Fan-Gegrummel…

Einer der besten Fantasy-Romane überhaupt – wenn denn mal ein Abschluss der Trilogie erschiene...
Einer der besten Fantasy-Romane überhaupt – wenn denn mal ein Abschluss der Trilogie erschiene…

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn man voll in einer Buch-Reihe steckt, von Band zu Band weiterfiebert und sich die Folgebände schon alle geholt hat, damit es nach Abschluss des einen Buchs auf keinen Fall eine Verzögerung vor dem Lesen der Fortsetzung gibt?

Der zweite Teil – sensationell spannend, aber immer noch nicht abgeschlossen...
Der zweite Teil – sensationell spannend, aber immer noch nicht abgeschlossen…

Und was ist das schlimmste, was dem bis zum Zerreißen gespannten Leser in dieser Situation passieren kann? Richtig: Man merkt, dass die Buchreihe noch gar nicht abgeschlossen ist. Und wie kann man die Situation noch verschlimmern? Richtig: Indem der Autor sich elend viel Zeit lässt mit dem Schreiben der Fortsetzung. (Noch viel schlimmer wäre es natürlich, der Autor würde einfach kurz vor der Vollendung seines Werks wegsterben…)

Ungefähr so ergeht es mir mit der fantastischen Königsmörder-Trilogie von Patrick Rothfuss. Den ersten Teil habe ich auf Empfehlung gekauft, musste mich ein wenig durch die langatmige Einleitung kämpfen, doch dann war ich völlig hin und weg. Durch den zweiten Teil bin ich ebenfalls nur so „geflogen“, obwohl er auf Englisch etwas zäher zu lesen war (da kamen meine mittlerweile erlangten Schwabengene zum Einsatz: In Deutschland wurde der zweite Teil in zwei separate Bücher aufgeteilt, die jeweils den vollen Preis (17,99 €) kosten, der Preis für den zweiten Teil in der englischen Fassung lag bei einem Komplettband bei 6,49 € – klare Sache). Dann kamen die Hörbücher, ebenfalls superb! Dann kam ein kleines Novellchen als Lückenfüller, in dem aber nur ein kleiner Nebencharakter etwas vertieft wurde.

Und dann diese eingeschobene Novelle, die kaum den schlimmsten Hunger stillen kann...
Und dann diese eingeschobene Novelle, die kaum den schlimmsten Hunger stillen kann…

Und seit Jahren warten alle Fans nur auf den Abschluss der Trilogie. Und warten. Und warten. Und warten. Kennt ihr das auch?

