Archiv der Kategorie: YouTube

Song des Tages (343) – 2017-08-21

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Sting gehört zu den großen musikalischen Institutionen, die mich bereits früh in meiner Jugend verzauberten – ich erinnere mich immer wieder gerne daran, wie ich mit einer fürchterlich ausgeleierten Kassette mit dem „Nothing Like The Sun…“-Album Blättchen in meinem Heimatort Estenfeld ausgetragen habe. Erst auf der Heimfahrt von Hamburg nach Aalen schwelgten meine Frau und ich in Erinnerungen an das „Symphonicities“-Konzert in Stuttgart, das ein vollkommenes Highlight war – ein besseres Live-Konzert habe ich vermutlich noch nie erlebt.

Als großer Sting-Fan habe ich vor einigen Jahren natürlich auch seine Autobiographie „Broken Music“ gelesen, ein paar Zitate haben Eingang in mein Unterrichtsmaterial gehalten. Der Tod seines Vaters nimmt in diesem Buch einen großen Raum ein, auch das Album „The Soul Cages“ widmet sich der Thematik – und dann kam noch das Musical „The Last Ship“, das wiederum das Thema verarbeitete – ganz offensichtlich ein zentrales Thema.

Bevor das Album „The Last Ship“ erschien, gab es (wie so oft) ein Teaser-Stück, das die Fans schon einmal anziehen und zum Vorglühen bringen sollte. Genau diese Wirkung hatte das Stück dann tatsächlich auch auf mich, denn ich hörte den Song viele, viele Male, bis er für mich eigentlich das Album verkörperte. Heute ist er der Song des Tages: Vom Album „The Last Ship“ des Ausnahme-Musikers Sting das wundervolle „And Yet“:

Die Live-Version spiegelt die Musical-Fassung wieder, auf dem Album klingt der Song etwas nüchterner. Mir gefallen beide Fassungen gleichermaßen gut, letztlich sind nur marginal unterschiedlich. Aber hier zeigt sich wieder eine Stärke, die Sting auszeichnet: Er variiert ständig an der Ausgestaltung der Songs, immer auch in Abhängigkeit davon, welche Musiker aktuell mit ihm spielen. So ist kein Auftritt wie der letzte – mir als Musiker imponiert das. Sehr sogar.

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Song des Tages (342) – 2017-08-20

Der Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Für den Sonntag Morgen gibt es heute etwas leichte Kost, die gut ins Ohr geht und dort auch eine Weile ihre Kreise dreht. Den heutigen Song habe ich vor ein paar Jahren (vermutlich 2009) rein zufällig entdeckt, doch bis heute genieße ich jedes einzelne Anhören wie beim ersten Mal. Vielleicht geht es euch ja auch so…

Der heutige Song des Tages stammt von Daniel Merriweather (feat. Wale) und heißt: „Change“:

Der Ohrwurmcharakter des Songs wird vor allem durch die Kombination von Begleitung und dem gnadenlos mitsingtauglichen Refrain geprägt. Hach, das ist Popmusik vom Feinsten!

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Song des Tages (341) – 2017-08-19

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Als damals der Film „Top Gun“ in die Kinos kam, war ich noch zu jung. Das hielt mich jedoch nicht davon ab, einfach zur Kinokasse zu gehen und ein Ticket zu kaufen. Und dann saß ich da als elfjähriger Knirps und wurde völlig überwältigt von der Action. Noch Wochen später hatte ich immer ein paar Modellflugzeuge in der Tasche dabei, um Szenen aus dem Film nachzuspielen.

Heute sehe ich den Film natürlich etwas differenzierter, denn es handelt sich um ein typisches Produkt des kalten Krieges, das — selbstverständlich — die Amerikaner als die untadeligen Guten und die Russen als die ganz klar Bösen darstellt. Auch die sonstige Filmhandlung ist fast schon banal, zum Teil sexistisch, mit „naiv“ noch sehr wohlwollend umschrieben… Aber als kleiner Junge in der fünften oder sechsten Klasse war ich nun einmal begeistert.

