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Gehört: „Ready Player One“

Apple Music bietet für die Abonnenten nicht nur Musik und Musikvideos, sondern auch eine angenehme Auswahl von Hörspielen und Hörbüchern. Selbstverständlich habe ich alles von Stephen King, das bei Apple Music im Angebot ist, schon lange durch, die letzten drei oder vier „Cotton Reloaded Nemesis“-Episoden ebenfalls, doch dann stolperte ich über mein gerade heute fertig gehörtes Juwel: „Ready Player One“ von Ernest Cline.

Eines der gelungensten Hörbücher der letzten Jahre, ich kann es uneingeschränkt empfehlen, auch wenn Menschen meines Alters (so Anfang bis Mitte 40) den meisten Genuss draus ziehen werden...

Eines der gelungensten Hörbücher der letzten Jahre, ich kann es uneingeschränkt empfehlen, auch wenn Menschen meines Alters (so Anfang bis Mitte 40) den meisten Genuss draus ziehen werden…

Da die Verfilmung des Romans gerade im Kino läuft, ist die mediale Aufmerksamkeit diesbezüglich nicht zu übersehen. Wenn es jedoch die Möglichkeit gibt, höre ich mir zuerst das Hörbuch an oder lese das Buch, um die intensivere Perspektive zu genießen, meine eigene innere Vorstellung entstehen zu lassen – und somit eine „intimere“ Beziehung zur Geschichte aufzubauen. Insofern freute ich mich sehr, das Hörbuch im Apple Music-Angebot zu entdecken. Für 15 Euro im Monat genießen meine Frau, ich und alle drei Kinder die Option, alles, was uns interessiert (und das angeboten wird) ohne Zusatzkosten anzuhören.

Zum Roman: Allzu viel möchte ich nicht verraten, sonst verderbe ich womöglich jemandem den Spaß, aber einige Details kann ich hier völlig risikofrei offenlegen. Der Roman befasst sich einerseits mit Computerspielen und virtueller Realität, rollt dabei aber en passant auch gleich die Geschichte der Computerspiele und Spielkonsolen auf, schwelgt in der Nostalgie der Spieleklassiker der 1980er Jahre und erzählt eine spannende Geschichte über Wettkampf, Intrigen, Strategien, Käuflichkeit versus Integrität und – natürlich – Liebe.

Für Menschen meiner Altersklasse, also 40 und aufwärts, ist der Roman schon deshalb so faszinierend, weil er viele Elemente unserer Vergangenheit, gerade der Zeit der maximalen Faszination für derlei fesselnde Computer-/Videospiele, aufgreift. Zusätzlich wird alles garniert mit Gestalten aus den beliebten Fernsehserien und der Musik dieser Zeit, so erhalten die Band Rush, die ich in meiner Song des Tages-Rubrik schon einige Male ins Zentrum gestellt habe, und Wil Wheaton (ja, Fähnrich Wesley Crusher aus Star Trek – The Next Generation) ihre eigene Erwähnung, darüber hinaus kommen schier unzählige Autoren bzw. Werke der Literatur sowie Filmklassiker zu Wort (kein Wortspiel, es wird immer wieder direkt aus einigen Werken zitiert).

Gelesen wird das Hörbuch von David Nathan, der mir als altem Stephen King-Fan schon bestens bekannt ist, schließlich liest er viele der ganz langen Romane des „Meisters“, sodass man seine Stimme jeweils lockere 30-50 Stunden (ja, das Hörbuch von „Es“ dauert satte 51 Stunden) hört – ab einem gewissen Zeitpunkt ist einem die Stimme wirklich sehr vertraut. So fühlte ich mich sehr schnell heimisch beim Anhören, sicherlich ein Vorteil.

Alles in allem ist das Hörbuch aus meiner Sicht bereits jetzt ein moderner Science Fiction-Klassiker, ein intelligenter und spannender Roman voller Anspielungen auf Elemente der Pop-Kultur der 1970er, 1980er und 1990er Jahre. Wer also ein gewisses Alter und die entsprechende Kenntnis der Literatur, Musik und Filme der erwähnten Jahrzehnte aufweisen kann, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Ich habe das Hörbuch von Beginn bis zur letzten Sekunde genossen, in ein paar Wochen oder Monaten gibt es noch einen weiteren Durchgang, ganz sicher!

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Mal wieder ein bisschen Lob für Apple und iCloud

In den letzten Jahren habe ich mich immer wieder recht abfällig über Apples iCloud-Service geäußert – und natürlich nicht ohne Grund, denn einiges davon ist (oder besser: war), wenn man der englischen Sprache die Ehre gibt, „a pain in the ass“. Über die letzten Monate jedoch hat sich jedoch allem Anschein nach unter der Haube einiges getan, daher muss ich nun einfach auch mal ein völlig angebrachtes Lob vom Stapel lassen. Tatsächlich sind die meisten meiner früheren Probleme mittlerweile völlig behoben, was ich im Alltag außerordentlich schätze.

Dokumente

Meine Dokumente in den drei am meisten im Arbeitsalltag genutzten Apps Pages, Numbers und Keynote werden seit Wochen auf allen Geräten zuverlässig synchron gehalten. Erst gestern bemerkte ich (beinahe erstaunt), dass ich mich mittlerweile derart auf eine reibungslose Hintergrund-Synchronisation verlasse, dass ich mir erst in der Schule beim Aufrufen der Pages-App überhaupt einen Gedanken machte, ob denn das zuletzt bearbeitete Dokument noch im Hintergrund synchronisiert worden wäre. Aber es war im aktuellsten Zustand vorhanden, alles super!

Noch vor einem Jahr hätte ich mir fast zu 100 Prozent sicher sein können, dass das Dokument nicht geladen worden wäre. Zumindest nicht, wenn ich die App nicht extra geöffnet und eine Weile gewartet hätte. An dieser Front kann ich also eine eindeutige Verbesserung, die ich jeden Tag bemerke, attestieren. Und das klappt meiner Erfahrung nach mit allen Apps, die sich über iCloud synchronisieren.

Diesen Punkt habe ich gleich als erstes angesprochen, denn das war für mich immer der gewichtigste. Wenn ich meine für die Arbeit erstellten Dokumente dort nicht habe, bin ich teilweise aufgeschmissen. Wäre hier keine Verbesserung zu verzeichnen, träten alle weiteren Dinge in ihrer positiven Entwicklung dennoch hinter dem gravierendsten Mangel in der Bedeutung zurück.

iCloud Drive

Seit iOS 9 gibt es eine eigene iCloud Drive-App, die eine der Dropbox nicht unähnliche Funktion für alle iOS-Nutzer zur Verfügung stellt. Dort hat man Zugriff auf die Ordnerstruktur, auch wenn einige Apps keinen direkten Zugriff auf ihre Interna zulassen (in diesem Fall wird kein Ordner angezeigt).

Seit macOS Sierra wird der Desktop meines iMac ebenfalls in einem eigenen iCloud-Ordner synchronisiert. Nun gehöre ich zu den Menschen, die keine Dateien langfristig auf dem Desktop lagern. Mit Feng-Shui habe ich nichts am Hut, aber diese aus der Windows-Welt bekannten endlosen Kolonnen von Datei-Icons auf einem Desktop sind für mich reinster Augenkrebs. Noch dazu erschweren sie das Auffinden der gesuchten Dateien, weshalb ich mit einer seit Jahren in ständiger Optimierung befindlichen Ordnerstruktur arbeite.

Von dieser Struktur sieht man hier nichts, denn sie spielt sich innerhalb der App-Ordner ab. In Pages gibt es 40 Objekte, es handelt sich dabei ausschließlich um Ordner, innerhalb derer wiederum etliche hundert Dateien liegen. Durch die klare Struktur weiß ich in über 90 Prozent der Fälle sofort, wo ich sie finde, beim Rest (überwiegend uralte und seltenst benutzte Dateien) dauert es meist auch nicht lang.

Wie gesagt, ich lege da keine Dateien über längere Zeit ab, doch finde ich es praktisch, die Option zu haben...

Wie gesagt, ich lege da keine Dateien über längere Zeit ab, doch finde ich es praktisch, die Option zu haben…

Zurück zum Thema: Der über iCloud synchronisierte Desktop-Ordner. Hier kann ich vom iPad oder iPhone aus Dateien ablegen, beim nächsten Login in den iMac liegen dann schon die Dateien auf dem Schreibtisch bereit. Das kann unter Umständen einiges an Zeit einsparen oder als automatische Erinnerung fungieren.

Kalender

In meinem Blog-Eintrag „Wunschliste an Apple“ vom 6. Januar 2015 habe ich mich über die mangelhafte Kalender-Synchronisierung beschwert. Das ist zum Glück weitestgehend ein Ding der Vergangenheit geworden. Ein oder zweimal gab es den Fall in den letzten Monaten, dass ein Ereignis nicht ankam, sonst lief alles glatt.

Abhilfe schafft in diesen seltenen Fällen zum Glück immer noch der Trick, den ich damals bereits beschrieben habe: Einem Kalender eine neue Farbe zuweisen. Anscheinend löst dies eine erneute Synchronisierung aller Kalenderdaten aus. Klar, schöner wäre es, die Probleme träten gar nicht mehr auf, doch in dieser Frequenz (hochgerechnet ungefähr drei oder vier Mal im ganzen Jahr) kann ich damit leben, da spreche ich dann auch wirklich nur noch von „Jammern auf hohem Niveau“.

