Strukturiert neu starten

In diesem Jahr habe ich den Sommer recht gut genutzt und einige Arbeitsblätter, mit denen ich schon lange nicht mehr richtig zufrieden war, überarbeitet. Das Ergebnis wird in den kommenden Wochen gleich mehrfach eingesetzt, sodass ich dann ziemlich schnell eine recht konkrete Einsicht bekommen werde, ob sich der Arbeitsaufwand gelohnt hat.

Aber da wollte ich nicht stehen bleiben. In meinem Musikraum gibt es ca. 35-40 Notenpulte. Da es sich um den größten Raum in der Schule (abgesehen von den Turnhallen) handelt, wird er ziemlich oft für zusätzliche Veranstaltungen genutzt (auch das Abitur wird jedes Jahr in diesem Raum geschrieben, was mich zwei Wochen lang in andere Räume zwingt, aber mittlerweile habe ich mich damit arrangiert). Tja, und jetzt stelle man sich den Hausmeister vor, der die Bestuhlung für die Veranstaltung vornehmen will und erst einmal gut 40 Notenständer wegtragen muss, weil sie im Weg sind. Ich verstehe vollkommen, dass ihn das ziemlich nervt, weswegen ich ihm oft dabei helfe und ihm immer anbiete, es kurz vor Stundenende mit einer Klasse zu machen (dann dauert es nur eine Minute).

Dennoch schwebte mir eine bessere Lösung vor, die insgesamt auch etwas mehr Ordnung in meinen Raum bringen würde. Nach ein wenig Vorab-Organisation (Finanzierung, Skizze zur Planung anlegen etc.) startete ich gestern zum Baumarkt und kaufte für knapp 190 € Material, das in meinem Keller landete. Jeweils 90 Minuten brauchte ich, dann waren die beiden Ständerwägen fertig.

Hier der erste nach seiner Fertigstellung noch im Keller (ganz in der Nähe der Solera-Vorräte...)
Hier der erste nach seiner Fertigstellung noch im Keller (ganz in der Nähe der Solera-Vorräte…)

Mit zum Material gehörten auch zwei 100 Stück-Packungen Holzschrauben, die während der Konstruktion – so knapp hatte ich es nicht erwartet – fast komplett aufgebraucht wurden. Darunter fand sich auch dieses Glanzstück einer Schraube, die mir dann doch nicht ganz so geeignet schien, zwei Holzteile aneinander zu fixieren…

Diese Schraube sitzt immer locker...
Diese Schraube sitzt immer locker…

Heute früh brachte ich mit der Hilfe unseres Großen die beiden fertigen Ständerwägen in die Schule – und was für einen aufgeräumten Anblick sie bieten:

Hier die beiden fertigen Ständerwägen in meinem Musikraum
Hier die beiden fertigen Ständerwägen in meinem Musikraum

Bevor sich nun jemand wundert, welch luxuriös und generös bemessenen Räumlichkeiten ich in der Schule nutzen darf: Genau an der Stelle, die die beiden Ständerwägen im Foto einnehmen, stehen normalerweise 20 Tische für die Schüler, dann wird es schon ein wenig „gemütlicher“.

Gut, trotz des schönen Fotos kann sich vielleicht der eine oder andere noch nicht vorstellen, wofür man einen Ständerwagen benötigt. Ganz einfach: So lassen sich auf einen Schlag gut 15 Notenständer befördern:

Hier ein mit 15 Notenpulten beladener Ständerwagen, mit ein wenig Hilfe und Geduld bekäme man sicher auch 16 oder 17 hinein, ich war so schon ganz zufrieden...
Hier ein mit 15 Notenpulten beladener Ständerwagen, mit ein wenig Hilfe und Geduld bekäme man sicher auch 16 oder 17 hinein, ich war so schon ganz zufrieden…

Da die Ständerwägen in der Schule eingesetzt werden, wo gerade pubertierende Teenager auch mal mit unnötigem Muskeleinsatz an das Mobiliar herangehen, habe ich sehr auf eine massive Bauweise und Stabilität geachtet:

  • Jede der vier Rollen könnte allein 50 Kilogramm tragen. Damit sollte genug Spielraum vorhanden sein.
  • Alles ist aus Massivholz (zwar nur 18 Millimeter stark, aber das sollte schon ausreichen).
  • Zusätzlich zu den Mehrfachverschraubungen haben ich pro Ständerwagen auch noch acht Winkeleisen angebracht, um sowohl am unteren als auch am oberen Ende für Stabilität zu sorgen (siehe Fotos unten).
  • Arretierungen für die Rollen verhindern ein Wegrollen an einer abschüssigen Stelle. Das ist wichtig, weil ein voll beladener Ständerwagen von einem schmächtigen Unterstufenschüler unter Umständen nicht gehalten werden kann (siehe Foto unten).
Zusätzlich zur Verschraubung von außen sind innen die Winkeleisen angebracht.
Zusätzlich zur Verschraubung von außen sind innen die Winkeleisen angebracht.
Auch die Querstreben oben sind durch das Außenbrett schon doppelt verschraubt, zusätzlich gab's noch die Winkeleisen – so hält die Freude länger an...
Auch die Querstreben oben sind durch das Außenbrett schon doppelt verschraubt, zusätzlich gab’s noch die Winkeleisen – so hält die Freude länger an…
Jeweils zwei Rollen pro Ständerwagen sind mit einer Arretierung ausgestattet.
Jeweils zwei Rollen pro Ständerwagen sind mit einer Arretierung ausgestattet.

Alles in allem bin ich zufrieden, denn die Ständerwägen werden sicherlich den Schulalltag in meinem Unterrichtsraum etwas aufgeräumter machen – und unseren netten Hausmeister etwas entlasten.

Und zum endgültigen Rumposen noch ein schönes Bild zum Schluss...
Und zum endgültigen Rumposen noch ein schönes Bild zum Schluss…
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Ein Platz, 12 Monate – 05 – Juni 2017

In diesem von Zeilenende initiierten Projekt wird ein Ort ein Jahr lang fotografisch begleitet, jeweils am letzten Sonntag im Monat wird der dann aktuelle Zustand hier präsentiert.

Obwohl sich zwischen den letzten beiden Beiträgen dieser Sparte nicht allzu viel verändert hatte, in den Pfingstferien gab es einen eindeutigen Schub nach vorne, der auch optisch ganz klar zu erkennen ist.

Einerseits ist natürlich die Vegetation ein ganzes Stück vorangekommen (der mit großen Schritten nahende Sommer lässt grüßen, heiß war es in den vergangenen Tagen zur Genüge), überall sprießt und grünt es, auch vereinzelte Blüten zeigen sich hier und da. Andererseits ist das „Dreckseck“ zwischen Hauswand und der untersten Reihe von Pflanzringen verschwunden. Um die aufdringlichen Pappeln mit ihren überall empor schießenden Trieben ein wenig im Griff zu behalten, habe ich eine entsprechende Folie ausgelegt, die verhindern soll, dass von unten allzu viele Gewächse nachsprießen. Darüber ist gut und gern eine Tonne Kies verteilt worden. Der riesige Vorteil ist, dass man nun von der Terrasse aus auch bei schlechtem Wetter einigermaßen sauberen Fußes zum Woodport gelangen kann. Und es sieht um Längen besser aus als das ungleichmäßig hervorgeschossene Gras:

Im direkten Vergleich sieht man gleich, warum es mir in der neuen Fassung besser gefällt...
Im direkten Vergleich sieht man gleich, warum es mir in der neuen Fassung besser gefällt…

Beim Transport der Kiesmenge ging unser fast sieben Jahre alter Fiat Dobló ganz schön in die Knie, die insgesamt 550-600 Liter Kies wogen locker eine Tonne (ich kann ein Lied davon singen, denn den Großteil durfte ich schaufeln und schleppen). Das sah aus der Perspektive des Autos nicht mehr ganz so „gesund“ aus:

Wer hat schon einmal für 15 € sein Auto tiefer gelegt?
Wer hat schon einmal für 15 € sein Auto tiefer gelegt?

Wie immer bleibe ich bei den drei Perspektiven: (1) Von der Terrasse aus, (2) vom Rand des neu angelegten Abschnitts aus um die Hausecke, (3) vom Woodport aus auf die drei Etagen.

Von der Terrasse aus...
Von der Terrasse aus…
Vom Rand um die Hausecke...
Vom Rand um die Hausecke…
...und vom Woodport aus.
…und vom Woodport aus.

Die weiteren Teilnehmer und ihre spannenden Beiträge sind bei Zeilenende verlinkt.

Ein Platz, 12 Monate – 04 – Mai 2017

In diesem von Zeilenende initiierten Projekt wird ein Ort ein Jahr lang fotografisch begleitet, jeweils am letzten Sonntag im Monat wird der dann aktuelle Zustand hier präsentiert.

