Archiv der Kategorie: Ehe

Knapp vor „der Antwort“

Fast schon ein biblisches Alter...

Fast schon ein biblisches Alter…

Mit dem heutigen Tag bin ich kurz vor Deep Thought’s Antwort auf die „ultimative Frage nach dem Leben, dem Universum, schlicht Allem“ angekommen:

All I wanted to say, bellowed the computer, is that my circuits are now irrevocably committed to calculating the answer to the Ultimate Question of Life, the Universe, and Everything.

Meine Frau hat mir einen unglaublich leckeren Kuchen gebacken, der in Kurzform um 16:20 h so aussah:

Der Kuchen um 16:20 h.

Der Kuchen um 16:20 h.

Um 16:21 h dagegen hatte er sich etwas die Nahrungskette hinab bewegt:

Der gleiche Kuchen um 16:21 h.

Der gleiche Kuchen um 16:21 h.

Hmmm, mehr muss ich dazu ja eigentlich schon gar nicht sagen, oder? Nun läute ich den gemütlichen Teil des Tages ein, lasse mich von sanften Wellen davontragen und werde ordentlich müde dabei.

Schönen Abend allerseits!

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Bonusmeilen

Am Samstag vor zwei Wochen senkte ich mein tägliches Laufpensum auf 10 Kilometer ab. Der Grund dafür war, dass ich damit gut 20 Minuten früher aus der Dusche komme. Da ich aber nach wie vor zur gleichen Zeit aufstehe (4:25 h), bleibt schlicht mehr Zeit, um die Kinder mit Frühstück und Pausenbrot zu versorgen, dem eulengleichen Sohn aus dem Bett zu helfen, unserer Jüngsten den allmorgendlich eingeforderten „KABA!“ zu machen und dergleichen mehr. Dank E-Bike muss ich so gut wie nie vor 7:15 h aus dem Haus – alles in allem habe ich so einen ganz angenehmen Zeitpuffer, der in den vergangenen zwei Wochen auch täglich ausgenutzt wurde.

Am Wochenende drängt der Terminplan meist nicht ganz so heftig, also stehe ich einerseits ein bisschen später auf (5:00 h), andererseits müssen die Kinder ja auch nicht gleich aus den Betten springen (und hüten sich – zumindest zu zwei Dritteln –, etwas derartiges anzustellen), was mir ohne Zusatzbelastung mehr Zeit zum Laufen verschafft. Also gibt’s am Wochenende meine persönlichen Bonusmeilen.

Heute früh ging ich nach dem Aufstehen in aller Ruhe zum „mentalen Aufwachen“ meine Twitter-Timeline von gestern Nacht durch, fühlte mich noch etwas schlapp, da der gestrige Tag nach einer etwas verkürzten Nacht einiges an Aufregung geboten hatte (meine Frau berichtete ja schon, zusätzlich übernahm ich eine neue Klasse mit 31 mir fast völlig unbekannten Schülern, dann gab es da noch Terminverwirrung beim Schwimmtraining der Mittleren) – irgendwie dachte ich schon, dass es für die Bonusmeilen heute ganz und gar nicht gut aussähe.

Auf dem Laufband lauschte ich jedoch einem neu entdeckten Hörbuch – „Transport 2“, eine außerordentlich spannende Fortsetzung einer Science Fiction-Geschichte –, blieb in einem gemütlichen Tempo und vergaß die Zeit um mich herum. Nach zwei Stunden hatte ich trotz des gemütlichen Tempos 17 Kilometer geschafft, das genügte mir völlig. Außerdem habe ich dabei die Marke von 3.600 Kilometern in diesem Kalenderjahr durchbrochen, was in Kombination mit dem oben erwähnten Hörbuch meiner Motivation für morgen einigen Auftrieb verschaffte.

3.600 Kilometer in einem Kalenderjahr gelaufen – und da kommen noch zweieinhalb Monate...!

3.600 Kilometer in einem Kalenderjahr gelaufen – und da kommen noch zweieinhalb Monate…!

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52 Wochen – Teil 32 („Current Status“)

Zugegeben: Nicht heute, denn ich habe den heutigen Beitrag bereits vor einer Woche vorbereitet. Aber da war’s mehr als passend, nach zwei recht großen Martinis und einem — gelinde gesagt — bescheidenen Tag was Laune und Motivation angeht…

Gefühlslage vor einer Woche — Aktualisierung ausgeschlossen, das darf einfach so stehen bleiben...

