Neue Ziele

Eine sehr inspirierende Podcast-Folge
Eine sehr inspirierende Podcast-Folge

Gerade eben habe ich eine höchst interessante Podcast-Folge mit Bastian Wölfle gehört, der vor ein paar Jahren mehr als 40 kg abgenommen hat. In dem Interview fasst er zusammen, wie man sich beim Abnehmen motivieren, wie man durchhalten und erfolgreich sein kann. Die Seite findet man hier.

Nun kann ich ja nicht gerade sagen, dass ich dringend abnehmen müsste. Bei 179 Zentimetern liege ich mit meinen 65 kg genau im Normalbereich. Aber: Durch meinen Süßigkeitenkonsum, der wirklich unverschämt hoch ist, habe ich in den letzten Monaten ein kleines Bäuchlein angesetzt. Und das nervt mich. Ich will es loswerden.

Noch dazu habe ich festgestellt, dass meine abendlichen Süßigkeiten weitgehend noch nicht einmal mit wirklichem Genuss gegessen werden. Der größte Teil davon wird ganz einfach automatisch in die Futterluke gestopft, gekaut und geschluckt. Davon möchte ich wegkommen. Eher gestern als heute. Also habe ich heute angefangen: Gerade als der Impuls kam, die Schublade mit den Süßigkeiten zu öffnen, um mir wieder etwas — nein: einen Haufen — aufzuladen, packte ich mein iPad, ließ die Podcast-Episode weiterlaufen, putzte die Zähne und ging ins Bett.

Da bin ich gerade und schreibe diese Zeilen. Eine ganz konkrete Buchempfehlung habe ich aus dem Podcast schon mitgenommen. Das Buch wartet auch schon in meiner iBooks-App auf mich. Sobald ich mich da ein Stück weit eingelesen habe, schreibe ich einen neuen Beitrag dazu. Doch jetzt bin ich zu müde, morgen steht neben dem regulären Schulalltag noch mein Schulkonzert an, da muss ich fit sein.

Coole Idee

Bei Twitter fand ich vor ein paar Tagen ein Foto, das mir eine ganz faszinierende Idee für die Zukunft aufzeigt: Wenn ich beim Korrigieren mal wieder zu müde werde, verlege ich meine Arbeitsstätte auch um mein Laufband herum.

Eine Laufband-Workstation – sehr cool, so ein Teil baue ich mir mal!
Eine Laufband-Workstation – sehr cool, so ein Teil baue ich mir auch mal!

So etwas ähnliches gab es schon vor Jahren beim „Haus des Lernens“ in Romanshorn, das ich im Rahmen einer Exkursion besucht habe. Unter einer fixen Tischplatte wurden Trainingsräder so montiert, dass die Lernenden während der kognitiven Arbeit ihre Beine bewegen konnten. Das hält den Kreislauf wach und die Konzentration beim Stoff. Wenn ich mich nicht ganz irre, nannten die das bewegtes Lernen – sehr passend.

Hach! Jetzt noch die Zeit haben, dann würde ich mit dem Teil sofort beginnen…

P.S.: Das einzig verstörende an dem Foto ist, dass ich den Eindruck gewinne, die Frau liefe rückwärts, denn irgendwie fehlt dem Laufband der charakteristische Vorderteil… (Oder aber er ist gut versteckt.)

Fauler Tag

Solera legt die Füße hoch...
Solera legt heute mal ganz faul die Füße hoch...