Seit den letzten Ferien hatte ich gar keine Möglichkeit mehr, am Garten etwas zu verändern, zum Teil war in der Schule so viel los, dass ich da kaum über die Runden kam, zum Teil war das Wetter so richtig ekelhaft nass – insofern dürft ihr heute einfach genießen, dass sich die Vegetation um das gestaltete (und weiterhin zu gestaltende) Stück Garten in den letzten Wochen deutlich vermehrt und intensiviert hat. Auch in den Bereichen mit der neuen Komposterde hat sich so einiges getan, aber eben ungeplant und nur punktuell.

Noch eine Woche, dann sind Pfingstferien in Baden-Württemberg. Für die steht schon einiges auf dem Programm: Kies in die unterste Ecke einfüllen (davor natürlich einen Schutz vor Pappel-Sprösslingen einbringen, den ich bereits gekauft habe), dann endlich das tatsächliche Aussähen von Blumen und anderen Gewächsen… Das wird eine spannende Zeit!

Wie immer bleibe ich bei den drei Perspektiven: (1) Von der Terrasse aus, (2) vom Rand des neu angelegten Abschnitts aus um die Hausecke, (3) vom Woodport aus auf die drei Etagen.

Von der Terrasse aus...
Von der Terrasse aus…
Vom Rand um die Hausecke...
Vom Rand um die Hausecke…
...und vom Woodport aus.
…und vom Woodport aus.

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Fastenzeit — und jetzt?

Die Fastenzeit verlief sehr erfolgreich, der Trend darf sich gerne noch eine Weile fortsetzen!
Die Fastenzeit verlief sehr erfolgreich, der Trend darf sich gerne noch eine Weile fortsetzen!

Wie die Grafik zeigt, habe ich in den letzten Wochen ganz gut an Gewicht verloren. Die Fastenzeit war in dieser Hinsicht erfolgreich, noch besser war die Wiederaufnahme des Kalorienzählens, denn sie allein bringt Klarheit in das stets fragile Gefüge von In- und Output der Energie.

Nach dem Marathonlauf am 15.4. (hier) kann man einen deutlichen Knick nach unten erkennen, denn auf über 42 Kilometern habe ich wirklich viele Kalorien verbrannt — an diesem Tag allein kam ich auf über 50.000 Schritte.

Am Ende des Tages war da doch einiges zusammengekommen...
Am Ende des Tages war da doch einiges zusammengekommen…

Kein Wunder, dass am nächsten Morgen die Waage sehr gnädig war, hatte ich doch am Vortag mindestens 800 Kilokalorien, die im „Budget“ gewesen wären, ungenutzt gelassen. Leider, leider war es auch gleich der Ostersonntag, an dem traditionell bei den Schwiegereltern geschlemmt wird, bis alles zu spät ist. Klar, da rächte sich die Waage. Aber ich sehe das völlig entspannt, denn der Trend ist ungebrochen und klar zu erkennen.

Ein kleiner Zwischenstand von meinen täglichen Läufen.
Ein kleiner Zwischenstand von meinen täglichen Läufen.

An Sport mangelt es mir nicht, wenngleich ab morgen ein durchweg anstrengender Abschnitt im Schuljahr folgt, zusätzlich garniert mit haufenweise privaten Sonderterminen.

Doch selbst nach dem Ende der Fastenzeit werde ich weiterhin brav meine Kalorien zählen, darauf achten, abends nicht mehr als die 1.600 Kilokalorien (plus Sportanrechnung, die allerdings nur mit 20%) zu verbrauchen. Letztlich möchte ich die beiden Love-Handles an meiner Hüfte noch loswerden, wenn der Bauch auch noch einen Tick flacher wird, sträube ich mich nicht dagegen… Daher ist mein neues Zielgewicht (siehe oben) die Marke von 61 kg. Wenn das nichts hilft, dann halt nicht. Weiter runter komme ich bei 1,78 Metern Körpergröße und einer Vorliebe für Süßkram ohnehin nicht…

Der erste Marathon

Schon lange gärte es in mir, beim täglichen Laufen war es immer so ein Ziel, das mir vorschwebte. Und dann das: Vor einigen Wochen versprach ich dem guten Zeilenende relativ spontan, in den Osterferien einfach mal einen Marathon zu laufen. In den letzten Tagen hatte ich mich an die morgendliche Kühle (den Wind eingerechnet müsste ich eigentlich von „Kälte“ sprechen) beim Rennen im Freien gewöhnt (normalerweise ziehe ich bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius das Laufband im Keller vor). Da für morgen und die kommenden Tage wiederum deutlich kühleres und z.T. auch schlechteres Wetter angekündigt ist, ergriff ich kurzerhand die Möglichkeit und stürzte mich heute früh kurz nach 6:00 h hinaus, um meinen ersten Marathon-Lauf zu absolvieren.

