Song des Tages (103) – 2016-12-23

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Als großer Pixar-Fan habe ich meine Kinder schon früh mit Filmen wie „Die Monster AG“, „Findet Nemo“, „Die Unglaublichen“, „Cars“ und dergleichen in Berührung gebracht – und die Filme haben immer noch einen hohen Stellenwert im Unterhaltungsprogramm. In vielen Fällen ist auch die Musik von überdurchschnittlich hoher Qualität, gelegentlich derart umwerfend, dass ich gar nicht anders konnte, als sie bei iTunes zu laden.

Ein Musikstück war so gut, dass ich mir sogar die Mühe machte, es für meine Schul-Big Band zu arrangieren und einzustudieren. Im Konzert machte es ganz offensichtlich auch einigen Eindruck auf das Publikum. Und daher hat es sich einen Platz als Song des Tages in dieser exklusiven Liste verdient, es handelt sich um „Gospel“ von der March 4th Marching Band, das in der wundervoll animierten Komödie „Die Monster-Uni“ verwendet wird:

Der Groove geht durch und durch, auch wenn die Band eigentlich nicht sonderlich akkurat zusammen spielt. Möglicherweise ist auch genau dies der besondere Reiz des Stücks. Mir gefällt’s auf jeden Fall ausnehmend gut.

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

Volljährig

Heute ist es soweit: Meine Frau und ich sind seit genau 18 Jahren zusammen. Wie in jeder Beziehung gab es immer wieder mal besondere Höhen und besondere Tiefen, doch alles in allem überwogen die Höhen eindeutig.

Vorhin haben wir die Kinder kurz allein zuhause gelassen und sind für eine halbe Stunde durch die Abenddämmerung spaziert. Beim Reden waren wir uns wieder einmal einig darüber, dass wir viele Ansichten bzw. Einstellungen teilen – und dass wir stets nach vorne blicken. Die 18 Jahre, die bereits gemeinsam hinter uns liegen, sind mehrheitlich gute Jahre gewesen (2011 war nicht so das Jahr nach unserem Geschmack, dafür kamen danach die bislang besten…), mit Sicherheit folgen noch viele wundervolle Jahre, nein Jahrzehnte.

Seit nunmehr 18 Jahren zusammen – und es wird immer besser.
Seit nunmehr 18 Jahren zusammen – und es wird immer besser.

Daher fasse ich mich zum späten Abend ganz kurz: Danke für alles, beste Frau der Welt!

E-Bike – Erfahrungsberichte und eine (gar nicht so kleine) Vision

Seit August habe ich mein E-Bike, mittlerweile bin ich deutlich mehr als 600 Kilometer damit über die Ostalb gefahren – und es ist immer noch traumhaft angenehm. Jeder, der mich danach fragt, bekommt einen quasi euphorischen Zwischenbericht.

Mein E-Bike – hier in der Mitte einer kleinen Tour durch die Ostalb
Mein E-Bike – hier in der Mitte einer kleinen Tour durch die Ostalb

Interessante Reaktionen

Es war keine große Überraschung, dass ich von allen möglichen Seiten mit Kommentaren beworfen wurde. Die meisten davon waren fragender, fast schon zweifelnder Natur:

  • Der häufigste Kommentar (von Schülerseite) war tatsächlich: „Sie fahren/haben ein E-Bike?
  • Der zweithäufigste Kommentar von Schülern war: „Sie wollen mir das E-Bike doch sicher schenken, oder?“
  • Der dritthäufigste Kommentar machte sich eher indirekt am Fahrrad fest. Da das Fahrrad viel gekostet hat und ich einfach keine Lust habe, mich mit Vandalismus oder Diebstahl auseinanderzusetzen, parke ich es weder im Fahrradkeller noch vor der Schule sondern in meinem Unterrichtsraum (der liegt glücklicherweise im Erdgeschoss der Schule). Beim Hineinschieben in das Schulgebäude darf ich mir auch nach mehr als fünf Schulwochen noch anhören: „Dürfen Fahrräder hier überhaupt rein?“
  • Eine Schülerin rief bei meinem Anblick auf dem E-Bike mit entsetztem Tonfall aus: „Aber Sie sind doch noch jung!“ – Klar bin ich jung (gefühlt allemal), aber was hat das mit dem E-Bike zu tun?
  • Ein Kollege, der jeden Tag gut 15 Kilometer (einfach) zur Schule und später dann zurück radelt (alles nur mit Muskelkraft), fragte im (gefühlt) halben Kollegium herum, wem denn das „dicke E-Bike im Fahrradkeller“ gehöre, bis er endlich erfuhr, dass es meines ist.

