Archiv der Kategorie: Stephen King

Renn’s noch einmal, Solera!

Und noch einmal — dieses Mal wusste ich, wo es lang geht, entsprechend schneller war ich.

Und noch einmal — dieses Mal wusste ich, wo es lang geht, entsprechend schneller war ich.

Tja, was soll ich sagen? Heute war das Wetter sehr angenehm, also konnte ich das Tempo (mir während des Laufs völlig unbewusst) noch ein wenig anziehen. Ansonsten muss ich fast auf den Meter genau den gleichen Weg absolviert haben, zumindest der Anzeige zufolge (etwas erstaunlich, da ich mich heute nicht verirrt habe…).

Fazit des Laufs: Morgen weniger, sonst fallen mir die Schienbeine ab… und „Glas“ (von Stephen King) ist gegen Ende hin höllisch spannend — dank meiner AirPods war dieser Lauf wesentlich erhebender als der gestrige!

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Einmal im Kreis, bitte!

Wir sind gerade bei einem Familientreffen am Steinhuder Meer, einem recht großen See in der Nähe von Hannover. Bei einer Vorab-Recherche via Wikipedia konnte ich in Erfahrung bringen, dass der See einen Umfang von ca. 22 Kilometer hat. Damit stand fest: Ich renne morgens einmal um den See!

In der Jugendherberge angekommen, erfuhr ich vom Herbergsleiter, dass der Rundweg dann doch eher 30 Kilometer betrug, denn er führe noch um ein Moorgebiet herum. Okay. Schluck Dann halt die 30 Kilometer. Also: Wecker etwas zeitiger gestellt, rein in die Laufklamotten, dann los!

Das erste Ziel war klar: Die ganze Runde schaffen, sonst wäre es peinlich. Das zweite Ziel hing mit dem Frühstück zusammen: Bis neun Uhr gibt es das in der Jugendherberge, also war das Ziel klar: In drei Stunden fertig werden (5:30-8:30 h, genug Zeit für’s Essen).

Kurz und gut: Es hat geklappt, ich kam an, mit zwei Stunden und 57 Minuten war ich sogar recht flink. Aber:

  • Es hat fast durchgehend geregnet, wodurch es recht kühl wurde,
  • außerdem führte ein langes Stück am Ende durch ein Moorstück, was optisch einfach nicht besonders spannend war. Zwei oder drei Kilometer ist das nett, danach wird es eher öde.
  • An einer Stelle habe ich durch Regen und Vegetation einen Wegweiser übersehen, was zu gut einem Kilometer Umweg führte. Nicht schlimm, aber ein bisschen ärgerlich.
  • Ohne Hörbuch (Stephen King: „Glas“) wäre das kein Vergnügen gewesen.
Einmal um das Steinhuder Meer — wie so'n Verrückter...

Einmal um das Steinhuder Meer — wie so’n Verrückter…

Ich habe zwar auch ein paar schöne Fotos unterwegs gemacht, aber mein Mobil-Guthaben soll noch ein paar Tage reichen, daher verzichte ich jetzt erst einmal darauf, sie hier einzubinden. Wenn ich wieder im heimischen W-LAN bin, gibt’s einen separaten Eintrag.

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Gehört: „Ulysses“ von James Joyce

Liebevoll und aufwändig produziert: „Ulysses“ von James Joyce als Hörbuch.

Liebevoll und aufwändig produziert: „Ulysses“ von James Joyce als Hörbuch.

„Ulysses“ gehört zu den literarischen Werken, die mich aufgrund ihres Bekanntheitsgrades, des Autors (von dem ich in meiner Schul- und Studienzeit bereits drei andere Bücher gelesen und genossen hatte) und der Erzähltechnik („Stream of Consciousness“) schon lange faszinierten.

Weg mit dem (gedruckten) Buch

Die gedruckte Buchfassung hatte ich gut 20 Jahre im Regal stehen, bis mir klar wurde, dass ich sie nie lesen würde, schon gar nicht in dieser Darreichungsform. Meine Lesegewohnheiten sind in den letzten sieben Jahren derart stark auf iPhone und iPad umgemünzt worden, dass ich mich mit einem „normalen“ Buch in der Hand zwar nicht unwohl fühle, mir aber sofort klar ist, dass ich es eben nicht ständig (im Sinne von 24 Stunden am Tag) bei mir trage. Und in dieser Hinsicht schlägt das iPhone alle anderen Lesegeräte. Noch dazu ist der Kontrast auf dem Bildschirm derart hoch, dass ich auch schon seit gut fünf Jahren meine Lesebrille nicht mehr benötige. Zurück zum Buch: Die Druckfassung habe ich über Momox im letzten Jahr verkauft, aber das Interesse an „Ulysses“ als Werk blieb ungebrochen. Also langte ich vor ein paar Wochen tief in meine Taschen und leistete mir für gut 38 € im iTunes Store das beinahe 40 Stunden lange Hörbuch – pro Stunde ungefähr ein Euro, das ist aus meiner Sicht akzeptabel.

Hörbuch deluxe

Es ist eine wirklich grandios produzierte ungekürzte Fassung mit ca. 40 unterschiedlichen Sprechern (allerlei Geschlechts), die sich teils in kurzen Abschnitten, teils in wirklich langen Passagen abwechseln. Auch handwerklich ist das Hörbuch äußerst gut gemacht, denn es spielt – beim Laufen habe ich das durch die AirPods natürlich sehr deutlich gemerkt – auch mit dem Panorama: Bei Passagen, in denen sich die Sprecher in kurzem zeitlichen Versatz ergänzen, wird mehrfach zwischen linkem und rechtem Kanal hin und her gewechselt. Nötig wäre das natürlich nicht, aber ein interessanter Effekt ist es allemal.

