Schlagwort-Archive: Star Trek

Song des Tages (256) – 2017-05-26

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. In den 1990er Jahren (oder war es Anfang der 2000er Jahre) wurde die Star Trek-Serie Voyager beim Sender Sat.1 mit einem kurzen, aber sehr einprägsamen Clip beworben, der den heutigen Song des Tages als musikalische Untermalung verwendete. In der Szene sah man unter anderem Robert Picardo, wie er in der Folge (1.12) „Helden und Dämonen“ gegen eine virtuelle Version von Grendel aus dem Beowulf-Epos antritt. Da dies eine meiner Lieblingsfolgen aus der ersten Staffel ist, blieb mir auch der Song seit damals im Ohr hängen, weswegen er sich seinen Platz hier verdient hat: „Boombastic“ von Shaggy:

Ich muss zugeben, dass der Song an sich so gar keinen Bezug zu Star Trek aufbaut, aber durch diese lustige, wenngleich zutiefst nervige (sie wurde eine Zeit lang zumindest gefühlt am Ende so ziemlich jeder einzelnen Werbepause ausgestrahlt) Werbung bei Sat.1 hat sich in meinem Kopf diese Verbindung aufgebaut – und wird wohl auch nie wieder verschwinden.

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Gehört: „Cotton Reloaded — Serienspecial: Falsches Spiel in Quantico“ von Christian Weis

Ein spannendes Serien-Special (eigentlich Folge 1,5) von Christian Weis – sehr zu empfehlen!

Ein spannendes Serien-Special (eigentlich Folge 1,5) von Christian Weis – sehr zu empfehlen!

Letzte Woche erschien die neueste „Cotton Reloaded“-Episode, und endlich ist es mal wieder eine Story von Christian Weis (hier). Das soll die anderen Autoren in keinster Weise herabwürdigen, auch deren Geschichten sind superb, die meisten absolut auf Augenhöhe, doch irgendwie habe ich zu den „Christian Weis-Cottons“ eine besondere Beziehung, immerhin war es „Ebene Null“ (Episode 32, hier), die mich damals „angefixt“ hat. Danach habe ich mir alle weiteren Hörbücher besorgt und viele davon bereits mehrfach gehört („Ebene Null“ mindestens schon dreimal).

Handlung

Doch ich sollte nicht zu lange in der Vergangenheit schwelgen und mich eher auf das aktuelle Hörbuch konzentrieren! „Falsches Spiel in Quantico“ ist von der Chronologie her kurz nach der Pilot-Doppelfolge einzuordnen. Die Handlung – ohne Spoiler – lässt sich in etwa wie folgt zusammenfassen:

Cotton hat den Sprung ins G-Team des FBI geschafft, doch als Quereinsteiger steht er natürlich noch auf einem sehr wackeligen Posten, der unter Umständen auch schnell wieder zum Schleudersitz nach draußen werden könnte. Mr. High schickt ihn daher auf einen Schnellkursus in die FBI-Academy nach Quantico. Im Paket ist aber auch gleich noch ein Spezialauftrag für den frisch gebackenen Special Agent: Er soll unauffällig recherchieren, wie es erst vor kurzer Zeit zum überraschenden und etwas mysteriösen Tod eines anderen Rekruten in der Ausbildung kam. Und Cotton geht diesem Auftrag auf seine unnachahmliche Art nach…

Nostalgie und Spannung in einem

Nach den herben Rückschlägen für die Moral der Serien-Fans in der Jubiläums-Doppelfolge („Episode 50: Tödliches Finale“) ist die aktuelle Folge absoluter Balsam, denn in beinahe schon nostalgischer Art entfaltet sich die entfernt an Bud Spencer und Terence Hill erinnernde Hass-Liebe der beiden Agenten Cotton und Decker hier. Alles wirkt noch ganz frisch, noch ist nicht das tiefe gegenseitige Verständnis aufgebaut, das die späteren Folgen kennzeichnet. Christian Weis ist in dieser Hinsicht ein absolutes Meisterstück gelungen, denn das Anhören der Folge ist gleichzeitig spannend (noch kennt man die Handlung ja nicht) und nostalgisch (so fühlte sich die Serie am Anfang noch an). Hut ab dafür!

