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Der Ritual-Lauf — ein paar Wochen später

Vor ein paar Wochen berichtete ich von meiner literarischen „Ritual“-Assoziation beim Laufen durch die noch ganz jungen Maisfelder (hier). Seit gestern laufe ich wieder, wobei es gestern dank Starkregen und massiv gesunkenen Temperaturen absolut kein Vergnügen war.

Heute dagegen war ich entspannt und ging ob der gestrigen Quälerei mit einer minimalen Erwartungshaltung an den Lauf — nur um dann gut gelaunt und locker fast 13 Kilometer bei herrlichem Wetter über die Ostalb zu laufen. Bis ich zum Maisfeld kam…

Fantastisches Laufwetter, wenn da nur nicht der bedrohlich in die Höhe geschossene Mais wäre...

Fantastisches Laufwetter, wenn da nur nicht der bedrohlich in die Höhe geschossene Mais wäre…

…und sofort fiel mir Zeilenendes Drohung ein, er könne sich ja dort versteckt halten, um mir einen monströsen Schreckmoment zu bereiten. Schnell noch das Beweisfoto geschossen, dann ab durch die Mitte!

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Der „Ritual“-Lauf

Heute früh habe ich ausgeschlafen, denn der gestrige Tag zog sich etwas hin und war dementsprechend anstrengend. Nach einem kleinen Frühstück und der morgendlichen Lektüre machte ich mich dann auf zu meiner Standard-Runde. Die führt mich allmorgendlich ohne allzu extreme Höhenschwankungen vom Stadtteil Grauleshof über Röthardt in Richtung Westhausen. An einer Stelle muss ich bereits seit zwei Wochen immer an einen Roman denken. Die Stelle sieht folgendermaßen aus:

Recht idyllisch, oder? Wenn man „Ritual“ von Douglas Preston und Lincoln Child kennt, ändert sich das unter Umständen...

Recht idyllisch, oder? Wenn man „Ritual“ von Douglas Preston und Lincoln Child kennt, ändert sich das unter Umständen…

Vor einigen Jahren habe ich den Roman „Ritual“ von Douglas Preston und Lincoln Child gelesen und als Hörbuch gehört. In diesem Roman verübt ein Psycho-Killer mehrere Morde, alle in der Nähe von Maisfeldern, aus denen er urplötzlich hervorbricht, um seine Opfer zu überwältigen und dann gemäß seiner völlig verdrehten Zwangsvorstellung im Maisfeld wie pervertierte Kunstwerke zu drapieren. Ziemlich gruselig, aber spannend – noch dazu mit Special Agent Aloysius Pendergast, und der allein ist Grund genug, sich das Buch zu besorgen.

Noch ist der Mais hier nicht hoch genug, doch in ein paar Wochen könnte es mir passieren, dass mich jeden Morgen neu die – selbstverständlich völlig irrationale – Befürchtung überfällt, ein Spinner könnte plötzlich aus dem Mais hervorbrechen.

Nein, das wirklich nicht. Stattdessen sehe ich aktuell Unmengen an sonst eher scheuen Tieren, wenn ich morgens um kurz nach fünf an der Stelle vorbeitrotte: Füchse, Rehe, Hasen, Blindschleichen – und zu meinem Leidwesen auch Bremsen, denen ich ganz offensichtlich gut schmecke. Das muss dieser ganz besondere Duft sein, den mein Lauf-Shirt nach mehreren Tagen verströmt…

Laufstatistik 2016

  • Kilometer gesamt: 2791,76
  • 187 Läufe
  • Dauer: 289 Stunden 55 Minuten
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