Gefühlslage vor einer Woche — Aktualisierung ausgeschlossen, das darf einfach so stehen bleiben…

Zur Aktion „52 Wochen“

Seit nunmehr 32 Wochen läuft Zeilenendes Foto-Aktion „52 Wochen“, an der ich teilnehme (hier findet man alle meine Beiträge). Ziel ist es, jeden Sonntag ein neues Selfie oder Portrait einzustellen. Die übrigen Teilnehmer sind:

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52 Wochen – Teil 26 („Heiligenschein“)

Letzte Woche war unser 14. Hochzeitstag (hmmmm, noch so ein Indiz für das voranschreitende Alter…). Für zweieinhalb Tage konnten wir die Kinder bei meiner Mutter abstellen und uns in ein Wellness-Hotel in der Rhön zurückziehen. Luxus pur!

Direkt am Hochzeitstag wanderten wir über die nahegelegenen Wasserkuppe und bis ins Rote Moor hinein (insgesamt ca. 17-18 Kilometer), den Nachmittag verbrachten wir im Schwimmbad und der Sauna des Hotels, morgens und abends gab es ein derart reichliches und exquisites Buffet, dass wir das Mittagessen einfach ausließen. Und nach dem Abendessen lungerten wir noch einmal bis nach 22:00 h im angenehm warmen Wasser der Pool-Bar herum (Multicolorina dilettiert hatte einen Touch Down, ich einen Mojito), danach gab es noch einen sehr lustigen Film auf dem iPad (Rezension folgt), kurz nach Mitternacht müssen wir beide dann eingeschlafen sein.

Zum Selfie des heutigen Tages: Bei der Wanderung über die Wasserkuppe kamen wir natürlich auch am Radom vorbei. Und irgendwie war ich – vielleicht dank der erhabenen Position, in der wir uns befanden (immerhin fast 1.000 Meter über NHN) – so vermessen, mir einen Heiligenschein zu verpassen…:

Solera mit Heiligenschein – dafür leicht geblendet von der Schönheit seiner Frau...

Solera mit Heiligenschein – dafür leicht geblendet von der Schönheit seiner Frau…

(Kamera: iPhone SE (Frontkamera), Bearbeitung mit Pixelmator: Magnetische Auswahl, Farbanpassung)

Zur Aktion „52 Wochen“

Seit nunmehr 26 Wochen – Heute ist exakt die Halbzeit! – läuft Zeilenendes Foto-Aktion „52 Wochen“, an der ich teilnehme (hier findet man alle meine Beiträge). Ziel ist es, jeden Sonntag ein neues Selfie oder Portrait einzustellen, wenn man lustig ist, kann man ihm auch ein bestimmtes Motto verpassen – das liegt mir besonders, daher gab es bislang eigentlich ausschließlich Fotos mit einem bestimmten Motto. Die üblichen und allesamt sehenswerten Teilnehmer sind:

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Gesehen: „Unheimliche Begegnung der dritten Art“

Vor vielen Jahren, den genauen Zeitpunkt kann ich wirklich nicht mehr nennen, vermutlich war es kurz vor oder nach dem Abitur, sah ich zum ersten Mal Stephen Spielberg’s Science Fiction-Klassiker „Unheimliche Begegnung der dritten Art“. Damals gefiel mir der Film überhaupt nicht, denn er zog sich gefühlt unglaublich lange hin, die gesamte Spielzeit liegt bei knapp unter 140 Minuten.

Später sah ich den Film noch ein weiteres Mal, da gefiel er mir ein klein wenig besser, viel blieb aber auch beim zweiten Anlauf nicht hängen. Nur die geradezu manische Obsession des Protagonisten, der sich über alle gesellschaftlichen Konventionen hinweg nur noch für seine Vision interessiert und ihr sowohl die berufliche als auch die familiäre Zukunft gnadenlos opfert. Das war das Element, das mir beim ersten Ansehen des Films am meisten gegen den Strich gegangen war, es nervt mich ehrlich gesagt bis heute. Doch heute kann ich dieses Genervtsein sowohl einem geschickten Drehbuch als auch einer guten schauspielerischen Leistung zuschreiben, die eben überzeugend diese Situation darstellt.

