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Der „Haus-Akku“

Wie ich bereits berichtete, wurde an unserem Haus im vergangenen Oktober eine Photovoltaik-Anlage eingerichtet. Die lief in den vergangenen Monaten angesichts des blendenden Wetters so gut, dass wir (beinahe) täglich eine Menge Strom-Überschuss hatten. Der wird ins Stromnetz eingespeist, wofür wir eine Vergütung in Höhe von ungefähr 12 Cent/kWh erhalten. Da wir nachts und an verhangenen Tagen ohne ausreichende Sonneneinstrahlung den Strom aber für 27 Cent/kWh einkaufen müssen, lag klar auf der Hand, dass das zwar besser als vorher, aber letztlich immer noch eine unbefriedigende Konstellation war.

Unsere Photovoltaik-Anlage erzeugte an etlichen Tagen über 20, zum Teil über 22 kWh feinsten Solarstrom, unser täglicher Bedarf liegt aber im Schnitt nur bei etwa neun bis zehn kWh, in der Regel eher weniger als mehr. Nun gut, den gut 100-prozentigen Überschuss wollte ich mir unter den oben geschilderten Bedingungen nicht mehr länger entgehen lassen, also erkundigte ich mich bei der Firma Graule Solar, die damals auch unsere PV-Anlage installiert hatte (hier), nach einer Speicherlösung, rechnete ein wenig herum und kam zu dem Schluss, dass sich das für unser Haus lohnen wird.

Der Auftrag wurde erteilt, die benötigten Teile bestellt, heute war der Einbau. Seit gut einer Stunde lädt der „Haus-Akku“, um dann über Nacht und am frühen Morgen die Grundlast sowie alle weiteren Energie-„Forderungen“ – hoffentlich gänzlich ohne Energiezukäufe – decken zu können.

Das ist der eigentliche Energiespeicher – bei einem Gesamtgewicht von gut 150 kg kann man den nicht „mal einfach so“ hochheben und wegtragen...

Das ist der eigentliche Energiespeicher – bei einem Gesamtgewicht von gut 150 kg kann man den nicht „mal einfach so“ hochheben und wegtragen…

Abgesehen von den Solarmodulen auf dem Dach und den Kabelsträngen von dort bis in den Keller ist das bereits der Großteil der Anlage, nur der sog. Home Manager ist noch im Sicherungskasten verbaut.

Abgesehen von den Solarmodulen auf dem Dach und den Kabelsträngen von dort bis in den Keller ist das bereits der Großteil der Anlage, nur der sog. Home Manager ist noch im Sicherungskasten verbaut.

Zwischendurch muss ich ja immer wieder mal spicken, wie es mit der Ladung vorangeht, und angesichts der aktuell sehr intensiven Sonneneinstrahlung scheint das auch sehr gut zu klappen:

Da es gerade erst kurz nach 16:00 h ist, dürfte der Energiespeicher heute Abend randvoll sein.

Da es gerade erst kurz nach 16:00 h ist, dürfte der Energiespeicher heute Abend randvoll sein.

Tja, nun beginnt die spannende Zeit, in der sich Stück für Stück herausstellen wird, ob sich die Investition gelohnt hat. Auf jeden Fall ist es praktisch, sich nicht mehr zwingend Gedanken darüber machen zu müssen, ob noch genug Solarstrom für eine Wäsche, einmal Kochen, die Mikrowelle, den Wasserkocher, den Föhn, den Backofen oder die Spülmaschine (das sind erfahrungsgemäß die großen Energiefresser in unserem Haushalt) vorhanden sein werden. Der Akku puffert das ab. Wie gut das funktioniert, kann ich jetzt noch nicht sagen.

In ein paar Monaten werde ich mich mit einem kleinen Erfahrungsbericht zu diesem Thema wieder melden, dann weiß ich sicher mehr – und das aus allererster Hand.