Apple Music offline verfügbar

Im November 2015 musste ich eine unangenehme Erfahrung machen, als eine für eine Klassenarbeit benötigte Datei, die ich in Apple Music für das Abspielen ohne Netzverbindung verfügbar gemacht hatte, zuerst nicht abgespielt wurde, weil die Apple Music-App auf meinem iPad sich in der Situation nicht mit dem Server verbinden konnte (hier).

Damals war das ein großes Ärgernis, wenn ich die Musik-App auf dem iPad ein paar Tage nicht nutze, wird das gleiche auch jetzt noch passieren. Mittlerweile habe ich aber gelernt, damit umzugehen. Im Fall einer Klassenarbeit greife ich morgens noch einmal im heimischen Netzwerk auf die Dateien zurück, ansonsten muss ich halt über das iPhone eine Verbindung herstellen und die Authentifizierung durchführen.

Ich habe sogar Verständnis für die Maßnahme von Apples Seite, denn es handelt sich um einen Bezahldienst. Ohne ein relativ enges Zeitfenster bei den Authentifizierungen (von denen man im Normalfall, also im heimischen Netzwerk, ja nie etwas mitbekommt), könnten sonst immer wieder tagelang Leistungen erschlichen werden, die nicht bezahlt wurden. Das wird jedoch kein einziger Streaming-Dienst gern mit sich machen lassen, da die Rechteinhaber ja trotzdem weiterhin auf einer Bezahlung bestehen.

Insofern ist hier zwar keine Veränderung eingetreten, ich habe meine Abläufe aber entsprechend angepasst. So viele Klassenarbeiten schreibe ich auch wieder nicht, dass das ein echtes Problem wäre, es fällt eher in die Kategorie „unkommod“.

Hörbücher

Die Hörbücher sind schon unter iOS 9 aus der Musik-App nach iBooks umgezogen, was durchaus sinnvoll war, denn Hörbücher werden häufig ganz anders als Musik konsumiert. Und endlich ist es auch möglich, bereits bei iTunes gekaufte Hörbücher direkt über iBooks erneut zu laden. Somit muss ich weder iPad noch iPhone in dieser Situation per Kabel oder W-LAN an den Mac hängen, um an die Hörbücher aus der iTunes Mediathek zu gelangen. Das kommt nur noch zum Tragen, wenn es sich um nicht bei iTunes gekaufte Hörbücher handelt.

So sieht der Zugriff auf die bereits bei iTunes gekauften Hörbücher aus – ein Antippen des Download-Symbols führt sofort zum gewünschten Effekt. Genial einfach und effektiv – so hätte es von Anfang an sein sollen!

So sieht der Zugriff auf die bereits bei iTunes gekauften Hörbücher aus – ein Antippen des Download-Symbols führt sofort zum gewünschten Effekt. Genial einfach und effektiv – so hätte es von Anfang an sein sollen!

Dennoch ist die Situation wesentlich komfortabler geworden, im Alltag greife ich mehrfach pro Woche darauf zu, lade ältere Hörbücher, höre sie durch, lösche sie („Download entfernen“, sehr bequem). Da kann ich mich gar nicht mehr beschweren.

Fotos

Ein Klassiker ist und bleibt das Synchronisieren größerer Foto-Bibliotheken. Früher war das ein bisschen komplex, heute nicht mehr. Seit dem ich die iCloud Foto-Mediathek aktiviert habe, halten sich die Mediatheken auf iMac, iPad und iPhone perfekt synchronisiert. Auf den beiden mobilen Geräten werden nur die neuesten Bilder auf dem internen Speicher gehalten, ältere müssen im Bedarfsfall nachgeladen werden, sind aber bei Netzkontakt schnell verfügbar. Dafür bleibt der Speicher weitgehend unbelastet. In den meisten Fällen ist das ein sehr guter Kompromiss, nur ganz selten ärgert man sich, dass ein Foto nicht in voller Auflösung parat liegt (meist ist dann das iPad offline oder das Mobilfunknetz auf Edge beschränkt).

Doch die Mühelosigkeit dieser Synchronisierung ist es, die mich am meisten erfreut, denn ich muss faktisch nichts dafür tun. Einmal auf allen Geräten aktiviert muss man je nach Größe der Foto-Mediathek ein paar Stunden Geduld haben (bei mir sind es beinahe 15.000 Fotos, das dauert also etwas), während der erste generelle Abgleich läuft, danach sind es täglich nur noch ein paar Sekunden, in denen neue Bilder hinzugefügt, auf einem Gerät gelöschte Fotos überall in den „Gelöscht“-Ordner verschoben oder neu erstellte Ordner überall angelegt werden. Aber es funktioniert, und in den letzten Monaten war es wirklich äußerst komfortabel, sich nie auch nur einen Gedanken darüber machen zu müssen.

It just works. Again. Finally.

Nachdem ich vor beinahe zwei Jahren mal einen sehr langen Artikel verfasst hatte, in dem ich mich ausführlich über die diversen Unzulänglichkeiten ausließ (hier), kam ich ein Jahr später schon an die Grenzen meiner Fähigkeit, die vielen kleinen Mängel in der Summe zu ertragen (hier). Damals setzte ich Apple eine Frist von zwei Jahren, danach würde ich mir etwas anderes suchen. Bereits im Mai konnte ich feststellen (hier), dass sich einiges verbessert hatte.

Doch nun, also Mitte Oktober, habe ich schon fast keine Kritikpunkte mehr. Meine Liste von damals hat sich weitgehend erledigt. Mir ist auch völlig klar, dass es nie einen perfekten Zustand geben kann. Doch aktuell bin ich sehr zufrieden – und das ist schon einmal sehr gut. Jetzt kann ich in der weit überwiegenden Anzahl der Fälle wirklich davon ausgehen, dass „es einfach funktioniert“. Endlich wieder.

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Noch zwei Jahre…

Liebe Programmierer, Techniker, Entwickler und Designer bei Apple!

Ich gebe euch noch zwei Jahre.

Beginnend mit dem heutigen Tag, dem 1. Januar 2016, werde ich zwei Jahre mehr oder weniger geduldig abwarten, ob sich die in den letzten Jahren vermehrt aufgetretenen und dann Stück für Stück gravierender gewordenen Probleme vor allem in der hauseigenen Software irgendwann einmal haben lösen lassen – oder eben nicht. In letzterem Fall werde ich euch gnadenlos den Rücken kehren. Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sagen/schreiben würde, aber es ist mir mittlerweile wirklich egal.

2005 habe ich mir meinen ersten Mac gekauft, einen G4 Mac Mini. Knuffig und toll, ein traumhaftes Gerät. Die Einstiegsdroge. Dann kam nach ungefähr anderthalb Jahren mein erster iMac. Ein super Teil! Auch die Software: Mac OS X 10.4 Tiger und 10.5 Leopard – ich liebte sie beide. 10.6 Snow Leopard übrigens auch, das nichts anderes machte, als ein paar kleinere Fehler zu beseitigen und ein paar Kleinigkeiten neu einzuführen. Von vielen in der Technik-Welt belächelt, von den Benutzern aber sehr genossen, da einfach nur die kleinen Unpässlichkeiten beseitigt wurden, eigentlich genau das, was man sich als Kunde/Benutzer immer wünschte.

Tatsächlich bin ich mir sehr sicher, dass es vielen Leuten ganz ähnlich wie mir geht: Ich verlange nicht ständig nach neuen Funktionen, ich möchte aber, dass die alltäglichen Handgriffe immer leichter und schneller, vor allem aber stabil(er) vonstatten gehen. Sodass ich mir keine Sorgen darüber machen muss, ob die gestern auf dem iPad erstellte Textdatei morgen auch auf meinem iPhone oder iMac verfügbar sein wird.

Hardware: Hui! Software/Web Services: Pfui!

Und irgendwann kamen dann so Geschichten wie Mobile Me und iCloud. Und ab da ging es eigentlich permanent bergab. Die Hardware eigentlich immer sensationell gut, die Webservices (also vor allem die Cloud) grauselig schlecht. Obwohl iCloud nach wie vor nicht ganz zuverlässig funktioniert, werden immer weitere Teile des Betriebssystems, nein: beider Betriebssysteme (iOS ist ja noch viel stärker davon betroffen) so fest mit der iCloud verwoben, dass sie ohne noch weniger funktionieren. Das wäre ja fein, wenn die iCloud anstandslos funktionierte, doch das tut sie nun einmal nicht. Vor ein paar Monaten hatte ich dazu schon einen ausführlichen Artikel geschrieben. Wesentlich besser geworden ist an keinem der Punkte bis heute etwas.

Wie oft standen meine Frau oder ich morgens schon in der Schule, öffneten das iPad und der gestern noch getippte Unterrichtsentwurf, der sich nach offiziellen Angaben „im Hintergrund“ über iCloud auf alle Geräte synchronisieren sollte, war einfach nicht da… Ärgerlich! Vor allem, wenn es nicht nur einmal passiert. Und ich will gar nicht mit dem Zählen der Tage anfangen, an denen genau das passierte.

Ist Design wirklich wichtiger als Funktionalität?

