ramin Djawadi: „Warcraft: The Beginning“

Gelungener Soundtrack zu einem spannenden Film: „Warcraft: The Beginning“ von Ramin Djawadi

Gelungener Soundtrack zu einem spannenden Film: „Warcraft: The Beginning“ von Ramin Djawadi

Gestern früh stand ich um ca. 5:00 h auf, um mich zum Laufen aufzumachen. Schon während der paar Minuten, die ich noch im Bett verweilte, prasselte der Regen heftig gegen das Fenster des Schlafzimmers. Als ich dann zum Fenster hinausblickte, sah ich das, was man allgemein als „es regnete Hunde und Katzen“ bezeichnet. Es war wirklich ekelhaft nass. Und windig. Und kalt. Noch bevor ich meine Laufklamotten hätte anziehen können, war der Entschluss gefasst: Laufband!

Wenn ich schon auf das Teil gehe, dann nutze ich den Luxus, den mir dieser Umstand bietet, voll aus: Ich suchte mir einen Film mit gut zwei Stunden Laufzeit aus, legte das iPad auf die Ablage, koppelte die Kopfhörer und legte los. Und der Film war bombastisch, ein optisches Highlight, spannend, nicht zu komplex, aber auch nicht zu banal – perfekt für‘s Laufen. Es handelte sich um den 2016 veröffentlichten Film „Warcraft: The Beginning“ von Duncan Jones.

Für‘s Laufen wie gemacht: „Warcraft: The Beginning“ – spannende Fantasy-Action!

Für‘s Laufen wie gemacht: „Warcraft: The Beginning“ – spannende Fantasy-Action!

Ich habe noch nie „World of Warcraft“ gespielt, wohl aber in den 1990er Jahren die alte Version namens „Warcraft 2“, damals tatsächlich noch auf einem Windows-PC (so etwas besitze ich seit 2005 nicht mehr). Daher waren mir die verfeindeten Gruppen der Orcs und Menschen vertraut, sodass der Film in dieser Hinsicht gleich auf einen gut vorbereiteten Boden fiel. Und er gefiel mir wirklich.

Die Stücke:

Insgesamt beinhaltet das 2016 erschienene Soundtrack-Album 19 Titel mit einer Spielzeit von etwa 61 Minuten. Ich werde ausnahmsweise heute keine persönlichen Empfehlungen abgeben, denn dazu kenne ich das Album – es befindet sich ja erst seit gestern in meiner Musik-Bibliothek – noch nicht gut genug. Ich habe es jedoch als Hintergrundbegleitung den gesamten gestrigen Tag immer wieder laufen lassen und auch heute früh wieder angehört. Mir gefällt die Musik sehr.

Den Komponisten Ramin Djawadi kannte ich vorher gar nicht, zumindest hatte ich den Namen nie bewusst wahrgenommen, bei weiteren Nachforschungen fand ich allerdings schnell heraus, dass er z.B. für den Soundtrack zu „Iron Man“ und der HBO-Serie „Game of Thrones“ verantwortlich war/ist. Anscheinend lohnt es sich, den Namen im Kopf zu behalten, denn der Soundtrack zu „Warcraft: The Beginning“ ist angenehm abwechslungsreich und schafft gute musikalisch Personencharakterisierungen sowie Abgrenzungen zwischen der Welt der Orcs und der der Menschen.

Spannung – Rekord

Der Film war so spannend und actionreich, dass ich streckenweise recht schnell gelaufen bin. Auf dem Laufband starte ich aktuell immer bei 8 km/h, dann geht‘s jeden halben Kilometer um 0,1 km/h hoch. Bei einer Entfernung von fünf Kilometern liege ich also bei 9 km/h, bei zehn erreiche ich die 10 km/h, bei 15 die 11 km/h und bei 20 die 12 km/h (das entspricht exakt 5 Minuten/Kilometer). Das klingt erst einmal nicht allzu spannend, da es aber keine Pausen gibt, wird die Sache im Lauf der Zeit recht schweißtreibend.

Da ich so auf den Film konzentriert war, rannte ich einfach nach Gefühl, bei jedem Piepsen der Uhr (alle 500 Meter) drückte ich automatisch auf die „+“-Taste, die das Tempo erhöht. Erst als ich fertig war, informierte mich die Nike Running Club-App darüber, dass es mein schnellster Halbmarathon gewesen sei:

Halbmarathon unter zwei Stunden – und das ganz ohne Planung, schön!

Halbmarathon unter zwei Stunden – und das ganz ohne Planung, schön!

Vermutlich wäre ich bei einem anderen Film nicht ganz so schnell gerannt, doch hier war es wirklich eine gänzlich unbewusste Geschichte, die einfach durch die massive Action im Film ausgelöst wurde. Eine schöne Überraschung!

Fazit

Soundtrack-Alben sind immer eine heikle Sache, denn wer den Film nicht mag, wird meist auch die Musik ganz grundsätzlich ablehnen. In diesem Fall hat mich der Soundtrack angenehm überrascht und mich auf eine neue Person unter den vielen Filmmusik-Komponisten aufmerksam gemacht. Sehr schön!

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Energie, Energie, Energie…

Seit Mitte Oktober befindet sich auf unserem Hausdach die lange ersehnte Photovoltaik-Anlage (ich berichtete), am 3. November wurde die Software (der sog. Smart Home Manager) entsprechend eingerichtet, seither kann ich jederzeit verfolgen, wieviel Energie wir erzeugen und verbrauchen.

Umdenken

Und wie so oft hat dieses neue Wissen auch gleich einen Einfluss auf die Art und Weise, wie Energie genutzt wird. Als ich das erste Mal sah, wieviel Energie der Herd schluckt, dachte ich mir insgeheim: Wenn wir ohnehin den Wohnbereich mit Holz heizen, dann kann ich das ja auch beim Zubereiten des Essens ausnutzen.