Hotarus Filmchallenge – Nachgeholt 1: Januar & Februar 2016

  • (01) Mutter: „Twins – Zwillinge“ (weitere Infos) – Eine der schönsten und einfühlsamsten familientauglichen Komödien mit Arnold Schwarzenegger und Danny DeVito. Das Gesicht von Danny DeVito in dem Moment kurz vor Ende des Films, als sich die Mutter den beiden Zwillingsbrüdern zu erkennen gibt, ist für mich eines der Highlights.
  • (02) Keller: „Ladykillers“ (weitere Infos) – Der Keller ist zwar nicht von zentraler Bedeutung, doch spielt sich ein nicht geringer Teil der gesamten Handlung in diesem wenig ansprechenden Raum ab. Ansonsten hat der Film seine Stärken (z.B. Tom Hanks) und Schwächen (irgendwie zünden etliche der Witze, darunter auch die gesamte Angelegenheit mit dem Reizdarm, nicht so recht), aber einmal alle paar Jahre kann man sich den schon ansehen.
  • (03) Suche: „Contact“ (weitere Infos) – Ein Film, der sich mit der mentalen Unfassbarkeit des ersten Kontakts zu einer außerirdischen Intelligenz befasst. Oft kann man ihn sicher nicht ansehen, denn er benötigt eine ganz gewisse Stimmung beim Zuschauer, aber ist diese gegeben… dann ist er jedes Mal ein Genuss, noch dazu mit der brillanten Jodie Foster.
  • (04) Boot: „Die Höllenfahrt der Poseidon“ (weitere Infos) – Meiner Meinung nach einer der gelungensten Katastrophenfilme, da er mit wenigen Ausnahmen halbwegs realistisch ist (insofern Katastrophenfilme überhaupt realistisch sein wollen). Außerdem weist er einige ganz exzellente Schauspieler (wie Gene Hackman und Ernest Borgnine) auf, die den Film zusätzlich auszeichnen.
  • (05) Geist: „Constantine“ (weitere Infos) – Zugegeben, um „Geister“ geht es kaum, eher um Dämonen oder Engel, also „böse und gute Geister“. Aber ich habe ganz offensichtlich kaum Geisterfilme in meiner Mediathek… Noch dazu ist „Constantine“ einer der ganz wenigen Horror-Filme, die ich mir immer wieder ansehen kann, siehe hier.
  • (06) Schuld: „Eine Frage der Ehre“ (weitere Infos) – Ich bin kein Fan von Tom Cruise, was sowohl auf seine Scientology-Verbindungen als auch auf sein katastrophales Over-Acting zurückgeht. Doch dieser Film ist und bleibt gut und spannend, vor allem weil niemand wirklich den Schluss vorhersehen kann. Letzten Endes haut Jack Nicholson darstellerisch wieder alles raus, was die anderen Schauspieler mit ihrer Mittelmäßigkeit verpfuschen…
  • (07) Beerdigung: „Kill Bill, Vol. 2“ (weitere Infos) – Ich verweise auf die Kapitel 7 („Das einsame Grab der Paula Schultz“) und 8 („Die grausame Lehre des Pai Mei“), am besten ist für mich dabei die Stelle, wie sie nach ihrer Flucht aus dem Grab etwas zu trinken bestellt…
  • (08) Rauschen: „Auf der Flucht“ (weitere Infos) – Der sensationelle Sprung, den der Stuntman für Harrison Ford beim Staudamm ausführt, wird durch das heftige Rauschen des Wassers im Hintergrund erst so richtig hervorgehoben. Allein für diese kurze Szene lohnt es sich, den ganzen Film anzusehen!
  • (09) Hitze: „Spaceballs“ (weitere Infos) – Obwohl es sich um eine Komödie und Verballhornung handelt, gibt es eine wundervolle Passage zum Thema „Hitze“: Nach der Notlandung in der Wüste des Vega-Mondes müssen die Protagonisten durch die Wüste laufen. Dabei soll jeder nur das absolut zum Überleben Nötigste mitnehmen. Prinzessin Vespa lässt die Herren ihren Koffer schleppen, der ganz offensichtlich höllisch schwer ist. Nach einer Weile in der brütenden Hitze und unter der knallenden Sonne rebellieren die Herren und sehen in den Koffer hinein: Er enthält einen gigantischen Fön. Als die Männer sie entrüstet befragen, warum sie bei der Hitze ausgerechnet so ein dämliches Utensil durch die Gegend tragen müssen, erwidert die Prinzessin nonchalant: „Ich kann ohne meinen Fön nicht leben!“Göttlich!

Gemeinsam Lesen: „Die Fäden der Zeit“ von Lori M. Lee

Gemeinsam Lesen – eine schöne Aktion!
Gemeinsam Lesen – eine schöne Aktion!

Zu lange schon habe ich keinen Beitrag mehr in dieser Kategorie veröffentlicht, noch dazu gehört das Buch, um das es heute geht, zu den „Sechs Büchern für 2016“, die im Verlauf dieses Kalenderjahres von meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher) verschwinden soll. Allzu weit bin ich noch nicht in das Buch vorgedrungen, doch der Stil und die Handlung wecken bislang durchaus mein Interesse.

Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

„Die Fäden der Zeit“ von Lori M. Lee, einer mir persönlich bislang völlig unbekannten Fantasy-Autorin. Aktuell befinde ich mich auf S. 171 von 1.049 Seiten (iBooks auf dem iPhone).

„Die Fäden der Zeit“ von Lori M. Lee – der Anfang ist sehr vielversprechend...
„Die Fäden der Zeit“ von Lori M. Lee – der Anfang ist sehr vielversprechend…

Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Die Frau legte den Kopf schief, wobei ihr die Haare über die Schulter glitten. (S. 171)

(Kaum hatte ich den – zugegeben an sich völlig unspektakulären – Satz gelesen, musste ich gleich noch die folgenden drei Seiten bis zum Ende des Kapitels vollenden – die Autorin schafft es wirklich, mich einzuwickeln…)

Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Gekauft habe ich das Buch aufgrund einer sehr positiven Besprechung in einem der vielen Bücher-Blogs, denen ich hier bei WordPress folge. Kaum hatte ich es, schwand – unerklärlicherweise – die Lust auf das Eintauchen in die Geschichte. Daher schob ich das Buch seit mindestens einem guten Jahr vor mir her.