Dann so Geschichten wie die immer dünner werdenden Geräte, vor allem bei den iPhones. Ist ja schön, dass die Designer das toll finden. Aber nicht jeder Kunde ist begeistert, wenn sein Handy so dünn ist, dass man sich beim Joggen nicht mehr darauf verlassen kann, dass der Akku vom iPhone vor lauter Dünnheit nicht auf halber Strecke aufgibt, weil es ihm zu kalt wird. Ist mir vor ein paar Tagen erst passiert, meiner Frau noch wesentlich häufiger.

Der Countdown läuft…

Ich werde die Liste an dieser Stelle nicht weiter fortsetzen, denn jeder Apple-Nutzer wird seine eigene kleine Horror-Liste haben. Aber ich schreibe mir in den kommenden Wochen in einer privaten Liste alles auf, was mich immer wieder nervt, mir Steine in den Weg legt, statt sie zu beseitigen. Und dann, nach zwei Jahren, öffne ich diese Liste wieder, hake mich von oben nach unten durch. Sollten die substantiellen Kritikpunkte dann immer noch nicht behoben sein, habt ihr mindestens einen Kunden weniger. Und das ist unabhängig davon, wieviel Geld ich bereits in eure Produkte investiert habe.

Ich möchte nicht falsch verstanden werden: Ich hasse Android, freiwillig möchte ich es eigentlich nicht benutzen. Es ist ein völlig uneinheitliches und zutiefst unsicheres System, das bekannt dafür ist, Kundendaten an allen Ecken und Enden preiszugeben (99 % aller mobilen Malware existiert ausschließlich für Android und wird da auch heftigst eingesetzt). Doch der Premium-Preis der Apple-Produkte ist ab einem gewissen Unzufriedenheitsfaktor schlicht und einfach nicht mehr hinzunehmen. Und gerade an dieser Front sticht euch jedes einzelne Android-Gerät aus. Gnadenlos.

Also, macht was draus, die Zeit läuft…

 

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NotateMe und der Stylus

Unten die Handschrift, oben das konvertierte Ergebnis

Unten die Handschrift, oben das konvertierte Ergebnis — nicht schlecht!

Vor ein paar Wochen habe ich ja schon einmal berichtet, dass ich mir zwei Stylus-Modelle für mein iPad zugelegt habe. In den letzten Tagen hatte ich mehrere Stunden lang genug Zeit, die Anwendung eines dieser Geräte in einer Musik-App namens NotateMe auszuprobieren. Und ich habe dabei so einiges gelernt – über mich, über den Stylus und über die App.

Was ist „NotateMe“?

NotateMe ist eine Software, die die per Hand notierten Noten und einige spezielle musikalische Zeichen erkennt und in eine genormte Notenschrift („Notensatz“) überführt. Auf meinem iMac benutze ich Sibelius, an das ich mich bereits im Studium gewöhnt habe. Aber unterwegs habe ich das iPad, von Sibelius gibt es keine iOS-Version, daher muss ich mir anders behelfen. NotateMe füllt diese Lücke zwar nicht ganz, aber zumindest in Teilen aus.

Unterschied zwischen Fingern und Stylus

Mit den Fingern habe ich schon etliche Male mit der App gearbeitet, doch die Ergebnisse waren bestenfalls mittelmäßig. Entweder sind meine Finger etwas zu dick (das wäre aber ganz schlecht, denn ich kenne noch etliche Menschen mit kräftigeren Fingern) oder die Eingabe bedarf schlichtweg einer höheren Präzision.

Und um eine sonst ellenlange Geschichte kurz zu machen: Mit dem Stylus geht es gut. Noch immer nicht perfekt, aber deutlich besser als mit meinen Fingern.

Am meisten beeindruckte mich die Geschwindigkeit der Eingabe. Mit den Fingern war das eine recht mühsame Sache, da die Fingerspitze den Eingabebereich auf dem Bildschirm während des Notierens verdeckt. Gerade bei einer Notationsweise, die ganz exakter Platzierung bedarf (der Notenkopf darf nur genau die Notenlinie kreuzen oder muss zwischen zwei Notenlinien liegen – aber nicht beides zugleich), waren die Finger dem Auge soweit im Weg, dass die Ergebnisse prinzipiell darunter leiden mussten. Das ist mit dem Stylus definitiv viel besser geworden (aber auch noch nicht ganz perfekt).

Zeitvergleich

Ich habe bei dem einen Stück insgesamt 62 Takte inklusive vieler Bindebögen, etlicher unterschiedlicher Akzente, Portato-Striche, Staccato-Punkte, crescendo- und decrescendo-Klammern, Wiederholungszeichen etc. innerhalb von etwas weniger als zwei Schulstunden (=90 Minuten) perfekt fertig notiert. Mit Sibelius auf dem Mac und dem MIDI-Keyboard wäre das gleiche Ergebnis in ca. 20 bis 25 Minuten erreicht gewesen, was ohne jeden Zweifel deutlich kürzer ist. Dafür hätte ich aber noch meinen Mac und das Keyboard gebraucht, und beides steht nun einmal ein paar Kilometer von der Schule entfernt. Mich erfreut daran, dass ich mit etwas mehr Übung auch garantiert noch schneller werde – und dann ist NotateMe zumindest eine akzeptable Alternative, wenn mein Mac nicht zur Hand ist.

Fazit

Wenn ich daheim bin, werde ich die Notationsarbeit sicher immer am Mac mit Sibelius ausführen. Unterwegs stellt NotateMe in Kombination mit einem geeigneten Stylus aber eine akzeptable Alternative dar, die auch ohne große Zusatzgeräte funktioniert. Der Stylus hat sich in diesem Kontext für mich als probat erwiesen – weitere Erfahrungsberichte folgen alsbald.

 

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Allein zweistimmig spielen

Beide Stimmen

Beide Trompetenstimmen in Logic Pro X

Neben meiner Lehrtätigkeit am Theodor-Heuss-Gymnasium in Aalen erteile ich in einem sehr überschaubaren Rahmen auch privaten Instrumentalunterricht (Trompete, Tenorhorn). Im vergangenen Jahr habe ich mit einigen Schülerinnen und Schülern das Stück Petit duet pour trompettes von Francois Aubert einstudiert. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht allzu hoch, doch das Zusammenspiel verlangt den Schülern immer einiges ab, verlaufen die beiden Stimmen doch immer eigenständig.

So kam es im Unterricht nicht selten vor, dass ein Schüler seine eigene Stimme eigentlich gut beherrschte, das Zusammenspiel aber überhaupt nicht funktionierte, weil ihn der von mir gespielte zweite Part schlicht aus dem Konzept brachte. Beim alleinigen Üben war da z.B. eine Pause, nun nicht mehr, weil ich da etwas spielte. Bums! Schon haute das alles nicht mehr hin.

Um den Schülern – aktuell spielen es zwei – ein wenig Hilfestellung angedeihen zu lassen, habe ich das Duett heute eingespielt. Da der Schwierigkeitsgrad nicht hoch ist, stellte das für mich keine Herausforderung dar. Wohl aber, beide Stimmen exakt zusammen zu bekommen. Und das ganze unter Zeitdruck, denn es stehen noch viele andere Dinge an.

Also blieb nur ein Weg: Strikt nach Metronom spielen. In Logic Pro X war das mit einem Klick aktiviert, dann ging es mit der zweiten Stimme los, denn die erste pausiert die ersten Schläge. Glücklicherweise kam ich mit einem Take hin. Von der ersten spielte ich zwei Takes ein, der zweite war etwas besser. Schnell noch ein klein wenig Raumhall draufgemischt, damit es nicht zu sehr nach meinem Arbeitszimmer (in der Dachschräge) klingt. Fertig.

Obwohl ich noch stundenlang hätte feilen können, genügt die Aufnahme im aktuellen Zustand meinen Ansprüchen daran, dass es für Schüler gedacht ist, die das Zusammenspiel mit einer sie störenden zweiten Stimme trainieren sollen. Wer sich gerne über Patzer und Fehler amüsiert, der kann beim letzten Ton mal genau hinhören, denn der kommt nicht gut zusammen. Beim Einspielen einer der beiden Stimmen habe ich aus Gewohnheit wohl ein minimales Ritardando eingebaut, das ich in der anderen Stimme dann nicht mehr so exakt getroffen habe – in keinem der beiden Takes. Aber wie sagt man so schön: What shall’s?

Ich wünsche euch allen einen schönen Samstag Abend!

 

 

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Things von Cultured Code

Things

Things im Dock meines iMac

In einem meiner letzten Blog-Posts habe ich offenbart, dass ich ein iPad-Nutzer der ersten Stunde war und bis heute dabei geblieben bin. Eine meiner ersten – und bis heute teuersten – Apps war Things von Cultured Code. Ich habe auch die separat erhältlichen Versionen für den Mac und das iPhone.

So, drei separate Apps, alle einzeln gekauft, jeweils neues Geld auf den (virtuellen) Tisch hingelegt: Insgesamt kommt da wirklich ein beachtliches Sümmchen zusammen. Dafür bieten alle drei Apps einen derart makellosen Qualitätsstandard auf allen Ebenen, dass ich den Preis gerne gezahlt habe.

Nicht „irgendeine“ To Do-Liste

Auf den ersten Blick ist Things nur eine weitere der zahllosen To Do-Apps, doch der Schein trügt, denn es handelt sich meiner Einschätzung nach um die Inkarnation dessen, was eine To Do-App ausmacht. Jeder Wunsch, den man an eine solche Liste stellen könnte, wird erfüllt – und das mit ruhigem und exquisitem Stil.

