Back to the roots

Mit dem Erreichen der 4.000 gelaufenen Kilometer in diesem Kalenderjahr (ich berichtete) war für mich klar, dass ich nun durchaus ein wenig experimentierfreudiger werden könnte und sollte, was meine sportliche Betätigung angeht. Und mein Körpergefühl sagt mir etwas ganz ähnliches. Tatsächlich ist es so, dass ich insgesamt wohl eine ziemlich gute Grundkondition habe (mein Ruhepuls von 50 und darunter deutet in diese Richtung), dafür vernachlässige ich seit längerer Zeit die Problemzone um den Bauch herum fast komplett, denn da sammeln sich – bedingt durch den alltäglichen Genuss von Süßigkeiten und Knabberkram unterschiedlichster Art – durchaus ein paar Fettreserven an. Nicht extrem schlimm, aber ästhetisch nicht gerade der Bringer. Und auf diese kleine Gaumenfreude möchte ich nun einmal nicht verzichten.

Ohne Fleiß kein Preis

Vor ein paar Monaten habe ich daher angefangen, ein paar Zusatzübungen zu machen: Situps, Kniebeugen, Planke und Klimmzüge. Doch was ist aus diesen Ambitionen geworden?

  • Die Situps schaffe ich immerhin halbwegs regelmäßig dreimal in der Woche, was ich für mehr oder weniger ausreichend halte. Klar wären viermal oder gar täglich noch ein bisschen besser, immer in einer kurzen Dosis natürlich, doch dreimal pro Woche ist definitiv besser als keinmal die Woche.
  • Die Kniebeugen wollte ich im Oktober wieder von vorne anfangen (ich hab‘ da eine App, in der das Stück für Stück fortschreitet), aber sowohl Zeit als auch Lust fehlten mir bislang. Es muss an dieser etwas erniedrigenden Art sich dabei zu bewegen liegen… Mal sehen, ob ich mich noch überwinden kann, bevor das Kalenderjahr vorbei ist.
  • Eigentlich wollte ich jeden Tag drei Planken zu je 90 Sekunden machen. Hmmmmm, immerhin habe ich seit Oktober sicher 15 oder 20 Planken gemacht, doch es müssten eigentlich noch viel mehr sein… Dennoch sind es 15 oder 20 Planken mehr als gar keine. Ein kleiner Trost.
  • Bei den Klimmzügen kann ich – für mich selbst ganz erstaunlich – vermelden, dass das einigermaßen klappt. Der Grund ist einfach: Die Stange hängt am Eingang zum Arbeitszimmer – direkt gegenüber des Schlafzimmers. Also komme ich automatisch mehrmals am Tag da vorbei. Das hilft als subtile Erinnerung. Außerdem habe ich im sehr interessanten Blog von crossboxsports eine faszinierende Trainingsanleitung für Klimmzug-Einsteiger entdeckt, die ich in den kommenden Tagen ausprobieren werde. Mal sehen, ob ich meinen Schweinehund dadurch noch etwas besser in die Knie zwingen kann…

Unschwer zu erkennen: Eine etwas durchwachsene Angelegenheit. Wäre da nicht das tägliche und durch nichts zu ersetzende Laufen von mindestens 10 Kilometern könnte ich unmöglich diese Mengen an Süßkram derart folgenlos in mich hineinstopfen.

Zurück zum Bewährten

Bevor mich das Laufen vor gut ein paar Jahren packte, bestand mein Sportprogramm fast ausschließlich aus Seilspringen. Jeden Morgen sprang ich zu Musik oder Hörbüchern gute 90-120 Minuten im Keller vor mich hin und ruinierte dabei ein (Kunststoff-) Seil nach dem anderen (wodurch ich im örtlichen Decathlon gleich eine ganze Stufe bekannter wurde, schließlich wollte ich stets Ersatz dafür, dass ein Springseil für 7€ nach zwei oder drei Stunden Belastung zum ersten Mal riss/brach). Doch dann kam da ein kleines gesundheitliches Problem dazwischen, wodurch das Seilspringen seit über einem Jahr komplett auf Eis gelegt war.

Nun habe ich ein kleines Back to the Roots-Programm gestartet: Ich laufe meine 10 Kilometer, nicht mehr (auch nicht am Wochenende, also keine „Bonusmeilen“ mehr), danach springe ich exakt fünf Minuten Seil. Mehr nicht, aber es fühlt sich gut an. Und heute – beim ersten Mal seit langer Zeit – merkte ich, wie gut das Seilspringen auch der Problemzone Bauch tut, denn der wippte (na ja, eher „wabbelte“) ganz schön mit. Mal sehen, ob ich es auf diese Weise schaffe, ihm wieder zu mehr Straffheit zu verhelfen. Ich werde berichten.

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9 Gedanken zu „Back to the roots

  1. Zeilenende sagt:

    Den Bauch straffen tut man am besten mit Bier und Schokolade! 😉

    Und Chapeau! Ich habe momentan einen ganz furchtbaren Hänger und es die Woche auf höchstens 2h Sport gebracht. Ich liebäugele gerade dafür mit dem Box-Workout.

    • solera1847 sagt:

      Boxen? Au weh! Das wäre nichts für mich. Da würde ich vermutlich selbst ohne Gegner auf die Fresse bekommen… 😳

      • Zeilenende sagt:

        Ich fürchte es auch. Es ist auch nur ein Workout, also ohne Gegner. Ich habe kein Problem damit, mich schlagen zu lassen, aber im Gesicht bin ich empfindlich. ^^ Und weil ich tendentiell unkoordiniert bin, hoffe ich dass es mir hilft. Ich werde berichten. ^^

      • solera1847 sagt:

        Yahoo! Da bin ich gespannt. Noch dazu erwähne ich jetzt mal ganz beiläufig, dass die gerade erwähnte Unkoordiniertheit vielleicht ja auch einen zukünftigen Nutzen für die Selfie-Aktion haben könnte (so ein blaues Auge und eine unvollständige Zahnreihe sollen sich ja ganz passabel als Gangster-Visage verkaufen lassen…).

      • Zeilenende sagt:

        Vor allem, so wie ich momentan aussehe. Freu dich auf morgen. 😉

      • solera1847 sagt:

        Oha, bin gespannt! Meinen Beitrag habe ich vorhin schon terminiert. Er ist ein wenig seltsam, reiht sich aber ganz gut in die bisherige Folge ein.

  2. Vielen Dank für die Verlinkung, bin gespannt wie du mit meinem Klimmzug Trainingsplan klar kommst. Liebe Grüße Norbert

  3. Es Marinsche kocht sagt:

    Chapeau wie Du dynamisch dran bleibst!

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