Fazit: Die Hörbuch-Produktion ist sowohl hinsichtlich der Sprecher als auch der Audio-Qualität absolut makellos und ihr Geld zweifelsohne wert.

Das „Werk“

Vorwarnung: Ich „oute“ mich gleich als völliger Kulturbanause.

Anders als die Hörbuch-Produktion konnte mich das Werk – vielleicht auch aufgrund einer gewissen Reife, die ich mir mittlerweile schamlos zugestehen darf – nur wenig mitreißen. In den letzten Monaten/Jahren habe ich sehr viel gelesen und noch mehr gehört. Wenn mir etwas gefiel, habe ich darüber gebloggt, wodurch den Lesern meines Blogs ziemlich leicht fallen dürfte, meine literarischen Interessensgebiete einzugrenzen:

  • Unmengen an Science Fiction (z.B. „Krieg der Klone“ von John Scalzi oder die „Space Troopers“-Reihe von P. E. Jones)
  • viel Action (z.B. die „Cotton Reloaded“-Serie)
  • (leichter) Horror (vor allem die späteren Werke von Stephen King wie „Die Arena“ oder auch „Dreamcatcher“)
  • viel Humor (z.B. „Das Rosie-Projekt“ von Graeme Simsion)
  • gerne auch alles in Kombination
  • oder natürlich Fachbücher über sportliche oder Gesundheits-Themen.

Gerade bei den Romanen und Kurzgeschichten geht es mir aber darum, die Charaktere in ihrer Interaktion zu erleben, Anteil an ihren Motiven und den Umständen, die sie zum Handeln zwingen, zu nehmen, sie zu verstehen und meist auch innerlich zu bewerten – das macht Literatur ja so großartig: Sie kann uns unterhalten, uns bewegen und zum Nachdenken anregen. Außerdem schätze ich es sehr, wenn die Handlung zügig vorangetrieben wird.

„Ulysses“ dagegen ist – oberflächlich betrachtet – die Verkörperung der Banalität, denn es geht letztlich um nichts. Das sage ich nicht verächtlich, eher bedauernd. Faktisch folgt die Geschichte (es ist ja noch nicht einmal eine richtige Geschichte…) einen Tag (für die Puristen: einen Tag und ein Stück des folgenden Morgens) lang einer Person („Leopold Bloom“), zeigt seine Interaktionen mit einer Vielzahl anderer Menschen, dessen Gedanken und die der anderen Personen auf – vermag aber mit wenigen Ausnahmen kaum, mich zu interessieren. Der Grund ist die bereits erwähnte Banalität. Der Schluss des Buchs ist ja ein gut 40 Druckseiten langer innerer Monolog der Ehefrau („Molly Bloom“). James Joyce hat versucht, einen tatsächlichen Gedankenstrom nachzustellen, was ihm sicher auch gelungen ist. Doch leider sind unsere alltäglichen Gedanken mit Unmengen an Banalitäten angefüllt. Viele Menschen – ich sicher eingeschlossen – denken ziemlich oft an ganz normale körperfunktionale Dinge (z.B. „Ich muss demnächst mal wieder auf’s Klo…“ und dergleichen). Es ist ja schön, das einmal exemplarisch zu begreifen, wenn aber ein gut zweieindreiviertel Stunden langer Abschnitt eines Hörbuchs fast nur um derlei Themen kreist (und es ist wirklich so, dass Molly sich in diesem langen Abschluss-Gedankenstrom nur über Sex, die Gestaltung ihrer Wohnung, Sex, Shopping, Sex, Toilettengänge, Sex, Körperpflege, ihre eigene verschrobene Selbstwahrnehmung, Sex und dergleichen Gedanken macht) nimmt es die Wirkung einer Tortur an.

In „Geisterbrigaden“ lässt John Scalzi einen ähnlichen Gedankengang ablaufen:

Passt irgendwie perfekt, oder?

Passt irgendwie perfekt, oder?

Beim Laufen war es sogar noch viel schlimmer. Der schleppend langsame Verlauf dieses einen Tages (literarisch ja nun auf 38 Stunden ausgedehnt) zieht sich gefühlt doppelt so lange hin, wenn man sich des Morgens durch die noch recht düstere Ostalb bewegt. Mit dem richtigen Hörbuch „fliege“ ich (gefühlt) nur so über die Straßen und Wege, mit „Ulysses“ kroch ich wie eine Schnecke.

Die Erzähltechnik und die Wortwahl sowie der unverkennbar gebildete Ansatz, der nicht zuletzt durch die eingesetzten mindestens fünf Sprachen (ich konnte Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Latein erkennen) zutage tritt, sind die Elemente, die mich begeistern konnten. Hier und da schuf James Joyce sogar geradezu brüllend komische Passagen, wie zum Beispiel die Kutschfahrt nach dem Requiem für Paddy Dignam, bei der die Fahrgäste sich in einen wahren Lachrausch hineinsteigern.

Wie ich schon geschrieben habe: Ich bin wohl ein Kulturbanause. Denn selbstverständlich ist mir völlig klar, dass ein derart fähiger Autor wie James Joyce niemals in seinem Leben so viel Zeit und Mühe dafür geopfert hätte, nur Banalitäten anzusammeln. Das Werk ist durchzogen von einem feinen Netz literarischer, sozialer und historischer Anspielungen. Mein Banausentum besteht nun darin, dass mir das – geradeheraus gesagt – scheißegal ist. Momentan mag ich Bücher, die ich in die Hand nehmen und mich selbst für eine Weile darin verlieren kann. Ich suchte Unterhaltung und fand Bildung. Und genauso spröde, wie das klingt, war es leider auch.

