Fastenzeit — und jetzt?

Die Fastenzeit verlief sehr erfolgreich, der Trend darf sich gerne noch eine Weile fortsetzen!
Die Fastenzeit verlief sehr erfolgreich, der Trend darf sich gerne noch eine Weile fortsetzen!

Wie die Grafik zeigt, habe ich in den letzten Wochen ganz gut an Gewicht verloren. Die Fastenzeit war in dieser Hinsicht erfolgreich, noch besser war die Wiederaufnahme des Kalorienzählens, denn sie allein bringt Klarheit in das stets fragile Gefüge von In- und Output der Energie.

Nach dem Marathonlauf am 15.4. (hier) kann man einen deutlichen Knick nach unten erkennen, denn auf über 42 Kilometern habe ich wirklich viele Kalorien verbrannt — an diesem Tag allein kam ich auf über 50.000 Schritte.

Am Ende des Tages war da doch einiges zusammengekommen...
Am Ende des Tages war da doch einiges zusammengekommen…

Kein Wunder, dass am nächsten Morgen die Waage sehr gnädig war, hatte ich doch am Vortag mindestens 800 Kilokalorien, die im „Budget“ gewesen wären, ungenutzt gelassen. Leider, leider war es auch gleich der Ostersonntag, an dem traditionell bei den Schwiegereltern geschlemmt wird, bis alles zu spät ist. Klar, da rächte sich die Waage. Aber ich sehe das völlig entspannt, denn der Trend ist ungebrochen und klar zu erkennen.

Ein kleiner Zwischenstand von meinen täglichen Läufen.
Ein kleiner Zwischenstand von meinen täglichen Läufen.

An Sport mangelt es mir nicht, wenngleich ab morgen ein durchweg anstrengender Abschnitt im Schuljahr folgt, zusätzlich garniert mit haufenweise privaten Sonderterminen.

Doch selbst nach dem Ende der Fastenzeit werde ich weiterhin brav meine Kalorien zählen, darauf achten, abends nicht mehr als die 1.600 Kilokalorien (plus Sportanrechnung, die allerdings nur mit 20%) zu verbrauchen. Letztlich möchte ich die beiden Love-Handles an meiner Hüfte noch loswerden, wenn der Bauch auch noch einen Tick flacher wird, sträube ich mich nicht dagegen… Daher ist mein neues Zielgewicht (siehe oben) die Marke von 61 kg. Wenn das nichts hilft, dann halt nicht. Weiter runter komme ich bei 1,78 Metern Körpergröße und einer Vorliebe für Süßkram ohnehin nicht…

Fastenzeit 2017

Ganz offensichtlich hat das Engerschnallen des Gürtels (wobei das zu keinem Zeitpunkt notwendig wurde) geholfen.
Ganz offensichtlich hat das Engerschnallen des Gürtels (wobei das zu keinem Zeitpunkt notwendig wurde) geholfen.

Jedes Jahr, wenn die Fastenzeit kommt, legen meine Frau und ich einen etwas besinnlicheren Umgang mit unserer Ernährung an den Tag. Sie ist dieses Jahr noch konsequenter als ich, doch auch bei mir hat sich schon einiges getan. Über die Advents- und Weihnachtszeit bin ich nun einmal immer ein Keks- und Kuchenmonster: Wo immer so etwas steht, bin ich bereit, mich persönlich um die Vernichtung zu bemühen. Selbstlos, wie so ein Superheld.

Doch die Konsequenzen sind jeweils deutlich zu sehen, spätestens auf der Waage, denn selbst mein täglich angewandtes Sportprogramm kann die Unmengen an Kalorien nur bedingt im Schach halten. Vor ein paar Wochen entdeckte ich dann zu meinem Entsetzen, dass ich mehr als 67 kg – fast schon 68 kg – auf die Waage brachte. Normalerweise stellen die 66 kg (verteilt auf 178 cm Körpergröße) meine Schallgrenze dar. Bin ich da drüber, wird aktiv und konsequent gegengesteuert. Doch die winterliche Kälte verleitet mich halt immer wieder zu kleinen Snacks nebenher, um entweder etwas Warmes in den Bauch zu kriegen (ich trinke weder Tee noch Kaffee, das Cola Light schmeckt nur gekühlt – ein echtes Dilemma!).

