Sonntagsspaziergang am Montag

Heute ist der erste „echte“ Ferientag, da die letzten beiden Tage einfach nur Wochenende waren. Trotzdem haben wir einige Punkte der To-Do-Listen abgehakt, uns gesund ernährt und uns gemäß der verfügbaren Zeit bewegt. Dazu gehörte auch ein schöner Nachmittagsspaziergang mit den Kindern, bei dem zwei wundervolle Fotos entstanden, die ich auf diesem Wege teilen möchte:

Das erste Bild wurde ohne Fokus auf die Sonnenstrahlen aufgenommen – entsprechend hell ist der Vordergrund.
Das erste Bild wurde ohne Fokus auf die Sonnenstrahlen aufgenommen – entsprechend hell ist der Vordergrund.
Hier habe ich den Fokus auf die Sonnenstrahlen gesetzt, wodurch die Wirkung fast noch stärker ausfällt. Aber das ist natürlich Geschmacksache.
Hier habe ich den Fokus auf die Sonnenstrahlen gesetzt, wodurch die Wirkung fast noch stärker ausfällt. Aber das ist natürlich Geschmacksache.

Schönen Abend und gute Erholung!

Eine Stirnlampe für die frühmorgendlichen Läufe

Wie schon berichtet (hier): Wenn ich morgens laufe, ist es im Moment jahreszeitlich bedingt stockfinster, am Ende des Laufs (gegen 6:15 oder 6:20 h) wird es zwar langsam etwas heller, trotzdem möchte ich auch dann noch deutlich von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen werden, also benötige ich für die gesamte Dauer des Laufs eine adäquate Lichtquelle. Vor ein paar Wochen, als der Sommer Stückchen für Stückchen dem Herbst zu weichen begann, habe ich mir diese in weiser Voraussicht bei Decathlon gekauft:

Bei Tageslicht keine echte Schönheit, dafür überstrahlt sie bei Nacht alles...
Bei Tageslicht keine echte Schönheit, dafür überstrahlt sie bei Nacht alles…

Es gab eine Fülle unterschiedlicher Modelle, ein ganzes Regalabteil voll, z.T. sehr günstig (für unter 10€), doch allen war gemein, dass sie mit „normalen“ Batterien bzw. Akkus arbeiteten, die dann immer wieder herausgeholt und ersetzt bzw. aufgeladen werden müssten. Ich hasse das. Sofort war mir klar, dass ich mit so einem Blödsinn gar nicht erst anfangen würde.

Also habe ich mich gleich ins etwas höhere Preissegment begeben und schließlich für knapp unter 30 € dieses wundervolle Exemplar, die OnNight 710, gefunden. Und dieses Modell bietet genau die Eigenschaften, die ich mir von einer lauftauglichen Stirnlampe erhoffe:

  • Leuchtkraft „en masse“ (300 Lumen)
  • ausreichende Akku-Dauer (angeblich drei Stunden bei voller Power und dann noch eine Stunde auf der niedrigsten Stufe – für meine Läufe mit ca. 95-115 Minuten Dauer passt das auf jeden Fall)
  • bequemer Sitz am Kopf (war in weniger als einer Minute passgenau eingestellt und musste seither nicht mehr nachjustiert werden)
  • geringes Gewicht (120 Gramm)
  • wasserdichte Verarbeitung (hab ich mittlerweile schon getestet, funktioniert)
  • USB-Anschluss und integrierten Akku (nach dem Lauf hänge ich die Stirnlampe immer gleich wieder „dran“, zwei Stunden später ist sie erneut einsatzbereit)

Wenn ich bedenke, welche Summen ich (fast) bedenkenlos in Laufschuhe investiere, dann sind die 30 € keine übertriebene Investition.

Schlichte Verpackung und ein simples, aber funktionales Design – so wollte ich es.
Schlichte Verpackung und ein simples, aber funktionales Design – so wollte ich es.
Drei Leuchtmodi (ich benutze immer das Maximum) und einen Blinkmodus für gefährliche Situationen im Straßenverkehr, wasserdicht, leicht – super!
Drei Leuchtmodi (ich benutze immer das Maximum) und einen Blinkmodus für gefährliche Situationen im Straßenverkehr, wasserdicht, leicht – super!