Fazit:

Das Werk ist faszinierend, aber nicht für mein aktuelles Ich. Dieses sucht nach Unterhaltung, die das Werk in der für mich attraktiven Form nicht oder nur an wenigen Stellen zu bieten vermag. Dass ich mir die volle Länge gegönnt habe, zeigt, dass es mir durchaus ernst mit dem Buch war, doch ist mir jetzt eindeutig nach leichterer Kost, die meinem simplen Geist eher entgegen kommt. In einigen Jahren gibt es einen erneuten Anlauf, vielleicht sogar in Form eines iBooks mit zusätzlicher Sekundärliteratur, denn faszinierend ist das Werk nach wie vor auf einer intellektuellen Ebene – nur weiß ich, dass ich in den kommenden Jahren erst einmal kein Verlangen habe, mich dem Werk noch einmal so zu nähern.

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Der erste Marathon

Schon lange gärte es in mir, beim täglichen Laufen war es immer so ein Ziel, das mir vorschwebte. Und dann das: Vor einigen Wochen versprach ich dem guten Zeilenende relativ spontan, in den Osterferien einfach mal einen Marathon zu laufen. In den letzten Tagen hatte ich mich an die morgendliche Kühle (den Wind eingerechnet müsste ich eigentlich von „Kälte“ sprechen) beim Rennen im Freien gewöhnt (normalerweise ziehe ich bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius das Laufband im Keller vor). Da für morgen und die kommenden Tage wiederum deutlich kühleres und z.T. auch schlechteres Wetter angekündigt ist, ergriff ich kurzerhand die Möglichkeit und stürzte mich heute früh kurz nach 6:00 h hinaus, um meinen ersten Marathon-Lauf zu absolvieren.

Unmittelbar vor dem Aufbruch: Im Hintergrund sieht man die Morgendämmerung, ich sehe (noch) ganz zuversichtlich aus...

Unmittelbar vor dem Aufbruch: Im Hintergrund sieht man die Morgendämmerung, ich sehe (noch) ganz zuversichtlich aus…

Meine Frau startete einen Moment vor mir, sie hatte sich einen Halbmarathon vorgenommen. Da die Strecken nicht gleich waren, trafen wir uns an der einen oder anderen Stelle wieder – das war sehr schön.

Aber kalt war es. Und wie. Vor allem im Wind (schlimmer nur noch im Gegenwind). Das führte dann auch dazu, dass ich Rücken und Schultern etwas verspannte – ab Kilometer 32 rächte sich das, ab Kilometer 40 war es echt unangenehm.

Hörbuch-Unterstützung

Aber erst einmal zum Start, denn gestern hatte ich vorsorglich das Hörbuch von „Glas“, dem vierten Teil des „Dunkler Turm“-Epos von Stephen King geladen (und mir die etwas langatmige Einleitung der Neufassung angehört, um gleich mit der Geschichte starten zu können).

Der vierte Teil des langen Epos war mein treuer Wegbegleiter – und das war sehr gut so.

Der vierte Teil des langen Epos war mein treuer Wegbegleiter – und das war sehr gut so.

Beim Lesen bin ich ungefähr nach einem Drittel stecken geblieben, weil mir da erst einmal vier John Scalzi-Romane und sechs Hörbücher vom gleichen Autor „in den Weg sprangen“. Um mir die Geschichte wieder schmackhaft zu machen (und mir einen Grund zu kreieren, endlich im Buch weiter zu lesen – es ist ja alles andere als langweilig!), startete ich den Lauf mit dem Hörbuch. Und die Entscheidung war gut, denn es war die perfekte Mischung aus „Ist mir schon vertraut, weil ich es bereits gelesen habe…“ und „Huch! Dieses Detail hätte ich glatt vergessen…“ – so musste ich nicht jede Sekunde voll aufpassen, konnte aber die Geschichte in kompakter Form genießen. Sehr gut!

AirPods to the MAX!

Meiner Meinung nach sind die im Dezember von Apple herausgebrachten AirPods eines der besten Technologie-Produkte der letzten Jahre. Technologisch für ein 1.0-Produkt schon wahnsinnig ausgereift und derart bequem in der Handhabung – ganz klar, dass sie mich auch bei diesem Lauf begleiteten. Da ich fürchtete, die Akku-Laufzeit würde nicht ganz ausreichen, nahm ich die Box mit, in der ein Akku integriert ist, mittels dessen sich die Kopfhörer flugs wieder aufladen lassen. Wie sich herausstellte, hätte ich mir die Mühe des Mitschleppens sparen können, denn die AirPods gaben erst nach vier Stunden und 20 Minuten Dauernutzung (und das in durchaus kalter Umgebung) ihren Geist auf. Zehn Minuten später war ich ohnehin wieder daheim.

Dauer und Kondition

Auf den Marathon habe ich mich nicht speziell vorbereitet. In diesem Kalenderjahr bin ich – wie vorher auch – einfach jeden Morgen meine 10-18 Kilometer gelaufen. Mit einer speziellen Vorbereitung hat das leider gar nichts zu tun. Und das habe ich dann auch gemerkt, denn mein Körper war überhaupt nicht darauf vorbereitet, mehr als 30 oder 32 Kilometer zu laufen. Ab da schmerzte der Rücken beträchtlich – die Schultern waren so verkrampft, dass selbst das Schulterrollen, das sie lockern sollte, derart unangenehm war, dass ich es einfach wieder bleiben ließ.

Geschafft! Mein erster Marathon in der Zusammenfassung!

Geschafft! Mein erster Marathon in der Zusammenfassung!

Meine Zeit war – gemessen an einer professionellen Zeit – grausam schlecht, denn ich brauchte gut viereinhalb Stunden. Andererseits waren da etliche Höhenmeter enthalten (Ostalb), insofern bin ich völlig zufrieden damit.

Meine Zeit – nicht konkurrenzfähig, aber für mich schon sehr gut.

Meine Zeit – nicht konkurrenzfähig, aber für mich schon sehr gut.

