Archiv der Kategorie: Pepsi Light

Experiment: Smoothie Marke Eigenbau

Vor anderthalb Jahren habe ich schon einmal über meine bislang ausnahmslos negativen Erfahrungen mit Smoothies berichtet. Dabei ging es um gekaufte Smoothie-Schwindel-Drinks, bei denen überwiegend billigere Früchte (vor allem Äpfel) zum Auffüllen der Menge verwendet wurden, sodass sowohl das aufgedruckte Bild als auch der aufgedruckte Titel letztlich völlig ad absurdum geführt wurden. Genug davon, wer sich für den damaligen Artikel interessiert, findet ihn in seiner vollen – ähem – Qualität hier.

Neue Küchenmaschine – neue Idee

Gerade gestern hatte meine wundervolle Frau Geburtstag. 25 und ein paar Zerquetschte, wenn man es so ausdrücken will. Von ihren Eltern bekam sie eine richtig – man verzeihe mir den meiner wilden Jugend entlehnten Tonfall – geile neue Küchenmaschine. Ein wahres Alround-Talent, das eben auch einen Mixer enthält. Ich sah das Teil, grübelte ein wenig, dann noch ein wenig. Schließlich gelangte ich zu einem Gedanken. Doch lest selbst…

Die Zutaten machen's aus

Die nahende Fastenzeit bewog mich, dem Prinzip Smoothie noch einmal eine Chance zu geben. Aber eben zu meinen Bedingungen. Dazu gehört neben der Option Küchenmaschine mit Mixeraufsatz gleich einmal die Auswahl, was in „meinen Smoothie“ überhaupt hinein darf. Ich mag nicht jedes Obst, also werde ich mir ein selbstgebasteltes Getränk nicht mit ausgerechnet den Früchten zukleistern, die ich nicht genießen kann. Besonders hoch im Kurs stehen bei mir:

  • Orangen
  • Blutorangen (die schmecken einfach ein klein wenig herber)
  • Bananen
  • Birnen
  • Limetten
  • Ananas
  • Grapefruit

Unschwer zu erkennen: Zitrus-Früchte genießen meine volle Aufmerksamkeit. Und da die alle etwas sauer sein können, gibt's Bananen und Birnen dazu, die bringen herrlich viel Süße ins Spiel.

Ein Versuch, ein Treffer

Nach dem Abendessen startete ich heute meinen ersten Versuch: Zwei Bananen schnipseln, zwei Orangen, eine Blutorange und eine Limette ausdrücken, eine Birne kleinschneiden. Alles in den Mixer und „Let's fetz!“ Im Glas warteten schon drei Eiswürfen, gleich einmal kräftig draufschütten. Ein erstes vorsichtiges Nippen: GEIL! (Pardon!)

Vor dem Mixen

Hier ein letzter Blick auf die Bestandteile vor dem Mixen...

Nur etwas dickflüssig. Etwas sehr. Also habe ich noch einmal fünf Eiswürfel aus dem Keller geholt und ein paar Minuten Wartezeit investiert. Sehr schön. So kann ich das Endergebnis trinken. Beim nächsten Versuch mische ich aber gleich 100-150 ml Wasser dazu, das sollte alles vereinfachen. Nachdem der Mixer es angeblich beherrscht, könnte ich auch die Eiswürfel gleich hineinwerfen, welch Luxus!

Das Endergebnis

...und hier das Endergebnis nach dem ersten Schleudergang.

Erstes Fazit

Obwohl es jetzt nur ein einziger Versuch war, kann ich schon sagen, dass in meinem Kopf neue Ideen sprießen, welche weiteren Früchte da noch hineinwandern sollten (Himbeeren, Erdbeeren…). Ganz offensichtlich ein voller Erfolg, sonst gingen die Gedanken eher in die Richtung: „Hmpf! Wohin jetzt mit drei Kilogramm Orangen, einer großen Ananas, einem Korb Birnen und dann noch den (gefühlt) tausend Bananen?“

Auch wenn ein solcher Smoothie (eigentlich ja ein echtes Scheißwort, sprecht das mal zehn oder fünfzehn Mal schnell hintereinander – und dann verständigt den Krankenwagen per SMS, damit die Zunge wieder entwirrt werden kann…) sehr gehaltvoll ausfällt, jede einzelne enthaltene Kalorie ist gesünder als die eingesparten 500 Kalorien meines Pepsi Light. Das ist doch ein Schritt in die richtige Richtung.

 

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Vorsätze?

