Archiv der Kategorie: Jazz

Song des Tages (282) – 2017-06-21

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Vor zwei oder drei Jahren erzählte mir ein sehr geschätzter Kollege, er ginge mit seiner Frau zu einem Konzert von Max Raabe, der sich tatsächlich einmal in unser kleines Nest Aalen verirrte. Ein halbes Jahr später wurde auf 3Sat oder Arte eine leicht gekürzte Version des offiziellen Konzert-Mitschnitts dieser Tour (allerdings von einem Auftritt in Berlin) ausgestrahlt, den ich aufnahm. Und das Konzert war beeindruckend gut! Die Musiker spielen in einer sehr ausgewogenen Weise geradezu perfekt zusammen, der süffisante, immer leicht gestelzte Gesang liefert dazu schalkhafte Texte, die durch die staubtrockene Darbietung nur noch besser wirken können – ein wahres Fest für Liebhaber. Einen Song aus diesem Programm habe ich später auch mit meinem Musik-Leistungskurs einstudiert (mit Choreographie und allem Drum und Dran) und bei unserem Tag der offenen Tür 2016 den an unserer Schule interessierten Kindern und ihren Eltern präsentiert – das war ein Spaß!

Genau dieser Song ist der heutige Song des Tages, es handelt sich um das grandiose „Ich bin nur gut, wenn keiner guckt“, viel Spaß damit!

Das Video ist ein Ausschnitt aus diesem offiziellen Mitschnitt, den ich mir damals auch aufgenommen hatte. Eigentlich könnte ich mir das den ganzen Tag lang immer wieder ansehen…

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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Kurz und bündig: Big Band Battle 2017

Das war der Flyer für den diesjährigen BBB – schrill, kaum zu übersehen, also genau richtig!

Das war der Flyer für den diesjährigen BBB – schrill, kaum zu übersehen, also genau richtig!

Puh, war das eine Aufregung! Zuerst einmal dieser Zustand der völligen Exponiertheit, als Komponist und Bandleader in einem vor das Publikum zu treten, dann noch der Gesang (da das Arrangement von „The Unknown Stuntman“, der Titelmelodie von „Ein Colt für alle Fälle“, erst so spät fertig wurde, fand ich niemanden mehr, der es hätte singen können – außer mir selbst), das hat mich wirklich geschlaucht.

Zum Glück ist der Auftritt meiner eigenen Wahrnehmung nach gut verlaufen, sodass ich als Fazit festhalten kann, dass sich der vergossene Schweiß durchaus gelohnt hat. In zwei Jahren ist es wieder soweit, mal sehen, was ich mir dafür einfallen lasse – ein bisschen Abwechslung schadet schließlich niemandem…

Eine sehr wohlmeinende Kritik aus der lokalen Presse, die auch ein schönes Foto „meiner“ Big Band in voller Aktion beinhaltet, findet man hier. Ich bin mächtig stolz auf den Haufen, denn die haben sich trotz der stressigen Vorlauf-Zeit (vier meiner Musiker schrieben bis vor Kurzem noch ihr Abitur, mindestens drei bereiten sich gerade auf den Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ vor) sehr gut geschlagen. Da muss ich wohl eine Runde Eis springen lassen…

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Zweiter Meilenstein 2017

Der zweite Meilenstein ist geschafft: 2.000 Kilometer in diesem Kalenderjahr.

Der zweite Meilenstein ist geschafft: 2.000 Kilometer in diesem Kalenderjahr.

Nachdem ich gestern meinen Lauf (mir völlig unbewusst) bei der Marke von genau 1999,50 Kilometern – in diesem Jahr, nicht am Stück! – beendet hatte, war es klar, dass ich heute den zweiten großen Meilenstein, also die 2.000 Kilometer im Kalenderjahr knacken würde. Unterstützt von Hape Kerkelings Autobiographie „Der Junge muss an die frische Luft“ auf den AirPods rannte ich meine 13,87 Kilometer-Runde über die morgendlich frische Ostalb, verscheuchte dabei mehrere Hasen, einen Fuchs und gefühlte Myriaden von Mücken.