Heute ist ein richtig fauler Tag. Und ich genieße jeden Moment davon. Hmmmmmmm, was macht einen faulen Tag aus? Ganz klare Sache: Ausschlafen! Also bis 5:55 h, dann noch liegen bleiben bis zehn nach sechs. Luxus (kein Kind wollte etwas von uns…)! Dann ab in den Keller und ganz entspannt Laufen (17,17 km – ich beende die Läufe immer bei solchen Schnapszahlen, gestern waren es 16,16…). Aber wirklich ganz entspannt mit einem guten Hörbuch. Seit ein paar Tagen (Ferien!) hänge ich dann immer noch ein paar (<10) Minuten Seilspringen an – der Doc hat ja abgeraten, aber in der Kürze kann es nicht wirklich schädlich sein. Außerdem habe ich dabei Seeed gehört, das puffert gut… Dann duschen und frühstücken. Und dann bin ich gleich einmal sitzen geblieben, wo ich war und habe meine Twitter-Zeitleiste überflogen, hier und da einen Artikel genauer gelesen, ein Glas Cola Light nach dem anderen getrunken und den Blog-Eintrag von heute früh geschrieben. Dann kamen meine Frau und unsere Mittlere (gestern war Erstkommunion) von der Kirche heim. Spontan beschlossen wir, doch einfach mal einen Film anzuwerfen – wenn nicht in den Ferien, wann dann? Also TV an: „Evolution“. Herrlich! Das war für uns Eltern gut, aber gerade die Mittlere mag den Film nicht und blieb standhaft in ihrem Zimmer. Daher schwenkte der mittlerweile seine Faulheit voll auskostende Solera auf „Undercover Blues – Ein absolut cooles Trio“ um, was bei allen Kindern gut ankam. Und weil ich schon so schön saß, gab es danach gleich noch einen Film (Rabeneltern!). Bildungsfernsehen: „Zärtliche Chaoten“. Die Kinder haben sich königlich amüsiert, wir Erwachsenen uns auch – wenn auch aus anderen Gründen, denn die Witze sind überwiegend derart schlecht (ich sag nur: Schlürfrechte), dass man den Film eigentlich nur mit einer ganzen Flasche Solera 1847 intus ertragen kann. Aber das Amüsement der Kinder wirkte absolut ansteckend. Danach schmerzte mir vom vielen Sitzen schon beinahe der Hintern, also stand ich auf und begab mich als Üben. In den Blas-Pausen tippe ich nun diesen kurzen Eintrag. Hach! Ferien sind schon etwas herrliches!

 

Lehrer, Kinder, Ferien – und Zeilenende

Zeilenende

Gestern hat mir der einmalige Zeilenende auf Twitter einen Tweet mit einem fragenden Kommentar weitergeleitet:

Da muss man schon genau hinsehen...
Bitte genau hinsehen!

Da ich am Donnerstag meine zweiwöchige Big Band-Probe in Ellwangen hatte, die sich bis kurz nach 22 h hinzog, woran sich immer noch etwa 30 Minuten Heimfahrt anschließen, war ich in der konkreten Situation nicht in der richtigen Stimmung, mich von der Muse küssen zu lassen und gleich zu antworten. Außerdem ist das Thema gar nicht so unspannend – also kündigte ich ihm nur an, es in einem eigenen Blog-Eintrag zu verarbeiten. Nun denn…

Ferienarten

Lehrer unterscheiden Ferien, denn auch wenn die Dauer der „unterrichtsfreien Zeiten“ meist nicht extrem voneinander abweicht, wäre es vermessen zu glauben, dass alle Ferien sich gleichen würden. Doch zuerst einmal muss ich klarstellen, welche Ferien ich überhaupt habe, das unterscheidet sich ja von Bundesland zu Bundesland. Hier in Baden-Württemberg sieht es ungefähr folgendermaßen aus:

  • Herbstferien: eine Woche, die sich am Ende des Oktobers bis in die ersten Novembertage erstreckt. Diese Ferien sind unglaublich wichtig als erste Aufarbeitungsphase nach ungefähr zwei Monaten Schule. Gerade am Schuljahresanfang müssen alle Listen, Sitzpläne etc. erstellt und gepflegt werden, bis zu den Herbstferien setzt sich dann auch einiges, man hat jede Klasse einigermaßen kennen gelernt, die ersten Eindrücke sind gefestigt – jetzt kann und muss die weitere Planung angepasst werden.
  • Weihachtsferien: üblicherweise zwei Wochen, die kurz vor dem Heilig Abend beginnen und dann nach den ersten Januar-Tagen enden. Als Musiklehrer bin ich meist bis zum letzten Moment in der Schule voll im Einsatz, da im Dezember ein großes Adventskonzert und am letzten Schultag ein von Musik umrahmter Gottesdienst stattfinden. Beides erfordert Vororganisation, Proben und umfangreiche Transport-, Auf- und Abbautätigkeiten, vom eigentlichen Musizieren ganz zu schweigen. Parallel sind bis dahin in den meisten Klassen (in meinem Fall meist 14 bis 17 im Schuljahr) die ersten Klassenarbeiten/Klausuren geschrieben (und hoffentlich auch schon korrigiert, damit man nichts mit in die Ferien nehmen muss). Zum Beginn der Weihnachtsferien bin ich üblicherweise derart erschlagen, dass ich erst einmal zwei Tage brauche, um auf „normal Null“ zurück zu kommen. In den ersten Berufsjahren wurde ich beim Nachlassen der Anspannung erst einmal krank, das hat sich glücklicherweise in den letzten Jahren gelegt, denn mittlerweile achte ich etwas mehr auf mich.
  • Faschings- oder Winterferien: eine Woche, die sich vor allem aus gesetzlichen Feiertagen (Rosenmontag, Faschingsdienstag) und verschiebbaren Ferientagen zusammensetzt. Da zum Ende des ersten Halbjahres die Halbjahresinformationen fällig sind, die mit Notenkonferenzen und entsprechendem zusätzlichen Arbeitsaufwand einhergehen, ist auch diese Woche dringend nötig, um einfach wieder aufzuarbeiten und den Erholungsmangel etwas auszugleichen. Februar ist auch die Zeit, in der meist ein oder mehrere eigene Kinder eine Erkältung anschleppen.
  • Osterferien: üblicherweise zwei Wochen, eine vor Ostern, eine danach. Die Tage werden länger, die Frühjahrsmüdigkeit ist spürbar. Meist geht direkt nach den Osterferien das schriftliche Abitur los, also ist vorher ein kleiner Endspurt angesagt. Doch alles in allem sind dies meist Ferien, die zur Erholung ganz gut sind. Außerdem kann man nun wieder im Garten aktiv werden. Osterferien sind gute Ferien. (Einschränkungen folgen…)
  • Pfingstferien: üblicherweise zwei Wochen Ende Mai/Anfang Juni vor dem großen Schlusslauf. Wenn man es ungeschickt anstellt, liegen zu Beginn der Ferien ein paar große Korrekturstapel auf dem Schreibtisch, damit man in den letzten Schulwochen nicht noch zu viel Korrekturarbeit erledigen muss. Aber diese Ferien nutzen wir gern, um mal für ein paar Tage wegzufahren, ansonsten bereite ich wie üblich ein paar Tage Unterricht vor.
  • Sommerferien: Die große sechs- bis siebenwöchige Unterbrechung, die meist von Ende Juli bis zur ersten Septemberwoche reicht. Im Gegensatz zu allen anderen Ferien, in denen ich immer sehr darauf bedacht bin, schon die ersten paar Tage „danach“ gut vorzubereiten, halte ich mir die Sommerferien (schul)planerisch komplett frei. Welche Klassen ich genau bekomme, erfahre ich ohnehin erst ein paar Tage vor Beginn des Schuljahres, wozu also schon Wochen vorher die sommerliche Trägheit stören?