Selbst an trüben Tagen deckt die Photovoltaik locker unsere Grundlast ab – und wir „verkaufen“ auch noch den Überschuss...

Selbst an trüben Tagen deckt die Photovoltaik locker unsere Grundlast ab – und wir „verkaufen“ auch noch den Überschuss…

Hier sieht man, wie stark Waschmaschine und der Herd sich auswirken – da genügt die Photovoltaik nicht (das Beispiel ist natürlich jahreszeitlich nicht ideal gewählt, im Sommer könnte es sogar fast ausreichen).

Hier sieht man, wie stark Waschmaschine und der Herd sich auswirken – da genügt die Photovoltaik nicht (das Beispiel ist natürlich jahreszeitlich nicht ideal gewählt, im Sommer könnte es sogar fast ausreichen).

Klar, etwas mehr Zeit ist auf jeden Fall notwendig, manches geht auf dem Holzofen auch gar nicht (z.B. Gemüse scharf anbraten, das klappt nicht, weil die Energie nicht geballt genug in der Pfanne landet) – vieles andere bleibt unverändert.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Vor ein paar Tagen habe ich mir zum Mittagessen etwas tiefgefrorenen Spinat aufgewärmt, das war ein idealer Job für den Holzofen, der ohnehin zum Heizen des Hauses brannte. Gerade beim Auftauen hilft es ja nun auch gar nichts, sofort auf Stufe 9 am Herd zu gehen – ganz im Gegenteil: Bei Stufe 9 brennt höchstens die unterste Lage an, während darüber noch alles gefroren ist.

Der Spinat auf dem Holzofen – dauerte zwar etwas, schmeckte am Ende aber wie immer, nur ohne den Herd einzuschalten.

Der Spinat auf dem Holzofen – dauerte zwar etwas, schmeckte am Ende aber wie immer, nur ohne den Herd einzuschalten.

Also: Topf auf den Holzofen, alle zehn Minuten umgerührt, innerhalb von 35 Minuten (ich habe nebenher gearbeitet, daher war mir der Zeitaufwand wirklich egal) war alles fertig und ich konnte essen. (Gekauften) Strom musste ich für die Zubereitung gar keinen aufwenden.

Waschen und Spülen am Tag

Ich erinnere mich noch, als früher der „gute Nachtstrom“, also der mit vollstem Atomstrom erzeugte und durch die massiven Subventionen extrem billig abgegebene Strom, für die Wasch- und Spülmaschinen genutzt wurde. Meine Eltern (und alle Nachbarn) sowie meine Schwiegereltern haben das gemacht, zum Teil läuft das sicher auch heute noch unverändert weiter – kein Wunder, es ist immer noch billiger als nachhaltig erzeugte Energie (ein vollkommener Hohn!).

Durch den Solarstrom lassen wir auf jeden Fall Spül- und Waschmaschine während des späten Vormittags, des Mittags oder am frühen Nachmittag laufen, um die maximale Sonnenausbeute zu haben. Jetzt, Mitte November, ist durch das trübe und verhangene Wetter fast nie genug Solarpower vorhanden, um alles voll damit abzudecken, aber schon die Hälfte oder ein Drittel der Energie weniger bedeutet, dass bei der Endabrechnung mehr Geld zurück kommt.

Mini-Exkurs: Natürlich legen wir im Moment bei dem Modell etwas drauf, denn die Photovoltaik-Anlage ist gepachtet – zusammen kosten Pacht und die restlichen Energiekosten etwas mehr als vorher. Dafür mussten wir für die Anlage an sich und ihren Einbau überhaupt nichts zahlen, diesen Teil übernahm Naturstrom (das ist das Projekt SonnenDach). Einzig die Kosten von ca. 100 € bei den Stadtwerken für den neuen Stromzähler, der jetzt in beide Richtungen funktioniert, fielen für uns an. Wer sich für das Projekt interessiert, der klicke bitte hier.

Akku-Technologie

Die Einblicke in die Energieströme unseres Hauses haben mir vor Augen geführt, wie nützlich der (intelligente) Einsatz von Akku-Technologie in diesem Kontext ist. Ein schönes Beispiel ist meine Apple Watch. Da ich sie rund um die Uhr (hmmmm, fast schon ein Wortspiel…) trage, gibt es nur zwei geeignete Zeitfenster, um sie aufzuladen: Während des Rasierens und Duschens (also morgens zwischen 6:30 und 6:50 h) und am Abend, wenn ich auf dem Sofa „herunterfahre“ (ca. 20:15-21:30 h). Zu beiden Zeitpunkten ist aktuell keine Sonne am Himmel, also auch kein Solarstrom direkt verfügbar. Normalerweise würde das bedeuten, dass ich zu beiden Zeitpunkten Energie aus der Steckdose beziehen müsste.

Ich besitze aber schon seit einigen Monaten ein tragbares und mit einem Akku angetriebenes Lade-Gerät (hier) für die Apple Watch, das mir schon oft gute Dienste erwiesen hat. Dieses lade ich während der Sonnenstunden auf, benutze es aber erst in der Dunkelheit. Und so kann ich an dieser Stelle schon einmal die Menge an Strom, die ich einkaufen muss, reduzieren. Ein ganz vergleichbares Vorgehen ist auch für iPad und iPhone denkbar (und von beiden Gerätetypen gibt es im Haus gleich mehrere).

Energiewende fängt daheim an

Selbstverständlich habe ich Beispiele aus meinem privaten Alltag ausgewählt, die so unter Garantie nicht auf jeden zutreffen. Aber auch wenn die Politik uns ständig vorgaukeln möchte, dass die Energiewende ohne große gesetzliche Rahmensetzung und unglaublich viel Geld, das aus Sicht vieler Menschen besser für „wichtigere“ Dinge verwendet werden könnte, gar nicht möglich sei, der Alltag beweist, dass ein Umdenken und ein Anders-Handeln sehr wohl machbar ist, denn jeder kann an vielen kleinen Stellschrauben im Privaten drehen. Das schont neben der Umwelt auch den Geldbeutel. So kann jeder, der möchte, seinen eigenen Beitrag zur Energiewende leisten. Und ich kann von meiner Position aus sagen: Das fühlt sich ziemlich gut an.