Nachdem die erste Aufregung sich etwas gelegt hat, immerhin kam ich an den 25 ersten Schultagen des Schuljahres 24 Mal mit dem E-Bike zur Schule (einmal musste es zur ersten großen Überprüfung nach 400 gefahrenen Kilometern, das dauerte über Nacht), erwachte bei einigen Kollegen ein sehr positives Interesse. Plötzlich wurde ich zu Details befragt, dann ging es um meine Erfahrungen, allein der Anblick des Rads, das eben nicht aussieht wie „Modell Oma Jahrgang 1930“, verleitete eine Kollegin dazu, ihre bisherige Abneigung weitgehend abzulegen (sehr verständlich, denn auf so eine „Oma-Schaukel“ würde ich mich auch nicht freiwillig setzen).

Und dann fragte mich sogar der äußerst dynamische Sport-Kollege sehr interessiert nach meinen Erfahrungen, nach Anschaffungspreisen und dergleichen. Das fand ich sehr cool, denn viele zweifelnde Fragen deuteten auf einen (gefühlten) Widerspruch zwischen sportlicher Gesamterscheinung und der Benutzung eines E-Bikes hin. Dass nun der Sport-Kollege, an dessen Fitness überhaupt kein Zweifel bestehen kann, Interesse an dem E-Bike offenbart, zeigt mir, dass ich wohl unbeabsichtigt einige Denkprozesse im Kollegium ausgelöst habe.

Das finde ich gut, denn nach wie vor fahren unglaublich viele Menschen viel zu viele kurze Strecken unnötig mit dem Auto. Wie oft habe ich gesehen, dass Kollegen, die nur zwei oder drei Kilometer von der Schule entfernt wohnen, jeden Tag mit dem Auto anfahren. Im Winter, mit schwerem Gepäck (aber: Wann kommt das bei Lehrern dauerhaft vor?) oder bei wirklich schlechtem Wetter kann ich das ja als Ausnahme noch verstehen. Aber selbst zu Fuß sind zwei Kilometer doch in maximal zwanzig Minuten bequem zu schaffen. Mit dem Auto im morgendlichen Berufsverkehr wird die Strecke auch mindestens 10 Minuten benötigen. Und Spaß macht Stop-and-Go-Verkehr den wenigsten.

Vision

Mit meiner Frau habe ich mich in den vergangenen Monaten häufig über das Thema Mobilität ausgetauscht. Wir haben ein paar kleine Kopfrechnungen durchgeführt. Tatsächlich ist es mittlerweile unser erklärtes Ziel, nach dem Ableben unseres aktuellen Autos (Jahrgang 2010) kein neues mehr anzuschaffen. Dazu müsste das aktuelle Modell noch gut acht Jahre durchhalten, denn dann wäre selbst unser jüngstes Kind 14 Jahre alt – alt genug, um mit einem eigenen E-Bike komfortabel klarzukommen. Das würde uns Eltern von vielen Taxi-Diensten befreien, den Kindern ein gesundes Verhältnis zur Notwendigkeit mancher Fahrten verschaffen, viel Geld einsparen (dazu komme ich gleich noch) und die Umwelt schonen.

Auf das Auto sind wir im Moment nur für wenige konkrete Dinge angewiesen: Einkaufen, familiäre Besuche, Transporte schwerer Gegenstände und Fahrten zur Musikschule, zu weiter entfernten Proben/Konzerten etc. Alles weitere können wir schon jetzt mit den E-Bikes erledigen – unkompliziert und schnell. In Zukunft würden wir in den unumgänglichen Fällen ein Auto mieten, ansonsten könnten wir ohne Probleme komplett darauf verzichten.

