Kurz und knackig: Mein sportliches Jahr 2016

Viel Schweiß ist geflossen, im nächsten Jahr wird's etwas entspannter!
Viel Schweiß ist geflossen, im nächsten Jahr wird’s etwas entspannter!

Abgesehen davon, dass ich es selbst am Anfang des Jahres noch nicht erwartet hätte, bin ich stolz auf meine sportliche Leistung im gerade vergehenden Jahr 2016:

  • 4.619 Kilometer
  • 339 Läufe
  • 490 Stunden und 35 Minuten

Krass! Und dennoch weiß ich, dass ich im kommenden Jahr kürzer treten werde. Nicht weil meine Gesundheit mich zwingt, sondern weil ich mir eben jene erhalten und genug Zeit für mich selbst und meine Familie haben möchte.

Der Knick in der Leistungskurve ab Mitte Juni kam eindeutig daher, dass ich meinem Körper in den Wochen davor zu viel abverlangt hatte. Erst seit kurzer Zeit ist die Adduktoren-Zerrung so weit abgeheilt, dass ich beim Laufen auch wieder mehr Gas geben kann. Ganz an den Zustand davor kann ich noch nicht wieder anschließen, muss ich aber auch nicht, denn ich werde ja nicht jünger…

Das Ziel für das kommende Jahr ist einfach formuliert: Jeden Tag 10 Kilometer, insgesamt also 3.650 Kilometer im Jahr 2017. Und sollte mir auf dem Weg zu diesem Ziel etwas dazwischen kommen, dann ist das halt so. Die Devise lautet eher: Bloß keinen Stress machen, wo er nicht nötig ist!

Also: Kommt gut rüber!

Polar Loop, ade!

Vor ein paar Monaten berichtete ich davon, vom Misfit Shine 2 auf den Fitnesstracker Loop der renommierten Firma Polar umgestiegen zu sein. Mit dem Fitnessarmband war ich auch sehr zufrieden, denn es war (für alle meine Einsatzbereiche) absolut wasserdicht, weitgehend wartungsfrei (einmal alle drei oder vier Tage musste ich es aufladen, sonst lief es einfach immer weiter), hielt seine Verbindung zur Flow-App auf dem iPhone stabil, da musste ich nach dem ersten Einrichten (das allerdings etwas „fitzelig“ war) nie wieder herumkalibrieren oder das Bluetooth-Pairing erneut herstellen.

Auch die Software (sowohl die Flow-App auf dem iPhone als auch das Webinterface bei Polar) funktionierte tadellos, wenngleich an der einen oder anderen Stelle durchaus noch Möglichkeiten zur Verbesserung existieren. So vermisste ich z.B. die ganze Zeit schmerzlich eine Anzeige der Restladung des Akkus, am besten in ganz simplen Prozentzahlen, denn so war es immer wieder neu ein Glücksspiel, ob das Armband noch den restlichen Tag durchhalten würde oder nicht. In der App bekommt man nur angezeigt: „Akku ok.“ oder „Akku schwach.“ – doch dazwischen liegt erfahrungsgemäß eine recht große Spannweite (vor allem, wenn man gleich aus dem Haus muss, ein langer Arbeitstag wartet – hält das Band dann noch durch oder nicht?). Am Ende programmierte ich mir einfach eine wiederkehrende Erinnerung in meiner treuen Things-App (hier, etwas teuer, aber saugut), die mir alle drei Tage aufzwang, mein Loop aufzuladen.

Nun fragt man sich möglicherweise, warum ich diesem Gerät so plötzlich Adieu sage. Der Grund ist ganz einfach, denn…

Hallo, Apple Watch Nike+ Edition!

…in der September-Keynote wurde die neue Apple Watch (Second Edition) vorgestellt. Außerdem – und ab da war ich im „Jetzt nehmt schon mein Geld, aber her mit dem Ding!“-Modus – kam eine in Zusammenarbeit mit Nike speziell für Sportler hergestellte Edition, die sog. Nike+ Edition, heraus.

Seeehr schick, gell?
Seeehr schick, gell?