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Filme en masse

Vorbemerkung

Die vergangenen Tage habe ich mich hier im Blog kaum sehen lassen, denn die Tage waren einfach zu voll. Neben dem Schuljahresende, der Mitte und allen Zeiten dazwischen ist der Schuljahresbeginn immer die stressigste Zeit, denn da muss zusätzlich zur Unterrichtsvorbereitung unglaublich viel organisatorischer Krempel abgearbeitet werden. Außerdem gibt es viele außerplanmäßige Termine, die einem den Tag verkürzen. Wenn man dann trotzdem am nächsten Tag eine ordentliche Arbeit abliefern will, wird’s stressig.

Das legt sich hoffentlich bald wieder, sonst falle ich in den Herbstferien krank ins Bett. Und bislang habe ich dieses Jahr wirklich eine ziemlich stabile Gesundheit, das soll so bleiben. Den heutigen Blog-Eintrag habe ich seit gut einer Woche in Vorbereitung, doch zum Schreiben kam ich schlicht und ergreifend nicht. Ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob ich heute noch meinen eigentlich ausstehenden Artikel zum „Album der Woche“ veröffentlicht bekomme. Mal sehen…

Zurück zum eigentlichen Thema: In den letzten Wochen habe ich mir ein paar Filme angesehen, manche davon abends in aller Ruhe, andere morgens auf dem Laufband (wenn draußen mal wieder ein ekelhaftes Mistwetter war). Auf jeden Fall waren ein paar bemerkenswerte Filme dabei, die es lohnen, von ihnen zu berichten:

E.T. – Der Außerirdische

Einer der ganz starken Filme meiner Kindheit – nun kennen ihn auch meine Kinder!

Einer der ganz starken Filme meiner Kindheit – nun kennen ihn auch meine Kinder!

Dieser Klassiker aus den 1980er Jahren ist mir seit meiner Kindheit ein treuer Begleiter, allerdings hatte ich ihn seit mehr als fünf Jahren nicht mehr angesehen. Und darüber hätte ich fast ausgeblendet (vergessen kann man es nicht), wie gut der Film ist. Unsere Kinder kannten den Film noch gar nicht, also überraschte ich sie damit, bereitete sie hier und da auf kommende dramatische Entwicklungen vor (vor allem unsere Mittlere reagiert sonst unter Umständen etwas eigen selbst auf einen hervorragenden Film wie diesen), freute mich aber umso mehr, als sie bei den lustigen Szenen vor Vergnügen laut quietschten.

Einmal mehr hat mich die Musik völlig umgehauen, John Williams hat hier meiner Meinung nach sogar noch bessere Arbeit vollbracht als bei allen Teilen der Star Wars-Reihe (und da setzte er ja wirklich Meilensteine der Filmmusik). Und wie jedes Mal ärgere ich mich, dass die reine Klavierfassung des „Flying“-Themas (gleich zu Beginn des Abspanns) nicht Teil der veröffentlichten Filmmusik ist. Da gibt es eine ähnliche Version, die allerdings gleich vom Orchester untermalt wird. Sehr schön, keine Frage, doch eben nicht ganz so verträumt wie das Stück aus dem Abspann.

Oblivion

Spannende Science Fiction mit einem gereiften Tom Cruise – sehenswert!

Spannende Science Fiction mit einem gereiften Tom Cruise – sehenswert!

Bevor ich den Film angesehen habe, gab es ein langes Zögern. Der Grund ist bzw. war: Tom Cruise. Ich mag ihn als Schauspieler nicht allzu sehr, seine Scientology-Zugehörigkeit hat ihn mir zusätzlich verleidet. Daher bin ich in seiner Hinsicht immer etwas zurückhaltend.

Doch dieser Film hat mich positiv überrascht, denn einerseits trägt er darstellerisch nicht mehr ganz so dick auf (bei „Rain Man“ oder anderen älteren Filmen war das furchtbar), andererseits ist die Story wirklich gut und nicht nur auf ihn als Charakter fixiert.

Alles in allem ein wirklich solider Science Fiction-Action-Film mit berauschend guten Effekten, einer guten (wenngleich recht dystopischen) Story und überzeugenden Leistungen aller Darsteller (einziges Manko: der auf dem Poster groß angekündigte Morgan Freeman taucht nur in gut 10-15 Minuten des 100-minütigen Films auf). Diesen Film kann man sich gut auch öfter ansehen – ich werde das sicher machen.

My Big Fat Greek Wedding 2

Für mich eine der besten familientauglichen Komödien der letzten Jahre – absolute Empfehlung!

Für mich eine der besten familientauglichen Komödien der letzten Jahre – absolute Empfehlung!

Wer den ersten Teil kennt, weiß vermutlich schon, in welcher Comedy-Liga der Film spielt: Es ist ein harmloser Familien-Spaß, den man gut und gern auch mit den Kindern angucken kann. Gleichzeitig ist er so gut gemacht, dass Erwachsene sich angesprochen fühlen, herzhaft lachen und mitfiebern können, ohne sich dabei albern zu fühlen.

Und der zweite Teil setzt einfach noch so viele neue kleine Spitzen auf das bekannte Schema des ersten Films, dass ich gleich nach Beenden des ersten Durchgangs sofort wieder von vorne beginnen wollte. Eine ganz und gar herrliche Komödie, die es mit den aus dem ersten Teil bekannten Schauspielern schafft, tatsächlich eine gelungene (und keineswegs abgeflachte) Fortsetzung abzuliefern. Wunderbar!

Live. Die. Repeat

Actionreiche Science Fiction, die sich bei einer guten Vorlage bedient und sie geschickt umsetzt – spannend!