Da der gute Zeilenende vor ein paar Monaten aber die Aktion „Sechs Bücher für 2016“ in mein Blickfeld rückte, beschloss ich einfach, dieses Buch auf meine persönliche „Jetzt aber“-Liste zu setzen. Und vor ein paar Tagen habe ich dann schnell, bevor sich wieder ein anderes spannendes (am Ende gar neues) Buch dazwischen drängeln konnte, mit dem Lesen angefangen. Eine abschließende Rezension gibt es in dem Fall, wenn mir das Buch am Ende immer noch gefällt – die Chancen dafür stehen nicht schlecht…

Gelesen: „tot.“ von Stephen King

Vorgestern habe ich den dritten Teil des „Dunklen Turm“-Zyklus von Stephen King zu Ende gelesen. Die Geschichte weist hier und da eine kleine Länge auf, ebenso gibt es aber einige extrem fesselnde Stellen, an denen man kaum vom Weiterlesen lassen kann.

In geschickter Weise wird die Handlung der beiden vorherigen Bände aufgegriffen und miteinander verwoben. Dieser Band ist für einen Leser, der die ersten beiden Bände nicht kennt, vermutlich äußerst kryptisch und kaum zu verstehen. Da mir die Vorgänger bekannt waren, freute ich mich über die vielen kleineren und größeren Bezüge.

Gerade ausgelesen, gleich noch einmal als Hörbuch hinterher, so sitzen die Details besser für den folgenden Band...
Gerade ausgelesen, gleich noch einmal als Hörbuch hinterher, so sitzen die Details besser für den folgenden Band…

Wie es meine Gewohnheit ist, habe ich das Buch ausgelesen und mir gleich das Hörbuch besorgt, um es dann beim Laufen oder der Hausarbeit – oder einfach so in den Sommerferien – anzuhören. Viele Passagen, die ich vorher im Bus oder kurz vor dem Einschlafen gelesen habe, wo die Aufmerksamkeit selten voll und ganz auf den Text gerichtet ist, erhalten dann in der gestrafften Hörbuch-Darstellung etwas mehr Vitalität. Noch dazu können viele Verweise auf spätere Ereignisse nun erst in voller Gänze erfasst werden, da der Schluss ja bekannt ist.

Wer die Reihe kennt, kann sicher erkennen, dass die Gesamthandlung sich immer noch in den Anfängen befindet:

  • Im ersten Band („Schwarz“) wurde die Figur des Roland eingeführt und das grobe Ziel seiner Suche ausgegeben.
  • Im zweiten Band („Drei“ – ja, ein seltsamer Titel für den zweiten Band) wurden Rolands Mitstreiter ins Boot geholt.
  • Im dritten Band („tot.“) komplettierte sich das Quartett und die Reise beginnt so richtig.

Weiter bin ich noch nicht. Doch auch wenn mir hin und wieder Stephen Kings weitschweifige Art auf den Geist geht, so schätze ich doch die ausgefeilte und intensive Charakterisierung aller wichtigen Handlungsträger. Das ist in dem Ausmaß in einem normalen Roman gar nicht möglich. Jeden Tag kann ich das nicht brauchen, gelegentlich ist das aber die einzig richtige Art.

Hach! Ich freu mich schon auf den vierten Band!

Harry Potter – Band 3

Frisch gelesen
Frisch ausgelesen: Harry Potter und der Gefangene von Askaban

In den letzten Wochen habe ich mir die ersten drei Bände der neuen Luxus-Ausgabe der Harry Potter-Romane durchgelesen. Während der erste Band ja noch eine echte Kindergeschichte ist und der zweite die eine oder andere (gut zu verschmerzende) Länge aufweist, hat mich der dritte Band bislang am stärksten gefesselt.

Die Geschichte ist gut, nein hervorragend, durchdacht (absolut nicht mehr nur ein Kinderbuch), die wichtigen Charaktere haben mittlerweile genug Eigenleben entwickelt, um an zusätzlicher Tiefe zu gewinnen (abgesehen von Draco Malfoy, der ist und bleibt ein blasser Haufen Mist am Rande), vor allem an Widersprüchlichkeiten, denn das macht gereifte Charaktere ja nun einmal aus.