Mitverantwortlich für meine Begeisterung war natürlich die Filmmusik, denn es gab sowohl gute Songs als auch das sog. „Top Gun Anthem“ von Harold Faltermeyer und Steve Stevens, das ich zum heutigen Song des Tages erwählt habe:

Für eine Hymne ist dieses Stück wirklich perfekt gestaltet, im Film auch noch optimal positioniert — es konnte seine Wirkung auf mich einfach nicht verfehlen.

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Song des Tages (340) – 2017-08-18

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Letzte Woche hatte Ian Anderson, das wohl prominenteste Mitglied von Jethro Tull, seinen 70. Geburtstag. Ich wusste davon gar nichts, doch am 10. August flatterte mir ein Kommentar in den Blog, der mich geradezu entrüstet (aber auf höfliche Weise) darauf hinwies, dass die Erwartungen doch dahingehend gewesen wären, dass zum 70. Geburtstag des phänomenalen Sängers, Gitarristen und (vor allem) Flötisten ein Stück von Jethro Tull an dieser Stelle hätte erscheinen müssen.

Nun, ja und nein. Die Song des Tages-Sparte liefert ja per Definition Songs, die mir gefallen. Wenn nun kein weiterer Song dieser Band dabei wäre (ist nicht so, aber möglich wäre es ja theoretisch), dann würde auch kein weiterer kommen. Dennoch nahm ich den Kommentar als Denkanstoß, hörte mir gleich noch einmal das gesamte „Aqualung“-Album durch – und fand ziemlich schnell einen geeigneten Song, der sich seinen Platz in dieser Liste redlich verdient hat. Es handelt sich gleich um den Opener und Titelsong des Albums: „Aqualung“:

Auch wenn es sich nicht um ein Konzept-Album handelt, die atmosphärische Dichte ist enorm, das Songwriting superb und die Ausführung ebenfalls von hoher Qualität. Das Album hat sich seine gewichtige Stellung innerhalb der Rock-Geschichte völlig zu Recht verdient. Wem der Song gefällt, der wird auch den Rest des Albums genießen, da bin ich mir ganz sicher.

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Song des Tages (339) – 2017-08-17

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Ich bin ein Mann, was mir einige charakteristische Verhaltensweisen auf natürliche Weise mitgibt oder mir durch mein soziales Umfeld mehr oder weniger aufzwingt. Dass „Männer“ etwas ganz Besonderes sind, hat auch Herbert Grönemeyer schon vor etlichen Jahren bemerkt und in Form eines sehr erfolgreichen Songs der Öffentlichkeit kundgetan – und heute ist es der Song des Tages:

Wie so oft: Herbie ist und bleibt eine umstrittene Figur, doch ich mag seine abgehackte, fast schon deklamatorische Art zu singen. Als Typ kenne ich ihn zu wenig und beschäftige mich auch nicht weiter mit ihm, um mich da zu positionieren, als Musiker respektiere ich ihn, denn er ist seit mehreren Jahrzehnten erfolgreich in einem heiß umkämpften Markt – und das kommt nicht von allein.

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Song des Tages (338) – 2017-08-16

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Heute ist er also da, der 15. Hochzeitstag – das ging ziemlich flink! Meine Frau und ich hatten damals immer ein Lied, das wir besonders gern hörten, es wurde bei der großen Hochzeitsfeier auch als letztes Lied des Abends gespielt, bevor wir uns zurückzogen: „It Is You (I Have Loved)“ von Dana Glover. Leider gibt es bei YouTube keine Original-Version von dieser Sängerin (und glaubt mir, ich habe gesucht, immer und immer wieder), daher muss ich für das Video auf eine Alternative zurückgreifen:

In meiner Playlist ist natürlich das Original in seiner vollendet kitschigen Pracht enthalten. Ganz offensichtlich ist der Song seit damals bei Hochzeiten voll angesagt, immerhin fand ich einige Karaoke-Versionen, zum Teil auch deutlich verlangsamt, um noch schnulziger zu wirken. Dann gibt’s Cover-Bands, die ihre jeweiligen Fassungen ins Netz stellen, es gibt Collagen aus Film-Clips (sicher alle völlig legal und von Dreamworks abgesegnet, hüstel…) und so weiter und so fort. Nur das eine, das einzig wahre Original, das gibt’s nicht. Schade!