Das Armband ist vielfach gelocht, sodass mehr Luft an die Haut kommt, im Gegenzug schwitzt man beim Sporteln nicht so stark. In den letzten Tagen habe ich das beim morgendlichen Laufen bereits ausführlich testen können, es funktioniert.

Durch die vielen Löcher schwitzt man beim Sporteln nicht so stark.
Durch die vielen Löcher schwitzt man beim Sporteln nicht so stark.

Einige spezielle, nur in dieser Edition erhältliche Ziffernblätter (sog. „watch faces“), die auf einen Blick Uhrzeit, Datum und die Erfüllung der sportlichen Ziele anzeigen, gehören auch zum Paket. Außerdem ist die Nike+ Running Club-App bereits vorinstalliert, noch dazu sieht die Apple Watch einfach nur edel und elegant aus.

Mein aktuelles WatchFace: Uhrzeit rechts, links von oben nach unten: Nike Running Club, Aktivität und Nachrichten (iMessage), unten: Datum.
Mein aktuelles WatchFace: Uhrzeit rechts, links von oben nach unten: Nike Running Club, Aktivität und Nachrichten (iMessage), unten: Datum.

Neben den z.T. schon erwähnten Sportler-Optimierungen kommen die vielen kleinen Goodies einer Smartwatch zum Tragen: Siri-Integration, Benachrichtigungen werden vom iPhone weitergereicht und können direkt von dort aus per Diktat beantwortet werden (klappt sehr gut, ich habe in der letzten Woche unzählige iMessages auf diese Weise losgelassen), eigene Watch-Apps zu bereits auf dem iPhone installierten Apps (z.B. Things, Fantastical 2, Clear, DayOne 2, Bring! und dergleichen mehr). Über den Dock-Knopf der einzige neben der „Crown“ kann ich meine häufigst genutzten Apps schnell und unkompliziert anspringen, da ich keine Apple Watch der ersten Generation hatte, kann ich nicht beurteilen, wie stark sich diese kleine Änderung auf die alltägliche Benutzung auswirkt, ich finde es jedoch sehr praktisch.

Der Dock-Knopf neben der „Crown“ und ich sind gute Freunde...
Der Dock-Knopf neben der „Crown“ und ich sind gute Freunde…

Die Jagd nach der Vervollständigung der Aktivitätsringe ist genau wie früher beim Nike Fuelband, beim Misifit Shine und dem Polar Loop auch der Wunsch nach einer grundlegend gesunden Verhaltensweise. In den letzten Tagen konnte ich die Vorgaben immer erfüllen. Ich bin schon gespannt, wie das im Winter mit einem erhöhten Korrekturaufwand aussieht.

Die Aktivitätsringe – immer wieder erinnern sie mich daran, was noch zu tun ist...
Die Aktivitätsringe – immer wieder erinnern sie mich daran, was noch zu tun ist…

Da in der Uhr ja einiges an Technik steckt, war es klar, dass sie nicht allzu flach sein konnte. Da ich klobige Uhren aber nicht mag (soll heißen: nicht an mir) war das vorher ein echter Punkt für Überlegungen. Zum Glück kann ich mich auch in dieser Hinsicht nicht beschweren, selbst mit Pulli/Sweatshirt bleibt der Ärmel nicht dauernd an der Uhr hängen, meist gleitet er sogar wesentlich einfacher über die Uhr als über das Loop-Armband.

Flutscht gut, ist nicht zu klobig – gefällt mir so sehr gut!
Flutscht gut, ist nicht zu klobig – gefällt mir so sehr gut!

Für ein echtes Fazit über den Mehrwert dieser wundervollen Uhr ist es noch ein wenig zu früh. Bislang klappt aber alles hervorragend, die Kommunikation mit dem iPhone ist stabil und zickt nie. Die sportliche Unterstützung ist super, besonders viel Gefallen finde ich auch an der Herzschlag- und der Atmen-App. Der Akku hält locker den gesamten Tag durch – hach! So macht das Erproben Spaß!

