Archiv der Kategorie: Kindheit

Song des Tages (252) – 2017-05-22

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Manche Sänger wurden bekannt für ihr charmantes Grinsen (Elvis), andere für ihren extravaganten Kleidungsstil (Frank Zappa), wieder andere für ihre Grimassen beim Singen, so auch der Sänger des heutigen Songs des Tages — und der Kerl heißt Billy Idol. Im Video-Clip zu „Flesh For Fantasy“ sieht man viele lustige hochgezogene Mundwinkel:

Faszinierend ist das beinahe krampfhaft aufrecht erhaltene Image des „bösen Buben. Schon in den 1980er Jahren fand ich die Masche höchst lachhaft, zum Glück ist das ja schon lange her…

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Song des Tages (251) – 2017-05-21

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Manchmal erinnert man sich ja in einer verklärt-verwaschenen Weise an Kindheitserlebnisse, die diese vielleicht besser darstellt, als es eigentlich angebracht wäre. Noch bin ich mir nicht ganz sicher, ob dies auf den Video-Clip zum heutigen Song des Tages zutrifft, denn es ist das erste Musikvideo, an das ich mich überhaupt erinnern kann. Die teils dystopischen, wenn nicht gleich horrorhaften Effekte sind mir unauslöschlich im Gedächtnis geblieben. Wer sich selbst ein Bild davon machen möchte, hier kommt „The Wild Boys“ von Duran Duran:

Beim erneuten Ansehen des Clips im Zuge der Vorbereitung dieses Blog-Eintrags war ich dann nicht mehr ganz so angetan vom Video-Clip. Andererseits: Was war zu erwarten, wenn es um einen Video-Clip geht, der vor ca. 30 Jahren ausgestrahlt wurde (und den ich seit damals auch nicht mehr gesehen hatte)? Die Musik ist dafür unverändert gut, den Song kann ich immer wieder anhören.

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Song des Tages (235) – 2017-05-05

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Mit neun Jahren war ich vollkommen begeistert von einem Song, der natürlich eine Zeit lang immer wieder auch in der „Formel 1“-Chartsendung (hier) ausgestrahlt wurde. Wann immer der Song gespielt wurde, vergaß ich alles rings um mich her. Das ging so weit, dass meine zwei Brüder mich schon veräppelten und damit aufzogen, wie gebannt ich vor dem alten Röhrenfernseher saß.

Wenn ich mir den Song heute von Zeit zu Zeit anhöre, stellt sich sofort dieses herrliche nostalgische Gefühl ein. Mal sehen, vielleicht geht es ja nicht nur mir so. Der heutige Song des Tages stammt von Limahl und heißt „Never Ending Story“:

Als Kind hat mich sicher das Video mit den vielen kleinen Filmausschnitten am stärksten fasziniert. Heute schätze ich den „alten“ Sound wie auch die beiden konträren Stimmen. Hmmm, ich bin leicht zu beglücken…

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Song des Tages (190) – 2017-03-20

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Wenn ein Song schon mit der Textzeile

It’s early morning, the sun comes out

eröffnet wird, dann ist klar: Der Song passt zu einem Montag. Jede Woche neu fühlt sich das frühe Aufstehen am Montag besonders unangenehm an.

Daher habe ich für den heutigen Song des Tages einen Klassiker meiner Jugend ausgewählt: „Rock You Like A Hurricane“ von den Scorpions:

Der Song ist fast so alt wie ich, doch scheint er seinen hymnenhaften Charakter einfach nie zu verlieren. Unzählige Male habe ich ihn an der E-Gitarre „mitgejammt“ (und wer denkt, das habe etwas mit Marmelade zu tun, dem ist nicht zu helfen) und bin in jugendlichem Übereifer durch mein Zimmer gesprungen. Da brechen einige sehr nostalgische Gefühle hervor…

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Song des Tages (177) – 2017-03-07

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Meine beiden älteren Brüder haben in den 1980er Jahren immer die Hits-Sendung „Formel 1“ im BR-Fernsehen angesehen. Ich war als Kind vom Medium Fernsehen an sich ja schon fasziniert, von Musik mindestens noch einmal so viel, also gesellte ich mich dazu und war ab diesem Zeitpunkt jedes Mal dabei.