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Strukturiert neu starten

In diesem Jahr habe ich den Sommer recht gut genutzt und einige Arbeitsblätter, mit denen ich schon lange nicht mehr richtig zufrieden war, überarbeitet. Das Ergebnis wird in den kommenden Wochen gleich mehrfach eingesetzt, sodass ich dann ziemlich schnell eine recht konkrete Einsicht bekommen werde, ob sich der Arbeitsaufwand gelohnt hat.

Aber da wollte ich nicht stehen bleiben. In meinem Musikraum gibt es ca. 35-40 Notenpulte. Da es sich um den größten Raum in der Schule (abgesehen von den Turnhallen) handelt, wird er ziemlich oft für zusätzliche Veranstaltungen genutzt (auch das Abitur wird jedes Jahr in diesem Raum geschrieben, was mich zwei Wochen lang in andere Räume zwingt, aber mittlerweile habe ich mich damit arrangiert). Tja, und jetzt stelle man sich den Hausmeister vor, der die Bestuhlung für die Veranstaltung vornehmen will und erst einmal gut 40 Notenständer wegtragen muss, weil sie im Weg sind. Ich verstehe vollkommen, dass ihn das ziemlich nervt, weswegen ich ihm oft dabei helfe und ihm immer anbiete, es kurz vor Stundenende mit einer Klasse zu machen (dann dauert es nur eine Minute).

Dennoch schwebte mir eine bessere Lösung vor, die insgesamt auch etwas mehr Ordnung in meinen Raum bringen würde. Nach ein wenig Vorab-Organisation (Finanzierung, Skizze zur Planung anlegen etc.) startete ich gestern zum Baumarkt und kaufte für knapp 190 € Material, das in meinem Keller landete. Jeweils 90 Minuten brauchte ich, dann waren die beiden Ständerwägen fertig.

Hier der erste nach seiner Fertigstellung noch im Keller (ganz in der Nähe der Solera-Vorräte...)

Hier der erste nach seiner Fertigstellung noch im Keller (ganz in der Nähe der Solera-Vorräte…)

Mit zum Material gehörten auch zwei 100 Stück-Packungen Holzschrauben, die während der Konstruktion – so knapp hatte ich es nicht erwartet – fast komplett aufgebraucht wurden. Darunter fand sich auch dieses Glanzstück einer Schraube, die mir dann doch nicht ganz so geeignet schien, zwei Holzteile aneinander zu fixieren…

Diese Schraube sitzt immer locker...

Diese Schraube sitzt immer locker…

Heute früh brachte ich mit der Hilfe unseres Großen die beiden fertigen Ständerwägen in die Schule – und was für einen aufgeräumten Anblick sie bieten:

Hier die beiden fertigen Ständerwägen in meinem Musikraum

Hier die beiden fertigen Ständerwägen in meinem Musikraum

Bevor sich nun jemand wundert, welch luxuriös und generös bemessenen Räumlichkeiten ich in der Schule nutzen darf: Genau an der Stelle, die die beiden Ständerwägen im Foto einnehmen, stehen normalerweise 20 Tische für die Schüler, dann wird es schon ein wenig „gemütlicher“.

Gut, trotz des schönen Fotos kann sich vielleicht der eine oder andere noch nicht vorstellen, wofür man einen Ständerwagen benötigt. Ganz einfach: So lassen sich auf einen Schlag gut 15 Notenständer befördern:

Hier ein mit 15 Notenpulten beladener Ständerwagen, mit ein wenig Hilfe und Geduld bekäme man sicher auch 16 oder 17 hinein, ich war so schon ganz zufrieden...

Hier ein mit 15 Notenpulten beladener Ständerwagen, mit ein wenig Hilfe und Geduld bekäme man sicher auch 16 oder 17 hinein, ich war so schon ganz zufrieden…

Da die Ständerwägen in der Schule eingesetzt werden, wo gerade pubertierende Teenager auch mal mit unnötigem Muskeleinsatz an das Mobiliar herangehen, habe ich sehr auf eine massive Bauweise und Stabilität geachtet:

  • Jede der vier Rollen könnte allein 50 Kilogramm tragen. Damit sollte genug Spielraum vorhanden sein.
  • Alles ist aus Massivholz (zwar nur 18 Millimeter stark, aber das sollte schon ausreichen).
  • Zusätzlich zu den Mehrfachverschraubungen haben ich pro Ständerwagen auch noch acht Winkeleisen angebracht, um sowohl am unteren als auch am oberen Ende für Stabilität zu sorgen (siehe Fotos unten).
  • Arretierungen für die Rollen verhindern ein Wegrollen an einer abschüssigen Stelle. Das ist wichtig, weil ein voll beladener Ständerwagen von einem schmächtigen Unterstufenschüler unter Umständen nicht gehalten werden kann (siehe Foto unten).
Zusätzlich zur Verschraubung von außen sind innen die Winkeleisen angebracht.

Zusätzlich zur Verschraubung von außen sind innen die Winkeleisen angebracht.

Auch die Querstreben oben sind durch das Außenbrett schon doppelt verschraubt, zusätzlich gab's noch die Winkeleisen – so hält die Freude länger an...

Auch die Querstreben oben sind durch das Außenbrett schon doppelt verschraubt, zusätzlich gab’s noch die Winkeleisen – so hält die Freude länger an…

Jeweils zwei Rollen pro Ständerwagen sind mit einer Arretierung ausgestattet.

Jeweils zwei Rollen pro Ständerwagen sind mit einer Arretierung ausgestattet.

Alles in allem bin ich zufrieden, denn die Ständerwägen werden sicherlich den Schulalltag in meinem Unterrichtsraum etwas aufgeräumter machen – und unseren netten Hausmeister etwas entlasten.

Und zum endgültigen Rumposen noch ein schönes Bild zum Schluss...

Und zum endgültigen Rumposen noch ein schönes Bild zum Schluss…

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Fun Fact: Der Gluteus maximus

Der Gluteus maximus (Quelle: iMuscle 2)

Der Gluteus maximus (Quelle: iMuscle 2-App für iPad)

Laut Wikipedia handelt es sich beim „Musculus gluteus maximus“ (lat. für „größter Gesäßmuskel“) um einen Skelettmuskel der unteren Extremität, genauer der hinteren (dorsalen) Schicht der hinteren Hüftmuskulatur.

Er ist der dem Volumen nach größte Muskel des Menschen und einer der kräftigsten.

Tja. Und meiner schmerzt nach den gestrigen fünf Stunden Handwerkern im Knien bzw. Vorbeugen heute spürbar. Autsch!

P.S.: Gerade beim Veröffentlichen des Artikels erschien der Hinweis, dass dies mein 500. Blog-Eintrag sei. Hmmmm, ein wirklich würdiges Thema habe ich mir dafür ja ausgesucht… 😉

 

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Die Spalte des Ärgers

Gekauft haben wir unser Haus vor etwas mehr als vier Jahren. Seither hatten wir die Gelegenheit, die Stärken und Schwächen der architektonischen Leistung am eigenen Leib zu erfahren.

Eine der großen Stärken unseres Hauses ist die unvermutete Größe, denn laut Exposé beträgt die Wohnfläche nur etwa 140 Quadratmeter. Dabei werden aber alle Flächen unter einer Deckenhöhe von 180 Zentimetern (also z.B. in der Dachschräge) und alle Kellerräume etc. ignoriert. Faktisch haben wir also deutlich mehr Platz, was wir sehr schätzen. Jeder von uns hat ein eigenes Zimmer (gut, die Eltern teilen sich ein Arbeits- und ein Schlafzimmer, aber theoretisch könnte man das auch noch aufteilen – wenn man denn wollte…) – ein luxuriöser Zustand.