Unmittelbar vor dem Aufbruch: Im Hintergrund sieht man die Morgendämmerung, ich sehe (noch) ganz zuversichtlich aus...
Unmittelbar vor dem Aufbruch: Im Hintergrund sieht man die Morgendämmerung, ich sehe (noch) ganz zuversichtlich aus…

Meine Frau startete einen Moment vor mir, sie hatte sich einen Halbmarathon vorgenommen. Da die Strecken nicht gleich waren, trafen wir uns an der einen oder anderen Stelle wieder – das war sehr schön.

Aber kalt war es. Und wie. Vor allem im Wind (schlimmer nur noch im Gegenwind). Das führte dann auch dazu, dass ich Rücken und Schultern etwas verspannte – ab Kilometer 32 rächte sich das, ab Kilometer 40 war es echt unangenehm.

Hörbuch-Unterstützung

Aber erst einmal zum Start, denn gestern hatte ich vorsorglich das Hörbuch von „Glas“, dem vierten Teil des „Dunkler Turm“-Epos von Stephen King geladen (und mir die etwas langatmige Einleitung der Neufassung angehört, um gleich mit der Geschichte starten zu können).

Der vierte Teil des langen Epos war mein treuer Wegbegleiter – und das war sehr gut so.
Der vierte Teil des langen Epos war mein treuer Wegbegleiter – und das war sehr gut so.

Beim Lesen bin ich ungefähr nach einem Drittel stecken geblieben, weil mir da erst einmal vier John Scalzi-Romane und sechs Hörbücher vom gleichen Autor „in den Weg sprangen“. Um mir die Geschichte wieder schmackhaft zu machen (und mir einen Grund zu kreieren, endlich im Buch weiter zu lesen – es ist ja alles andere als langweilig!), startete ich den Lauf mit dem Hörbuch. Und die Entscheidung war gut, denn es war die perfekte Mischung aus „Ist mir schon vertraut, weil ich es bereits gelesen habe…“ und „Huch! Dieses Detail hätte ich glatt vergessen…“ – so musste ich nicht jede Sekunde voll aufpassen, konnte aber die Geschichte in kompakter Form genießen. Sehr gut!

AirPods to the MAX!

Meiner Meinung nach sind die im Dezember von Apple herausgebrachten AirPods eines der besten Technologie-Produkte der letzten Jahre. Technologisch für ein 1.0-Produkt schon wahnsinnig ausgereift und derart bequem in der Handhabung – ganz klar, dass sie mich auch bei diesem Lauf begleiteten. Da ich fürchtete, die Akku-Laufzeit würde nicht ganz ausreichen, nahm ich die Box mit, in der ein Akku integriert ist, mittels dessen sich die Kopfhörer flugs wieder aufladen lassen. Wie sich herausstellte, hätte ich mir die Mühe des Mitschleppens sparen können, denn die AirPods gaben erst nach vier Stunden und 20 Minuten Dauernutzung (und das in durchaus kalter Umgebung) ihren Geist auf. Zehn Minuten später war ich ohnehin wieder daheim.

Dauer und Kondition

Auf den Marathon habe ich mich nicht speziell vorbereitet. In diesem Kalenderjahr bin ich – wie vorher auch – einfach jeden Morgen meine 10-18 Kilometer gelaufen. Mit einer speziellen Vorbereitung hat das leider gar nichts zu tun. Und das habe ich dann auch gemerkt, denn mein Körper war überhaupt nicht darauf vorbereitet, mehr als 30 oder 32 Kilometer zu laufen. Ab da schmerzte der Rücken beträchtlich – die Schultern waren so verkrampft, dass selbst das Schulterrollen, das sie lockern sollte, derart unangenehm war, dass ich es einfach wieder bleiben ließ.

Geschafft! Mein erster Marathon in der Zusammenfassung!
Geschafft! Mein erster Marathon in der Zusammenfassung!