Sich Zeit lassen…

Als vor ein paar Jahren die Cloud allmählich Einzug in unsere Lebenswelten hielt, ließen sich die Entwickler von Cultured Code lange Zeit, um ihre eigene Cloud-Lösung zu entwickeln. Sie werkelten und werkelten, um nach einer gefühlten Ewigkeit überhaupt erst einmal in eine Beta-Testphase, die für Benutzer, die sich freiwillig dazu anmelden wollten, einzusteigen. Diese lief wiederum Monate. Die Konkurrenz lachte sich unverhohlen ins Fäustchen, immer und immer wieder geisterten bissige Kommentare über Twitter (und sicher auch andere Netze, an denen ich nicht partizipiere).

…und gnadenlos exzellente Qualität abliefern

Doch das Lachen endete abrupt, als die Beta-Phase vorbei war. Die Nutzung der Cloud war für alle App-Benutzer kostenlos, es handelte sich um eine eigene Cloud auf den Cultured Code-Servern — und sie läuft absolut fehler- und ausfallsfrei seit diesem Zeitpunkt (99,99 Prozent). Ich habe noch nicht einen einzigen Moment erlebt, in dem irgend etwas an dieser Cloud nicht funktionierte.

Andere Entwickler griffen auf iCloud (hüstel) oder Dropbox zurück. Beides naheliegende und prinzipiell gute Lösungen, aber iCloud zickt meiner Erfahrung nach permanent, Dropbox hat auch immer wieder mal kurze Auszeiten, wurde schon mehrfach gehackt und ist damit auch nicht in der Lage, mit Cultured Code mitzuhalten.

Und das gab es ohne Mehrpreis einfach so dazu. Das rechtfertigt den höheren Preis aus meiner Sicht.

Testen, testen, testen.

Noch etwas ist mir aufgefallen: Ich kann mich an kein Update erinnern, das über den App-Store oder direkt über die Mac-App installiert wurde, das nicht ausführlichst getestet worden war. Wenn die Updates kommen, kann ich mir sicher sein: Die Funktionalität bleibt auf jeden Fall gewährleistet. Das ist mir wichtig, denn diese To Do-Liste ist meine einzige. Die muss funktionieren. Und sie tut genau das. Seit fünf Jahren – ohne Unterbrechung!

Vielen Dank an die Entwickler von Cultured Code. Ihr rockt das Haus!

 

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Liebster Blog-Award

In den letzten Wochen flatterten mir (virtuell, versteht sich) zwei Nominierungen für den „Liebster Award“ ins Postfach. Vielen Dank dafür, ich fühle mich sehr geehrt!

Ein paar der Blogs, denen ich folge, wurden in den letzten Wochen bereits nominiert, sodass ich gleich wusste, worum es dabei ging. Und ich kann nicht verhehlen, dass ich auch einen gewissen Stolz empfinde, in dieser „Liga“ mitspielen zu dürfen.

Gleichzeitig ist es so, dass die Annahme eines solchen Awards wiederum an die Nominierung anderer Blogs gekoppelt ist. Und allzu viele kenne ich nicht. Mir fehlt auch — ganz ehrlich — die Zeit, jetzt groß auf die Suche zu gehen, nur um hier ausreichend weitere Empfehlungen geben zu können. Diesem Punkt muss ich mich also leider einfach entziehen.

Es ist ganz einfach so, dass ich mir die Zeit nehme, die Beiträge der Blogs, denen ich folge, in der Regel ganz zu lesen. Wenn sie mir gefallen, besterne ich, wenn ich etwas dazu zu sagen/schreiben habe, tue ich das. Das kostet Zeit. Die gebe ich gerne, aber es gibt halt Grenzen. Und hier gilt für mich: Weniger (Blogs zu folgen) ist für mich mehr (weil ich dann mehr Zeit habe, die ich in Qualität und die Intensität bei der Beschäftigung mit den anderen Blogs investieren kann).

Auf die Fragen, deren Beantwortung nun einmal dazu gehört, antworte ich aber gerne.

Die Fragen von LifeHag

LifeHag hat die folgenden Fragen gestellt, die Antworten folgen jeweils auf dem Fuße.

Warum hast du mit deinem Blog angefangen?

Es gab (und gibt bis heute) mehrere Gründe:

  1. Der Blog ist für mich ein Ventil, um einen Platz für die Gedanken, die mir ständig durch den Kopf flitzen, zu haben. Dort kann ich die Ideen abladen, entweder reifen sie dann noch weiter (das ist gut), oder ich kann sie dann beruhigt vergessen (das ist noch besser). Alles in allem blogge ich also aus Gründen einer gewissen mentalen Hygiene.

  2. Je länger ich dabei bin, desto mehr interessante andere Blogs lerne ich kennen (hier und da habe ich ja auch schon einmal einen entsprechenden Eintrag dazu verfasst). Und auch dieses Zusammentreffen von Leuten, die sich in den meisten Fällen viel Zeit nehmen, um gute Artikel zu schreiben (meine Frau sprach von der Analogie zu „Brieffreundschaften“, was ich für ganz und gar passend halte), motiviert mich, die Qualität der eigenen Einträge immer wieder zu hinterfragen.

Meinen ersten Blog hatte ich bereits um das Jahr 2007 oder 2008, da habe ich angefangen, weil mich das Medium Weblog an sich interessiert hat (und weil iWeb die einfache Möglichkeit gewährte, einen solchen Blog zu erstellen und zu publizieren). Allerdings war dieser erste Versuch weder von Qualität noch für viele Menschen lesenswert. Am Ende habe ich ihn ziemlich überhastet eingestellt und ein Jahr (auf den Tag genau) pausiert.

Seit Frühjahr 2012 läuft dieser Blog, am Anfang eher zögerlich, mittlerweile komme ich zumindest auf mehrere Einträge pro Woche (im Schnitt, nicht dass ihr hier plötzlich Ansprüche stellt…). Viel mehr wird es nur in den Ferien, denn da habe ich meist etwas mehr freie Zeit bzw. bin ausgeruhter und kann auch spät abends noch ein paar Zeilen tippen.

Wie wichtig sind dir Follower?

Das ist eine schwierige Frage, denn einerseits schätze ich es, mehr Leser zu haben, das belebt den Blog, bringt neue Themen ein und sorgt für mehr Lebendigkeit. Andererseits würde ich nicht „alles“ tun, nur um weitere neue Leser dazuzugewinnen. Der Blog ist ein Hobby, ein angenehmes zwar, aber eben auch nur ein Hobby.

Was macht dir am Bloggen am meisten Spaß?

Das Tippen auf den „Veröffentlichen“-Button in der Blogsy-App. Und damit verbunden das mentale Abhaken der Gedanken. Manchmal reifen sie dadurch eben noch weiter, häufig räumen sie aber auch einfach das Feld und ermöglichen neue kreative Einfälle.

Laptop oder Desktop-Pc?

Das ist einfach zu beantworten: iMac, wenn ich am Schreibtisch arbeite, ansonsten iPad (alle Veröffentlichungen laufen darüber, s.o.). Unterwegs mache ich manchmal Notizen auf dem iPhone, aber zum Veröffentlichen habe ich das meines Wissens noch nie benutzt (dazu tippe ich darauf zu schlecht).

Iphone oder anderes Smartphone (wenn ja, welches)?

Ganz klar: iPhone (in meinem Fall ein 5S).

Wie viele Stunden investierst du täglich in deinen Blog?

Völlig unterschiedlich, sowohl von Tag zu Tag als auch von Woche zu Woche stark schwankend – immer in Abhängigkeit von der Arbeitsbelastung und anderen Terminen. Manchmal schreibe ich schon ein bis zwei Stunden an einem großen Artikel, manchmal öffne ich (leider) nicht einmal die WordPress-App, weil einfach zu viel anderes zu tun ist.

Liest du die Kommentare die deine Follower abgeben?

Jeden einzelnen. Ich bemühe mich, auf so ziemlich alle zu antworten oder zumindest einen Stern als Dankeschön zu vergeben – es sei denn, der Kommentar stört mich (was aber noch nie vorkam).

Deine Lieblingssportart?

Seilspringen. Ich persönlich springe jeden Tag mit mehreren Seilen (die nutzen sich so schnell ab, im letzten Jahr habe ich acht geschafft), Joggen ist aber auch nicht schlecht (das ruht im Moment aber etwas), Basketball im Hof vor dem haus genieße ich ebenfalls bei schönem Wetter. Von Zeit zu Zeit mache ich eine Runde Yoga, dann gibt es noch dieses „7-Minute-Workout“, das bei ausreichend Zeit gleich nach dem Seilspringen angehängt werden kann. Aber Seilspringen toppt schlicht alles.

Welche Blogs liest du gerne?

Ich folge einerübersichtlichen Reihe von Blogs und entscheide kaum zwischen den einzelnen Posts in meiner Reader-Ansicht. Manchmal lasse ich einen Eintrag aus, der mir zu lang(atmig) erscheint, aber üblicherweise lese ich alles. Wenn mir etwas dazu einfällt, kommentiere ich, wenn es mir gefällt, gibt’s einen Stern. Fertig.

P.S.: Die Blogs von simplifyme72 und Private Readers Book Club lese ich garantiert immer komplett.

Wieso benutzt du WordPress?

Es funktioniert. Und es ist völlig plattformunabhängig, was ich schätze, denn so könnte ich sogar aus dem abgeschiedensten Hinterland noch bloggen, auch wenn da nur ein gammliger Windows-Rechner stünde.

