Archiv der Kategorie: Hollywood

Song des Tages (361) – 2017-09-08

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Vor ein paar Wochen habe ich schon ein Stück aus der Filmmusik zum amerikanischen Actionfilm „Top Gun“ an dieser Stelle verbraten (hier). In dem Zuge habe ich mich auch (wenngleich nicht allzu ausführlich) über den Film ausgelassen, sodass ich das heute nicht wiederholen muss.

Aber es gibt eine ganz andere und durchweg faszinierende Sache, die ich ins Zentrum der Betrachtung lenken möchte: Der heutige Song des Tages stammt von Kenny Loggins. Aha, das war doch der, der auch schon „Footloose“ gesungen hat (hier). Ganz genau! Doch die beiden Songs könnten kaum unterschiedlicher sein. Diese stilistische Wandlungsfähigkeit fasziniert mich bei etablierten Musikern immer wieder, so auch hier. Wo „Footloose“ ein mit viel Soul und einer guten Prise Rock & Roll gepfefferter Pop-Song war, sind wir bei „Danger Zone“ fast am anderen Ende der Skala: hier wird’s rockig (gleichzeitig mit einem hohen Synthie-Anteil, der aber hervorragend dazu passt). Also: Ohren auf für „Danger Zone“ von Kenny Loggins!

Auch wenn ich heute dieser unverhohlen positiven Darstellung des (selbstverständlich „heroischen“) US-Militärs deutlich kritischer (wenn nicht gar gerade heraus ablehnend) gegenüber stehe, so fühle ich auch jetzt noch beim Ansehen der actionreichen Flugszenen das aufgeregte Prickeln, das mir schon mit elf Jahren im Kino über den ganzen Körper fuhr. Hach, irgendwie ist das schon sehr nostalgisch…

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Song des Tages (359) – 2017-09-06

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Dass ich ein großer Fan von James Bond-Filmen bin, ist kein Geheimnis, in meinem Blog finden sich zahlreiche Hinweise. Manchmal wird ein fantastischer Titelsong jedoch mit einem wirklich übel schlechten Film gepaart, so erging es beispielsweise dem heutigen Song des Tages, denn der Song ist wirklich gutes „Audiofutter“, wohingegen der Film mit Timothy Dalton sogar noch schlechter als der eine einzige mit George Lazenby ausfiel – und das will wirklich etwas heißen…

Doch über schlechte Filme kann man sich zwar herrlich „das Maul zerreißen“, darum geht es mir heute aber nicht. Im Fokus steht die Musik, und a-ha haben mit ihrem Bond-Song „The Living Daylights“ sowohl einen mehr als nur soliden Hit als auch ein ziemlich cooles Video abgeliefert – urteilt selbst:

Vergleicht man den Video-Clip mit so einigen anderen 80er Jahre-„Ergüssen“, muss man schon respektvoll das Haupt neigen, denn es ist eine meiner Meinung nach wirklich gelungene Collage aus eigenständigem Musikvideo (mit stilsicher eingesetzten Effekten), Anspielungen auf die Bond-Thematik (gleich der Anfang) und den obligatorischen kurzen Schnipseln aus dem Kinofilm. Allzu oft ist ein Song trotz des Video-Clips gut, hier sind beide gleichermaßen genussfertig.

Für die ganz harten Fans: Wer den Film gut kennt, hat vielleicht bemerkt, dass die im Video verwendete „Album-Version“ nicht ganz der im Film verwendeten entspricht. Für die absoluten Fans habe ich diese natürlich auch noch herausgesucht, der Vergleich lohnt sich, denn in diesem Fall schlägt das Musikvideo die Verfilmung des Bond-Songs um Längen:

Mit so viel guter Musik im Ohr kann der Mittwoch kommen!

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Song des Tages (341) – 2017-08-19

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Als damals der Film „Top Gun“ in die Kinos kam, war ich noch zu jung. Das hielt mich jedoch nicht davon ab, einfach zur Kinokasse zu gehen und ein Ticket zu kaufen. Und dann saß ich da als elfjähriger Knirps und wurde völlig überwältigt von der Action. Noch Wochen später hatte ich immer ein paar Modellflugzeuge in der Tasche dabei, um Szenen aus dem Film nachzuspielen.

