Archiv der Kategorie: Ökologie

Scotch des Tages

In bester „Cotton Reloaded“-Tradition (wenn auch nicht in Pete's Candy Store)...

In bester „Cotton Reloaded“-Tradition (wenn auch nicht in Pete’s Candy Store)…

Für die Fans der „Cotton Reloaded“-Serie, deren bislang erschienene Folgen mir vollständig bekannt sind, sollte der heutige Scotch des Tages nur zu bekannt sein, denn kaum eine Episode geht vorbei, ohne dass Cotton einen Talisker trinkt oder zumindest daran denkt, dass er gerade viel lieber einen trinken als der momentanen Tätigkeit nachgehen würde.

In diesem Sinne: Hoch die Tassen!

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Klimakonferenz – ich bleibe skeptisch

Gerade habe ich auf heute.de einen quasi euphorischen Bericht über die Einigung zum Klimaschutz gelesen und gesehen. Ganz ehrlich: Was soll man davon halten? Grundsätzlich ist am Klimaschutz gar nichts auszusetzen, ich befürworte ihn eindeutig. Doch dieses Abkommen hat solange keinerlei Effekt auf das Weltklima, bis alle Länder auch wirklich anfangen, es praktisch umzusetzen. Und wie jeder weiß, liegen Welten zwischen einer politischen Absichtserklärung (und nichts weiter war das heute) und einer tatsächlich erfolgten Gesetzesinitiative oder gar praktisch ergriffener Schritte.

Unsere eigene Bundesministerin für Umwelt, Barbara Hendricks, sieht es im Videobericht als bahnbrechend an, dass sich die Länder auf eine maximale Erwärmung von 2,7 Grad Celsius geeinigt haben. Seltsam, ich dachte immer, dass wir bereits bei 2,0 Grad Celsius ein ziemliches Problem am Hals hätten. Warum ist es dann nicht möglich, hier gleich Nägel mit Köpfen zu machen? So ist es doch schon wieder ein fauler Kompromiss.

Und dann die hohlen Kommentare der diversen Interessensverbände, deren Peinlichkeit allerdings noch immer weit hinter der Idiotie der Arbeitgeber-Verbände zurückbleibt, die sich sogleich besorgt zeigen, dass Europa durch diese neue Regelung wirtschaftlich ins Hintertreffen geraten könnte. Herrje!

Ich kann es kaum erwarten, wie Volker Pispers und/oder Urban Priol sich verbal über das Klimaschutzabkommen hermachen.

 

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Essensverwöhnung

Frische Orangen

Heute früh frisch zubereitet...

Sehen diese Orangen-Schnitze nicht extrem lecker aus? So richtig zum Anbeißen? Hmmmm, sie waren auch wirklich sehr schmackhaft.

Sonntag ist der Tag in der Woche, an dem wir gerne mehr Zeit in die Zubereitung unseres Essens stecken. Ohnehin bemühen wir uns, möglichst viel Essen selbst zuzubereiten, um den Anteil an versteckten Zuckern und Aromastoffen etc. so gering wie möglich zu halten. Vor ein paar Wochen haben wir einen Film gesehen, der in dieser Hinsicht sehr aufschlussreich war/ist: „Overfed and Undernourished“ von Troy Jones (der deutsche Titel „Ein Feld voller Geheimnisse“ ist leider gänzlich missraten, weil er so gar keinen Bezug zum Inhalt herstellt bzw. so vage gehalten ist, dass man sich nichts Konkretes darunter vorzustellen vermag). Darin geht es um einen elfjährigen Jungen, der 80 Kilogramm auf die Waage bringt und es schon als Sport ansieht, wenn er am Computer „Minecraft“ oder andere Spiele auf der PlayStation zockt.

Mir geht es im heutigen Blog-Eintrag absolut nicht ums Zocken. Zum abendlichen Abschalten zocke ich fast täglich ein wenig auf meinem iPad, aber ich setze dem gleich morgens einiges an Bewegung entgegen (täglich ungefähr 14-15 Kilometer). Nein, mir geht es um die eingangs erwähnten versteckten Zusätze in den Lebensmitteln.