Eine der Schwächen war ein architektonischer Treppenwitz im wahrsten Sinn: Das Dach schließt auf der Nordseite mit einem nur minimalen Überstand ab. Bei Regenwetter tropft viel Wasser direkt von da abwärts. Zusätzlich – ich sagte ja: „Treppenwitz“ – gibt es da noch zwei Fensterbretter, von denen ebenfalls Wasser tropft. Und dann kommt das Vordach, das dem Eintretenden ermöglichen soll, trocken das Türschloss zu öffnen und das Haus zu betreten. Nur hat das Vordach diesen Zweck erbärmlich schlecht erfüllt. Wer eintreten wollte, wurde nass – und zwar so richtig. Der Grund dafür liegt in einer Fehlkonstruktion des Vordachs: Da gibt’s eine Lücke zwischen Wand und Vordach, durch die das Wasser dann munter tropfen konnte. Die Spritzer an der Haustür reichen bis über einen Meter hoch…

Wer auch immer diese Lücke eingeplant hat, dem war wohl der Zweck eines Vordachs nicht ganz klar...

Wer auch immer diese Lücke eingeplant hat, dem war wohl der Zweck eines Vordachs nicht ganz klar…

Aber ich muss mich korrigieren, denn es heißt nunmehr: reichten bis über einen Meter hoch. Vier Jahre lang haben wir diesen lästigen Zustand ertragen, der Unmut wuchs und wuchs. Die Geduld war erschöpft, zum Beginn der Sommerferien haben wir einen Flaschner angerufen, die Situation geschildert, Fotos per Email geschickt, einen Kostenvoranschlag eingeholt – und den Auftrag erteilt. Heute früh wurde ein entsprechendes Blech befestigt und an der Wand mit Acryl abgedichtet.

Nun kommt da kein Regen mehr durch – warum nicht gleich so?

Nun kommt da kein Regen mehr durch – warum nicht gleich so?

Und damit gehört das Nasswerden beim Betreten des Gebäudes der Vergangenheit an. Juhu!

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Torpedo Bag Classic

Mein Torpedo Bag Classic

Lange ersehnt, endlich hier: Mein Torpedo Bag Classic!

So, die Überschrift des heutigen Blog-Eintrags dürfte vermutlich einem überwiegenden Anteil meiner Leser ein großes Fragezeichen ins Gesicht zaubern. Dazu kann ich gleich sagen, dass das Torpedo Bag Classic mein neues, vorgestern bei Thomann bestelltes, gestern dank des nicht mehr laufenden Post-Streiks geliefertes Gigbag für meine Trompete ist.

Was ist ein Gigbag?

Vor drei Jahrzehnten beförderten die meisten Blechbläser ihre Instrumente noch in Koffern von einem Ort zum nächsten. Das war sehr sicher für die Instrumente, meist klobig in der Handhabung und überaus schwer, weil diese Koffer oft ein immenses Eigengewicht mitbrachten. Ich kann ein langes und leidvoll klagendes Lied davon singen, denn in meinem letzten Schuljahr beförderte ich meine Trompeten in einem Koffer für drei Trompeten durch die Gegend — und der war aus meiner Sicht über die Maßen klobig und schwer. Da ich fast nirgendwo ohne meine Trompeten auftauchte, schleppte ich dieses Trum quasi permanent mit mir herum.

Ich höre schon die Stimme, die ruft: „Und was hat das alles mit einem Gigbag zu tun?“ Keine Sorge, es legt die Basis für das Verständnis, warum ein Gigbag so wichtig für die Musiker ist.

Wo ein Koffer klobig und schwer ist, stellt ein Gigbag eine leichte und oft deutlich elegantere und ergonomischere Transportlösung dar, dafür ist ein Gigbag normalerweise nie genauso sicher. Ein Gigbag ist nun einmal eher so etwas wie eine Tragetasche für das Instrument, in den meisten Fällen so gestaltet, dass man es als Rucksack oder seitlich baumelnd tragen kann – das ist der komfortable Aspekt.

Sicherheit geht vor

Leider tauschen vor allem billige Gigbags zu viel an Sicherheit für das Instrument gegen den Tragekomfort ein. Mein ca. fünfzehn Jahre altes Gigbag gab vor ein paar Monaten den Geist auf, die Reißverschlüsse waren verschlissen und ausgerissen. Außerdem war innen das Futter an mehreren Stellen aufgerissen, sodass das Dämm-Material herauskam – in diesem Zustand war es für den alltäglichen Einsatz nicht mehr geeignet.