Soviel zur gefühlten Einteilung der Ferien aus meiner Sicht. Es gibt sicher Kollegen, die ein gänzlich anderes Prozedere pflegen. Sicher teilen aber auch etliche meine Vorgehensweise. Das Vorbereiten der ersten Tage, am besten der ganzen ersten Woche, ist ein logisches Vorgehen, das sich in der Praxis bewährt hat. Denn der Umstieg von „ich kann jeden Morgen auch erst um 6:30 h aufstehen“ auf „der Wecker klingelt um 4:35 h“ ist doch etwas anstrengend…

Kinder und Ferien – und Eltern…

Unsere Kinder sind in den Ferien üblicherweise herrlich entspannt. Unser Großer (10) könnte aus seiner Perspektive heraus auch den ganzen Tag in seinem Zimmer sitzen, Bücher lesen, LEGO bauen und Musik hören – der würde freiwillig keine Sekunde aus dem Zimmer herauskommen. Die Mädels dagegen sind wesentlich neugieriger und agiler, die motzen meist schon nach 10 Minuten Ferien, dass sie sich langweilen. Wenn man Glück hat, finden sie sehr schnell eine Beschäftigung für die folgenden Stunden, wenn man dies nicht hat, kommen sie alle paar Minuten wieder, um zu fragen, was sie denn nun tun könnten. Das kann anstrengend sein, meist finden sie aber sehr zügig eine Ihnen genehme Beschäftigung.

Unsere zwei Großen sind unter der Schulwoche an mehreren Tagen im Hort, weil wir Erwachsenen an fast allen Tagen Nachmittagsunterricht haben. Da auch noch vorbereitet werden muss, bleiben die Kinder dann bis etwa 16:00 h im Hort. Mit etwas Glück haben sie danach die Hausaufgaben fertig und können nach dem obligatorischen Instrumentalüben ihren eigenen Wünschen nachgehen. Die jüngste war bislang im Kindergarten, aus dem sie mit den anderen gemeinsam (gleiches Gebäude) gegen 16:00 h abgeholt wurde. Ab September geht auch sie in die Schule, dann werden sich die Hortzeiten angleichen (es sei denn, der neue gymnasiale Stundenplan bei unserem Großen macht dem einen Strich durch die Rechnung).

Wenn der Hort eine Ferienbetreuung anbietet, nehmen wir meist ein paar Tage davon dankend an, um unsere anstehenden Arbeiten erledigen zu können, ohne ein allzu schlechtes Gewissen zu haben. Meist gehen wir in den Wintermonaten an einem der Vormittage auch einfach mal in die Sauna, so bleiben wir etwas gesünder – auch nicht schlecht.

Bietet der Hort keine Ferienbetreuung an (die Stadt gibt den Betreuungseinrichtungen die Anzahl der freien Tage genau vor), wird es manchmal etwas „tricky“, denn wenn wir arbeiten müssen, bleibt oft nichts anderes übrig, als die Kinder ein paar Stunden sich selbst zu überlassen. Den Kindern taugt das sehr, doch es zieht meist energische Aufräumarbeiten im Haus nach sich…

Fazit

Den Kindern gefallen Ferien immer, die könnten dem Bild durchweg zustimmen. Als Lehrer kann ich nicht bestätigen, dass ich in den Ferien nur Alkohol trinke, meine Fingernägel lackiere, Geld scheffle (bekommen die normalen Arbeitnehmer während der Urlaubszeit ihren Lohn nicht weitergezahlt?), Party mache (bin eh nicht der Party-Typ, da stehe ich nur dumm herum und lese in der WordPress-App, was Zeilenende und meine anderen virtuellen Freunde so wundervoll schreiben). Ich erhole mich gezielt, arbeite nach und vor – und schreibe unzählige Blog-Einträge, die dann keiner lesen möchte. Zum Glück habe ich mit Zeilenende einen bezahlten (*hüstel*: Gottes Lohn) Dauerleser, der mir auf jeden Artikel ein Like geben muss, sonst komm ich rüber und geb ihm auf die Mütze… 😉