Heute sehe ich den Film natürlich etwas differenzierter, denn es handelt sich um ein typisches Produkt des kalten Krieges, das — selbstverständlich — die Amerikaner als die untadeligen Guten und die Russen als die ganz klar Bösen darstellt. Auch die sonstige Filmhandlung ist fast schon banal, zum Teil sexistisch, mit „naiv“ noch sehr wohlwollend umschrieben… Aber als kleiner Junge in der fünften oder sechsten Klasse war ich nun einmal begeistert.

Mitverantwortlich für meine Begeisterung war natürlich die Filmmusik, denn es gab sowohl gute Songs als auch das sog. „Top Gun Anthem“ von Harold Faltermeyer und Steve Stevens, das ich zum heutigen Song des Tages erwählt habe:

Für eine Hymne ist dieses Stück wirklich perfekt gestaltet, im Film auch noch optimal positioniert — es konnte seine Wirkung auf mich einfach nicht verfehlen.

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Song des Tages (337) – 2017-08-15

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Morgen ist unser 15. Hochzeitstag. Im Gegensatz zu meiner Frau, die noch viel schöner aussieht als je zuvor, altere ich kontinuierlich vor mich hin. Was mich jung hält, ist die Nähe zu meiner Frau, das tägliche Laufen und die tägliche Ration Cola Light.

Wie schon in einem separaten Blog-Eintrag berichtet (hier), entspannen wir uns abends gerne bei einer guten Portion Nostalgie-TV, im Moment vor allem die Fernsehserie „MacGyver“ aus den 1980er Jahren. Trotz einer eigentlich völlig inakzeptablen Vokuhila-Frisur des Hauptdarstellers Richard Dean Anderson (anscheinend war das tatsächlich mal in Mode, uärgs…) muss man der Serie zugute Halten, dass darin das feste Vertrauen auf die Fähigkeit des Menschen, sich seiner Umgebung und den Umständen anzupassen, in jeder Folge neu zum Ausdruck kommt. Das taugt mir persönlich viel mehr als die heute gar zu oft propagierte (und einstudierte bzw. angelernte) Hilflosigkeit (Stichwort: „Ich check‘ das nicht…“ – als Lehrer habe ich den Spruch schon so oft und leider auch oft unter völlig absurden Bedingungen gehört, er hängt mir kilometerweit zum Hals raus). Dieser (zugegebenermaßen etwas naive) Glaube an die eigenen Fähigkeiten ist ein derart positiver Faktor in dieser alten TV-Serie, dass ich jede einzelne Folge des Abends genieße.

Der heutige Song des Tages ist der unvergleichliche „MacGyver Theme Song“, der nun einmal jede Episode umrahmt:

Für eine Vorwarnung mag es unterhalb des verlinkten Videos bereits ein wenig zu spät sein, aber wieder einmal handelt es sich um einen üblen Ohrwurm. Vor allem bei mir hat er sich so festgesetzt, weil ich — gemeinsam mit meiner Frau — mittlerweile mehr als zwei Staffeln fast am Stück angesehen habe: Allabendlich zwei oder drei Episoden. Sogar unsere Kinder pfeifen das Thema schon…

Ich bin schon soweit, dass ich mir fest vorgenommen habe, das Thema vor Beginn des neuen Schuljahres gleich einmal für meine Big Band zu arrangieren, das könnte echt ein fetziger Moment im Adventskonzert werden. (Und dann hätten gleich mehrere hundert Konzertbesucher einen Ohrwurm – stellt euch an dieser Stelle das typische Hollywood-Bösewicht-Grinsen vor…)

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Song des Tages (327) – 2017-08-05

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Einer der fesselndsten Filme aller Zeiten ist der mit der exzellenten Sigourney Weaver besetzte Thriller „Copykill“ (engl. „Copycat“). An einer Stelle findet sogar ein Song von The Police Verwendung, noch dazu ein guter. Beim ersten Hören ist der Song etwas eigenartig, dann jedoch setzt er sich unwiderruflich im Kopf fest. Der heutige Song des Tages ist „Murder By Numbers von The Police:

Kennt noch jemand den Film? Falls ja: Erinnert ihr euch an die Stelle, an der der Song gespielt wird? Er passt wirklich perfekt!