Kostenfaktor Auto

Ich versprach, gleich noch einmal auf die Kosteneinsparung durch den Verzicht auf ein Auto zu sprechen zu kommen: Ein Auto ist sehr teuer, genau genommen verschlingt es Unmengen an Geld, doch diese muss ich ein wenig aufschlüsseln:

  • Anschaffungskosten: Unser Auto (Fiat Dobló) hat ziemlich genau 20.000 € gekostet. Bei einer zehnjährigen Nutzungszeit würde allein dies 2.000 € pro Jahr ausmachen, bei einer zwanzigjährigen immerhin noch 1.000 €.
  • Versicherung: Selbst mit allen möglichen Schadenfreiheitsrabatten kostet uns die Versicherung jedes Jahr etwa 280 €.
  • Steuer: 120 € pro Jahr.
  • Benzinkosten: Das hängt stark von der Fahrweise und dem Kilometeraufwand ab. Auf 100 Kilometer verbraucht der Fiat aktuell ca. 8,4 Liter Benzin (für einen Benziner gar nicht so schlecht, aber immerhin). Mittlerweile sind wir mit dem Auto 78.000 Kilometer gefahren. Das macht (780×8,4=) 6.552 Liter Benzin. Bei einem Literpreis von moderaten 1,20 € (und es waren ja auch schon deutlich mehr zwischenzeitlich) haben wir in den letzten sechs Jahren also 7.862,40 € für Benzin ausgegeben, pro Jahr also satte 1.310,4 €.
  • Reparaturen: Gut, die sind nie ganz kalkulierbar. Schätzungsweise nehmen sie aber mit Zunahme des Alters auch noch deutlich zu. Wenn man 400 € pro Jahr nur für Reparaturen ansetzt, ist man sicher recht moderat (wir hatten bislang schon deutlich mehr).
  • Wartungen und sonstiges: Die üblichen Kundendienste und Wartungen kosten ja auch Geld, selbst wenn gar nichts kaputt ist. Die TÜV-Plakette gibt’s nicht geschenkt. Unter 200 € pro Jahr kommt man einfach nicht weg.

So, ich zähle mal zusammen: Ich gehe von 20 Jahren Nutzung aus, das ist vielleicht etwas optimistisch, aber dann bekommt es eine ganz gute Langzeitperspektive:

20.000 € (Anschaffungskosten) + 5.600 € (Versicherung) + 2.400 € (Steuer) + 26.208 € (Benzinverbrauch) + 8.000 € (Reparaturen) + 4.000 € (Wartungen etc.)

Ergibt zusammen: 66.208 € – ein teurer Spaß. Und der Fiat Dobló gehört nun nicht gerade zu den prestigeträchtigen Fahrzeugen. Wäre das ein Audi oder Mercedes, dann müsste ich den Anschaffungspreis locker verdoppeln, wenn nicht gar verdreifachen.

Selbstverständlich kann es sein, dass bei einem teureren Auto die Reparaturkosten niedriger ausfallen. Dafür kostet die Wartung bei VW, Mercedes, Audi, BMW und anderen Marken deutlich mehr, wenn ich meinen Kollegen glaube (einer berichtete davon, dass auch beim Ölwechsel die Arbeitszeit in Meisterstunden berechnet würde – als ob je ein Meister in der Werkstatt noch das Öl wechseln würde…). Vermutlich gleicht sich das wieder aus – und auch 8.000 € Reparaturen gegen vielleicht nur 4.000 € aufzurechnen, wenn dafür der Anschaffungspreis des Autos um 15.000 oder 20.000 € höher liegt, erzeugt keine bessere Gesamtbilanz. Das Auto ist und bleibt ein wirklich sauteures Luxus-Vergnügen, dessen wahre Kosten nur selten auf den Tisch kommen, da sie sich meist über viele Jahre strecken und dadurch gut tarnen…

Die Vision wächst.