Neue Schuhe – ein Gewinn für mich

Und dabei konnte ich gleich noch eine sehr angenehme Feststellung, die sich mir über die letzten Tage aufgedrängt hat, bestätigen: Die Entscheidung, mir neue Laufschuhe von Asics zu besorgen (ich berichtete), war goldrichtig. Seit einer Woche laufe ich nun mit diesen wundervollen Schuhen, immer im Wechsel einmal Cumulus und einmal Nimbus – meine Adduktoren-Zerrung dankt es mir mit deutlich verringerten Beschwerden. Wochenlang waren die ersten zwei Minuten des Morgenlaufs äußerst schmerzhaft gewesen, bis sich alles in mir auf die etwas wackelige Laufbewegung eingestellt hatte – rund lief es erst nach ein oder zwei Kilometern. Mittlerweile starte ich wieder ganz normal, denn der Schmerz ist zu 90 Prozent verschwunden. Nach etwas über einer Stunde des Laufens merke ich eine sich rascher als sonst steigernde Erschöpfung in der Region, ansonsten bin ich weitgehend beschwerdefrei. Sehr schön.

Gleich mal auf Holz klopfen…

Zurück zum Meilenstein: Was mich dieses Jahr besonders erfreut, ist die Tatsache, dass mein Wohlbefinden insgesamt gut genug mitspielt, dass ich noch keinen einzigen Tag aussetzen musste. Es gab einige Tage, an denen ich morgens ganz schön schlapp war, meist lag es an einer langen Probe am vorigen Abend oder einer insgesamt brutal anstrengenden Woche. Aber weder hatte ich eine richtig heftige Erkältung noch sonst etwas, was mich vom Laufen abhalten konnte. Tock-tock-tock (3x gegen meinen Holzkopf geklopft, auf dass es auch weiterhin so bleiben möge).

Stabile Verhältnisse

Noch etwas gibt mir momentan Auftrieb: Seit der 11. Klasse war ich nicht mehr so „leicht“, ich liege aktuell immer unter 61 Kilogramm, nicht selten bin ich genau bei 60 kg, gelegentlich etwas drunter. Das ist ein gutes Stück weg von den etwa 90 Kilo, die ich 2006 auf den Hüften hatte. Bei meiner alle zwei Jahre stattfindenden Generalüberprüfung beim Hausarzt wog ich zu Beginn des Jahres noch satte 67 Kilo, was für mich eindeutig zu viel war. Kurz drauf begann ich wieder mit dem Kalorienzählen (mit CaloryGuard Pro), seither hat sich diese Problematik zum Glück in Wohlgefallen aufgelöst.

Hin und wieder schaffe ich es sogar, damit Leute zu belustigen. Gestern zum Beispiel fand an unserer Schule das Treffen der Oberstufenkoordinatoren aller Aalener (und benachbarter) Gymnasien zum Zweck der Kooperationsabsprachen statt. Wie bei allen solchen Anlässen hatte das Sekretariat uns mit leckeren Plunderstückchen versorgt. Also zückte ich meine kleine aber feine tragbare Waage aus dem Rucksack und wog meine Stücke ab – sehr zur Erheiterung der neben mir sitzenden Kollegen.

Fazit

Passt alles, auf zu den nächsten 2.000 Kilometern! Morgen steht noch der Big Band Battle in der Aalener Stadthalle an (Beginn: 19:00 h, der Eintritt ist selbstverständlich frei, herzliche Einladung an alle Interessenten!), danach brauche ich ein bisschen Erholung, denn die letzten Tage waren ein echter Höllenritt!