Es gibt noch so einige Filme, die ich eine Weile nicht mochte, bis mir einfach klar wurde, dass die Leistung ja eben darin bestand, so überzeugend einen Bösewicht oder Fiesling zu spielen, dass das Publikum (bzw. einfach nur ich) eine tatsächliche Abneigung gegenüber dem porträtierten Charakter entwickelte.

Ein brillanter Science Fiction-Klassiker – trotz seines Alters auch heute noch absolut sehenswert!

Ein brillanter Science Fiction-Klassiker – trotz seines Alters auch heute noch absolut sehenswert!

Vor ein paar Tagen besorgte ich uns den Film in feinster HD-Auflösung im iTunes-Store und überraschte meine Frau damit völlig, denn auch sie hatte den Film seit gefühlten Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Voller Freude begannen wir den Film. Er war so angenehm und entspannend anzusehen, dass ich vor lauter Wohlgefühl nach etwas mehr als einer Stunde einschlief… Was aber in diesem Kontext eindeutig als ein Merkmal für hohe Qualität zu deuten war. Bei einem schlechten Film ziehe ich mich ins Bett zurück, hier dagegen ratzte ich sofort auf dem Sofa ein.

Direkt am nächsten Mittag benötigte ich eine Weile zur Zubereitung meines Essens, dabei sah ich weiter. Während des Essens sah ich immer noch weiter – und dann fehlten ohnehin nur noch zehn oder zwölf Minuten, also bekam ich den gesamten Film am nächsten Tag noch zu Ende. Und nun war es wirklich ein durchgehender Genuss. Vielleicht musste ich einfach in diesen Film hineinaltern, um ihn wirklich genießen zu können. Es hat sich gelohnt, denn mit absoluter Sicherheit werde ich mir den Film noch das eine oder andere Mal reinziehen.

Kennt ihr den Film auch? Falls ja: Erging es euch beim ersten Ansehen auch so, dass sich der Film gefühlt „ewig“ hinzog? Oder bin ich hier der einzige Kostverächter?

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Kümmerlich nährt sich das Eichhörnchen

Seit letztem Freitag laufe ich wieder (ich berichtete), doch so ganz ist der frühere Zustand noch nicht wiederhergestellt. Insgesamt laufe ich sehr langsam, um nicht noch durch eine einzelne schnelle Bewegung einen neuen Schaden anzurichten. Bei jedem einzelnen Schritt muss ich außerdem sehr auf meine Haltung achten, denn sobald ich meinem Becken und unteren Rücken erlaube, in ein Hohlkreuz zu gehen, handle ich mir Schmerzen ein. Daher bin ich nun sehr aufrecht und sehr langsam unterwegs – ich selbst sehe mich nicht, es wirkt aber aller Wahrscheinlichkeit nach etwas erheiternd.

Und just dabei kommt es vor, dass meine jugendlich-sportliche Frau voller Elan an mir vorbeizieht, dass es wirkt, als stünde ich wie ein Möbelstück in der Gegend herum. Immerhin schoss sie heute früh gleich noch ein schmeichelhaftes Foto von mir – dann darf sie mich auch gerne jederzeit wieder überholen…

Hinterrücks von der Frau „geschossen“...

Hinterrücks von der Frau „geschossen“…

Ganz nebenbei bemerkt: So ein Lauf durch die frische Morgenluft ist schon sehr fein, ich vermisse mein Laufband gerade keine Sekunde…

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Die Timothy Ferriss-Diät

Am Sonntag vor einer Woche begann ich eine Diät. In den Wochen/Monaten davor hatte ich nach und nach ein wenig mehr Speck angesetzt, als mir ins Konzept passt. Statt meiner üblichen 64-65 kg Gesamtgewicht zeigte die Waage am Sonntag Morgen allen Ernstes 66,9 kg. Das war so nicht hinzunehmen, denn bereits bei 66,0 schrillen eigentlich alle Warnglocken.