Neues Laufequipment: Polar H7 Herzfrequenz-Sensor

Seit mehreren Wochen im Einsatz: Polar H7 Herzfrequenz-Sensoren-Set
Seit mehreren Wochen im Einsatz: Polar H7 Herzfrequenz-Sensoren-Set

Ich berichtete ja bereits ausführlich über meinen Wechsel zum Polar Loop-Fitness-Tracker, mit dem ich nach wie vor sehr zufrieden bin. Nach ein paar Wochen der Nutzung überkam mich die Lust, ein zusätzliches Accessoire zum Einsatz zu bringen, das sowohl mit dem Loop-Armband direkt als auch mit einer speziellen iPhone-App – Polar Beat – verwendet werden kann: den Polar H7 Herzfrequenz-Sensor.

Bei Amazon gab es den in der passenden Farbe für 51 €, es war also keine gigantische Investition. Nach drei oder vier Anläufen, bei denen ich mir immer wieder neu überlegte, dass ich das Teil ja eigentlich gar nicht wirklich bräuchte, bestellte ich ihn dann doch einfach, wartete die drei Tage ab, passte ihn an meinen Brustkorb an – und legte los.

Das komplette Set: Sensor-Brustgurt und Bluetooth-Sender
Das komplette Set: Sensor-Brustgurt und Bluetooth-Sender

Die Ergebnisse waren für mich überraschend:

  • Mein Ruhepuls liegt im Bereich von 48-55 Schlägen pro Minute (so niedrig hätte ich ihn nicht eingeschätzt).
  • Beim Laufen erreiche ich Pulszahlen um die 140-160 Schläge pro Minute, bei steilen Anstiegspassagen geht er auch mal über die 170 (über 180 kam ich in keinem bisherigen Lauf). Das ist mehr als ich erwartet hatte, denn die Läufe fühlen sich in dieser Hinsicht immer recht entspannt an – zumindest entspannter als der Herzschlag meiner Einschätzung nach vermuten ließe.
  • In einem „normalen“ Lauf (also nicht in riesiger Hitze oder Eiseskälte, nicht gegen einen Orkan und auch nicht mit kilometerlangen Anstiegen) komme ich so gut wie nie unter 135, touchiere die 170 aber auch nur in Ausnahmesituationen. Das spricht dafür, dass ich relativ wenig Fett beim Training verbrenne (die Polar Beat-App nennt mir sogar explizit einen Prozentwert, der heute früh beispielsweise bei genau 10% lag, doch es handelt sich vermutlich eher um eine grobe Schätzung), dazu müsste ich meine Herzfrequenz vermutlich noch deutlich absenken.
Mein Laufstil scheint nicht sonderlich zur Fettverbrennung geeignet zu sein – eventuell sollte ich die Temposchraube noch etwas zurückdrehen... Oder aber einfach weiter mit Spaß rennen und die paar Fettzellen Fettzellen sein lassen!
Mein Laufstil scheint nicht sonderlich zur Fettverbrennung geeignet zu sein – eventuell sollte ich die Temposchraube noch etwas zurückdrehen… Oder aber einfach weiter mit Spaß rennen und die paar Fettzellen Fettzellen sein lassen!

Nun bin ich kein echter Experte für diese physiologischen Angelegenheiten, mein Wissen stammt noch aus der Schulzeit, die leider ja doch schon mehr als 20 Jahre zurückliegt. Aber ich habe ja ein paar nette Sportkollegen in der Schule, also werde ich die mal ein wenig ausquetschen, denn derlei Stoffwechsel-Grundwissen und die daraus resultierende Trainingslehre gehören heute zum gängigen Stoff im Fach Sport in der Oberstufe. Ich bin schon gespannt, welche Tipps die mir geben können – und wie sich diese in mein Training integrieren lassen. Sobald ich ein paar neue (und fundierte) Erkenntnisse gewonnen und diese ausprobiert habe, kann und werde ich hier wieder berichten.

Nice & easy

Heute habe ich ein kleines Rätsel für euch: „Was hat Frank Sinatra mit meiner rechten Hinterbacke zu tun?“

Vorgeschichte

In den letzten Wochen wurde ich beim Laufen von einem recht unangenehmen Schmerz in der rechten Hinterbacke gequält, wovon ich hier schon berichtet habe. Während der zwei Tage in Erfurt und Umgebung habe ich das Laufen mit Absicht einmal ganz gelassen, um meinem Körper etwas Erholung zu gönnen – und mit dem Hintergedanken, die fiesen Schmerzen auf diese Weise eventuell loswerden zu können.