Einer der ersten Künstler-Namen, an dem ich hängen blieb, weil Aussprache und Schreibweise für mich als Grundschüler so weit auseinanderliefen, war Nik Kershaw. Die Stücke, die heute als „Klassiker“ immer noch mit hoher Regelmäßigkeit über den Äther gejagt werden, waren damals gerade frisch herausgekommen. Dazu gehörte auch der heutige Song des Tages, der sicher den meisten Lesern meines Blogs wissentlich oder unwissentlich bereits bekannt sein dürfte: „Wouldn’t It Be Good“

Der Video-Clip ist gleichzeitig faszinierend (zumindest von der Grundidee her) und fürchterlich (die technische Umsetzung auf dem Stand der 1980er Jahre, muss ich mehr sagen?). Auf jeden Fall bleibt der Clip irgendwie eine Weile im Ohr hängen (zumindest bei mir als altem Science Fiction-Fan) – und die Musik gleich noch mehr.

Bei YouTube findet man auch noch eine schöne Live-Version, bei der einige Synthesizer-Parts nun von echten Bläsern gespielt werden. Das ist klanglich ein eindeutiger Gewinn. Wer Interesse hat, gucke bitte hier:

Nik Kershaw zeigt immer wieder, dass man als Musiker auch stilvoll altern kann. Seine Stimme klingt nach wie vor super, Gitarre spielen kann er auch – warum also aufhören?

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Gehört: „Born to Run – Die Autobiographie“ von Bruce Springsteen

Bruce Springsteen gehört zu den Idolen meiner Adoleszenz – und das zumindest teilweise  aus den völlig falschen Gründen. Ich bin in den USA geboren, was aber eher dem mexikanischen Essen als einer gezielten Familienplanung geschuldet war. Daher war ich als Jugendlicher, der nie zu den „Coolen“ gehörte, dankbar für dieses kleine schillernde Detail meiner Biographie. Schon in der Grundschule muss ich meinen Mitschülern zum Teil erheblich auf die Nerven gegangen sein, weil viel zu viele Erzählungen mit „Als wir noch in Amerika lebten…“ begannen.

Zurück zu Bruce Springsteen: Sein Song „Born In The USA“ war für mich eine beinahe schon heilig zu nennende Hymne, vermutlich weil ich außer der einen Textzeile, die den Refrain ausmacht, nicht viel verstand. Selbst als meine Englischkenntnisse entsprechend angewachsen waren, dass dies kein Problem hätte sein sollen, musste mir das notorische Nuscheln des Sängers immer wieder Steine in den Weg werfen. Es war, nein ist (!) verhext, denn er nuschelt immer noch, zum Teil sogar noch mehr… (Wer mir das nicht glaubt: hier – bitte ganz anhören!)

Viel später sah ich mir die Lyrics zu meiner Jugendhymne dann im Internet an. Da ich mich schon ein wenig mit der amerikanischen Geschichte auskannte, begriff ich schnell, dass dieser Song alles andere als eine Hymne an das „Amerikanisch-Sein“ war, vielmehr handelte es sich um eine gnadenlose Abrechnung mit einer Gesellschaft, die Soldaten in die Ferne schickt, um dort ihre (teils auch nur vorgeschobenen) Werte und Moralvorstellungen zu verteidigen, sich dann aber rüde von den Heimkehrern abwendet und sie mitleidslos auflaufen lässt (umso mehr, wenn der Krieg ein Reinfall war).