Das ausgemusterte Gigbag war ziemlich billig, ich habe ca. 40 bis 50 Mark dafür gezahlt. Während des Studiums ist es mir ein einziges Mal beim Tragen am Handgriff (während des gemütlichen Gehens in der Innenstadt) ausgekommen und auf den Boden gefallen – aus einer Höhe von ca. 50 bis 60 Zentimetern (höchstens). Dabei hat sich sofort der zweite Ventilzug minimal eingestaucht, wodurch ich das zweite Ventil nicht mehr benutzen konnte. Die Trompeten sind alle versichert, also konnte ich den Schaden mit ein wenig Papierkram und Fahrzeit bei einem befreundeten Instrumentenbauer zügig wieder richten lassen. Aber: Nötig wäre das nicht gewesen, hätte das Gigbag den Stoß einfach nur gut genug abgefangen. Hat es aber nicht. Da hat sich der billige Preis schon einmal gerächt.

Sicherheit hat ihren Preis

Dieses alte Gigbag hat sich vor ca. einem halben Jahr verabschiedet. Schon lange hatte ich ein Auge auf das Torpedo Bag geworfen, denn ein Schüler in meiner Big Band hat das auch – und irgendwie war es schon verlockend. Doch das Eintrittsgeld in diese Königsklasse des bequemen Instrumententransports war mir damals noch etwas zu hoch. Beim ersten Kontrollblick auf die Thomann-Homepage lag der Preis bei 169 € für das Gigbag, ein paar Wochen später schon bei 199 €. Durch den schwachen Eurokurs der letzten Monate ist er nunmehr auf 229 € geklettert.

Damals war mir das zu teuer. Ich vertagte den Kauf auf die Zeit um meinen Geburtstag (Herbst), bestellte einen Lückenfüller, das mit 25 € sehr günstige, leider aber nicht wirklich sichere Trompeten-Gigbag von Thomann. Für den Preis ist es völlig ok, man darf sich nur keinen Illusionen über die Sicherheit des Instrumentes hingeben. Wenn ich das Instrument von außen deutlich in seinen Konturen erspüren kann, ist da kein effektiver Schutz. Punkt.

Durch Proben und Konzerte (z.B. mit dem Aalener Symphonie Orchester), Üben und Spielen in der Schule, beim Instrumentalunterricht und dergleichen mehr wurde mir aber bewusst, dass ich das Instrument permanent der Gefahr aussetzte, verbeult und eingedellt zu werden (und es gibt noch schlimmere Gefahren). Bevor der Preis des Torpedo Bags die Chance bekommen konnte, noch weiter zu klettern, schlug ich nun in dieser Woche zu. (Damit ist auch klar, dass er spätestens morgen mit großer Sicherheit wieder sinken wird…)

Das Torpedo Bag Classic ist ein fantastisches Produkt zu einem gehobenen Preis, den ich aber – mittlerweile – zu zahlen bereit bin, denn ich transportiere meine Trompete aktuell täglich durch die Gegend. Schäden am Instrument möchte ich um jeden Preis vermeiden.

Exzellenz

Exzellentes Material, fantastische Verarbeitung – Perfektion!

Exzellentes Material

Wenn man sich bei YouTube unter dem Stichwort „Torpedo Bags Classic“ oder direkt auf der Homepage des Herstellers umsieht, entdeckt man ein schönes Video mit dem Titel „The Torpedo Bag Classic: Features & Design“. Darin führt der Chef der Firma durch die einzelnen Materialien und die Verarbeitung. Hat man das Video gesehen, versteht man auch den hohen Preis – und dann nimmt man ihn nicht mehr als hoch sondern als angemessen wahr. Mir geht es zumindest so.

Fazit

Noch fehlen mir die Erfahrungswerte, daher habe ich keine Übersicht darüber, wie sich mein schickes Torpedo Bag Classic im Alltag schlägt, auf jeden Fall kann ich schon einmal vermelden, dass es absolut herrlich aussieht und beim Tragen einen ungeheuer stabilen Eindruck hinterlässt. Der Hersteller verspricht, dass man sogar mit dem Auto darüber fahren könne, ohne die Trompete darin zu beschädigen. Das möchte ich nicht testen. Aber es beruhigt – und das allein fühlt sich schon sehr gut an.