Mit meinen 178 Zentimetern stellen 66 kg noch kein ernstzunehmendes Problem dar (selbst 70 kg wären ja noch kein Problem), ich wog allerdings vor ein paar Jahren mal etwa 90 kg. Dorthin möchte ich auf keinen Fall zurück, weswegen mir ein rechtzeitiges Gegensteuern immer ratsam erscheint.

Timothy Ferriss: „Der 4-Stunden Körper“ – etwas extrem, aber effektiv

Timothy Ferriss: „Der 4-Stunden Körper“ – etwas extrem, aber effektiv

Inspiriert durch einen Tweet von Bastian Wölfle (siehe hier), der auf ein Interview verlinkte, hatte ich mir im iBooks Store bereits das Buch „Der 4 Stunden Körper“ von Timothy Ferris besorgt und ein Stück gelesen. Gerade am Sonntag vor einer Woche zog ich mir beim Gehen auf dem Laufband (das ist vielleicht eine einschläfernde Tätigkeit, aber meine Zerrung ließ leider keinen Lauf zu) einige weitere Kapitel rein, fand vieles, was ich gut umsetzen konnte – und begann sofort mit der Diät.

Der Einstieg war so spontan, dass ich gleich einmal meine Frau verärgerte, denn plötzlich passte der zwei Tage vorher gemeinsam für die anstehende Woche gewählte Speiseplan nicht mehr zu dem, was ich essen durfte, wollte ich die Diät sinnvoll durchziehen. Dumm das! Doch weil sie nun einmal die beste Frau der Welt ist, legte sich der Ärger schnell und sie unterstützte mich. Das Ende der Diät stand auch sofort fest: Freitag. Beim Abiball wollte ich am Buffett nehmen, wonach mir der Sinn stand. Dazu gehören in Schwaben fast immer Spätzle und diverse andere leckere Beilagen, die sich unmöglich mit der Diät vereinbaren ließen. Gerade der kurze Zeitrahmen ließ mich voller Zuversicht an das Experiment herangehen.

Gleich vorweg: Ich habe mich an manche Elemente aus der Ferriss-Diät nicht gehalten, denn er predigt einen gezielten Einsatz von Medikamenten, die den Stoffwechsel beeinflussen, um die über die Nahrung aufgenommenen Stoffe davon abzuhalten, in Fettdepots gespeichert zu werden. Mit so etwas kann ich überhaupt nichts anfangen, noch dazu geht es um irgendwelche Substanzen, deren komplettes Wirkspektrum noch gar nicht erforscht ist (diesen Teil des Kapitels habe ich dann gleich in hohem Tempo überflogen, denn vom ersten Satz an war mir klar, dass es für mich nicht in Frage kommt).

Und noch eins vorweg: Selbst im angepassten Zustand funktioniert die Diät außerordentlich gut, denn ich habe innerhalb von fünf Tagen 3,1 kg Körpergewicht eingebüßt und mein Körperfett um etwas mehr als ein Prozent gesenkt. Gar nicht so schlecht.

Was habe ich dafür getan? Es gibt ein paar ganz einfache Grundregeln in dieser Diät, an die ich mich auch sehr streng gehalten habe:

  • Keine Getreideprodukte, kein Reis, keine Kartoffeln, keine Pasta etc.
  • Kein Zucker, auch keine Fructose (also keinerlei Obst, was mir schon etwas schwerfiel)
  • Keine Milchprodukte
  • Möglichst wenig Light-Getränke (das war die Hölle für mich, der ich sonst 1,5 Liter Cola Light am Tag trinke), da der Süßstoff Aspartam wohl dafür sorgt, dass leichter Fettdepots gebildet werden. Maximal 500 ml sind pro Tag erlaubt – und die habe ich bis zum letzten Tropfen ausgekostet…
  • Viele Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen, Erbsen, Mais etc.) essen, da sie gut sättigen und auch über längere Zeit füllen.
  • Gemüse darf in rauen Mengen verzehrt werden, gerne bis zur vollständigen Sättigung.
  • Nüsse können zur Überbrückung in Maßen eingesetzt werden.
  • Die erste Mahlzeit des Tages innerhalb von 30 Minuten nach dem Aufstehen, um den Stoffwechsel in Gang zu bringen.
  • Viel Wasser trinken (deshalb habe ich mir ja überhaupt diese dämlichen Trink-Apps auf dem iPhone installiert – zumindest für ein paar Tage).
  • Nicht zu viel Sport treiben, weil der Körper sonst mehr Wasser einlagert und das Hungergefühl stärker wird, was dann wieder für Heißhungerattacken sorgen kann. Gut, in der Hinsicht fiel es mir in der Woche leicht, denn ich war ja lahmgelegt.