Sinatra to the rescue

Doch dem war nicht so, am Sonntag, beim ersten Lauf nach der Pause, musste ich mich äußerst zusammennehmen, um die 16 Kilometer durchzustehen. Daher verfolgte ich gestern und heute eine andere Taktik, die Frank Sinatra auf seine einmalige Weise in dem Song Nice n easy zum Besten gibt: Ganz entspannt.

So startete ich gestern vor dem Laufen mit ein paar Dehnübungen (die ich sonst nie mache), legte noch 80 Kniebeugen nach, wodurch die Hinternregion auch schon etwas aufgewärmt war, dann legte ich mit einem ganzen Kilometer Gehen los, bevor ich ins Laufen überging. Sobald sich dann während des Laufs Schmerzen oder Erschöpfung bemerkbar machten, reduzierte ich sofort das Tempo. Insgesamt brauchte ich für die gleichen 16 Kilometer dann zwar eine Viertelstunde länger, konnte aber sehr entspannt und fast völlig schmerzfrei laufen. Heute ging ich ähnlich vor – und wieder mit Erfolg, sodass ich es gleich auf 18 Kilometer brachte.

Mal sehen, ob ich auf die Weise in den nächsten Tagen/Wochen die Schmerzen ganz wegbekomme. Schön wäre es ja, denn im Moment ist das doch eher unangenehm.

Erfahrungsbericht: FuelBand – Shine 2 – Polar Loop

FuelBand ade

Vor ziemlich genau vier Monaten schickte ich mein früher so heiß geliebtes Nike FuelBand in den Ruhestand (also zu eBay) – der Grund war nicht etwa Unzufriedenheit, denn ich war ein absoluter Fan dieses Fitness-Trackers. Es gab einfach nur einen Haken: Das Teil war nicht komplett wasserdicht. Ich muss aber so fair sein, gleich darauf hinzuweisen, dass das von Nike auch nie behauptet worden war. Ich war also beim Kauf nicht etwa übers Ohr gehauen worden.

Mein altes FuelBand – wäre es doch wasserdicht gewesen...
Mein altes FuelBand – ach, wäre es doch wasserdicht gewesen!

Mit Spritzwasser kam das FuelBand auch super klar: ich konnte duschen, meine Hände waschen und das Geschirr abspülen, alles völlig ohne Probleme. Doch beim Schwimmen oder am Meer (z.B. Italien im letzten August) musste ich es immer ablegen. Das fand ich lästig.

OP-Pause

Da im Januar durch eine kleine Operation ohnehin eine Woche Zwangspause beim Sport anstand, war es der perfekte Zeitraum, um den Wechsel vom einen auf das andere System vorzunehmen. Donnerstag (7.1.) früh noch 22 Kilometer mit dem FuelBand gerannt, dann die OP, ab Freitag Nachmittag trug ich mein Shine 2 am Handgelenk. Der rein physische Wechsel war vollzogen. Doch der mentale Wechsel sollte noch ein paar Wochen benötigen.

Der Shine 2 Fitness-Tracker von Misfit – sehr elegant.
Der Shine 2 Fitness-Tracker von Misfit – sehr elegant!

Umgewöhnung

Nach drei Jahren Nike FuelBand war ich so fest in dem System, im Interface des Bandes sowie der App beheimatet, dass der Wechsel zwar keine echten Probleme bereitete, wohl aber einige gedankliche Anpassungen bei mir erforderte.

Uhrzeit

Am krassesten war es mit der Uhrzeit, denn da glänzte das FuelBand mit einer einfachen Digitalanzeige. Große Ziffern, sehr hell beleuchtet, somit leicht zu lesen, schwer zu toppen. Und in dieser Hinsicht ist das Shine 2 auch unterlegen, das muss ich ganz klar attestieren. Die Uhrzeit wird auf eine stylisch-elegante Weise angezeigt, das Begreifen der Uhrzeit erfordert aber ein paar Sekunden mehr Zeit und Muse. Für den Schulalltag ist das nur bedingt geeignet, doch dazu gleich mehr.

