Schlagwort-Archive: Nostalgie

Song des Tages (306) – 2017-07-15

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Miles Davis war zu Lebzeiten eine absolut „coole Socke“. Vor einigen Jahren habe ich seine Autobiographie gelesen, die mir durchaus imponiert hat. Und im Lauf der Zeit habe ich den einen oder anderen Hit in seinem Repertoire für mich entdeckt. Diese Stücke kann ich jederzeit anhören und mich dabei einfach besser fühlen. Eines dieser Stücke habe ich zum heutigen Song des Tages erkoren, es handelt sich um ein in der Jazzwelt nicht ungewöhnliches Wortspiel, das den Namen des Interpreten aufgreift: „Milestones“:

Ähnliche Wortspiele gibt es auch bei Charlie Parker, der mit Spitznamen „Bird“ hieß, denn er schrieb Stücke mit Titeln wie „Bird Gets The Worm“ oder „Ornithology“.

Noch eine Bemerkung zum heutigen Song des Tages: Hierbei handelt es sich um modalen Jazz. Miles Davis wollte weg vom typischen Bebop-Gedudel, bei dem die Interpreten sich beim Improvisieren so schnell über die vorgegebenen Akkorde bewegen mussten (Tempo nicht selten bei 250+ bpm), dass sie nach einer Weile immer floskelhafter spielten. Dies wollte Miles Davis nicht, also nahm er das wichtigste Element für das ihm verhasste „Gedudel“ aus der Gleichung: Die Akkordfolge mit ihrer eigenen Dynamik, die dann dadurch die Improvisation antreibt. Stattdessen bleibt jeweils ein einziger Akkord (gefühlt) minutenlang stehen. Nun ist der Solist gezwungen, sich neue (wenn nicht gar neuartige) Gedanken darüber zu machen, wie die Zeit zu füllen ist. Nicht ganz ohne, nach einer gewissen Zeit jedoch sehr befreiend!

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Song des Tages (305) – 2017-07-14

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Zum Einläuten des wohlverdienten Wochenendes gibt es heute einen der besten Songs, den das 20. Jahrhundert überhaupt hervorgebracht hat: Dusty Springfield mit „Son Of A Preacher Man“

Man glaubt es kaum, aber der Song ist gut 30 Prozent kürzer als die heutigen Hits, dennoch scheint keine Sekunde zu fehlen oder zu viel zu sein. Schlicht ein Meisterwerk!

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Song des Tages (304) – 2017-07-13

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Nachdem der gestrige Musikbeitrag sehr nostalgisch/mysteriös war, wollte ich für heute zurück zu den eher bodenständigen Stücken. Aufgeschoben ist ja nun nicht aufgehoben, daher kommt der heutige Song des Tages vom Album „Gretchen Goes To Hollywood“ (1989) des Rock-Trios King’s X mit dem Titel „Over My Head“:

Im Jahr des Erscheinens wurde das Album in den Fachzeitschriften hoch gelobt. Ich weiß, warum.

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Song des Tages (302) – 2017-07-11

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Der Dienstag ist in diesem sich rapide dem Ende nähernden Schuljahr prinzipiell mein ruhigster Tag, an dem ich nur zwei Stunden Unterricht habe. Relativ häufig wurde der Tag in den letzten Wochen von anderen schulorganisatorischen Verpflichtungen in Anspruch genommen. Heute aber sollte – zumindest war das der Planungsstand beim Schreiben dieser Zeilen – der Tag mal wieder nach seiner üblichen Routine ablaufen. Ein Grund für gute Laune, für richtig gute Laune – und das schreit nach der passenden musikalischen Untermalung. Moment mal, da hatte ich doch einen schönen Song…

In der meiner Meinung nach sehr gelungenen Komödie „Twins“ mit Arnold Schwarzenegger und Danny DeVito gibt es eine zum Brüllen komische Szene, in der Arnie zwar nicht zum ersten Mal, dafür aber sehr deutlich, sein komödiantisches Talent nach außen kehrt: Er (also der von ihm gespielte Zwilling) hört während eines Langstreckenflugs via Kopfhörer die Musik, die im Flugzeug angeboten wird. Da er mit dieser Art von Musik noch keinerlei Erfahrung hat, ist er völlig begeistert und beginnt – selbstverständlich mitten im vollbesetzten Flieger – lauthals mitzusingen. Im Film ist das so wunderbar überzeichnet, weil alle um ihn herum nur noch die Augen verdrehen, er es aber nicht kapiert und immer weiter singt, bis ihn die Stewardess auf das etwas eigenartige Verhalten hinweist.

Eben diesen Song habe ich als heutigen Song des Tages ausgewählt, es handelt sich um „Yakety Yak“ von den Coasters:

Immer wieder neu faszinierend, was man aus diesem mittlerweile fast 150 Jahre alten Blues-Schema so alles zaubern kann. So einfach und doch so effektiv.