 

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Graham Candy: Holding Up Balloons

Vor ein paar Tagen empfahl ein Blogger namens Reissnadel einen neuseeländischen Musiker namens Graham Candy. Er (oder sie) schilderte die faszinierende Stimme und die interessante Musik so eindrücklich, dass ich mir das Video des Titelsongs („Holding Up Balloons“) auf YouTube ansah.

Dieser Song fing meine Aufmerksamkeit aus mehrerlei Gründen ein, weshalb ich flugs in den iTunes-Store ging (nicht zu Fuß) und eben diese EP für 2,99 € kaufte und lud.

Was faszinierte mich denn daran? Ganz einfach:

  • Die Musik ist Pop vom Feinsten, sie ist einfach strukturiert, geht gut ins Ohr, hat dennoch genügend Kniffe, um interessant zu bleiben, auch nach mehrmaligen Hören…
  • …und dann ist da die Stimme von Graham Candy. In den letzten Jahren ist mir immer mehr aufgefallen, dass im Pop-Bereich („Pop“ hier als Oberbegriff für mehr oder weniger alle populären Stilrichtungen) die Frauen immer tiefer singen, eigentlich schon in der Männerlage, wohingegen die Männer immer höher singen, häufig weit über dem Bereich, den man einem Tenor zumuten würde (Sting sang bereits während seiner Zeit bei The Police ausdauernd bis über das „hohe C“ hinaus, das als die magische Obergrenze der Tenorstimme zählt). Graham Candy setzt diesen Trend fort. Ich sah im Video den Mann durch das Video laufen und glaubte allen Ernstes, eine Frauenstimme zu hören. Wer das nicht glaubt, möge sich bitte sofort das Video ansehen.

Beides höchst interessant. Das werde ich in meiner nächsten Pop-/Rock-Sequenz verbraten.

An dieser Stelle vielen Dank an Reissnadel für den Tipp, von allein wäre ich nie darauf gekommen!

 

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Hätte man’s vorher gewusst…

Baufortschritt Terrasse

Wir bauen gerade eine Terrasse. Eigentlich war das gar nicht so geplant. Aber die Kostenvoranschläge, die wir eingeholt haben, sprengten glatt jeglichen Kostenrahmen, den wir uns vorgestellt hatten. Für eine simple Terrasse mit den ungefähren Ausmaßen 3,30×6,50 Meter waren wir durchaus bereit, ca. 5.000 bis 6.000 € auszugeben. Leider begannen die niedrigsten Kostenvoranschläge erst bei knapp 9.000 € — und da war noch nicht einmal ein Hauch von Überziehung einkalkuliert. Der nächste lag tatsächlich schon bei satten 11.000 €. Und da steckten durchaus noch einige Möglichkeiten zur Preissteigerung drin. Das sind so nette Formulierungen wie „Je nach Zeitaufwand, Stundensatz: 40€“.

Also reifte der Entschluss, die Terrasse doch selbst zu bauen. Hätte ich vorher gewusst, was da alles an Arbeit auf uns, insbesondere mich, zukommt, wäre ich weit weniger eifrig an die Arbeit gegangen. Vermutlich ist das aber gut so, denn bei den Kindern war es ähnlich: Hätten wir vorher gewusst, wie stressig drei Kinder von Zeit zu Zeit sein können, hätten wir keine drei. Nun haben wir sie, lieben sie, wollen keinen Tag auf sie verzichten müssen. Dennoch machen sie viel Arbeit.