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Song des Tages (321) – 2017-07-30

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Nach ein paar Ferientagen macht sich allmählich eine grundlegende Entspannung in mir breit. Und wie kann man die lockerere Stimmung besser unterstützen als mit Wohlfühlprogramm am Abend? Dazu gehört: Lesen (aber das schiebe ich tagsüber schon immer wieder ein), Essen (da muss ich aufpassen, sonst sind die ganzen angebauten Kilos gleich wieder drauf) und Filme/Serien. Besonders entspannend ist es, altbekannte Sachen zu gucken. Mit meiner Frau arbeite ich mich allabendlich durch das Komplettpaket aller MacGuyver-Staffeln. Wenn es sich einrichten lässt, möchte ich mir aber auch einmal in diesen Ferien die „Herr der Ringe“-Trilogie ansehen, denn in ihrer kompletten Länge und Kompaktheit sind die einfach herrlich!

Passend dazu der heutige Song des Tages: Enya mit „May It Be“:

Im Film selbst taucht der Song gar nicht auf, erst im Abspann des ersten Teils erklingt er, und da passt er perfekt. Wenn man in der richtigen Stimmung ist — das Modell „frisch kathartische Melancholie“ —, kann man mit dem Genuss dieser wehmütigen Melodie und Klangfarbe nichts falsch machen.

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Song des Tages (320) – 2017-07-29

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Ein Film, der mir in den letzten Jahren immer wieder den Abend versüßt hat, war ein Geschenk eines sehr guten Freundes, der ebenfalls im Musikbereich tätig ist: „Road Trip“. Auf den ersten Blick (auf das DVD-Cover) dachte ich mir, dass eine solch alberne Teenager-Komödie sicher nichts für mich wäre, doch der Film gefällt mir sehr, ich kann mich immer wieder neu an den stets gleichen Stellen wegschmeißen vor Lachen. Traumhaft.

An einer Stelle in dem Film schleichen sich die weißen Jungs bei einer reinen Afroamerikaner-Studentenverbindung ein. Obwohl alle gleich wissen, wo der Hase läuft, werden die Jungs freundlich aufgenommen und dürfen eine ausgelassene Party feiern, dabei läuft auch der heutige Song des Tages: „It’s Tricky“ von Run D.M.C.:

Das Video hat einen ziemlich langen Vorspann, der eine Art Geschichte als Rahmen vorgibt, wobei der Song so gut ist, dass die drei Jungs auch einfach so ihr Ding hätten durchziehen können, ich würde den Song immer noch lieben.

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Song des Tages (318) – 2017-07-27

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Vor vielen Jahren hatte ich mal von einem Kumpel eine gebrauchte CD für 15 Mark gekauft (ja, soooo lange ist das schon her). Doch die CD war wirklich mies, fast nur Schrott drauf, obwohl er mir vorher versichert hatte, es wäre „lauter cooler Stoff“. Ganz offensichtlich gingen unsere Meinungen dahingehend auseinander.

In der Beschreibung der CD habe ich aber eine kleine Ungenauigkeit zugelassen, denn ein Stück, ein einziges Stück war wirklich gut. Es hat sich über Umwege einigen Ruhm erspielt, vermutlich erkennen es die meisten nach den ersten paar Tönen (wie es halt ist bei guten Gitarren-Riffs): George Thorogood mit „Bad To The Bone“:

Vermutlich wäre der Song nicht halb so bekannt, wäre er nicht 1991 in dem weltweit extrem erfolgreichen Film „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ an einer Stelle eingesetzt worden, die tatsächlich trotz des bedrohlich dystopischen Kontexts eine stark humoristische Note aufwies:

Als Teenager habe ich den Film bestimmt zehn oder zwölf Mal angesehen, da sowohl die Special Effects für die damalige Zeit spektakulär als auch die Musikstücke für den Film (z.B. der heutige Song des Tages, aber auch mindestens ein Song von den Guns ’n‘ Roses) gut ausgesucht waren – noch dazu strotzt der Film vor genial choreographierten Action-Szenen.

