Things 3

Eine meiner am häufigsten genutzten Apps, ohne die meine Tage wesentlich unstrukturierter verlaufen würden: Things von Cultured Code.
Eine meiner am häufigsten genutzten Apps, ohne die meine Tage wesentlich unstrukturierter verlaufen würden: Things von Cultured Code.

Seit 2010 benutze ich die App Things, die vor ein paar Tagen in einer komplett überarbeiteten Version herausgekommen ist. Gleich vorweg: Die App kostet im Vergleich so richtig viel Geld, wo man auch auf kostenlose Alternativen zurückgreifen könnte. Doch in meinem Fall ist die Zufriedenheit so hoch und der Wille, die Entwickler in ihrer hervorragenden Arbeit weiter zu unterstützen, so groß, dass ich mir die neue Version für alle drei Plattformen (iPhone, iPad und Mac) gleich am ersten Tag gekauft habe (da gab es als Anreiz auch noch 20 Prozent Preisnachlass).

Zur App will ich eigentlich so gut wie gar nichts schreiben, denn das ist schlicht und ergreifend ein bisschen langweilig: Things ist eine To Do-Listen-App, die mit vielen sehr gut durchdachten, monatelang erprobten und über einen eigenen Cloud-Dienst synchronisierten Funktionen aufwartet. Da ich sie nun schon seit sieben Jahren intensiv nutze, gehen mir alle Funktionen leicht von der Hand, die mit der aktuellen Version eingeführten Neuerungen sind mir allesamt (soll heißen: soweit ich sie nutze) schnell in Fleisch und Blut übergegangen – passt alles.

Warum ich diesen Blog-Eintrag nun also schreibe, wenn es sich doch meinen eigenen Angaben nach um eine ziemlich langweilige Angelegenheit handelt? Ganz klar: Ich möchte ein kleines Zeichen der Wertschätzung für die Entwickler der App – Cultured Code – setzen. Deren Name ist absolut Programm, denn meines Wissens gibt es nur wenige Apps, die so gründlich getestet werden, bevor sie in einer stabilen Endversion an die große Zahl der Nutzer ausgegeben werden. Ich erinnere mich, wie im Cultured Code-Blog einmal berichtet wurde, dass die neue Version jetzt fertig sei, man nun aber noch „ein paar Monate“ testen wolle, um alle Kinderkrankheiten auszumerzen, damit dann ein wirklich ausgereiftes Produkt in die Hände der Nutzer gelange. Respekt! In Zeiten, in denen oft das Motto „Schnell programmieren, kaum testen, schnell raushauen, nachbessern können wir später“ zu gelten scheint, stellt Cultured Code eine so rühmliche Ausnahme dar (am ehesten noch mit Ulysses zu vergleichen). Und das wollte ich hier einmal zum Ausdruck bringen.

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Song des Tages (175) – 2017-03-05

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Vor Jahren, als ich am LGH ein Additum für „Musikproduktion am Computer“ anbot, hatte ich einen ganz besonders talentierten jungen Eleven, der als Schlagzeuger ein absolut untrügliches Gespür für endcoole Beats und Rhythmus-Patterns besaß. Eines Tages schleppte er einen Song an, dessen Beat ihm besonders gefiel, und zufälligerweise ist dies — passend zum Ferienende — der heutige Song des Tages: „Boom Boom Pow“ von den Black Eyed Peas:

Der Songtext offenbart ein gesundes Ausmaß an Selbstbewusstsein. Außerdem ist der Groove wirklich endcool. Ein würdiger Abschluss für die kurzen Faschingsferien!

Alle Songs in meiner freigegebenen Apple Music-Playlist.

52 Wochen – Teil 52 („Finale“)

„Aus und vorbei, Evans, Sie sind entlassen.“ (aus: „Der Sinn des Lebens“ von Monty Python)

Nun gut, alle schönen Dinge müssen irgendwann einmal enden. In diesem Fall empfinde ich sogar eine gewisse Erleichterung, die allerdings eher mit den eigenen Ansprüchen als dem Projekt als solchem zu tun hat. Wie versprochen habe ich alle Bilder, die in den 52 Wochen im Rahmen des Projekts (von mir) gepostet wurden, in einer großen Collage versammelt. Hat zwar etwas gedauert, doch das Ergebnis ist – ich weiß, ich muss das Fenster öffnen – recht gelungen:

Das endgültige Finale der „52 Wochen“-Aktion – nicht alle Selfies waren besonders, noch weniger gelungen, doch alles in allem kamen genügend ansprechende Ergebnisse heraus, dass ich zufrieden bin.
Das endgültige Finale der „52 Wochen“-Aktion – nicht alle Selfies waren besonders, noch weniger gelungen, doch alles in allem kamen genügend ansprechende Ergebnisse heraus, dass ich zufrieden bin.

52 Wochen – Der Film

Und weil es gar so schön war, habe ich sogar einen kleinen Film aus allen Selfies gemacht. Das klingt vielleicht hochtrabend, ist aber wirklich nicht mit großem Aufwand verbunden gewesen, denn ich habe alle Fotos in einen Ordner und diesen in iMovie gezogen. Die Bildlänge wurde automatisch festgelegt, wesentlich mehr musste ich schon (fast) nicht machen.

Um euch jedoch einen vollendeten Genuss zu bieten, habe ich mir sogar die Mühe gemacht, diesen mit eigener Musik zu unterlegen. Wenn schon, denn schon! Allerdings war auch hier die Software sehr hilfreich, denn in Logic Pro X gibt es den sog. Arpeggiator, mit dessen Hilfe der Soundtrack in knapp 5 Minuten eingespielt und exportiert war.

Wer sich also für diese finale Übersicht interessiert, möge diesem Link folgen (der Film liegt in meiner Dropbox).