Darüber sollte hier der eigentliche Anlass nicht vergessen werden: Seit 15 Jahren sind wir verheiratet, davon waren die meisten Jahre gute Jahre (ich weiß, 2011 war keines davon). Unsere Kinder sind mittlerweile alle in der Schule, der Druck, ständig hinter ihnen her zu sein, lässt weiter nach – Stück für Stück erobern wir uns unsere elterlichen Freiräume zurück. Da können noch weitere 15, 20, 25 oder deutlich mehr Jahre folgen.

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Song des Tages (337) – 2017-08-15

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Morgen ist unser 15. Hochzeitstag. Im Gegensatz zu meiner Frau, die noch viel schöner aussieht als je zuvor, altere ich kontinuierlich vor mich hin. Was mich jung hält, ist die Nähe zu meiner Frau, das tägliche Laufen und die tägliche Ration Cola Light.

Wie schon in einem separaten Blog-Eintrag berichtet (hier), entspannen wir uns abends gerne bei einer guten Portion Nostalgie-TV, im Moment vor allem die Fernsehserie „MacGyver“ aus den 1980er Jahren. Trotz einer eigentlich völlig inakzeptablen Vokuhila-Frisur des Hauptdarstellers Richard Dean Anderson (anscheinend war das tatsächlich mal in Mode, uärgs…) muss man der Serie zugute Halten, dass darin das feste Vertrauen auf die Fähigkeit des Menschen, sich seiner Umgebung und den Umständen anzupassen, in jeder Folge neu zum Ausdruck kommt. Das taugt mir persönlich viel mehr als die heute gar zu oft propagierte (und einstudierte bzw. angelernte) Hilflosigkeit (Stichwort: „Ich check‘ das nicht…“ – als Lehrer habe ich den Spruch schon so oft und leider auch oft unter völlig absurden Bedingungen gehört, er hängt mir kilometerweit zum Hals raus). Dieser (zugegebenermaßen etwas naive) Glaube an die eigenen Fähigkeiten ist ein derart positiver Faktor in dieser alten TV-Serie, dass ich jede einzelne Folge des Abends genieße.

Der heutige Song des Tages ist der unvergleichliche „MacGyver Theme Song“, der nun einmal jede Episode umrahmt:

Für eine Vorwarnung mag es unterhalb des verlinkten Videos bereits ein wenig zu spät sein, aber wieder einmal handelt es sich um einen üblen Ohrwurm. Vor allem bei mir hat er sich so festgesetzt, weil ich — gemeinsam mit meiner Frau — mittlerweile mehr als zwei Staffeln fast am Stück angesehen habe: Allabendlich zwei oder drei Episoden. Sogar unsere Kinder pfeifen das Thema schon…

Ich bin schon soweit, dass ich mir fest vorgenommen habe, das Thema vor Beginn des neuen Schuljahres gleich einmal für meine Big Band zu arrangieren, das könnte echt ein fetziger Moment im Adventskonzert werden. (Und dann hätten gleich mehrere hundert Konzertbesucher einen Ohrwurm – stellt euch an dieser Stelle das typische Hollywood-Bösewicht-Grinsen vor…)

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Song des Tages (336) – 2017-08-14