Spaß beiseite: In unserer Funktion als Eltern mögen wir die Ferien nicht ganz so hundertprozentig, da sie meist weniger Struktur und somit mehr Arbeit mit sich bringen. Gleichzeitig lernt man es so, die geregelten Wochen der Schulzeit noch mehr zu schätzen… Was für uns Eltern an den Ferien einmalig schön ist: Die Möglichkeit, sich jedem Kind mit mehr Zeit widmen zu können. Da kann dann eine Bastelarbeit in Ruhe zu Ende gebracht und gewürdigt werden, für die man in der Schulzeit oftmals nur den Gedanken (Verzeihung bitte!) „Wo sollen wir das Teil denn noch hinstellen?“ übrig hätte. Laut ausgesprochen wird der Gedanke nie, aber vor allem in den Ferien haben wir die nötige Ruhe (und den Mangel an Terminen, die uns herumschleichen), um das Ergebnis mit den Kindern gemeinsam zu genießen.

Insofern, lieber Zeilenende, kann ich der Elternzeile im aktuellen Zustand nicht zustimmen. Ein weinendes Gesicht vorne und hinten, aber viele lachende und gemütlich auf dem Sofa kuschelnde Emojis in der Mitte wären passender. Trotzdem: Vielen Dank für den Impuls! Schönen Samstag noch, vielleicht komme ich heute neben der Korrektur der Oberstufenklausur auch noch zum Schreiben eines weiteren Eintrags.

Die Osterferien beginnen dieses Jahr erst am Mittwoch (nächste Woche), da die Weihnachtsferien um ein paar Tage verlängert waren. Insofern verzögert sich der Ansturm meiner neuen Einträge etwas. Aber das ist ja eher erholsam als schlimm… 😉

 

Ungefragt weiterveröffentlicht

In den letzten Wochen/Monaten erhielt ich auf Twitter immer wieder kurze Mitteilungen, dass eine neue Zeitung publiziert wurde. In diesem Zuge wurde mir gedankt. Beim ersten Mal war ich verwundert, hielt es für Werbung und ignorierte es, später entdeckte ich dann, dass jeweils ein aktueller Blog-Artikel von mir dort verlinkt worden war.

Eine der Mitteilungen - gerade von heute...
Eine der Mitteilungen - gerade von heute...

Nun bin ich kein Typ, der gleich zum Rechtsanwalt rennt (es soll solche Menschen ja geben). Eigentlich sogar das genaue Gegenteil, doch so ganz kann ich mich nicht mit der Tatsache anfreunden, dass ich nicht einmal gefragt wurde, ob denn mein Blog-Eintrag dort weiterveröffentlicht werden dürfe.

Klar, mir wurde gedankt. Aber das war nach der Verwendung. Zu diesem Zeitpunkt kann ich ja schlicht und einfach keinen Einspruch mehr erheben. Da liegt nun einmal der Hund begraben.

Was ich bisher von diesem Matzaton gesehen habe, war nicht weiter dramatisch, da hätte ich meine Einwilligung vermutlich auch ohne große Zeitverzögerung gegeben. Doch wenn jetzt irgendeine von mir sicher nicht unterstützte AfD-Seite oder etwas in der Richtung einen meiner Artikel zum Auffüllen Ihres Angebots nutzen würde, wäre ich eindeutig und absolut dagegen.

Daher bitte ich doch alle, die meinen, sich bei meinen Blog-Artikeln bedienen zu dürfen, sehr darum, mich einfach zu fragen. Üblicherweise werde ich dann sicher noch ein oder zwei Mal nachfragen, mir ein Beispiel für die bisherigen Publikationen (oder einfach den gesamten Auftritt im Netz) ansehen und dann – schlimmstenfalls – ablehnen. Auch damit muss man zur Not leben.

So sieht das dann aus...
So sieht das dann aus...

Der Screenshot zeigt die Verlinkung meines Blog-Eintrags von gestern, leider falsch verlinkt (es geht nicht eine Silbe um Sport), außerdem empfehle ich das nicht, ich habe es geschrieben.

Mich interessiert ja eher, ob noch andere solche Erfahrungen gemacht haben. Das fände ich ja wirklich spannend.