Zur Aktion „52 Wochen“

Insgesamt 52 Wochen lief Zeilenendes Foto-Aktion „52 Wochen“, an der ich teilnahm (hier findet man alle meine Beiträge in umgekehrt chronologischer Abfolge). Die Zielsetzung war einfach: Jeden Sonntag ein neues Selfie oder Portrait einzustellen. Die übrigen Teilnehmer waren:

52 Wochen – Teil 50 („Frankenstein“)

Eigentlich basieren viele der „Frankenstein“-Erzählungen, die Kinder so untereinander austauschen (zumindest die Kinder meiner Kindheit) auf dem Irrtum, dass es sich bei „Frankenstein“ um die monströse Kreatur handle, die dann in schwarzweißer Pracht über die Leinwand bzw. den (damals noch) Röhrenfernseher schlurfte. Doch nach der Lektüre des Originals mit 17 Jahren (im englischen Original!) bin ich natürlich viel schlauer als noch als ungebildetes kleines Kind und weiß, dass Frankenstein nur der Erschaffer dieser aus Leichenteilen zusammengesetzten Kreatur ist, der er dann – fatalerweise – den Funken des Lebens einhaucht (genauer wird das im Buch nicht formuliert, auch wenn in den unterschiedlichen Verfilmungen fast immer ein Blitz einschlagen muss, um ziemlich viel Energie zu entfesseln…).

Wodurch ich darauf kam, weiß ich nicht mehr, doch irgendwie fand ich es sehr faszinierend, mein Gesicht statt eines normalen Selfies in Frankenstein-esker Art aus vielen einzelnen Bildern zusammenzuschustern. Nur das mit dem Funken des Lebens…

Ganz schön schaurig, sich selbst aus etwa acht Einzelfotos „neu“ zusammenzusetzen. Brrrrr...
Ganz schön schaurig, sich selbst aus etwa acht Einzelfotos „neu“ zusammenzusetzen. Brrrrr…

Die Idee ist nun schon vier oder sechs Wochen alt, doch die Ausführung benötigte (hoffentlich verständlicherweise) etwas Zeit, vor allem war aber die Hemmschwelle enorm hoch. Alles in allem hätte ich natürlich jetzt auch noch ewig weiterfeilen können, doch mir gefällt der etwas „hemdsärmelige“ Look ganz gut.

Nächste Woche kommt das letzte „neue“ Foto (auch wenn ich es bereits im Sommer aufgenommen habe), in der letzten Woche kombiniere ich alle 52 Fotos zu einer großen Collage – und das war es dann mit diesem schönen Projekt. Doch Zeilenende hat schon für eine Anschlussbeschäftigung gesorgt, ich habe auch schon einen lohnenswerten Ort ausgesucht.

Zur Aktion „52 Wochen“

Seit nunmehr 50 Wochen läuft Zeilenendes Foto-Aktion „52 Wochen“, an der ich teilnehme (hier findet man alle meine Beiträge). Ziel ist es, jeden Sonntag ein neues Selfie oder Portrait einzustellen. Die übrigen Teilnehmer sind:

Apple Watch – Erfahrungsbericht nach einem Vierteljahr

Am 28. Oktober kam ich gegen 14:30 h nach Hause, da wartete sie auf mich, meine Apple Watch Series 2 Nike+ Edition. Einen ersten Bericht habe ich ja damals gleich veröffentlicht (siehe hier). Doch nach gut einem Vierteljahr kann ich nun einen ernsthaft auf Erfahrungswerten basierenden ersten Einblick in meinen Alltag mit diesem Gerät geben – und da gibt es schon ein paar durchaus bemerkenswerte Dinge festzuhalten.

Hardware-Qualität

Die Apple Watch ist teuer, keine Frage: Über 400 € für das von mir gewählte Modell, das bedurfte einiger Überlegung, ob ich sie wirklich anschaffen sollte. Seitdem ich sie trage, konnte ich mich aber davon überzeugen, dass es sich hierbei wirklich um ein absolut solides Produkt handelt, das den Anforderungen an die Hardware vollkommen gerecht wird.

Auch nach zwei Monaten ununterbrochener Nutzung so schick wie am ersten Tag – völlig frei von Alterungsspuren!
Auch nach zwei Monaten ununterbrochener Nutzung so schick wie am ersten Tag – völlig frei von Alterungsspuren!

Das Display-Glas ist derart hart und stabil, dass die im Alltag unvermeidlichen Stöße und Knüffe (z.B. beim Tragen von Equipment in der Schule – und dabei kann man sich schon einmal ein blaues Auge holen… –, beim Hantieren mit dem E-Bike, beim Herumalbern mit den Kindern, beim Sporteln etc.) absolut folgenlos bleiben.

Da ich die Uhr auch beim Duschen anhabe, wird sie jeden Tag gesäubert, das gelöcherte Armband sorgt dafür, dass erst gar kein Schweißgeruch an dieser Stelle haften bleibt – das wäre bei einem geschlossenen Kunststoff-Armband sicher kaum zu vermeiden.

Entgegen meiner ursprünglichen Befürchtung, die Apple Watch könnte an meinem nun einmal recht schmalen Handgelenk klobig wirken, was mich auch dazu bewog, die kleinere Variante zu kaufen, sieht sie weder „zu groß“ noch übertrieben aus. Das ist mir gerade recht.

Den Mac entsperren

Eine auf den ersten Blick banale, in der Praxis aber sehr angenehme Kleinigkeit ist die Möglichkeit, meinen iMac mit meiner Apple Watch zu entsperren. Wenn der iMac im Ruhezustand vor sich hin schlummert, drücke ich auf eine Taste, das Anmeldefenster erscheint – doch statt das Passwort einzugeben, greift der iMac via Bluetooth auf die Apple Watch zu und entsperrt den Mac.

Statt einer langwierigen Passworteingabe einfach die Uhr in der Nähe des iMac tragen – schon ist man drin!
Statt einer langwierigen Passworteingabe einfach die Uhr in der Nähe des iMac tragen – schon ist man drin!