Seit Jahren nehme ich mir vor, mir nichts mehr vorzunehmen. Zumindest offiziell, denn dann muss man das Scheitern nicht vor anderen zugeben. Dieses Mal habe ich mir tatsächlich ein paar Kleinigkeiten vorgenommen, deren Umsetzung sicher nicht flächendeckend gelingen wird. Wenn es aber auch nur hier und da besser als in diesem Jahr läuft, ist schon etwas gewonnen:

  • Mehr Zeit für mich und meine Familie. Meine Frau stockt zum neuen Schuljahr an ihrer Schule ihr Stundendeputat auf, dafür reduziere ich ein wenig. Insgesamt arbeiten wir dann zusammen zwar zwei Stunden mehr, bei mir ist aber mittlerweile deutlich mehr Routine im Spiel, sodass ich darauf hoffen kann, ein etwas entspannteres neues Schuljahr (ab September) vor mir zu haben. Nun ja, die Hoffnung stirbt zuletzt…
  • Gesünderes Essen. Grundsätzlich gibt es bei uns schon sehr viel gesundes Essen, aber bei Stress greife ich vor allem des Abends noch viel zu oft auf Knabberzeug zurück. Ohne echten Appetit, es ist einfach ein Automatismus, den möchte ich noch ein paar Mal mehr ausschalten. Schaden wird das sicher nicht.
  • Abschied vom Pepsi Light. Seit Jahren trinke ich hauptsächlich Pepsi Light oder auch Cola Light. Dass das nicht gesund ist, weiß ich selbst. Dummerweise schmeckt mir blankes Wasser nicht gut genug. Aber ich denke, sobald ich mal ein paar Wochen durchgehalten habe, kann ich die neue Gewohnheit als etabliert betrachten.

Viel mehr nehme ich mir mal nicht vor, denn noch mehr Erotik würde die Welt nicht ertragen. 😉

 

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Heute (SoC-Experiment)

Heute

Heute — ein eventuell einmaliges Experiment

Gleich vorweg: Jetzt wird's komisch. Ich experimentiere mit ein bisschen gezügeltem „Stream of Consciousness“ (gezügelt, weil ich Anzüglichkeiten und Obszönitäten auslasse). Wem's zu doof wird, der soll lieber etwas vernünftiges lesen.

Umstellung auf den Schulrhythmus und die Folgen

Heute ist Samstag, seit letztem Montag stelle ich meinen Tagesrhythmus wieder auf „Schule“ um, also klingelt mein Wecker um 4:55 h (die letzte Viertelstunde muss dann nächste Woche noch weichen, sonst werde ich nicht rechtzeitig fertig). Dann stürme ich in den Keller, schnappe mein erstes Springseil (ich wechsle alle 30 Minuten das Seil, um sie langsamer abzunutzen, in dem Jahr habe ich schon fünf Seile „geschafft“), werfe ein Hörbuch (heute und morgen noch „Cotton Reloaded 35: Der Geist“) an, starte die Stoppuhr und hüpfe los. 95 Minuten später wird die Stoppuhr-App beendet, ich bewege mich grazil wie ein Elefant zur Dusche. Vorher noch das Rasieren. Schwierig, da mein Bartwuchs jeglichem Bemühen, ihn einzudämmen, erbitterten Widerstand leistet. Meine Frau hat das mal mit einer Folge bei den Simpsons verglichen, in der sich der Alte (Homer?) rasiert, einen Augenblick aber wieder alles aussieht wie vorher — genauso verhält es sich bei mir. Jede Woche gibt es eine neue (und sehr scharfe) Rasierklinge der Firma Wilkinson, doch der Effekt bleibt sich meist gleich. Nun könnte ich die ja auch länger nutzen, wenn sie schon nicht so viel besser rasiert. Mit dem Alter der Klinge kommt dann aber tatsächlich eine gewisse Stumpfheit, die mich zum Applizieren eines höheren Drucks nötigt — und damit steigt dann leider die Verletzungsgefahr exponentiell an. Egal, nach dem Rasieren und dem Duschen werfe ich mich auf die Waage, die vielen Süßigkeiten nach dem Italienurlaub haben mich auf 65,1 kg aufgeblasen. Furchtbar! Dann frische Klamotten, runter ins Erdgeschoss, 400 ml Pepsi Cola Light einfüllen. Aaaaahhhhh, Genuss! Nach ein paar Minuten ist das Wärmegefühl aus Sport und Dusche verflogen, es wird mir kühl. Also hole ich die Decke und packe mich ein. Dann schreibe ich den Blogeintrag über „Breaking Bad“. Kaum bin ich fertig, überkommt mich eine heftige Müdigkeit. Mag der arbeitsreichen Woche geschuldet sein. Ich höre Musik, das neue Album von Iron Maiden, gar nicht schlecht — wenn man auf diese Musik steht. Immer kann ich sie nicht hören, heute klingt sie gut. Nur das Cover des Albums würde mich ja eher abschrecken. Aber die Musik ist erstaunlich vielseitig, und das Album ist ziemlich lang… Bevor ich mich wehren kann, schlafe ich ein. Dumm gelaufen. Als ich erwache, springen drei Kinder um mich herum. Und machen Geräusche dabei. Erheblich viele. Mittlerweile habe ich etwas mehr als eine Stunde auf dem Sofa verbracht. Fühlt sich immer noch gut an. Nun greife ich zum iPhone, lese Zeilenendes neueste Ergüsse (hehe, doch eine andeutungsweise eingestreute Obszönität), kommentiere sie ausführlich, sende den Kommentar ab. In dem Moment löscht der seinen Artikel wieder — äh, wie bitte? Klingt skurril, stimmt aber. Die Musik läuft übrigens immer noch, auch wenn meine Liste der ungelesenen Artikel in der WP-App noch lang ist. Ich arbeite mich zäh durch die letzten Tage. Aha, neue Geschichten im Seppolog. Spannend! Gleich mal schlaue Kommentare schreiben, um von meiner grenzenlosen Mondänität (oder so) Zeugnis abzulegen. Dann merke ich, dass mir immer noch kalt ist, kein Wunder, bin aufgestanden. Gleich wieder hinsetzen, Decke um mich herumziehen. Mittlerweile sind fast zwei Stunden auf dem Sofa verbracht worden. Ungelogen: Es fühlt sich immer noch gut an. Samstag halt. Letzter Samstag vor Wiedereintritt in den Alltag. Schnell noch einmal 400 ml Pepsi Cola Light geholt, dann beginnt dieser Artikel. Also gleich noch einmal von vorne.