Actionreiche Science Fiction, die sich bei einer guten Vorlage bedient und sie geschickt umsetzt – spannend!

Noch ein Film mit Tom Cruise. Nach den positiven Erfahrungen mit „Oblivion“ dachte ich mir, ein weiterer Film könne nicht schaden, um mein etwas revidiertes Urteil über ihn erneut auf die Probe zu stellen. Und tatsächlich ist der Film wiederum ein gelungener Science Fiction-Action-Film.

Die Grundidee entstammt einer alten Star Trek TNG-Folge namens „Deja-vu“, in der die Enterprise bei einer Raumkollision zerstört wird, woraufhin sie in einer Zeitschleife gefangen bleibt und diesen Tag wieder und wieder erlebt – bis sie es schafft, die Situation zu meistern.

Bei „Live. Die. Repeat“ ist das Prinzip extrem ähnlich: Tom Cruise wird als Soldat in eine Gefechtssituation gebracht, wo er beim Töten eines Aliens selbst stirbt. Der Kontakt mit dem Alien löst eine Zeitschleife aus, wodurch er diesen einen Tag immer und immer wieder erlebt, bis er einen Ausweg aus der Situation findet und – man hätte es nicht erwartet – die Menschheit dabei rettet.

Besonders gelungen ist die Beschleunigung der Wiederholungsabläufe, denn gerade an dieser heiklen Stelle könnte der Film unendlich zäh werden. Wird er aber nie, denn der Regisseur hat sich für eine gekonnte Raffung aller zeitlichen Abläufe auf die wenigen notwendigen Momente beschränkt. Es ist so ähnlich wie „Und täglich grüßt das Murmeltier“, nur halt nicht in lustig (na ja, ein paar Szenen sind auf ihre Weise schon lustig).

Auch wenn ich den Ausgang jetzt schon kenne, der Film landet garantiert noch öfter im Apple TV oder auf dem iPad, er strotzt nur so vor tollen Effekten, die Handlung ist wirklich nicht schlecht, man kann kaum weggucken. Sehr gut!

Fazit

Wenn ich schon abends meist zu müde bin, um einen ganzen Film am Stück zu gucken, so hat sich das mit dem iPad-Gucken während des Laufens als gute Möglichkeit erwiesen, die 100 Minuten Monotonie im Keller spannend(er) zu gestalten. Durch die AirPods höre ich alles kristallklar direkt im Kopf, ohne meine Familie schon morgens um kurz vor Fünf aus dem Schlaf zu reißen. Und es ist tatsächlich unterhaltsam – das wird’s in Zukunft noch öfter geben!

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Entspannungsprogramm: „MacGyver“

Die Ferien sind zum Entspannen da, mit jedem Jahr, das ich meiner Biographie hinzufüge, merke ich das deutlicher. Unterlasse ich das Erholungsprogramm, werde ich fürchterlich unausgeglichen, und das will keiner in meinem Umkreis erleben (am wenigsten ich selbst).

Auch in der Schulzeit gehört die Zeit, wenn die Kinder in ihren Zimmern verschwunden sind, in der Regel nur meiner Frau und mir. Nach einem ereignisreichen Tag gibt es nichts entspannenderes als ein bisschen „Nostalgie-Fernseh-Kiffen“, wie es Michael Mittermeier in einem seiner Programme so schön auf den Punkt gebracht hat. Konkret heißt das: Wenig neue Serien, viele alte und bereits bekannte Inhalte, z.B. Star Trek, Babylon 5, Dr. House, The Big Bang Theory, Columbo, Monk, dank Zeilenende auch Eureka, demnächst folgen noch alle Folgen von Akte X (die kenne ich persönlich noch gar nicht) und eventuell schaffen wir es auch einmal über die erste Staffel von Breaking Bad hinaus…

Das Muster ist auf jeden Fall klar erkennbar: Folgen mit überschaubarer Länge (maximal 40-45 Minuten), die der abendlich ermüdeten Aufmerksamkeitsspanne angemessen sind. Und oft sind uns die Serien schon derart bekannt, dass es eben nicht mehr auf jedes Detail ankommt. Da kann man dann nebenbei am iPad oder iPhone etwas zocken, die Twitter- oder WordPress-Timeline nachlesen, mit Bekannten über iMessage kommunizieren, noch den kommenden Song des Tages vorbereiten oder einfach etwas Süßes (oder anderen Knabberkram) genüsslich in sich hineinstopfen. Das ist in höchstem Ausmaß entspannend.

Aktuell haben wir uns neues Futter besorgt: Für knapp 40 Euro gab es bei Amazon die Komplettbox aller MacGyver-Folgen. Früher habe ich davon nur ein paar wenige tatsächlich im Fernsehen genossen, doch das Grundprinzip ist ja immer gleich: Angus MacGyver ist immer und überall klar der Gute, seine Freunde sind auch die Guten, alle anderen müssen entweder in Not oder die Bösen sein. Typisches „Kalter Krieg“-Fernsehen halt. Aber entspannend.

Im Moment das allabendliche Entspannungsprogramm: „MacGyver – Die komplette Collection“ auf 38 DVDs.

Im Moment das allabendliche Entspannungsprogramm: „MacGyver – Die komplette Collection“ auf 38 DVDs.

Da es sich um 38 DVDs handelt, kommt ein ganz schön dickes Paket zusammen. Zum Glück dachte sich die Hersteller-Firma wohl: Nicht kleckern, klotzen:

Ein wirklich dickes Paket DVDs – zum Glück in einer wirklich amtlichen Verpackung, was den Genuss massiv erhöht!

Ein wirklich dickes Paket DVDs – zum Glück in einer wirklich amtlichen Verpackung, was den Genuss massiv erhöht!