Ich finde, man merkt dem dritten Band eine Art „Erwachsenwerden“ der Autorin an. Körperlich und legal erwachsen war sie schon beim ersten Band, aber hier emanzipiert sie sich von den vorher noch stark spürbaren Vorstellungen, wie ein solches Buch zu sein hat. Stattdessen entwickelt sie einfach einen faszinierenden Plot, füttert ihn mit lebendigen Charakteren und findet ganz nebenbei zu Ihrer ganz eigenen Bildsprache. Wundervoll!

Eine Passage, eigentlich ist es nur ein Satz, ist mir besonders im Gedächtnis hängen geblieben (vielleicht auch nur, weil ich sie gerade einmal vor drei Stunden gelesen habe): „Glaubst du, die Toten, die wir liebten, verlassen uns je ganz?“ Aus ganz persönlichen Gründen gefällt mir der Satz.

Nun wende ich mich genussvoll dem vierten Band zu, die Vorfreude ist enorm, geladen habe ich ihn schon, die iBooks-App wartet (un)geduldig darauf, dass ich endlich die Bloggerschuhe aus und die bequemen Hausschuhe anziehe.

 

Alien-Invasion in der Küche

Heute ist Sonntag, was in vielen Fällen mit dem allseits beliebten Etikett „Pfannkuchentag“ gleichzusetzen ist. So auch heute. Während die Kinder die Pfannkuchen fast ausschließlich in süßer Form verzehren, sind meine Frau und ich große Anhänger der herzhaften Variante, bei der wir in den Pfannkuchenteig etwas Käse geben, in schön langsam und gründlich anbräunen, dann gibt es dazu noch eine herzhafte Ergänzung, z.B. Chili (vegetarisch), Spinat, angebratenen Spitzkohl oder Wirsing.

Der Wirsing war heute dran. Also zerschnitt ich zuerst zwei Zwiebeln, bis sie nicht mehr zuckten. Dann sollte es mit ebenso entschlossener Gnadenlosigkeit dem Wirsing an den Hals gehen. Doch just in dem Moment schlug das Schicksal mit brachialer Härte zu…

Die äußersten Blätter des Wirsings entsorge ich immer, denn sie sind meist schon schrumpelig (also selbst für Wirsing-Verhältnisse), außerdem ist da viel Dreck dran, nicht zuletzt war der Wirsing ohne weitere Umverpackung ver- und gekauft worden. Kaum hatte ich heute das erste Blatt abgezogen, tröpfelte mir eine Art weißes Pulver entgegen.

Eines der miesen Aliens
In Verlängerung des Löffelstiels: Eines der miesen Aliens in meiner Küche!

„Nanu!“ dachte ich. „Ist denn der Wirsing irgendwie aus Kolumbien hierher gekarrt und dabei als unfreiwilliger Drogenkurier missbraucht worden?“ Nein, weit gefehlt. (Wäre ich kein so drogenaverser Typ, hätte ich ja diese erste Vermutung gerne bestätigt…). Statt feinsten kolumbianischen Stoffs kamen mir Legionen von seltsamen weißen Fliegen entgegen. Alle sahen auf den ersten Blick ziemlich tot aus, was sich aber alsbald ins Gegenteil verkehren sollte. Im Kühlschrank hatte das 0-Grad-Fach die Fliegen zur Bewegungslosigkeit in Kältestarre verdonnert, nach zwei oder drei Minuten aber erwachten die Viecher und begannen, um mich herum durch die Küche zu schwirren.

Ein paar schlug ich sofort tot, die grenzenlose Brutalität steht mir immer noch ins Gesicht geschrieben. Andere wedelte ich im Aggro-Style hinfort, die sehe ich nie wieder. Dann zupfte ich alle verseuchten Blätter vom Wirsing ab, stopfte sie in den – hüstel – leicht überquellenden Kompostmüll, zog meine Schuhe an, ließ (nur ein echt harter Typ schafft das) die Jacke trotz gefühlter -2.000 Grad weg, kämpfte mich heroisch durch Eis und Schnee im Garten und warf die ganzen fiesen Aliens in den Kompost. Nun sind sie dahin – auf immer vom Angesicht dieser Erde getilgt.