All das darf nicht darüber hinweg täuschen, dass ich mich ansonsten beim Lauf ziemlich gut fühlte. Zwar verspürte ich ab Kilometer 33 oder 34 einen ziemlich nagenden Durst, für den ich selbstverständlich keine Vorsorge getroffen hatte. Aber andererseits: Was soll’s?

Kreislauf mit Berg- und Talfahrt

Na ja, ich merkte danach ziemlich schnell, wie anstrengend der Lauf für meinen Körper war. Ungefähr einen halben Kilometer vor Ende des Laufs musste ich eine Straße überqueren, doch der anhaltende Verkehr zwang mich zu gut 15 bis 20 Sekunden Steh-Pause. Und schon während dieser kurzen Zeit fühlte ich ein deutlich flaues Gefühl in mir aufsteigen. Mein Kreislauf war wohl der Meinung, mich darauf hinweisen zu müssen, dass er jetzt sofort für eine Pause zu haben wäre. Also schnell zwischen den Autos hindurchgequetscht und noch den Schluss absolviert. Danach langsam die letzten 150 Meter nach Hause gegangen (das tat gut, um den Puls wieder etwas abzusenken), danach erst einmal Flüssigkeit nach gefüllt, dann in die Dusche. Schon das Abziehen der Duschkabine ging nicht mehr, dafür legte ich mich (freiwillig) auf den Boden und die Füße hoch. Danach auf das Sofa, wo ich noch eine gute Stunde blieb. Seither bin ich wieder ansprechbar.

Dieser Umstand zeigt mir, dass ich so schnell keinen weiteren Marathon laufen muss. Ein Halbmarathon stellt für mich keine große Herausforderung dar, der liegt nur ein bisschen über dem täglichen Pensum, dass das ohne spürbare Auswirkungen geht, aber das dann noch einmal zu verdoppeln – huiiiii.

Fazit

Trotz des letzten Punktes kann ich sagen: Der Lauf machte Spaß, und zwar ziemlich viel. Noch dazu war ich fast durchweg komplett im Flow: Hörbuch und Einsamkeit sind eine gute Kombination, da es kaum eine Ablenkung von der Geschichte gibt. Also, lieber Zeilenende, ich stehe zu meinen Versprechungen. Jetzt darfst du genau wie ich morgen gnadenlos schlemmen, das haben wir uns verdient. Aber der nächste Marathon-Lauf wird noch eine ganz lange Weile auf sich warten lassen. Dennoch bin ich froh, mir bewiesen zu haben, einen solchen Lauf tatsächlich durchzuhalten. Andererseits verstehe ich jetzt, warum der Bote im antiken Griechenland nach dem Absolvieren des Laufs gleich gestorben ist…

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Gehört: „Deeply Odd“ von Dean Koontz

Gerade habe ich den dritten Teil dieses Hörbuch-Bundles zu Ende gehört. Gleich vorweg: Abgesehen vom ersten Teil, der wirklich DEN Maßstab schlechthin gesetzt hat, war dieser auch gleich einmal qualitativ in vorderster Front. Wie immer gekennzeichnet von einer großen Prise recht makabren Humors entfaltet sich hier eine fast durchweg in hohem Tempo dahin rauschende, von wilden Action-Szenen gekennzeichnete Achterbahnfahrt, deren furioses Finale es mir kaum möglich machte, die AirPods aus den Ohren zu ziehen, um meinem Beruf nachzugehen.

Im zuletzt gehörten Odd Thomas-Roman („Odd Apocalypse“, hier) habe ich ja bemängelt, dass es verhältnismäßig lange gedauert hat, bis ich den Zugang zur Geschichte gefunden hatte. In „Deeply Odd“ war das nicht der Fall: Keine zehn oder fünfzehn Minuten im Hörbuch war ich schon so in die Handlung eingegraben, dass ich mich stets dem Gefühl ausgesetzt sah, sofort weiterhören zu müssen.

Dean Koontz und der erste Satz eines Romans…

Womit wir wieder bei dieser Eigenschaft der meisten Dean Koontz-Romane wären: Er schafft es fast immer, den Leser binnen weniger Sätze, oft sogar mit dem allerersten Satz, abrupt in die Handlung hinein zu ziehen – und dann auch nicht mehr loszulassen. Das ist zwar meine eigene Erfahrung, doch wenn man mal bei Wikipedia nachliest, scheint es allgemein als eines seiner charakteristischen Stilmerkmale zu gelten:

Koontz wichtigster Grundsatz: während der Grafiker das Buch so gestalten muss, dass es der Käufer in die Hand nimmt, ist es seine Aufgabe als Autor, den Leser gleich mit dem allerersten Satz so an das Buch zu fesseln, dass er es nicht mehr weglegen will. Das steht ganz im Gegensatz zum Schreibstil von Stephen King, der in seinen Büchern die Spannung ganz langsam und subtil aufbaut und viel Zeit dafür aufwendet, den Charakter eines Menschen eingehend zu beleuchten. Das typische Koontz-Buch beginnt damit, dass er seinen Hauptcharakter vor eine ausweglose oder extreme Situation stellt. Tatsächlich impliziert meist schon der erste Satz, dass gleich etwas Aufregendes passieren wird.

Doch all die Lobhudelei ohne Belege bringt nichts, daher habe ich aus der deutschsprachigen Übersetzung mit dem Titel „Abgrundtief“ den ersten Satz herausgezogen:

Es stimmt tatsächlich: Ein Satz, der den Leser sofort hineinzieht. „Warum läutet das Glöckchen um seinen Hals? Warum dreimal? Warum bereits vor der Morgendämmerung?“ – Und schon steckt man in der Geschichte...