Und noch eines an der Geschichte hat mir als Star Trek-Fan besonders gefallen: Cotton ähnelt Captain James T. Kirk streckenweise verblüffend: Erst einmal losstürmen und drauflos machen, bevor man zu viel grübelt. Achtung: Es folgt ein verschwindend kleiner Mini-Spoiler! Und so löst der „kirkhafte“ Cotton am Ende den Fall, ohne genau zu wissen, was eigentlich los ist. Er stochert einfach so lange im Trüben herum, bis einer der Bösewichte die Nerven verliert und aus der Rolle fällt.

Fazit

Alle Fans der Serie werden von dieser Folge begeistert sein, davon bin ich überzeugt, denn es vereint die klassischen Cotton-Zutaten in einem spannenden und gleichzeitig die alten Zeiten heraufbeschwörenden Mix. Ich habe den Großteil der Geschichte beim Laufen durch die eiskalte Ostalb gehört – und dabei die leicht knisternde Erotik zwischen Cotton und Decker genauso genossen wie Deckers schroffe Kritik an Cottons Kirk-Aktionen. Mit der Geschichte in den AirPods vergingen die 15 Kilometer wie im Fluge… Vielen Dank an Christian Weis für diese wundervolle Episode!

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Roland Emmerich x2

In den letzten Tagen habe ich gleich zwei Filme von Roland Emmerich gesehen. Einen kannte ich schon, der gehört noch zu seinem „Frühwerk“, der andere ist relativ aktuell.

Moon 44

Ein früher Science Fiction-Film von Roland Emmerich, der leider an einer unglaublichen Menge dämlicher Dialoge leidet...

Ein früher Science Fiction-Film von Roland Emmerich, der leider an einer unglaublichen Menge dämlicher Dialoge leidet…

„Moon 44“ ist mittlerweile schon ziemlich in die Jahre gekommen. Insgesamt strahlt er eine bis heute sehr futuristische Grundstimmung aus, die mir gefällt, deswegen habe ich vor ein paar Wochen zugeschlagen, als der Film in der 3,99 €-Abteilung bei iTunes landete. Beim Ansehen freute ich mich auf dieses nostalgische Gefühl des wohligen Wiedererkennens, das sich angesichts mindestens eines Jahrzehnts meiner Abstinenz von diesem Film sicherlich einstellen würde. Ich wurde in dieser Hinsicht auch nicht enttäuscht, leider musste ich aber auch feststellen, wie unglaublich platt und beschränkt viele der Dialoge gehalten sind. Dass es so schlimm sein würde, war mir vorher nicht bewusst. Dennoch: Für mich als Science Fiction-Fan und in diesem Fall Nostalgiker war es ein willkommenes Erlebnis, das eine Verbindung zu meiner Adoleszenz herstellte.

Independence Day – Wiederkehr

Der zweite Teil von „Independence Day“ – mir gefiel er offensichtlich besser als vielen anderen Leuten, denn im Netz mangelt es nicht an Kritik...

Der zweite Teil von „Independence Day“ – mir gefiel er offensichtlich besser als vielen anderen Leuten, denn im Netz mangelt es nicht an Kritik…

Gerade gestern Abend sah ich zum ersten Mal überhaupt den zweiten Teil von „Independence Day“ mit dem Namenszusatz „Wiederkehr“. Selbstverständlich kann der Film nicht an die vielen genialen Ideen des ersten Teils anknüpfen, denn die sind ja schon verbraten. Doch alles in allem ist es ein absolut solider Unterhaltungsfilm mit fabulösen Effekten. Und wenn ich ganz ehrlich sein soll: Bei einem Science Fiction-Film, der an diesen ersten Teil anknüpfen soll, auf Realismus zu hoffen… Na ja, ich sag mal so: „Der Kandidat hat heute keine Waschmaschine gewonnen.“

Faszinierend war für mich vor allem, auf welch sympathische Weise viele der Schauspieler aus dem ersten Teil gealtert waren. Die meisten von ihnen (im innersten Kern sind es ja fast ausschließlich Männer) kommen wesentlich besser weg als damals (allen voran Jeff Goldblum und Bill Pullman).

