Album der Woche – Episode 4 – 2017-10-08

Jede Woche präsentiere ich ein Album, das mir persönlich gut gefällt. Im Vorfeld höre ich es noch einmal (oder häufiger) durch und bemühe mich dann, es allen Interessierten „schmackhaft“ zu machen.

ZZ Top: „Tonite at Midnight. Live – Greatest Hits From Around The World“

Für ein Live-Album ein echter Augenöffner – so mag ich ZZ Top wirklich!
Für ein Live-Album ein echter Augenöffner – so mag ich ZZ Top wirklich!

Das heutige Album der Woche fällt selbst meiner eigenen Einschätzung nach aus der Reihe, denn es handelt sich nicht um ein „richtiges“ Album im Sinn des Wortes. Live-Alben sind fast ausnahmslos Zusammenstellungen von live aufgenommenen Songs, die von anderen, bereits veröffentlichten Studio-Alben genommen wurden.

Doch im Falle von ZZ Top ist diese gerade erst in diesem Jahr erschienene Live-Compilation tatsächlich eher von Vorteil. Dieser Satz bringt mich gleich zu einem meiner Kerngedanken bezüglich dieser Band. Ich mag die Jungs wirklich, sie sind seit Jahrzehnten im Geschäft, treten nach wie vor immer und immer wieder live auf und schaffen es dort auch, mit ihrer „leicht minimalistischen“ (man verzeihe mir den kleinen Euphemismus) Bühnenshow das Publikum zu begeistern. Doch – und das ist der Punkt, der für die Live-Compilation spricht – hört man sich die Studio-Alben an, sind sie für drei, maximal vier Songs am Stück interessant, danach klingt (zumindest für mich) alles ziemlich gleich. Hier und da warten absolute musikalische Juwelen, mehrere davon habe ich in meiner Song des Tages-Sparte auch präsentiert. Doch im Großen und Ganzen haben die drei Herren einen – zugegebenermaßen cool-rockigen – Sound kultiviert, der nur geringe Nuancen an Unterschiedlichkeit zwischen den einzelnen Stücken (und zum Teil sogar Alben) aufweist.

Die Songs:

Heute verkneife ich mir – und das noch nicht einmal aus Zeitgründen – sogar das Hervorheben einzelner Songs. Immerhin sind es 15 Stücke mit einer Gesamtspielzeit von 65 Minuten. Und alle sind sie gut. Vor allem sind sie gut aufgenommen, denn nur zu oft sind Live-Aufnahmen außerordentlich flach im Sound, sodass immer ein (mehr oder weniger) leicht unbefriedigendes Hörerlebnis dabei herauskommt. Hier jedoch kann davon keine Rede sein, denn der Sound ist fett und druckvoll, auch wenn die Songs tatsächlich an den unterschiedlichsten Orten der Welt (darunter Berlin, Chicago, Dallas, Las Vegas, London, Los Angeles, Nashville, New York, Paris und Sao Paolo) mitgeschnitten wurden. Da dann am Ende immer noch so einen guten Sound abzuliefern… Hut ab!

Auch wenn ich gerade noch ankündigte, keine Songs hervorheben zu wollen, so bleibe ich doch bei jedem neuen Hördurchgang (und das Album habe ich in seiner vollen Gänze mindestens fünf Mal in den letzten drei Wochen komplett angehört) bei diesem einen Song hängen: „Rough Boy“. Erstmals auf „Afterburner“ erschienen, avancierte der Song schon bald zu einem veritablen Hit, der auch immer wieder im Radio gespielt wird. Die Live-Version auf dem aktuellen Album dagegen wurde am Geburtstag von Jeff Beck, dem berühmten Gitarristen, aufgenommen, mit ihm als Gast! Und auch wenn das Stück nicht plötzlich zu einer zehnminütigen Gitarrenorgie mutiert, ist es eine sehr hörenswerte Version, die (zumindest mir) einfach nur Spaß macht.

Fazit

Ich weiß, ZZ Top ist eine Band, an der sich die Geister durchaus scheiden, denn nicht allen gefällt der unterkühlte Texas-Rock, den sie über die Jahrzehnte kultiviert hat. Ich mag die Band sonst nur in kleinen Dosen, doch dieses Live-Album bietet genau die Abwechslung, die manchen Studio-Alben fehlt. Noch dazu gibt es hier und da genau die benötigte Menge an Extras, die dem Album „das Tüpfelchen auf dem i“ verpassen…

2 Gedanken zu “Album der Woche – Episode 4 – 2017-10-08

  1. eccehomo42 8. Oktober 2017 / 20:53

    ZZ Top ist irgendwie eine typische Singleband, kein Album ragt wirklich heraus, aber eine Songs sind Klassiker wie „La Grange“ und „Sharp Dressed Man“
    Ich mag die Musik^^

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s