Zurück zur Terrasse: Zuerst mussten die Gräben ca. 40 bis 50 Zentimeter tief ausgehoben werden, in die eine kleine Drainageschicht aus Schotter eingebracht wurde. Darauf kam ein kleines Betonfundament. Darauf dann die ca. 100 Granitpalisaden (zu je ca. 20 kg), die wiederum ausgerichtet und einbetoniert wurden. Dann wurde der Innenbereich mit mehreren Tonnen Schotter aufgefüllt — Schubkarre für Schubkarre. Dann kam das Verdichten mittels Rüttelplatte (ein ziemliches Biest, wenn mir der Begriff erlaubt sei). Dabei stellte sich schon einmal heraus, dass die großzügige Planung des Natursteinhändlers unseres Vertrauens deutlich mehr Schotter umfasste, als für uns nötig war. 15,7 Tonnen wurden uns vor das Haus gekippt. Mindestens fünf, gefühlt sechs oder sieben, liegen immer noch dort. Die prognostizierte Verdichtung auf die Hälfte fand so nicht statt. Also durften, während die Miete für die Rüttelplatte lief und lief, wieder ca. 10-12 Schubkarren voll Schotter abgeschaufelt und vor das Haus zurück gekippt werden. Immerhin klappte die Verdichtung dann ganz gut. Nur das mit dem Gefälle ist mit einem derart ungenauen Arbeitsgerät für mich als Laien nicht hinzubekommen. Deshalb kratze ich seit gestern wieder Teile der verdichteten Schotterschicht heraus, um die (wie ich beim Hochheben feststellen musste) eher zerbrechlichen Beton-Steine, auf die dann die WPC-Unterkonstruktion geschraubt wird, mit den für die Entwässerung notwendigen 2 Prozent Gefälle einzusetzen.

Ich will gar nicht maulen. Mit allen Materialkosten liegen wir am Ende ca. bei 5.000 €. Aber das eine oder andere Mal schoss mir mittlerweile der Gedanke durch den Kopf, dass 10.000 oder 15.000 (oder 20.000) € vielleicht doch gar nicht so viel seien…

Ein guter Freund, der bei seinem eigenen Haus auch die Terrasse selbst gebaut hat, berichtete, dass man danach eine viel innigere Bindung zu seinem Werkstück habe. Das glaube ich auch: „Haha, bei dem Palisadenstein habe ich mir das Kreuz kaputt gemacht, wegen dieses Schotterhaufens habe ich mich mit meiner Frau gestritten, bei dem Stein habe ich es verflucht, nur Crocs angehabt zu haben…“ Wenn die Terrasse fertig ist, lache ich wieder. Bis in zwei Jahren (oder so)!

 

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Teurer Spaß

In diesem Schuljahr sind bei vielen meiner Schüler die Pilot Frixion-Stifte sehr beliebt. Kein Wunder, man kann sehr gut mit ihnen schreiben und — das ist das große Alleinstellungsmerkmal — im Falle eines Fehlers die Tinte einfach wieder wegradieren. Ein stimmiges Konzept, noch dazu liegen die Dinger wirklich verdammt gut in der Hand.

Nun gut, irgendwann habe ich dann für mich selbst einen roten Pilot Frixion-Stift gekauft, für meine Frau auch gleich einen, mein Sohn wollte lieber einen blauen. An der Kasse kam dann die erste Überraschung: Jeder einzelne Stift kostet 2,69 €. Das klingt vielleicht nicht besonders viel, ist es aber, denn — und das hat mich daran im Nachhinein am meisten geärgert — die Tinte hält nicht lange vor.

Ich habe mir den roten Frixion-Stift zum Korrigieren der unzähligen Klassenarbeiten zugelegt (pro Jahr muss ich nach aktuellem Stand mindestens 800 bis 850 Arbeiten korrigieren: zwei Arbeiten pro Klasse, 17 Klassen, jeweils im Schnitt um die 25 Schüler in einer Klasse, also 2x17x25 Arbeiten — geilomat!). Und ich war sehr zufrieden, denn gerade bei der sich nachmittags und abends bei mir gnadenlos breit machenden Müdigkeit kommt es zwangsläufig zu Unachtsamkeitsfehlern, Verwechselungen und „Einschlafpunkten“ (kleine rote Punkte an x-beliebigen Stellen der Klassenarbeiten, an denen der Stift „einfach so“ auf dem Blatt stehen geblieben ist, als ich in der Parallelwelt des Sekundenschlafs weilte). Die nun einfach wieder aus der Welt schaffen zu können, ist schon ein Luxus.