Die Apple Watch selbst ist nur dann entsperrt, solange ich sie nach der Eingabe des Codes ununterbrochen am Handgelenk trage. Nähme mir jemand die Watch ab, müsste er sie zuerst mittels des Codes entsperren, an den iMac und die Daten darauf käme er damit allein nicht. Natürlich ist das allein noch keine Funktion, die über Wohl und Wehe der Apple Watch entscheidet, doch sie ist mir im Alltag wirklich willkommen, eine der vielen Kleinigkeiten, die das Leben um einen Tick leichter machen.

Die Macht der drei Ringe – die Zukunft der Fitness-Tracker

Man möchte es kaum glauben, aber der Ehrgeiz packt mich doch jeden Tag aufs Neue, wenn es darum geht, die drei Ringe (Rot=Bewegung, Grün=Training, Blau=Stehen) vollzubekommen. In Gesprächen mit anderen Nutzern habe ich erfahren, dass es ihnen nicht anders geht.

Durch das tägliche Laufen habe ich keine Mühe, die 30 Minuten Training zu füllen, die sind bereits vor dem Frühstück doppelt oder mehr erfüllt. Doch der über die letzten Wochen hinweg angepasste Wert für die tägliche Bewegungsmenge (auf den Bildern 960 Kalorien/Tag) fordert mir einiges ab. Und das ist ja auch gut so.

An Schultagen klappt das locker, weil man als Lehrer meist gut „in Action“ ist, doch am Wochenende musste ich schon öfter mit ein wenig Seilspringen am Nachmittag noch für das Auffüllen der Ringe sorgen. An einem einzigen Tag bislang, es handelte sich um den 17. Dezember, als ich bei „Blues & The Gang“ ausgeholfen habe (hier), bekam ich den roten Ring erst um 23:59 h voll – das war knapp! Mir eigentlich zu knapp, aber auf der Bühne im „Gleis 1“ konnte ich schlecht mit dem Seilspringen anfangen…

Immer am Ende einer Woche stellt mir die Aktivitätsapp eine Bilanz der vergangenen sieben Tage vor und errechnet einen neuen Zielwert, den ich seit Mitte November prompt verwerfe, denn das würde vielleicht noch zwei oder drei Wochen gut gehen, dann würde es mich frustrieren, weil ich nicht mehr hinterher käme. Ewiges Wachstum ist für mich nicht erstrebenswert, schon gar nicht bei sportlichen Leistungen – ich bin kein Leistungssportler. Noch dazu sind fast 1.000 Kalorien Energieverbrauch nur über Bewegung schon ein ganz schön saftiges Ziel, wenn man vorhat, es jeden Tag zu erfüllen.

Die 12 Stunden Stehziel sind an sich sehr einfach zu erreichen, auch wenn es mich gelegentlich nervt, dass ich trotz deutlicher Übererfüllung der Bewegungsziele (z.B. 1.300 der geforderten 960 Kalorien) zehn Minuten vor Ende so mancher Stunde mit einer gewissen Penetranz daran erinnert werde, doch bitte kurz aufzustehen und mich zu bewegen. Gut, an sich ist das ja gar nicht falsch, nur halt gegen meinen dann ganz akuten Drang, einfach hocken zu bleiben…

Schön ist auch die automatische Feststellung der Herzfrequenz, die mir beim Laufen oder Seilspringen automatisch angezeigt wird, dazu folgt weiter unten ein Screenshot („Training“). Es gab nach Erscheinen der Apple Watch von einigen am Arm/Handgelenk intensiv tätowierten Menschen die Beschwerde, dass die Pulsmessung bei zu starker Farbe (von der Tätowierung) nicht mehr funktioniert – das kann mir zum Glück egal sein, ich bin kein Freund von Tattoos, schon gar nicht auf meinem eigenen Körper.

Nun mag man mich gerne voreingenommen nennen, aber allein der Fitness-Tracker-Anteil der Apple Watch ist derart gut gestaltet – und auch noch ziemlich genau auf die Bereiche ausgelegt, die ich ohnehin zu meinem hauptsächlichen sportlichen Betätigungsfeld zähle, dass ich feststellen kann, dass weder das FuelBand (und ich habe beide Generationen erprobt), das Misfit Shine 2 noch das Polar Loop auch nur annähernd an diese Funktionalität heranreichten. Da die Apple Watch komplett wasserdicht ist (klar, bis 50 Meter, aber wann erreiche ich je diese Tiefe?), kann ich sie bis auf die Ladezeit immer anbehalten. Perfekt! Ich denke wirklich, dass sich hier mit der Apple Watch eine neue Generation von Fitness-Trackern etabliert hat, die Stück für Stück den gesamten Markt erobern wird.

Optik der Aktivitätsapp

Nicht jeder meiner Leser wird eine Apple Watch besitzen, daher gebe ich ein paar kleinere Einblicke in die Optik des Interfaces der Aktivitätsapp:

Die Ringe, die über den aktuellen Stand Auskunft geben – genial einfach und sehr effektiv!
Die Ringe, die über den aktuellen Stand Auskunft geben – genial einfach und sehr effektiv!
Gleich darunter dann die Werte in Form von numerischen und prozentualen Angaben – für die Zahlenfetischisten...
Gleich darunter dann die Werte in Form von numerischen und prozentualen Angaben – für die Zahlenfetischisten…
Auch die Balkendiagramme dürfen nicht fehlen, denn sie zeigen die Verteilung der Aktivität über den Tag hinweg.
Auch die Balkendiagramme dürfen nicht fehlen, denn sie zeigen die Verteilung der Aktivität über den Tag hinweg.
Der Schrittzähler ist natürlich inklusive, auch die per GPS ermittelte Gesamtstrecke des Tages (wobei das beim Indoor-Lauf natürlich schwierig sein dürfte...).
Der Schrittzähler ist natürlich inklusive, auch die per GPS ermittelte Gesamtstrecke des Tages (wobei das beim Indoor-Lauf natürlich schwierig sein dürfte…).