Was darf in keinem Blog fehlen?

Der persönliche Bezug. Ich selbst bemühe mich, nicht zu viel von mir zu offenbaren, manches geht ja schlicht und ergreifend niemanden etwas an, aber ohne persönlichen Bezug, ohne das Ergreifen einer eigenen Position, das Äußern einer Meinung, das Ausleben des eigenen Humors (so schlecht er – wie in meinem Fall – auch sein möge), was wäre ein Blog da schon?

Die Nominierungen

Eigentlich soll man ja elf weitere Blogs (mit je weniger als 100 Followern) nominieren. Doch wie oben beschrieben, kenne ich nicht allzu viele Blogs, noch dazu schätze ich sie eigentlich alle, denn jeder hat seine Eigenheiten. Man verzeihe mir dieses Abweichen von der Konvention, aber ich verzichte auf weitere Nominierungen.

Die Fragen von Buchherz – Der Bücherblog

Was ist deine Motivation beim Bloggen?

Mentale Hygiene (Gedanken loslassen können, nachdem sie ausformuliert wurden) und Spaß daran, wie andere auf diese Gedanken reagieren.

Was war für dich der ausschlaggebende Moment, um mit dem Bloggen anzufangen?

Ganz ehrlich: Ich habe keine Ahnung. Es hat einfach Spaß gemacht und hilft mir bei der mentalen Hygiene.

Worauf bist du am meisten stolz bei deinem Blog?

Dass es offensichtlich Leute gibt, die ihn interessant genug finden, um ihm (bzw. mir) zu folgen, die Kommentare schreiben und Sterne vergeben. Nicht immer kann ich gleich darauf reagieren, aber ich freue mich jedes einzelne Mal.

Schätz mal: Wie viele Bücher besitzt du? (E-Books zählen mit)

Das Zählen dauert zu lange, ich schätze, dass die Zahl jenseits der 2.000 liegen muss. Und ich habe viele Bücher, von denen ich weiß, dass ich sie nicht noch einmal lesen werde, bei Amazon oder Momox weiterverkauft — das mache ich immer so, Stauraum ist kostbar. Daher schwankt die Zahl immer wieder. Aber allein im Arbeitszimmer habe ich vier volle Regale, dazu etliche iBooks, im Keller stehen noch ein paar Kisten mit den Büchern, die nostalgischen Wert besitzen, aber nicht ständig in meiner Nähe sein müssen…

Schläfst du lieber bei geöffnetem oder geschlossenem Fenster?

Ganz einfach: Solange es keine Minus-Grade draußen hat, liebe ich die frische Luft. Also: November-Februar/März: Fenster zu. März/April-Oktober: Fenster auf.

Wie startest du morgens deinen Tag?

  • 4:50 h Wecker
  • 4:51 h Gang zur Toilette, dort dann noch im Halbschlaf auf dem iPhone nach App-Updates sehen, die Things To-Do-Liste ansehen (und ignorieren), WordPress-App öffnen und kurz Überblick verschaffen, je nach Uhrzeit Twitter-Timeline überfliegen
  • 4:58 h Ab in den Keller, Hörbuch an, Schuhe binden
  • 5:00 h Nike+ Fuel-Session und Stoppuhr starten, Seilspringen (80-90 Minuten)
  • 6:30 h Schuhe ausziehen, rauf ins Bad, Rasur, ab in die Dusche
  • 7:00 h Anziehen, Aufhübschen (bis die Frisur sitzt…), Rucksack packen, dann ab zur Schule, Kinder quälen, yee-hah!

Du hast genau eine Frage, die du irgendjemandem auf der Welt stellen kannst und diese Person muss dir ehrlich antworten. Wem würdest du diese Frage stellen?

Lieber Barack Obama (und alle Vorgänger/Nachfolger)!
Wäre es nicht viel einfacher, den gesamten Militär-Etat (500.000.000.000 Dollar/Jahr) der USA (und sei es nur der Militär-Etat eines einzigen Jahres) in die Länder der sog. Dritten Welt zu investieren, um tatsächlich einmal einen längerfristigen Frieden auf unsere Welt zu bringen? Ist die Wahrscheinlichkeit, dass das viel mehr hilft, als immer nur auf kriegerischem Wege die Symptome der krassen Ungleichverteilung auf der Welt zu bekämpfen, nicht astronomisch hoch?

Von welchem Song kriegst du nie genug und kannst ihn dir immer wieder anhören?

Diese Frage ist für einen Musiker vermutlich die größte Qual, denn es gibt nicht den einen Song. Ich habe eine Liste mit Lieblingssongs, die laut iTunes „1,1 Tage“ lang ohne jede Wiederholung laufen kann. Eine ganz kleine Auswahl aus meiner Favoriten-Liste:

  • Axel F (Harold Faltermeyer)
  • Alien Shore (Rush)
  • Alles Neu (Peter Fox)
  • Anyway The Main Thing Is (Patty Larkin)
  • Augenbling (Seeed)
  • Back in Black (AC/DC)
  • Beyond The Sea (Robbie Williams)
  • Bravado (Rush)
  • Brothers in Arms (Dire Straits)
  • Doubleback (ZZ Top)
  • Down Under (Men At Work)
  • Drive (R.E.M.)
  • Du Doof (Wise Guys)
  • Easter (Marillion)
  • Every Little Thing She Does Is Magic (The Police)
  • Fields Of Gold (Sting)
  • Finish What Ya Started (Van Halen)
  • Fly By Night (Rush)
  • Gospel (March Fourth Marching Band)
  • Hamlet (Wise Guys)
  • The Heat Is On (Glenn Frey)
  • Hey Laura (Gregory Porter)
  • Highway To Hell (AC/DC)
  • Home On The Strange (Geddy Lee)
  • Honky Tonk Women (The Rolling Stones)
  • I Left My Heart In San Francisco (Tony Bennett)
  • I Need A Dollar (Aloe Blacc)
  • I See You (Leona Lewis)
  • I Shot The Sheriff (Bob Marley)
  • Imagine (John Lennon)
  • It’s Still Rock & Roll To Me (Billy Joel)
  • Java Jive (The Manhattan Transfer)
  • A Kind Of Magic (Queen)
  • Lady In Black (Uriah Heep)
  • Limelight (Rush)
  • Loch Lomond (Runrig)
  • Marie (Herbert Grönemeyer)
  • Mary’s Place (Bruce Springsteen)

Hmmmmm, ich glaube, es ist Zeit, die Liste mal abzubrechen, sonst wird’s peinlich. Da kämen noch ein- oder zweihundert Titel. Die kann ich alle — immer je nach Stimmung — von morgens bis abends rauf und runter hören.

Welches Buch liest du gerade und wie lautet der 5. Satz auf S. 163?

Stephen King: „Sie“. Der Satz lautet: „Darin verbrachte Misery ein ausgelassenes Wochenende auf dem Lande, wo sie Growler, Ians geliebten Irish Setter, bumste.“

(Ich habe das nicht ausgesucht, ich wurde gezwungen!!!)

Was möchtest du in deinem Leben noch unbedingt erreichen?

Da gibt es einiges:

  • Einen 100 Kilometer-Lauf vorbereiten und durchziehen. Oder zumindest einen Marathon…
  • Mindestens ein halbes Jahr in San Francisco wohnen.
  • Irgendwann einmal so gut organisiert sein, dass ich jede Nacht zu ausreichend Schlaf komme, um dann den Tag über entspannt und ausgeglichen zu sein.
  • Meine Kinder Eltern werden sehen und sie bei den ersten Schritten in diese für sie neue Welt unterstützen.

Fazit

Ich danke für die beiden Nominierungen, habe die Fragen gerne und hoffentlich nicht zu ausführlich beantwortet. Gleichzeitig drücke ich mich ja vor der Nominierung weiterer Blogs. Ich hoffe, das stört nicht zu viele Leser. Genießt den schönen Nachmittag noch, ich stelle mir jetzt ein leckeres Getränk kühl, um es dann heute Abend vor dem Fernseher auszutrinken. Das solltet ihr auch tun.

 

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Filmmusik aus eigener Feder

So beginnt der Film

So beginnt der Film

Mein Schwager war im Herbst für ein paar Wochen teils beruflich, teils privat in den USA unterwegs. Dabei hat er mit seinem iPhone viele schöne Fotos und auch etliche kurze Filme (z.T. in Zeitraffer) aufgenommen, die er dann am Ende in einem ca. acht Minuten langen Film zusammengefasst hat. Ich habe ihm angeboten, eine eigene Filmmusik dazu zu basteln, damit er bei einer Veröffentlichung im Internet für Familie, Freunde, Bekannte und Mitreisende keine Copyright- oder sonstigen Urheberrechts-Probleme bekommen möge. Das Angebot nahm er dankend an.

Zeit – woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Irgendwann im Dezember erhielt ich den fertig geschnittenen Film und machte mich in den Weihnachtsferien auch gleich an die Arbeit. Doch ich merkte schnell: Wenn die Musik etwas taugen sollte, brauchte ich wesentlich mehr Zeit, als ich zuerst eingeplant hatte. Und heute, am 22. März 2015, ca. drei Monate später, bin ich endlich fertig geworden.