Der elfjährige Junge im Film haut sich – voll und ganz von seinem sich nur nach dem Preis der Lebensmittel richtenden Vater unterstützt – ein Fertiggericht nach dem anderen rein. Zum Abendessen gerne auch mal drei Portionen Käsemaccaroni (vermutlich mit jeweils 800+ Kalorien). Vater und Sohn merken (glücklicherweise), dass es so nicht weitergehen kann, also beschließen sie nach sehr langem Hin und Her, dass der Junge für drei Monate zu seinem Onkel gehen soll, der als Arzt und Ernährungsexperte einen Weg aus der ernährungstechnischen Einbahnstraße eröffnen soll.

Lässt man nun mal die ganze Hyperdramatisierung, die bei einer filmischen Dokumentation fast unvermeidlich ist, außer Acht, dann bleiben ein paar interessante Schlagworte hängen. Dazu gehört für mich, dass unverarbeitetes Essen, also Essen, dass „näher an der Sonne ist“, jeglichem industriell verarbeiteten Essen vorzuziehen ist. Das ist nicht neu, aber die Formulierung ist schön, da auch kleine Kinder sich das schon einprägen können. Und an der Wahrheit, dass ein unverarbeitetes Lebensmittel immer gesünder als eine mit Aromastoffen, Salz, Fett und Zucker angereicherte Dosenvariante ist, besteht allgemein kein Zweifel.

Klar, es gibt Tage, Momente, Situationen, in denen es sich schlicht nicht vermeiden lässt, ein schnelleres Essen auf den Tisch zu bringen. Im letzten Schuljahr kam ich immer am Montag Abend gegen 21 h nach Hause, nachdem ich vorher erst einen vollen Schultag absolviert und dann noch zehn Privatschüler unterrichtet hatte. Da hatte ich schlicht und einfach keinen Nerv mehr, lange zu schnipseln, um mir ein ganz frisches Essen zuzubereiten. Also gab es da relativ häufig nur eine Dose mit Chili-Bohnen und ein wenig frisches Gemüse. Aber das war die Ausnahme.

Heute durfte ich luxuriös bis kurz nach sieben Uhr morgens ausschlafen, dann ging ich daran, in der Küche aufzuräumen, die Spülmaschine zu leeren, dann den Kindern ein Frühstück hinzustellen und dergleichen. Um ca. neun Uhr ging ich aufs Laufband, 14,34 Kilometer später wieder zurück in die Küche, meine Frau war schon am Backen, also gab es einiges zum Spülen. Dann zischten die anderen in die Kirche, nun bereitete ich das Mittagessen vor: Pfannkuchen.

Da ich allein war, machte ich mir den vorhin erwähnten Film auf dem iPad an, ließ ihn parallel zu meinen kulinarischen Vorbereitungen laufen. Und dann fiel im Film wieder der Satz mit den Lebensmitteln, die „näher an der Sonne“ sind. Ich ließ mich schnell inspirieren, da ich gerade am Vortag beim Einkaufen ein 4 kg-Netz Orangen mitgebracht hatte. Also beschloss ich, für die süße Variante der Pfannkuchen mit einer dieser „frischen“ Orangen zu arbeiten. Für uns Erwachsene ergab sich daraus folgendes Menü:

  • Pfannkuchen mit eingebackenen Champignon-Stücken (wahlweise mit etwas Käse), dazu angebratene Zwiebeln und Kraut (abgelöscht mit Soja-Sauce, abgeschmeckt mit ein wenig Cayenne-Pfeffer und Kümmel).
  • Pfannkuchen mit frischen Orangenschnitzen und etwas Ahornsirup.

Ohne mich selbst über den Klee loben zu wollen, so muss ich doch sagen, dass es außerordentlich deliziös war. Und viele Zutaten haben wir zwar nicht selbst erzeugt (Mehl, Milch, Eier), aber sie wurden alle ohne künstliche Zusatzstoffe verarbeitet. Und das hinterlässt ein gutes Gefühl.

Pfannkuchen mit Orange und Ahornsirup

Und so sah die süße Variante aus: Pfannkuchen, Orangenscheibe und Ahornsirup.

Auch optisch kann ich mich nicht beschweren, oder ist da jemand anderer Meinung?

 

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Scheißviecher!