Meine Zeit war – gemessen an einer professionellen Zeit – grausam schlecht, denn ich brauchte gut viereinhalb Stunden. Andererseits waren da etliche Höhenmeter enthalten (Ostalb), insofern bin ich völlig zufrieden damit.

Meine Zeit – nicht konkurrenzfähig, aber für mich schon sehr gut.
Meine Zeit – nicht konkurrenzfähig, aber für mich schon sehr gut.

All das darf nicht darüber hinweg täuschen, dass ich mich ansonsten beim Lauf ziemlich gut fühlte. Zwar verspürte ich ab Kilometer 33 oder 34 einen ziemlich nagenden Durst, für den ich selbstverständlich keine Vorsorge getroffen hatte. Aber andererseits: Was soll’s?

Kreislauf mit Berg- und Talfahrt

Na ja, ich merkte danach ziemlich schnell, wie anstrengend der Lauf für meinen Körper war. Ungefähr einen halben Kilometer vor Ende des Laufs musste ich eine Straße überqueren, doch der anhaltende Verkehr zwang mich zu gut 15 bis 20 Sekunden Steh-Pause. Und schon während dieser kurzen Zeit fühlte ich ein deutlich flaues Gefühl in mir aufsteigen. Mein Kreislauf war wohl der Meinung, mich darauf hinweisen zu müssen, dass er jetzt sofort für eine Pause zu haben wäre. Also schnell zwischen den Autos hindurchgequetscht und noch den Schluss absolviert. Danach langsam die letzten 150 Meter nach Hause gegangen (das tat gut, um den Puls wieder etwas abzusenken), danach erst einmal Flüssigkeit nach gefüllt, dann in die Dusche. Schon das Abziehen der Duschkabine ging nicht mehr, dafür legte ich mich (freiwillig) auf den Boden und die Füße hoch. Danach auf das Sofa, wo ich noch eine gute Stunde blieb. Seither bin ich wieder ansprechbar.

Dieser Umstand zeigt mir, dass ich so schnell keinen weiteren Marathon laufen muss. Ein Halbmarathon stellt für mich keine große Herausforderung dar, der liegt nur ein bisschen über dem täglichen Pensum, dass das ohne spürbare Auswirkungen geht, aber das dann noch einmal zu verdoppeln – huiiiii.

Fazit

Trotz des letzten Punktes kann ich sagen: Der Lauf machte Spaß, und zwar ziemlich viel. Noch dazu war ich fast durchweg komplett im Flow: Hörbuch und Einsamkeit sind eine gute Kombination, da es kaum eine Ablenkung von der Geschichte gibt. Also, lieber Zeilenende, ich stehe zu meinen Versprechungen. Jetzt darfst du genau wie ich morgen gnadenlos schlemmen, das haben wir uns verdient. Aber der nächste Marathon-Lauf wird noch eine ganz lange Weile auf sich warten lassen. Dennoch bin ich froh, mir bewiesen zu haben, einen solchen Lauf tatsächlich durchzuhalten. Andererseits verstehe ich jetzt, warum der Bote im antiken Griechenland nach dem Absolvieren des Laufs gleich gestorben ist…

Ein Platz, 12 Monate – 02 – März 2017

In diesem von Zeilenende initiierten Projekt wird ein Ort ein Jahr lang fotografisch begleitet, jeweils am letzten Sonntag im Monat wird der dann aktuelle Zustand hier präsentiert.

In den letzten Wochen war es sehr hinsichtlich des Wetters recht wechselhaft, teils sehr nass, ein bisschen Schnee hatten wir auch, kalt war es obendrein (auch wenn der Sonnenschein einen anderen Eindruck erweckte) – daher hat sich in der Flora seit Ende Februar noch nicht allzu viel getan. Bei genauerer Betrachtung sieht man hier und da ein paar Grashalme in zartem, frühlingshaftem Grün sprießen, wesentlich mehr Veränderung ist noch nicht zu verzeichnen.

In zwei Wochen beginnen jedoch die Osterferien, in denen ich auf jeden Fall eine ganze Menge neuer Erde heranschaffen möchte, um die einzelnen Stufen sowie die Pflanzringe gut aufzufüllen. Außerdem soll der unterste Teil mit Kies aufgefüllt werden, damit man da bei jeder Wetterlage ungestört hinüber wandeln kann. Mit etwas Glück ist auf den Bildern Ende April davon schon etwas zu erkennen.

Wie immer bleibe ich bei den drei Perspektiven: (1) Von der Terrasse aus, (2) vom Rand des neu angelegten Abschnitts aus um die Hausecke, (3) vom Woodport aus auf die drei Etagen.