Mit 300 Lumen kommt wirklich ordentlich Leuchtkraft zusammen, wenn ich im Wohngebiet unterwegs bin, habe ich um 4:45 h oft Sorge, diverse Nachbarn zu wecken und drehe meinen Kopf nach Möglichkeit so, dass ich nicht gerade in die Räume hinein leuchte, wenn ich auf ein Haus zulaufe.

Beim allerersten Lauf rannte ich mit der Stirnlampe durch dichten Nebel. Das war nicht ganz so toll, denn der Nebel ein bis zwei Meter vor mir wurde wunderbar erhellt – aber ich hatte das Gefühl, gegen eine Wand aus Watte anzurennen. Glücklicherweise kenne ich diese Strecke sehr gut, sonst wäre ich hier und da sicher mal gegen einen Baum gerannt.

Der USB-Anschluss, das passende Kabel ist mitgeliefert, kein Problem also.
Der USB-Anschluss, das passende Kabel ist mitgeliefert, kein Problem also.
An diesem Rädchen dreht man für die unterschiedlichen Leuchtmodi: Vorwärts drei Helligkeitsstufen, von denen 1 wirklich mager, 2 ordentlich hell und 3 gefühlt der Sonnenaufgang ist. Dreht man in die andere Richtung: Blinkmodus (damit könnte man den Schluss von Ridley Scotts „Alien“ nachspielen).
An diesem Rädchen dreht man für die unterschiedlichen Leuchtmodi: Vorwärts drei Helligkeitsstufen, von denen 1 wirklich mager, 2 ordentlich hell und 3 gefühlt der Sonnenaufgang ist. Dreht man in die andere Richtung: Blinkmodus (damit könnte man den Schluss von Ridley Scotts „Alien“ nachspielen).

Wie aus meiner Darstellung schon klargeworden sein sollte: Die Stirnlampe ist super, ich habe sie mittlerweile gut eingelaufen und mich mit der einen oder anderen Eigenheit arrangiert (z.B. muss ich beim Aufsetzen auf die Position achten, sonst leuchtet meine Nase sehr hell und blendet mich…) und kann behaupten, dass das gut investierte 30 € waren.

Song des Tages (364) – 2017-09-11

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Wie sagt man so schön: „Ende gut, alles gut.“ (Lustigerweise höre ich ja gar nicht auf, dennoch darf das letzte Stück ein echter Knaller sein, oder?)

Den heutigen Song habe ich sehr früh, vielleicht sogar in der ersten Woche des einjährigen Projekts, festgelegt, denn er bietet sich als Schlusspunkt einfach perfekt an. Außerdem ist der Song gleichzeitig eine Hymne wie auch eine geballte Ladung Energie, die mich (und eventuell noch einige andere) durch den meist recht anstrengenden ersten Schultag geleiten wird: „The Final Countdown“ von Europe:

Bis zum Wochenende pausiere ich die musikalischen Blog-Einträge auf jeden Fall einmal, dann starte ich mit der ersten Folge des Albums der Woche – darauf freue ich mich schon eine ganze Weile. Und dann werde mir hier und da sicherlich einige neue Juwelen in Form einzelner Songs unterkommen, die ich dem Song des Tages-Projekt zuordne (ich hätte da schon so zehn oder zwanzig Ideen…).

Also, für alle, die mit mir in ein neues Schuljahr starten: Haltet die Ohren steif, lasst die Musik ein paar Mal eure Akkus aufladen – und ab die Post!

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

Strukturiert neu starten

In diesem Jahr habe ich den Sommer recht gut genutzt und einige Arbeitsblätter, mit denen ich schon lange nicht mehr richtig zufrieden war, überarbeitet. Das Ergebnis wird in den kommenden Wochen gleich mehrfach eingesetzt, sodass ich dann ziemlich schnell eine recht konkrete Einsicht bekommen werde, ob sich der Arbeitsaufwand gelohnt hat.