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Ui, schon wieder Montag – zum Glück in den Ferien, sodass mich das heute ausnahmsweise mal nicht sonderlich tangieren muss. Für all jene, die heute dennoch zur Arbeit gehen und dort ordentlich ranklotzen müssen, habe ich einen ganz entspannten Song herausgesucht, der auch schon so oft im Radio gespielt wurde, dass man ihn ganz bequem mitsingen, -pfeifen oder -summen kann, ganz nach Belieben. Der heutige Song des Tages stammt von einer Gruppe mit dem witzigen Namen Gypsy & The Cat und heißt „Jona Vark“:

Vor etwa einem Jahr hatte ich den Song in einer privaten Favoriten-Playlist. Dort lief er dann – ob durch Zufall (die Playlist wurde meist im Shuffle-Modus abgespielt) oder durch einen findigen Algorithmus, der mir einen schlimmen Ohrwurm verpassen wollte, sei dahingestellt – so oft, dass ich den Song wieder aus der Liste löschte. Nun war ich ein ganzes Jahr abstinent, also kann ich den Song wieder mit Genuss anhören.

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Song des Tages (334) – 2017-08-12

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Gitarristen gibt es wie Sand am Meer. Auch gute Gitarristen. Sensationell gute nicht ganz so häufig, aber immer noch in rauen Mengen. Gute Gitarristen, die auch noch gute Songs schreiben und passabel singen können, stellen den wohl kleinsten Teil dar.

Genau so einer war jahrelang der Kopf einer Band namens Giant. Und Dann Huff, so heißt der singende Gitarrist, überzeugt wirklich auf ganzer Linie, denn im heutigen Song des Tages demonstriert er zu Beginn gnadenlos, was er als Gitarrist „auf dem Kasten“ hat, dann singt er – und zu allem Überfluss kommt man dann aus dem Grooven einfach nicht mehr heraus. Daher viel Vergnügen bei Giant und ihrem Opener zum Album „Last of the Runaways“ (es müsste sogar das Debüt-Album gewesen sein) mit dem Titel „I’m A Believer“:

Der Clip zeigt eine Version, die zwar im Studio aufgenommen wurde, dennoch nicht ganz deckungsgleich mit der fertig aufgenommenen Version ist. Für Fans also ein zusätzliches Bonbon.

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Song des Tages (333) – 2017-08-11

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Hinsichtlich der perfekten Coolness auf der Bühne kann vermutlich niemand Frank Sinatra das Wasser reichen. Er hatte eine gleichzeitig energetische wie auch galant-lässige Art an sich, die eben auch perfekt zu seinen Interpretationen der vielen, vielen amerikanischen Klassiker passte, die er im Lauf seines langen Lebens darbot. Einer der Songs, der mir schon immer gut gefallen hat, ist „Night and Day“. Ich musste bei YouTube einige Aufnahmen durchsuchen, um genau jene zu finden, die ich meinte, denn allein von Ol‘ Blue Eyes sind etliche ganz unterschiedlich arrangierte Aufnahmen im Umlauf. Die heutige ist die eine, die mir besonders gefällt, vielleicht liegt es an dem sensationell deutlich zu hörenden Trompeten-Kiekser (gleich in dem lauten Akkord der Band nach dem ersten Gesangseinsatz):

Faszinierend ist die Mühelosigkeit, mit der Frankie sich durch diesen Song hangelt, obwohl manche melodischen Floskeln, wenn man sie dann in Notenform vor sich liegen hat, alles andere als banal sind. Genau hier lag seine große Kunst: Schwierige Sachen so perfekt zu beherrschen, dass sie mit der gebotenen Lässigkeit rüberkamen. Wie groß die Unterschiede zu vielen anderen Sängern dann sind (bzw. waren, er ist ja nun doch leider schon einige Jahre tot), merkt man erst, wenn man sich die unterschiedlichen Interpretationen im Vergleich anhört.

Heute aber gibt es erst einmal den uneingeschränkten Genuss von Frank Sinatras gelungenster Fassung von „Night and Day“.

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