Das waren im Grunde die wichtigsten Regeln, wer es genauer wissen möchte, muss im Buch nachlesen, denn da wird das auf etlichen Seiten genau ausgeführt und begründet. Am Montag kaufte ich einen Korb voller Konserven: Chili-Bohnen, Linsen, Baked Beans, Erbsen etc. Und ab da gab es bei jeder Mahlzeit etwas davon – oder eine Mischung. Oft peppte ich das Essen mit Zwiebeln, Frühlingszwiebeln, Paprika, Fenchel oder anderem Gemüse auf. Für eine Woche war das völlig ok, noch nicht einmal eintönig.

Überraschend angenehm war das Essen morgens um 5:00 h. Nach dem frühen Aufstehen briet ich mir ein oder zwei Eier, dazu gab es Baked Beans. Normalerweise würde ich nur selten so mächtig in den Tag starten, aber es war sehr spannend, das lang anhaltende Sättigungsgefühl zu erleben. Denn tatsächlich war bis weit in den Mittag hinein noch kein besonders starkes Hungergefühl zu bemerken. Gerade wenn man dann noch viel trinkt, ist die Gefahr sehr gering, immer wieder zwischendurch etwas zu essen.

Am schlimmsten war für mich der Verzicht auf Pasta, denn die könnte ich dauernd in unterschiedlichsten Variationen essen. Aber für eine einzige Woche nahm ich diesen Verzicht in Kauf.

Als großes Fazit kann ich festhalten, dass diese Diät funktioniert, für mich auf Dauer aber undenkbar ist. Allerdings kann ich sie ja immer wieder für ein paar Tage herausholen, wenn ich mit meiner Gewichtsentwicklung nicht zufrieden bin. Durch die vielen möglichen Gemüse-Kombinationen kommt da auch nicht so schnell Langeweile auf.

Wer sich für das Konzept im Detail interessiert und die weiteren Aspekte des Buchs, das übrigens in einem weitgehend angenehmen Tonfall geschrieben ist, dem kann ich die paar Euro durchaus empfehlen. Bei iBooks waren es 11,99 €, im Buchhandel oder bei Amazon wird es sicherlich nicht deutlich mehr kosten.

So, zum Ausgleich gab es heute erst einmal leckere Pfannkuchen zum Mittagessen. Ein wahres Fest!

Pfannkuchen in vielerlei Variation: Käse, Pilze, Ahornsirup, Bionella, Marmelade etc. – ein Genuss!

Pfannkuchen in vielerlei Variation: Käse, Pilze, Ahornsirup, Bionella, Marmelade etc. – ein Genuss!

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San Francisco: Coit Tower

Viel zu lange habe ich nichts mehr über meine Geburtsstadt San Francisco geschrieben. Einige Absätze des heutigen Artikels liegen schon seit Monaten in meinem Entwürfe-Ordner herum, doch es kostet Zeit, sich dieses Themas mit dem gebotenen Ernst und der notwendigen Muse zu widmen. Daher wollte ich keinen Schnellschuss aus der Hüfte loslassen, nur um den Artikel fertig zu bekommen.

Der Coit Tower aus der Luft (Quelle: Apple Maps)

Der Coit Tower aus der Luft (Quelle: Apple Maps)

Mit dem Coit Tower treffen wir heute ein weiteres Highlight San Franciscos, das mir diese Stadt so sehr ans Herz hat wachsen lassen. Im Coit Tower vereinigen sich gleich mehrere kulturell interessante Aspekte, die natürlich auch touristisch ausgeschlachtet werden, doch in diesem Fall ist es gut so, denn sonst hätte am Ende kaum jemand Zugang zu dieser Attraktion.