Es stimmt tatsächlich: Ein Satz, der den Leser sofort hineinzieht. „Warum läutet das Glöckchen um seinen Hals? Warum dreimal? Warum bereits vor der Morgendämmerung?“ – Und schon steckt man in der Geschichte…

Weil ich schon so in Fahrt war, habe ich alle meine Dean Koontz-iBooks angesehen und jeweils den Anfang herausgezogen. Und siehe da: Nur einer würde mich jetzt nicht sofort in seinen Bann ziehen, alle anderen sehr wohl:

Der Anfang von „Seelenlos“

Der Anfang von „Seelenlos“

Der Anfang von „Schwarze Fluten“

Der Anfang von „Schwarze Fluten“

Der Anfang von „Die Anbetung“

Der Anfang von „Die Anbetung“

Der Anfang von „Meer der Finsternis“

Der Anfang von „Meer der Finsternis“

Der Anfang von „Schattennacht“

Der Anfang von „Schattennacht“

Der Anfang von „Darkfall“

Der Anfang von „Darkfall“

Der Anfang von „Strangers“

Der Anfang von „Strangers“

Der Anfang von „The Door To December“

Der Anfang von „The Door To December“

Der Anfang von „Phantoms“

Der Anfang von „Phantoms“

Der Anfang von „Die Unbekannten“

Der Anfang von „Die Unbekannten“

(Quizfrage: Welcher Anfang hat mich womöglich nicht gleich in seinen Bann geschlagen?)

Ich hoffe, das hat nicht genervt, zum „Glück“ hatte ich nicht noch mehr Dean Koontz-Romane zur Hand. Dennoch habe ich hoffentlich verdeutlichen können, dass er es schafft, mit einem clever überlegten Satz sofort so viel Information preiszugeben, dass man eine lebendige Vorstellung entwickelt – und gleichzeitig so wenig zu verraten, dass man mehr wissen möchte. Wie bereits mehrfach gesagt: Bei mir wirkt das immer ziemlich gut, denn ich habe alle diese Bücher „verschlungen“.

Teaser für „Deeply Odd“ (bzw. „Abgrundtief“)

Viel darf ich nicht verraten, sonst ist der Witz weg, aber zumindest ein bisschen:

Eigentlich will Odd Thomas nur ein paar neue Kleidungsstücke kaufen gehen, da er nicht mehr besitzt als die Sachen, die er am Leib trägt. Doch sein paranormaler Magnetismus führt ihn noch vor Betreten des Einkaufszentrums auf eine neue Fährte. Binnen weniger Minuten befindet Odd sich auf der Suche nach drei entführten Kindern, die grausam hingerichtet werden sollen. Doch das ist noch lange nicht alles…

Fazit

Na, schon Appetit bekommen? Ich lehne mich sicher nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich hier einfach so von mir gebe, dass dieser Roman höchst spannend, faszinierend mysteriös und aufreibend in seinem Suchtfaktor ist. Dieses Buch an einem regnerischen Ferientag auf dem bequemen Sofa (natürlich erst nach dem Lauf), da kann nichts mehr schiefgehen. Meiner schlichten Meinung nach handelt es sich bei „Deeply Odd“ neben dem ersten Odd Thomas-Roman um den besten dieser Reihe.

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Gehört: „Transport 3: Todeszone“ von Phillip P. Peterson

Endlich erschienen, sofort besorgt und durchgehört: „Transport 3: Todeszone“ von Phillip P. Peterson.

Endlich erschienen, sofort besorgt und durchgehört: „Transport 3: Todeszone“ von Phillip P. Peterson.

Lange habe ich auf das Erscheinen des dritten Teils dieser packenden Science Fiction-Geschichte gewartet, als ich das Hörbuch vor etwas mehr als zwei Wochen bei iTunes entdeckte, habe ich sofort meine Kreditkarte belastet – zwei Tage später war ich durch. Mein Fazit ist: Juhu! Ein würdiger Abschluss für eine gelungene moderne Science Fiction-Trilogie!

Natürlich gäbe es wie immer auch etwas zu mäkeln, denn in den ersten zwei Teilen kann sich Russel, der Protagonist, jeweils mittels einer Art telepathischen Verbindung mit den Transportern verständigen. Auf diese Idee kommt er im dritten Teil erst, als gefühlt über die Hälfte der Handlung verstrichen sind. Warum kommt er nicht auf diese Idee? Das ist der eine Fehler, der jedem Kenner der ersten zwei Teile binnen weniger Kapitel auffällt. Natürlich begreift man als heutiger Leser/Hörer, dass sonst die Story einfach zu kurz wäre. Doch irgendwie nervt es, dass man im Hörbuch schon so lange vor dem Protagonisten auf diese Idee kommt.

Hier und da gibt es dann auch noch eine mentale Verbohrtheit bei dem einen oder anderen Charakter, die nicht zwingend einleuchten muss. Aber egal, der Autor schreibt, der Vorleser liest, ich lausche – und genieße (weitgehend).

Ansonsten ist die Geschichte gespickt mit interessanten und klugen Ideen. Bis auf die gerade erwähnten (und zum Glück recht marginalen) Mängel strotzt die Handlung vor Action, die Schluss-Klimax ist geradezu unerhört, außerdem wird die für Science Fiction-Fans so wichtige Neugier auf neue Welten schon sehr bald und im Verlauf der Handlung gleich mehrfach befriedigt, allein das tröstet über vieles hinweg. Und noch ein Punkt erfreut mich: Die Trilogie schließt die Geschichte auf elegante Weise ab. Rein theoretisch wäre natürlich immer ein „Anbau“ möglich, sehr wahrscheinlich ist er aber nicht. Das gefällt mir, denn es folgt einer der von Stephen King mehrfach erwähnten Maxime:

„Kill your darlings.“

Natürlich meint er nicht damit, man solle die echten, lebendigen „Lieblinge“ im Sinne von Angehörigen oder Haustieren töten. Nein, es geht darum, auch „lieb gewonnene Ideen“ wieder aus einer Handlung zu streichen, wenn man sie an sich zwar schätzt, aber dann doch realisieren muss, dass sie der Geschichte nicht weiterhelfen. Hier ist es ganz ähnlich: Das Ende der Trilogie ist gleichzeitig das charmantest mögliche Ende der gesamten „Transport“-Saga. Also „tötet“ Phillip P. Peterson sein „Schätzchen“, indem er die Saga genau an dieser Stelle auch tatsächlich enden lässt. Zumindest sieht es genau danach aus.