Doch das Wort Luxus enthält ja durchaus auch den Aspekt des „über das Nötige Hinausgehenden“. Und genau so verhält es sich meiner Erfahrung und Einschätzung nach mit den Frixion-Stiften. Sie liegen gut in der Hand, das Schriftbild ist gut, ich kann Fehler einfach wieder ausradieren… Alles super! Aber die Tinte ist nach spätestens zwei Sätzen an Klassenarbeiten alle!

Ich bin Musik-, nicht Deutschlehrer. Bei den meisten Arbeiten setze ich nur Häkchen für die korrekten Elemente innerhalb der Lösungen, schreibe die jeweils pro Aufgabe erzielte Punktzahl an den Rand, die Gesamtsumme aller Punkte ans Ende des Blattes, dazu noch die erreichten Prozente, ein Signum und auf der Frontseite die Note — das war's. Nur selten schreibe ich mehr als zwei oder drei Sätze in eine Klassenarbeit — meist schreibe ich die auch nur, wenn es sich um eine sehr problematische (meist auch entsprechend mager bewertete) Arbeit geht. Meine Aufgabenstellungen geben das viele zusätzliche Schreiben meist auch gar nicht her. Meine verfügbare Zeit letztlich auch nicht.

Aber gerade angesichts der nicht allzu intensiven Schreibarbeit finde ich die Kosten zu hoch. 2,69 € für den Stift, 1,99 € für die Nachfüllpatronen mit der ausradierbaren Tinte. Das ist mir zu teuer, denn mit einem ganz normalen Stabilo-Fineliner in Rot halte ich dreimal so lange durch und zahle deutlich weniger dafür (auf den kleinen Anteil an Coolheit, den ich dadurch verliere, kann ich getrost verzichten). Einen blauen Frixion-Stift habe ich im Mäppchen, den benutze ich gerne bei den seltenen Anlässen, dass ich am Schreibtisch tatsächlich mal etwas per Hand schreiben muss… Ansonsten bin ich für die Korrekturen wieder auf die seit Jahren bewährten Fineliner und andere Rotstifte umgestiegen — das funktioniert auch gut und ist viel billiger!

 

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Handwerkerfreuden

Wir haben heute die Handwerker im Haus. Ausnahmezustand also. Im letzten Jahr haben wir einige Erfahrungen mit Handwerkern gesammelt — und die waren durchweg gut, denn alle Arbeiten wurden zu unserer Zufriedenheit erledigt und alle Rechnungen blieben unter dem im Kostenvoranschlag genannten Betrag.

Die heutigen Handwerker sollen an fünf Fenstern Rollos anbringen, denn im Winter geht da trotz dichter Fenster einfach mehr Wärme verloren als nötig. Außerdem wollen wir das Schlafzimmer (und auch das Arbeitszimmer) richtig verdunkeln können. Diesen Luxus hatten wir seit vielen Jahren nicht mehr, jetzt ist es endlich wieder in greifbare Nähe gerutscht.

Aber der heutige Tag beginnt mit dem klassischen Fall vom „unzuverlässigen Handwerker“. Zuerst kamen die beiden Männer ca. 20 Minuten vor der vereinbarten Zeit (das ist mir im Prinzip lieber als später, es war dennoch anders vereinbart). Dann brachten sie all ihr Equipment ins Haus, nur um dann festzustellen, dass zwei der fünf Rollokästen schon einmal gar nicht passen… Seltsam, denn wir haben in der Zwischenzeit nichts am Haus geändert. Auch haben zwei Personen an zwei unterschiedlichen Terminen vorher die Maße genommen: einmal der Chef, einmal der Meister. Und offensichtlich waren beide nicht in der Lage, die Maße korrekt zu notieren. Ähem.

Nun gut, jetzt sind die Handwerker also noch einmal unterwegs, um die zwei Kästen nachträglich zu verkleinern. Bin ja gespannt, wie lange sie dafür brauchen. Aber wir haben ja Zeit und sonst nichts zu tun.

 

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