Dies schreibe ich als Warnung an alle weiteren fiesen (und des Lesens kundigen) Aliens, die meinen, sich in meiner Küche ausbreiten zu können. Meine Botschaft an euch lautet: „Versucht es erst gar nicht!“

(Geht heroisch ab.)

 

Gelesen: „Sie“ („Misery“) von Stephen King

Cover Sie
Stephen King: „Sie“ (Originaltitel: „Misery“)

Nach dem Genuss meines letzten Stephen King-Buchs „Die Augen des Drachen“ musste ich sofort mit dem nächsten beginnen, einfach schon aus dem Grund, dass ich mich wieder nach einer fesselnden Geschichte sehnte.

Doch die ersten Kapitel von „Sie“ waren nach der überschaubaren Art des vorigen Fantasy-Romans eine schwere Kost. Das lag und liegt nicht an Stephen Kings schriftstellerischen Fähigkeiten, die Geschichte ist zu Beginn einfach nur wesentlich unerfreulicher. Und — ganz ehrlich — so viel besser wird sie auch nicht.

Aber ich gewöhnte mich an diesen Stil und las weiter. Gerade (0:30 h) habe ich das Buch ausgelesen, das letzte Drittel am Stück, weil es so außerordentlich spannend war. Eigentlich war ich um 22:00 h schon sehr müde, wollte aber „noch ein Kapitel“ lesen, daraus wurden zwei, dann drei. Irgendwann schaltete ich das Licht im Wohnzimmer wieder an, um nicht so schnell müde zu werden. Ich trank nebenher mindestens einen halben Liter Pepsi Light, aß viel zu viele Schoko-Nüsse. Völlig egal, ich musste diese Geschichte zu Ende lesen. Und ich war erfolgreich. Und es hat sich gelohnt.

Nächstes Buch! Aber erst wird geschlafen…

 

Durchgelesen: „Die Augen des Drachen“

Vor ein paar Tagen habe ich mich in einem eigenen Blog-Eintrag schon einmal dazu geäußert, dass ich Stephen King’s Fantasy-Buch „Die Augen des Drachen“ angefangen hätte. Heute habe ich es zu Ende gelesen. Und es war wunderbar, das Buch ist in meiner Stephen King-Rangliste gleich ganz weit nach oben geschossen.

Die Geschichte ich außerordentlich kurzweilig und spannend geschrieben, die Hauptfiguren werden einem — je nach ihrer Charaktereigenschaft — so nah oder abstoßend dargestellt, dass man unweigerlich in den Sog der Handlung gerät und schwer mitfiebert. Zumindest ging es mir so, meine Frau musste, als ich beim Mittagessen immer noch weiterlesen musste, schon ein paar Mal über meine gespannten Ächzer und Kicherer gegrinst. Die letzten 150 bis 200 Seiten (in der iBooks-Version auf dem iPad, in der das Buch auf ca. 700 Seiten kommt) konnte ich das Buch nur noch mit Mühe, eigentlich fast gar nicht, aus der Hand legen.

Erstaunlich ist, dass die Geschichte eigentlich sehr geradlinig und ohne allzu viele überraschende Wendungen geschrieben ist. Vielleicht hat mir dies gerade so gefallen, denn meistens erwartet man noch irgend einen Kniff, eine große Überraschung kurz vor dem Ende, die dann alles noch einmal in einem neuen Licht erscheinen lässt. Weit gefehlt, denn hier gibt es das ganz einfach nicht, aber ich habe — wie schon gesagt — vielleicht auch gerade aus diesem Grund jede einzelne Seite genossen.

Wenn ich bedenke, dass ich in der letzten Woche jeden Tag mein volles Arbeitspensum erledigt, mehrere Hörbücher angehört, täglich mindestens 80 Minuten Sport getrieben, einigermaßen regelmäßig geübt, viel vorbereitet und auch einiges im Haushalt mit angepackt habe, kann ich sagen, dass die eine Woche, die ich für das Lesen benötigt habe, wie nichts an mir vorbei gerauscht ist.

Wer also eine kurzweilige, nicht zu sehr in ellenlangen Detailschilderungen einer fremden Welt schwelgende Fantasy-Geschichte lesen möchte, der ist hier bestens aufgehoben. Ich jedenfalls werde dieses Buch nach einer gewissen Ruhephase sicher noch einmal lesen (oder dann hören).

Das nächste Stephen King-Buch, „Sie“, liegt schon in meiner iBooks-App bereit, ich freue mich schon sehr darauf!