Als kleines Bonbon für alle jene, die den Film nicht kennen, habe ich die Stelle doch tatsächlich bei YouTube gefunden:

Die deutsche Synchronisation ist fast noch etwas besser, denn dabei überschlägt sich die Stimme des Sprechers beim Singen noch ein wenig, was einfach noch cooler rüber kommt. Leider fand ich da keinen passenden Schnipsel auf YouTube.

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Gesehen: „RoboCop“ (2014)

Faszinierend und verstörend zugleich: Das Remake des 80er Jahre-„Robocop“ von 2014.

Faszinierend und verstörend zugleich: Das Remake des 80er Jahre-„Robocop“ von 2014.

Den „RoboCop“-Film von 1987 kenne ich gut, schließlich habe ich ihn als Teenager mehrmals auf VHS gesehen. Dass vor drei Jahren ein Remake herauskam, ging dagegen völlig an mir vorbei. Nun habe ich dieses aber tatsächlich entdeckt, mir in Ruhe angesehen und kann rechtens behaupten, dass mir der Film in seiner neuen Fassung gefällt.

Die Neuverfilmung von 2014 hat mit dem Original nur noch ganz am Rande zu tun, sie wurde in ein durchweg modernes Gewand gesteckt – und das ist insgesamt, vor allem aber auf der optischen Ebene ein echtes Highlight. Auch die Zuspitzung der medialen Hysterie, das gegenseitige Ausspielen von Ereignissen zum eigenen (finanziellen oder politischen) Nutzen, das Uminterpretieren von Sachverhalten, bis es den eigenen Standpunkt stützt, all dies ist raffiniert getextet und von hervorragenden Schauspielern (vor allem Samuel L. Jackson und Michael Keaton) umgesetzt. Aber auch die noch stark von den heutigen Wunschvorstellungen geleitete wissenschaftliche Seite, vertreten durch einen gewohnt exzellenten Gary Oldman, muss sich keineswegs verstecken.

Alles in allem spannende Unterhaltung, die zwar keinen intellektuellen Tiefgang voraussetzt, immerhin aber einige ethische Grundfragen über die Entscheidungsfreiheit des Menschen aufwirft – und das ganze dann in effektvoller Weise mit einer ordentlichen Ladung Action inszeniert. Klassisches Popcorn-Kino, wie man es für einen entspannten Samstag Abend gebrauchen kann. Den Film sehe ich mir sicher noch ein paar Mal an.

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Song des Tages (301) – 2017-07-10

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Heute gibt es einen der vielleicht bekanntesten deutsch(sprachig)en Klassiker der Popmusik des 20. Jahrhunderts, einen Song, der durch den unerwarteten Tod des Sängers Falco noch einmal berühmter wurde. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich mich Woche für Woche neu darauf freute, den Video-Clip bei Formel Eins zu sehen, denn in diesem Musikvideo sieht man einen Punk mit einem Nieten-Leder-Armband, der den Weg freimacht. Für mich als damals Neun- oder Zehnjährigen war das höchst beeindruckend. Der heutige Song des Tages ist „Rock Me, Amadeus“ von Falco:

Ich habe mich gegen den Original-Clip entschieden und lieber die fantastische orchestrale Fassung ausgewählt. Die von Falco an den Tag gelegte Hybris ist ein genialer Mittelweg zwischen Ausleben dessen, was er im Text besingt und eines eventuell echten Narzissmus des erfolgreichen Sängers. Dennoch: Der Song ist und bleibt der Hammer, den kann ich mir immer wieder anhören.

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Nostalgie-Lektüre

Die Romane zum Film von Alan Dean Foster sind wahre Meisterwerke, die man sich immer wieder durchlesen kann – vor allem den zweiten habe ich als Teenager wiederholt verschlungen.

Die Romane zum Film von Alan Dean Foster sind wahre Meisterwerke, die man sich immer wieder durchlesen kann – vor allem den zweiten habe ich als Teenager wiederholt verschlungen.

Vor ein paar Tagen habe ich völlig durch Zufall bei iBooks einen Sammelband mit drei Romanen von Alan Dean Foster entdeckt, jeweils „Romane zum Film“, eine der vielleicht mit der größten Skepsis betrachteten literarischen Gattungen, da sie versuchen, eine literarische Ausarbeitung zu einem bereits bestehenden Film zu liefern, ohne auf die Gestaltung des Films irgend einen noch so geringen Einfluss nehmen zu können. Als Kind und Jugendlicher las ich derlei Romane zum Film sehr oft. Der Grund lag darin, dass mir fast immer das Geld für den Kinobesuch fehlte oder aber die Filme für meine Altersgruppe gar noch nicht freigegeben waren.