Ganz besonders vorbildlich: Die DVDs sind so untergebracht, dass man nicht erst eine andere herausnehmen muss, um an die halb darunter versteckte zu kommen (ist z.B. bei der Komplettbox von Dr. House der Fall). Außerdem ist gleich im frisch aufgeschlagenen Plastikgehäuse (das übrigens sehr stabil ist, wieder ein sehr zu lobender Punkt) eine Liste aller Folgen aller DVDs so untergebracht, dass man auf einen Blick die gesuchte DVD oder Episode findet:

So gehört sich das: Ein Blick – und man hat's gefunden! Da hat wirklich mal jemand mitgedacht.

So gehört sich das: Ein Blick – und man hat’s gefunden! Da hat wirklich mal jemand mitgedacht.

Es ist wirklich ein absolutes Vergnügen, da die nächste DVD aus dem Schuber zu nehmen. Bei mancher anderer Serie war das wirklich ein ganz und gar ungeliebter Akt: Erst einmal aufstehen (bäh), zum DVD-Player laufen (bäh), den DVD-Player dazu bringen, die Klappe auszufahren (gähn), die alte DVD herausnehmen und im Schuber verstauen (mäh), die neue DVD unter einer anderen DVD herausfischen (bähbäh), einlegen und starten. Nicht so bei MacGyver: DVD-Player auf, DVD raus und an die eine richtige Stelle im Schuber packen, nächste DVD greifen, einlegen und los.1

Langer Rede kurzer Sinn: Für diesen Sommer ist MacGyver ein geradezu perfektes Entspannungsprogramm für uns. Die Kinder mögen die Serie nicht allzu sehr, sodass wir ganz von allein Ruhe dabei haben. Perfekt!

  1. Ich gebe zu, das ist „ganz leicht manipulierend“ dargestellt…
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Wortspende

Endlich hatte ich mal wieder die Muse und — vor allem — Zeit, mich einer Wortspende anzuschließen. Noch dazu waren die Begriffe derart passend, dass mir die zehn Sätze quasi sofort ins Hirn sprangen.

Endlich hatte ich mal wieder die Muse und — vor allem — Zeit, mich einer Wortspende anzuschließen. Noch dazu waren die Begriffe derart passend, dass mir die zehn Sätze quasi sofort ins Hirn sprangen.

Gleich nach dem Aufstehen habe ich heute die aktuelle Wortspende von Christiane entdeckt (hier), die mich noch dazu spontan animierte, selbst die virtuelle Tastatur meines iPads zu bearbeiten — das Ergebnis könnt ihr unten lesen.

Die drei Begriffe für heute lauten:

  • Stativ
  • Kindheitstraum
  • nachspüren

Und hier folgt nun meine in zehn Sätzen erzählte Geschichte zu den drei Reizwörtern:

An diesem Morgen stand Rudi ganz früh auf — genau genommen war es noch nicht einmal Morgen, denn draußen herrschte noch tiefe Dunkelheit. Mit routinierten Handgriffen packte er sein Stativ und die Kameratasche, alles am Vorabend akribisch vorbereitet, seine Thermoskanne, das iPhone und verließ das Haus. Drei Uhr und 28 Minuten, huch, die Zeit drängte, immerhin wollte Rudi sich heute einen Kindheitstraum erfüllen. Mit entschlossenem Schritt bewegte er sich auf den steil ansteigenden Hang zu und begann den anstrengenden Aufstieg. Schon als Kind hatte er die Idee gehabt, seinen Heimatort während des Sonnenaufgangs in vielen Bildern zu fotografieren, die er später am Computer zu einer Zeitraffer-Aufnahme verarbeiten würde. So könnten alle, die sich diesen Film ansahen, ebenfalls den Zauber, den er jedes Mal dabei empfand, am eigenen Leib erfahren, seinem Kindheitstraum nachspüren…

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Das „Mophie Juice Pack Helium“ für mein iPhone ein paar Monate später…

Im Dezember schrieb ich einen Blog-Eintrag über das mir damals frisch zugelegte Mophie Juice Pack Helium für mein iPhone SE (hier). Gleich der erste Kommentar dazu kam von simonsegur:

So eine Bitte konnte ich – trotz meiner gleich geäußerten Befürchtungen – nicht vergessen.

So eine Bitte konnte ich – trotz meiner gleich geäußerten Befürchtungen – nicht vergessen.

Es ist noch nicht ganz das halbe Jahr, das ich versprochen hatte, doch in weniger als zwei Wochen wäre der Termin, insofern sollte es keinen großen Unterschied machen. Und nun zu meinen im letzten „halben Jahr“ gesammelten Erfahrungen!

Alltag

Mittlerweile gehört das Juice Pack absolut untrennbar zu meinem Alltag. Zum Einsatz kommt es fast täglich, an höchstens zehn Tagen seit der Anschaffung habe ich es nicht benötigt (und das waren meist Tage, an denen ich stundenlang am Korrigieren saß, sodass ich das iPhone auch kaum in die Hand nahm). Irgendwann zwischen Nachmittag und Abend kommt der Punkt, da das iPhone mich auf „10 % Akku“ hinweist, dann aktiviere ich das Juice Pack, gut eine Stunde später bin ich wieder bei 90+ Prozent der Akkuladung. Ich denke im Normalfall auch gar nicht mehr darüber nach, es gehört „einfach dazu“, mittels eines kleinen Schiebereglers das iPhone im Handumdrehen wieder mit Energie zu versorgen. Insofern ist das Juice Pack ein zwar kleiner, dafür aber essentieller Bestandteil meines Tagesablaufs geworden, der mir in vielen Situationen gute Dienste erwiesen hat.

Akku und Schutz – Fehlanzeige!