Ich komme zur abschließenden Wertung: Auf einer imaginären 10 Punkte-Skala, bei der 10 am besten wäre, erhält „Transport 3: Todeszone“ von mir eine 8. Das kann sich doch wirklich sehen lassen. Für Science Fiction-Fans ist die gesamte Trilogie eine eindeutige Empfehlung. Frische, unverbrauchte Ideen, die gekonnt in Szene gesetzt werden – davon darf es gerne noch viel mehr geben!

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Gehört: „Friedhof der Kuscheltiere“ von Stephen King

Eines der gruseligsten Bücher von Stephen King – wirklich harte Kost.

Eines der gruseligsten Bücher von Stephen King – wirklich harte Kost.

Das Anhören von „Friedhof der Kuscheltiere“ hat sage und schreibe 14 Monate gedauert (ich habe gestern Abend extra nachgesehen, wann ich mir das Hörbuch gekauft habe), weil die Geschichte – obwohl ich das Buch als Jugendlicher schon gelesen hatte – so gruselig ist. Immer wieder musste ich Pausen einlegen, konnte und wollte eine Weile nichts mehr davon wissen, bis ich mir dann vor einer Woche sagte, dass es so ja nun auch nicht weitergehen könne. Also lud ich es auf mein iPhone und zog die letzten sieben oder acht Stunden zügig durch. Die Erleichterung, das Buch „hinter mir“ zu haben, ist gigantisch.

Doch das soll keineswegs den Eindruck erwecken, es handle sich um ein „schlechtes“ Buch. Ganz im Gegenteil: Wie bei einem Schauspieler, der den Bösewicht so überzeugend verkörpert, dass man beim reinen Anblick des Schauspielers (der persönlich ja in den meisten Fällen ganz anders drauf ist als seine Rolle) schon eine Antipathie empfindet, so erzeugt dieses Buch ein vehementes Gefühl der Abneigung, weil es so überzeugend geschrieben ist. Ich bewundere Stephen Kings erzählerische Leistung, denn er hat äußerst starke Gefühle mit seiner Fiktion in mir ausgelöst. Doch gleichzeitig stellt diese Leistung das Buch für mich auf eine Stufe wie „The Shining“ (hier). Auch dieses konnte ich mir nur unter großer Überwindung zu Gemüte führen, eben weil es so gekonnt die Beklemmungsgefühle in mir auslöste.

Das Gruselige an „Friedhof der Kuscheltiere“ ist nicht, dass es irgendwelche besonders brutalen Momente gäbe, bis auf zwei wirklich kurze Szenen kommt im ganzen Roman nichts derartiges vor – und diese Abschnitte nehmen von den etwas mehr als 16 Stunden Hörbuch vielleicht ein oder zwei Minuten ein. Daran kann meine innere Aversion nicht liegen. Nein: Es ist vielmehr die Art des Erzählens, die einem ständig unter der Oberfläche zu verstehen gibt: „Es wird alles noch viel schlimmer kommen, als du denkst…“ Und obwohl ich das Buch als Jugendlicher sehr mochte und mehrfach gelesen habe, erging es mir als Erwachsenem nun ganz anders.

Was ich an Stephen King schätze, ist die epische Erzählkunst, die er wie kaum ein anderer perfektioniert hat. Seine Charaktere entwickeln sich langsam, der Horror liegt in der ganz leichten Abänderung einer alltäglichen Situation, doch auch er hat eine Entwicklung durchlaufen: Seine frühen Romane („Carrie“, „Shining“, „Friedhof der Kuscheltiere“, „Brennen muss Salem“) sind echte, harte Horror-Geschichten, die ich mittlerweile für vergleichsweise „schwere Kost“ halte (ich selbst bin der Maßstab, an dem das gemessen wird…). Seine späteren Romane (z.B. „The Green Mile“, „Der Anschlag“, „Die Arena“, „Mr. Mercedes“ und so weiter) stellen seine erzählerische Finesse ohne den harten Horror-Faktor unter Beweis – und da schätze ich Stephen King besonders.

Ich hoffe einfach mal, dass Stephen King noch 20 bis 30 Jahre weiter exzellente Romane schreibt, die eher seinem späteren Schreibstil entsprechen – dann werde ich sie mir auch weiterhin genüsslich zu Gemüte führen. „Friedhof der Kuscheltiere“ darf jetzt erst einmal ein paar Jahre in meiner Hörbuch-Bibliothek sein Dasein fristen, vielleicht hole ich es dann wieder heraus, wenn ich mich so richtig fürchten möchte. Vielleicht.

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Hotarus Filmchallenge – November und Dezember 2016

Wer noch nicht weiß, was mit „Hotarus Filmchallenge“ gemeint ist, der sollte bitte hier klicken.

Und wieder bin ich nicht nur „ein wenig“ spät dran, denn der Dezember ist so gut wie vorbei – und ich habe noch nicht einmal die November-Ergebnisse gepostet. Aber irgendwie hat sich der November so schnell an mir vorbeigedrückt, ZACK! – schon war er vorbei… Nun gut, aus der Not mache ich nun halt eine Tugend und hake zwei Monate auf einmal ab.