Belohnungssystem

Ich gehöre nicht zu dem Typ Mensch, der sich einen Schrank voller Medaillen oder Pokale ins Wohnzimmer stellt, nicht einmal meine beiden Diplome hängen irgendwo sichtbar herum – wozu auch? Insofern sind mir die kleinen Belobigungen aus der Aktivitätsapp über weite Strecken absolut egal. Andererseits sind sie nette Erinnerungen daran, was man schon alles geschafft hat, noch dazu sehen sie schick aus. Wer so etwas braucht, freut sich sicher „wie Bolle“…

Hin und wieder bekommt man dann ein (virtuelles) Lob ausgesprochen. Meinetwegen könnten die auch wegfallen, aber ein kleines Schmunzeln lasse ich mir davon schon gerne ins Gesicht zaubern.
Hin und wieder bekommt man dann ein (virtuelles) Lob ausgesprochen. Meinetwegen könnten die auch wegfallen, aber ein kleines Schmunzeln lasse ich mir davon schon gerne ins Gesicht zaubern.

Training

Nach dem morgendlichen Lauf gibt es immer noch eine kurze Runde Seilspringen – mehr als 15 Minuten pro Tag verbiete ich mir jedoch, nachdem mir das im letzten Kalenderjahr womöglich ein paar Probleme eingehandelt hat (die zum Glück aber alle wieder abgeheilt sind). Der folgende Screenshot aus der Aktivitätsapp auf dem iPhone (zeigt die Daten der Apple Watch auf dem größeren Display an)

Die Details zum Training in ihrer vollen Pracht auf dem iPhone (Aktivitäts-App).
Die Details zum Training in ihrer vollen Pracht auf dem iPhone (Aktivitäts-App).

Ich hatte vor Beginn die Dauer auf fünf Minuten festgelegt, daher werden nach fünfeinhalb Minuten Seilspringen (Gesamtzeit) auch 110 Prozent (gelber Ring oben) angezeigt. Während des Springens hatte ich eine durchschnittliche Herzfrequenz von 156 Schlägen pro Minute. Nur durch das Springen habe ich 50 Kalorien verbraucht, mein Körper hat in der Zeit aber noch andere Dinge zu tun (z.B. die Temperatur zu regeln etc.), so kam ich auf einen Gesamtverbrauch von 58 Kalorien während dieser fünfeinhalb Minuten. Die Anzeige des Wetters ist bei einer Tätigkeit, die nur im Haus ausgeführt wird, eher egal, sie stört aber auch nicht weiter.

Notifications

Diese Funktion liebe ich, denn sie erspart mir sehr häufig den Griff zum iPhone. Kommt eine iMessage oder SMS auf dem iPhone an, bekomme ich diese auf der Apple Watch angezeigt, außerdem kann ich sofort und direkt von dort darauf antworten. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Siri zum Diktieren (benutze ich sehr häufig, das funktioniert sensationell gut)
  • Vorgefertigte (kurze) Antworten, z.B. „OK!“, „Klar!“, „Kann ich dich später zurückrufen?“ (und dergleichen mehr) – hier kann ich auch selbst vorgefertigte Antworten erstellen und dann je nach Bedarf einfach abrufen.
  • Smileys oder Emojis
  • Handschrift (im Moment wird in der englischsprachigen Version schon die Möglichkeit getestet, die handschriftliche Eingabe mit einer Handschrifterkennung zu koppeln, sodass dann ein normal getippter Text dabei herauskommt – ich kann es kaum erwarten, dass diese Funktion auch in der deutschen Fassung erhältlich wird)
  • diverse Animationen, die schön aussehen, oft aber wenig aussagekräftig sind.

Natürlich kommen auch Mitteilungen über diverse iPhone-Apps wie beispielsweise Tagesschau, heute, SWR3, Bring!, Tweetbot, eBay etc. an, insofern das aktiviert ist.

Atmen

Schon vor der Anschaffung hatte ich mich sehr auf die Atmen-App gefreut, denn sie verspricht ein wenig Ruhe und Fokus im doch eher hektischen Alltag. Die Benutzung ist dabei genial einfach erdacht: App öffnen, gewünschte Anzahl der Minuten per Drehung der „Digital Crown“ einstellen, starten. Dann wird das Einatmen-Zeitfenster mittels Anzeige (aufblühende stilisierte Blumenblüte) und Vibration angezeigt, vor dem nächsten Einatmen sollte man entsprechend ausatmen, wobei keine haptische Rückmeldung erfolgt, sich die Blüte auf dem Display aber wieder zusammenlegt und verkleinert. Das ist schlicht aber effektiv – und es funktioniert (s.u.).

Bevor ich die Apple Watch hatte, ging ich noch davon aus, die App jeden Tag mehrfach zu benutzen, was sich allerdings für mich nicht als alltagstauglich herausgestellt hat. Der Grund? Ich schlafe ein dabei. Immer und überall. Wenn ich mich in einer ruhigen Minute hinsetze und ein oder zwei Minuten nach der Vorgabe der Uhr ruhig ein- und ausatme, verlangsamt sich mein Atemrhythmus noch deutlich unter den vorgegebenen (mein Ruhepuls ist ja mit unter 50 Schlägen pro Minute auch eher niedrig). Nicht nur einmal ist es vorgekommen, dass ich danach die Augen kaum mehr aufbekam. An einem Freitag Nachmittag oder Abend führt das fast zwangsläufig zu einem Nickerchen… Daher genieße ich die App, allerdings mittlerweile mit etwas Vorsicht, also eher nicht in der Mittagspause oder zwischen zwei Schulstunden. Zum Einschlafen am Abend taugt sie dagegen ganz hervorragend, das habe ich für euch getestet.

Wer sich für die Idee hinter der Atmen-App interessiert, der sei auf diesen Artikel verwiesen, der etwas intensiver darauf eingeht.