Der absolute Bonus – vor allem für mich als Star Trek-Fan – ist natürlich Brent Spiner in seiner Rolle als Dr. Okun. Ein bisschen drängte sich mir der Verdacht auf, dass der gesamte neue Film eigentlich nur von seiner Teilnahme abhing. Letztlich war ja klar, dass sich ein ganzer Stapel Trekkies nur seinetwegen den Film ansehen würden. Bei mir war es nicht der einzige, wohl aber einer der entscheidenden Gründe.

Einen kleinen Vorteil gibt es im Vergleich zum ersten Teil: Der Film kommt schneller zur Sache. Da beim ersten Film erst einmal ein Mysterium draus gemacht werden musste, was für die Satelliten-Störungen und die unerklärlichen Phänomene zuständig war, konnte der zweite Film direkt dort ansetzen und direkt in die Handlung einsteigen, ohne gut 30 Minuten für den Spannungsaufbau zu benötigen.

Im Wikipedia-Artikel zum Film wird ausführlich über die Kritiken berichtet, die ich weitgehend nachvollziehen kann. Dennoch ist es so, wie ich oben schon geschrieben habe: Wenn ich am Abend gut unterhalten werden möchte, dann ist dieser Film eindeutig eine gute Wahl, auf die ich in Zukunft auch sicher noch etliche Male zurückgreifen werde.

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Song des Tages (206) – 2017-04-06

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. William Shatner ist nicht ganz zu unrecht nicht als Sänger bekannt geworden. Als Schauspieler hat er eine ganz eigene Art, den jeweiligen Part „an den Mann“ zu bringen – bei „Boston Legal“ hat er sich meiner Wahrnehmung nach ziemlich selbst gespielt…

Für den Song des Tages habe ich ihn dennoch ausgewählt, denn er hat auf mindestens vier Alben mitgewirkt, von denen ich zwei besitze. Und er tat das sogar ganz offiziell als „Vokalist“, doch scheue ich mich nach wie vor, ihn einen „Sänger“ zu nennen, denn er bringt seine Lyrics immer in gesprochener Form rüber. Diese konsequente Gesangsverweigerung führte sogar dazu, dass ihm ein spezieller Begriff gewidmet wurde: Spoken Word (hier, Unterpunkt „Musik“). Nun also „Common People“ mit William Shatner:

Ausgewählt habe ich diesen Song, weil er tatsächlich gut ins Ohr geht und viel Energie vermittelt – und die brauche ich für heute und morgen noch, dann gibt’s erst einmal ein Erholungsprogramm namens „Ferien“…

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Song des Tages (205) – 2017-04-05

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. John Mayer, den hatte ich ganz zu Beginn dieses einjährigen Projekts schon einmal mit seiner Wahnsinns-Ballade „Gravity“ an Bord (hier). Doch heute möchte ich ein etwas beschwingteres Stück von ihm präsentieren, das jedoch nicht minder faszinierend ist: „Your Body Is A Wonderland“:

Dieser betörend sanfte Groove, die unaufdringliche Begleitung, der Sound der Gitarre, Mayers unendlich sehnsuchtsvolle Stimme, hier stimmt einfach das Gesamtpaket. Noch dazu ist es gut, auch einmal einen etwas ruhigeren Song in der Mitte der Woche zu präsentieren. Nicht einmal James Tiberius Kirk konnte ohne Pause voranstürmen, wo selbst Engel furchtsam wichen…

Noch drei Schultage, dann sind (endlich) Osterferien hier in Baden-Württemberg. Ganz ehrlich: Ich brauche die Erholung.

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Gehört: „Paradox – Am Abgrund der Ewigkeit“ von Phillip P. Peterson

Phillip P. Peterson: „Paradox“: Spannende Science Fiction mit etwas eindimensionalen Charakteren. Trotzdem hörenswert, allein schon der Star Trek-Referenzen wegen!