Akku-Hüllen für das iPhone gibt es von sehr vielen Herstellern, ich habe mindestens 40 Minuten bei Amazon und auf diversen anderen Seiten gesucht. Die ganz perfekte Hülle habe ich noch nicht gefunden, denn ich hätte gerne eine, die auch das Display vor Schäden schützt – das ist beinahe meine größte Angst im Bezug auf das iPhone: Einmal unachtsam gewesen, das Smartphone fällt – und schon zieht sich ein ekliger Riss über das Display. Doch irgendwie scheinen die Hersteller nur zwei Kategorien zu kennen:

  • Mit Akku und Rück-/Seiten-, dafür ohne Frontschutz oder
  • Allroundschutz, dafür ohne (integrierten) Akku.

Gut, für mich ist die Verfügbarkeit der Energie im Alltag wichtiger, also passe ich wie ein Schießhund auf mein iPhone auf. Bislang klappte das gut – und ich werde mir Mühe geben, es so zu belassen.

Sexy gealtert

In der Zwischenzeit ist mein Juice Pack durch die Dauernutzung ein wenig gealtert, womit ich aber nicht ausdrücken möchte, die Akku-Hülle sei nun nicht mehr ansehnlich, ganz im Gegenteil: Man sieht ihr die Nutzung an, was für technologische Dinge, die sonst ja gerne unpersönlich wirken, ein absolut positiv zu wertendes Kriterium ist.

Ein paar Eindrücke von der Alterung habe ich gerade mit dem iPad fotografiert:

Hier und da bekommt die Hülle auf der großen Fläche Kratzer oder Farbänderungen (da scheint der Schweiß eine nicht unerhebliche Rolle zu spielen), im Großen und Ganzen hält sich das aber in einem überschaubaren Ausmaß.

Hier und da bekommt die Hülle auf der großen Fläche Kratzer oder Farbänderungen (da scheint der Schweiß eine nicht unerhebliche Rolle zu spielen), im Großen und Ganzen hält sich das aber in einem überschaubaren Ausmaß.

Hier sieht man die zwei deutlichsten Abnutzungserscheinungen: Die untere Ecke und den einen Kratzer auf der Rückseite. Viel mehr ist da nicht zu sehen.

Hier sieht man die zwei deutlichsten Abnutzungserscheinungen: Die untere Ecke und den einen Kratzer auf der Rückseite. Viel mehr ist da nicht zu sehen.

Staub und Fusseln scheint es in meinen Hosentaschen immer zu geben, zumindest muss ich den Kopfhörer- und den Ladestecker-Zugang regelmäßig auspusten bzw. reinigen...

Staub und Fusseln scheint es in meinen Hosentaschen immer zu geben, zumindest muss ich den Kopfhörer- und den Ladestecker-Zugang regelmäßig auspusten bzw. reinigen…

Hier sieht man die farblichen Veränderungen am deutlichsten – alles halb so wild, wenn man bedenkt, dass ich das iPhone beim Joggen oft in meinen schwitzigen Händen halte.

Hier sieht man die farblichen Veränderungen am deutlichsten – alles halb so wild, wenn man bedenkt, dass ich das iPhone beim Joggen oft in meinen schwitzigen Händen halte.

Also: Ein paar Abnutzungserscheinungen sind ja unvermeidlich, die sieht man klar und deutlich. Andererseits ist die Funktionalität nach wie vor uneingeschränkt und zu 100 Prozent zuverlässig – es gab noch keinen Tag, an dem ich die normale Akku-Ladung und das Juice Pack leer bekommen hätte.

Fazit

Wie oben schon mehrfach geäußert wurde: Ohne mein Mophie Juice Pack Helium gehe ich nicht mehr vor die Tür. Selbstverständlich ist es noch nicht DIE perfekte Hülle, denn dann würde sie einen Schutz für das Display mitbringen. Aber für die knapp 25 €, die ich damals bei Amazon dafür gezahlt habe, bekomme ich tagtäglich einen sensationellen Zugewinn an Nutzungszeit und Verlässlichkeit. Das war wirklich gut angelegtes Geld.

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Things 3

Eine meiner am häufigsten genutzten Apps, ohne die meine Tage wesentlich unstrukturierter verlaufen würden: Things von Cultured Code.

Eine meiner am häufigsten genutzten Apps, ohne die meine Tage wesentlich unstrukturierter verlaufen würden: Things von Cultured Code.

Seit 2010 benutze ich die App Things, die vor ein paar Tagen in einer komplett überarbeiteten Version herausgekommen ist. Gleich vorweg: Die App kostet im Vergleich so richtig viel Geld, wo man auch auf kostenlose Alternativen zurückgreifen könnte. Doch in meinem Fall ist die Zufriedenheit so hoch und der Wille, die Entwickler in ihrer hervorragenden Arbeit weiter zu unterstützen, so groß, dass ich mir die neue Version für alle drei Plattformen (iPhone, iPad und Mac) gleich am ersten Tag gekauft habe (da gab es als Anreiz auch noch 20 Prozent Preisnachlass).

Zur App will ich eigentlich so gut wie gar nichts schreiben, denn das ist schlicht und ergreifend ein bisschen langweilig: Things ist eine To Do-Listen-App, die mit vielen sehr gut durchdachten, monatelang erprobten und über einen eigenen Cloud-Dienst synchronisierten Funktionen aufwartet. Da ich sie nun schon seit sieben Jahren intensiv nutze, gehen mir alle Funktionen leicht von der Hand, die mit der aktuellen Version eingeführten Neuerungen sind mir allesamt (soll heißen: soweit ich sie nutze) schnell in Fleisch und Blut übergegangen – passt alles.