  • (45) Tunnel: The Stand – Das letzte Gefecht (weitere Infos) – Diese Romanverfilmung des vermutlich längsten Einzelromans von Stephen King ist sehr nah am Buch (wenngleich etliche Details immer noch wegfallen mussten), weswegen auch die supergruselige Tunnelszene nicht fehlt. Nur selten fiebert und fürchtet man so mit der Person mit, die da durch muss…
  • (46) Wald: Der Herr der Ringe – Die zwei Türme (weitere Infos) – Nur selten wurde ein Wald auch akustisch so unheimlich untermalt wie der Fangorn-Wald in diesem Teil der epischen Filmtrilogie. Daher musste ich sofort an ihn denken. Wer die Special Edition auf DVD (oder BluRay) hat, sollte sich unbedingt bei den Extras den Teil über den Sound von Mittelerde ansehen, denn da erklären die Tontechniker und Sounddesigner, wie sie (nicht nur) den Wald zum Klingen gebracht haben. Eine der faszinierendsten Dokumentation über einen ohnehin schon aufregenden Beruf!
  • (47) Brief: Das Boot (weitere Infos) – Vermutlich gilt das für die meisten Kriegsfilme, doch allzu viele davon kenne ich gar nicht. Auf jeden Fall sieht man immer wieder einzelne Soldaten Briefe an ihre Angehörigen, meist an die Verlobten und Frauen daheim schreiben. Häufig werden diese auch noch mit der Bitte einem Kameraden übergeben, er möge den Brief/die Briefe im Falle seines Todes beim Empfänger abgeben.
  • (48) Gift: Eine Klasse für sich (weitere Infos) – Eigentlich geht es in dem Film um Baseball, doch die eine Szene ist mir in der Erinnerung hängen geblieben, weil die jungen und etwas aufmüpfigen Damen des Baseball-Teams abends ausgehen und ihren Spaß haben wollen, was aber die Anstandsdame unterbinden möchte. Daher geben sie ihr kurzerhand ein Brechmittel, was der Arzt in einer Szene ganz lapidar mit „Ich habe noch nie jemanden so viel kotzen sehen…“ kommentiert.
  • (49) Treppe: Blues Brothers (weitere Infos) – John Belushis sensationeller Sturz die Treppe hinunter, nachdem er sich mit „der Pinguintante“ (=einer Nonne) angelegt hatte, lässt mich jedes einzelne Mal neu mitfühlend zusammenzucken. Autsch!
  • (50) Gericht: Die zwölf Geschworenen (weitere Infos) – Ich kann den Film nicht oft ansehen, wenn ich ihn mir aber zu Gemüte führe, dann genieße ich jede Sekunde. Dieses Kammerspiel, das sich bis auf wenige Momente nur in einem einzigen, mittels genialer Kameratechnik zunehmend enger werdend wirkenden Raum abspielt, wirft einen unglaublich scharfen Blick auf die Verantwortung, die eine Jury bei einem solchen Prozess trägt. Ein Meilenstein des Kinos!
  • (51) Kälte: The Grey – Unter Wölfen (weitere Infos) – Für mich einer der eindrücklichsten Filme, den ich in diesem Jahr gesehen habe. Sowohl die Bilder an sich als auch die ganze Farbgebung strahlen die eisige Kälte des Winters in Alaska aus. Das wäre ja so ganz und gar nichts für mich!
  • (52) Feuerwerk: Die Coneheads (weitere Infos) – Eine meiner Lieblings-Komödien mit Dan Aykroyd, auch meine Schwester schätzt ihn (immerhin hat sie mir zu einem Geburtstag die DVD geschenkt), meine Frau und meine Kinder genießen diesen Film von Zeit zu Zeit mit mir. Das Feuerwerk ist eine ganz coole Stelle, denn Beldar Conehead soll bei einem Football-Spiel in der Highschool für eben dieses sorgen. Doch er zündet nur eine einzige Rakete. Alle stöhnen schon auf und wollen ihn ausbuhen, da zündet der außerirdische Feuerwerkskörper und taucht die ganze Stadt in strahlendes Licht, was alle völlig wegfegt. Klasse!

Vielen Dank an Hotaru für diesen coolen Filmchallenge! Durch die unterschiedlichen Begriffe habe ich meine Film-Kollektion einmal mit ganz anderen Augen durchleuchtet, was sowohl erhellend als auch spannend war.

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52 Wochen – Teil 40 („Allein im Wald bei Nacht“)

Das heutige Foto hätte eine wunderbare Vorlage für einige der frühen Romane Stephen Kings werden können. Entstanden ist es bei einem abendlichen Spaziergang mit der ganzen Familie durch den örtlichen Wald.

Die Kinder hatten ihre Kurbeltaschenlampen dabei und funzelten wie wild durch die Gegend. Das mag auch daran gelegen haben, dass ich ihnen vorher etwas über Wildschweine erzählt hatte, immerhin hatte eines vor ein paar Tagen einen Radfahrer zu Fall gebracht… (siehe hier). Also hatten sie einen deutlich bemerkbaren Respekt vor der sich schnell ausbreitenden Dunkelheit.

Und genau das brachte mich auf die Idee für das „52 Wochen Selfie“, also drehte ich mich so, dass ich mal nicht angestrahlt wurde und nahm dabei eine eher körnige Bildqualität in Kauf, die meiner Meinung nach aber perfekt zum Thema passt.

Da bekomme ich glatt Angst vor mir selbst...

Da bekomme ich glatt Angst vor mir selbst…

Verwendet: iPhone SE (Frontkamera), keine Filter (das Bild war schon mehr als ausreichend gruselig).