Phillip P. Peterson: „Paradox“: Spannende Science Fiction mit etwas eindimensionalen Charakteren. Trotzdem hörenswert, allein schon der Star Trek-Referenzen wegen!

Bereits vor einigen Wochen gab es bei iTunes das Hörbuch „Paradox – Am Abgrund der Ewigkeit“ von Phillip P. Peterson für 2,99 € im Angebot. Bereits früher hatte ich es gesehen, doch da lag der Preis noch bei 12,99 €. Zu dem Zeitpunkt steckte ich noch mitten in ein paar anderen Hörbüchern, also schob ich den Kauf damals auf. Doch als ich dann beim zufälligen Stöbern wieder auf das Hörbuch stieß und es zehn Euro billiger war, gab es kein Zögern mehr. Binnen weniger Tage hatte ich das Hörbuch durch.

Von Phillip P. Peterson habe ich vorher schon zwei gänzlich exzellente Science Fiction-Hörbücher genossen: „Transport“ und „Todesflut (Transport 2)“. Daher lag die Erwartungs-Messlatte sehr hoch. Und wurde leider auch nicht zu 100% erfüllt. Aber STOPP! Bevor jemand denkt, ich wäre von „Paradox“ nicht angetan gewesen, muss ich gleich einschreiten, denn: Die Geschichte ist spannend, etliche der verwendeten Ideen sind in bester Science Fiction-Manier exzellent, die Star Trek-Hommagen geradezu brillant, nur leider – zum Glück das aus meiner Sicht einzige wirkliche Manko – bleiben die Charaktere für meinen Geschmack einen Tick zu eindimensional:

Mit Ed Walker haben wir einen sturen, stiernackigen US-Astronauten, der erst einmal mit dem Kopf durch jede Wand muss, dem David, ein liebenswerter, aber leider nicht im geringsten praktisch veranlagter Wissenschafts-Nerd, gegenübergestellt wird. Ein ungleiches Paar, aus dem sich auch einige Energie für die weitere Handlung entfesselt, doch entwickelt sich diese an sich faszinierende Hass-Liebe irgendwie nicht weiter. Dann noch das Frauen-Problem: Ed hat sich mit seiner sturen Art seiner Ehefrau so entfremdet, dass sie ihn einfach vor die Tür gesetzt hat, David ist in dieser Geschichte ein mehr oder weniger asexuelles Wesen, das außer der Wissenschaft nichts kennt. Und dann kommen tatsächlich noch zwei weibliche Astronauten mit: Eine ist die überehrgeizige Wildkatze, die Ed gegenüber massiv die Krallen ausfährt und sich ihm gegenüber immer wieder sehr ablehnend verhält, weil er anstatt ihrer das Kommando innehat. Die andere Astronautin ist eine eher zurückgezogene, stille Person, die am etwas dystopischen Ende trotz all ihrer Erfahrungen und der vorher so eindrücklich geschilderten Bedachtheit mehrere Szenen lang nur betrübt vor sich hin „heulen“ darf. Darüber hinaus gibt es auch noch einen machthungrigen Milliardär (wenn diese Bezeichnung überhaupt ausreicht), der am Ende des Romans beim Nichtaufgehen seiner Pläne einen Herzinfarkt erleidet, um einen schnellen Abschluss der Geschichte möglich zu machen.

Noch einmal mit aller Klarheit: Die Geschichte ist richtig gut, spannende Science Fiction ziemlich genau nach meinem Geschmack. Wenn doch nur die Charaktere ein wenig authentischer wären! Auf einer imaginären 10er-Skala für die Qualität (1=mäh, 10=wow) würde der Roman von mir eine 8 bekommen. Solange der niedrige Preis bei iTunes gilt, kann ich das Hörbuch eindeutig weiterempfehlen.

Und es gibt gleich noch einen Lichtblick: Mittlerweile ist „Todeszone (Transport 3)“ als Hörbuch erschienen — das wird sicher ein Fest!