An manchen Tagen kann es da ziemlich bedrängt zugehen, wir hatten damals (2003) riesiges Glück, denn trotz sonnigen Wetters und milder sommerlicher Temperaturen waren höchsten eine Handvoll Leute zeitgleich mit uns anwesend, was einige ungestörte Fotos ermöglichte.

Geschichte:

Erbaut wurde der Coit Tower im Jahr 1933, verantwortlich für den Bau waren Arthur Brown Jr. und Henry Howard. Der Name des Turms geht auf eine ganz interessante Geschichte zurück:

Lillie Hitchcock Coit, ein Kind aus sehr wohlhabenden Verhältnissen, half den Feuerwehrmännern bei einem Brand in der Nähe des Telegraph Hill, woraufhin sie zu einem Maskottchen der Freiwilligen Feuerwehr San Franciscos wurde. 1929 starb sie und hinterließ der Stadt 100.000 (andere Quellen sprechen von 125.000) Dollar für die Verschönerung der Stadt. Die Summe klingt vermutlich nach heutigen Verhältnissen nicht besonders opulent, zumindest wenn man bedenkt, was allein die Großbaustelle des BER täglich an Geld verschlingt, für damalige Verhältnisse war es aber ein „riesiger Batzen“.

Auf jeden Fall wurde der 64 Meter hohe Aussichtsturm errichtet, der bis heute fantastische Ausblicke auf einen Großteil der Stadt und der Bucht ermöglicht. Davon konnten wir uns persönlich überzeugen. Und davon gibt’s natürlich gleich einiges zu sehen…

Wer nun ein wenig auf den Geschmack gekommen ist, findet weitere Informationen zum Coit Tower hier und hier.

Architektur:

Der Coit Tower soll zwar offiziell nicht so aussehen wie eine aus dem Boden ragende Feuerwehrspritze, zumindest beabsichtigten die Architekten dies nicht. Wenn man ihn sich allerdings ansieht, fällt eine gewisse Ähnlichkeit dennoch ins Auge.

Der Coit Tower – ein bisschen kann man hier schon die stilisierte Spritze eines Feuerwehrschlauchs erkennen...

Der Coit Tower – ein bisschen kann man hier (zumindest meiner Meinung nach) schon die stilisierte Spitze einer Feuerwehrspritze erkennen.

Zumindest geht es mir so. Aber wer es anders sieht, darf mir gerne einen Kommentar schreiben. Gerade visuelle Analogien sind ja ein Gebiet, in dem sich schier unendliche Diskussionen führen lassen.

Aussicht:

Die Aussicht von der Spitze des Coit Tower ist schlicht sensationell. Aus den fast schon unzähligen Bildern habe ich nur eine sehr kleine Auswahl zusammengestellt, die als kleiner Appetizer angesehen werden können, doch einmal einen Trip nach San Francisco zu unternehmen.

Hier ein Ausblick auf die Lombard Street, außerdem sieht man am hinteren rechten Eck noch die Auffahrt auf die Golden Gate Bridge.

Ausblick auf die Lombard Street, außerdem sieht man am hinteren rechten Eck noch die Auffahrt auf die Golden Gate Bridge.

Hier der wundervolle Ausblick direkt auf die Golden Gate Bridge.

Die vermutlich bekannteste Attraktion der City by the Bay: Die Golden Gate Bridge.

Hier der Blick in Richtung der Innenstadt, zentral ist die Needle zu sehen.

Blick in Richtung der Innenstadt, im Zentrum ist die sog. Needle zu sehen.

Und zuletzt noch ein Blick in den himmlischen Sommerhimmel im August 2003...

Zuletzt noch ein Blick in den himmlischen Sommerhimmel im August 2003.

Kunst im Innern:

Beim ersten Besuch wird man fast überwältigt von den atemberaubend schön bemalten Innenwänden im Erdgeschoss. Die Wandmaler ließen sich von Diego Riveras sozialkritischer Malerei inspirieren und bauten zahlreiche „linke“ Elemente in die Wandgemälde ein.