Letztlich ist unsere Vision doch gar nicht so klein, zumindest nicht hinsichtlich unserer eigenen Lebensgestaltung. Diese Vision umfasst eine Photovoltaik-Anlage auf unserem Hausdach. Wir benutzen zwar schon seit Jahren ausschließlich Energie von Naturstrom, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen stammt, doch durch die Photovoltaik treiben wir in unserem kleinen Rahmen die Dezentralisierung der Energieversorgung voran – das vermutlich wichtigste Element einer nachhaltigen Neuausrichtung dieser gesellschaftlichen Herausforderung. Noch dazu wäre dann nach einer vermutlich üppigen Anfangsinvestition ein Großteil der verbrauchten Energie ab diesem Zeitpunkt selbst erzeugt, wodurch die alltägliche finanzielle Belastung sinken würde. Auf Dauer sicher keine schlechte Entscheidung.

Angeblich soll zum Jahresende ein neuer Standard für Photovoltaik-Anlagen verabschiedet werden, der eine bessere Vergleichbarkeit zwischen den einzelnen Herstellern gewährleistet. Sobald sich da etwas Klarheit abzeichnet, wird unser Projekt Stück für Stück in die Wege geleitet und umgesetzt. Ich kann es kaum noch erwarten.

Gut, jetzt habe ich das Thema einigermaßen weit aufgerissen. Doch es ist mir wichtig, also schreibe ich darüber. Vielleicht bewege ich ja den einen oder anderen tatsächlich dazu, auch einmal etwas nachzudenken. Jede kleine Veränderung, die im Alltag Fuß fassen und sich in einer veränderten Gewohnheit niederlegen kann, hilft.

Song des Tages (51) – 2016-11-01

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. 2005 wurde unser Großer geboren, meine Schwester hatte mir kurz zuvor eine CD geschenkt, die mich zuerst überraschte, dann völlig begeisterte. Es handelte sich um das Album „Rock Swings“ von Paul Anka. Nach der Geburt musste meine Frau noch ein paar Tage im Krankenhaus verbringen. Da es im Winter und in Bayern war, lag haufenweise Schnee, zum Teil musste ich beim Hin- und Herpendeln zwischen dem Wohnsitz der Schwiegereltern und dem Krankenhaus zwischen mannshohen Schneemassen durchfahren – das ist mir bis heute im Gedächtnis geblieben.

Und ich nahm die CD nicht aus dem CD-Player im Auto, also lief sie rauf und runter. Binnen kurzer Zeit konnte ich jeden Song fast auswendig mitsingen, im Prinzip besteht das Album für mich ausschließlich aus hörenswerten Hits, doch den einen oder anderen Favoriten gibt’s natürlich doch. Meinen absoluten Liebling habe ich als den heutigen Song des Tages ausgewählt, es handelt sich um eine äußerst gelungene Jazz-Adaption des Bon Jovi-Stücks „It’s My Life“, in diesem Fall aber gesungen von Paul Anka:

Ich mag ja schon das Original, aber diese Version ist einfach nur spitze!

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

Probenmarathon

Die Vorbereitungen für das Konzert morgen sind nunmehr abgeschlossen. In den letzten Wochen fand jeden Donnerstag eine zweieinhalbstündige Probe statt, heute haben wir noch einmal sechs Stunden draufgepackt. Doch alles in allem sieht es gut aus, besser noch: Es hört sich gut an. Und das ist in diesem Fall kein Eigenlob (oder nur ein ganz kleines), denn ich bin ja als dritter Trompeter nur ein kleines Rädchen in der großen Maschine der Big Band.