Und dann ist da die Sache mit der Genauigkeit: Das Shine 2 zeigt einem einen Punkt für die Stunde und einen Punkt für den Fünf-Minuten-Abschnitt, in dem man sich gerade befindet. Dabei wird immer aufgerundet, sodass man nicht zu spät kommt, doch bei Bus-/Zugabfahrtszeiten oder zum schnellen Erkennen, wie viele Minuten in der Unterrichtsstunde noch verbleiben (und diesen Blick muss man als Lehrer etliche Male in der Woche ausführen), ist und bleibt das einfach ein ungeschicktes System.

Das Lesen der Uhrzeit auf dem Shine 2 erfordert etwas Muse, die man im Arbeitsalltag aber nicht immer erübrigen kann.
Das Lesen der Uhrzeit auf dem Shine 2 erfordert wenig Helligkeit und etwas Muse – gerade letztere fehlt (neben der Genauigkeit der Uhrzeit-Anzeige) im Arbeitsalltag aber häufig.

Es sieht eindeutig sehr schick aus, klar, aber gerade der Blick auf die Uhr ist eine Sache, die bei einem Lehrer wirklich extrem häufig erfolgt, schließlich hängt vom Timing im Unterricht sehr viel ab. Und ganz ehrlich: Mit dem Shine 2 kam mein iPhone wieder wesentlich häufiger aus der Hosentasche, nur damit ich schnell die akkurate Uhrzeit erkennen konnte.

Punkteziele

Beim FuelBand wurden meiner Einschätzung nach einfach die verbrannten Kilojoule gezählt, die aber als ominöse, da nicht näher spezifizierte Einheit „Nike+ Fuel“ bezeichnet und gewertet wurden. Letztlich ist mir egal, wie eine solche Maßeinheit heißt, über ein paar Wochen hinweg etabliert sich ein Bewusstsein über den „normalen“ Wert am Ende eines Tages, der kann danach als Referenz dienen.

Eine solche direkte Übereinstimmung (Kilojoule zu Nike+ Fuel) konnte ich beim Shine 2 nicht entdecken. Auch an wirklich aktiven Tagen komme ich nur ganz selten über die 6.000 Punkte hinaus, ein normaler Tag endet zwischen 4.500 und 5.200 Punkten. Beim FuelBand erreichte ich dagegen recht häufig Punktezahlen jenseits der 7.000, die meisten Tage schloss ich mindestens zwischen 5.000 und 6.000 Punkten ab.

Insofern war das eine der psychologischen Umstellungen, weil ich mir selbst natürlich zum Teil – vermutlich unverdient – lascher vorkam als noch zuvor mit dem etwas großzügigeren Zählsystem. Aber das war nur von kurzer Dauer.

Am ersten Tag stellte ich den Zielwert auf gerade einmal 600 Punkte ein, kein Wunder, denn nach der OP war meine Bewegungsfähigkeit ja auch noch stark eingeschränkt. Dann passte ich ihn innerhalb der ersten Woche zuerst auf 1.000, in der dritten Woche dann auf 2.000 und nach vier Wochen schließlich auf 2.500 Punkte an. Zwischenzeitlich lag der Standard-Zielwert für mich bei 3.000 Punkten pro Tag. Ich bin danach aber wieder zurück auf 2.200 Punkte gegangen, mehr muss nicht sein, denn ich will ja nicht zum Sklaven meines Fitness-Trackers werden.

App 1: Misfit

Die Misfit-App ist gut gemacht, die Textdarstellung ist immer gut lesbar – auch wurde an Geschmack nicht gespart, denn das gesamte Erscheinungsbild ist sehr schick. An dieser Seite bleiben keine Wünsche übrig. Alle wichtigen Informationen sind immer sofort zu erkennen.

Die Wochen-Übersicht in der Misfit-App. Schlichte Eleganz.
Die Wochen-Übersicht in der Misfit-App. Schlichte Eleganz, an der es auch überhaupt nichts auszusetzen gibt.