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Gesehen: „Paul – Ein Alien auf der Flucht“

Ich sehe Filme mit Simon Pegg immer recht gerne, denn er hat diesen fantastisch planlosen Gesichtsausdruck. Schon bei „Shaun of the Dead“ war das in den ersten zehn, fünfzehn Minuten einfach unschlagbar. Als es bei iTunes „Paul – Ein Alien auf der Flucht“ im Angebot für 3,99 € gab und ich sah, dass er mitspielte, zögerte ich nicht länger und lud den Film.

Eine wundervoll überdrehte und mit Zitaten aus anderen Science Fiction-Filmen gespickte Komödie, die ein Herz für Nerds hat.

Eine wundervoll überdrehte und mit Zitaten aus anderen Science Fiction-Filmen gespickte Komödie, die ein Herz für Nerds hat.

Humor

Natürlich ist der Humor nicht immer brillant, streckenweise ist er sogar ziemlich platt und stellenweise derb unanständig, doch es gibt auf der anderen Seite so unglaublich viele kleine und größere Zitate, die jeden Kenner der Science Fiction-Filmszene zum Jubeln bringen. Das gleicht sich einigermaßen aus.

Noch dazu wird ein sehr positiver Blick auf das Nerdtum im Allgemeinen geworfen: Die völlige Hingabe an eine Leidenschaft, die oft schon seit der frühen Kindheit besteht und im Erwachsenenalter weiter liebevoll gepflegt wird, erntet von Nichteingeweihten ja oft Kopfschütteln oder abfällige Bemerkungen. In diesem Film jedoch wird die schiere Begeisterung gezeigt, wenn zwei Männer sich gemeinsam einen Kindheitstraum erfüllen – und dabei die beste Zeit ihres Lebens haben. Als „verkappter Trekkie“ (ich kenne so ziemlich alle Star Trek-Folgen, habe alles auf DVD, würde aber vermutlich nie in Verkleidung herumlaufen, kann auch nicht fließend Klingonisch sprechen) konnte ich das in voller Gänze gutheißen. Und es gleicht den vorhin erwähnten Mangel an sprachlichem Niveau mehr als aus.

Müde, müde, müde…

Beim Ansehen bin ich bei den ersten zwei Anläufen völlig entgegen jeglicher Erwartung eingepennt. Das lag aber vermutlich einfach nur daran, dass es unter der Woche war. Nach dem frühen Aufstehen und einem langen Schultag mit Vorbereitung, Hausarbeit und diversen Besorgungen ist kurz nach 21 Uhr, spätestens aber um 22 Uhr, völlig Feierabend für mich. Bei diesen ersten beiden Anläufen war ich jeweils vor halb zehn ausgeknipst.

Darüber hinaus muss ich auch jedem Film, bei dem ich einschlafe, attestieren, dass es ein Qualitätsmerkmal besonderer Art ist, denn bei schlechten Filmen kann ich mich nicht entspannen. Insofern sollte sich jeder Regisseur freuen, wenn ich bei seinem Film wegdämmere und einschlafe. Man könnte also sagen, dass der Film das „Solera-Prädikat für auf angenehme Weise ermüdende Filme“ auf jeden Fall erhalten hat.

Der Solera-Kids-Award

Gestern durften unsere Kinder den Film erstmals sehen. Wie immer waren sie am Anfang sehr abgeneigt, sich einen „neuen“ Film anzusehen – das scheint ein abwertendes Kriterium zu sein, vor allem bei unserer Mittleren. Also schlugen wir Erwachsenen vor, dem Film die (von Edmund Stoiber bekannten) zehn Minuten zu geben, danach könnten wir immer noch zu einem anderen Film wechseln. Der Plan ging auf, nach etwas mehr als einer Stunde fragte ich mal ganz vorsichtig, ob sie doch einen anderen Film sehen wollten, was sofort vehement verneint wurde.