Mit dem „endlich“ will ich nicht zum Ausdruck bringen, dass ich gegen Ende keine Lust darauf gehabt hätte – wäre dem so gewesen, hätte ich das Angebot von Anfang an sicher nicht unterbreitet. Und tatsächlich hat mir die Arbeit an dieser musikalischen Untermalung unglaublich viel Spaß gemacht. Es fühlt sich gut an, sich selbst beim Schreiben und Aufnehmen neuer Musik herauszufordern.

Doch ich liebe es, Projekte zügig abzuschließen und nicht lange vor mir herzuschieben. Und genau das war hier schwierig, denn für jede fertige Minute Filmmusik benötigte ich mindestens eine Stunde Produktionszeit (am besten ununterbrochen und ungestört, denn jede Unterbrechung stört den Arbeitsfluss). Und der Film dauert nun einmal etwas mehr als acht Minuten.

Komplettansicht im laufenden Betrieb

Komplettansicht im laufenden Betrieb

Unter der Woche habe ich nie so viel freie Zeit am Stück, selbst am Wochenende ist es selten, und in den letzten Wochen, eigentlich durchgehend seit Ende der Weihnachtsferien, standen außerordentlich viele Sondertermine auf dem Plan, die jeweils einen oder zwei Tage des Wochenendes weitgehend oder komplett belegten. Dann muss ja auch noch der Unterricht für Montag vorbereitet sein… Kurzum: Es dauerte ewig, bis ich mal ein Stündchen hier und da erübrigen konnte.

Nicht mehr unterstützte Hardware

Ein weiteres Hindernis beim Arbeiten war tatsächlich mal die Aktualisierung des Mac OS auf die aktuelle Version 10.10, denn sie beendete die Unterstützung für meinen altgedienten JamLab USB E-Gitarren-Adapter (möglicherweise lag es auch an einer Aktualisierung der Audio-Software Logic Pro X) – genau kann ich es leider nicht sagen.

Das merkte ich natürlich erst nach 60 bis 90 Minuten Gefummel und Ausprobieren, denn das Gerät wird nicht etwa beim Anschließen einfach als „nicht unterstützt“ abgewiesen. Nein, es wird in der Geräteliste aufgeführt, man kann es auswählen, erhält aber lediglich Rückkopplungen und verzerrte Echos, die auf dem ersten laut angespielten Ton hängen bleiben. Somit konnte ich keine E-Gitarre einsetzen. Dumm das, denn eigentlich hätte so mein Plan ausgesehen…

Die Konsequenz war, dass ich alles, jede einzelne Note, via MIDI-Keyboard einspielen musste. So etwas geht zwar, führt aber immer zu einigen Kompromissen, die nicht zwingend hätten sein müssen, wenn ein funktionierender Gitarren-Adapter zur Hand gewesen wäre. So klingt ein Gitarrensolo, das an einer Klaviatur eingespielt wurde, nie wirklich authentisch. Um den eigentümlichen Klang etwas zu kaschieren, habe ich dann gleich einiges an Effekten (Distortion und Wah-Wah) draufgemischt.

Der Wah-Wah-Effekt im Einsatz

Der Wah-Wah-Effekt im Einsatz

Der Logic Pro X-Drummer

Ein großer Lichtblick war die superbe Drummer-Funktion von Logic Pro X, denn ohne sie wäre ich nie im Leben so schnell und so wohlklingend durchgekommen. Dabei kann man zwischen verschiedenen Drummer-Typen wählen, die dann jeweils einen eigenen Stil haben. Jede erzeugte Drummer-Region (standardmäßig werden acht Takte erstellt) lässt sich in der Länge anpassen, danach legt man die Parameter des Schlagzeug-Patterns fest. Der Rest wird von der Software erledigt. Wer sich am Ende das Ergebnis anhört, wird merken, wie ausgezeichnet das funktioniert.

Auswahlmöglichkeiten nach Festlegung des Drummers

Auswahlmöglichkeiten nach Festlegung des Drummers

Ein bisschen Einarbeitungszeit war schon nötig, um die Feinheiten herauszukitzeln, denn bislang habe ich die Funktion nur selten eingesetzt. Aber es hat so gut geklappt, dass ich gegen Ende des Stücks selbst für meinen anspruchsvollen Geschmack schöne Ergebnisse erzielt habe (der geneigte Hörer möge auf die letzten zwei bis drei Minuten achten).

Ein Break vor einem neuen Abschnitt

Ein Break vor einem neuen Abschnitt

Ein bisschen „echter“ Klang muss dann doch sein

Als das Stück schon fast ganz fertig war, bemerkte ich, dass trotz aller akzeptablen musikalischen Ideen der synthetische Klang ein wenig zu viel des Guten sei. Etwas „Echtes“ musste her. Und da ich ein (noch immer unterstütztes) USB-Mikrophon habe, schloss ich es kurzerhand an, zückte meine Trompete und ein paar Dämpfer und spielte heute Nachmittag ein paar Minuten an Solo-Parts ein, die ungefähr die letzten zwei Minuten des Soundtracks ausmachen.

Nun will ich mich nicht über den Klee loben, doch gerade der „echte“ Klang am Ende wirkt meiner Meinung nach recht versöhnlich, nachdem der Hörer die gesamte Zeit vorher nur künstliche Klänge zu hören bekam.

Lust bekommen?

So, wer nun Lust bekommen hat, das Stück einmal anzuhören, der sei auf meine SoundCloud-Seite verwiesen, denn dort habe ich den Track hinterlegt. Viel Spaß beim Anhören! Ich freue mich über Kommentare.

 

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Wunschliste an Apple

Liebe Apple-Programmierer!

In den letzten Monaten habt ihr euren Nutzern so eines zugemutet, auch mir. Daher habe ich eine kleine Wunschliste zusammengestellt, in der mal die gröbsten aktuellen Schwachstellen und meine wichtigsten Wünsche aufgelistet sind, die möglichst bald behoben werden sollten, um den mittlerweile ziemlich in die Jahre gekommenen Spruch „It just works.“ wieder zu rechtfertigen. Derzeit gilt er nämlich nicht für alles. Teilweise überhaupt nicht. Leider.

Mein erster Mac war ein Mac Mini G4, gekauft im August 2005. Auf ihm lief Mac OS X 10.4, und das war derart stabil und wundervoll, dass ich das vorher benutzte Windows XP nicht einen einzigen Tag vermisst habe. Dann kam mein erster iPod, dann ein iMac, dann andere iPod-Modelle, dann ein MacBook (das weiße), schließlich iPad (vom ersten bis zum Air alle Modelle der Reihe nach durch) und — als letztes — ein iPhone 5S. Die Hardware war schon immer fantastisch, keine Frage. Selbst aus im Vergleich zu diversen Windows-Maschinen völlig „untermotorisierten“ Macs kam immer eine flüssige und zuverlässige Leistung, oft spürbar mehr als bei einem auf dem Papier stärkeren Windows-Rechner. Betriebssystem und Hardware gingen bei Apple mit ganz wenigen Ausnahmen immer exzellent Hand in Hand — das war ein wundervoller Zustand.

Und dann verließ Apple mit dem großen Erfolg des iPod, der durch den noch viel massiveren Erfolg des iPhones übertroffen wurde, erstmals nach der Anfangs-Euphorie den über Jahre hinweg eingeübten Underdog-Status. Doch die Mentalität des Underdog scheint Apple besser zu liegen, denn als Marktführer ist sind die Regeln anders. Manchmal scheint sich Apple dessen noch nicht ganz bewusst geworden zu sein.

Doch zurück zum Ausgangsproblem, den vielen kleinen (und teils großen) Ärgernissen mit den aktuellen Versionen von iOS und Mac OS X. Auch wenn ich mich für eine nummerierte Liste entschieden habe, ist die folgende Liste keine nach Prioritäten sortierte Aufzählung.