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Song des Tages (302) – 2017-07-11

Jeden Tag empfehle ich einen Song als den „Song des Tages“. Der Dienstag ist in diesem sich rapide dem Ende nähernden Schuljahr prinzipiell mein ruhigster Tag, an dem ich nur zwei Stunden Unterricht habe. Relativ häufig wurde der Tag in den letzten Wochen von anderen schulorganisatorischen Verpflichtungen in Anspruch genommen. Heute aber sollte – zumindest war das der Planungsstand beim Schreiben dieser Zeilen – der Tag mal wieder nach seiner üblichen Routine ablaufen. Ein Grund für gute Laune, für richtig gute Laune – und das schreit nach der passenden musikalischen Untermalung. Moment mal, da hatte ich doch einen schönen Song…

In der meiner Meinung nach sehr gelungenen Komödie „Twins“ mit Arnold Schwarzenegger und Danny DeVito gibt es eine zum Brüllen komische Szene, in der Arnie zwar nicht zum ersten Mal, dafür aber sehr deutlich, sein komödiantisches Talent nach außen kehrt: Er (also der von ihm gespielte Zwilling) hört während eines Langstreckenflugs via Kopfhörer die Musik, die im Flugzeug angeboten wird. Da er mit dieser Art von Musik noch keinerlei Erfahrung hat, ist er völlig begeistert und beginnt – selbstverständlich mitten im vollbesetzten Flieger – lauthals mitzusingen. Im Film ist das so wunderbar überzeichnet, weil alle um ihn herum nur noch die Augen verdrehen, er es aber nicht kapiert und immer weiter singt, bis ihn die Stewardess auf das etwas eigenartige Verhalten hinweist.

Eben diesen Song habe ich als heutigen Song des Tages ausgewählt, es handelt sich um „Yakety Yak“ von den Coasters:

Immer wieder neu faszinierend, was man aus diesem mittlerweile fast 150 Jahre alten Blues-Schema so alles zaubern kann. So einfach und doch so effektiv.

Als kleines Bonbon für alle jene, die den Film nicht kennen, habe ich die Stelle doch tatsächlich bei YouTube gefunden:

Die deutsche Synchronisation ist fast noch etwas besser, denn dabei überschlägt sich die Stimme des Sprechers beim Singen noch ein wenig, was einfach noch cooler rüber kommt. Leider fand ich da keinen passenden Schnipsel auf YouTube.

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Gesehen: „RoboCop“ (2014)

Faszinierend und verstörend zugleich: Das Remake des 80er Jahre-„Robocop“ von 2014.

Faszinierend und verstörend zugleich: Das Remake des 80er Jahre-„Robocop“ von 2014.

Den „RoboCop“-Film von 1987 kenne ich gut, schließlich habe ich ihn als Teenager mehrmals auf VHS gesehen. Dass vor drei Jahren ein Remake herauskam, ging dagegen völlig an mir vorbei. Nun habe ich dieses aber tatsächlich entdeckt, mir in Ruhe angesehen und kann rechtens behaupten, dass mir der Film in seiner neuen Fassung gefällt.

Die Neuverfilmung von 2014 hat mit dem Original nur noch ganz am Rande zu tun, sie wurde in ein durchweg modernes Gewand gesteckt – und das ist insgesamt, vor allem aber auf der optischen Ebene ein echtes Highlight. Auch die Zuspitzung der medialen Hysterie, das gegenseitige Ausspielen von Ereignissen zum eigenen (finanziellen oder politischen) Nutzen, das Uminterpretieren von Sachverhalten, bis es den eigenen Standpunkt stützt, all dies ist raffiniert getextet und von hervorragenden Schauspielern (vor allem Samuel L. Jackson und Michael Keaton) umgesetzt. Aber auch die noch stark von den heutigen Wunschvorstellungen geleitete wissenschaftliche Seite, vertreten durch einen gewohnt exzellenten Gary Oldman, muss sich keineswegs verstecken.

Alles in allem spannende Unterhaltung, die zwar keinen intellektuellen Tiefgang voraussetzt, immerhin aber einige ethische Grundfragen über die Entscheidungsfreiheit des Menschen aufwirft – und das ganze dann in effektvoller Weise mit einer ordentlichen Ladung Action inszeniert. Klassisches Popcorn-Kino, wie man es für einen entspannten Samstag Abend gebrauchen kann. Den Film sehe ich mir sicher noch ein paar Mal an.

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