Meine Lieblings-Apps auf der Apple Watch

Ohne allzu ausführliche Erläuterungen kommt hier die Liste der Apps, die ich am häufigsten auf der Apple Watch benutze – es handelt sich sowohl um native Apps des watchOS wie auch um Watch-Apps von separaten Entwicklern:

  • Timer: In der Schule und daheim, ständig benötige ich Timer, wenn es ungewöhnliche Zeiten sind, gebe ich Siri einfach den Befehl („Hey Siri, stell’ einen Timer für XY Minuten!“), ansonsten gibt es die gängigen Zeitfenster als Voreinstellungen zum schnellen Abrufen.
  • iMessage/Nachrichten: Empfangen und Versenden von iMessages oder SMS geht oft viel schneller mit der Apple Watch, allerdings nutze ich die Diktierfunktion nur bei gutem Mobilfunknetz oder im W-LAN.
  • Training: Jede Fahrt mit dem E-Bike, jeder zügige Gang durch die Stadt, alle Aktivitäten, die absehbar länger andauern werden, lasse ich mitprotokollieren.
  • Freunde finden: „Freunde“ steht in meinem Fall eigentlich ausschließlich für „Familienmitglieder“, doch diese App hat uns schon so einigen Stress vom Hals geschafft. Wenn man sich fragt, wo der Sohnemann denn wieder bleibt, weil doch die Schule schon lange aus ist, klärt einen ein Blick auf diese App darüber auf, wo sich sein iPhone (und somit meist auch er) gerade befindet. Oder für’s Kochen: Wann ungefähr wird meine Frau wohl vom Laufen durch den gefühlt meterhohen Schnee auf der Ostalb zurück sein? Ein Blick und ich sehe die Entfernung sowie eine Mini-Landkarte. Auf der Basis kann ich leichter entscheiden, ob ich mit dem Kochen schon loslegen oder lieber noch etwas warten sollte.
  • Things: Meine seit sieben Jahren erprobte To-Do-Listen-App, die ich sonst auch noch auf dem iMac, iPad und iPhone benutze – schnell einen erledigten Punkt abhaken geht auch auf der Apple Watch, per Siri-Diktat kann ich auch neue Punkte hinzufügen. Schnörkellos gut.
  • Steuerung für Musik/Hörbücher: Täglich im Einsatz, um die Lautstärke zu regeln oder ein Stück vor oder zurück zu springen. Diese Option ziehe ich vor, wenn ich im Umkreis vieler Menschen mit Kopfhörern Musik höre, denn da käme ich mir blöd vor, einen Befehl an Siri zu sprechen…
  • Kalender: Welcher Termin steht als nächstes an? Ein Tipp auf das entsprechende Icon und es wird angezeigt. Und der darauf folgende Termin? Kurz an der Digital Crown gedreht, schon geht’s weiter…
  • Wetter: Wie kalt ist es draußen? Wichtig, bevor man sich mit dem E-Bike in den Berufsverkehr wirft…
  • Herzfrequenz: Mal sehen, wie der Puls gerade aussieht. Geht schnell und ist zuverlässig.

Troubleshooting

Software ist nie fehlerfrei, selbst wenn die Hardware – gerade bei Apple – sich oft der Perfektion (für den jeweils möglichen Stand der Technik) annähert. Und so entdeckte ich in den letzten Monaten durchaus die eine oder andere Schwäche, die hoffentlich irgendwann in einem Update behoben wird.

  • Abstürze: Insgesamt ist mir das watchOS in den drei Monaten zweimal abgestürzt, was daran zu erkennen ist, dass die Apple Watch unvermittelt neu startet. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob in den beiden Fällen das Betriebssystem selbst oder eher eine App (und ich habe eine ganz spezielle im Blick) die Schuld daran trägt. Sie ist gleich der nächste Punkt…
  • Nike Running Club (NRC): Gerade weil es sich bei meiner Apple Watch um das Modell der Series 2 handelt, das den Namenszusatz Nike+ Edition trägt, war die NRC-App vorinstalliert. Und ich nutze sie sowie ein von mir angepasstes Nike-Watchface für den normalen Tagesablauf. Doch die App ist ein wenig zickig, denn gelegentlich stürzt sie (auch mal mitten in einem Lauf) einfach ab, manchmal startet sie angeblich, sammelt aber keine Aktivitätsdaten, um mir dann nach einer Weile des Laufens mitzuteilen, dass noch keine Daten da wären (was ärgerlich ist, wenn der Tag zu kurz ist, um einfach noch einmal von vorne zu starten) – und manchmal bleibt dann gleich die ganze Watch daran hängen, dass diese App nicht so tut, wie sie eigentlich soll (siehe erster Punkt dieser Aufzählung). Da ich kein Software-Entwickler bin, weiß ich nicht, ob die Funktionsstörungen bei dieser App auf das watchOS zurückgehen, auf dem sie läuft. Das könnte ja auch sein. Wobei meine langjährige Erfahrung mit der Nike Running-App (aus der der NRC hervorging) eher in Richtung Nike deuten, denn auch diese App stürzte auf dem iPhone mit einer gewissen Regelmäßigkeit ab.
  • Pulsmessung nur bei eng anliegendem Armband: Das ist jetzt wirklich Jammern auf hohem Niveau, doch beim Laufen merkte ich, dass der eine Tag bei 12 Kilometern auf 750 Kalorien Bewegungsaktivität kam, der nächste bei der gleichen Strecke bei 530 Kalorien hängen blieb. Klar, die Tagesform hat einen gewissen Einfluss, aber so viel, dass es gut 25 Prozent Unterschied ausmacht? Das erschien mir schlicht unrealistisch, vor allem angesichts der Tatsache, dass sich die beiden Läufe wirklich sehr vergleichbar angefühlt hatten. Also führte ich ein kleines Experiment durch und blickte während eines Laufs alle paar Minuten auf die Uhr. Und siehe da: Nach der Aufwärmphase begann ich zu schwitzen, nun rutschte die Uhr am Handgelenk ein paar Millimeter weiter. Sie schlackerte nicht wirklich am Arm, aber saß auch nicht bombig fest. Und trotz ordentlichen Tempos (11 km/h, also 5:30 Minuten/Kilometer) stieg mein Puls angeblich nicht über 96 bpm. Ich bin zwar gut im Training, aber das hielt ich dann doch für etwas unrealistisch. Also schob ich die Uhr soweit meinen Arm hinauf (es handelt sich um maximal vier oder fünf Millimeter), bis sie richtig fest auf der Haut saß: Binnen Sekunden hatte ich einen Puls von 135 bpm. Das entsprach schon viel eher meiner Erwartung. Also habe ich daraus gelernt, dass die Uhr für eine korrekte Pulsmessung beim Laufen sehr eng anliegen muss.