So sehr ich mich auf das Konzert morgen freue, ganz undankbar bin ich nicht, wenn in den kommenden Wochen der übliche 14-Tages-Rhythmus wieder Einzug hält. Als Frühaufsteher bin ich nun einmal nach 21 Uhr nicht mehr allzu leistungsfähig. Da sind die Proben bis 22:00 h (mit anschließend mindestens 30 Minuten Heimweg) nicht nur der pure Genuss. Vor allem der Schultag danach leidet immer ein wenig. Da ich aktuell ein paar Stunden extra unterrichte (eine Kollegin ist erkrankt, ihre Klassen wurden auf uns übrige Fachkollegen verteilt), ist der Freitag dann immer ein echtes Argument für ein Wochenende auf dem Sofa…

Zurück zur Probe: Vorhin habe ich unabsichtlich für etwas Erheiterung bei meinen Big Band-Kollegen gesorgt: Die Rhythmusgruppe hatte ihren Soundcheck. Dabei muss der Schlagzeuger jeden einzelnen Teil seines Drum Sets, der per Mikrofon abgenommen wird, eine Weile einzeln betätigen, damit der Mann am Mixer die notwendigen Einstellungen vornehmen kann. So ganz leise ist das nicht. Dann kamen auch noch E-Piano, E-Gitarre und Kontrabass/E-Bass dran. In dieser Zeit mussten alle übrigen Akteure zwangsläufig pausieren. Der Raum war kühl, also holte ich mir meine Jacke, packte mich gut darin ein und setzte mich in eine Reihe des Publikumsraums. Erst las ich ein paar Minuten, merkte aber, dass mich eine gewisse postprandiale Müdigkeit packte. Also döste ich einfach ein, nur um ein paar Minuten später von kaum verhohlenem Gekicher meiner Kollegen wieder geweckt zu werden… Tja. Das war sicher nur der Neid.

Schönen Abend allerseits!

P.S.: Wenn ich so schön davon berichte, sechs Stunden Probe gehabt zu haben, darf ich natürlich nicht unterschlagen, dass meine Frau in der ganzen Zeit alle Kinder allein an der Backe hatte. Das sollte ich möglichst bald mal wieder gut machen. Ich bin in dieser Hinsicht immer etwas zu introvertiert, doch ich gelobe Besserung.

Muarharhar

In unserem Hof wohnen viele Kinder, außerdem zieht es anscheinend den größten Teil der Kids aus den benachbarten Höfen dazu. An sich eine feine Sache, wenn da nur nicht diese Fußball-Wut wäre…! Nein, eigentlich geht es mir gar nicht um das Ballspielen im Hof. Ich zucke zwar immer noch bei jedem Ball gegen Hauswand und Fensterscheiben zusammen, denn zum Einzug haben wir für über 6.000 € die Außenwand ausbessern und neu streichen lassen. Doch wie gesagt, das ist nicht die hauptsächlich Ursache des Ärgers.

Mich wurmt die offensichtliche Unwilligkeit, die Bälle nach der Benutzung wieder aufzuräumen. Dabei gibt es einen dezidierten Behälter für die vielen Bälle im Hof. Das Aufräumen dauert auf keinen Fall mehr als ein paar Sekunden. Doch auch die scheinen zu viel verlangt zu sein.

Mehr als vier Jahre habe ich geduldig zugesehen und immer wieder erinnert. Weitgehend fruchtlos. Seit ein paar Wochen fahre ich eine andere Strategie: Jeden Ball, der in unserem Vorgarten oder auf unserem Grundstück liegt und nicht aufgeräumt wurde, werfe ich kurzerhand auf das Dach des Gemeinschafts-Carports.

Da liegen sie — alle aus unserem Vorgarten geholt...
Da liegen sie — alle aus unserem Vorgarten geholt…

Weg sind die Bälle so zwar nicht, doch wer spielen will, muss erst einmal klettern und sich die Teile zurückholen. Das kostet Zeit – im einen oder anderen Fall ist dann die Lust auf das Kicken ganz vergangen. Lieber wäre es mir, nicht so einen Blödsinn anstellen zu müssen, doch bislang ist die Methode viel zu effektiv, um sie gleich wieder aufzugeben…