Aber da wollte ich nicht stehen bleiben. In meinem Musikraum gibt es ca. 35-40 Notenpulte. Da es sich um den größten Raum in der Schule (abgesehen von den Turnhallen) handelt, wird er ziemlich oft für zusätzliche Veranstaltungen genutzt (auch das Abitur wird jedes Jahr in diesem Raum geschrieben, was mich zwei Wochen lang in andere Räume zwingt, aber mittlerweile habe ich mich damit arrangiert). Tja, und jetzt stelle man sich den Hausmeister vor, der die Bestuhlung für die Veranstaltung vornehmen will und erst einmal gut 40 Notenständer wegtragen muss, weil sie im Weg sind. Ich verstehe vollkommen, dass ihn das ziemlich nervt, weswegen ich ihm oft dabei helfe und ihm immer anbiete, es kurz vor Stundenende mit einer Klasse zu machen (dann dauert es nur eine Minute).

Dennoch schwebte mir eine bessere Lösung vor, die insgesamt auch etwas mehr Ordnung in meinen Raum bringen würde. Nach ein wenig Vorab-Organisation (Finanzierung, Skizze zur Planung anlegen etc.) startete ich gestern zum Baumarkt und kaufte für knapp 190 € Material, das in meinem Keller landete. Jeweils 90 Minuten brauchte ich, dann waren die beiden Ständerwägen fertig.

Hier der erste nach seiner Fertigstellung noch im Keller (ganz in der Nähe der Solera-Vorräte...)
Hier der erste nach seiner Fertigstellung noch im Keller (ganz in der Nähe der Solera-Vorräte…)

Mit zum Material gehörten auch zwei 100 Stück-Packungen Holzschrauben, die während der Konstruktion – so knapp hatte ich es nicht erwartet – fast komplett aufgebraucht wurden. Darunter fand sich auch dieses Glanzstück einer Schraube, die mir dann doch nicht ganz so geeignet schien, zwei Holzteile aneinander zu fixieren…

Diese Schraube sitzt immer locker...
Diese Schraube sitzt immer locker…

Heute früh brachte ich mit der Hilfe unseres Großen die beiden fertigen Ständerwägen in die Schule – und was für einen aufgeräumten Anblick sie bieten:

Hier die beiden fertigen Ständerwägen in meinem Musikraum
Hier die beiden fertigen Ständerwägen in meinem Musikraum

Bevor sich nun jemand wundert, welch luxuriös und generös bemessenen Räumlichkeiten ich in der Schule nutzen darf: Genau an der Stelle, die die beiden Ständerwägen im Foto einnehmen, stehen normalerweise 20 Tische für die Schüler, dann wird es schon ein wenig „gemütlicher“.

Gut, trotz des schönen Fotos kann sich vielleicht der eine oder andere noch nicht vorstellen, wofür man einen Ständerwagen benötigt. Ganz einfach: So lassen sich auf einen Schlag gut 15 Notenständer befördern:

Hier ein mit 15 Notenpulten beladener Ständerwagen, mit ein wenig Hilfe und Geduld bekäme man sicher auch 16 oder 17 hinein, ich war so schon ganz zufrieden...
Hier ein mit 15 Notenpulten beladener Ständerwagen, mit ein wenig Hilfe und Geduld bekäme man sicher auch 16 oder 17 hinein, ich war so schon ganz zufrieden…

Da die Ständerwägen in der Schule eingesetzt werden, wo gerade pubertierende Teenager auch mal mit unnötigem Muskeleinsatz an das Mobiliar herangehen, habe ich sehr auf eine massive Bauweise und Stabilität geachtet:

  • Jede der vier Rollen könnte allein 50 Kilogramm tragen. Damit sollte genug Spielraum vorhanden sein.
  • Alles ist aus Massivholz (zwar nur 18 Millimeter stark, aber das sollte schon ausreichen).
  • Zusätzlich zu den Mehrfachverschraubungen haben ich pro Ständerwagen auch noch acht Winkeleisen angebracht, um sowohl am unteren als auch am oberen Ende für Stabilität zu sorgen (siehe Fotos unten).
  • Arretierungen für die Rollen verhindern ein Wegrollen an einer abschüssigen Stelle. Das ist wichtig, weil ein voll beladener Ständerwagen von einem schmächtigen Unterstufenschüler unter Umständen nicht gehalten werden kann (siehe Foto unten).
Zusätzlich zur Verschraubung von außen sind innen die Winkeleisen angebracht.
Zusätzlich zur Verschraubung von außen sind innen die Winkeleisen angebracht.
Auch die Querstreben oben sind durch das Außenbrett schon doppelt verschraubt, zusätzlich gab's noch die Winkeleisen – so hält die Freude länger an...
Auch die Querstreben oben sind durch das Außenbrett schon doppelt verschraubt, zusätzlich gab’s noch die Winkeleisen – so hält die Freude länger an…
Jeweils zwei Rollen pro Ständerwagen sind mit einer Arretierung ausgestattet.
Jeweils zwei Rollen pro Ständerwagen sind mit einer Arretierung ausgestattet.

Alles in allem bin ich zufrieden, denn die Ständerwägen werden sicherlich den Schulalltag in meinem Unterrichtsraum etwas aufgeräumter machen – und unseren netten Hausmeister etwas entlasten.

Und zum endgültigen Rumposen noch ein schönes Bild zum Schluss...
Und zum endgültigen Rumposen noch ein schönes Bild zum Schluss…

Mal wieder Holz vor der Hütte

Gegen Ende der Sommerferien wiederholt sich bei uns ein Ritual, das zwar schweißtreibend, aber auch hoffnungsvoll ist: Das Brennholz für den kommenden Winter wird geliefert, sortiert, gespalten (nur bei den großen Stücken) und in den Woodport verräumt.

Der erste Teil bereitet mir keinen Stress, da muss ich nur per Telefon bestellen, den Gesamtbetrag bezahlen und dann persönlich die Lieferung in Empfang nehmen (die wird von einem großen Hänger gekippt). Vor Jahren haben wir einen sehr zuverlässigen Holzlieferanten entdeckt, der uns bislang nur hochwertiges Holz geliefert hat. Das erste Foto zeigt den Zustand kurz nach der Lieferung (da hatte ich bereits etwas mehr als eine halbe Stunde Holzscheite verräumt):

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Die Ansicht täuscht fast ein wenig, denn die Holzscheite sind jeweils ca. 30 Zentimeter lang, dieser Haufen war bei Lieferung gut fünf oder sechs Meter lang…

Nach der Anlieferung haben wir jedoch immer ganz gut zu tun, denn die fünf Raummeter Brennholz (dieses Jahr ausnahmsweise nicht Buche sondern Esche) zu schleppen wäre allein schon ein ziemliches Geschäft für meine Frau und mich. Dieses Jahr wollten wir jedoch gleich Nägel mit Köpfen machen und nur die Holzscheite in die Ablagen einsortieren, die in der passenden Größe vorlagen. Sind sie nämlich zu groß, brennen sie weniger effektiv (=weniger Wärme für uns, mehr Ruß im Kamin etc.).

Demzufolge spaltete ich dann stundenlang einen großen Holzklotz nach dem anderen. Dafür reichte auch der erste Tag nicht aus, sodass ich nach der gestrigen Lieferung erst heute am Nachmittag die Arbeit abschließen konnte. Doch die zwei Tage Plackerei im Sommer lohnt mir der bequeme (und schnelle) Zugriff auf das passend aufbereitete Brennholz im Winter.

Mittlerweile ist all das schöne Brennholz in die Lagervorrichtungen im Woodport verräumt, der Hackklotz ist wieder an seinem „Parkplatz“ gelandet, die Axt darf im Keller bis zum nächsten Jahr schlummern – und ich brauche dringend einen Martini auf Eis…

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Nun kann der Winter kommen: Wenn im Haus kein Brennholz mehr vorrätig ist, muss man nur „zugreifen“ – das ist ein sehr beruhigendes Gefühl kurz vor Ende der Ferien.

Podcast-Empfehlung: „Sparkletack“

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„Sparkletack – The San Francisco History Podcast“ von Richard Miller – ein absolutes Muss für alle Fans dieser einmaligen Stadt!