Fazit

Kurz und knackig: Ich gebe diese Uhr nicht wieder her. Basta. (Es sei denn für ein neueres Modell…) Hier und da gibt es (wie oben beschrieben) kleine Ecken, an denen noch Verbesserungen stattfinden müssen, damit ich vollkommen zufrieden bin, aber im Großen und Ganzen ist die Apple Watch eine unersetzliche Bereicherung für meinen Alltag – sowohl im Privaten als auch in der Arbeit. Von 10 möglichen Qualitätspunkten würde ich ihr nach einem guten Vierteljahr Erprobung 9,8 geben.

Mal wieder ein bisschen Lob für Apple und iCloud

In den letzten Jahren habe ich mich immer wieder recht abfällig über Apples iCloud-Service geäußert – und natürlich nicht ohne Grund, denn einiges davon ist (oder besser: war), wenn man der englischen Sprache die Ehre gibt, „a pain in the ass“. Über die letzten Monate jedoch hat sich jedoch allem Anschein nach unter der Haube einiges getan, daher muss ich nun einfach auch mal ein völlig angebrachtes Lob vom Stapel lassen. Tatsächlich sind die meisten meiner früheren Probleme mittlerweile völlig behoben, was ich im Alltag außerordentlich schätze.

Dokumente

Meine Dokumente in den drei am meisten im Arbeitsalltag genutzten Apps Pages, Numbers und Keynote werden seit Wochen auf allen Geräten zuverlässig synchron gehalten. Erst gestern bemerkte ich (beinahe erstaunt), dass ich mich mittlerweile derart auf eine reibungslose Hintergrund-Synchronisation verlasse, dass ich mir erst in der Schule beim Aufrufen der Pages-App überhaupt einen Gedanken machte, ob denn das zuletzt bearbeitete Dokument noch im Hintergrund synchronisiert worden wäre. Aber es war im aktuellsten Zustand vorhanden, alles super!

Noch vor einem Jahr hätte ich mir fast zu 100 Prozent sicher sein können, dass das Dokument nicht geladen worden wäre. Zumindest nicht, wenn ich die App nicht extra geöffnet und eine Weile gewartet hätte. An dieser Front kann ich also eine eindeutige Verbesserung, die ich jeden Tag bemerke, attestieren. Und das klappt meiner Erfahrung nach mit allen Apps, die sich über iCloud synchronisieren.

Diesen Punkt habe ich gleich als erstes angesprochen, denn das war für mich immer der gewichtigste. Wenn ich meine für die Arbeit erstellten Dokumente dort nicht habe, bin ich teilweise aufgeschmissen. Wäre hier keine Verbesserung zu verzeichnen, träten alle weiteren Dinge in ihrer positiven Entwicklung dennoch hinter dem gravierendsten Mangel in der Bedeutung zurück.

iCloud Drive

Seit iOS 9 gibt es eine eigene iCloud Drive-App, die eine der Dropbox nicht unähnliche Funktion für alle iOS-Nutzer zur Verfügung stellt. Dort hat man Zugriff auf die Ordnerstruktur, auch wenn einige Apps keinen direkten Zugriff auf ihre Interna zulassen (in diesem Fall wird kein Ordner angezeigt).

Seit macOS Sierra wird der Desktop meines iMac ebenfalls in einem eigenen iCloud-Ordner synchronisiert. Nun gehöre ich zu den Menschen, die keine Dateien langfristig auf dem Desktop lagern. Mit Feng-Shui habe ich nichts am Hut, aber diese aus der Windows-Welt bekannten endlosen Kolonnen von Datei-Icons auf einem Desktop sind für mich reinster Augenkrebs. Noch dazu erschweren sie das Auffinden der gesuchten Dateien, weshalb ich mit einer seit Jahren in ständiger Optimierung befindlichen Ordnerstruktur arbeite.

Von dieser Struktur sieht man hier nichts, denn sie spielt sich innerhalb der App-Ordner ab. In Pages gibt es 40 Objekte, es handelt sich dabei ausschließlich um Ordner, innerhalb derer wiederum etliche hundert Dateien liegen. Durch die klare Struktur weiß ich in über 90 Prozent der Fälle sofort, wo ich sie finde, beim Rest (überwiegend uralte und seltenst benutzte Dateien) dauert es meist auch nicht lang.

Wie gesagt, ich lege da keine Dateien über längere Zeit ab, doch finde ich es praktisch, die Option zu haben...
Wie gesagt, ich lege da keine Dateien über längere Zeit ab, doch finde ich es praktisch, die Option zu haben…

Zurück zum Thema: Der über iCloud synchronisierte Desktop-Ordner. Hier kann ich vom iPad oder iPhone aus Dateien ablegen, beim nächsten Login in den iMac liegen dann schon die Dateien auf dem Schreibtisch bereit. Das kann unter Umständen einiges an Zeit einsparen oder als automatische Erinnerung fungieren.

Kalender

In meinem Blog-Eintrag „Wunschliste an Apple“ vom 6. Januar 2015 habe ich mich über die mangelhafte Kalender-Synchronisierung beschwert. Das ist zum Glück weitestgehend ein Ding der Vergangenheit geworden. Ein oder zweimal gab es den Fall in den letzten Monaten, dass ein Ereignis nicht ankam, sonst lief alles glatt.

