Archiv der Kategorie: Paper

Endprodukt (Glückwunschkarte)

Heute habe ich es unter Einsatz der Paper-App und meines Apple Pencils am iPad Pro mit nochmals 45 Minuten Feinarbeit geschafft, meine Glückwunschkarte für die morgen anstehende Taufe im Verwandtenkreis fertig zu stellen. Jeglicher Versuch von Schrift war schlicht fürchterlich, daher verzichtete ich am Ende ganz auf handgeschriebene Worte und füllte die freie Fläche stattdessen mit weiteren Blumen-Ornamenten auf. Der Text landete dann auf der Innenseite der Karte, drumherum können wir dann alle signieren – das ist schicker.

Das fertige Endprodukt

Das fertige Endprodukt – so bin ich zufrieden.

Insgesamt bin ich so wesentlich zufriedener mit dem Ergebnis. Hoffentlich sehen das die Verwandten auch so, sonst gibt's Haue für die Eltern und kein Geschenk für den Täufling! 😉

Ein lustiger Nebeneffekt war, dass urplötzlich ein großes Interesse der umstehenden Kinder an meiner Tätigkeit erwachte. Meine mittlere Tochter wollte dann gleich auch malen, also duplizierte ich ihr den Entwurf ohne Schriftzug von gestern, sodass sie einen Schmetterling in die Mitte setzen konnte. Mit ein wenig mehr Übung könnte das wirklich sehr hübsch werden.

 

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Glückwunschkarte Marke Eigenbau

Am Montag wird meine jüngste Nichte getauft. Beim letzten Einkauf gab es bei der Auswahl von Glückwunschkarten nur die Auswahl zwischen extrem hässlich und extrem kitschig. Nichts davon taugte uns. Also beschloss ich kurzerhand, selbst aktiv und kreativ zu werden.

Zuerst musste ein halbwegs ordentlicher Hintergrund her, also zückte ich mein iPad Pro und den Apple Pencil, wählte in der Paper-App erst die Farbrolle, um weite Teile des Hintergrunds gleichmäßig einzufärben, danach kam der Pinsel an die Reihe, um diesen sterilen (da gleichmäßigen) Hintergrund wieder natürlich aufzulockern. Damit bin ich auch einigermaßen zufrieden. Allzu oft komme ich ja leider nicht dazu.

Dann ging's flugs an das Ornament: Grüne Ranken mit ebensolchen Blättern und orange-gelben Blüten. Auch hiermit bin ich zufrieden. Bis hierher ist das ein schönes Bild, das man auch für andere Zwecke gebrauchen könnte. Sollte jemand Bedarf haben, bitte: nur zu (allerdings nicht zu kommerziellen Zwecken).

Hintergrund mit Ornament

Hintergrund mit Ornament – bis hier bin ich ganz zufrieden.

Und dann kam die Schrift. Und was bin ich froh, die obige Datei dupliziert und nur mit dem Duplikat weiter gearbeitet zu haben. Ganz zufrieden mit der Schrift bin ich nicht. Sie hat zwar den beabsichtigt rustikalen Charakter, doch irgendwie fehlt mir das richtige Maß. Vielleicht muss ich da später noch in einer anderen App ran und das mit einzelnen Ebenen anlegen, die ich dann jeweils verschieben kann. Mal sehen, wie fit ich heute oder morgen Abend bin. Sollte sich noch etwas ändern, stelle ich das Bild auch noch ein.

Mit der Schrift geht die Zufriedenheit flöten...

Mit der Schrift geht die Zufriedenheit flöten...

 

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Dear Brother…

Vor ein paar Monaten machte mich meine Frau auf einen interessanten und sehr ungewöhnlichen Werbe-Clip aufmerksam. Es handelt sich um einen etwas 90 Sekunden dauernden Film, der nur mit Musik und einem (englischen) Kommentar hinterlegt ist.