Warum ich diesen Blog-Eintrag nun also schreibe, wenn es sich doch meinen eigenen Angaben nach um eine ziemlich langweilige Angelegenheit handelt? Ganz klar: Ich möchte ein kleines Zeichen der Wertschätzung für die Entwickler der App – Cultured Code – setzen. Deren Name ist absolut Programm, denn meines Wissens gibt es nur wenige Apps, die so gründlich getestet werden, bevor sie in einer stabilen Endversion an die große Zahl der Nutzer ausgegeben werden. Ich erinnere mich, wie im Cultured Code-Blog einmal berichtet wurde, dass die neue Version jetzt fertig sei, man nun aber noch „ein paar Monate“ testen wolle, um alle Kinderkrankheiten auszumerzen, damit dann ein wirklich ausgereiftes Produkt in die Hände der Nutzer gelange. Respekt! In Zeiten, in denen oft das Motto „Schnell programmieren, kaum testen, schnell raushauen, nachbessern können wir später“ zu gelten scheint, stellt Cultured Code eine so rühmliche Ausnahme dar (am ehesten noch mit Ulysses zu vergleichen). Und das wollte ich hier einmal zum Ausdruck bringen.

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Mal wieder ein bisschen Lob für Apple und iCloud

In den letzten Jahren habe ich mich immer wieder recht abfällig über Apples iCloud-Service geäußert – und natürlich nicht ohne Grund, denn einiges davon ist (oder besser: war), wenn man der englischen Sprache die Ehre gibt, „a pain in the ass“. Über die letzten Monate jedoch hat sich jedoch allem Anschein nach unter der Haube einiges getan, daher muss ich nun einfach auch mal ein völlig angebrachtes Lob vom Stapel lassen. Tatsächlich sind die meisten meiner früheren Probleme mittlerweile völlig behoben, was ich im Alltag außerordentlich schätze.

Dokumente

Meine Dokumente in den drei am meisten im Arbeitsalltag genutzten Apps Pages, Numbers und Keynote werden seit Wochen auf allen Geräten zuverlässig synchron gehalten. Erst gestern bemerkte ich (beinahe erstaunt), dass ich mich mittlerweile derart auf eine reibungslose Hintergrund-Synchronisation verlasse, dass ich mir erst in der Schule beim Aufrufen der Pages-App überhaupt einen Gedanken machte, ob denn das zuletzt bearbeitete Dokument noch im Hintergrund synchronisiert worden wäre. Aber es war im aktuellsten Zustand vorhanden, alles super!

Noch vor einem Jahr hätte ich mir fast zu 100 Prozent sicher sein können, dass das Dokument nicht geladen worden wäre. Zumindest nicht, wenn ich die App nicht extra geöffnet und eine Weile gewartet hätte. An dieser Front kann ich also eine eindeutige Verbesserung, die ich jeden Tag bemerke, attestieren. Und das klappt meiner Erfahrung nach mit allen Apps, die sich über iCloud synchronisieren.

Diesen Punkt habe ich gleich als erstes angesprochen, denn das war für mich immer der gewichtigste. Wenn ich meine für die Arbeit erstellten Dokumente dort nicht habe, bin ich teilweise aufgeschmissen. Wäre hier keine Verbesserung zu verzeichnen, träten alle weiteren Dinge in ihrer positiven Entwicklung dennoch hinter dem gravierendsten Mangel in der Bedeutung zurück.

iCloud Drive

Seit iOS 9 gibt es eine eigene iCloud Drive-App, die eine der Dropbox nicht unähnliche Funktion für alle iOS-Nutzer zur Verfügung stellt. Dort hat man Zugriff auf die Ordnerstruktur, auch wenn einige Apps keinen direkten Zugriff auf ihre Interna zulassen (in diesem Fall wird kein Ordner angezeigt).

Seit macOS Sierra wird der Desktop meines iMac ebenfalls in einem eigenen iCloud-Ordner synchronisiert. Nun gehöre ich zu den Menschen, die keine Dateien langfristig auf dem Desktop lagern. Mit Feng-Shui habe ich nichts am Hut, aber diese aus der Windows-Welt bekannten endlosen Kolonnen von Datei-Icons auf einem Desktop sind für mich reinster Augenkrebs. Noch dazu erschweren sie das Auffinden der gesuchten Dateien, weshalb ich mit einer seit Jahren in ständiger Optimierung befindlichen Ordnerstruktur arbeite.

Von dieser Struktur sieht man hier nichts, denn sie spielt sich innerhalb der App-Ordner ab. In Pages gibt es 40 Objekte, es handelt sich dabei ausschließlich um Ordner, innerhalb derer wiederum etliche hundert Dateien liegen. Durch die klare Struktur weiß ich in über 90 Prozent der Fälle sofort, wo ich sie finde, beim Rest (überwiegend uralte und seltenst benutzte Dateien) dauert es meist auch nicht lang.

Wie gesagt, ich lege da keine Dateien über längere Zeit ab, doch finde ich es praktisch, die Option zu haben...

Wie gesagt, ich lege da keine Dateien über längere Zeit ab, doch finde ich es praktisch, die Option zu haben…

Zurück zum Thema: Der über iCloud synchronisierte Desktop-Ordner. Hier kann ich vom iPad oder iPhone aus Dateien ablegen, beim nächsten Login in den iMac liegen dann schon die Dateien auf dem Schreibtisch bereit. Das kann unter Umständen einiges an Zeit einsparen oder als automatische Erinnerung fungieren.

Kalender

In meinem Blog-Eintrag „Wunschliste an Apple“ vom 6. Januar 2015 habe ich mich über die mangelhafte Kalender-Synchronisierung beschwert. Das ist zum Glück weitestgehend ein Ding der Vergangenheit geworden. Ein oder zweimal gab es den Fall in den letzten Monaten, dass ein Ereignis nicht ankam, sonst lief alles glatt.

Abhilfe schafft in diesen seltenen Fällen zum Glück immer noch der Trick, den ich damals bereits beschrieben habe: Einem Kalender eine neue Farbe zuweisen. Anscheinend löst dies eine erneute Synchronisierung aller Kalenderdaten aus. Klar, schöner wäre es, die Probleme träten gar nicht mehr auf, doch in dieser Frequenz (hochgerechnet ungefähr drei oder vier Mal im ganzen Jahr) kann ich damit leben, da spreche ich dann auch wirklich nur noch von „Jammern auf hohem Niveau“.