Insofern trägt der Film jetzt nicht nur das (selbstverständlich weltweit anerkannte) Solera-Prädikat, nein, er hat auch den (sehr seltenen und daher bei Regisseuren wie auch Darstellern extrem begehrten) Solera-Kids-Award verliehen bekommen. Die größten Lacher lösten die mehrfach eingesetzten Rückwärts-Umfaller diverser Charaktere der Handlung beim ersten Anblick des Aliens aus. Mir dagegen imponierte die Szene im Comic-Laden, bei der ein FBI-Agent Paul, den er für eine Werbefigur für Comic-Fans hält, in die Hose fasst und dann von diesem überraschend zurechtgewiesen wird. Da könnte ich jedes Mal neu vom Sofa fallen…

Fazit:

Wer auf leichte Unterhaltung mit guten Schauspielern und einigen gekonnt ausgewählten Filmzitaten steht, ist mit diesem Streifen sicher nicht schlecht bedient. Unter Garantie gibt es etliche Filme, die noch viel lustiger sind, aber meinem einfachen Gemüt kam dieser Film sehr entgegen.

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52 Wochen – Teil 4 („Junkie“)

Heute wollte ich mal den Anspruch meiner Beiträge zum Zeilenende-Foto-Challenge „52 Wochen“ anheben und neben einem Foto von mir auch ein paar Details über mich zum Besten geben, die manch einer sich eventuell schon aus den unzähligen Blog-Einträgen zusammengereimt hat: Ich sehe zwar nie Live-TV (Ausnahme: Live-Berichterstattungen an Wahltagen, das finde ich meist recht spannend), mag aber TV-Serien. In gewisser Weise bin ich also ein Serien-Junkie.

52 Wochen – Teil 4 – Junkie

52 Wochen – Teil 4 – Junkie

Sicher nicht alle, denn da gibt es so unglaublich viel Blödsinn, dass es einem schier das Hirn seitlich aus dem Schädel drücken möchte, aber im Science Fiction-Bereich bin ich z.B. ganz gut zuhause (vor allem Star Trek in allen Varianten und Babylon 5, auch wenn diese Serie meiner Meinung nach deutlich schwächer ausfällt).

Wenn da nicht der begrenzende Faktor der abendlichen Müdigkeit wäre, könnte ich an so manchen Tagen eine ganze Staffel von einer Serie am Stück durchgucken. Effektiv habe ich das noch nie gemacht, denn spätestens nach zwei Folgen selbst einer spannenden Serie wie „Eureka“ (vom guten Zeilenende empfohlen, aktuell mein Favorit) fallen mir einfach die Augen zu. Ich kann nichts dagegen machen.

Im restlichen Bild sind noch ein paar andere meiner Favoriten untergebracht:

  • Monk – es gibt keinen sympathischeren Spinner als Adrian Monk, wer es nicht glaubt, soll sich mal die erste Staffel am Stück durchgucken…
  • Ein Colt für alle Fälle – für einen Trip auf der guten alten Straße der Nostalgie, denn diese Serie habe ich in meiner Kindheit jahrelang um 17:50 h im öffentlich-rechtlichen TV genossen.
  • The Cosby Show – mit dieser Serie bin ich groß geworden. Auch wenn Bill Cosby aktuell in einem etwas zweifelhaften Licht zu betrachten ist, halte ich diese Serie für eine der besten Familienserien aller Zeiten.
  • Columbo – meine neueste Errungenschaft, die gerade gestern geliefert wurde. Ich habe noch nicht einmal einen Blick in die Umverpackung werfen können (für das Foto musste ich erst noch die Folien außen abmachen). Man muss dazu nicht mehr sagen als: „Eine Frage hätte ich da noch…“
  • The Big Bang Theory – lange habe ich mich dagegen gesträubt, dann aber die ersten sechs Staffeln in einem zweimonatigen Rutsch verschlungen. Aktuell arbeiten wir uns durch die siebte Staffel. Und mehr ist ja ganz offensichtlich auf dem Weg. Juhu!
  • Monty Python's Flying Circus – eigentlich habe ich die schon viel zu lange nicht mehr angesehen. Viele davon sind so unglaublich gut, es wird wirklich Zeit!
  • Boston Legal – eine Serie, die mir durch ihre schonungslose Überzeichnung aufgefallen ist. Und durch William Shatner, der sich ganz offensichtlich selbst spielt. Ich darf nur nicht zu viele Folgen am Stück sehen, sonst werde ich zum Alkoholiker, denn bei jeder Folge habe ich angefangen, mir auch einen Scotch zu genehmigen…

Eine Serie, die ich sehr schätze, fehlt leider, denn die DVDs wurden noch nicht geliefert: „Dr. House“. Zynismus und Genialität in engster Verbindung machen diese Serie zu einem absoluten Genuss.