Die Wandgemälde zeigen überwiegend die hart arbeitende Bevölkerung der USA (und diese in einem nicht geringen Ausmaß mit deutlich erkennbarem Migrationshintergrund).

Die Wandgemälde zeigen überwiegend die hart arbeitende Bevölkerung der USA (und diese in einem nicht geringen Ausmaß mit deutlich erkennbarem Migrationshintergrund).

Mensch und Maschine in einem nicht enden wollenden Arbeitsprozess

Mensch und Maschine in einem nicht enden wollenden Arbeitsprozess…

Fleiß und körperlicher Einsatz als durchgehende Motive

Fleiß und harter körperlicher Einsatz sind die durchgehenden Motive.

Sogar die echten Fenster wurden perfekt in die Wandgemälde integriert.

Sogar die echten Fenster wurden perfekt in die Wandgemälde integriert.

Und manchmal schlüpft eine wunderhübsche Frau ins Bild, die durch ihre Schönheit den Coit Tower ganz unerwartet zum Leuchten bringt.

Und manchmal schlüpft eine wunderhübsche Frau ins Bild, die durch ihre Schönheit den Coit Tower noch mehr zum Leuchten bringt…

Fazit:

Der Coit Tower gehört zu den von außen eher unscheinbaren, in seiner Gesamtwirkung aber immens bedeutsamen Attraktionen San Franciscos. Wenn ich mal wieder in der Stadt sein sollte, muss ich die drei Dollar für den Aufzug auf jeden Fall investieren – der Ausblick ist es wert!

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52 Wochen — Teil 12 („Die (Sch)Eis(s)heiligen“)

Halb erfroren, aber von der frischen Luft gedopt — die zwei Eisheiligen

Halb erfroren, aber von der frischen Luft gedopt — die zwei (Sch)Eis(s)heiligen

Nunmehr seit 12 Wochen läuft die vom derzeit auf der FedCon weilenden Zeilenende ins Leben gerufene Foto-Aktion „52 Wochen“ (hier meine bisherigen Beiträge), in deren Rahmen jeder Teilnehmer jeden Sonntag ein Selfie oder Porträt veröffentlicht. Das postete Zeilenende gerade heute.

Da unsere Mittlere heute trotz Pfingstsonntag ein zweistündiges Hockey-Training absolvieren durfte, beschlossen wir, die übrigen zwei Kinder mit uns in der Zeit auszulüften.

Der Plan war nur leider gefasst, bevor wir die Temperaturen und den Wind bedacht hatten. Und es war dann auch so richtig kalt: Ohne Wind noch ganz ok, mit Wind aber eine absolute Katastrophe. Aber hey, es waren ja nur zwei Stunden… (Bibber!)

Daher könnt ihr heute alle die zwei dezent gequält lächelnden Gesichter bewundern, die zu dem Zeitpunkt bereits 115 Minuten dem Wind getrotzt hatten. Dafür haben wir uns jetzt eine extra große Portion Schoko-Kekse (oder ähnlich leckeres Gebäck) verdient. Yay!

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Kuriositäten der letzten Wochen und Monate

Vorbemerkung: Teile dieses Beitrags lagen nun schon seit kurz nach Ostern in meinem Entwürfe-Ordner herum. Doch irgendwie bekam ich nie die Kurve, ihn fertig zu stellen und zu veröffentlichen. Heute nahm ich mir endlich die Zeit…

Das bleibt von einer suizidal veranlagten Amsel übrig...

Das bleibt von einer suizidal veranlagten Amsel übrig…

Die suizidal veranlagte Amsel

Am Ostersonntag waren wir – wie es seit Jahrzehnten eine Tradition ist – bei meinen Schwiegereltern in der Nähe von Eichstätt (bei Ingolstadt) zu Besuch, denn dort findet ein jedes Jahr opulent ausfallender Oster-Brunch statt. Ein wirklich großer Teil der Verwandtschaft findet sich ein, man unterhält sich in entspannter Atmosphäre, stopft sich über Stunden hinweg den Bauch voll und bringt sich gegenseitig auf den aktuellsten Stand. Alles in allem eine sehr schöne Angelegenheit.