Die schmalen Bücher für sechs oder sieben Mark (oft noch billiger, wenn ich es gebraucht bekommen konnte), las ich dann locker drei oder vier Mal, im Fall von „Aliens – Die Rückkehr“ mindestens fünf oder gar sechs Mal. Wenn ich später den Film zu sehen bekam, war ich oft bestens im Bilde, was den Genuss tatsächlich steigerte!

Alan Dean Foster ist darüber hinaus der Spagat zwischen einer „Nacherzählung“ des Films und einer gekonnten Ausschmückung und Verfeinerung sowohl der Handlung (durch Hinzufügen von Begründungen/Motiven) als auch der Charaktere (durch die im Film nicht darstellbaren Gedankengänge) gelungen. Andernfalls hätte ich die Bücher nicht so oft wieder hervorgeholt und erneut gelesen.

Zurück zu meiner Entdeckung: Die drei Romane wurden für 4,99 € angeboten, da zögerte ich höchstens zwei oder drei Sekunden, bevor ich meine Kreditkarte belastete und mir ein Stück Nostalgie lud. Dieser Sammelband wird in den kommenden Wochen immer wieder in den kurzen „Klo-Lesepausen“ in iBooks geöffnet und Häppchen für Häppchen genüsslich gelesen. Und später vermutlich noch einmal – und noch einmal…

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Song des Tages (291) – 2017-06-30

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Mancher Song in dieser Playlist benötigt keine ausführliche Vorstellung, er ist so gut, dass man ihn beim ersten Ton erkennt und sofort mit dem Fuß mitwippt bzw. mit den Händen auf den Schenkeln Schlagzeug spielt. Als heutigen Song des Tages habe ich „Down Under“ von Men At Work ausgesucht:

Hui, der Song macht einfach gute Laune, gegen die man sich nicht wehren kann. Noch einmal!

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Song des Tages (282) – 2017-06-21

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Vor zwei oder drei Jahren erzählte mir ein sehr geschätzter Kollege, er ginge mit seiner Frau zu einem Konzert von Max Raabe, der sich tatsächlich einmal in unser kleines Nest Aalen verirrte. Ein halbes Jahr später wurde auf 3Sat oder Arte eine leicht gekürzte Version des offiziellen Konzert-Mitschnitts dieser Tour (allerdings von einem Auftritt in Berlin) ausgestrahlt, den ich aufnahm. Und das Konzert war beeindruckend gut! Die Musiker spielen in einer sehr ausgewogenen Weise geradezu perfekt zusammen, der süffisante, immer leicht gestelzte Gesang liefert dazu schalkhafte Texte, die durch die staubtrockene Darbietung nur noch besser wirken können – ein wahres Fest für Liebhaber. Einen Song aus diesem Programm habe ich später auch mit meinem Musik-Leistungskurs einstudiert (mit Choreographie und allem Drum und Dran) und bei unserem Tag der offenen Tür 2016 den an unserer Schule interessierten Kindern und ihren Eltern präsentiert – das war ein Spaß!

Genau dieser Song ist der heutige Song des Tages, es handelt sich um das grandiose „Ich bin nur gut, wenn keiner guckt“, viel Spaß damit!

Das Video ist ein Ausschnitt aus diesem offiziellen Mitschnitt, den ich mir damals auch aufgenommen hatte. Eigentlich könnte ich mir das den ganzen Tag lang immer wieder ansehen…

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Song des Tages (281) – 2017-06-20

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Jetzt mal ehrlich: Jeder Teenager, der anfängt E-Gitarre zu spielen, träumt davon, im Rampenlicht zu stehen und ein umwerfendes Gitarren-Solo nach dem anderen durch die aufgeheizte Menge zu schicken. Als ich in der siebten Klasse meine erste E-Gitarre bekam, erging es mir nicht anders. Tag für Tag (und Nacht für Nacht) übte ich wie besessen, oft fünf oder sechs Stunden am Stück. Die Schulleistungen ließen nach, mir egal. Die Welt sah kaum mehr etwas von mir, mir egal. Aber innen drin, tief in mir, war da immer diese Vorstellung, wie ich glorios ein Solo nach dem anderen „ablockte“, um mir im Angesicht der (schier unzähligen) Fans meine „Sporen“ zu verdienen…

Ein ähnlicher Gedanke mag den Ausnahme-Gitarristen Steve Vai bewegt haben, den Song und das dazu gehörige Musikvideo von „The Audience Is Listening“ aufzunehmen, auf jeden Fall ist beides ein Genuss – und der heutige Song des Tages:

Einfach nur der Hammer! Jedes einzelne Mal muss ich verschmitzt lächeln, dass da jemand meine eigenen Teenager-(Wahn)-Vorstellungen so schön eingefangen hat. Kennt ihr das auch?

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