Apple Music offline verfügbar

Im November 2015 musste ich eine unangenehme Erfahrung machen, als eine für eine Klassenarbeit benötigte Datei, die ich in Apple Music für das Abspielen ohne Netzverbindung verfügbar gemacht hatte, zuerst nicht abgespielt wurde, weil die Apple Music-App auf meinem iPad sich in der Situation nicht mit dem Server verbinden konnte (hier).

Damals war das ein großes Ärgernis, wenn ich die Musik-App auf dem iPad ein paar Tage nicht nutze, wird das gleiche auch jetzt noch passieren. Mittlerweile habe ich aber gelernt, damit umzugehen. Im Fall einer Klassenarbeit greife ich morgens noch einmal im heimischen Netzwerk auf die Dateien zurück, ansonsten muss ich halt über das iPhone eine Verbindung herstellen und die Authentifizierung durchführen.

Ich habe sogar Verständnis für die Maßnahme von Apples Seite, denn es handelt sich um einen Bezahldienst. Ohne ein relativ enges Zeitfenster bei den Authentifizierungen (von denen man im Normalfall, also im heimischen Netzwerk, ja nie etwas mitbekommt), könnten sonst immer wieder tagelang Leistungen erschlichen werden, die nicht bezahlt wurden. Das wird jedoch kein einziger Streaming-Dienst gern mit sich machen lassen, da die Rechteinhaber ja trotzdem weiterhin auf einer Bezahlung bestehen.

Insofern ist hier zwar keine Veränderung eingetreten, ich habe meine Abläufe aber entsprechend angepasst. So viele Klassenarbeiten schreibe ich auch wieder nicht, dass das ein echtes Problem wäre, es fällt eher in die Kategorie „unkommod“.

Hörbücher

Die Hörbücher sind schon unter iOS 9 aus der Musik-App nach iBooks umgezogen, was durchaus sinnvoll war, denn Hörbücher werden häufig ganz anders als Musik konsumiert. Und endlich ist es auch möglich, bereits bei iTunes gekaufte Hörbücher direkt über iBooks erneut zu laden. Somit muss ich weder iPad noch iPhone in dieser Situation per Kabel oder W-LAN an den Mac hängen, um an die Hörbücher aus der iTunes Mediathek zu gelangen. Das kommt nur noch zum Tragen, wenn es sich um nicht bei iTunes gekaufte Hörbücher handelt.

So sieht der Zugriff auf die bereits bei iTunes gekauften Hörbücher aus – ein Antippen des Download-Symbols führt sofort zum gewünschten Effekt. Genial einfach und effektiv – so hätte es von Anfang an sein sollen!

So sieht der Zugriff auf die bereits bei iTunes gekauften Hörbücher aus – ein Antippen des Download-Symbols führt sofort zum gewünschten Effekt. Genial einfach und effektiv – so hätte es von Anfang an sein sollen!

Dennoch ist die Situation wesentlich komfortabler geworden, im Alltag greife ich mehrfach pro Woche darauf zu, lade ältere Hörbücher, höre sie durch, lösche sie („Download entfernen“, sehr bequem). Da kann ich mich gar nicht mehr beschweren.

Fotos

Ein Klassiker ist und bleibt das Synchronisieren größerer Foto-Bibliotheken. Früher war das ein bisschen komplex, heute nicht mehr. Seit dem ich die iCloud Foto-Mediathek aktiviert habe, halten sich die Mediatheken auf iMac, iPad und iPhone perfekt synchronisiert. Auf den beiden mobilen Geräten werden nur die neuesten Bilder auf dem internen Speicher gehalten, ältere müssen im Bedarfsfall nachgeladen werden, sind aber bei Netzkontakt schnell verfügbar. Dafür bleibt der Speicher weitgehend unbelastet. In den meisten Fällen ist das ein sehr guter Kompromiss, nur ganz selten ärgert man sich, dass ein Foto nicht in voller Auflösung parat liegt (meist ist dann das iPad offline oder das Mobilfunknetz auf Edge beschränkt).

Doch die Mühelosigkeit dieser Synchronisierung ist es, die mich am meisten erfreut, denn ich muss faktisch nichts dafür tun. Einmal auf allen Geräten aktiviert muss man je nach Größe der Foto-Mediathek ein paar Stunden Geduld haben (bei mir sind es beinahe 15.000 Fotos, das dauert also etwas), während der erste generelle Abgleich läuft, danach sind es täglich nur noch ein paar Sekunden, in denen neue Bilder hinzugefügt, auf einem Gerät gelöschte Fotos überall in den „Gelöscht“-Ordner verschoben oder neu erstellte Ordner überall angelegt werden. Aber es funktioniert, und in den letzten Monaten war es wirklich äußerst komfortabel, sich nie auch nur einen Gedanken darüber machen zu müssen.

It just works. Again. Finally.

Nachdem ich vor beinahe zwei Jahren mal einen sehr langen Artikel verfasst hatte, in dem ich mich ausführlich über die diversen Unzulänglichkeiten ausließ (hier), kam ich ein Jahr später schon an die Grenzen meiner Fähigkeit, die vielen kleinen Mängel in der Summe zu ertragen (hier). Damals setzte ich Apple eine Frist von zwei Jahren, danach würde ich mir etwas anderes suchen. Bereits im Mai konnte ich feststellen (hier), dass sich einiges verbessert hatte.

Doch nun, also Mitte Oktober, habe ich schon fast keine Kritikpunkte mehr. Meine Liste von damals hat sich weitgehend erledigt. Mir ist auch völlig klar, dass es nie einen perfekten Zustand geben kann. Doch aktuell bin ich sehr zufrieden – und das ist schon einmal sehr gut. Jetzt kann ich in der weit überwiegenden Anzahl der Fälle wirklich davon ausgehen, dass „es einfach funktioniert“. Endlich wieder.

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