Vor ein paar Jahren entdeckte ich über eine Empfehlung in einer Zeitschrift oder einem Buch den Podcast „Sparkletack“. Der Titel ist ein reines Fantasiewort, denn sparkle heißt so viel wie „glitzern, leuchten“, und tack ist eine „Reißzwecke“. Mit dem Thema des Podcasts hat beides nichts zu tun, denn dieser Podcast hat nur ein zentrales Thema: Die Stadt San Francisco.

Da ich dort geboren bin und es sich gleichzeitig um die schönste Stadt der Welt handelt, existiert tief in mir ein profundes Interesse an der Stadt. Ich war auch schon einige Male dort, allerdings lange nicht so oft, wie ich es gerne hätte – doch Fliegen ist teuer und äußerst unökologisch, zwei aus meiner Sicht starke Faktoren, die gegen allzu häufige Besuche sprechen.

Richard Miller

Die Podcast-Serie wurde ins Leben gerufen und komplett produziert von Richard Miller, einem Ex-Bewohner von San Francisco, den sein Beruf bereits vor acht Jahren weiter in den Norden, nach Portland in Oregon, verfrachtet hat. Aus seiner Liebe zu dieser Perle aller Städte erwuchs eine wundervolle Sammlung von Episoden, die San Francisco aus den unterschiedlichsten Sichtweisen portraitieren.

Worum geht’s?

Die ca. 100 Episoden behandeln so vielseitige Themen wie:

  • Eigenheiten des Essens und Trinkens in San Francisco
  • Sehenswürdigkeiten, die entweder jeder oder aber keiner kennt
  • Die Geschichte der Stadt
  • Historische Persönlichkeiten von Interesse

Jede Folge ist liebevoll recherchiert und eingesprochen worden – hört man sie der Reihe nach durch, merkt man, wie Richard Miller von Episode zu Episode sicherer und routinierter wird. Die Episodenlänge variiert sehr stark, denn es gibt kurze Episoden, die nur fünf oder sechs Minuten dauern, denen wiederum lange Episoden mit einer Spielzeit von gut 40 Minuten gegenüberstehen.

Gerne immer wieder…

Vor Jahren habe ich alle Folgen der Reihe nach durchgehört, immer wieder lade ich mir entweder einzelne Episoden oder doch gleich alle und höre mir meine persönlichen Highlights wieder an. Gerade im August, wenn der Arbeitsdruck bei mir geringer ist, schätze ich es sehr, mich wieder in diese nostalgische Stimmung versetzen zu lassen.

Wo gibt’s den „guten Stoff“?

Sollte ich nun jemandem Appetit auf „Sparkletack“ gemacht haben, wäre es mir persönlich eine große Freude. Zu finden ist der Podcast entweder (für die Apple-Nutzer) direkt in der Podcast-App von Apple (Teil von iOS, einfach bei der Suchfunktion den Titel eingeben und die Folgen laden/streamen) oder auf der Homepage sparkletack.com

Ausflug zur Harburg

Gestern spielte das Wetter mit, außerdem sind gerade Ferien – ideale Bedingungen, um einen Familienausflug, der eigentlich schon seit Jahren immer auf der Agenda stand, zu unternehmen. Gegen Mittag waren alle Vorbereitungen abgeschlossen, dann ging es von Aalen zur Harburg (im Nördlinger Ries). Auf dem Weg zu den Schwiegereltern in der Gegend von Ingolstadt kamen wir früher recht häufig dort vorbei, fast jedes einzelne Mal sagten wir uns: „Irgendwann müssen wir uns die Burg mal ansehen!“ – Und kaum waren wir daheim: Aufschieberitis, weil halt so viel anderes anstand. Seit gestern können wir aber endlich sagen: Wieder ein Haken auf unserer langen Liste!