Mein Wohlfühlgewicht liegt bei gut 64 kg, auch 65 kg sind völlig in Ordnung. Um das Ziel auch wirklich zu erreichen, habe ich mein Abnehmziel auf 63 kg gesetzt. Und dann begann ich nach dem Anhören von „Fettlogik überwinden“ (hier) wieder mit dem Kalorienzählen (mit CaloryGuard Pro). Das ist in meinem Fall immer sehr effektiv, denn es bringt mir zu Bewusstsein, was ich während des Tages so in mich hineinstopfe. Und wie es die Grafik oben so schön zeigt: Es wirkt. Es wirkt sogar sehr gut. Also bleibe ich noch ein bisschen dran, bis Ostern erreicht ist. Danach werde ich aber auch nicht damit aufhören – nur werde ich gelegentlich ganz sehenden Auges über das Tagesziel hinausschießen, denn ganz ohne Süßigkeiten kann und will ich nicht leben. Und ich werde es genießen. Der Rebell in mir frohlockt schon.

Scotch des Tages

Glenfarclas 105, „cask strength“, also mit 65% Alkohol...
Glenfarclas 105, „cask strength“, also mit 65% Alkohol…

Eigentlich ein fast schon medizinisch einzusetzender Scotch, denn durch die Fassstärke („cask strength“) von gut 65% Alkohol ätzt der im Hals-, Nasen- und Rachenraum alles frei und tötet jegliche Fremdkörper ab…

Ich hab‘ Hunger!!! & Fastenzeit 2016

Gleich ist sie weg!
Lange hat die Banane nicht mehr...

Bereits seit Monaten spielt sich während der Schulzeit tag-täglich ein völlig unveränderliches Ritual in unserem Haus ab: Die Kinder kommen aus dem Kindergarten/Hort nach Hause, wo sie ihr mitgebrachtes Vesper (Kindergarten bzw. Schule), das Mittagessen (alle) und noch einen Nachmittags-Snack (Kindergarten) verzehrt haben.

Kaum überschreiten die Kinder jedoch die heimische Schwelle, entringt sich ihren drei gemeinsamen Kehlen ein fast schon markerschütternder Schrei, der – und hier kommen die Eltern ins Spiel – bei Nichtbeachtung binnen weniger Sekunden zu mehrfacher Wiederholung bei angepasster stimmlicher Dringlichkeit führt: Ich hab' Hunger!!!

Irgendwie fragt man sich da doch immer und immer wieder neu, ob denn die Kinder in der Betreuung bei der Essensausgabe nichts abbekommen haben. Dort aber, so versichern sie selbst bereitwillig, gab es durchaus etwas zu essen… Klar, nicht immer schmeckt es jedem (unser Großer ist besonders wählerisch, das heutige Essen war anscheinend – s.u. – absolut nicht sein Fall), aber dass wirklich jeden Tag der Hunger so hinausgebrüllt werden muss, erstaunt die Elternfraktion (ja, wir sind personell in der Minderheit) stets erneut.

Meine Frau denkt bei solchen Dingen immer wesentlich weiter mit als ich, denn sie legt mittlerweile – mental völlig ausgeglichen – einfach ein paar gesunde und von allen Kindern geschätzte Verzehrobjekte bereit: Bananen, Kohlrabi-Scheiben, Hefezopf, gelegentlich mal einen Keks, Äpfel etc. Und die werden natürlich gern angenommen, auch wenn nicht nur unser Großer lieber dem industriell aufbereiteten Zucker-Overkill anheim fallen würde.

Und das bringt mich zur Fastenzeit 2016. Obwohl der Begriff stark religiös geprägt ist, hat er – zumindest in meinem Fall – keine solche Komponente. Meine Frau und ich nutzen die Fastenzeit alljährlich, um unsere über Weihnachten und Fasching meist etwas entgleisten (betrifft nur mich, sie ist bei der Ernährung viel disziplinierter) Essensgewohnheiten wieder zurückzusetzen (darüber habe ich auch schon berichtet).