Soweit für heute, gönnt euch einen schönen Sonntag Abend – wir müssen noch zwei Schultage durchstehen, dann geht's verdient in die Ferien. Ab da müsst ihr mit mehr Einträgen an dieser Stelle rechnen…

P.S.: Die Vorbereitungen für das heutige Foto waren aufwändig, zwei vorbereitende Leer-Schüsse hänge ich an, da kann man die DVDs noch ein wenig besser erkennen.

DVD-Installation auf meinem Schreibtisch

DVD-Installation auf meinem Schreibtisch

Und Licht aus!

Die gleichen DVDs, nun aber: Licht aus!

Kamera: iPhone 5S, keine Filter. Vielen Dank an Multicolorina dilettiert für die Hilfe beim Fotografieren!

 

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52 Wochen – Teil 1

Wie im letzten Blogeintrag erwähnt, nehme ich an der Aktion 52 Wochen Selfies vom lieben Zeilenende teil. Aktuell finden sich in meiner Fotos-App nur wenige Selfies, da es sich dabei um eine Art der Fotografie handelt, die ich bislang immer als wenig sinnvoll erachtet habe. Doch Zeilenende, der alte Verführer, hat es geschafft, mein Interesse zu wecken.

Kommen wir zum ersten Bild: Mit 40 bin ich keine 25 mehr. Ich bin zwar in körperlich ganz guter Verfassung, doch die eine oder andere Spur des körperlichen Verfalls kann ich schlicht nicht (mehr) wegretuschieren. Warum sollte ich das auch? Stattdessen eifere ich meinem Vorbild, Captain Jean-Luc Picard nach, zeige (ganz unamerikanisch) den zurückweichenden Haaransatz und die Falten – und fühle mich so alt, wie ich es bin.

 

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Star Trek und DVD-Menüs

Gestern haben wir uns nicht zum ersten Mal den Pilotfilm „Der Abgesandte“ der Star Trek-Serie „Deep Space Nine“ von der DVD angesehen.

Exkurs: Star Trek: „Deep Space Nine“

In diesem Zuge muss ich gleich einmal darauf hinweisen, dass im Gegensatz zum schlichtweg furchtbaren Piloten von „The Next Generation“ oder dem etwas öden Einstieg in „Voyager“ hier ein inhaltliches Meisterwerk vorliegt:

  • Der wichtigste Charakter, Benjamin Sisko, ist in sich höchst widersprüchlich angelegt. Im Gegensatz zu Jean-Luc Picard von der Enterprise, der von Anfang an wohlüberlegt und gesetzt agiert (und dadurch bereits im Pilotfilm zu sprechlastig rüberkommt), bietet diese charakterliche Disposition Siskos Unmengen an nicht vorhersehbaren Entwicklungsmöglichkeiten.
  • Die ganze Serie spielt auf einer Raumstation (eben „Deep Space Nine“), die zu einem Planeten gehört, der gerade erst die Fesseln einer 50-60 Jahre dauernden Knechtschaft abgeworfen hat. Die dadurch bedingt noch stark im Fluss befindlichen Machtverhältnisse ziehen natürlich auch viele schillernde, wenn nicht gar zwielichtige, Charaktere an, die immer wieder interessante Optionen für neue Episoden bieten. Da aber die Station immer am gleichen Ort bleibt, erhält die Serie mehr Konstanz als alle anderen Star Trek-Serien, bei denen ja immer ein Raumschiff von einem Punkt der Galaxie zum anderen weiterfliegt (die alte „Kirk“-Masche halt: In jedem Hafen eine andere…).
  • Das Wurmloch in der direkten Nachbarschaft der Raumstation öffnet den Weg in eine gänzlich unerforschte Region des Weltraums (den „Gamma-Quadranten“) – wiederum ergeben sich hier schier unglaubliche Möglichkeiten, neue und spannende Elemente ins Spiel zu bringen. Doch auch hier gaben die Macher der Serie – löblich! – nicht der Verlockung nach, permanent neue Rassen und Kulturen einzuführen. Mit dem „Dominion“ wird eine große Macht aus dem Gamma-Quadranten geschaffen, die bis zum Ende der siebten Staffel ein entscheidender Faktor der Handlung bleibt.
Star Trek: Deep Space Nine