Die miesen Biester haben zugeschlagen...

Die miesen Biester haben zugeschlagen...

Ich denke, ich spreche recht vielen Gartenbesitzern aus der Seele, wenn ich den Titel dieses Blog-Eintrags auf die Schnecken anwende, die sich über so ziemlich alles essbare im Garten in einer Geschwindigkeit hermachen, dass man nur noch mit den Ohren schlackern kann…

Bei der aktuellen Erdbeeren-Ernte zeigte sich, wie ekelhaft hinterhältig diese Biester sind. Statt einfach die ganze Erdbeere wegzumampfen und es damit gut sein zu lassen, höhlen sie diese nur aus, um dem Erntewilligen noch einmal so richtig vor Augen zu halten, wie groß und prächtig die Frucht hätte sein können. Doch ich greife wieder einmal auf Peer Steinbrück zurück (von dem hört man ja gar nichts mehr, oder?): „Hätte, hätte, Fahrradkette!“

Wären wir wirklich auf eine große Erdbeeren-Ernte aus gewesen, hätten wir sicher mit Schneckenkorn und anderen Hilfsmitteln arbeiten müssen. Meine Frau hat das im letzten Jahr probiert, trotzdem haben die Viecher alles verschlungen, was nicht mit Elektrozaun und Selbstschussanlagen gesichert war (=alles). Daher haben wir in diesem Jahr keine Hoffnungen in eine Ernte gesetzt, das entspannt. Außer natürlich, die widerlichen kleinen Schleimmonster verhöhnen uns weiter so, dann gibt's einen Nasenstüber der Sonderklasse!

 

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Schilder & Ampel – Overkill?

Ich wohne in Aalen, mir gefällt die Stadt, alles cool. Alles? Nein, natürlich gibt es immer ein paar Sachen, über die man sich aufregen könnte, es aber meist aus Bequemlichkeit bleiben lässt. Eine Sache nervt mich aber wirklich, die muss ich jetzt auch einmal ausformulieren: Die Ampeln in Aalen sind bis relativ spät nachts und zusätzlich noch am Sonntag angeschaltet. Wofür?

Ich wohne im wunderschönen Stadtteil Grauleshof, wenn ich mal abends in die Stadt muss — wie z.B. gestern, als ich meine Frau von ihrem Schulkonzert in der Stadthalle (für nicht Ortskundige: einmal quer durch die Stadt) abholte —, dann stehe ich selbst um 22:05 h noch an einer roten Ampel. Es ist ja nicht so, dass die Kreuzungen (und alle anderen Verkehrssituationen) nicht noch durch eine Wagenladung voller Schilder geregelt wären…

Letztes Jahr hatte ich ein Konzert am ersten Weihnachtsfeiertag. Die Anspielprobe war eine Stunde vor dem Gottesdienst (9:00 oder 9:30 h). Ich fuhr also die Ziegelstraße hinunter, musste dann aber eine volle Minute vor einer völlig menschen- und fahrzeugbefreiten Kreuzung an einer roten Ampel warten. Wieso muss an einem Feiertag morgens die Ampel an einer Kreuzung den nicht vorhandenen Verkehr regeln?

Complaining

Schönes Zitat, gell?

Ich habe mal ein schönes Zitat bei Twitter gelesen: „Complaining about a problem without posing a solution is called whining.“ Frei übersetzt: „Wer sich über etwas beschwert, ohne gleichzeitig eine Lösung zu diesem Problem anzubieten, jammert nur herum.“

Und daher biete ich auch gleich eine Lösung an: Ich verstehe, dass der Verkehr durch die Ladenschließzeiten um ca. 20:00 h noch nicht zum Erliegen kommt, darum wäre ich ja schon zufrieden, wenn an Werktagen um 21:00 h die Ampeln ausgeschaltet werden könnten. Am Sonntag dagegen könnte man sie komplett abgeschaltet lassen. Allein die Energie-Ersparnis dürfte gewaltig sein, zusätzlich besteht durch die flächendeckende Ausschilderung meines Ermessens kein zusätzliches Verkehrsrisiko.

Finde ich mit dieser Idee eventuell sogar noch ein paar Unterstützer? Falls ja, das Kommentarfach wartet schon…

 

 

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