Sorry, zuviel Koffein, da kommt so etwas schon einmal vor.

 

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Glasflaschen und Nostalgie

In meiner Kindheit waren Glasflaschen noch absolut üblich, es gab — zumindest in meiner Erinnerung — faktisch noch keine PET- oder sonstige Kunststoffflaschen im Pfandgutkreislauf. Wenn man Bücher aus den 1950er Jahren liest, oder auch Bücher, deren Handlung damals angesiedelt ist (z.B. „Der Anschlag“ von Stephen King), werden die Glasflaschen sehr häufig erwähnt. Und meist mit einer kaum verhohlenen, genussvoll-sehnsüchtigen Nostalgie. Und es ist einer der wenigen Punkte, an denen ich versucht bin, auch einmal in den Chor der „Früher war alles besser“-Sager einzustimmen. Normalerweise halte ich mich da sehr zurück, denn das Gejammere bringt einen keinen Schritt weiter.

Als bekennender Pepsi Light-Trinker kommt man in Deutschland ohne PET-Flaschen kaum mehr durch, was auch hinsichtlich des Transports ganz praktisch ist, denn man trägt mehr oder weniger nur das Gewicht des Getränks. Aber aus diesen Flaschen zu trinken ist, man verzeihe mir den Ausdruck, ekelhaft. Es ist einfach kein gutes Gefühl, zumindest nicht für mich. Und man darf nicht vergessen, dass die großen Flaschen so biegsam sind, dass selbst beim Einschenken eines Glases gelegentlich mal etwas daneben geht, einfach weil die Außenwand der Flasche im falschen Moment eingeknickt ist. Bäh!

Für die Kommunion unseres Großen haben wir vor einigen Wochen eine (wie immer viel zu große) Menge Getränke unterschiedlichster Art eingekauft. Nun brauchen wir die Sachen allmählich auf, um den Keller wieder frei zu bekommen. Dabei musste auch ein Kasten Bionade „weg“. Und nach den ersten zwei Flaschen bemerkte ich, dass neben dem Genuss einer wirklich durch und durch gekühlten Limonade an einem heißen Tag auch einfach noch das Gefühl, aus einer Glasflasche zu trinken, den Genuss deutlich erhöhte. Die Flasche fühlt sich schön kühl an, sie liegt gut in der Hand — einfach herrlich.

Bionade

Eine gekühlte Limo an einem heißen Tag — aus der Glasflasche. Genuss pur!

Wenn man sich das Bild ansieht, läuft einem doch gleich das Wasser im Mund zusammen, denn die Flasche war frisch aus dem Kühlschrank genommen, sodass sich binnen Sekunden das Glas beschlagen hatte — allein dieser sichtbare Beweis für die angenehm erfrischende Kühle verheißt Genuss. (Ich hätte wohl doch Werbetexter werden sollen…)

Und in dem Fall taugt mir die Menge (Drittel-Liter in der Glasflasche) besser als der Halbliter, den die PET-Flaschen als kleinste Menge hergeben. Wenn ich einen halben Liter in kurzer Zeit trinke (und vermutlich weiß jeder aus leidvoller Erfahrung, wie widerlich abgestandene Getränke aus PET-Flaschen schmecken, weswegen man sie ja zügig trinken muss), habe ich danach immer noch eine Stunde lang das Gefühl, einen prallen Wasserballon im Bauch mit mir herumzuschleppen. Nicht angenehm.

Als der erste Kasten Bionade, der ja eigentlich nur „weggetrunken“ werden sollte, leer war, kam ein zweiter her. Mehr Sorten, auch wenn sie für mich meist ziemlich gleich schmecken, was aber egal ist. Hauptsache in einer gut gekühlten Glasflasche. Denn damit fühlt man sich fast so „rebellisch“ wie James Dean oder andere Idole der Rock & Roll-Ära, also fast

 

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