  1. Kalender (iOS 8 auf dem iPad): Im Normalfall sollte bei eingeschalteter iCloud-Synchronisierung zwischen Mac, iPhone und iPad jede Änderung im Kalender sofort per Push-Funktionalität an alle anderen Geräte weitergegeben werden. Gäbe ich also am Mac einen neuen Termin ein, müsste der binnen weniger Sekunden auch auf iPhone und iPad erscheinen. Klappt wunderbar und bislang absolut zuverlässig beim iPhone (5S), aber nicht beim iPad (Air), auch wenn beide im gleichen Netzwerk sind. Mittlerweile habe ich zwar schon eine ganz passable Möglichkeit gefunden, eine Synchronisation mit der iCloud zu erzwingen: Ich öffne die Übersicht über alle meine Kalender und ändere die Farbe eines meiner Kalender (z.B. Arbeit von „grün“ zu „blau“), speichere die Einstellung — und siehe da: auf einmal werden alle neuen Ereignisse synchronisiert (und auch noch sehr zügig). Schön, dass ich das so lösen kann, aber es ist umständlich, unnötig umständlich. Und das entspricht absolut nicht meiner Vorstellung von „It just works.“
  2. Synchronisation mit iCloud innerhalb der Apps (vor allem iWork) „erzwingen“ können: In allen iWork-Apps werden standardmäßig die Dokumente via iCloud synchronisiert. Nur eben nicht wirklich so, wie es angepriesen wird, denn häufig passiert das überhaupt nicht im Hintergrund, vielmehr beginnt die Synchronisierung erst, wenn ich die App öffne — wenn dann mal ein paar Tage seit dem letzten Mal vergangen sind, am Mac eventuell 20 oder 25 neue Dokumente hinzugefügt wurden, dann sitze ich schon einmal fünf bis zehn Minuten zur Untätigkeit verdammt vor dem iPad, weil ich darauf warten muss, dass Pages, Numbers oder Keynote überhaupt erst einmal merken, dass es neue Dokumente gibt. Und die müssen dann ja auch alle komplett geladen werden, was manchmal trotz ihrer geringen Größe absurd lange dauert. An manchen Tagen merken die Apps es anscheinend gar nicht, dass neue Dokumente vorhanden sind: Selbst nach fünf bis zehn Minuten Wartezeit taucht noch kein neues Dokument auf (meist passiert das, wenn ich eigentlich bereits aus dem Haus und auf dem Weg zur Arbeit sein müsste…). In dem Fall muss ich dann zu einem neuerlichen Spezialtrick greifen: Eine neue Datei in der App (z.B. Pages) anlegen, sie wieder verlassen und warten. Die neue Datei wird dann in die iCloud hochgeladen, nun erst bemerkt die App „zufällig“ (eher: „endlich“), dass ja neue Dateien in der Cloud warten. Aber genau dafür wäre z.B. eine Möglichkeit, den Synchronisations-Vorgang per Button zu erzwingen, eine willkommene Erleichterung.
  3. Statusanzeige für die iCloud-Synchronisierung: Beide gerade beschriebenen Vorgänge zeigen, dass die Grundproblematik anscheinend bei der iCloud-Synchronisierung liegt, denn diese ist ganz offensichtlich nicht zuverlässig. Wenn Sie funktioniert, wäre es schön, ihr einen Statusbalken mitzugeben, der den Gesamtprozess darstellt. Ein Beispiel, das ich gerade schon bemüht habe: Pages. Wenn ich Pages starte, warte und warte, dann entdeckt die App ja meistens (zumindest nach einer Weile), dass da noch etwas zu synchronisieren ist. Ich sehe dann z.B. 20 neue Dokumente, jedes einzelne mit einem eigenen Statusbalken. Schön, dass ich sehe, wie jede einzelne Datei sich fortbewegt (erfahrungsgemäß recht langsam), schöner wäre jedoch auch noch eine Anzeige, wie weit der Gesamtstatus fortgeschritten ist. Eventuell sogar mit einer (geschätzten) Restzeitangabe.
  4. W-LAN-Synchronisierung der iOS-Geräte 1: Ich bin ein großer Fan des iPod Classic, denn dieser funktioniert tadellos, immer und immer wieder, auch beim Synchronisieren. Hänge ich ihn per Kabel an meinen iMac, dauert es ca. ein bis zwei Minuten, dann ist die Synchronisierung unter Garantie und fehlerfrei abgeschlossen (klar, wenn die Datenmenge riesig ist, dauert es auch einmal fünf Minuten, aber das kommt eher selten vor). Immer. Ganz im Gegenteil verhält sich die iOS-Synchronisierung über W-LAN, denn ziemlich häufig funktioniert sie einfach gar nicht (das Problem lässt sich nicht einmal durch ein Beenden und Neustarten von iTunes beheben, nein, ich muss meinen iMac mit Yosemite komplett neu starten — wie 1998 ist das denn?), weil mein iPad „nicht erkannt“ und somit aus der Geräte-Liste entfernt wird. Dagegen kann man als Nutzer nichts tun. Man kann iTunes nämlich auch gar nicht zwingen, diese Liste zu aktualisieren. Wenn ein Gerät bei der Synchronisierung nicht gleich reagiert, wird es aus der Liste getilgt und verbleibt im digitalen Nirvana, bis ich den kompletten Rechner neu gestartet habe. Microsoft lacht sich darüber heutzutage wahrscheinlich den Arsch ab, denn genau über solche Mängel bei Windows hat sich Apple vor ein paar Jahren im Rahmen der „I'm a Mac“-Werbespots genüsslich lustig gemacht. Ich ja auch, jetzt bleibt mir oft nichts anderes übrig als der Neustart. Peinlich.
  5. W-LAN-Synchronisierung der iOS-Geräte 2: Es wird mir immer ein Mysterium bleiben, wieso ein Film, der sich bereits seit Wochen auf dem iPad befindet, bei der Synchronisierung erst einmal komplett vom iPad gelöscht und dann wieder zurück synchronisiert wird, falls ich seit der letzten Synchronisierung auch nur eine Sekunde davon angesehen habe. Klingt irrsinnig, ist aber so. Beispiel: Ich hatte für die Schule einen Filmausschnitt aufbereitet, den ich im Unterricht am Montag zeigte. Über Nacht lud mein iPad auf, beim Laden startete die Synchronisation, die allerdings aus mir nicht erfindlichen Gründen nicht klappte (worüber ich als Nutzer auch nicht informiert wurde). Dennoch: Am Dienstag stand ich in der Parallel-Klasse und wollte den besagten Filmausschnitt zeigen. Tags zuvor war er ja einwandfrei gelaufen, wozu also noch einen einzigen Gedanken daran verschwenden? Dummerweise war er zu diesem Zeitpunkt nur nicht mehr auf dem iPad. In der Filmeliste schon, aber eben nicht in einem abspielbaren Zustand. So ging diese Stunde trotz guter Vorbereitung voll den Bach runter. Danke, Apple! Wieso ist noch keiner von euch Spezialisten auf die Idee gekommen, statt der gesamten Filmdatei eine Log-Datei zu synchronisieren, in der einfach nur der aktuelle Stand gespeichert wird? Diese Datei hätte im Vergleich zur kompletten Filmdatei (man denke nur an einen HD-Film mit zwei Stunden Länge, bei dem ja in der Synchronisierung das gleiche passiert) nur einen geringen Bruchteil an Größe, wäre somit also schnell synchronisiert — cool, oder? Das müsste irgendeinem von euch doch schon eingefallen sein, oder?
  6. Hörbücher in der Musik-App 1: Ich höre gerne und häufig Hörbücher auf dem iPad an. Allerdings werden die seit jeher von iTunes und allen darauf basierten Apps etwas stiefmütterlich behandelt und verdienten eigentlich eine eigene App. Doch das schweift ab, denn mir geht es um aktuell bestehende und von mir immer wieder bemerkte (und bedauerte) Probleme. Einerseits stürzt die Musik-App unter iOS 8 derart oft ab, dass es beinahe schon ein Witz ist. Wenn die Synchronisierung eines einzigen Hörbuchs via W-LAN nicht erfolgreich war, wird nicht etwa dem Hörbuch ein gelbes Ausrufezeichen verpasst, nein, dann kann auch kein anderes abgespielt werden. Stattdessen stürzt die Musik-App dann einfach dauernd ab. Selten dämlich! Allein seit Anfang Dezember musste ich aus diesem Grund mehrfach mein iPad neu starten, sonst hätte ich gar nichts anhören können.
  7. Hörbücher in der Musik-App 2: Hörbücher sind meistens ja eine längere Geschichte, da kommt es ganz gut zu Pass, dass iTunes und die Musik-App in iOS sich die jeweils aktuelle Position merken. Zumindest offiziell. Die Praxis sieht dagegen so unzuverlässig aus, dass ich seit über einem Jahr eine manuelle Liste in der Notizen-App führe, in der ich jeden Hörbuch-Endstand gleich nach Beenden des Hörens notiere. Klingt ganz nach „It just works!“ — oder?
  8. Hörbücher in iTunesMatch: Dies ist eher ein Wunsch, doch der Wunsch erwächst aus einem simplen Problem: Alle Musik ist in iTunes Match geladen (zumindest im Idealfall), ich kann sie bei funktionierendem Internet jederzeit laden und abspielen — das ist ein echter Vorteil. Doch Hörbücher sind davon ausgeschlossen (ich vermute, dass es eine komplizierte Rechtslage ist, die Apple zwingen würde, den Hörbuch-Verlagen dann wieder mehr Geld zu zahlen etc.), sehr zum Leidwesen der Nutzer. Denn um nun ein Hörbuch auf mein iPad zu bekommen, muss ich das vom Rechner aus darauf synchronisieren. Ist einerseits umständlich, andererseits unzuverlässig (siehe oben). Wären die Hörbücher ein Teil von iTunes Match, wäre zumindest ein Bequemlichkeitsproblem schon gelöst. Und Bequemlichkeit ist einer der Gründe für iOS. Wer ständiges Gefummel will, der spart sich viel Geld und ist bei Android gut aufgehoben. Wenn ich aber — wie bei Apple — mehr Geld anlege, erwarte ich neben der (leider nicht mehr so ganz vorhandenen) Zuverlässigkeit auch die angenehme Bequemlichkeit. Je mehr Apple an dieser Front schlampt, desto leichter hat es jeder einzelne Android-Anbieter, Apple Marktanteile abzuluchsen.
  9. AirDrop: Eine sehr spannende Eigenschaft von iOS 8 und Mac OS X ist AirDrop, das einen direkten Austausch von Daten aller Geräte im gleichen W-LAN ermöglichen soll. Mit Betonung auf „soll“, denn so richtig klappt das nicht. Meistens klappt es dann nicht, wenn man ganz schnell ein einzelnes Bild oder ein 10-Sekunden-Video austauschen will. Selbst wenn es klappt, ist es oft ein elendig langsamer Prozess. Bei so vielen talentierten Leuten in der Firma sollte es doch möglich sein, diesen Vorgang etwas besser zu strukturieren.
  10. Das AppleHealth-Desaster: Auf dem iPhone ist seit iOS 8 automatisch eine App namens Health installiert. Sie ist fester Bestandteil des Betriebssystems, kann also auch nicht deinstalliert werden. Die Grundidee ist sehr gut: eine zentrale App, die alle gesundheitsrelevanten Daten bündelt. Leider krankt die Umsetzung daran, dass die wenigsten Apps, mit denen ich meine sportlichen Aktivitäten oder meine Ernährung etc. im Blick behalte, damit kooperieren. Meine sportlichen Aktivitäten sammelt ein FuelBand von Nike rund um die Uhr. Das funktioniert ausgezeichnet, nun seit mehr als anderthalb Jahren –– ich bin in diesem System fest verankert und möchte darauf nicht mehr verzichten. Die FuelBand-App ist aber nicht mit der Health-App verknüpft. Somit landen die dort gesammelten Daten nicht in der Sammelstelle. Sie manuell noch einmal zusätzlich einzugeben stellt für mich keinen erstrebenswerten Mehrwert dar, also lasse ich es. Meine Ernährung überwache ich mit CaloryGuard, das mache ich seit Dezember 2010, es funktioniert ausgezeichnet. Diese App kann sogar –– zumindest auf dem Papier –– mit der Health-App kommunizieren. Leider ist die Health-App derart instabil, dass jegliche Lese-/Schreibversuche von CaloryGuard in die Health-App in den letzten Wochen blockiert wurden. Da diese Synchronisierung immer der erste Schritt beim Aktivieren von CaloryGuard ist, blieb die App da über einen Zeitraum von einer Woche jedes einzelne Mal hängen. Also habe ich sie gelöscht (zum Glück habe ich die App auch auf dem iPad und synchronisiere die Datenbank täglich, sonst wären damit alle gesammelten Daten der letzten Tage weg gewesen) und bei der Neuinstallation die Verknüpfung mit AppleHealth verweigert. Seitdem läuft wieder alles super. „It just works!“ in Reinform.
  11. iCloud Drive und Mac OS X Mavericks: Noch eine kleine Horror-Story, die die Unüberlegtheit der aktuellen Software-Veröffentlichungen von Apple perfekt vor Augen führt: iOS 8 kam ein paar Wochen vor Mac OS X Yosemite raus. Alle iWork-Apps unter iOS wollten natürlich sofort auf iCloud Drive umgestellt werden, das war gleich der erste Bildschirm nach dem Neustart der App. Wer das machte, war aber angeschmiert, denn auf dem Mac OS X Mavericks gab es (und gibt es bis heute) kein iCloud Drive –– somit konnten keinerlei Daten zwischen iPad/iPhone und Mac OS X Mavericks via iCloud ausgetauscht werden. Nach dem Software-Upgrade auf dem iPhone bzw. iPad wurde aber nicht ein einziger Hinweis auf diesen Umstand gegeben. Ich wusste davon, weil ich mich über Twitter auf dem aktuellen Wissensstand in dieser Hinsicht halte. Also habe ich bei meinem iPad und iPhone iCloud Drive erst aktiviert, als ich auf dem iMac auch auf Yosemite umgestiegen war. Das klappte dann meistens ganz gut. Meine Frau wusste davon nichts. Ihr iPhone habe ich aktualisiert, dabei habe ich darauf geachtet, iCloud Drive nicht zu aktivieren, dann kam ihr iPad an die Reihe –– und da übernahm sie die letzten Schritte. Zack! Schon war's passiert. Und auch nicht verwunderlich, es gab ja keinen Warnhinweis. Mit der Umstellung verlor sie für die folgenden Wochen jegliche Möglichkeit der Synchronisierung ihrer Daten. Sauber ins Knie gefickt! Die nächsten Wochen musste sie sich jede einzelne Datei, die sowohl auf ihrem iMac als auch auf dem iPad/iPhone sein sollte, per Mail schicken. Man stelle sich vor, sie wäre eine Führungskraft in einem Unternehmen, die täglich mit unzähligen Tabellen und Dokumenten (z.B. Gehaltsabrechnungen etc.) hätte arbeiten müssen, die mehrfach täglich mit einem Server hätten abgeglichen werden müssen. Sie hätte vermutlich den Stecker gezogen und wäre nie wieder bei Apple Kunde gewesen. Nachdem Apple genau wusste, dass eine Synchronisation nicht möglich war, halte ich es für höchst arrogant und ignorant, wie diese Firma, die sich eigentlich den Service am Kunden auf die Fahnen geschrieben hat, in dieser Angelegenheit mit eben diesen Kunden umgegangen ist.