Abhilfe schafft in diesen seltenen Fällen zum Glück immer noch der Trick, den ich damals bereits beschrieben habe: Einem Kalender eine neue Farbe zuweisen. Anscheinend löst dies eine erneute Synchronisierung aller Kalenderdaten aus. Klar, schöner wäre es, die Probleme träten gar nicht mehr auf, doch in dieser Frequenz (hochgerechnet ungefähr drei oder vier Mal im ganzen Jahr) kann ich damit leben, da spreche ich dann auch wirklich nur noch von „Jammern auf hohem Niveau“.

Apple Music offline verfügbar

Im November 2015 musste ich eine unangenehme Erfahrung machen, als eine für eine Klassenarbeit benötigte Datei, die ich in Apple Music für das Abspielen ohne Netzverbindung verfügbar gemacht hatte, zuerst nicht abgespielt wurde, weil die Apple Music-App auf meinem iPad sich in der Situation nicht mit dem Server verbinden konnte (hier).

Damals war das ein großes Ärgernis, wenn ich die Musik-App auf dem iPad ein paar Tage nicht nutze, wird das gleiche auch jetzt noch passieren. Mittlerweile habe ich aber gelernt, damit umzugehen. Im Fall einer Klassenarbeit greife ich morgens noch einmal im heimischen Netzwerk auf die Dateien zurück, ansonsten muss ich halt über das iPhone eine Verbindung herstellen und die Authentifizierung durchführen.

Ich habe sogar Verständnis für die Maßnahme von Apples Seite, denn es handelt sich um einen Bezahldienst. Ohne ein relativ enges Zeitfenster bei den Authentifizierungen (von denen man im Normalfall, also im heimischen Netzwerk, ja nie etwas mitbekommt), könnten sonst immer wieder tagelang Leistungen erschlichen werden, die nicht bezahlt wurden. Das wird jedoch kein einziger Streaming-Dienst gern mit sich machen lassen, da die Rechteinhaber ja trotzdem weiterhin auf einer Bezahlung bestehen.

Insofern ist hier zwar keine Veränderung eingetreten, ich habe meine Abläufe aber entsprechend angepasst. So viele Klassenarbeiten schreibe ich auch wieder nicht, dass das ein echtes Problem wäre, es fällt eher in die Kategorie „unkommod“.

Hörbücher

Die Hörbücher sind schon unter iOS 9 aus der Musik-App nach iBooks umgezogen, was durchaus sinnvoll war, denn Hörbücher werden häufig ganz anders als Musik konsumiert. Und endlich ist es auch möglich, bereits bei iTunes gekaufte Hörbücher direkt über iBooks erneut zu laden. Somit muss ich weder iPad noch iPhone in dieser Situation per Kabel oder W-LAN an den Mac hängen, um an die Hörbücher aus der iTunes Mediathek zu gelangen. Das kommt nur noch zum Tragen, wenn es sich um nicht bei iTunes gekaufte Hörbücher handelt.

So sieht der Zugriff auf die bereits bei iTunes gekauften Hörbücher aus – ein Antippen des Download-Symbols führt sofort zum gewünschten Effekt. Genial einfach und effektiv – so hätte es von Anfang an sein sollen!
So sieht der Zugriff auf die bereits bei iTunes gekauften Hörbücher aus – ein Antippen des Download-Symbols führt sofort zum gewünschten Effekt. Genial einfach und effektiv – so hätte es von Anfang an sein sollen!

Dennoch ist die Situation wesentlich komfortabler geworden, im Alltag greife ich mehrfach pro Woche darauf zu, lade ältere Hörbücher, höre sie durch, lösche sie („Download entfernen“, sehr bequem). Da kann ich mich gar nicht mehr beschweren.

Fotos

Ein Klassiker ist und bleibt das Synchronisieren größerer Foto-Bibliotheken. Früher war das ein bisschen komplex, heute nicht mehr. Seit dem ich die iCloud Foto-Mediathek aktiviert habe, halten sich die Mediatheken auf iMac, iPad und iPhone perfekt synchronisiert. Auf den beiden mobilen Geräten werden nur die neuesten Bilder auf dem internen Speicher gehalten, ältere müssen im Bedarfsfall nachgeladen werden, sind aber bei Netzkontakt schnell verfügbar. Dafür bleibt der Speicher weitgehend unbelastet. In den meisten Fällen ist das ein sehr guter Kompromiss, nur ganz selten ärgert man sich, dass ein Foto nicht in voller Auflösung parat liegt (meist ist dann das iPad offline oder das Mobilfunknetz auf Edge beschränkt).

Doch die Mühelosigkeit dieser Synchronisierung ist es, die mich am meisten erfreut, denn ich muss faktisch nichts dafür tun. Einmal auf allen Geräten aktiviert muss man je nach Größe der Foto-Mediathek ein paar Stunden Geduld haben (bei mir sind es beinahe 15.000 Fotos, das dauert also etwas), während der erste generelle Abgleich läuft, danach sind es täglich nur noch ein paar Sekunden, in denen neue Bilder hinzugefügt, auf einem Gerät gelöschte Fotos überall in den „Gelöscht“-Ordner verschoben oder neu erstellte Ordner überall angelegt werden. Aber es funktioniert, und in den letzten Monaten war es wirklich äußerst komfortabel, sich nie auch nur einen Gedanken darüber machen zu müssen.

It just works. Again. Finally.

Nachdem ich vor beinahe zwei Jahren mal einen sehr langen Artikel verfasst hatte, in dem ich mich ausführlich über die diversen Unzulänglichkeiten ausließ (hier), kam ich ein Jahr später schon an die Grenzen meiner Fähigkeit, die vielen kleinen Mängel in der Summe zu ertragen (hier). Damals setzte ich Apple eine Frist von zwei Jahren, danach würde ich mir etwas anderes suchen. Bereits im Mai konnte ich feststellen (hier), dass sich einiges verbessert hatte.

