Läuft gerade: „1984“ von George Orwell

Und da ist er auch schon, der versprochene weitere Beitrag, denn es wird dringend Zeit, hier wieder etwas Aktivität in mein Blogger-Dasein zu hauchen…

Ein kurzer Eintrag, der das Thema nur anreißt, aber ich sitze gerade neben einem Kind, das alleine nicht einschlafen will, sobald die junge Dame weggedämmert ist, möchte ich fertig sein…

Klassiker der Dystopien

Vor ein paar Monaten habe ich mir „Schöne neue Welt“ von Aldous Huxley angehört. Einige Passagen vor allem nach der Etablierung der Hauptfiguren waren zwar leicht langatmig, aber insgesamt hat das Werk seinen Platz in der Geschichte der Literatur absolut verdient, da kommen bei mir keine noch so geringen Zweifel auf.

Bei „1984“ ist es so, dass ich das Buch bereits vor über zwanzig Jahren gelesen habe und entsprechend begeistert war. Orwells Stil ist glasklar und gnadenlos brillant. Das dystopische Thema ist perfekt durchgezogen und sucht in der Geschlossenheit des Gedankengebäudes seinesgleichen. Während des Studiums habe ich sogar eine Arbeit darüber geschrieben, allerdings nur in einem kleinen Nebenfach, mit dem ich nichts mehr zu tun habe.

Verfilmung und Teenagerdasein

Die weithin bekannte Verfilmung gefällt mir, geht mir aber zu keinem Punkt so tief unter die Haut wie das Buch. Als Teenager hatte ich den Film gesehen und war ganz offen gesagt von der vielfach gezeigten Nacktheit der weiblichen Hauptdarstellerin wesentlich mehr vereinnahmt worden als von den inhaltlichen Dimensionen, die Orwell so perfekt vorausgesehen hat.

Das Hörbuch

Nun höre ich seit ein paar Tagen das (ungekürzte) Hörbuch, nachdem ich mit „Killer aus dem Jenseits“ (Episode 37) den letzten aktuell als Hörbuch verfügbaren „Cotton Reloaded“ durchgehört hatte. Dabei war ich wie sonst auch beim Sporteln, denn aktuell taste ich mich Stück für Stück wieder an meine Form von vor ein paar Wochen heran, bevor meine Zwangspause einsetzte.

Das Hörbuch „1984“
Sehr empfehlenswerte Lektüre bzw. sehr empfehlenswertes Hörfutter!

Die Zeit verflog nur so, weil mir so viele Passagen in „1984“ so absurd real für unsere heutige Zeit vorkamen. Vieles, was Orwell sicher im Bewusstsein, es damit (absichtlich) völlig zu überziehen, geschrieben hat, gilt heute als ganz normal. Dazu gehören meiner bescheidenen Einschätzung nach die Kontrolle der großen Masse durch die Medien, die gezielte Lenkung einer (oder aller) Nationen durch eine künstlich geschürte (und dabei eigentlich fast völlig irrelevante) Kriegsangst und die völlig offensichtliche Bespitzelung weiter Teile der Bevölkerung zur Einschüchterung und Gefügigmachung. Bei Orwell ist das in so klarer Sprache („das Buch“) niedergeschrieben, beim Hören läuft mir nicht selten ein alles andere als wohliger Schauer über den Rücken.

So, die junge Dame schläft. Das Thema ist spannend, ich greife es gleich wieder auf, wenn ich durch das Hörbuch durch bin, das dürfte nur noch ein oder zwei Tage dauern.

 

Ein Gedanke zu “Läuft gerade: „1984“ von George Orwell

  1. Zeilenende 25. Oktober 2015 / 07:10

    Endlich ist er wieder da. Pass bloß auf, dass Timur Vernes kein Buch über dich schreiben will. g hangelt sich gemütlich von Blogpost zu Blogpost 1984 finde ich übrigens die am wenigsten gelungene der klassischen Dystopien (Brave new world, Clockwork Orange, Fahrenheit 451, 1984), warum auch immer.

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