Von der Terrasse aus...
Von der Terrasse aus…
Vom Rand um die Hausecke...
Vom Rand um die Hausecke…
...und vom Woodport aus.
…und vom Woodport aus.

Die weiteren Teilnehmer und ihre spannenden Beiträge sind bei Zeilenende verlinkt.

Nicht schön, hoffentlich aber effektiv

Im August haben wir uns die E-Bikes gekauft, seitdem sind wir zusammen locker um die 2.000 Kilometer gefahren, denn die meisten Wege zur Arbeit und für kleinere Besorgungen sowie die eine oder andere Spritztour werden damit absolviert. Üblicherweise schließen wir die Räder in unserem „Woodport“ an die großen Stützbalken an, nehmen Akku und Display mit ins Haus. So scheint das relativ sicher zu sein. Leider werden die Räder bei Regen immer nass, denn der „Woodport“ grenzt direkt an eine Hecke, von der während des Regens und auch noch eine Weile danach das Wasser tropft. Das ist kein wünschenswerter Zustand, denn bei den E-Bikes sind ja doch einige elektronische Bauteile integriert, die sich mit Feuchtigkeit nicht allzu gut vertragen.

Schon bald war der Entschluss gefasst, die dauernde Tropferei abzustellen, doch leider ist die Sache nicht ganz so einfach. Einerseits war es da schon sehr kalt – und bei Minusgraden einige Stunden feinmotorischen Arbeiten im Freien auszuüben, puh! Das muss meinetwegen nicht sein. Außerdem steht der „Woodport“ parallel zum Haus, was aber nicht parallel zur Grundstücksbegrenzung (mit Hecke) ist. Noch dazu waren die letzten Wochen auch mit Arbeit mehr als gut gefüllt. Doch diese Woche sind ja Faschingsferien, dann herrschte auch noch vergleichsweise gutes Wetter – also gab es keine Entschuldigung mehr. Ich machte mich an die Arbeit:

  • Montag: Materialeinkauf und Montage der Grundstruktur der beiden Abdeckungsstücke
  • Dienstag: Erstes Abdeckungsstück mit Dachpappe überziehen und diese festnageln
  • Mittwoch: Schnee und Regen – BÄH! Keine zehn Pferde hätten mich da zum Arbeiten im Freien gebracht. Außerdem waren die Schrauben alle, auf dem Rückweg vom Baumarkt hatte mein E-Bike einen Platten (selbstverständlich hinten), nachdem der behoben war, hatte ich keinen Bock mehr, denn da war ich durchgefroren…
  • Donnerstag: Besuch bei der Schwiegermutter, die ihren 60. Geburtstag feierte – von kurz nach acht bis nachts um zehn unterwegs…
  • Freitag: Jetzt aber – und tatsächlich ist alles fertig!

Schön kann man das Ergebnis nicht nennen. Da es aber eher um eine pragmatische Lösung ging, bin ich erst einmal zufrieden.

Keine Schönheit, wirklich nicht, eventuell aber so effektiv, dass es da nicht mehr herein tropft.
Keine Schönheit, wirklich nicht, eventuell aber so effektiv, dass es da nicht mehr herein tropft.

Man kann recht gut erkennen, wie die Länge der OSB-Platten angepasst werden musste, um den breiter werdenden Spalt abzudecken. Der Winkel ist natürlich nicht gleich – dazu bin ich handwerklich schlicht und einfach nicht geschickt genug. Andererseits ist das zwischen einer Hecke und einer Hauswand ohne Fenster – „What shall’s?“

Knifflig, da hinten Schrauben mit einer Bohrmaschine samt Aufsatz einzudrehen. Noch dazu bei derlei altersschwachen Begrenzungen...
Knifflig, da hinten Schrauben mit einer Bohrmaschine samt Aufsatz einzudrehen. Noch dazu bei derlei altersschwachen Begrenzungen…

Die Enge jenseits der Balken, denn da musste ja alles angebracht werden, war am Montag die große Herausforderung, denn mit dem Schraubaufsatz der Bohrmaschine kam ich da nicht oder gar nicht hinein. Also musste ich weitgehend per Hand schrauben. Klar geht das, aber es ist anstrengend – vor allem auf Kopfhöhe oder darüber.

Ob alles so funktioniert, wie ich es mir vorgenommen habe, bleibt nun abzuwarten (heute regnete es zur Abwechslung mal nicht).