App 2: Misfit Link

Zusätzlich gibt es auch noch die Misfit Link-App, die einige Zusatzfunktionen bereitstellt, von denen ich zum Zeitpunkt des Kaufs noch gar nichts gewusst hatte. Eine dieser Funktionen benutzte ich jedoch in den letzten Wochen sehr gern und häufig: Mit einem Dreifach-Tap auf das Shine 2 lässt sich die Musik-App auf dem iPhone dahingehend steuern, dass diese zum nächsten Track weiterspringt. Klingt zwar absolut nicht spektakulär, war aber in meinem Alltag sehr praktisch. Wenn ich auf dem Laufband in hohem Tempo unterwegs war, mir das aktuelle Stück in der Playlist im Moment aber gerade nicht passte, musste ich nicht erst das iPhone ergreifen, den Lockscreen aufrufen und dort auf den Vorwärtspfeil tippen. Stattdessen hämmerte ich mit dem rechten Zeigefinger dreimal auf das Shine 2 – und schon hüpfte die Musik-App zum nächsten Stück. Bequem.

Abschied vom Shine 2

Doch so seltsam es klingen mag, schon habe ich wieder Abschied vom Shine 2 genommen. Die Gründe sind sehr einfach:

  • Ich brauche eine leicht lesbare Uhr am Handgelenk (und nicht eine zusätzliche Uhr neben einem Fitness-Tracker).
  • Die Halterung ist nicht optimal, gelegentlich fällt das Shine 2 aus seiner mitgelieferten Halterung heraus.
  • Die Batterieanzeige stimmt nicht. Bis die Batterie vor einer Woche einen Komplettaussetzer hinlegte, wurden mir tagtäglich 100 % Batterieladung angezeigt (seit vier Monaten). Somit ging mir die komplette Zählung während eines Halbmarathons verloren. Das ist kein Weltuntergang, aber es ist schlampig vom Hersteller implementiert.
Angeblich hat die Batterie noch volle 100 % Energie, doch das stimmt nicht...
Angeblich hat die Batterie noch volle 100% Energie, doch der Schein trügt…

Hallo, Loop!

Und so begann ich bei Amazon, die diversen Angebote an Fitness-Trackern zu durchstöbern. Hölle! Da gibt es ja schier unendlich viele Modelle mittlerweile. Doch binnen kurzer Zeit war die Entscheidung gefallen und für etwa 58 Euro das Loop-Armband von Polar bestellt.

Mein neues Polar Loop-Armband – da gibt's auch eine gut lesbare Uhr (und es ist wasserdicht).
Mein neues Loop-Armband von Polar – da gibt’s auch eine gut lesbare Uhr (und anders als das FuelBand ist es wirklich wasserdicht).

Nun sammle ich wieder neue Erfahrungen. Und das Shine 2 landet bei eBay. Aber der Abschied fiel mir nicht schwer, denn auch die Flow-App von Polar macht bislang einen guten Eindruck.

Mein erster Tag mit der Polar Flow-App. Weiße Abschnitte zeigen Ruhephasen, dunklere sind die Aktivitätsphasen. Schick!
Mein erster Tag mit der Polar Flow-App. Weiße Abschnitte zeigen Ruhephasen, dunklere sind (je nach Schattierung) die aktiveren (der dunkelste Abschnitt war der morgendliche Lauf von 4:48 bis 6:25 h).
Auch diese einfache Übersicht mag ich, denn da kann ich auf einen Blick erkennen, wie viele Schritte ich bereits hinter mich gebracht habe, wie lange ich aktiv war und wie viele Kalorien ich verbrannt habe.
Auch diese einfache Übersicht mag ich, denn da kann ich auf einen Blick erkennen, wie viele Schritte ich bereits hinter mich gebracht habe, wie lange ich aktiv war, und wie viele Kalorien ich bereits verbrannt habe.

Aber das war wirklich nur ein ganz flüchtiger Eindruck nach einem einzigen Tag der Benutzung. Ich schreibe mehr zu dem Thema, sobald ich ein paar Wochen lang persönlich Erfahrungen mit dem Loop gesammelt habe.