Song des Tages (20) – 2016-10-01

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Meinem Sohn hatte ich gestern einen fürchterlichen Ohrwurm zu verdanken, denn er muss die Melodie und den Ein-Wort-Text dieses „Songs“ gefühlt an die 1.000 Mal gesungen, nein: gerufen (!) haben: „The Batman Theme“ von Neil Hefti:

Was man aus einem 12-Takt-Bluesschema nicht alles machen kann… 😉

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

52 Wochen – Teil 29 („Die drei Blogger“)

Am vergangenen Sonntag fuhren wir auf dem Rückweg von meiner Schwester direkt durch Stuttgart. Welche eine Gelegenheit, den werten Zeilenende mal in persona kennenzulernen! Gesagt, getan: Über Twitter schnell mit dem adretten Jungphilosophen im Volontariat verabredet und dann tatsächlich live und in Farbe gesehen.

Innerhalb der einen Stunde, die wir rege zum entspannten Eisschlecken und lockeren Gedankenaustausch nutzten, durften wir äußerst erfreut feststellen, dass Zeilenende tatsächlich genau der knuffige, dynamische, humorvolle (und doch tiefgründige), liebenswerte und irgendwie unersetzliche Typ ist, ohne den unsere Bloggerwelt nur halb so schön wäre. So, das musste mal gesagt/geschrieben werden.

Wenn sich drei Blogger treffen, kann man nicht nur ein Foto schießen, auch beim Posten muss es heiß hergehen. Daher…

Drei Blogger in der Frontansicht – gute Laune gehört eindeutig dazu!
Drei Blogger in der Frontansicht – gute Laune gehört eindeutig dazu!
Unser Großer wurde dann noch beauftragt, uns in der Rückansicht abzulichten. „Knisternde Erotik“ ist sicherlich noch untertrieben!
Unser Großer wurde dann noch beauftragt, uns in der Rückansicht abzulichten. „Knisternde Erotik“ ist sicherlich noch untertrieben!

Die weiteren Fotos – wir haben ja insgesamt vier verschiedene Perspektiven gewählt – von unserem recht spontanen Blogger-Treffen findet ihr in den heutigen Beiträgen bei Multicolorina dilettiert und Zeilenende.

Zur Aktion „52 Wochen“

Seit nunmehr 29 Wochen läuft Zeilenendes Foto-Aktion „52 Wochen“, an der ich teilnehme (hier findet man alle meine Beiträge). Ziel ist es, jeden Sonntag ein neues Selfie oder Portrait einzustellen. Wenn man entsprechend aufgelegt ist, kann man ihm auch ein bestimmtes Motto verpassen, was mir besonders liegt, daher gab es bislang eigentlich ausschließlich Fotos mit einem bestimmten Motto. Die üblichen und allesamt sehenswerten Teilnehmer sind:

52 Wochen – Teil 28 („Nass“)

Heute ganz kurz und bündig, da das Bild weitgehend selbsterklärend ist: Wir waren als ganze Familie im Schwimmbad, danach war ich – Achtung, es bahnt sich eine fundamentale Erkenntnis an! – nass. Und irgendwie leuchteten die Wassertropfen in meiner leicht igeligen Frisur, das musste ich flugs fotografieren und gleich hier verarbeiten… In Schwarz/Weiß sieht es einfach noch cooler aus.

Tropfen für Tropfen Qualität – und schaut nicht so gierig, das Bild endet da...
Tropfen für Tropfen Qualität – und schaut nicht so gierig, das Bild endet da…

iPhone SE (Frontkamera), Filter: S/W mittel (Fotos-App)

Zur Aktion „52 Wochen“

Seit nunmehr 28 Wochen läuft Zeilenendes Foto-Aktion „52 Wochen“, an der ich teilnehme (hier findet man alle meine Beiträge). Ziel ist es, jeden Sonntag ein neues Selfie oder Portrait einzustellen. Wenn man entsprechend aufgelegt ist, kann man ihm auch ein bestimmtes Motto verpassen, was mir besonders liegt, daher gab es bislang eigentlich ausschließlich Fotos mit einem bestimmten Motto. Die üblichen und allesamt sehenswerten Teilnehmer sind:

Hotarus Filmchallenge – September 2016

  • (36) Auto: Taxi (weitere Infos) – Deutschland ist ein Land der Autonarren, es heißt ja oft, das Auto sei der Deutschen „liebstes Kind“. Nur bei mir ist das nicht so. Ich kann nicht völlig auf das Auto verzichten, weil es mit drei Kindern und diversen Musikinstrumenten, die nun einmal gelegentlich von einem Ort zum anderen transportiert werden müssen, schlicht notwendig ist. Doch ich liebe das Auto nicht, es ist nur ein Hilfsmittel, ein Utensil für mich. Wo andere Leute aus ästhetischen Gründen einen Kratzer oder eine Beule sofort entfernen lassen würden, gucke ich nur nach, ob das durch die Lackschichten hindurch ging – wenn nicht, muss auch erst einmal nichts gemacht werden… Um so verwunderlicher ist es eigentlich, dass ich an „Taxi“ einen solchen Narren gefressen habe, denn dieser Film zelebriert genüsslich das Vernarrt-Sein ins eigene Automobil. Die Handlung ist zwar simpel, aber (für eine Komödie) absolut überzeugend konzipiert (es dürfte schon sehr schwer werden, ein ungleicheres Protagonistenpaar zu finden) und zugleich sensationell lustig. Mittlerweile habe ich den Film mindestens sechs oder sieben Mal gesehen, ich lache immer noch – da gehen noch ein paar Mal…
  • (37) Monster: Die Monster Uni (weitere Infos) – Im Gegensatz zu „Rango“ (hier) ist „Die Monster Uni“ ein Paradebeispiel für einen Film, dem es perfekt gelingt, Eltern und Kinder gleichermaßen anzusprechen. Nie (nun gut: fast nie, „Die Monster AG“ war auch superb!) waren Monster sympathischer und menschlicher, die Handlung ist gut aufgebaut, weist den einen oder anderen Kniff auf – und die Lacher kommen nicht zu kurz (Stichwort: „Ich geh’ nicht wieder in den Knast…“). Kurz: Monster im besten Sinn.
  • (38) Polizist/in: Stirb langsam (weitere Infos) – Mit Sicherheit gehört John McClane zu den bekanntesten Film-Polizisten, die die Welt bislang gesehen hat. In klassischer Wild-West-Manier ist er der harte Law & Order-Typ, für den sich ein gewisser Präsidentschaftsanwärter in den US of A anscheinend hält. In mittlerweile fünf Teilen verkörpert Bruce Willis den Mann mit eisernen Prinzipien, der jedes Mal gefühlt 20 Liter Blut und drei Gliedmaßen verliert, bis er am Ende – selbstverständlich mit einem endcoolen Spruch auf den Lippen – den Bösewicht abserviert. Mit der Realität hat das nicht viel zu tun, als Unterhaltung ist es dagegen perfekt. Gerade die Teile 1, 3 und 4 kann ich mir immer wieder ansehen (wie so oft ist der zweite eher schwach).
  • (39) Buch: Der englische Patient (1, 2) – Das ist jetzt sicherlich ein bisschen verwirrend, doch ich habe den Film genannt, weil ich ihn mir nicht angesehen habe. Vermutlich sehe ich ihn mir niemals an. Der Grund ist das Buch, denn das war fantastisch. Mein Bruder hat es mir zu Weihnachten 1992 oder 1993 geschenkt, sein wichtigstes, vielleicht einziges (?) Auswahlkriterium war gewesen, dass es den Booker Prize gewonnen hatte. Und der Roman nahm mich völlig gefangen – weniger durch seine etwas verworrene Handlung, vielmehr durch seine Sprache. Seitdem habe ich kaum ein anderes Buch gelesen, das derart poetisch geschrieben war. Und gerade weil dieses Buch auf mich so umwerfend wirkte, scheue ich davor zurück, den Film anzusehen. Egal wie gut er ist, er wird nie an das Buch heranreichen können.

Hier gibt es alle meine Beiträge zu Hotarus Film-Challenge an einem Ort.