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52 Wochen – Teil 49 („Prima Vista“)

Am vergangenen Donnerstag war Klaus Graf, der weithin bekannte Saxophonist der SWR-Big Band, bei uns an der Schule für einen gut vierstündigen Workshop. Und er schlug im positiven Sinn ein wie eine Bombe, da er mit viel Witz und Feingefühl meine Schul-Big Band zu neuen Höchstleistungen antrieb, jeden einzelnen mal zum Improvisieren brachte (wobei ihm und auch mir gleich ein oder zwei besonders talentierte Schüler auffielen, die vorher eher unter dem Radar geflogen waren…), Spaß und konzentriertes Arbeiten auf die angenehmste Art und Weise verband – und natürlich auch selbst nicht davor zurückschreckte, sein Sax zu zücken und die eine oder andere Sache zu demonstrieren. Kurzum: Es war der blanke Hammer, alle Anwesenden gingen trotz mehrstündiger konzentrierter Arbeit entspannt und gut gelaunt nach Hause!

Für mich war es leider etwas stressig, denn erst einmal musste ich alles vorbereiten, damit die Schüler (und die beiden Kollegen, die ebenfalls mitspielen) aus dem üblichen Unterricht kommen und sofort loslegen konnten. Das klappte auch alles. Doch dann war unser E-Bassist krank. Da die anderen Musiker alle fest für ihre jeweiligen Instrumente verbucht waren, übernahm ich den Teil. Also: ein paar Stunden am E-Bass ein Stück nach dem anderen vom Blatt spielen… Einerseits war es total spaßig, denn als E-Gitarrist kam ich auf dem E-Bass schon klar, andererseits alles „prima vista“ (so der Fachausdruck für „vom Blatt“) zu spielen, und hui, das schlaucht.

Mit der heutigen Bildercollage werde ich zwar sicher keinen Schönheitspreis gewinnen, denn es handelt sich um kleine (fast schon winzige) Bildausschnitte, deren komplette Originale jeweils die gesamte Big Band mit über 20 Musikern zeigen. Daher sind alle kleinen Schnipsel, die ich verwendet habe, extrem pixelig (noch dazu stammen sie von einem Android-Smartphone, was will man also erwarten…). Aber mit ein paar Filtern und der Kombination zu einem neuen Ganzen habe ich das hoffentlich etwas abgefangen:

Mehrere Stunden „prima vista“ am E-Bass – etwas stressig, doch am Ende groovte es dann doch!

Mehrere Stunden „prima vista“ am E-Bass – etwas stressig, doch am Ende groovte es dann doch!

Wie man erkennen kann, war ich links oben noch ziemlich im Stress, denn zu dem Zeitpunkt befand ich mich noch ganz frisch in dieser Funktion als Bassist. Entsprechend verkniffen spähe ich in die Noten. Doch bis zum rechten unteren Eck hin entspannt sich die Situation dann allmählich, gegen Ende fand ich gelegentlich auch mal die korrekten Töne (und sogar zum passenden Zeitpunkt).

Zur Aktion „52 Wochen“

Seit nunmehr 49 Wochen läuft Zeilenendes Foto-Aktion „52 Wochen“, an der ich teilnehme (hier findet man alle meine Beiträge). Ziel ist es, jeden Sonntag ein neues Selfie oder Portrait einzustellen. Die übrigen Teilnehmer sind:

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Song des Tages (137) – 2017-01-26

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Stillstand und Ruhe ist in diesem Schuljahr irgendwie nicht drin, denn kaum sind die Notenkonferenzen abgeschlossen, schon kommt der nächste Termin: heute ein Workshop mit Klaus Graf von der SWR-Big Band. Eines der vorbereiteten Stücke ist ein Klassiker von Josef Zawinul, den ich spontan zum heutigen Song des Tages erkoren habe: „Mercy, Mercy, Mercy“:

Wir spielen ein eigenes Arrangement, das die Nummer eher flott und energetisch interpretiert, aber auch das ruhige Original hat seinen Reiz.