In diesem Werbe-Clip begleitet man zwei Brüder auf ihrem Weg durch die schottischen Highlands bis hinunter zur Küste. Unterwegs streifen sie durch die Gegenden, in denen sie gemeinsam aufgewachsen sind. Erinnerungen drängen sich in den Vordergrund, die Stimmung scheint schwermütig. Einer der beiden Brüder, der noch dazu einen in einem groben Sack verpackten Gegenstand trägt, bleibt fortwährend ernst, der andere ist ausgelassen und übermütig. Irgendwann erreichen die beiden die Küste, sie stehen nebeneinander und blicken auf das Meer und die tosende Brandung hinab, der Wind zerzaust ihre Haare. Der ernste Bruder beginnt, den Sack zu öffnen, er holt etwas hervor – ist es eine Vase? Gleichzeitig schwenkt die Kamera um ihn herum, sodass für einen Moment der Blick auf den zweiten Bruder verdeckt ist. Als die Kamera den Schwenk abgeschlossen hat, fehlt der zweite Bruder. Stattdessen hält der einsame Bruder eine Urne im Arm. Er leert sie an der Steilküste in den Wind, der an seiner Kleidung zerrt, die Asche verteilt sich. Nun wird klar, dass der Kommentar die letzten Wünsche seines verstorbenen Bruders darstellt.

Ein überaus bewegender Werbe-Clip. Doch aus meiner Erzählung habe ich gleich einmal das Produkt gestrichen. Und zwar aus einem einfachen Grund: Der Clip erzählt mit Feingefühl und auch einer ordentlichen Portion Kitsch eine faszinierende Geschichte, die so eng mit der menschlichen Natur verbunden ist wie der zweifelsohne über-romantisierte Vorgang der Geburt (ich weiß wovon ich spreche, schließlich habe ich drei Geburten beigewohnt). Doch animiert sie meiner Einschätzung nach vermutlich niemanden, das beworbene Produkt zu kaufen.

Nein, es ist kein Werbe-Clip für Urnen oder grobe Säcke, in denen man sie durch die Gegend tragen kann. Sicher ist es auch keine Werbung für den Tourismus in Schottland, auch wenn einige der Landschaftsaufnahmen geradezu spektakulär sind. Nein, hier wird ein urschottisches Produkt beworben: Whiskey. Der Clip stammt von Johnny Walker, doch obwohl ich ihn mittlerweile sicher fünf oder sechs Mal angesehen habe, die Lust auf das Produkt hat sich in mir nicht gerührt. Vielleicht ist die Verbindung von Whiskey und Tod hier einfach eine Spur zu intensiv, ich weiß es nicht genau.

Wie geht es euch beim Ansehen dieser Werbung? Hier ist der Link – ich freue mich über Kommentare.

 

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Bittere Tränen

Bittere Träne

Eine der vielen bitteren Tränen des heutigen Nachmittags

Unser Großer (9) hat gestern Abend ein Eis essen dürfen. Er holte es sich aus dem Gefrierschrank, doch die Tür blieb einen kleinen Spalt offen stehen. Dummerweise ging von uns Erwachsenen an dem Abend keiner mehr in den Keller. Als ich dann heute etwas Eis holen wollte, um damit die frischen Erdbeeren zu garnieren, tropfte es mir eifrig entgegen. Dumm das!

Aber: So etwas kann passieren, vor allem bei Kindern. Daher haben wir ihn uns geschnappt, ihn informiert was passiert ist — ohne Schimpfen, aber ernst. Und der arme Kerl brach sofort in Tränen aus. Er half dann ganz eifrig mit, die Sauerei zu beseitigen, die getauten Lebensmittel zu entsorgen, deren Verzehr uns nicht mehr geheuer war — alles ganz vorbildlich.

Und dennoch überkam ihn in regelmäßigen Abständen ein furchtbar drückendes Schuldgefühl. Daran änderte auch unsere immer wieder vorgetragene Versicherung, er habe es ja nicht mit Absicht gemacht, daher sei das einfach ein dummer Faux-pas und somit eben kein echtes Drama, leider nicht viel.

Mittlerweile schläft der völlig fertige Kerl, hoffentlich wacht er morgen auf und muss nicht ständig daran denken! Ich werde ihn nicht daran erinnern.

 

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