Bonus

Irgendwie hat mir die Idee für das Selfie so imponiert, dass ich gleich noch ein bisschen weiter gegangen bin: In ganz entfernter Anlehnung an den Film „The Village“ habe ich aus dem Selfie, einem zweiten Versuch und einem Blick direkt nach oben von der Stelle des Selfies aus einen kleinen Film gebastelt. Auch ein Soundtrack durfte nicht fehlen…

Hier gibt’s den Film und die darin verwendeten Audio-Dateien (mp3 oder m4a) separat. Beim Ansehen des Films empfehle ich (gute) Kopfhörer, damit die Bässe so richtig rauskommen (ohne klingt’s leider nur halb so gruselig). Alles liegt auf meiner Dropbox – ich weiß nicht, wie schnell von dort gestreamt wird, aber der Film ist auch nur gute 80 MB groß…

Zur Aktion „52 Wochen“

Seit nunmehr 40 Wochen läuft Zeilenendes Foto-Aktion „52 Wochen“, an der ich teilnehme (hier findet man alle meine Beiträge). Ziel ist es, jeden Sonntag ein neues Selfie oder Portrait einzustellen. Die übrigen Teilnehmer sind:

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Hotarus Filmchallenge – Oktober 2016

Wer noch nicht weiß, was mit „Hotarus Filmchallenge“ gemeint ist, der sollte bitte hier klicken.

Ich bin zugegebenermaßen etwas zu spät dran für den Oktober, doch beim letzten Punkt musste ich erst eine ganze Weile suchen, um einen Film zu finden, der mir tatsächlich zu diesem Stichwort einleuchten wollte. Die November-Stichwörter werde ich mir dafür schon recht bald zu Gemüte führen, damit sie noch in diesem Monat veröffentlicht werden können.

  • (40) Koffer: Pulp Fiction (weitere Infos) – Natürlich fielen mir sofort alle möglichen „Airport“-Filme, „Einsame Entscheidung“ und der zweite Teil von „Stirb Langsam“ ein, denn selbstverständlich werden am Flughafen viele Koffer abgewickelt und im Flugzeug transportiert. Doch die Koffer spielen dabei faktisch keine Rolle. Also musste ein anderer Film her, in dem ein – vielleicht sogar der – Koffer eine hervorgehobene Stellung innehat. Und dann kam die Erleuchtung: Gab es jemals noch einen Film neben Pulp Fiction, in dem das Geheimnis um den Inhalt eines Koffers im Verlauf des Films trotz der erzeugten Spannung beim Publikum nicht gelöst wurde? Falls dem so sein sollte, ist es mir nicht bekannt. Daher passt dieser Film wie die Faust aufs Auge zum gestellten Thema.
  • (41) Tanz: Footloose (weitere Infos) – Einen heftigen Konkurrenten gab und gibt es: „Singin‘ in the Rain“, doch meine Begeisterung für „Footloose“ hat mich damals selbst überrascht, denn sonst konnte ich mit Tanzfilmen nie viel anfangen – das war/ist einfach nicht meine Welt. Diesen Film mag ich jedoch, weil er so wundervoll den klassischen Generationenkonflikt, hier sogar noch durch eine religiöse Komponente verschärft, darstellt – und eine interessanterweise (mehr oder weniger) glaubwürdige Lösung anbietet. Außerdem durfte Kevin Bacon (der Nachname ist doch wirklich eine Strafe, oder?) dort ausnahmsweise mal einen „Guten“ spielen, sonst habe ich ihn oft nur als Fiesling oder Bösewicht in Filmen wahrgenommen.
  • (42) Behinderung: The Village (weitere Infos) – Im ersten Moment musste ich sofort an „Rainman“ denken, doch mir ist der Film etwas zu langatmig. Noch dazu mag ich Tom Cruise als Schauspieler nicht wirklich. Gerade in diesem Film trägt er (wie meistens) einfach zu dick auf. Stattdessen habe ich mich für „The Village“ entschieden, denn die Protagonistin dieses Films ist blind. Dennoch nimmt sie für ihre große Liebe eine schier unlösbare Aufgabe auf sich. Noch dazu ist der Film mit der vermutlich besten aller Filmmusiken unterlegt, die ich in den letzten 30 Jahren zu hören bekam. Wer die DVD des Films besitzt, sollte sich unbedingt einmal das Special zur Filmmusik (mit der wundervollen Hilary Hahn) ansehen. Umwerfend!
  • (43) Angst: Shining (weitere Infos) – Das Hörbuch war schon sehr starker Tobak, den ich nur im Tageslicht bei der Gartenarbeit im Sommer hören konnte. Die Verfilmung des Stephen King-Romans kann ich mir aber auf gar keinen Fall am Stück ansehen, sie ist mir schlicht und einfach zu gruselig. Kein anderer Film hat mir jemals so viel Angst gemacht. Und das Thema des Films ist ja auch die Angst, sowohl in irrealer Form (Lagerkoller) als auch in reeller Form (Angst vor dem an Lagerkoller leidenden Psychopathen). Da kommen Gleich und Gleich in Perfektion zusammen. Ich verstehe nur zu gut, warum Stephen King diese Verfilmung nicht mochte…
  • (44) Familie: Jumanji (weitere Infos) – Der Film ist derart faszinierend, dass ich ihn bestimmt schon vier- oder fünfmal angesehen habe. Seit dem Tod von Robin Williams konnte ich mich noch nicht wieder überwinden, doch der Tag wird auch kommen. Beide in diesem Film dargestellten Familien werden durch Unglück(e) auseinandergerissen und können nur durch die Überwindung größter Mühen und Gefahren am Ende wieder glücklich vereint werden. Der Zuschauer durchlebt eine intensive Katharsis, die den Abschluss des Films so entzückend erleichternd erscheinen lässt. Leider können meine Kinder den Film frühestens in ein paar Jahren ansehen, im Moment würden sie alle vor lauter Aufregung schreiend aus dem Wohnzimmer rennen…
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