Doch nun, also Mitte Oktober, habe ich schon fast keine Kritikpunkte mehr. Meine Liste von damals hat sich weitgehend erledigt. Mir ist auch völlig klar, dass es nie einen perfekten Zustand geben kann. Doch aktuell bin ich sehr zufrieden – und das ist schon einmal sehr gut. Jetzt kann ich in der weit überwiegenden Anzahl der Fälle wirklich davon ausgehen, dass „es einfach funktioniert“. Endlich wieder.

Weg von den auswechselbaren Akkus

Mit dem Kauf des neuen iMacs erhielt ich von Apple auch gleich zwei neue Eingabegeräte: das Magic Trackpad 2 und das Magic Keyboard. Sie funktionieren sehr gut, wirklich „magisch“ ist daran natürlich nichts, schon gar nicht, wenn man wie ich davor schon das Trackpad der ersten Generation und diverse iOS-Geräte besaß/besessen hat, die genauso bedient werden… Wer sich diese beiden Produktnamen überlegt hat, sollte mal eine Runde nachsitzen.

Dennoch ist mir eine Sache an beiden Eingabegeräten sehr positiv aufgefallen: Der Verzicht auf auswechselbare Batterien/Akkus:

Nur dieser kleine Anschluss deutet noch darauf hin, dass das Trackpad von Zeit zu Zeit mit Energie versorgt werden muss...
Nur dieser kleine Anschluss deutet noch darauf hin, dass das Trackpad von Zeit zu Zeit mit Energie versorgt werden muss…
...und hier sieht es genauso aus.
…und hier sieht es genauso aus.

Das ist gerade im Zusammenhang mit Apple seit Jahren ein absolut strittiger Punkt, denn als das erste iPhone herauskam, wurde genau dieser Punkt bemängelt, bei den iPods vorher übrigens auch, bei den iPads später natürlich genauso wieder. Immer und immer wieder wird auf dieser Sacher herumgeritten. Mittlerweile ist fast die gesamte Konkurrenz auf die gleiche Schiene umgeschwenkt, daher schwächt sich die Diskussion allmählich ab.

Ich finde die gerade beschriebene Kritik weitgehend an den Haaren herbeigezogen. Dafür habe ich gute Gründe:

  • Die Akkus meiner Geräte halten auch nach jahrelanger Nutzung durchweg sehr gut. Meinen iPod Classic lade ich höchstens einmal im Monat auf, manchmal vergehen fast zwei, bis ich ihn ans Netzteil oder den Rechner hängen muss. Welchen Nutzen brächte mir ein klobigeres Gehäuse also, das zwangsläufig notwendig wäre, um den Akku zugänglich zu machen? Genau: Nichts.
  • Sollte der fest verbaute Akku tatsächlich einmal kaputt gehen, kann man ihn in einem AppleStore oder bei vielen anderen Elektronik-Ketten austauschen lassen. Man muss halt unter Umständen ein paar Tage auf das Gerät verzichten, aber auch das überlebt man meist unbeschadet. Mittlerweile gibt es etliche Service-Points, die einen sofortigen Wechsel (meist heißt das: „binnen einer Stunde“) anbieten.
  • Von unserem AppleTV (4. Generation) weiß ich, dass die in der Fernbedienung verbaute Akku-Technologie höchst effizient ist. Erst einmal hält der Akku gut und gerne drei Monate durch, obwohl das Gerät täglich benutzt wird. Dann hänge ich es mit dem iPhone-Ladegerät (es ist das gleiche Kabel) für ein paar Minuten an eine Steckdose – fertig. Während des Ladens kann ich die Fernbedienung weiterhin benutzen, ist sie voll aufgeladen, werde ich über den Bildschirm informiert. Das ist Komfort!
  • Der neuerlich eingeschlagene Weg minimiert die Notwendigkeit zusätzlicher Ladegeräte: Ist mein Magic Trackpad 2 am Ende der Akkulaufzeit, werde ich in regelmäßigen Abständen im Vorfeld vorgewarnt. Dann hänge ich – analog zur AppleTV-Fernbedienung – ein USB-/Lightning-Kabel an den iMac und verbinde es mit dem Trackpad. Ich kann es einfach weiter benutzen, parallel wird es aufgeladen. Genauso funktioniert es mit der Tastatur. Ich muss zu keinem Zeitpunkt die Bluetooth-Verbindung zum Rechner trennen. (Wenn überhaupt, dann rechtfertigt dieser Komfort den Produktnamen.)

Entlastung

Klar, es wird immer die Fraktion geben, die schrauben und tüfteln muss. Aber ganz ehrlich: die sollen sich dann halt Geräte kaufen, an denen man rumfummeln kann. Ich kaufe mir seit nunmehr 11 Jahren genau aus dem Grund immer wieder Geräte von Apple, weil ich an den Geräten gar nicht herummanipulieren kann. Das entlastet mich enorm, denn es nimmt mir die Last der Versuchung.

Als ich noch PC-Nutzer war (also vor 2005) und an der Hardware ständig Veränderungen vornehmen konnte, war mein Geldbeutel vor keinem Media Markt oder Online-Versand sicher. Ständig lockte neue Hardware – und immer reizte mich das Versprechen, doch noch ein kleines Quentchen mehr Leistung (von der ich überwiegend noch nicht einmal etwas spürte, sie bestand nur aus den Zahlen, die auf dem Bildschirm zu lesen waren) herausholen zu können. Zeit und Geld fanden ein großes, nimmersattes schwarzes Loch, in dem sie verschwinden konnten. Lustigerweise kann ich in der Rückschau berichten, dass es sich nur ganz selten gelohnt hat, so viel zu investieren.

Daher begrüße ich diesen neuen Ansatz in der Geräte-Strategie von Apple sehr. Für meinen Arbeits- und Freizeitalltag ist es eine spürbare Erleichterung, eben das kleine bisschen mehr Komfort, das den höheren Preis der Geräte rechtfertigt – zumindest aus meiner Sicht.