Selbst Ronald Reagan hätte sich an diesem Song beinahe die Finger verbrannt, denn er hatte – wie ich und unzählige andere – nur die wie in einer Gebetsmühle wiederholte Refrain-Zeile im Ohr. Was wäre das doch für ein Knaller gewesen: Ein republikanischer Präsidentschaftskandidat zieht mit einer Anti-Kriegs-Hymne in Stadion nach Stadion ein, um zum Volk zu sprechen… Doch dazu kam es nicht. In Bruce Springsteens Autobiographie „Born To Run“ erfährt man diese Geschichte. Und unzählige andere.

Eine packende und von vorne bis hinten interessante Autobiographie des „Boss“ – empfehlenswert auch für jene, die sich nicht als „glühende Fans“ bezeichnen würden!

Eine packende und von vorne bis hinten interessante Autobiographie des „Boss“ – empfehlenswert auch für jene, die sich nicht als „glühende Fans“ bezeichnen würden!

Insgesamt ist das Hörbuch durchaus ein lohnenswertes Erlebnis. Selbst wenn man mit Bruce Springsteen als Musiker nicht viel am Hut haben sollte, die Einblicke in seine Generation, was sie musikalisch prägte, wodurch sie gesellschaftlich beeinflusst wurden, welche Konflikte sie mit ihren Eltern und anderen Autoritätspersonen austragen mussten, wie sie sich in einer noch ganz anderen Zeit einen eigenen Lebensweg suchen mussten, wie das Musikgeschäft funktioniert, wie sie mal zu Recht und mal ohne Not hart im Umgang mit Mitmenschen (vor allem anderen musikalischen Mitstreitern) waren und und und.

Da ich das Hörbuch fast komplett beim Laufen hörte, konnte ich mir keine Notizen machen, doch dieses Buch steckt so voll mit Stellen, die sich im Musikunterricht verbraten lassen, dass ich mir irgendwann noch das iBook besorgen muss (aktuell kostet es noch fast 20 € – da warte ich geduldig ab…). Allein die Begeisterung für Elvis Presley, die Bruce Springsteen als Teenager ereilte, ist es wert, gelesen/gehört zu werden. Die Euphorie wird so mitreißend geschildert, dass ich das Hörbuch beim Laufen kurz unterbrach, nur um ein paar Elvis-Songs auf dem iPhone zu streamen.

Genug geschrieben: Ich persönlich bin begeistert von dieser Autobiographie, die zwar sicher nicht absolut alles über den Menschen Bruce Springsteen verrät (das gibt er im Nachwort ganz offen zu), aber doch etliche sehr intime Einblicke in ein mittlerweile schon recht langes und äußerst ereignisreiches Leben ermöglicht. Wie schon gesagt: Selbst wenn man Bruce Springsteen gar nicht so toll findet, in dieser Autobiographie erfährt man viel über eine ganze Generation, über ihr amerikanisches Lebensgefühl – und das ist es schon wert, gehört zu werden. Gerade in Zeiten, in denen die Amerikaner manchmal etwas schwer zu verstehen sind…

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Song des Tages (162) – 2017-02-20

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Mein nächst älterer Bruder ist ein großer Jazz-, Soul-, Funk-Fan, der mir schon in meinen jungen Jahren so einige musikalische Interessensgebiete quasi „en passant“ verschafft hat. Eine Gruppe, die er besonders schätzte (und sicher bis heute schätzt), war (ist) Blood, Sweat & Tears. Irgendwann im Studium zog ich also los, um mir ein „Best of“-Album zuzulegen, das ich bis heute habe. Darauf sind wirklich lauter Stücke, die ich fast unbesehen in diese exklusive Playlist werfen könnte. Doch selbst unter den guten Songs gibt es ein paar, die eben noch einen Tick besser sind. Und somit habe ich als den heutigen Song des Tages das einmalig rockige und inhaltlich ziemlich fiese „Lucretia MacEvil“ von Blood, Sweat & Tears herausgesucht:

Der Song ist ja nun mindestens so alt wie ich, vermutlich sogar noch älter. Aber er groovt derart los, dass ich mich ihm nicht widersetzen kann. Vor allem dann, wenn das Klavier nach dem Break wieder einsetzt – da können die Füße kaum mehr stillstehen… Und dann ist da noch dieses sensationell wilde Trompetensolo (gespielt vom leider viel zu früh verstorbenen Lew Soloff)

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Song des Tages (158) – 2017-02-16

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Mit Erschrecken musste ich vor ein paar Tagen lesen, dass ein weiterer meiner musikalischen Helden gestorben ist. Noch dazu einer, der bislang schon einmal in dieser exklusiven Playlist aufgetaucht ist: Al Jarreau. Vor einigen Jahren habe ich eine faszinierende Dokumentation über ihn gesehen, in der er einfach so vor laufender Kamera aus dem Stand ein paar Vokalakrobatik-Nummern durchzog, dass mir die Ohren wackelten. Fantastisch! Und doch kam er als eher bodenständiger Typ rüber, was ich als sehr sympathisch empfand.

Der heutige Song des Tages ist schon über 30 Jahre alt, dennoch gehört er mit seinem funkigen Groove zu meinen dauerhaften Al Jarreau-Favoriten: „Boogie Down“:

(Die Trompeten-Parts klingen fast so, als wären sie synthetisch, doch die sind alle echt. Der Trompeter Jerry Hey war bekannt für seinen glatten und makellosen Klang, der hier eben zu diesem leichten Missverständnis führen kann…)

Bereits in den frühen 1990er Jahren habe ich diesen Song in Würzburg in der Big Band der Sing- und Musikschule gespielt. Da kam ich auf den Geschmack, denn der Song war für mich als Teenager richtig schwer an der Trompete (immerhin geht er in teils superschnellen Licks bis ans dreigestrichene E). Doch gerade das spornte mich an, also übte ich, bis die Nummer ging. Insofern hat mich Al Jarreau nicht nur musikalisch inspiriert, er hat mich auch indirekt angetrieben und meiner späteren Berufung näher gebracht.

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Song des Tages (152) – 2017-02-10

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Es gibt eine Band, die müsste hier eigentlich mehr Platz einnehmen, zumindest gemessen an der Häufigkeit der von mir herbeigeführten Hörgenüsse. Bislang habe ich die Band erst ein einziges Mal hier verbraten, doch nun muss ein weiteres Stück unbedingt sein. Zum Glück weiß ich, dass es zumindest einen anderen Fan dieses Stücks gibt, denn er selbst hat mir das mal als Antwort auf einen früheren Blog-Eintrag geschrieben… (hier).

Und so ist es heute endlich soweit, dass Queen mit ihrem einmaligen „Princes Of The Universe“ den Olymp in Form meiner Song des Tages-Sparte erklimmen:

Der Clip ist für Highlander-Fans wie mich natürlich ein exquisiter Genuss, denn Queen mit einem sensationell mitreißenden Song und dazu noch ein paar supercoole Ausschnitte aus dem Kinofilm – das lässt sich nur schwer toppen.

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Song des Tages (144) – 2017-02-02

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Mike Oldfield prägte einen Teil meiner musikalischen Adoleszenz, auch wenn meine beiden älteren Brüder sich in dieser Hinsicht mehrfach über mich lustig machten. Als heutigen Song des Tages habe ich eines seiner weniger bekannten Stücke ausgesucht, das mir aber aufgrund der für Mike Oldfield typischen orchestralen Anlage sehr gefällt: „Islands“:

Der Video-Clip ist einmal mehr eher als Zeitdokument denn als Kunst zu verstehen. Spätestens seit Mitte der 1990er Jahre galt so etwas als sehr kitschig. An der Qualität der Musik ändert sich dadurch glücklicherweise nichts.

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