Gerade vor ein oder zwei Tagen hat der Entwickler Marco Arment in einem Blog-Eintrag ziemlich treffend bemerkt, dass Apple eine exzellente Hardware-Abteilung hat, nur scheint die Software-Abteilung nicht mehr hinterher zu kommen. Damit hat er meiner Einschätzung bzw. Erfahrung nach genau ins Schwarze getroffen. Keine andere Firma bringt es auf diese technische Perfektion. Marco Arment schreibt weiter, dass Apple im Moment allerdings dabei sei, seinen „functional high ground“ –– also das hohe Exzellenzniveau –– auf der Softwareseite einzubüßen. Wenn ich mir meine Liste oben ansehe (und ich könnte sie ohne Probleme noch verlängern, die Punkte oben ärgern mich halt im Moment am heftigsten), würde ich gleich einmal zustimmen.

Meinen Blog-Eintrag hatte ich knapp zwei Tage vor dem Blog-Eintrag von Marco Arment begonnen, ihn aber aus Zeitgründen nicht fertig stellen können. Mittlerweile wurden Arments Äußerungen von der sensationsgierigen Boulevard-Presse aufgegriffen, aus dem Kontext gerissen und aufmerksamkeitsheischend zu einer tumben „Apple is doomed.“-Hysterie aufgebauscht. Die Ausmaße wurden so groß, dass Marco Arment sich genötigt sah, sich bedauernd über seinen Blog-Eintrag zu äußern. Das halte ich für falsch, denn ganz offensichtlich lässt sich Apple von unrealistischen Zielvorgaben leiten, die zu einer mittelmäßigen Softwarequalität führt. Ohne echten Druck.

Die mittelmäßige Qualität sorgt letztlich dafür, dass einige Benutzer irgendwann sagen werden: „Wenn es auch so instabil läuft, dann kann ich mir auch ein Samsung/HTC/Acer oder sonst was kaufen, das kostet nur halb so viel, funktioniert aber genauso schlecht.“ –– Darüber sollte sich Apple schon einige Gedanken machen. Noch ist es nicht soweit. Im aktuellen Zustand handelt es sich meistens noch um ein Jammern auf hohem Niveau. Noch.

Aber wie lange noch?

 

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Die große Abfuhr

Gestern war die mit enormer Spannung erwartete Keynote von Apple in San Francisco. Ich habe sie mir — natürlich — angesehen. In Anbetracht der Tatsache, dass fast die gesamte Fachpresse seit Monaten auf Apple eingedroschen hat, ständig die Behauptung irgendwo zu lesen war, Apple habe seine Visions- und Innovationskraft eingebüßt und könne nun nichts wirklich Neues mehr auf den Markt bringen, war dieser Abend die reinste Abfuhr. Es war so ein klassischer „Ach, ihr könnt uns alle mal kräftig…“-Moment, gedacht für jene Schreiber, die vorher nicht müde geworden waren, kein gutes Haar an Apple zu lassen.

Gleich zu Beginn, noch bevor irgend jemand auf die Bühne trat, wurde der Saal verdunkelt. Ein kurzes Video wurde abgespielt, und — man kann es nicht anders sagen — es war eine unverhohlene Harke gegen Samsung, die im Mordstempo ein neues Gerät (mit geringem Innovationsaufwand) nach dem anderen auf den Markt werfen, und gegen jene Analysten, die ständig marktschreierisch mit Forderungen um sich werfen wie „Apple muss sofort ein xyz herausbringen, sonst wird es in der technologischen Entwicklung ein für alle Mal abgehängt…“.

Unter Designed by Apple kann man sich das Video noch einmal ansehen — sehr empfehlenswert. Der dort unterlegte Text lautet:

If everyone is busy making everything, how can anyone perfect anything?

We start to confuse convenience with joy, abundance with choice. Designing something requires focus.

The first thing we ask is: what do we want people to feel? Delight. Surprise. Love. Connection. Then we begin to craft around our intention. It takes time…

There are a thousand no’s for every yes. We simplify. We perfect. We start over.

Until everything we touch enhances each life it touches.

Only then do we sign our work.

Fantastisch! Apples Philosophie auf den Punkt gebracht. Nicht „und noch eins und noch eins und noch eins, irgend jemand wird's schon brauchen können“ sondern: „Eins, aber das ordentlich! Und wir lassen alles weg, was mehr stört als zu helfen.“

Ein wundervoller Moment war der Bühnenauftritt von Phil Shiller, der zuerst neue MacBook Air-Modelle vorstellte, dann überging zu einer kurzen Produktvorschau auf den kommenden Mac Pro. Und Hölle, was für eine Maschine! Mitten in seinen Ausführungen, als der Saal ohnehin schon am Kochen war, dann der Spruch für alle die Nein-Sager des vergangenen Jahres: „Can't innovate anymore, MY ASS!“ — Ich wäre vor Lachen fast vom Stuhl gefallen!

 

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