Dabei hat sich das folgende Vorgehen als sehr hilfreich erwiesen: Von Montag bis Freitag Abend (20:00 h) gibt es keine Süßigkeiten, am Wochenende schon. Eine schlichte An-/Aus-Regel, deren Befolgung gerade durch die immense Simplizität immer wieder gelingt. Es gibt keine Ausreden, eine Ausnahme oder ungenaue Vorgabe durch fadenscheinige Argumente auszudehnen (und somit außer Kraft zu setzen). Deswegen machen wir das schon seit Jahren.

Den Kindern zwingen wir die Fastenzeit nicht auf, sie bekommen täglich eine Süßigkeit – und natürlich den erbettelten Nachmittagsimbiss (der Große räumt parallel zu meinem Schreiben dieses Blog-Eintrags gefühlt den halben Kühlschrank aus – er hat gerade verspeist: etliche Kohlrabi-Schnitzen, zwei Stücke Kuchen, ein Schälchen Joghurt mit Schoko-Streuseln, der Durst kommt dann sicher auch noch…). Schön ist es für uns Erwachsene, sich am Ende der Fastenzeit beim sog. Osterfrühstück, das bei der Familie meiner Frau alljährlich ganz groß zelebriert wird, von den selbst auferlegten Einschränkungen der dann vergangenen Wochen wieder zu verabschieden.

Macht hier noch jemand so etwas?

Laufstatistik 2016:

  • 34 Läufe
  • Kilometer gesamt: 487,82
  • Laufzeit: 46 Stunden 15 Minuten

In den letzten zwei Tagen habe ich meine morgendlichen Läufe etwas ruhiger begonnen (1 km Gehen bei 6,0 bis 6,8 km/h, danach hielt ich durchweg einen Schnitt von 10 km/h) – das war recht entspannend, kostete aber ordentlich Zeit. Sollte ich mal wieder auf mehr als sechseinhalb Stunden Schlaf kommen, steigere ich das Tempo wieder. Müsste sich doch machen lassen…

 

Die wiederkehrende Fastenzeit

Die wiederkehrende Fastenzeit

Es ist soweit, seit heute gilt wieder für ein paar Wochen ein leicht verändertes Ernährungskonzept in unserem Haus: Fastenzeit. Der Begriff kann sehr unterschiedlich interpretiert werden, bei uns gilt eine ganz einfache Regel: Keine Süßigkeiten unter der Woche.

Die Stärke dieser seit Jahren erprobten Regel ist ihre außerordentlich simple Struktur, denn je komplizierter ein solches Vorhaben formuliert wird, desto mehr Ausnahmemöglichkeiten sind dann quasi „einprogrammiert“.

Meine Frau und ich machen das seit ein paar Jahren, und es tut uns ziemlich gut, denn auf die Weise bringen wir unsere Gewohnheiten mal wieder auf einen vorher meist Stück für Stück eingebüßten „Normalzustand“. Gerade in der durch den Einzelhandel extrem verlängerten Vorweihnachtszeit packt mich immer mehr die Lust auf Lebkuchen, Schoko-Nüsse und Spekulatius. Über die Feiertage kommen dann auch noch die verlockend süßen selbst gebackenen Plätzchen dazu. Ein Ungleichgewicht zwischen gesünder und übermäßig zuckriger Nahrung ist — zumindest bei mir — da regelmäßig zu erwarten.

Die Fastenzeit nutze ich nun hauptsächlich, um meine abendlichen Süßigkeitsvernichtungsanfälle wieder auf ein gesundes und „normales“ Maß zu reduzieren. Alle anderen Mahlzeiten bleiben ganz wie gewohnt, denn ich ernähre mich in dieser Hinsicht schon nicht allzu ungesund. Eine Änderung hier wäre eher nachteilig.

An den Wochenenden erlaube ich mir ganz unverschämt weiterhin Süßigkeiten, denn auf diese Weise baut sich kein versteckter Heißhunger auf, der dann nach Ende der Fastenzeit urplötzlich hervorbricht und zu einem Umschlagen ins andere Extrem führt.

Aus der Erfahrung der letzten Jahre ändert sich am Gewicht in der Zeit nur wenig. Zum Glück bin ich mit meinem Körpergewicht absolut zufrieden, wozu also künstlich Stress machen?

Wer sich auch für eine derartige Fastenzeit interessiert, kann sich gerne über die Kommentarfunktion an mich wenden.