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Song des Tages (115) – 2017-01-04

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Incognito gehört zu den Bands, die bis vor kurzer Zeit noch unter meinem Radar flogen, und das aus dem simplen Grund, dass ich schlicht und einfach nie etwas von ihnen gehört hatte. Kaum hatte ich, war ich auch schon hin und weg! Der heutige Song des Tages war einer der ersten, den ich von Incognito zu hören bekam, und er ist und bleibt derart groovy, dass meine Füße kaum stillstehen können: „N.O.T.“:

Und alle jetzt: „N.-O.-T., N.-O.-T., …“

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Song des Tages (111) – 2016-12-31

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Zum Ausklang des Jahres habe ich einen Song erkoren, der einfach über jeden Zweifel erhaben ist. Und trotz aller schlimmen Nachrichten in diesem Jahr können die meisten Menschen in meinem direkten Umfeld sich über ihre aktuelle Situation überhaupt nicht beschweren. Daher überlasse ich dem einzigartigen Louis „Satchmo“ Armstrong das letzte Wort, wenn er „What A Wonderful World“ singt:

Was für ein atemberaubend schöner Allzeit-Klassiker. Mehr muss man dazu auch gar nicht sagen.

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Song des Tages (100) – 2016-12-20

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Gregory Porter gehört zu den Sängern, die den Zuhörer allein mit dem wohligen Klang ihrer Stimme derart einfangen können, dass sie die aktuellen Sportergebnisse singen könnten — man würde dennoch an ihren Lippen kleben…

Auf den Geschmack bin ich durch das Album „Liquid Spirit“ gekommen, dessen absolutes Highlight die Soul-Ballade „Hey Laura“ darstellt, weswegen ich sie zum heutigen Song des Tages erkoren habe:

Die Stimme massiert die Gehörgänge so wunderbar, man könnte den Song gleich zehnmal hintereinander hören, so ein Genuss ist es…

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Song des Tages (79) – 2016-11-29

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. In den Achtzigern war Cindy Lauper eine der absoluten Pop-Größen, seither ist es um die Sängerin erstaunlich still geworden. Gelegentlich huschen ein oder zwei ihrer alten großen Hits über den Radio-Äther, darüber hinaus konnte ich sie in den letzten Jahren, eigentlich Jahrzehnten, nicht wahrnehmen.

Einer meiner Lieblingssongs von ihr ist sehr ruhig und entspannt, daher ist der heutige Song des Tages kein geringerer als „Time After Time“ von Cindy Lauper:

Anscheinend hat der Song nicht nur mir gefallen, auch der alte Großmeister des Jazz, Miles Davis, hat den Song in einer eigenen, kaum vom Original abweichenden Version aufgenommen:

Sehr schön – alle beide Versionen…

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Song des Tages (72) – 2016-11-22

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Heute wird’s ein wenig sentimental. Es mag am windigen Wetter der letzten Tage/Wochen liegen, irgendwie wünscht man sich da – zumindest für den einen oder anderen Moment – einen schwülen Sommertag herbei, an dem das Leben langsam und zähflüssig dahinkriecht. Und kein Song kann dieses Gefühl besser vermitteln als die Version von „Summertime“, die Ella Fitzgerald und Louis Armstrong auf dem Porgy & Bess-Album aufgenommen haben.

Das gesamte Album ist von derart hoher Qualität, man kann es nicht oft genug anhören. Die CD hatte ich mal, dann habe ich sie verliehen – und anscheinend teilte der Entleiher meine hohe Meinung von der Qualität, deshalb habe ich sie seit Jahren nicht mehr… Aber der iTunes Store hat vor einigen Jahren Abhilfe für dieses Problem geschaffen.

Am schönsten an dieser Fassung von „Summertime“ ist eine von Satchmos liebenswertesten Marotten: Er „grunzte“ immer schon los, bevor er eigentlich singen musste. Hört euch mal die Stelle ab 2:30 an. Noch bevor er mit seiner Strophe einsetzt, vernimmt man ganz deutlich dieses tief aus dem Hals kommende, beinahe schon monströse Räuspern. Es klingt vielleicht abfällig, aber genau deswegen liebe ich Louis Armstrong als Sänger – niemand sonst hätte so etwas auf die Platte gelassen, er schon.

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

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