Die wohl beste Science Fiction-Serie aller Zeiten: Star Trek: Deep Space Nine

Da ich die Serie schon einige Male komplett durchgeguckt habe, kann ich bestätigen, dass es sich um eine der gelungensten (wenn nicht gar die gelungenste) Science Fiction-Serien überhaupt handelt, zumindest aus meiner Sicht.

Zurück zum Thema

Und das bringt mich zurück zur Überschrift: DVD-Menüs. Welch eine Qual das gestern Abend war! Die besten DVDs sind für mich jene, die den Zuschauer direkt, also ohne lange animierte und vor allem nicht überspringbare Kinkerlitzchen, in ein Auswahlmenü katapultieren, von wo aus der Film mittels Druck auf eine einzige Taste der Fernbedienung gestartet werden kann. Vorbildlich ist in dieser Hinsicht z.B. „Evolution“, denn nach dem Einlegen der DVD ist man in weniger als 30 Sekunden im eigentlichen Film (und genau dafür hat man die DVD ja vorher eingelegt). Katastrophal ist dagegen der erste „Harry Potter“-Film, bei dem man noch eine ganze Minute lang eine zwar wunderschön animierte, ab dem zweiten, spätestens dritten Mal aber langweilige Einleitung gucken muss, bevor man endlich aus dem Menü auswählen darf…

Zurück zu „Deep Space Nine“: Auf dieser DVD wird erst einmal ein langer Vorspann gezeigt. Dann ist das Menü im Star Trek-Design animiert, die typischen Geräusche dürfen auch nicht fehlen. Für Hardcore-Fans, die sonst keinen Inhalt im Leben haben, sicher ein Genuss. Für Menschen wie mich, die einfach nur die Folgen sehen wollen, eine Qual.

Das wäre doch einmal die Marktlücke schlechthin: DVD- oder BluRay-Editionen, bei denen alle Extras und alle komplexen Kinkerlitzchen weggelassen wurden. Die dürften meinetwegen sogar genausoviel kosten (obwohl ja nachweislich weniger drauf ist). Aber nun einmal ganz ehrlich: Das ist doch der hauptsächliche Grund, warum ich mir die DVDs besorge: Ich will die Folgen oder den Film ohne lästige Werbeunterbrechung und insgesamt möglichst ungestört ansehen.

Jedes animierte Menü, jeder ellenlange Marketing-Film der Filmindustrie („Raubkopierer sind im Netz nicht anonym…“ und wie sie alle heißen), jeder Hinweis darauf, in welchem Soundsystem sich der Film vermeintlich am besten anhört (bei uns mit zwei ganz normalen Stereo-Boxen an der Anlage ohnehin völlig egal), und aller Schrott in dieser Hinsicht lässt mich den Kauf doch nur bereuen. Und diese Star Trek-Kollektionen hatten durchaus einen stolzen Preis.

Warum muss ich mir als Käufer bei jeder einzelnen DVD dieser Sammlung (und es sind bei sieben Staffeln mit jeweils mindestens sechs DVD wirklich viele Medien) wieder neu ansehen, dass „Raubkopierer im Internet nicht anonym sind“? Das ist doch absurd im Quadrat!

So genug gemotzt. Irgendwann kommt die Filmindustrie vielleicht ja mal auf den Gedanken, dass sie sich selbst damit keinen Gefallen getan hat, weil irgendwann alle Leute anfangen, sich die Folgen illegal im Netz anzusehen, nur um sich die Qual der Menüs und der sonstigen „wertvollen Hinweise“ zu ersparen. Geht es euch manchmal auch so?

 

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