 

Fastenzeit 2014

Heute beginnt sie wieder: die Fastenzeit. Wie schon im letzten Jahr werde ich mich hinsichtlich meines sonst astronomisch hohen Süßigkeitenverbrauchs einschränken. Von Montag bis Donnerstag gibt es keine Süßigkeiten oder Knabbereien. Von Freitag bis Sonntag ist es ok. Der komplette Verzicht wäre bei mir nicht gut, denn dann würde ich sicher an der einen oder anderen Stelle irgendwie kompensieren und maßlos andere Sachen in mich hineinstopfen. So klappt es ganz gut, denn für mich ist der Ablauf klar und die Regeln könnten einfacher nicht sein. Montag bis Freitag Mittag: Pfui! Freitag Mittag bis Sonntag Abend: Hui!

Nach ein paar Wochen bin ich dann auch wieder etwas entwöhnt. Aktuell könnte ich am Stück eine ganze Packung Schoko-Kekse aufessen. Nach der Fastenzeit bin ich erst einmal wieder „normalisiert“. Und deswegen mache ich das Jahr für Jahr.

Bis nächstes Jahr, da schreibe ich dann vermutlich die gleichen Zeilen in grün!

Gedanken zur Fastenzeit

Mit Sicherheit gehöre ich nicht zu den religiösen Menschen, mein Alltag wird kaum von der Tatsache geprägt, dass ich — zumindest auf dem Papier — katholisch bin. Aber seit ein paar Jahren haben meine Frau und ich immer gefastet — allerdings auf unsere eigene Weise. Um das verstehen zu können, muss ich ein klein wenig ausholen…

Wir halten beide nichts von einem „kompletten“ Fasten, bei der man sich überhaupt nichts gönnt, denn aus der Psychologie wissen wir ganz genau, dass sich dann erst recht die „gefährlichen“ Gelüste, die zu Heißhunger-Attacken und einem ins Groteske übersteigerten Hunger auf Süßes führen, einstellen. Daher verzichten wir von Montag bis Freitag auf Süßigkeiten (und anderen Knabberkram). Am Wochenende dagegen ist es in Ordnung, derlei Junkfood zu vertilgen.

Und tatsächlich, es funktioniert sehr gut. Was ich an dieser Art des Fastens mag, ist die auf den ersten Blick sehr simple, bei genauer Betrachtung aber durchaus weitreichende Tatsache, dass wir dabei unsere im Verlauf eines Jahres eingefahrenen Essgewohnheiten (hinsichtlich der Süßigkeiten und Knabbersachen) auf „Null“ fahren und von da aus neu starten können.

Mein Problem ist nämlich, dass ich nach einem langen Arbeitstag gerne auf der Couch sitze, eine Star Trek-Folge (oder einen Film) ansehe oder ein gutes Buch lese und mir etwas Süßes einverleibe. Nur bleibt es nie bei „etwas“. Im Verlauf eines Kalenderjahres — und jedes einzelne ist voll von Anlässen (wie Geburtstagen, Jubiläen, Familienfesten, Hochzeiten…), jegliche fresstechnischen Hemmungen über Bord zu werfen — wird aus dem „etwas“ immer ein „viel“, und das ist dann der Normalfall.

Ohne zusätzliches Sportprogramm würde ich vor allem in der Zeit zwischen Weihnachten und Fasching völlig aus dem Leim gehen. Doch ich halte mein Gewicht seit mehr als zwei Jahren innerhalb eines 4 kg-Spielraums, worauf ich auch stolz bin, denn dieser Spielraum liegt ca. 20 kg unter dem Gewicht, das ich vorher ein ganzes Jahrzehnt mit mir herumschleppte.

Gerade aus dieser Perspektive heraus bin ich sehr sensibilisiert für mein eigenes Körperempfinden und nehme mein Essverhalten sehr genau wahr. Und ich merke durchaus, wie mir die Kontrolle im Lauf eines Jahres immer wieder ein Stück weit entgleitet. Daher gehe ich völlig bewusst und entschlossen in die Fastenzeit, denn ich weiß, wie dringend ich diesen „Reset“-Knopf brauche.

Wer ähnliche Erfahrungen hat, kann mir gerne einen Kommentar schreiben, gerne auch einen Tweet (@solera_1847).