 

Musikmaschine vom Feinsten

Gerade habe ich auf Twitter den Link zu einem YouTube-Video entdeckt, bei dem ein Künstler/Musiker seine Musikmaschine vorstellt, die mit der Hilfe von 2.000 Stahlkugeln betrieben wird. Üblicherweise bin ich solchen Spielereien gegenüber immer sehr skeptisch eingestellt, doch dieses Mal kann ich nur sagen: Wow! Eine tolle Idee, die fein ausgeführt wurde, sodass tatsächlich auch eine optisch faszinierende Maschine entstanden ist.

Wer Interesse daran hat, sehe bitte hier.

Ich finde hier sowohl die Idee als auch die Umsetzung sehr gelungen. Ihr sicher auch, oder?

 

Die „gute“ Seite des Internet

Das Internet ermöglicht viele schöne und wundervolle Dinge, z.B. WordPress mit den netten Menschen, die sich — zumindest in meinem Bekanntenkreis — dort tummeln, kann aber auch ein Ort abgrundtiefen Hasses und verdrehter Wahrheiten, Neid und sexueller Nötigung, Diffamierung und Ausnutzung sein.

Bei Twitter fand ich heute ein Beispiel für die beeindruckend schöne Seite des Internet: Ein Mädchen, das aus der Begeisterung für eine Sache anhand unzähliger Videos einen Tanzstil nicht nur erlernt sondern gleich gemeistert hat. Aber seht selbst!

Ist das nicht höchst faszinierend. Solche Videos zeigen, dass die ursprüngliche Vision des Internet immer noch lebendig ist, anders wäre eine derartige Entwicklung für mich nicht zu erklären…

 

Political Correctness & Disneyfication – nein danke!

Gestern habe ich das oben abgedruckte Bild bei Twitter entdeckt. Und – ohne dass ich jetzt eine konkrete Quelle angeben könnte – erinnere ich mich an einen schönen Artikel eines US-amerikanischen Bloggers darüber, dass die überall eingeforderte „politische Korrektheit“ eine „echte eigene Meinung“ zunehmend unterdrückt. Im Sinne einer „Disneyfication“ gilt nur noch als akzeptabel, was niemanden „aus der jeweiligen Komfortzone“ herausreißt – somit wird jede Äußerung weichgespült und immer nur dann geäußert, wenn man sich als Autor sicher sein kann, niemanden auch nur andeutungsweise anzugreifen bzw. (im Umkehrschluss) möglichst viele „Likes“ zu generieren.

Als ich den Artikel gelesen hatte, reifte in mir der Entschluss, in der Zukunft von meinen Schülern durchaus in der im Bild angedeuteten Richtung wesentlich mehr zu verlangen.

Schon jetzt lasse ich mich im Beruf nicht von Überlegungen leiten, die mir „mehr Beliebtheit“ bei den Schülern versprechen, denn gibt man dieser Versuchung erst einmal nach, wird es sehr schwierig, später wieder einen konfrontativen Kurs einzuschlagen. Und gerade Teenager auf der Höhe der Pubertät benötigen einen knüppelharten Widerpart, an dem sie sich reiben und ihre private Revolution ausleben können. Keiner behauptet, dass sich das für beide Seiten gut anfühlt, aber auf dem Weg zu einer eigenständigen Persönlichkeit ist diese aufrührerische Phase unumgänglich.

Wenn man sich mal vor Augen führt, wie lange der Zustand der Adoleszenz sich heute ausdehnt (oft bis Mitte/Ende Zwanzig), so mag einer der Gründe dafür darin zu suchen sein, dass den Jugendlichen immer mehr Möglichkeiten genommen werden/wurden, kontrovers zu sein. In den 1960er Jahren konnten die Teenager die Rolling Stones hören (nur als ein schönes Beispiel) und sich sicher sein, dass die Eltern strikt dagegen waren. Das beschwor Konflikte herauf, dringend notwendige Konflikte, dafür waren die jungen Erwachsenen dann auch schon früher gereifte(re) Persönlichkeiten.