Der Weg dorthin beläuft sich von uns aus auf ganz grob 150 Kilometer über Landstraßen. Unter 100 Minuten Fahrzeit ist das mit unserem tuckeligen FIAT Dobló nicht zu machen, andererseits sind sowohl meine Frau als auch ich eher defensive Fahrer, die die ohnehin bescheidenen Möglichkeiten unseres Autos auch nicht gnadenlos ausreizen.

Und dennoch wurde unser Auto an eben jenem Tag zum Werkzeug des Todes. Irgendwo gerade über die Grenze nach Bayern saß am Straßenrand eine Amsel – möglicherweise war es auch ein ganz anderer Vogel, die Zeit für intensive ornithologische Studien konnte ich mir während dieses kurzen Moments schon aus Sicherheitsgründen nicht nehmen. Auf jeden Fall schoss der Vogel genau vor unserer Motorhaube vom rechten Fahrbahnrand aus schnurstracks über die Straße, sicherlich ein ausgeklügeltes Fluchtmanöver. Nur kamen wir bereits mit ungefähr 100 Stundenkilometern des Weges… Der Vogel prallte mit voller Wucht gegen unser Auto und verschwand dann auf Nimmerwiedersehen zu meiner Linken. Anhand des Aufprallgeräusches behaupte ich jetzt einfach einmal, dass das Tier entweder sofort oder allerhöchstens binnen weniger Sekunden das Zeitliche gesegnet haben muss. Ein klassischer Fall von spontanem Vogel-Suizid, der so schnell vonstatten ging, dass ich gar nichts mehr hätte tun können. Wäre die Amsel einfach sitzen geblieben, wo sie vorher gewesen war, hätte sie außer einem kräftigen Luftzug nichts abbekommen.

Fake-Tiramisu

Beim oben schon erwähnten Oster-Brunch gab es dieses Jahr neben vier anderen Kuchen-Sorten auch ein auf den ersten Blick höchst appetitlich anzusehendes Tiramisu – davon kann ich nie genug bekommen. Ich nahm mir ein frisches Schälchen, lud mir eine ordentliche Portion auf, ging an den Tisch zurück – und merkte, dass da irgend etwas nicht stimmte.

Dies war kein richtiges Tiramisu. Statt des leckeren und ungesunden Löffelbisquits fand ich labberige Birnen-Stücke, zwischendrin lagen auch noch andere Früchte. Als Vegetarier habe ich ja nun gar nichts gegen Früchte, aber die Kombination war derart unpassend, dass ich nach zwei Probelöffeln verzweifelt das Handtuch warf.

Ich weiß nicht, wer in der Verwandtschaft für das Erstellen dieser Speise zuständig gewesen war, das Ergebnis war aber schlicht und ergreifend nicht lecker. Zusätzlich war die Konsistenz der Früchte derart matschig und labberig, dass zusammen mit der aus meiner Sicht unpassenden Geschmackskombination ein völlig untaugliches Gesamtprodukt entstanden war.

Meine Schwägerin sah eine Weile später das Schälchen auf dem Tisch stehen und fragte, ob sie es aufessen solle. Nach einem einzigen Biss verzichtete auch sie mit Freuden auf jeden weiteren Versuch. Das gab mir dann die Bestätigung, dass nicht mein Geschmack in dieser Angelegenheit verdreht war. Uff!

Das suizidal veranlagte Insekt

Ähnlich zum oben geschilderten Vorfall mit dem Vogel stürzte sich vor ein paar Tagen ein Insekt in offensichtlich selbstmörderischer Absicht vor meinen Fahrradreifen. Und das bei langsamem Tempo (sicher unter 5 km/h), da ich da gerade den Berg hinaufstrampelte. Ich war völlig perplex, denn einen nicht einmal fünf Zentimeter breiten Fahrradreifen muss man als Insekt bei so viele freier Luft außen herum erst einmal treffen – und dennoch brachte dieses Tier das fertig. Mein Kopf möchte immer noch geschüttelt werden…

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