Und die Harburg ist wirklich ein schöner Flecken, den man sich genussvoll ansehen kann. Ein paar der Bilder, die ich geschossen habe, sind hier zu einer kleinen Collage vereint:

Oben links: Ausblick von der Harburg auf den Ort Harburg, oben rechts: Blick auf die Burgmauer mit dem Rundweg, unten links: vom Gang auf der Burgmauer hinab auf den schön gepflegten Garten, unten rechts: der Innenhof – hier lässt es sich ganz gut aushalten!
Oben links: Ausblick von der Harburg auf den Ort Harburg, oben rechts: Blick auf die Burgmauer mit dem Rundweg, unten links: vom Gang auf der Burgmauer hinab auf den schön gepflegten Garten, unten rechts: der Innenhof – hier lässt es sich ganz gut aushalten!

Holzauge, sei wachsam!

Wenn wir uns schon auf einen derartigen Ausflug begeben, dann nehmen wir selbstverständlich auch die Führung durch die Burg mit. Und in diesem Fall war das ein richtiger Glücksgriff, denn die junge Führerin (vermutlich eine Schülerin aus der Gegend, die sich in den Ferien etwas dazu verdiente) machte ihre Sache sehr gut.

Und wir alle lernten tatsächlich ein paar Dinge dazu, so zum Beispiel den Ursprung des Sprichworts „Holzauge, sei wachsam!“ Dieses leitet sich ab von den Schießscharten für die Armbrust-Schützen. Damit ihnen, während sie am Nachladen bzw. Nachspannen der Armbrust waren, kein Feind von außen einen Pfeil hereinschicken konnte, war ein ausgehöhltes Holzstück in die Mauer eingesetzt (siehe Bild). Wenn man schießen wollte, nutzte man die Aussparung, wenn man dagegen nachlud, drehte man einfach das Holzstück, sodass kein Pfeil/Bolzen hereinfliegen konnte.

Das ist das Holzauge, schön kann man erkennen, dass außen herum genug Platz ist, um das Drehen zu ermöglichen – wir durften es auch alle selbst ausprobieren.
Das ist das Holzauge, schön kann man erkennen, dass außen herum genug Platz ist, um das Drehen zu ermöglichen – wir durften es auch alle selbst ausprobieren.

An dieser Stelle testete ich noch die Kamera meines neuen iPhones (7 Plus), indem ich einmal durch die Aussparung hindurch fokussierte und einmal den Innenrand anvisierte. Die zwei Bilder sind schon beeindruckend gut, vor allem das mit dem Innenrand:

Hier ging der Fokus auf den Baum draußen. Das ist schon ganz gut, aber noch nichts im Vergleich zum folgenden Bild...
Hier ging der Fokus auf den Baum draußen. Das ist schon ganz gut, aber noch nichts im Vergleich zum folgenden Bild…
Das Bild hat mich wirklich umgehauen, denn die extreme Detailschärfe ist für eine Smartphone-Kamera schon sehr beeindruckend.
Das Bild hat mich wirklich umgehauen, denn die extreme Detailschärfe ist für eine Smartphone-Kamera schon sehr beeindruckend.

Iron Man

Ach ja, eines war da noch. Am Ende der Führung bekamen wir den Prototypen von Iron Man zu sehen:

Natürlich ist das bloß ein Spaß, aber irgendwie erinnerte mich die Rüstung gestern sehr an den ersten Iron Man-Prototypen aus dem Kinofilm...
Natürlich ist das bloß ein Spaß, aber irgendwie erinnerte mich die Rüstung gestern sehr an den ersten Iron Man-Prototypen aus dem Kinofilm…

Oje! Die Rüstung war unter Garantie fürchterlich unbequem und schwer. Ob man sich als Träger damit wirklich einen Gefallen getan hat, wage ich schwer zu bezweifeln. Sicher, gegen ein paar leichte Waffen war man darin ganz gut geschützt, doch dafür büßte man auch an Beweglichkeit und Schnelligkeit ein, ganz abgesehen von der Erschöpfung, die allein durch das zusätzliche Gewicht zu erwarten war.

Fazit

Gestern kamen Wetter, Entspannung und eine wirklich gut präsentierte Harburg zu einem wundervollen Ferienerlebnis für unsere ganze Familie zusammen. Wer nah genug dran wohnt, sollte sich bei schönem Wetter auch einmal auf den Weg machen, es lohnt sich!