Vergleichen wir die Situation damals (Rolling Stones) mit heute: Die meisten Eltern hören weitgehend die gleiche Musik wie ihre Kinder, zumindest gibt es immer weniger substantielle Unterschiede. Das Radio hat mit seinem dreieinhalb-Minuten-Diktat für eine weitgehende Angleichung der Popularmusik gesorgt. Klar, man findet immer noch Nischen, bei denen sich die Eltern sicher genervt abwenden. Aber es wird immer schwieriger, die Nischen werden immer kleiner.

Ich lehne mich nun ein wenig aus dem Fenster: Das Erstarken extrem rechter und extrem linker politischer Ansichten sowie deren gewaltbereites/-volles Ausleben könnte auch eine Folge der zunehmend unmöglich gewordenen Revolutionsphase in der Pubertät sein. Unter Garantie spielen da noch etliche andere Faktoren eine gewichtige Rolle, nicht zuletzt Bildungsgrad (des Jugendlichen wie auch der Eltern), soziale und geographische Herkunft, persönliche Vorerfahrungen und vieles mehr. Aber ich denke, dass es ein zwingender Teil des Erwachsenwerdens ist, sich eine Zeit lang mit allem und jedem um sich herum anzulegen, die Grenzen aktiv auszutesten. Und jedes Unterbinden dieser Möglichkeit verlängert den Abnabelungsprozess bzw. hinterlässt ungelöstes Konfliktpotenzial, das später dann unter Umständen wieder an die Oberfläche drängt.

Zurück zur Ausgangssituation: Warum sollte nun also der Lehrer immer nur einen auf „Kuschelkurs“ machen und seinen Schülern nicht grundsätzlich mehr abverlangen, als sie in ihrer „Komfortzone“ zu leisten bereit sind? Also: Macht euch auf etwas mehr Stress in den kommenden Monaten gefasst!

 

Gewusst wie…

Gestern ist mir bei Twitter eine Geschichte in den Blick geraten, die mir sehr nach zwar erfunden, aber genial klingt. Ich habe den Link zum Glück noch einmal gefunden, sonst könnte ja noch jemand denken, ich hätte mir das selbst ausgedacht…

Die Geschichte geht folgendermaßen: Ein Mann besitzt ein großes Grundstück, zu dem auch ein See gehört. Er ist nicht häufig auf diesem Grundstück, noch seltener am See. Als er aber eines Tages wieder einmal einen Ausflug dorthin unternimmt, sieht er eine Gruppe von Frauen beim Baden – alle unbekleidet. Er nähert sich und spricht die Frauen an. Diese hatten ihn schon beim Näherkommen gesehen und sich aus seiner direkten Reichweite zurückgezogen. Als er am Ufer steht, ruft eine der Frauen, dass sie erst aus dem Wasser kämen, wenn er wieder weg sei. Seine Antwort ist (vermutlich erfunden, aber) unschlagbar: Ich bin nicht Ihretwegen gekommen. Eigentlich wollte ich nur den Alligator füttern…

Na, ist der Groschen schon gefallen? Ich könnte immer noch lachen, auch wenn die Geschichte brachial erfunden klingt –zumindest kenne ich keine Gruppen von Frauen, die gemeinsam zum Nacktbaden an einen verlassenen See fahren (hmmm, vielleicht kenne ich auch einfach nur die falschen Frauen…).

 

Entspannung pur

Gerade habe ich ein durch Zufall entdecktes und gänzlich wunderbares Entspannungs-Video gesehen. Verlinkt wurde es bei Twitter, mehr möchte ich nicht erzählen, außer vielleicht den Hinweis, dass mir noch nie eine entspanntere Stimme in einem solchen Kontext untergekommen ist.

Video hier ansehen (YouTube).

Wenn das kein geeigneter Start ins Wochenende ist, dann weiß ich auch nicht…