Gastrezension: Zorro von Isabel Allende

Guten Morgen!

Heute wurde meine erste Gastrezension beim fabulösen Private Readers Book Club veröffentlicht.

Viel Spaß beim Lesen!

Filmtipp: „The Angels‘ Share“

Vor ein paar Tagen habe ich bei iTunes eine Rubrik entdeckt, in der Filme, die bei den Filmfestspielen von Cannes einen Preis errangen, für 6,99 € angeboten wurden. Recht spontan lud ich mir ein paar Filme herunter, einer davon war „The Angels’ Share“.

Filmposter
Das Filmposter zu „The Angels' Share“

Falls jemand noch nie davon gehört haben sollte (ich hatte es auch nicht), kann die folgende Zusammenfassung einen kleinen Einblick gewähren: Vier Freunde, die sich bei ihnen vom Gericht auferlegten Sozialstunden kennen lernen, werden von ihrem Betreuer an das Whisky-Tasting herangeführt. Bei einer zufälligen Blindverkostung entwickeln sie einen haarsträubenden Plan, der sie reich werden lassen oder geradewegs in den Knast zurückführen könnte.

Die Geschichte des Films ist insgesamt an vielen Haaren herbeigezogen, letztlich bleibt das aber völlig unwichtig. Feiner Humor, zum Teil auch recht derb, durchzieht die gut 90 Minuten, sodass man als Zuschauer ganz entspannt genießen kann. Unglaubliches Feingefühl hat der Regisseur bei der Thematisierung der problematischen sozialen Situation (Teufelskreis aus Gewalt und Verbrechen) bewiesen, auch gelingt es ihm auf einfache und eindrückliche Weise, das Trinken (eher Verkosten) von Whisky als einen Akt des vielschichtigen Genusses mit mehreren Sinnen und nicht als tumbes Saufen darzustellen.

Mir hat der Film so gut gefallen, dass ich in der Mitte gleich einmal auf die Pause-Taste drücken, in den Keller eilen und mir den 12 Jahre alten Glenfarclas Single-Malt Whisky holen musste. Diese 20 ml und der Film erhöhten gegenseitig ihren Genuss!

Wer den Film noch nicht gesehen hat, macht damit sicher nichts Falsches. Ich fand ihn superb!

 

Und weg ist der letzte Schluck…

Nicht lachen, es ist kein ernst gemeinter Versuch, hier ernsthaft Poesie zu betreiben. Eher in Verneigung vor der hehren Tradition der Trinklieder, die es ja nun schon Jahrtausende gibt, formten sich angesichts dieser in vier bis fünf Jahren harter Arbeit geleerten Flasche ein paar Zeilen Scotch-seliger Einfältigkeit.

Leer ist der Scotch
Dieser wundervolle Scotch hat schon bessere Tage gesehen...
G'rad hab ich ihn getrunken,
In Erinnerung bin ich versunken
An all die schönen Abende zu zweit
Aber, ach! Die nächste Flasche steht bereit.
Drum kann ich weiter saufen,
Und muss nicht suchend laufen.
Der nächste Abend kommt gewiss,
Mit neuem Scotch und neuem Biss.

 

Entschuldigung, das war wirklich „Sub-Zero-Qualität“.

 

Flüssiger Edelstein

Im Moment bin ich erkältet, was ich sehr lästig finde, denn aktuell beginnt gerade eine angenehm warme Frühlingszeit. Heute Nachmittag waren es sicher 17 Grad auf meiner Terrasse, sodass ich mein frisch zubereitetes Mittagessen gleich einmal dort in der Sonne verzehrte.

Wie es Erkältungen so an sich haben, werden sie gegen Abend unangenehmer. Meine Nase ist so richtig zu, das Schnaufen fällt mir schwer, insgesamt ein nicht erwünschter Zustand (andererseits kann man so vielleicht die Phasen, in denen es einem gut geht, mehr wertschätzen).

Seitdem ich mit meiner Frau und unserem Sohn 2006 in Schottland war, wo wir auch eine Whiskey-Destille besichtigten, haben wir allerdings eine Geheimwaffe: Glenfarclas 105 Cask Strength Single Malt Whiskey (mehr Informationen vom Hersteller). Mit seinem ca. 60 prozentigen Alkoholgehalt macht der im Hals „gefühlt“ alle Fremdkörper platt, noch dazu sorgt er für ein erleichtertes Einschlafen. Bei der Besichtigung der Glenfarclas Destillery war damals meine Frau erkältet, ich war an dem Tag mit dem Fahren dran, also durfte ich von der sich an die Führung anschließenden Verkostung nur einmal kurz nippen. Sie dagegen trank beide Probe-Gläschen (jeweils nur ein etwas üppigerer Bodensatz) aus — und am nächsten Tag war ihre Erkältung weg!

Seit diesem Tag gilt Glenfarclas Single Malt Whiskey — in den verschiedenen Versionen (10, 12 Jahre alt oder eben in Fassstärke, „Cask Strength“) — bei uns als Hausmittel gegen Erkältung. Nur die Kinder kommen (noch) nicht in ihren Genuss…